DE10013515A1 - Strangführungssegment mit federelastisch abgestützten Stützrollen - Google Patents
Strangführungssegment mit federelastisch abgestützten StützrollenInfo
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- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D11/00—Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths
- B22D11/12—Accessories for subsequent treating or working cast stock in situ
- B22D11/128—Accessories for subsequent treating or working cast stock in situ for removing
- B22D11/1287—Rolls; Lubricating, cooling or heating rolls while in use
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Abstract
Um bei einem Strangführungssegment mit Stützrollen deren Lagerung vor einer Überlastung zu schützen, sind die auf Trägern (10, 11) von beidseits des zu führenden Stranges angeordneten Rahmen (1) getragenen Stützrollen (4, 5, 6, 7) senkrecht zur Führungsebene des Stranges federelastisch abgestützt.
Description
Die Erfindung betrifft ein Strangführungssegment mit zwei
über Kraftübertragungselemente miteinander gekoppelten,
beidseits des zu führenden Stranges angeordneten Rahmen,
die auf Trägern jeweils mindestens eine Stützrolle
tragen.
Solche Strangführungssegmente an Stranggießanlagen dienen
dazu, den aus der Kokille mit noch flüssigem Kern
austretenden, bandförmigen Strang über einen Bogen aus
der Vertikalen in die Horizontale zu überführen. Die
dabei auftretende mechanische Belastung der Lagerung der
Stützrollen ist groß. Deshalb ist es üblich, die
Strangführungssegmente nicht mit sich über die gesamte
Strangbreite erstreckenden einteiligen Stützrollen zu
bestücken, sondern mit mehrteiligen Stützrollen,
insbesondere mit zwei fluchtenden Rollenkörpern. Es hat
sich allerdings im Betrieb gezeigt, daß selbst diese
Maßnahme der Aufteilung der Stützkraft auf mehrere
Rollenkörper und damit auch auf mehrere Lager zur
Aufnahme der im Betrieb von Zeit zu Zeit auftretenden
großen Belastung der Lager nicht ausreicht. Solche großen
Belastungen können ihre Ursache haben in einer gegenüber
dem lichten Abstand der Stützrollen größeren Dicke des
Stranges. Ein Beispiel dafür ist die aufgebogene
Strangspitze am Übergang vom Kaltstrang zum Warmstrang.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
Strangführungssegment der eingangs genannten Art zu
schaffen, das vor im Betrieb auftretenden Überlastungen
der Lager der Stützrollen geschützt ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem
Strangführungssegment der eingangs genannten Art dadurch
gelöst, daß jede Stützrolle senkrecht zur Führungsebene
des Stranges federelastisch abgestützt ist.
Bei dem erfindungsgemäßen Strangführungssegment kann die
Stützrolle bei einer im Betrieb auftretenden kritischen
Belastung gegen die Kraft der federelastischen Abstützung
ausweichen. Zu einer Überlastung der Lager der Stützrolle
kann es deshalb nicht kommen.
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist jede
Stützrolle mit ihren Lagerböcken auf einer am Träger
abgestützten Traverse befestigt, die ihrerseits auf einer
Führung des Trägers gegen die Kraft der federelastischen
Abstützung beweglich ist. Diese Ausgestaltung stellt eine
konstruktiv einfache, kompakte Bauweise dar.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung besteht
die Führung aus einer Vielzahl von über die Länge der
Traverse verteilten, vom Träger getragenen Bolzen oder
Buchsen, aus diese Bolzen beziehungsweise Buchsen
aufnehmenden Bohrungen in der Traverse und aus von den
Bolzen beziehungsweise Buchsen getragenen, in
Kraftrichtung der federelastischen Abstützung wirkenden
Anschlägen für die Traverse. Ein derart ausgestaltetes
Strangführungssegment läßt sich herkömmlichen
Strangführungssegmenten entsprechend dimensionieren, so
daß herkömmliche Strangführungssegmente durch gegen
Überlastungen gesicherte, neue Strangführungssegmente
ohne sonstige größere Umbauten der Strangführung
austauschbar sind.
Die federelastische Abstützung kann mechanischer,
hydraulischer oder pneumatischer Art sein. Bei
umzurüstenden Strangführungssegmenten besteht sie wegen
der zur Verfügung stehenden niedrigen Bauhöhe
vorzugsweise aus Ringfedern.
Bei Neubauten, bei denen der Konstrukteur frei gestalten
kann, ist eine alternative Konstruktion für die Halterung
und die federelastische Abstützung vorteilhafter. Diese
Konstruktion besteht erfindungsgemäß darin, daß die
Führung der Traverse aus einer in der Nähe eines jeden
Lagerbockes angeordneten Buchse und einem darin geführten
und an der federelastischen Abstützung abgestützten
Zapfen besteht, der die Traverse trägt. Dabei ist die
federelastische Abstützung vorzugsweise eine in der
topfartigen Buchse widergelagerte Druckfeder. Um
einerseits die großen Stützkräfte im Normalbetrieb
aufnehmen zu können und andererseits bei noch größeren
Kräften ein Öffnen des Führungssegmentes und eine
anschließende Zurückführung in die Betriebsstellung
sicherzustellen, ist nach einer Ausgestaltung der
Erfindung vorgesehen, daß die Druckfeder aus einer
Reibungsfeder zur Aufnahme der Stützkräfte und einer dazu
parallel angeordneten Schraubenfeder für die Rückführung
besteht.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer ein
Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher
erläutert. Im einzelnen zeigen:
Fig. 1 ein Strangführungssegment teilweise
weggebrochen und im Horizontalschnitt,
Fig. 2 das Strangführungssegment gemäß Fig. 1 im
Schnitt nach Linie A-A der Fig. 1,
Fig. 3 ein Detail X des Strangführungssegmentes gemäß
Fig. 2 in vergrößerter Darstellung,
Fig. 4 ein Strangführungssegment in einer zu Fig. 1
anderen Ausführung teilweise weggebrochen und
im Horizontalschnitt
und
Fig. 5 das Strangführungssegment gemäß Fig. 4 im
Axialschnitt durch eine Führung und
federelastische Abstützung.
Ein Strangführungssegment weist zwei Rahmen auf, dessen
einer in der Zeichnung dargestellter Rahmen 1 auf der
einen Seite des Stranges und dessen anderer in der
Zeichnung nicht dargestellter Rahmen auf der anderen
Seite des Stranges angeordnet sind. Beide Rahmen 1 sind
über seitlich des Stranges angeordnete
Kraftübertragungselemente 2, 3, insbesondere
Zylinderkolbenanordnungen, miteinander gekoppelt, so daß
die beiden Rahmenhälften gegeneinander verspannt werden
können.
Jeder Rahmen 1 trägt vier Stützrollen 4, 5, 6, 7, die
jeweils aus zwei fluchtenden Rollenkörpern 5a, 5b, 8a, 8b
bestehen. Eine weitere Rolle 9, die zwischen den
paarweise angeordneten Stützrollen 4, 5 und 6, 7 angeordnet
ist, wird von einem separaten Hydraulikzylinder getragen
und ist angetrieben. Sie dient dazu, den Strang
weiterzutransportieren. Um Markierungen durch die
Stützrollen 4, 5 und 6, 7 auf den Außenseiten des Stranges
zu vermeiden, sind die Rollenkörper 5a, 5b, 8a, 8b einer
jeden Stützrolle 4, 5, 6, 7 verschieden lang und überlappen
einander.
Jedem Paar Rollen 4, 5 und 6, 7 ist am Rahmen 1 ein
plattenförmiger Träger 10, 11 zugeordnet, der sich über
die gesamte Breite des Rahmens 1 erstreckt. An diesem
Träger 10, 11 sind die Rollen 4, 5, 6, 7 mit ihren
Lagerböcken 14, 15 und 15a, 15b, 15c, 15d, 16, 17
federelastisch abgestützt, so daß bei einer auf die
Stützrollen 4, 5, 6, 7 einwirkenden, kritischen Kraft die
Stützrollen 4, 5, 6, 7 zusammen mit den Traversen 12, 13
ausweichen können.
Die bewegliche, federelastische Abstützung ist in Fig. 3
im Detail dargestellt. Wie zu erkennen ist, ist der
plattenförmige Träger 10 am Rahmen 1 angeschweißt. An
über seine Länge verteilten Stellen sind in Sackbohrungen
Führungsbuchsen 18 eingesetzt und angeschweißt. Auf
diesen Führungsbuchsen 18 ist die aus zwei miteinander
verbundenen Platten 12a, 12b bestehende, Führungsbohrungen
19 aufweisende Traverse 12 geführt. Die Traverse 12 wird
auf den Führungsbuchsen 18 mittels eines in der
Führungsbuchse 18 eingeschraubten Bolzens 20 gehalten,
der mit einer als Anschlag 21 wirkenden Unterlegscheibe
die obere Platte 12a an einem Kragen 22 hintergreift. Im
unbelasteten Zustand der Rollen 4, 5, 6, 7 wird die Traverse
13 von einer Ringfeder 22 oder einer ähnlichen starken
Feder gegen den Anschlag 21 gedrückt. Diese Ringfeder 22
ist in einander gegenüberliegenden Ringnuten zwischen dem
Träger 10 und der Platte 13a der Traverse 13 eingesetzt.
Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel haben der
Träger 10, 11, die Traverse 12, 13 und die integrierte
Führung 18, 19, 20, 21, 22 mit der federelastischen
Abstützung 23 eine kleine Bauhöhe, weshalb sich dieses
Ausführungsbeipiel vor allem für die Umrüstung alter
Strangführungen eignet.
Das Ausführungsbeispiel der Fig. 4 und 5 hat dagegen
eine wesentlich größere Bauhöhe. Die Unterschiede
bestehen in nur wenigen und in unmittelbarer Nähe an den
Lagerböcken 24a, 24b, 24c, 24d der Rollenkörper 25a, 25b
jeder Stützrolle angeordneten Führungen und
federelastischen Abstützungen. Dazu ist z. B. für das
Stützlager 24d ein Zapfen 26 mit einem Flansch 26a an der
Traverse 27 angeschraubt. Der Zapfen 26 ist mit
Gleitstücken 26b, 26c, 26d in einer topfartigen Buchse 28
des vom Rahmen 29 getragenen Trägers 30 axial beweglich
geführt und über eine in der Buchse 28 angeordneten und
am Boden der topfartigen Buchse 28 abgestützten
Druckfeder 31 abgestützt. Die Druckfeder 31 besteht aus
einer äußeren Reibungsfeder 31a, die für die Aufnahme der
großen Stützkräfte ausgelegt ist, und einer inneren
Schraubenfeder 31b, die für die Rückführung der bei
übergroßer Belastung aufgeweiteten Segmentes ausgelegt
ist.
Claims (10)
1. Strangführungssegment mit zwei über
Kraftübertragungselemente (2, 3) miteinander gekoppelten,
beidseits des zu führenden Stranges angeordneten Rahmen
(1, 29), die auf Trägern (10, 11, 30) jeweils mindestens
eine Stützrolle (4, 5, 6, 7, 9, 25a, 25b) tragen,
dadurch gekennzeichnet, daß jede
Stützrolle (4, 5, 6, 7, 9, 25a, 25b) senkrecht zur
Führungsebene des Stranges federelastisch abgestützt ist.
2. Strangführungssegment nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß jede
Stützrolle (4, 5, 6, 7, 9, 25a, 25b) mit Lagerböcken
(14, 15, 15a, 15b, 15c, 15d, 16, 17, 24a, 24b, 24c, 24d) auf einer
am Träger (10, 11, 30) abgestützten Traverse (12, 13, 27)
befestigt ist, die ihrerseits auf einer Führung
(18, 19, 20, 21, 22, 26, 28) des Trägers (10, 11, 30) gegen die
Kraft der federelastischen Abstützung (23, 31) beweglich
ist.
3. Strangführungssegment nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Führung (18, 19, 20, 21, 22) aus einer Vielzahl von über die
Länge der Traverse (12, 13) verteilten, vom Träger (10, 11)
getragenen Bolzen oder Buchsen (18), aus diese Bolzen
beziehungsweise Buchsen (18) aufnehmenden Bohrungen (19)
in der Traverse (12) und aus von den Bolzen
beziehungsweise Buchsen (18) getragenen, in Kraftrichtung
der federelastischen Abstützung (23) wirkenden Anschlägen
(21) für die Traverse (12, 12a, 12b) besteht.
4. Strangführungssegment nach einem der Ansprüche 1
bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die
federelastische Abstützung (23) aus Ringfedern besteht.
5. Strangführungssegment nach einem der Ansprüche 1
bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die
federelastische Abstützung (23) aus Tellerfedern besteht.
6. Strangführungssegment nach einem der Ansprüche 1
bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die
federelastische Abstützung (23) aus Schraubenfedern
besteht.
7. Strangführungssegment nach einem der Ansprüche 1
bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die
federelastische Abstützung (23) aus hydraulischen und/oder
pneumatischen Zylindern besteht.
8. Strangführungssegment nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Führung aus einer in der Nähe eines jeden Lagerbockes
(24a, 24b, 24c, 24d) angeordneten Buchse (28) und einem
darin geführten und an der federelastischen Abstützung
(31) abgestützten Zapfen (26) besteht, der die Traverse
(27) trägt.
9. Strangführungssegment nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die
federelastische Abstützung (31) eine in der topfartigen
Buchse (28) widergelagerte Druckfeder ist.
10. Strangführungssegment nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daßdie
Druckfeder (31) aus einer für die Stützkraft ausgelegten
Reibungsfeder (31a) und einer dazu parallel angeordneten
Schraubenfeder (31b), die für die Rückführung des
Segmentes ausgelegt ist, besteht.
Priority Applications (2)
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE2000113515 DE10013515A1 (de) | 2000-03-20 | 2000-03-20 | Strangführungssegment mit federelastisch abgestützten Stützrollen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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Family
ID=7635454
Family Applications (1)
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Country Status (2)
| Country | Link |
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2000
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2001
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| EP1136156A1 (de) | 2001-09-26 |
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