DE10013674A1 - Stumpffräse sowie Verfahren zum Betrieb derselben - Google Patents
Stumpffräse sowie Verfahren zum Betrieb derselbenInfo
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Abstract
Eine Stumpffräse zum durch Fräsen wenigstens teilweise Entfernen eines Strumpfs und dergleichen aus einem Untergrund umfasst ein auf den Untergrund aufzusetzenden Untergestell, das einen beweglichen Arm trägt, an dessen Ende ein Fräsrad drehbar um seine Achslinie aufgehängt ist. Das Fräsrad ist ebenfalls drehbar gegenüber der Arm um eine quer zu der Achslinie des Fräsrads gerichtete Drehachse.
Description
Die Erfindung betrifft eine Stumpffräse, um durch Fräsen wenigstens teilweise einen
Stumpf und dergleichen aus dem Untergrund zu entfernen, welche Fräse ein auf den
Untergrund aufzusetzendes Untergestell umfasst, das einen beweglichen Arm trägt, an
dessen Ende ein Fräsrad drehbar um seine Achslinie aufgehängt ist, welches Fräsrad
ebenfalls gegenüber dem Arm um eine quer zur Achslinie des Fräsrads gerichtete
Drehachse drehbar ist.
Eine solche Stumpffräse ist aus US-A-5555652 bekannt. Die bekannte Stumpffräse
hat einen Arm, der hin und her geschwenkt werden kann auf dem Untergestell, und
zwar in der Weise, dass das drehende Fräsrad quer über den Stumpf hinweg bewegt
werden kann. Beim immer weiter Wegfräsen des Stumpfs macht der Arm ebenfalls
eine Senkbewegung, und zwar dahingehend, dass das Fräsrad den Stumpf immer
weiter wegfräsen kann.
Obwohl die bekannte Stumpffräse für ihre Aufgabe geeignet ist, bleibt ihre Bedienung
eine schwierige, intensive Arbeit. Das Bedienungspersonal muss andauernd darauf
achten, dass das Fräsrad beim Hin- und Herbewegen über dem Stumpf bleibt. Die
dabei erforderliche Konzentration lässt sich nach einer gewissen Zeit nicht mehr
aufbringen, was sich nachteilig auf die Arbeit auswirkt.
Ein wichtiger Nachteil, mit dem das Vorstehende zusammenhängt, ist ebenfalls die
beschränkte Arbeitsgeschwindigkeit der bekannten Stumpffräse. Als Folge der hin-
und hergehenden Bewegung hat die Wirkung der Fräse diskontinuierlichen Charakter.
Die Geschwindigkeit, mit der ein Stumpf entfernt werden kann, bleibt dadurch
beschränkt.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Stumpffräse zu schaffen, die diese Nachteile nicht
aufweist. Diese Aufgabe wird dadurch realisiert, dass das Fräsrad kontinuierlich in ein
und derselben Richtung um eine quer zu der Achslinie des Fräsrads gerichtete
Drehachse drehbar ist, insbesondere über wenigstens 360°.
Bei der Stumpffräse nach der Erfindung braucht das Fräsrad keine hin- und
hergehende Bewegung über dem Stumpf zu machen, sondern kann sie schlicht quer zu
ihrer eigenen Achslinie in Drehung versetzt werden. Diese Drehung kann beibehalten
werden, bis die erwünschte Tiefe erreicht ist.
Die Wirkung der Stumpffräse nach der Erfindung hat kontinuierlichen Charakter.
Dadurch ist die Arbeitsgeschwindigkeit hoch.
Vorteil ist ebenfalls, dass nicht länger genau darauf geachtet zu werden braucht, ob
das Fräsrad nicht zu weit vom Stumpf weg ausschwenkt. Die Stumpffräse nach der
Erfindung kann selbständig den Stumpf bis zu einer vorbestimmten Tiefe wegfräsen,
wonach erst ein Eingriff des Bedienungspersonals erforderlich ist.
Die Bedienung ist dadurch weniger anspruchsvoll für das Personal; es ist sogar eine
weitgehende Automatisierung möglich.
Im Zusammenhang mit der Entfernung größerer, dicker Stümpfe kann das Fräsrad
quer sowohl zu seiner Achslinie als zu der Drehachse verstellbar seht. Das Fräsrad
kann aus dem Zentrum des Drehkranzes heraus versetzt werden, so daß der
Fräsbereich dem Durchmesser des Stumpfes angepasst werden kann.
Nach einer Vorzugsausführungsform kann das Fräsrad an einem Gliederarm
aufgehängt sein, dessen erster Armteil auf und ab bewegbar an dem Untergestell
verbunden ist, welcher erster Armteil einen zweiten Armteil trägt, an dessen Ende sich
das Fräsrad befindet. Der zweite Armteil ist drehbar gegenüber dem ersten Anteil
um eine Achse parallel zur Achslinien des Fräsrads.
Die Erfindung umfasst ebenfalls ein Verfahren zum Entfernen eines Stumpfes aus
einem Untergrund mittels einer Vorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche,
welches Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
- - das Drehenlassen des Fräsrads um seine Achslinie zum Wegschneiden des Materials des Stumpfs;
- - das gleichzeitige Drehenlassen des Fräsrads um die Drehachse quer zur Achslinie des Fräsrads;
- - das Absenken des Fräsrads.
Das gewünschte Ergebnis, das heißt eine einfache, effektive Entfernung des Stumpfs,
kann am besten herbeigeführt werden, indem das Fräsrad über wenigstens 360° um
die Drehachse quer zur Achslinie des Fräsrads gedreht wird, und kontinuierlich in ein
und derselben Richtung um die Drehachse quer zur Achslinie des Fräsrads gedreht
wird.
Nachstehend wird die Erfindung an Hand eines in den Figuren dargestellten
Ausführungsbeispiels erläutert.
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht der Stumpffräse in einer ersten Position;
Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht der Stumpffräse in einer zweiten Position;
Fig. 3 zeigt eine Frontansicht.
Die in den Fig. 1-3 dargestellte Stumpffräse umfasst ein Untergestell 1, das zwei
an sich bekannte Raupen 2 umfasst. Auf diesem Untergestell 1 befinden sich der
dieselhydraulische Antrieb 3, einen Bedienungsstand 4 für das Bedienungspersonal,
sowie die insgesamt mit 5 bezeichnete Fräsvorrichtung.
Diese Fräsvorrichtung umfasst einen Arm, der einen ersten, waagerechten Armteil 7
umfasst, an dem mittels eines Scharniers 8 ein Schwenkarm 9 aufgehängt ist.
Der erste, waagerechte Armteil 7 lässt sich an dem Schlitten 10 entlang nach oben und
nach unten verschieben.
Der Schwenkarm 9 und das Scharnier 8 sind ebenfalls drehbar um die Achslinie 11
mittels eines Drehkranzes 12.
Der Schwenkarm 9 trägt an seinem Ende das Fräsrad 13 mit seinem hydraulischen
Antrieb 14. Ebenfalls ist an der Oberseite des Fräsrads 13 eine Schutzkappe 15
angebracht.
Mittels der hydraulischen Kolben-/Zylinder-Vorrichtung 16 lässt sich der
Schwenkarm 9 zwischen den mit unterbrochenen Strichlinien dargestellten Positionen
nach der Fig. 1 verschwenken.
Nach der Erfindung ist der Schwenkarm 9 mit seinem Scharnier 8 ebenfalls um die
Achslinie 11 drehbar, die quer zum ersten waagerechten Armteil 7 verläuft. Diese
Drehmöglichkeit wird durch den Drehkranz 12 verschafft, der durch einen
hydraulischen Motor 17 in Drehung versetzt werden kann.
Beim Entfernen eines Stumpfs kann man das Fräsrad 13 in einer bestimmten Position
des Schwenkarms 9, welche Position vom Durchmesser des Stumpfs abhängig ist, bis
auf die Oberseite des Stumpfes nach unten bewegen.
Diese senkrechte Bewegung wird durch Verschieben der Fräsvorrichtung 5 an dem
Schlitten 10 entlang ermöglicht, wie in den Fig. 1 und 2 dargestellt, die eine hohe
beziehungsweise eine tiefe Position darstellen.
Sobald das (drehende) Fräsrad mit dem Stumpf in Berührung kommt, wird der
Drehkranz 12 in Drehung versetzt, wobei die gesamte Fräsvorrichtung 5 an der
Führung 10 entlang immer weiter nach unten bewegt wird.
Vorteil dieses Geschehens ist, dass das Wegfräsen des Stumpfes zum Großteil
automatisch geschehen kann, ohne dass das Bedienungspersonal die Bewegungen der
Arme 7 und 8 ständig lenken muss.
Je nach dem Durchmesser des Stumpfs kann das Fräsrad 13 in die gewünschte
Querstellung gebracht werden, durch der Schwenkarm 9 mittels der hydraulischen
Kolben-/Zylinder-Vorrichtung 16 zu verschwenken. Dadurch kann die
Fräsbearbeitung auf den Durchmesser des zu bearbeitenden Stumpfs abgestimmt
werden.
Nach der Erfindung kann ebenfalls ein Schutz 18 um die Stelle vorhanden sein, wo
der Stumpf bearbeitet wird, aufgehängt an einem Lastarm 19 und einem Seil 20.
Claims (11)
1. Stumpffräse, um durch Fräsen wenigstens teilweise einen Stumpf und dergleichen
aus dem Untergrund zu entfernen, welche Fräse ein auf den Untergrund
aufzusetzendes Untergestell (1) umfasst, das einen beweglichen Arm (7, 9) trägt, an
dessen Ende ein Fräsrad (13) drehbar um seine Achslinie aufgehängt ist, welches
Fräsrad (13) ebenfalls gegenüber dem Arm (7) um eine quer pur Achslinie des
Fräsrads (13) gerichtete Drehachse (11, 12) drehbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass
das Fräsrad (13) kontinuierlich in ein und derselben Richtung um die quer zur
Achslinie des Fräsrads (13) gerichtete Drehachse drehbar ist.
2. Stumpffräse nach Anspruch 1, wobei das Fräsrad (13) verstellbar ist, quer sowohl
zu seiner Achslinie als auch zu der Drehachse (11).
3. Stumpffräse nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Fräsrad (13) an einem Gliederarm
(7, 9) aufgehängt ist, dessen erster Armteil (7) auf und ab bewegbar an dem
Untergestell (1) verbunden ist, welcher erster Armteil (7) einen zweiten Armteil (9)
trägt, an dessen Ende sich das Fräsrad (13) befindet.
4. Stumpffräse nach Anspruch 3, wobei der zweite Armteil (9) um eine Achse (8)
drehbar gegenüber dem ersten Anteil (7) ist.
5. Stumpffräse nach Anspruch 4, wobei die Achse (8) parallel zu der Achslinie des
Fräsrads (13) ist.
6. Stumpffräse nach Anspruch 4 oder 5, wobei die Achse (8) des zweiten Armteils (9)
mittels eines Drehkranzes (12) an dem ersten Armteil (7) befestigt ist.
7. Stumpffräse nach Anspruch 4, 5 oder 6, wobei der erste Armteil (7) an einem im
Wesentlichen senkrechten Schlitten (10) auf dem Untergestell (1) verschiebbar ist.
8. Stumpffräse nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei das Fräsrad (13) über
wenigstens 360° um die quer zu der Achslinie des Fräsrads (13) gerichtete Drehachse
drehbar ist.
9. Verfahren zum wenigstens teilweise Entfernen eines Stumpfes aus dem Untergrund
mittels einer Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, welches Verfahren
die nachfolgenden Schritte umfasst
- - das Drehenlassen des Fräsrads (13) um seine Achslinie zum Wegschneiden des Materials des Stumpfs;
- - das gleichzeitig Drehenlassen des Fräsrads (13) um die Drehachse (11) quer zur Achslinie des Fräsrads;
- - das Absenken des Fräsrads (13).
10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei das Fräsrad über wenigstens 360° um die
Drehachse (11) quer zur Achslinie des Fräsrades (13) gedreht wird.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, wobei das Fräsrad kontinuierlich in ein und
derselben Richtung um die Drehachse quer zur Achslinie der Fräsrads (13) gedreht
wird.
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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