DE10013107A1 - Signaldurchgabevorrichtung - Google Patents
SignaldurchgabevorrichtungInfo
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Abstract
Es ist eine Signaldurchgabevorrichtung, insbesondere für einen Leitungsschutzschalter, zur Übertragung mechanischer Signale durch benachbarte Anbaugeräte hindurch auf Peripheriegeräte beschrieben. Die Vorrichtung hat ein an einer Seite des Anbaugeräts gelagertes Eingabebauteil (100) mit einem Signaleingangsanschluss (110) und ein an der gegenüberliegenden Seite des Anbaugeräts gelagertes Ausgabebauteil (200) mit einem Signalausgangsanschluss (210). Ein Übertragungsbauteil (300) ist das Anbaugerät durchgreifend angeordnet und ist sowohl mit dem Eingabebauteil (100) als auch dem Ausgabebauteil (200) wirkverbunden, um ein auf das Eingabebauteil (100) aufgegebenes Signal auf das Ausgabebauteil (200) zu übertragen.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Signaldurchgabevorrich
tung.
Elektrische Geräte, wie beispielweise Leistungsschalter o
der Leitungsschutzschalter werden häufig an Montageschienen
befestigt und so zu komplexen Schaltanlagen zusammenge
fasst. Die Leistungsschalter oder Leitungsschutzschalter
sind ausgelegt, einen sie durchfließenden Strom hinsicht
lich seiner Größe zu überwachen und bei Überschreiten vor
gegebener Stromwerte den Stromkreis zu unterbrechen. Die
Auslösung eines solchen Schalters kann auf verschiedene Art
und Weise erfolgen.
Sollen nun mehrere Geräte synchron mit der Auslösung des
sogenannten Leistungsschalters oder Leitungsschutzschalters
ebenfalls betätigt werden, wird ein mechanisches Auslöse
signal abgegriffen und auf das daneben angeordnete Gerät
aufgegeben. Ist das synchron zu betätigende Gerät nicht un
mittelbar neben dem Signalgeber, d. h. dem Leistungsschalter
oder dem Leitungsschutzschalter angeordnet, so ist die Sig
nalweiterleitung an das synchron zu betätigende Gerät
schwierig.
Demgegenüber ist es Aufgabe der Erfindung, eine Signal
durchgabevorrichtung zu schaffen, die es ermöglicht, ein
mechanisches Schaltsignal zu einem nicht unmittelbar neben
dem signalgebenden Gerät angeordneten Gerät durch ein be
nachbartes Anbaugerät hindurch weiterzugeben. Die Aufgabe
wird mit einer Signaldurchgabevorrichtung mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 1 gelöst.
Gemäß der Erfindung hat die Signaldurchgabevorrichtung ein
an einer Seite des Anbaugeräts gelagertes Eingabebauteil,
ein an der gegenüberliegenden Seite des Anbaugeräts gela
gertes Ausgabebauteil und ein Übertragungsbauteil, das das
Anbaugerät durchgreifend angeordnet und mit dem Eingabebau
teil und dem Ausgabebauteil wirkverbunden ist. Das Eingabe
bauteil und das Ausgabebauteil haben jeweils zugehörige
Signaleingangs- bzw. Signalsausgansanschlüsse.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den ab
hängigen Ansprüchen dargelegt.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand bevorzugter Ausfüh
rungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher er
läutert. Darin zeigen:
Fig. 1 eine Perspektivansicht eines ersten Ausfüh
rungsbeispiels für eine Signaldurchgabevorrichtung;
Fig. 2 die Signaldurchgabevorrichtung aus Fig. 1 von
der anderen Seite gesehen;
Fig. 3 die Anordnung der Signaldurchgabevorrichtung
gemäß Fig. 1 und 2 in einem Anbaugerät, welches als ein
Fernantrieb ausgebildet ist;
Fig. 4 die Anordnung aus Fig. 3 von der gegenüberlie
genden Seite aus gesehen; und
Fig. 5 ein alternatives Ausführungsbeispiel für eine
Signaldurchgabevorrichtung.
Fig. 1 zeigt perspektivisch eine erste Ausführungsform für
eine Signaldurchgabevorrichtung. Die Vorrichtung gemäß Fig.
1 ist zunächst grob in drei Elemente zu untergliedern, d. h.
ein Eingabebauteil 100, ein Ausgabebauteil 200 und ein Ü
bertragungsbauteil 300. Das Eingabebauteil 100 ist in Fig.
1 als ein Eingabehebel gezeigt, der zwei Hebelarme 114, 116
hat, die sich zu zwei Seiten eines Drehlagers 112 erstrecken.
An einem Ende des Hebels 114 ist ein Signaleingangs
anschluss 110 in Form einer Aufnahmebohrung ausgebildet.
Die Aufnahmebohrung 110 ist ausgelegt, mit einem an einem
Leistungsschalter oder Leitungsschutzschalter ausgebildeten
Stift in Eingriff zu gelangen, welcher das weiterzuleitende
mechanische Signal abgibt. Mit anderen Worten, die Aufnah
mebohrung 110 ist ausgelegt einen Stift (nicht gezeigt)
aufzunehmen, so dass der Stift den Eingabehebel 100 in Fig.
1 um sein Drehlager 112 drehen kann.
An einem Ende des zweiten Hebelarms 116 des Eingabehebels
100 ist ein Zapfen 118 ausgebildet. Der Zapfen 118 er
streckt sich senkrecht zur Haupterstreckungsrichtung des
zweiten Hebelarms 116. Wie in Fig. 1 gezeigt ist, sind die
Mittelachsen der Aufnahmebohrung 110, des Drehlagers 112
und des Zapfens 118 zueinander parallel und stehen senk
recht auf die Haupterstreckungsrichtung des Eingabehebels
100.
Im unteren Teil von Fig. 1 ist das Ausgabebauteil oder der
Ausgabehebel 200 gezeigt. Der Ausgabehebel 200 hat zwei He
belarme 214, 216, die sich von einem Drehlager 212 weg
erstrecken. An einem Ende des ersten Hebelarms 214 ist ein
Zapfen 210 ausgebildet, der von der Hauptebene des Hebels
senkrecht vorsteht. Der Zapfen 210 bildet einen Ausgabean
schluss und ist ausgelegt, mit einer passenden Aufnahmeboh
rung an dem auszulösenden Hilfsgerät (nicht gezeigt) in
Eingriff zu gelangen, um dieses Hilfsgerät mit dem weiter
geleiteten mechanischen Signal zu beaufschlagen. Am in Fig.
1 linken Ende des zweiten Hebelarms 216 ist ein Zapfen 218
ausgebildet, der sich im wesentlichen senkrecht zur Haupt
erstreckungsrichtung des Ausgabehebels 200 erstreckt. Die
Mittelachsen des Ausgabezapfens 210, des Drehlagers 212 und
des Zapfens 218 sind im wesentlichen zueinander parallel
und stehen senkrecht auf die Hauptrichtung des Hebels.
Auf der linken Seite in Fig. 1 ist das Übertragungsbauteil
300 gezeigt. Das Übertragungsbauteil 300 hat eine stabför
mige Welle 314, die an ihren beiden Stirnseiten jeweils mit
einem Lagerzapfen 310, 312 versehen ist. Die Lagerzapfen
310, 312 haben eine gemeinsame Mittelachse, die parallel
zur Hauptachse der Welle 314 verläuft. An beiden Enden der
Welle 314 sind jeweils Zapfenaufnahmen 316, 318 ausgebil
det, die eine Nut zur Aufnahme eines Zapfens ausgebildet
haben. Wie in Fig. 1 deutlich gezeigt ist, ist in der Zap
fenaufnahme 316 der Zapfen 118 des Eingabehebels 100 aufge
nommen, während in der Zapfenaufnahme 318 der Zapfen 218
des Ausgabehebels 200 aufgenommen ist. Die Zapfen 118, 218
sind in den Zapfenaufnahmen 316, 318 drehbar und verschieb
bar aufgenommen. Die Abmessungen der Zapfen 118, 218 und
der Zapfenaufnahmen 316, 318 sind so gewählt, dass die Be
wegbarkeit sichergestellt ist, übermäßiges Spiel zwischen
diesen Elementen jedoch vermieden ist.
Wie weiter in Fig. 1 zu erkennen ist, sind die Mittelachsen
von der Aufnahmebohrung 110, den Ausgabezapfen 210, den
Drehlagern 112, 212, den Zapfen 118, 218 und der Lagerzap
fen 310, 312 zueinander parallel. Der Einbau der Signal
durchgabevorrichtung wird später unter Bezugnahme auf Fig.
3 und 4 näher erläutert.
Nachfolgend wird anhand der Fig. 1 die Funktion und das Zu
sammenwirken der einzelnen Hebel beschrieben. Wie in Fig. 1
gezeigt ist, ist der Eingabehebel 100 an dem Drehlager 112
um einen festen Punkt drehbar gehalten. Ferner ist das Ü
bertragungsbauteil 300 an den Lagerzapfen 310, 312 eben
falls um feste Punkte drehbar gehalten. Der Ausgabehebel
200 ist an dem Drehlager 212 um einen festen Punkt drehbar
gehalten. Der Zapfen 118 des Eingabehebels 100 ist mit der
Zapfenaufnahme 316 des Übertragungsbauteils 300 in Eingriff.
Gleichermaßen ist der Zapfen 218 des Ausgabehebels
200 mit der Zapfenaufnahme 318 des Übertragungsbauteils 300
in Eingriff.
Greift nun eine Kraft an dem Eingabehebel 100 in der Nähe
der Aufnahmebohrung 110 an, um beispielsweise den Hebel im
Uhrzeigersinn zu drehen, so verschwenkt der zweite Hebelarm
116 in die Zeichenebene hinein und bewegt dabei die Zapfen
aufnahme 316 ebenfalls in die Zeichenebene hinein. Die he
belartig an der Welle 314 des Übertragungsbauteils 300 aus
gebildete Zapfenaufnahme dreht die Welle 314 um die Lager
zapfen 310, 312. Die drehsteife Welle 314 überträgt das
durch die Zapfenaufnahme 316 aufgebrachte Drehmoment auf
die Zapfenaufnahme 318, die symmetrisch zu der Zapfenauf
nahme 316 ausgebildet ist. Bei der Drehung der Zapfenauf
nahme 318 in die Zeichenebene hinein, die infolge der Dre
hung der Zapfenaufnahme 316 hervorgerufen ist, wird der
Ausgabehebel 200 durch den Eingriff des Zapfens 218 mit der
Zapfenaufnahme 318 ebenfalls gedreht. Im vorliegenden Fall
bewegt sich der zweite Hebelarm 216 des Ausgabehebels 200
ebenfalls in die Zeichenebene hinein und dreht dabei um das
Drehlager 212. An dem dem Drehlager 212 abgewandten Ende
des ersten Hebelarms 214 liegt der Ausgabezapfen 210, der
sich bei der Drehung des Ausgabehebels 200 synchron mit der
Aufnahmebohrung 110 des Eingabehebels bewegt. Mit anderen
Worten, wenn die Aufnahmebohrung 110 des Hebels 100 in Fig.
1 im Uhrzeigersinn verschwenkt wird, schwenkt der Ausgabe
hebel mit dem Zapfen 210 ebenfalls im Uhrzeigersinn. Glei
ches gilt bei Umkehrung des Drehsinns, d. h. wird der Einga
behebel im Gegenuhrzeigersinn gedreht, so dreht der Ausga
behebel ebenfalls im Gegenuhrzeigersinn.
In Fig. 1 sind die Hebelverhältnisse des Eingabehebels und
des Ausgabehebels gleich groß. Mit anderen Worten, der ers
te Hebelarm 114 des Eingabehebels 100 hat die gleiche Länge
wie der erste Hebelarm 214 des Ausgabehebels. Gleichermaßen
hat der zweite Hebelarm 116 des Eingabehebels 100 die glei
che Länge wie der zweite Hebelarm 216 des Ausgabehebels
200. Die Länge des ersten Hebelarms 114 des Eingabehebels
100 ist bestimmt als der Abstand zwischen der Mittelachse
der Aufnahmebohrung 110 und der Mittelachse des Drehlagers
112. Die Länge des zweiten Hebelarms 116 des Eingabehebels
100 ist der Abstand zwischen der Mittelachse des Drehlagers
112 und der Mittelachse des Zapfens 118. Die Länge des ers
ten Hebelarms 214 des Ausgabehebels 200 ist bestimmt als
der Abstand zwischen der Mittelachse des Ausgabezapfens 210
und der Mittelachse des Drehlagers 212. Die Länge des zwei
ten Hebelarms 216 des Ausgabehebels 200 ist der Abstand
zwischen der Mittelachse des Zapfens 218 und der Mittelach
se des Drehlagers 212.
Auch an dem Übertragungsbauteil 300 wirken Hebelarme. Der
erste Hebelarm ist der Abstand zwischen der Mittelachse des
Lagerzapfens 312 und der Mittelachse des Zapfens 118 des
Eingabehebels 100. Gleichermaßen ist der zweite Hebelarm
durch den Abstand zwischen der Mittelachse des Lagerzapfens
310 und der Mittelachse des Zapfens 218 des Ausgabehebels
200 bestimmt.
Mit der beschriebenen Anordnung und den gewählten Hebelar
men wird im vorliegenden Ausführungsbeispiel ein auf die
Aufnahmebohrung 110 des Eingabehebels 100 aufgebrachtes
Signal in gleicher Größe und Richtung an den Ausgabezapfen
210 des Ausgabehebels 200 weitergeleitet. Durch Veränderung
der Hebelverhältnisse können beispielsweise auch Vergröße
rungen bzw. Verkleinerungen der Kräfte oder Wege nach den
bekannten Hebelgesetzen erreicht werden. Beispielsweise
kann ein an der Aufnahmebohrung 110 aufgegebenes Signal
hinsichtlich seines Wegs vergrößert und hinsichtlich seiner
Kraft verkleinert werden. Umgekehrt ist es auch möglich,
die Kraft zu erhöhen und den Weg zu vermindern, wie dies
durch bekannte Hebelgesetze bestimmt werden kann. Es ist
auch möglich, die Richtung des Eingangssignals umzukehren,
indem beispielsweise das Ausgangssignal am zweiten Hebelarm
216 des Ausgabehebels 200 abgegriffen wird, der sich in Ge
genrichtung zum Eingabesignal an der Aufnahmebohrung 110
des Eingabehebels 100 bewegt.
Fig. 2 zeigt eine Perspektivansicht der Signaldurchgabevor
richtung gemäß Fig. 1 von der anderen Seite gesehen. Glei
che Elemente wie in Fig. 1 sind hierbei mit gleichen Be
zugszeichen bezeichnet, so dass eine einzelne Beschreibung
dieser Elemente überflüssig erscheint.
Nun soll der Einbau der Signaldurchgabevorrichtung in ein
Anbaugerät erläutert werden, das sich zwischen dem signal
gebenden (Master) und dem signalempfangenden (Slave) Gerät
befindet. Das in Fig. 3 gezeigte elektrische Gerät, das An
baugerät, ist ein Fernantrieb, der auf ein elektrisches
Auslösesignal hin einen zugeordneten Leitungsschutz- oder
Leistungsschalter (nachfolgend als Schalter bezeichnet)
auslöst. Der Leistungsschalter oder Leitungsschutzschalter
kann auch durch seine eigene Auslösevorrichtung (nicht ge
zeigt) auslösen, was nachfolgend vom Begriff "Auslösen" um
fasst ist. Das Auslösen des zugeordneten Schalters (nicht
gezeigt) soll nun durch den gezeigten Fernantrieb hindurch
auf ein auf der anderen Seite des Fernantriebs angeordnetes
Hilfsgerät (nachfolgend als Hilfsschalter bezeichnet) über
tragen werden. Der in Fig. 3 gezeigte Fernantrieb hat ein
Gehäuse 10, in welchem ein Auslösemechanismus 20 angeordnet
ist, der hier nicht näher beschrieben werden soll. Die Fig.
3 zeigt einen Blick auf eine Seitenfläche des Fernantriebs,
die im Einbauzustand mit dem zugeordneten Schalter in Anla
ge ist. Zur Verbindung mit dem Schalter hat das im wesent
lichen quaderförmige Gehäuse 10 Aufnahmehülsen 12 ausgebildet
(4 Stück in Fig. 3), die an ihrem Außenumfang Führungen
zum Eingriff mit passenden Bohrungen in dem Gehäuse des
Schalters (nicht gezeigt) haben und innenseitig eine Boh
rung zur Aufnahme einer Schraube aufweisen. Mit anderen
Worten, der gezeigte Fernantrieb kann bündig mit seiner ei
nen Seite mit einem Schalter verbunden werden. In Fig. 3
ist der Eingabehebel 100 der Signaldurchgabevorrichtung ge
mäß Fig. 1 bzw. Fig. 2 deutlich zu erkennen. An dem Gehäuse
10 des Fernantriebs ist ein Lagerabschnitt 14 ausgebildet,
in welchem eine Lagerbohrung vorgesehen ist, in die der La
gerzapfen 312 des Übertragungsbauteils 300 drehbar einge
setzt ist. Ferner ist in Fig. 3 deutlich zu erkennen, wie
der Zapfen 118 des Eingabehebels 100 in der Zapfenaufnahme
316 des Übertragungsbauteils aufgenommen ist. Wenn der ge
zeigte Fernantrieb gemäß Fig. 3 mit dem nicht gezeigten
Schalter zusammengebaut ist, ist eine Seitenfläche des
Schalters in Fig. 3 oben auf den Fernantrieb aufgesetzt.
Die Führungen 12 des Gehäuses 10 des Fernantriebs sind aus
gelegt, in passende Bohrungen in dem Schalter einzugreifen,
so dass ein bündiger Anschluss des Schalters an den Fernan
trieb erfolgen kann. Beim Zusammenfügen von Fernantrieb und
Schalter wird ein nicht gezeigter Drehlagerstift auf der
Schalterseite in das Drehlager 112 eingeführt. Dadurch ist
der Eingabehebel 100 drehbar gehalten. Der Drehlagerstift
kann auch an dem Gehäuse des Fernantriebs ausgebildet sein.
Ferner wird bei der Verbindung von Fernantrieb und Schalte
ein Signalstift des Schalters in die Aufnahmebohrung 110
des Eingabehebels 100 eingeführt, so dass eine Bewegung des
Signalstifts über den Eingabehebel auf das Übertragungsbau
teil und von dort auf den Ausgabehebel übertragen wird.
Fig. 4 zeigt die Rückseite des Fernantriebs gemäß Fig. 3.
Die gezeigte Führungen 120 am Gehäuse 10 sind das abgewand
te Ende der Führungszapfen 12 in Fig. 3. Während in Fig. 3
vorstehende Zapfen auf der einen Seite des Gehäuses ausgebildet
sind, sind gemäß Fig. 4 Aussparungen 120 auf der ab
gewandten Seite des Gehäuses 10 ausgebildet. Die Aussparun
gen 120 haben eine Tiefe, die in etwa der Höhe der Vor
sprünge der Führungen 12 in Fig. 3 entspricht. Weil diese
Führungen und Aussparungen an allen zusammenzubauenden Ge
räten jeweils auf der einen bzw. der anderen Seitenfläche
ausgebildet sind, können mehrere solcher Geräte auf einfa
che Weise passgenau nebeneinander angeordnet werden. Im
vorliegenden Fall wäre dies ein in Fig. 4 von oben aufzu
setzender Hilfsschalter, der synchron mit dem Schalter aus
gelöst werden soll.
In Fig. 4 ist der Ausgabehebel 200 deutlich zu erkennen.
Der Ausgabehebel 200 ist um einen Drehlagerstift 18 drehbar
gelagert und sein Zapfen 218 ist mit der Zapfenaufnahme 318
des Übertragungsbauteils in Eingriff. Ferner ist in Fig. 4
gut zu erkennen, wie eine Lagerplatte 16 des Gehäuses 10
eine Bohrung ausgebildet hat, in der der Lagerzapfen 310
des Übertragungsbauteils aufgenommen ist. Ferner ist in
Fig. 4 die Zapfenaufnahme 318 des Übertragungsbauteils 300
zu erkennen.
Nachfolgen wird die Funktion der Signaldurchgabevorrichtung
anhand der Fig. 3 und Fig. 4 dargestellt. Bewegt sich ein
Signalstift (nicht gezeigt), der in der Aufnahmebohrung 110
des Eingabehebels 100 aufgenommen ist, in Fig. 3 beispiels
weise nach rechts, so schwenkt der Eingabehebel 100 im Uhr
zeigersinn um sein mittiges Drehlager 112. Der Zapfen 118
verschwenkt die Zapfenaufnahme 316 folglich im Gegenuhrzei
gersinn um den Lagerzapfen 312. Diese Bewegung führt wegen
der drehsteifen Welle 314 zwischen den beiden Zapfenaufnah
men des Übertragungsbauteils zu der gleichen Drehbewegung
der Zapfenaufnahme 318 um den Lagerzapfen 310 in Fig. 4.
Mit anderen Worten, in der Darstellung in Fig. 4, die die
andere Seite der Fig. 3 zeigt, verschwenkt die Zapfenaufnahme
318 im Uhrzeigersinn. Durch den Eingriff zwischen der
Zapfenaufnahme 318 und dem Zapfen 218 des Ausgabehebels 200
wird der Ausgabehebel 200 im Gegenuhrzeigersinn um den
Drehlagerstift 18 gedreht. Der an dem Ende des Ausgabehe
bels 200 ausgebildete Ausgabezapfen 210 bewegt sich in Fig.
4 nach links. Dies bedeutet, dass die Bewegung der Aufnah
mebohrung 110 auf den Ausgabezapfen 210 unter Beibehaltung
von Größe und Richtung übertragen wurde. Mit anderen Wor
ten, das Signal wurde von der Signaldurchgabevorrichtung
auf die andere Seite des Fernantriebs übertragen, hatte auf
den Fernantrieb selbst jedoch keinerlei Einfluss. Es dürfte
klar sein, dass die Signaldurchgabevorrichtung auch in an
dere Geräte als den gezeigten Fernantrieb eingebaut sein
kann, es können auch mehrere solche Signaldurchgabevorrich
tungen hintereinander geschaltet werden, d. h. es können
mehrere Geräte mit der Signaldurchgabevorrichtung ausgerüs
tet und jeweils seitlich aneinandergebaut werden, so dass
ein auf einen Eingabehebel der ersten Signaldurchgabevor
richtung aufgegebenes Signal jeweils von Ausgabehebel zu
Eingabehebel weitergegeben wird, bis der letzte Ausgabehe
bel erreicht ist.
Abschließend wird noch ein anderes Ausführungsbeispiel für
die Signaldurchgabevorrichtung unter Bezugnahme auf Fig. 5
beschrieben. Funktionsgleiche Element sind mit den gleichen
Bezugszeichen versehen wie in Fig. 1 und 2, so dass hierbei
allgemein auf die zugehörige Beschreibung verwiesen werden
kann. Im folgenden werden also nur die Unterschiede zu dem
vorhergehenden Ausführungsbeispiel genauer erläutert. Wie
in Fig. 5 zu erkennen ist, hat die Signaldurchgabevorrich
tung ebenfalls einen Eingabehebel 100, einen Ausgabehebel
200 und ein Übertragungsbauteil 300. Der Eingabehebel 100
und der Ausgabehebel 200 sind jeweils einarmige Hebel, d. h.
der dem Drehpunkt abgewandte Hebelarm wird nicht genutzt.
Der Eingabehebel 100 hat eine Aufnahmebohrung 110 für einen
Signalstift und hat eine Durchgangsbohrung 112 als das
Drehlager. Das Drehlager des Ausgabehebels 200 ist auf die
gleiche Weise gebildet und in Fig. 5 nicht gezeigt. Das
Drehlager 112 des Eingabehebels ist von einem Lagerzapfen
312 des Übertragungsbauteils 300 durchgriffen. Der Lager
zapfen 312 ist in Fortsetzung der Welle 314 ausgebildet und
bildet gleichzeitig das Drehlager für die Welle 314. An den
den Hebeln 100 bzw. 200 zugewandten Enden der Welle 314 des
Übertragungsbauteils 300 sind Zapfenaufnahmen 318 (nur eine
gezeigt) ausgebildet und mit einem zugeordneten Zapfen in
dem Ein- bzw. Ausgabehebel in Eingriff. In der Darstellung
in Fig. 5 sind die Zapfenaufnahme 318 und der Zapfen 218
des Ausgabehebels 200 zu erkennen, eine spiegelsymmetrische
Anordnung von Zapfenaufnahme und Zapfen befindet sich auf
der in Fig. 5 abgewandten Seite des Eingabehebels 100. Mit
anderen Worten, die Hebel sind drehfest über die Zapfenauf
nahme miteinander verbunden. Wird nun das in Fig. 5 obere
Ende des Eingabehebels 100 ausgelenkt, so folgt das obere
Ende des Ausgabehebels 200 dieser Auslenkbewegung. In der
vorliegenden Ausführungsform sind die Welle und der jewei
lige Hebel im gleichen Lagerpunkt gelagert, was den Aufbau
der Signaldurchgabevorrichtung vereinfacht.
Die Erfindung wurde zuvor anhand zweier Ausführungsbeispie
le im einzelnen erläutert, sie ist jedoch nicht auf diese
Ausführungsformen beschränkt. Insbesondere könnte der Ein
griff zwischen der Zapfenaufnahme des Übertragungsbauteils
und dem Zapfen des jeweiligen Hebels durch eine Verzahnung
ersetzt werden. Auf diese Weise können auch unterschiedli
che Übersetzungsverhältnisse zwischen Eingangssignal und
Ausgangssignal erzielt werden. Wenn genügend Bauraum vor
handen ist, kann das in Fig. 5 gezeigte Ausführungsbeispiel
auch einstückig ausgeführt werden, d. h. der Eingabehebel
und der Ausgabehebel sind fest miteinander durch das Über
tragungsbauteil verbunden, das beispielsweise einstückig
mit den Hebeln ausgebildet ist. Die Hebel können die Zapfen
aufweisen, die mit der Mittelachse der Welle des Übertra
gungsbauteils fluchten oder gegenüber dieser Mittelachse
versetzt sind. Im einen Fall ergibt sich ein einseitiger
Hebel, im anderen Fall ist auch ein zweiarmiger Hebel zu
verwirklichen, wenn der Drehpunkt zwischen der Aufnahmeboh
rung bzw. dem Ausgabezapfen und der Verbindungsstelle mit
dem Übertragungselement liegt.
Ferner wurden hier drehbare Hebel beschrieben, es ist je
doch auch möglich, dass der Eingabe- und der Ausgabehebel
längsverschiebbare Elemente sind, die das Übertragungsbau
teil auslenken und die übertragene Auslenkung wieder in ei
ne gleichgerichtete Bewegung umsetzen.
Claims (13)
1. Signaldurchgabevorrichtung, insbesondere für einen Lei
tungsschutzschalter, zur Übertragung mechanischer Signale
durch benachbarte Anbaugeräte hindurch auf Peripheriegerä
te, mit
einem an einer Seite des Anbaugeräts gelagerten Einga bebauteil (100) mit einem Signaleingangsanschluss (110), einem an der gegenüberliegenden Seite des Anbaugeräts gelagerten Ausgabebauteil (200) mit einem Signalausgangsan schluss (210), und
einem Übertragungsbauteil (300), das das Anbaugerät durchgreifend angeordnet und sowohl mit dem Eingabebauteil (100) als auch dem Ausgabebauteil (200) wirkverbunden ist.
einem an einer Seite des Anbaugeräts gelagerten Einga bebauteil (100) mit einem Signaleingangsanschluss (110), einem an der gegenüberliegenden Seite des Anbaugeräts gelagerten Ausgabebauteil (200) mit einem Signalausgangsan schluss (210), und
einem Übertragungsbauteil (300), das das Anbaugerät durchgreifend angeordnet und sowohl mit dem Eingabebauteil (100) als auch dem Ausgabebauteil (200) wirkverbunden ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass
das Eingabebauteil (100) ein drehbar gelagerter Eingabehe
bel ist, und das Ausgabebauteil (200) ein drehbar gelager
ter Ausgabehebel ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die Länge des Hebelarms (114) des Eingabehebels (100)
zwischen seinem Drehpunkt (112) und seinem Signaleingangs
anschluss (110) gleich der Länge des Hebelarms (214) des
Ausgabehebels (200) zwischen seinem Drehpunkt (212) und
seinem Signalausgangsanschluss (210) ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Drehpunkte (112, 212) des Eingabehebels
(100) und des Ausgabehebels (200) jeweils im wesentlichen
in der Mitte der Hebel angeordnet sind und der Eingabehebel
(100) und der Ausgabehebel (200) jeweils zwei Hebelarme
(114, 116, 214, 216) haben.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Drehpunkte (112, 212) des Eingabehebels
(100) und des Ausgabehebels (200) jeweils im wesentlichen
an einem dem Signaleingangsanschluss (110) und dem Signal
ausgangsanschluss (210) angewandten Ende der Hebel angeord
net sind und der Eingabehebel (100) und der Ausgabehebel
(200) jeweils einen Hebelarm (114, 214) haben.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeich
net, dass das Übertragungsbauteil (300) drehbar gelagert
ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 4 und 6, dadurch gekennzeich
net, dass das Übertragungsbauteil (300) an von den Dreh
punkten (112, 212) der Hebel verschiedenen Orten (310, 312)
gelagert ist und an seinen beiden Enden mit jeweils einem
Mitnehmer (316, 318) versehen ist, der endseitig über eine
Zapfenaufnahme und einen zugeordneten Zapfen (118, 218) mit
dem jeweiligen Hebel (100, 200) in Eingriff ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeich
net, dass das Übertragungsbauteil (300) in den Drehpunkten
der Hebel (100, 200) gelagert ist und an seinen beiden En
den mit den jeweiligen Hebeln drehfest verbunden ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
dass Übertragungsbauteil (300) an seinen beiden Enden einen
Mitnehmer (318) hat, der der endseitig über eine Zapfenauf
nahme und einen zugeordneten Zapfen mit dem jeweiligen He
bel (100, 200) in Eingriff ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
dass das Übertragungsbauteil (300) einstückig mit den He
beln ausgebildet ist und eine gemeinsame Drehachse für den
Eingabehebel und den Ausgabehebel bildet.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, dass das Übertragungsbauteil einstückig mit dem
Eingabebauteil und dem Ausgabebauteil verbunden ist und
diese in Form einer Bügels starr miteinander verbindet.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Eingabebauteil (100) eine
Aufnahmebohrung (110) für einen Eingabestift als den Sig
naleingangsanschluss hat.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgabebauteil (200) einen
Ausgabezapfen (210) als den Signalausgangsanschluss hat.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000113107 DE10013107B4 (de) | 2000-03-17 | 2000-03-17 | Signaldurchgabevorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000113107 DE10013107B4 (de) | 2000-03-17 | 2000-03-17 | Signaldurchgabevorrichtung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10013107A1 true DE10013107A1 (de) | 2001-10-18 |
| DE10013107B4 DE10013107B4 (de) | 2007-09-20 |
Family
ID=7635158
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000113107 Expired - Lifetime DE10013107B4 (de) | 2000-03-17 | 2000-03-17 | Signaldurchgabevorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10013107B4 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10048329C1 (de) * | 2000-09-28 | 2002-07-25 | Aeg Niederspannungstech Gmbh | Stiftaufnahme |
| EP2006873A3 (de) * | 2007-06-22 | 2010-07-07 | Siemens Aktiengesellschaft | Betriebsvorrichtung mit Dualbetrieb |
| CN112753088A (zh) * | 2018-09-24 | 2021-05-04 | 西门子股份公司 | 快速触发的锁定件、触发机构和快速接地器、快速开关或短路器 |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4316641A1 (de) * | 1993-05-18 | 1994-11-24 | Siemens Ag | Betätigungseinrichtung an einem Gerät zum mechanischen Betätigen eines von der Betätigungsstelle entfernt liegenden Stellgliedes |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DD136903A1 (de) * | 1977-06-08 | 1979-08-01 | Guenther Kammer | Ueberlast-schutzschalter in schmalbauweise |
-
2000
- 2000-03-17 DE DE2000113107 patent/DE10013107B4/de not_active Expired - Lifetime
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4316641A1 (de) * | 1993-05-18 | 1994-11-24 | Siemens Ag | Betätigungseinrichtung an einem Gerät zum mechanischen Betätigen eines von der Betätigungsstelle entfernt liegenden Stellgliedes |
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| CN112753088A (zh) * | 2018-09-24 | 2021-05-04 | 西门子股份公司 | 快速触发的锁定件、触发机构和快速接地器、快速开关或短路器 |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE10013107B4 (de) | 2007-09-20 |
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