DE10012487A1 - Montier- und Fixiervorrichtung für ins Erdreich hineinragende Mastkonstruktionen sowie Verfahren zum Errichten derartiger Mastkonstruktionen - Google Patents
Montier- und Fixiervorrichtung für ins Erdreich hineinragende Mastkonstruktionen sowie Verfahren zum Errichten derartiger MastkonstruktionenInfo
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- E04H12/22—Sockets or holders for poles or posts
- E04H12/2253—Mounting poles or posts to the holder
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Abstract
Beschrieben wird eine Montier- und Fixiervorrichtung für eine, ins Erdreich hineinragende und fixierbare Mastkonstruktion, insbesondere für elektrifizierbare Beleuchtungs- und Strommasten, mit einer, ins Erdreich einbringbaren Hülseneinheit, die einen Innenraum umschließt, in den die Mastkonstruktion einsetzbar ist. DOLLAR A Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß die Hülseneinheit aus witterungsbeständigem Material gefertigt und in Art eines, eine geradlinig verlaufende Hohlkanallängsachse einschließenden, Hohlkanals mit wenigstens zwei Hohlkanalöffnungen ausgebildet ist, deren erste Öffnung eine lichte Kanalweite aufweist, die ein Einfügen der Mastkonstruktion ermöglicht und, dass die lichte Kanalweite des Hohlkanals an wenigstens einer Stelle des Hohlkanals derart verjüngt ist, dass die Mastkonstruktion zumindest an einem begrenzten Bereich mit ihrer Aussenkontur derart unmittelbar oder mittelbar an der Hülseneinheit anliegt, dass die wenigstens eine Dichtungseinheit im Inneren der Hülseneinheit vorgesehen ist, die eine fluiddichte Abdichtung zwischen der Hülseneinheit und der, in die Hülseneinheit eingesetzten Mastkonstruktion gewährleistet, und dass die zweite Hohlkanalöffnung eine Öffnungsebene beschreibt, die mit der Hohlkanallängsachse einen Winkel 0 DEG alpha 90 DEG einschließlich und durch die eine Einbringeinheit in den Innenraum des Hohlkanals führbar ist, und dass wenigstens eine Dichtungseinheit im Bereich der zweiten Öffnung vorgesehen ist, die für eine ...
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Montier- und Fixiervorrichtung für eine, ins
Erdreich hineinragende und fixierbare Mastkonstruktion, insbesondere für
elektrifizierbare Beleuchtungs- und Strommasten, mit einer, ins Erdreich
einbringbaren Hülseneinheit, die einen Innenraum umschließt, in den die
Mastkonstruktion einsetzbar ist.
Mastkonstruktionen, wie sie im Straßenverkehr zur Beleuchtung einzelner
Straßenzüge oder zur beleuchteten Richtungswegweisung verwendet werden,
bestehen üblicherweise aus Stahlrohrmasten, die einseitig im Erdreich verankert
sind.
Derartige elektrifizierbare Rohrmasten werden zur Montage üblicherweise unter
Verwendung eines mobilen Kranes vertikal über eine bereits ausgehobene Erdgrube
gehoben, vorpositioniert und in das ausgehobene Loch abgesenkt und solange mit
dem Kran freischwebend gehalten, bis genügend viel Erdreich sowie entsprechende
Beimengung von Beton den vertikal nach oben ragenden Mast sicher abzustützen
vermag. Das Montieren derartiger Mastkonstruktionen gestaltet sich aufgrund der
zum Teil überaus großen Dimensionen der einzelnen Maste von bis zu 30 m Länge
als sehr langwierig und schwierig, zumal derartige Rohrmasten während des
Fixierens höchst präzise relativ zum Erdloch als auch relativ zur Vertikalen
ausgerichtet und in der entsprechenden Position gehalten werden müssen, bis durch
Verfestigung des Erdreiches im Fußbereich des Rohrmastes ein eigenstabiler Stand
der Mastkonstruktion gewährleistet ist.
Neben der aufwendigen Montage derartiger Rohrmasten sind die Fußbereiche der
Masten konstruktionsbedingt unmittelbar dem Erdreich oder der im Erdreich
verankerten Betonglocke ausgesetzt, so dass die Rohmasten insbesondere im
Fußbereich Korrosions- bzw. Zersetzungsprozessen ausgesetzt sind, die
unweigerlich zu irreversiblen Schädigungen führen. So werden erfahrungsgemäß
aus Stahl gefertigte, im Straßenverkehr üblicherweise eingesetzte Strommasten
aufgrund von Rostanfall alle 10 bis 20 Jahre ausgewechselt, ein Vorgang, der mit
einem hohen Kostenaufwand verbunden ist, der nicht zuletzt vom Steuerzahler zu
tragen ist.
Für das Verankern von stangenförmigen Gebilden sind eine Vielzahl von
Bodenhülsen bekannt, die als hohlzylindrische Bauteile vertikal ausgerichtet in das
Erdreich fest eingebracht werden, um nachfolgend den unteren Bereich der zu
verankernden Stangen stabil aufzunehmen. Beispielsweise sei hierzu auf die
deutschen Druckschriften DE 297 08 648 U1, DE 24 30 102 A1 sowie DE 38 11 401 A1
verwiesen. Allen bekannten Bodenhülsen haftet jedoch der Nachteil an, dass mit
ihnen keine elektrifizierbaren Mastkonstruktionen verankert werden können.
Überdies bieten sie gegenüber den zu verankernden Mastkonstruktionen im unteren
Bereich keinen Schutz gegenüber irreversiblen Schädigungen durch Verwitterung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Montier- und Fixiervorrichtung für
eine, ins Erdreich hineinragend und fixierbare Mastkonstruktion, insbesondere für
elektrifizierbare Beleuchtungs- und Strommasten, mit einer, ins Erdreich
einbringbaren Hülseneinheit, die einen Innenraum umschließt, in den die
Mastkonstruktion einsetzbar ist, derart weiterzubilden, dass der Zeitaufwand für die
Montage und Fixierung von Mastkonstruktionen ins Erdreich erheblich verkürzt
werden kann und überdies die Materialverrottung im Fußbereich der
Mastkonstruktionen weitgehend ausgeschlossen werden kann. Insbesondere gilt es,
den unteren Bereich der Mastkonstruktion, der in die Hülseneinheit eingesetzt wird,
gegen Feuchtigkeitsschäden, insbesondere im Hinblick auf den elektrischen
Stromanschluß, zu schützen. Ferner wird ein Verfahren angegeben, bei dem das
Errichten und die Verankerung von Beleuchtungs- und Strommasten vereinfacht
durchgeführt werden kann, mit deutlich reduziertem arbeitstechnischen und somit
auch finanziellen Aufwand, verglichen zu den bisher bekannten Methoden zum
Setzen von Strommasten.
Die Lösung der der Erfindung zugrundeliegenden Aufgabe ist im Anspruch 1
angegeben. Das erfindungsgemäße Montier- und Fixierverfahren ist Gegenstand des
Anspruchs 16. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der
Unteransprüche sowie der Beschreibung unter Einbeziehung der Zeichnungen zu
entnehmen.
Erfindungsgemäß ist eine Montier- und Fixiervorrichtung gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 derart ausgebildet, dass die Hülseneinheit aus witterungsbeständigem
Material gefertigt und in Art eines, eine geradlinig verlaufende Hohlkanallängsachse
einschließenden, Hohlkanals mit wenigstens zwei Hohlkanalöffnungen ausgebildet
ist, deren erste Öffnung eine lichte Kanalweite aufweist, die ein Einfügen der
Mastkonstruktion ermöglicht. Die lichte Weite des Hohlkanals ist an wenigstens einer
Stelle des Hohlkanals derart verjüngt ausgebildet, dass die Mastkonstruktion
zumindest an einem begrenzten Bereich mit ihrer Außenkontur derart unmittelbar
oder mittelbar an der Hülseneinheit anliegt und dass die Mastkonstruktion relativ zur
Hülseneinheit radial zentriert ist. Ferner ist wenigstens eine Dichtungseinheit im
Inneren der Hülseneinheit vorgesehen, die eine fluiddichte Abdichtung zwischen der
Hülseneinheit und der, in die Hülseneinheit eingesetzten Mastkonstruktion
gewährleistet. Die zweite Hohlkanalöffnung, die der ersten Hülsenöffnung
vorzugsweise bezogen zur Hohlkanallängsachse gegenüberliegt, beschreibt eine
Öffnungsebene, die mit der Hohlkanallängsachse einen Winkel α von 0 < α < 90°
einschließt und durch die eine Einbringeinheit, vorzugsweise in Form eines
Stromkabel oder Stromkabelstranges, in den Innenraum des Hohlkanals führbar ist,
wobei wenigstens eine Dichtungseinheit im Bereich der zweiten Öffnung vorgesehen
ist, die für eine fluiddichte Abdichtung zwischen der Hülseneinheit und der
Einbringeinheit sorgt.
Der erfindungsgemäßen Montier- und Fixiervorrichtung liegt die Idee zugrunde, die
Hülseneinheit getrennt von der Mastkonstruktion in das Erdreich fest einzubringen
und derart auszugestalten, so dass zum einen eine leichte Montage der
Mastkonstruktion möglich ist und überdies dafür gesorgt ist, dass der Fußbereich der
Mastkonstruktion gegenüber äußeren Witterungserscheinungen, wie Korrosion oder
Rostanfall, geschützt ist. Aus diesem Grunde weist die Hülseneinheit an beiden
Öffnungen eine oder mehrere Dichtungseinheiten auf, die ein unmittelbares
Eindringen von Feuchtigkeit in das Innere der Hülseneinheit vermeiden. Auf diese
Weise wird das Material der Mastkonstruktion insbesondere in dem Bereich, der in
die Hülseneinheit hineinragt, wirkungsvoll geschützt. Dies gilt insbesondere auch für
jene Hülsenöffnung, durch die die für die Elektrifizierung erforderlichen Stromkabel
hindurchgeführt werden.
Das Material, aus dem die Hülseneinheit gefertigt ist, ist zwar grundsätzlich frei
wählbar, jedoch vorzugsweise Kunststoff, der allen Einflüssen aus dem Erdreich
gegenüber resistent ist. Ein besonders geeigneter Werkstoff stellt KG-Rohrmaterial
dar, das bereits seit vielen Jahren im Kanalbau zufriedenstellend eingesetzt wird.
Jener Werkstoff oder vergleichbare Materialien weisen eine erhöhte
Verformungssteifigkeit auf, so dass der Einbau der Hülseneinheit in einer Erdgrube
durch Vergießen mit Beton oder Zuschütten mit verdichteten Erdmassen aufgrund
des dabei entstehenden Druckes nicht zu einer nachhaltigen Beeinflussung der
Passform der Hülseneinheit führt.
Von entscheidender Bedeutung ist das Vorsehen von Dichtungseinheiten, die sich
fluiddicht an die Außenkontur sowohl der, in das Innere der Hülseneinheit
eingebrachten Mastkonstruktion, als auch an die Außenkontur des Kabelstrangs
anschmiegen. Hierdurch können zuverlässig Korrosions- bzw. Rostschäden am
Material der Mastkonstruktion in ihrem Fußbereich ausgeschlossen werden.
Genauere Einzelheiten sind dem in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiel
entnehmbar.
Für einen sicheren und rutschfesten Halt der Mastkonstruktion innerhalb der
Hülseneinheit weist die Innenkontur der Hülseneinheit, die in ihrer Gesamtheit oder
in Einzelbereichen in etwa der Außenkontur der Mastkonstruktion angepasst ist, in
den Innenraum vorstehende Konturen auf, durch die die Mastkonstruktion innerhalb
der Hülseneinheit gefasst und zentriert wird. Vorzugsweise sind mehrere derartige
Konturen längs der Hohlkanallängsachse an der Innenkontur der Hülseneinheit
vorgesehen. Die die Mastkonstruktion fixierenden und zentrierenden Konturen
können als Einzelkonturen ausgebildet sein, die angulär um die
Hohlkanallängsachse gleich verteilt angeordnet sind und jeweils in einer Ebene
liegen, die die Hohlkanallängsachse senkrecht schneidet. Alternativ können die
Konturen als einzelne in einer Ebene, die die Hohlkanallängsachse senkrecht
schneidet, verlaufende in sich geschlossene, in den Innenraum gerichtete
Erhebungen ausgebildet sein, die ebenso wie die Einzelkonturen einstückig aus der
Hülsenwand gefertigt sind.
Ferner ist es möglich, derartige Konturen aus Einsatzteilen, die in das Innere der
Hülseneinheit einbringbar sind, auszubilden. Beispielsweise eignen sich hierzu
Passringe, die sich passgenau an die Innenkontur der Hülseneinheit einfügen und
den Innendurchmesser der Hülseneinheit lokal reduzieren. Somit liegen die
Passringe unmittelbar an der Außenkontur der Mastkonstruktion an, um diese
innerhalb der Hülseneinheit zu fixieren und zu zentrieren. Auch sind Keilelemente zur
Fixierung und Zentrierung denkbar.
Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen
Erfindungsgedankens anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die
Zeichnung exemplarisch beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 Querschnittsdarstellung durch eine erfindungsgemäß ausgebildete
Hülseneinheit.
In Fig. 1 ist eine bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäß ausgebildeten
Montier- und Fixiervorrichtung im Längsschnitt dargestellt. Die Hülseneinheit 1 weist
einen hohlzylinderförmigen Grundkörper 2 auf, der einen Hohlkanal 3 umschließt, der
von einer Hohlkanallängsachse 4 durchsetzt ist. Die Hülseneinheit 1 weist
darüberhinaus eine erste Hohlkanalöffnung 5 auf, deren lichte Öffnungsweite größer
bemessen ist, als der Außendurchmesser des Bereichs einer Mastkonstruktion (nicht
dargestellt), die in die Hülseneinheit 1 zu Zwecken der Fixierung eingeführt wird. Am
Bereich der ersten Hohlkanalöffnung 5 ist überdies die Hülsenwand der
Hülseneinheit 1 kragenförmig aufgeweitet, so dass diese mit der Außenkontur der in
die Hülseneinheit 1 eingebrachten Mastkonstruktion eine Füllnut 6 einschließt, die
mit einem geeigneten langzeitstabilen Schutzmittel zu Abdichtungszwecken,
beispielsweise Silikonkunststoff, ausgefüllt werden kann.
Unmittelbar im Anschluss an die erste Hohlkanalöffnung 5 weist die Hohlkanalwand
eine in den Innenraum des Hohlkanals gerichtete, umlaufende Kerbenkontur 7 auf,
die die lichte Weite des Hohlkanals 3 verjüngt. Die lichte Weite, die durch die Kontur
7 definiert ist, entspricht exakt dem Außendurchmesser der Mastkonstruktion, die in
die Hülseneinheit 1 durch die erste Hohlkanalöffnung 5 einbringbar ist. Zwei weitere,
die lichte Weite des Hohlkanals 3 verjüngende Konturen 7 sind im mittleren und
unteren Bereich des Hohlkanals 3 gemäß der in Fig. 1 dargestellten
Ausführungsform zur Fixierung einer Mastkonstruktion vorgesehen.
Dichtungseinheiten 8 sind im oberen Bereich der Hülseneinheit 1 vorgesehen, die die
Innenkontur des Hohlkanals 3 vollständig umlaufen und in den Innenraum des
Hohlkanals 3 hineinragen. Die aus elastischem Material gefertigten
Dichtungseinheiten 8 sind vorzugsweise als Lippen-O-Ringen bzw. Wellendichtringe
ausgeführt und legen sich passgenau und fluiddicht an die in die Hülseneinheit 1
eingebrachte Mastkonstruktion an. Durch eine Mehrfachanordnung derartiger
Dichtungseinheiten 8 kann ausgeschlossen werden, dass Flüssigkeit bzw.
Feuchtigkeit von außen in den Zwischenraum zwischen Hülseneinheit 1 und der in
die Hülseneinheit 1 eingebrachten Mastkonstruktion gelangen kann.
Witterungsschäden aufgrund von Rostanfall bzw. Korrosion an den zumeist aus
Stahl gefertigten Rohrmastkonstruktionen können auf diese Weise wirkungsvoll
ausgeschlossen werden.
Im unteren Bereich der Hülseneinheit 1 ist eine zweite Hohlkanalöffnung 9
vorgesehen, die einen Einführstutzen 10 umschließt. Der Einführstutzen 10 ist mittig
zur Hohlkanallängsachse 4 sowie der ersten Hohlkanalöffnung 5 gegenüberliegend
angeordnet und weist drei Dichtungseinheiten 8 auf, die derart ausgebildet sind, dass
sie für eine fluiddichte Abdichtung mit einem Stromkabelstrang, der durch den
Einführstutzen 10 von außen in das Innere der Hülseneinheit einführbar ist, sorgt.
Selbstverständlich kann der Einführstutzen 10 auch schräg zur Hohlkanallängsachse
4 oder seitlich an der Hülsenwand der Hülseneinheit 1 angebracht sein. Auch kann
der Einführstutzen 10 vollständig weggelassen werden, sofern mit geeigneten
Dichtungsmaßnahmen dafür gesorgt wird, dass keine Erdfeuchtigkeit durch die
zweite Hohlkanalöffnung, durch die ein, zur Elektrifizierung der Mastkonstruktion
vorgesehener Kabelstrang geführt wird, gelangen kann.
Die erfindungsgemäß ausgebildete Montier- und Fixierhilfe weist eine Reihe von
Vorteilen auf:
Aufgrund der vorgesehenen Dichtungseinheiten sowie zusätzlicher
Langzeitschutzmittel, die in den Zwischenraum zwischen einer Mastkonstruktion und
der Hülseneinheit zusätzlich eingebracht werden können, können sicher und
zuverlässig Schäden ausgeschlossen werden, die durch Korrosion und Durchrosten
im Fußbereich von Mastkonstruktionen, wie Stahlmasten, auftreten könnten.
Die Hülseneinheit läßt sich aufgrund ihres einfachen Aufbaus ohne großen
technischen Aufwand in beliebiger Form und Größe erstellen, so dass eine
individuelle Anpassung an unterschiedliche Mastkonstruktionsdurchmesser möglich
ist.
Zur Zentrierung der in das Innere der Hülseneinheit eingebrachten Mastkonstruktion
dienen, die lichte Weite der Hülseneinheit verjüngende Konturen, die beispielsweise
aus einzelnen Passringen bestehen. Alternativ ist es möglich, die Passringe durch
entsprechende Keilelemente zu ersetzen, die leicht in das Innere des Hohlkanals 3
eingeführt werden können.
Mit Hilfe der erfindungsgemäß ausgebildeten Montier- und Fixiervorrichtung für
Mastkonstruktionen, insbesondere für das Errichten von elektrifizierten Rohrmasten
für die Illumination von Straßen bzw. Schildern, ist es möglich, das Setzen der
einzelnen Masten erheblich zu vereinfachen. So wird in einem ersten Schritt nach
entsprechendem Erdaushub die Hülseneinheit im Inneren des Erdaushubes
ausgerichtet und durch Verdichten des Erdreiches bzw. Einfüllen von Beton vertikal
fixiert. Selbstverständlich ist es erforderlich, dass jegliche elektrische Zuleitungen
noch vor dem Verfüllen mit Beton bzw. Verdichten des Erdreiches durch die zweite
Hohlkanalöffnung in das Innere der Hülseneinheit gelegt werden.
Ist die Hülseneinheit fest im Erdreich eingebracht, so ist es lediglich erforderlich, die
Mastkonstruktion mit einem entsprechenden mobilen Kran durch die erste
Hülsenöffnung senkrecht nach unten in die Hülseneinheit einzufädeln. Ist dies
geschehen, so ist der Mast vollständig ausgerichtet und durch das Eigengewicht des
Mastes vollständig fixiert. Es sind lediglich noch Anschlussarbeiten für die
entsprechenden Verbindungen der elektrischen Stromkabel innerhalb des
Rohrmastes erforderlich.
Durch die Vormontage der Hülseneinheit in das Erdreich wird überdies die Sicherheit
beim Setzen derartiger Masten verbessert, zumal die zu verankernden Rohrmasten
nicht wie bisher langwierig mit einem Kran gehalten werden müssen, bis sie rundum
vom verfestigten Erdreich bzw. von einer Betonverfüllung gehalten und zentriert sind,
sondern es ist lediglich nötig, den Mast in die bereits im Erdreich vorgesehene
Hülseneinheit einzusetzen, wodurch die Unfallgefahr erheblich reduziert wird. Auch
sind die für das Setzen eines Strommastes erforderlichen Krankosten aufgrund des
stark reduzierten Zeitaufwandes deutlich geringer als bei herkömmlichen
Montagetechniken, zumal die für den Halt des Strommastes dienenden
Hülseneinheiten aufgrund ihres geringen Eigengewichtes von Hand, also ohne
zusätzlichen Maschinenaufwand, in das Erdreich eingebracht werden können.
1
Hülseneinheit
2
Hohlzylinderförmiger Grundkörper
3
Hohlkanal
4
Hohlkanallängsachse
5
Hohlkanalöffnung
6
Füllnut
7
Kerben, Kontur
8
Dichtungseinheit
9
Zweite Hohlkanalöffnung
10
Einführstutzen
Claims (17)
1. Montier- und Fixiervorrichtung für eine, ins Erdreich hineinragende und
fixierbare Mastkonstruktion, insbesondere für elektrifizierbare Beleuchtungs- und
Strommasten, mit einer, ins Erdreich einbringbaren Hülseneinheit, die einen
Innenraum umschließt, in den die Mastkonstruktion einsetzbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Hülseneinheit aus witterungsbeständigem Material gefertigt und in Art eines, eine geradlinig verlaufende Hohlkanallängsachse einschließenden, Hohlkanals mit wenigstens zwei Hohlkanalöffnungen ausgebildet ist, deren erste Öffnung eine lichte Kanalweite aufweist, die ein Einfügen der Mastkonstruktion ermöglicht und,
dass die lichte Kanalweite des Hohlkanals an wenigstens einer Stelle des Hohlkanals derart verjüngt ist, dass die Mastkonstruktion zumindest an einem begrenzten Bereich mit ihrer Aussenkontur derart unmittelbar oder mittelbar an der Hülseneinheit anliegt, dass die Mastkonstruktion relativ zur Hülseneinheit radial zentriert ist, dass wenigstens eine Dichtungseinheit im Inneren der Hülseneinheit vorgesehen ist, die eine fluiddichte Abdichtung zwischen der Hülseneinheit und der, in die Hülseneinheit eingesetzten Mastkonstruktion gewährleistet, und dass die zweite Hohlkanalöffnung eine Öffnungsebene beschreibt, die mit der Hohlkanallängsachse einen Winkel 0° ≦ α ≦ 90° einschließt und durch die eine Einbringeinheit in den Innenraum des Hohlkanals führbar ist, und dass wenigstens eine Dichtungseinheit im Bereich der zweiten Öffnung vorgesehen ist, die für eine fluiddichte Abdichtung zwischen der Hülseneinheit und der Einbringeinheit sorgt.
dass die Hülseneinheit aus witterungsbeständigem Material gefertigt und in Art eines, eine geradlinig verlaufende Hohlkanallängsachse einschließenden, Hohlkanals mit wenigstens zwei Hohlkanalöffnungen ausgebildet ist, deren erste Öffnung eine lichte Kanalweite aufweist, die ein Einfügen der Mastkonstruktion ermöglicht und,
dass die lichte Kanalweite des Hohlkanals an wenigstens einer Stelle des Hohlkanals derart verjüngt ist, dass die Mastkonstruktion zumindest an einem begrenzten Bereich mit ihrer Aussenkontur derart unmittelbar oder mittelbar an der Hülseneinheit anliegt, dass die Mastkonstruktion relativ zur Hülseneinheit radial zentriert ist, dass wenigstens eine Dichtungseinheit im Inneren der Hülseneinheit vorgesehen ist, die eine fluiddichte Abdichtung zwischen der Hülseneinheit und der, in die Hülseneinheit eingesetzten Mastkonstruktion gewährleistet, und dass die zweite Hohlkanalöffnung eine Öffnungsebene beschreibt, die mit der Hohlkanallängsachse einen Winkel 0° ≦ α ≦ 90° einschließt und durch die eine Einbringeinheit in den Innenraum des Hohlkanals führbar ist, und dass wenigstens eine Dichtungseinheit im Bereich der zweiten Öffnung vorgesehen ist, die für eine fluiddichte Abdichtung zwischen der Hülseneinheit und der Einbringeinheit sorgt.
2. Montier- und Fixiervorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Hülseneinheit eine Hülsenwand mit einer
Innenkontur aufweist, die in ihrer Gesamtheit oder in einzelnen Bereichen in etwa an
die Außenkontur der Mastkonstruktion angepasst ist.
3. Montier- und Fixiervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Einbringeinheit eine oder mehrere elektrische
Kabel umfasst, die zur Stromversorgung in das Innere des Hohlkanals verlegbar
sind.
4. Montier- und Fixiervorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Hülsenwand an der Stelle des Hohlkanals,
dessen lichte Weite verjüngt ist, eine radial in den Innenraum vorstehende Kontur
aufweist.
5. Montier- und Fixiervorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kontur in den Innenraum hervortretende
Einzelkonturen vorsieht, die angulär um die Hohlkanallängsachse gleich verteilt
angeordnet sind und in einer Ebene liegen, die die Hohlkanallängsachse senkrecht
schneidet.
6. Montier- und Fixiervorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kontur eine, in einer Ebene, die die
Hohlkanallängsachse senkrecht schneidet, verlaufende, zusammenhängende
Erhebung in den Innenraum des Hohlkanals ist.
7. Montier- und Fixiervorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kontur einstückig aus der Hülsenwand gefertigt
ist.
8. Montier- und Fixiervorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kontur aus wenigsten einem Einsatzteil besteht,
das in den Innenraum der Hülseneinheit eingebracht ist.
9. Montier- und Fixiervorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass das Einsatzteil ein Passring ist oder einen oder
mehere Keile umfasst.
10. Montier- und Fixiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungseinheit eine, an der Innenkontur
vollständig umlaufende Dichtlippe in Art eines Wellendichtringes ist.
11. Montier- und Fixiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die Hülsenwand im Bereich der ersten Öffnung als
Kragen ausgebildet ist und mit der, in die Hülseneinheit eingeführten
Mastkonstruktion eine Füllnut einschließt, in die fließfähiges oder viskoelastisches
Dichtungsmaterial einbringbar ist.
12. Montier- und Fixiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des, der ersten Öffnung
entgegengesetzten Endes der Hülseneinheit ein Hohlkanalfortsatz mit zwei
Öffnungen vorgesehen ist, der mit seiner ersten Öffnung in den Innenraum der
Hülseneinheit mündet und dessen zweite Öffnung der zweiten Hohlkanalöffnung der
Hülseneinheit entspricht.
13. Montier- und Fixiervorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass im Inneren des Hohlkanalfortsatzes wenigstens eine
Dichtungseinheit vorgesehen ist.
14. Montier- und Fixiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass die lichte Weite der zweiten Hohlkanalöffnung der
Hülseneinheit kleiner bemessen ist als die der ersten Öffnung der Hülseneinheit.
15. Verwendung der Montier- und Fixiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 14 zur Befestigung von Rohrmasten, wie Strom- oder Lichtmasten im Erdreich.
16. Montier- und Fixierverfahren zur Verankerung von Mastkonstruktionen ins
Erdreich unter Verwendung der Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Hülseneinheit in das Erdreich derart eingebracht und mit diesem fest verbunden wird, dass die erste Öffnung der Hülseneinheit vertikal nach oben orientiert wird,
dass während des Einsetzens der Hülseneinheit etwaige im Erdreich verlegte Kabel oder Zuführleitungen durch die zweite Öffnung der Hülseneinheit in den Innenraum der Hülseneinheit geführt werden,
dass die Mastkonstruktion vertikal in die im Erdreich fixierte Hülseneinheit geführt wird und dort durch diese selbstzentrierend gehalten wird.
dass die Hülseneinheit in das Erdreich derart eingebracht und mit diesem fest verbunden wird, dass die erste Öffnung der Hülseneinheit vertikal nach oben orientiert wird,
dass während des Einsetzens der Hülseneinheit etwaige im Erdreich verlegte Kabel oder Zuführleitungen durch die zweite Öffnung der Hülseneinheit in den Innenraum der Hülseneinheit geführt werden,
dass die Mastkonstruktion vertikal in die im Erdreich fixierte Hülseneinheit geführt wird und dort durch diese selbstzentrierend gehalten wird.
17. Verfahren nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet, dass zusätzliches Dichtungsmaterial von oben zwischen
Hülseneinheit und Mastkonstruktion eingeführt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10012487A DE10012487A1 (de) | 1999-03-15 | 2000-03-15 | Montier- und Fixiervorrichtung für ins Erdreich hineinragende Mastkonstruktionen sowie Verfahren zum Errichten derartiger Mastkonstruktionen |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19911471 | 1999-03-15 | ||
| DE10012487A DE10012487A1 (de) | 1999-03-15 | 2000-03-15 | Montier- und Fixiervorrichtung für ins Erdreich hineinragende Mastkonstruktionen sowie Verfahren zum Errichten derartiger Mastkonstruktionen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10012487A1 true DE10012487A1 (de) | 2000-10-12 |
Family
ID=7901025
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10012487A Withdrawn DE10012487A1 (de) | 1999-03-15 | 2000-03-15 | Montier- und Fixiervorrichtung für ins Erdreich hineinragende Mastkonstruktionen sowie Verfahren zum Errichten derartiger Mastkonstruktionen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10012487A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN107327200A (zh) * | 2016-04-29 | 2017-11-07 | 刘伟华 | 能快速施工的拉线护套 |
| CN107806278A (zh) * | 2017-11-27 | 2018-03-16 | 佛山科学技术学院 | 一种市政工程用的杆体连接结构 |
-
2000
- 2000-03-15 DE DE10012487A patent/DE10012487A1/de not_active Withdrawn
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN107327200A (zh) * | 2016-04-29 | 2017-11-07 | 刘伟华 | 能快速施工的拉线护套 |
| CN107806278A (zh) * | 2017-11-27 | 2018-03-16 | 佛山科学技术学院 | 一种市政工程用的杆体连接结构 |
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