DE10010394A1 - Brennstoffzelle - Google Patents
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Abstract
Es wird eine Brennstoffzelle (10) beschrieben, mit einem Anodenteil (11), der eine Zuleitung (12) und eine Ableitung (13) für einen Brennstoff, beispielsweise Wasserstoff, aufweist, einem Kathodenteil (14), der eine Zuleitung (15) und eine Ableitung (16) für ein Oxidationsmittel, beispielsweise Sauerstoff, aufweist und einer zwischen dem Anodenteil (11) und dem Kathodenteil (14) befindlichen Membran (17). Um zu erreichen, daß zu jedem Betriebszeitpunkt in der Brennstoffzelle (10) nur ein begrenzter Differenzdruck zwischen dem Anodenteil (11) und dem Kathodenteil (14) über der Membran (17) herrscht, ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß in der Ableitung (13) für den Brennstoff ein federbelasteter Druckregler (20) und in der Ableitung (16) für das Oxidationsmittel ein membrangesteuerter Druckregler (30) angeordnet ist. Die beiden Druckregler (20, 30) sind miteinander gekoppelt. Dies erfolgt vorteilhaft dadurch, daß eine Regelkammer (22) des Druckreglers (20) mit einer Druckkammer (32) des Druckreglers (30) über eine Kopplungsleitung (40) verbunden ist. Auf diese Weise können die Drücke im Anodenteil (11) und im Kathodenteil (14) in allen Betriebszuständen der Brennstoffzelle (10) gleich gehalten werden.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Brennstoffzelle, mit einem Anodenteil, der eine
Zuleitung und eine Ableitung für einen Brennstoff aufweist, einem Kathodenteil, der
eine Zuleitung und eine Ableitung für ein Oxidationsmittel aufweist und einer zwischen
dem Anodenteil und dem Kathodenteil befindlichen Membran.
Brennstoffzellen der genannten Art sind bereits seit langem bekannt und haben
insbesondere im Bereich der Automobilindustrie in den letzten Jahren erheblich an
Bedeutung gewonnen.
Ähnlich wie Batteriesysteme erzeugen Brennstoffzellen elektrische Energie auf
chemischem Wege, wobei die einzelnen Reaktanten kontinuierlich zugeführt und die
Reaktionsprodukte kontinuierlich abgeführt werden. Dabei basieren Brennstoffzellen
auf dem Prinzip, daß sich elektrisch neutrale Moleküle oder Atome miteinander
verbinden und dabei Elektronen austauschen. Dieser Vorgang wird als Redoxprozeß
bezeichnet. Bei der Brennstoffzelle werden die Oxidations- und Reduktionsprozesse
räumlich getrennt, was in der Regel über eine Membran erfolgt. Solche Membranen
haben die Eigenschaft, Protonen auszutauschen, Gase jedoch zurückzuhalten. Die bei
der Reduktion abgegebenen Elektronen lassen sich als elektrischer Strom durch einen
Verbraucher leiten, beispielsweise eine elektrische Maschine wie den Elektromotor
eines Automobils.
Als gasförmige Reaktionspartner für die Brennstoffzelle werden beispielsweise
Wasserstoff als Brennstoff und Sauerstoff als Oxidationsmittel verwendet.
Brennstoffzellen der beschriebenen Art, insbesondere Brennstoffzellen mit
Polymermembranen, werden in der Regel mit einem statischen Druck auf der Anoden-
und der Kathodenseite betrieben. Dabei müssen diese Drücke im Verhältnis
zueinander möglichst konstant gehalten werden, so daß über der Membran nur ein
endlicher Differenzdruck auftreten kann. Würde der Differenzdruck zwischen dem
Druck auf der Kathodenseite und der Anodenseite der Brennstoffzelle einen
bestimmten maximal zulässigen Differenzdruck überschreiten, könnte dies zu einer
Beschädigung der Membran führen. Im schlimmsten Fall könnte die Membran platzen
oder reißen, so daß die gesamte Brennstoffzelle nicht mehr zu gebrauchen wäre und
darüberhinaus ein zündfähiges Gemisch aus Anoden- und Kathodengas entstehen
würde.
Der Differenzdruck zwischen der Kathodenseite und der Anodenseite muß deshalb
über den gesamten Betriebszeitraum, der Brennstoffzelle, das heißt insbesondere
auch während des Anfahr- und Abschaltvorgangs der Brennstoffzelle, möglichst
konstant gehalten werden, um solche Beschädigungen zu vermeiden. Dies erfordert
bisher jedoch einen hohen konstruktiven und regelungstechnischen Aufwand.
Ausgehend vom genannten Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die
Aufgabe zugrunde, eine Brennstoffzelle der eingangs genannten Art derart
weiterzubilden, daß die oben beschriebenen Nachteile vermieden werden.
Insbesondere soll eine Brennstoffzelle bereitgestellt werden, bei der in jeder
Betriebssituation ein möglichst geringer und konstanter Differenzdruck über der
Membran zwischen der Kathodenseite und der Anodenseite realisiert werden kann.
Diese Aufgabe wird durch eine Weiterbildung der eingangs beschriebenen
Brennstoffzelle gelöst, die erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet ist, daß in der
Ableitung für den Brennstoff und in der Ableitung für das Oxidationsmittel jeweils ein
Druckregler vorgesehen ist und daß die Druckregler hinsichtlich des einzustellenden
Drucks miteinander gekoppelt sind. Vorteilhafte Ausführungsformen der
erfindungsgemäßen Brennstoffzelle ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Brennstoffzelle wird eine
regelungstechnisch und konstruktiv einfache Möglichkeit geschaffen, den auftretenden
Differenzdruck über der Membran, der sich auf Grund von Druckunterschieden auf der
Kathodenseite und der Anodenseite der Brennstoffzelle ergibt, in einem möglichst
engen Bereich zu halten.
Der Grundgedanke der vorliegenden Erfindung ist darin zu sehen, daß sowohl in der
Ableitung für den Brennstoff, das heißt auf der Anodenseite, als auch in der Ableitung
für das Oxidationsmittel, das heißt auf der Kathodenseite, ein Druckregler vorgesehen
ist. Über diese Druckregler wird der im Anodenteil bzw. im Kathodenteil der
Brennstoffzelle herrschende Druck eingestellt. Um den Differenzdruck zwischen dem
Anodenteil und dem Kathodenteil während des gesamten Betriebszeitraums und bei
verschiedenen Betriebszuständen der Brennstoffzelle möglichst konstant und in einem
engen Bereich halten zu können, sind die beiden Druckregler miteinander gekoppelt,
so daß zwischen diesen ein Austausch der Druckwerte stattfinden kann. Zweckmäßig
wird der Ist-Druckwert des einen Druckreglers als Soll-Druckwert an den anderen
Druckregler gegeben.
Vorteilhafte Ausführungsformen für die Druckregler sowie die Funktionsweise einer
derart ausgebildeten Brennstoffzelle werden im weiteren Verlauf der Beschreibung
näher erläutert.
Vorteilhaft kann einer der Druckregler als federbelasteter Druckregler ausgebildet sein.
Derartige Druckregler sind bereits bekannt und in der Praxis weit verbreitet.
In einer zweckmäßigen Ausbildungsform weist ein solcher federbelasteter Druckregler
ein Gehäuse auf, in dem eine Regelkammer ausgebildet ist, die über eine
Eintrittsöffnung und eine Austrittsöffnung in eine der Ableitungen aus der
Brennstoffzelle eingebunden ist. Auf diese Weise durchströmt der die Brennstoffzelle
über die jeweilige Ableitung verlassende Gasstrom die Regelkammer des
Druckreglers. Die Regelkammer ist auf einer Seite von einer Druckausgleichsmembran
begrenzt, die sich an ihrer Außenseite auf einer Sollwert-Feder abstützt, mit der ein
Drucksollwert vorgebbar ist. Die Sollwert-Feder wiederum ist mit einem
Verschlußelement für die Austrittsöffnung verbunden, so daß Bewegungen der
Sollwert-Feder und der Druckausgleichsmembran in entsprechende Bewegungen des
Verschlußelementes umgesetzt werden.
Durch einen solchen Druckregler Kann der Ausgangsdruck und damit der Druck in
demjenigen Teilbereich der Brennstoffzelle, der über die entsprechende Ableitung mit
dem Druckregler verbunden ist, in Abhängigkeit von der Einstellung der Sollwert-Feder
bei wechselndem Gasdurchsatz annähernd konstant gehalten werden. Dabei bewirkt
die Druckausgleichsmembran eine hohe Regelgenauigkeit.
In weiterer Ausgestaltung kann einer der Druckregler als membrangesteuerter
Druckregler ausgebildet sein. Ein solcher Druckregler weist zweckmäßig ein Gehäuse
auf, in dem eine Druckkammer und eine Regelkammer ausgebildet sind, die über eine
Druckausgleichsmembran voneinander getrennt sind. Die Regelkammer weist eine
Eintrittsöffnung und eine Austrittsöffnung auf, über die sie in eine der Ableitungen aus
der Brennstoffzelle eingebunden ist. Die Druckausgleichsmembran ist mit einem
Verschlußelement für die Austrittsöffnung verbunden. Bei einem solchen
membrangesteuerten Druckregler wird die Funktion der im Hinblick auf den
federbelasteten Druckregler beschriebenen Sollwert-Feder von der Druckkammer
übernommen, wie dies im Rahmen der Figurenbeschreibung noch näher erläutert wird.
In einer bevorzugten Ausführungsform sind die beiden Druckregler derart miteinander
gekoppelt, daß die Regelkammer des als federbelasteter Druckregler ausgebildeten
Druckreglers mit der Druckkammer des als membrangesteuerter Druckregler
ausgebildeten Druckreglers verbunden ist. Diese Verbindung bzw. Kopplung erfolgt
über eine entsprechende Kopplungsleitung.
Vorteilhaft kann der federbelastete Druckregler in der Ableitung für den Brennstoff und
der membrangesteuerte Druckregler in der Ableitung des Oxidationsmittels angeordnet
sein.
Durch die wie vorstehend beschriebene Kopplung der beiden Druckregler sowie deren
Anordnung in den jeweiligen Ableitungen aus der Brennstoffzelle wird erreicht, daß
durch den federbelasteten Druckregler der Anodendruck vorgegeben wird. Dieser
vorgegebene Anodendruck liegt (als Solldruck) über die Kopplungsleitung ebenfalls in
der Druckkammer des membrangesteuerten Druckreglers an. In der Regelkammer des
membrangesteuerten Druckreglers, das heißt auf der anderen Seite der
Druckausgleichsmembran, liegt der Kathodendruck der Brennstoffzelle an. Durch die
entsprechende Kopplung der beiden Druckregler wird erreicht, daß die beiden Drücke,
nämlich der Anodendruck und der Kathodendruck, in allen Betriebszuständen der
Brennstoffzelle gleich gehalten werden.
Die wie vorstehend beschriebene spezielle Anordnung der beiden Druckgasregler in
den jeweiligen Ableitungen ist jedoch nicht zwingend notwendig, so daß auch andere
Ausführungsformen denkbar sind. So ist es beispielsweise möglich, den
federbelasteten Druckgasregler in der Ableitung für das Oxidationsmittel vorzusehen,
während der membrangesteuerte Druckregler in der Ableitung für den Brennstoff
angeordnet ist.
Besonders vorteilhaft kann eine wie vorstehend beschriebene erfindungsgemäße
Brennstoffzelle in einem oder für ein Fahrzeug verwendet werden. Auf Grund der
rasanten Entwicklung der Brennstoffzellentechnologie im Fahrzeugsektor bietet eine
solche Verwendung zur Zeit die größten Einsatzmöglichkeiten. Dennoch sind auch
andere Einsatzmöglichkeiten denkbar. Zu nennen sind hierbei beispielsweise
Brennstoffzellen für mobile Geräte wie Computer oder dergleichen bis hin zu
stationären Einrichtungen wie Kraftwerksanlagen. Hier eignet sich die
Brennstoffzellentechnik besonders für die dezentrale Energieversorgung von Häusern,
Industrieanlagen oder dergleichen.
In bevorzugter Weise wird die vorliegende Erfindung in Verbindung mit
Brennstoffzellen mit Polymermembranen (PEM) verwendet. Diese Brennstoffzellen
haben einen hohen elektrischen Wirkungsgrad, verursachen nur minimale Emissionen,
weisen ein optimales Teillastverhalten auf und sind im wesentlichen frei von
mechanischem Verschleiß.
Vorzugsweise wird für die Brennstoffzelle Wasserstoff als Brennstoff verwendet. Will
man die Brennstoffzelle mit einem leicht verfügbarem oder zu speichernden Brennstoff
wie Methanol, Benzin, Erdgas, Methan, Kohlegas, Biogas oder einem anderen
Kohlenwasserstoff betreiben, muß man den jeweiligen Kohlenwasserstoff in einer der
Brennstoffzelle vorgeschalteten Anordnung zum Erzeugen/Aufbereiten eines
Brennstoffs zunächst in ein wasserstoffreiches Gas umwandeln. Als Oxidationsmittel
wird vorzugsweise Sauerstoff oder Luft aus der Umgebung verwendet.
Die Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die
beiliegende Zeichnung näher erläutert. Es zeigt die einzige Figur in schematischer
Ansicht eine erfindungsgemäße Brennstoffzeile.
In Fig. 1 ist eine als PEM-Brennstoffzelle ausgebildete Brennstoffzelle 10 dargestellt,
die zum Betrieb eines elektrischen Antriebs für ein Fahrzeug verwendet wird. Die
Brennstoffzelle 10 weist einen Anodenteil 11 auf, der mit einer Zuleitung 12 sowie einer
Ableitung 13 für einen Brennstoff - im vorliegenden Fall Wasserstoff - verbunden ist.
Weiterhin verfügt die Brennstoffzelle 10 über einen Kathodenteil 14, der mit einer
Zuleitung 15 und einer Ableitung 16 für ein Oxidationsmittel - im vorliegenden Fall
Sauerstoff oder Luft - verbunden ist. Der Anodenteil 11 und der Kathodenteil 14 sind
über eine Membran 17 - im vorliegenden Fall eine Polymermembran - voneinander
getrennt.
In der Ableitung 13 für den Brennstoff ist ein Druckregler 20 vorgesehen, der als
federbelasteter Druckregler ausgebildet ist. Der Druckregler 20 weist ein Gehäuse 21
auf, in dem sich eine Regelkammer 22 befindet. Die Regelkammer 22 verfügt über eine
Eintrittsöffnung 23 und eine Austrittsöffnung 24 und ist über diese in die Ableitung 13
für den Brennstoff eingebunden. Zum Verschließen der Austrittsöffnung 24 ist ein
Verschlußelement 27 vorgesehen, das mit einer Sollwert-Feder 26 verbunden ist. Die
Regelkammer 22 wird an der Seite, wo die Sollwert-Feder 26 angeordnet ist, durch
eine Druckausgleichsmembran 25 begrenzt, während die anderen Seiten der
Regelkammer 22 von entsprechenden Wänden des Gehäuses 21 gebildet werden.
In der Ableitung 16 für das Oxidationsmittel ist ein Druckregler 30 vorgesehen, der als
membrangesteuerter Druckregler ausgebildet ist. Der Druckregler 30 weist ein
Gehäuse 31 auf, in dem eine Druckkammer 32 und eine Regelkammer 33 ausgebildet
sind. Die Druckkammer 32 und die Regelkammer 32 sind über eine
Druckausgleichsmembran 36 voneinander getrennt. In der Regelkammer 33 ist eine
Eintrittsöffnung 34 und eine Austrittsöffnung 35 vorgesehen, über die der Druckregler
30 bzw. die Regelkammer 33 in die Ableitung 16 für das Oxidationsmittel eingebunden
ist. Zum Verschließen der Austrittsöffnung 35 ist ein Verschlußelement 37 vorgesehen,
das mit der Druckausgleichsmembran 36 verbunden ist.
Beide Druckregler 20 und 30 sind zum Austausch von Druckwerten miteinander
gekoppelt. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel erfolgt die Kopplung über eine
entsprechende Kopplungsleitung 40, die die Regelkammer 22 des Druckreglers 20 mit
der Druckkammer 32 des Druckreglers 30 verbindet.
Nachfolgend wird nun die Funktionsweise der Brennstoffzelle 10 beschrieben. Wie in
der Beschreibungseinleitung weiter oben bereits erwähnt wurde, wird die
Brennstoffzelle 10 vorteilhaft mit einem statischen Druck auf der Anodenseite 11 und
der Kathodenseite 14 betrieben. Dabei ist es erforderlich, daß der Differenzdruck, der
auf die Membran 17 wirkt, möglichst konstant und in einem engen Bereich gehalten
wird. Ein großer oder sich zu stark ändernder Differenzdruck würde nämlich dazu
führen, daß die Membran 17 beschädigt wird und im schlimmsten Fall platzt oder reißt.
Die Einstellung eines solchen konstanten Differenzdrucks läßt sich über die
Druckregler 20, 30 sowie deren Kopplung realisieren.
Wenn beispielsweise der Druck im Anodenteil 11 der Brennstoffzelle 10 ansteigt, wird
dieser Druckanstieg dazu führen, daß auch der Druck in der Regelkammer 22 des
Druckreglers 20 ansteigt, weil der Anodenteil 11 über die Ableitung 13 für den
Brennstoff und die Eintrittsöffnung 23 direkt mit der Regelkammer 22 des Druckreglers
20 verbunden ist. Ein ansteigender Druck in der Regelkammer 22 bewirkt, daß die
Druckausgleichsmembran 25 in Richtung der Sollwert-Feder 26 gedrückt wird,
wodurch die Sollwert-Feder 26 zusammengedrückt wird. Die sich zusammendrückende
Sollwert-Feder 26 bewirkt, daß das Verschlußelement 27 von der Austrittsöffnung 24
der Regelkammer 22 wegbewegt wird, so daß eine größere Menge Brennstoff-Abgas
über die Ableitung 13 aus dem Anodenteil 11 abströmen kann und der Druckerhöhung
teilweise entgegen gewirkt wird.
Der Druck in der Regelkammer 22 des Druckreglers 20 wird durch die
Kopplungsleitung 40 unmittelbar als Sollwert in die Druckkammer 32 des Druckreglers
30 übertragen. Bei steigender Menge an austretendem Brennstoff wird dadurch der
Druck in der Druckkammer 32 des Druckreglers 30 erhöht. Diese Druckerhöhung
macht sich dadurch bemerkbar, daß die Druckausgleichsmembran 36 in Richtung der
Austrittsöffnung 35 des Druckreglers 30 gedrückt wird. Dadurch wird das mit der
Druckausgleichsmembran 36 verbundene Verschlußelement 37 in Richtung der
Austrittsöffnung 35 gedrückt, so daß weniger Oxidationsmittel über die Ableitung 16
abströmen kann. Das in dem Kathodenteil 14 verbleibende Oxidationsmittel führt
dadurch zu einer Druckerhöhung im Kathodenteil 14, der dem ansteigenden Druck im
Anodenteil 11 entgegenwirkt, so daß der Differenzdruck zwischen dem Kathodenteil 14
und dem Anodenteil 11 insgesamt sehr gering ist und konstant bleibt.
Auf diese Weise wird also der Differenzdruck über der Membran 17 innerhalb der
Brennstoffzelle in einem eng begrenzten Bereich gehalten, so daß eine Beschädigung
der Membran 17 verhindert wird.
Die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Brennstoffzelle 10 beziehungsweise die
entsprechende Kopplung der beiden Druckregler 20, 30 über die Kopplungsleitung 40
macht es möglich, daß ein Austausch zwischen den beiden Druckreglern 20, 30 in
beiden Richtungen stattfinden kann. Dies ist in Fig. 1 durch den Pfeil P dargestellt.
Wenn beispielsweise der Druck im Anodenteil 11 der Brennstoffzelle 10 abfällt, werden
die beiden Druckregler 20, 30 in analoger Weise umgekehrt betrieben, so daß auch in
einem solchen Fall immer ein eng begrenzter Differenzdruck zwischen dem
Kathodenteil 14 und dem Anodenteil 11 vorherrscht. Der Druckregler 20 verkleinert den
Durchtrittsspalt an der Austrittsöffnung 24 und wirkt somit dem Druckabfall entgegen,
während der Druckregler 30 wegen der Verminderung des Drucks in der Druckkammer
32 die Austrittsöffnung 35 weiter öffnet und so den Druck im Kathodenteil 14 reduziert.
10
Brennstoffzelle
11
Anodenteil
12
Zuleitung Brennstoff
13
Ableitung Brennstoff
14
Kathodenteil
15
Zuleitung Oxidationsmittel
16
Ableitung Oxidationsmittel
17
Membran
20
Druckregler (federbelastet)
21
Gehäuse
22
Regelkammer
23
Eintrittsöffnung
24
Austrittsöffnung
25
Druckausgleichsmembran
26
Sollwert-Feder
27
Verschlußelement
30
Druckregler (membrangesteuert)
31
Gehäuse
32
Druckkammer
33
Regelkammer
34
Eintrittsöffnung
35
Austrittsöffnung
36
Druckausgleichsmembran
37
Verschlußelement
40
Kopplungsleitung
P Strömungsrichtung zwischen den beiden Druckreglern
P Strömungsrichtung zwischen den beiden Druckreglern
Claims (8)
1. Brennstoffzelle, mit einem Anodenteil (11), der eine Zuleitung (12) und eine
Ableitung (13) für einen Brennstoff aufweist, einem Kathodenteil (14), der eine
Zuleitung (15) und eine Ableitung (16) für ein Oxidationsmittel aufweist und
einer zwischen dem Anodenteil (11) und dem Kathodenteil (14) befindlichen
Membran (17),
dadurch gekennzeichnet,
daß in der Ableitung (13) für den Brennstoff und in der Ableitung (16) für das
Oxidationsmittel jeweils ein Druckregler (20, 30) vorgesehen ist und daß die
Druckregler (20, 30) in der Weise miteinander gekoppelt sind, daß ein
Austausch der Druckwerte zwischen den Druckreglern (20, 30) stattfindet.
2. Brennstoffzelle nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß einer der Druckregler (20) als federbelasteter Druckregler ausgebildet ist.
3. Brennstoffzelle nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Druckregler (20) ein Gehäuse (21) aufweist, in dem eine Regelkammer
(22) ausgebildet ist, die über eine Eintrittsöffnung (23) und eine Austrittsöffnung
(24) in eine der Ableitungen (13; 16) eingebunden ist, daß die Regelkammer (22)
auf einer Seite von einer Druckausgleichsmembran (25) begrenzt ist, die sich an
ihrer Außenseite auf einer Sollwert-Feder (26) abstützt, mit der ein
Drucksollwert vorgebbar ist, und daß die Sollwert-Feder (26) mit einem
Verschlußelement (27) für die Austrittsöffnung (24) verbunden ist.
4. Brennstoffzelle nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß einer der Druckregler (30) als membrangesteuerter Druckregler ausgebildet
ist.
5. Brennstoffzelle nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Druckregler (30) ein Gehäuse (31) aufweist, in dem eine Druckkammer
(32) und eine Regelkammer (33) ausgebildet sind, die über eine
Druckausgleichsmembran (36) voneinander getrennt sind,
daß die Regelkammer (33) über eine Eintrittsöffnung (34) und eine
Austrittsöffnung (35) in eine der Ableitungen (13; 16) eingebunden ist und daß
die Druckausgleichsmembran (36) mit einem Verschlußelement (37) für die
Austrittsöffnung (35) verbunden ist.
6. Brennstoffzelle nach den Ansprüchen 3 und 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Druckregler (20, 30) derart miteinander gekoppelt sind, daß die
Regelkammer (22) des als federbelasteter Druckregler ausgebildeten
Druckreglers (20) mit der Druckkammer (32) des als membrangesteuerter
Druckregler ausgebildeten Druckreglers (30) über eine Kopplungsleitung (40)
verbunden ist.
7. Brennstoffzelle nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß in der Ableitung (13) für den Brennstoff der federbelastete Druckregler (20)
und in der Ableitung (16) für das Oxidationsmittel der membrangesteuerte
Druckregler (30) angeordnet ist oder umgekehrt.
8. Verwendung einer Brennstoffzelle (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 in
einem oder für ein Fahrzeug.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10010394A DE10010394A1 (de) | 2000-02-28 | 2000-02-28 | Brennstoffzelle |
| PCT/DE2001/000663 WO2001065619A2 (de) | 2000-02-28 | 2001-02-14 | Membran-brennstoffzelle |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10010394A DE10010394A1 (de) | 2000-02-28 | 2000-02-28 | Brennstoffzelle |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10010394A1 true DE10010394A1 (de) | 2001-09-06 |
Family
ID=7633375
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10010394A Withdrawn DE10010394A1 (de) | 2000-02-28 | 2000-02-28 | Brennstoffzelle |
Country Status (2)
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2001
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