DE10010800A1 - Befestigungsvorrichtung für die Montage in Hohlmauerwerk und Hohlwänden bzw. Hohldecken sowie Verfahren zur Anbringung einer Befestigungsvorrichtung - Google Patents
Befestigungsvorrichtung für die Montage in Hohlmauerwerk und Hohlwänden bzw. Hohldecken sowie Verfahren zur Anbringung einer BefestigungsvorrichtungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung für die Montage in Hohlmauerwerk und Hohlwänden bzw. Hohldecken sowie in nachgiebigen Wandbau/Deckenbaumaterialien, wie beispielsweise Gasbeton, mit einer in eine Montagebohrung (2) in der entsprechenden Wand (3) bzw. Decke einsetzbaren Schraubenaufnahme zur Aufnahme einer Schraube. Um eine Befestigungsvorrichtung zu schaffen, die eine dauerhafte stabile Befestigung auch schwerer Gegenstände gewährleistet, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß die Schraubenaufnahme als in Längsrichtung mit mindestens zwei Schlitzen (4) in der Wandung (1a) versehenes Rohr (1) aus einem steifen, aber plastisch verformbaren Material ausgebildet ist, daß die Schraubenaufnahme in der in die Montagebohrung (2) eingesetzten Stellung über ein am bohrungsöffnungsfernen Ende (1c) des Rohres (1) angreifendes Spannelement (5) in Axialrichtung stauchbar ist und daß im Inneren des Rohres (1) mindestens ein Haltemittel (11) zum Festlegen der Schraube angeordnet ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung für die Montage in Hohlmauer
werk und Hohlwänden bzw. Hohldecken sowie in nachgiebigen Wandbau-
/Deckenbaumaterialien, wie beispielsweise Gasbeton, mit einer in eine Montage
bohrung in der entsprechenden Wand bzw. Decke einsetzbaren Schraubenauf
nahme zur Aufnahme einer Schraube. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfah
ren zur Anbringung einer solchen Befestigungsvorrichtung.
Derartige als Kipp-, Spreiz- oder Hohlraumdübel ausgebildete Befestigungsvor
richtungen sind aus der Praxis in den verschiedensten Ausführungsformen be
kannt. Diese bekannten Dübel weisen in der Regel einen aus einem Kunststoff
material bestehenden Grundkörper auf, in den in Axialrichtung eine Schraube ein
schraubbar ist. Um mittels dieser Dübel einen sicheren Halt auch in Hohlmauer
werk und Hohlmauern und Hohldecken zu erzielen, wurden beispielsweise Dübel
entwickelt, die sich beim Einschrauben einer Schraube im Bereich des Hohlraums
verknoten und so ein Herausziehen des Dübels aus der Montagebohrung verhin
dern. Diese bekannten Dübelarten zur Montage in Hohlmauerwerk und Hohlwän
den bzw. Hohldecken haben sich in der Praxis zwar gut bewährt, jedoch bieten die
aus einem biegsamen Kunststoffmaterial gefertigten Dübel keinen dauerhaft fe
sten Halt, wenn über diese Dübel schwere Gegenstände an einer Wand befestigt
werden sollen, wie dies insbesondere im Sanitärbereich häufig der Fall ist.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zu
grunde, eine Befestigungsvorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die
ein dauerhaft sicheres Festlegen auch schwerer Gegenstände gewährleistet. Ferner
liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Anbringung einer
solchen Befestigungsvorrichtung zu schaffen.
Die vorrichtungmäßige Lösung dieser Aufgabenstellung ist erfindungsgemäß
dadurch gekennzeichnet, daß die Schraubenaufnahme als in Längsrichtung mit
mindestens zwei Schlitzen in der Wandung versehenes Rohr aus einem steifen,
aber plastisch verformbaren Material ausgebildet ist, daß die Schraubenaufnahme
in der in die Montagebohrung eingesetzten Stellung über ein am bohrungsöff
nungfernen Ende des Rohres angreifendes Spannelement in Axialrichtung
stauchbar ist und daß im Inneren des Rohres mindestens ein Haltemittel zum
Festlegen der Schraube angeordnet ist.
Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Schraubenaufnahme als steifes
Rohr, das durch Stauchen von der Innenseite der Wand/Decke her in der Monta
gebohrung festlegbar ist, ist es erstmalig möglich der Schraube eine biegesteife
Führung zu geben. Während die Schraube in ein in dem Rohr angeordnetes Hal
temittel eingeschraubt wird, dient das in der Montagebohrung festgelegte Rohr
dazu, eine ausziehsichere und kippstabile Führung für die Schraube samt Halte
mittel zu bilden. Durch das Stauchen des Rohres über das Spannelement wird das
Rohr im Bereich der in der Wandung ausgebildeten Schlitze aufgefaltet, wobei
diese Auffaltungen das Rohr in dem Hohlraum so festlegen, daß es nicht wieder
aus der Montagebohrung herausgezogen werden kann.
Gemäß einer praktischen Ausführungsform der Erfindung ist das Haltemittel zum
Festlegen der Schraube ein an sich bekannter Dübel. Bei dieser besonders ein
fach zu handhabenden Ausführungsform ist in das der Stabilisierung dienende
Rohr ein handelsüblicher Dübel einsetzbar, der aufgrund der stabilisierenden Füh
rung durch das Rohr die Kippstabilität erhält, die bei einer Verwendung nur des
Dübels, das heißt ohne Rohr, fehlt.
Gemäß einer alternativen Ausführungsform der Erfindung ist das Haltemittel zum
Festlegen der Schraube innerhalb des Rohres als zumindest teilweise Füllung des
Rohres mit einem Füllmaterial, wie beispielsweise einem Kunststoffmaterial, aus
gebildet ist, in die die Schraube hineingedreht wird. Selbstverständlich ist es auch
möglich, das Haltemittel als eine Kombination aus an sich bekanntem Dübel und
Füllung, mit dem Füllmaterial ausgebildet ist. Bei dieser Kombination dient der
Dübel als eigentliche Halterung für die Schraube, während über das Füllmaterial,
in das die den Dübel in der Länge überragende Schraube hineingeschraubt wird,
die Stauchung des Rohres in Axialrichtung verstärkt wird.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Rohr am boh
rungsöffnungfernen Ende durch einen Boden verschlossen, wobei das Spannele
ment an diesem Boden festgelegt ist und über die Montagebohrung aus dem an
deren Ende des Rohres hinausragt. Um einerseits eine Beschädigung des Rohres
über die beabsichtigt Stauchung hinaus zu verhindern und andererseits das Ein
schrauben der Schraube in das Rohr nicht zu behindern, ist das Spannelemet er
findungsgemäß so am Boden des Rohres festgelegt, daß es bei Erreichen einer
vorgegebenen Zugkraft vom Boden abreißt.
Um sicherzustellen, daß die beim Stauchen des Rohres sich Ausbildenden Auf
faltungen bei Hohlraumwänden und Hohlraumdecken auch direkt an der inneren
Oberfläche der betreffenden Wand bzw. Decke anliegen, sind die Schlitze in der
Wandung des Rohres am bohrungsöffnungnahen Ende des Rohres ausgebildet.
Gemäß einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Befestigungsvor
richtung erstrecken sich die Schlitze bis zum vorderen, in der Öffnung der Monta
gebohrung angeordneten Ende des Rohres.
Gemäß einer alternativen Ausführungsform enden die Schlitze kurz vor dem in der
Öffnung der Montagebohrung angeordneten Ende des Rohres. Durch diese Aus
gestaltungsform wird die Gefahr verringert, daß sich das Rohr beim Stauchen in
nerhalb der Wand bzw. Decke schieflegt, da das einstückige Ringteil am vorderen
Ende des Rohres eine gerade Ausrichtung des Rohres vorgibt.
Um einerseits die Einstecktiefe des Rohres in die Wand bzw. Decke zu begrenzen
und andererseits eine gute Widerlagerfläche für das Spannwerkzeug beim Stau
chen des Rohres zu bilden, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß das vorde
re Ende des Rohres mit einer die Öffnung der Montagebohrung umgebenden und
an der Wand bzw. Decke anliegenden Scheibe versehen ist. Damit das Rohr ver
drehsicher innerhalb der Montagebohrung angeordnet ist, wird weiterhin vorge
schlagen, daß auf der an der Wand bzw. Decke anliegenden Scheibenseite Hal
teelemente, insbesondere Rippen oder Dorne, ausgebildet sind.
Weitere Verdrehsicherungen können dadurch erzielt werden, daß auf der Außen
seite des Rohres zumindest im bohrungsöffnungnahen Bereich Halteelemente,
insbesondere Rippen, ausgebildet sind, durch die sich der Durchmesser des Roh
res vergrößert und so das Rohr in der Montagebohrung verdrehfest verklemmt
wird.
Damit sichergestellt ist, daß sich das Rohr beim Stauchen nicht zur Seite aus
knickt, ist in das als Schraubenaufnahme dienende erste Rohr ein zweits Rohr aus
einem im wesentlichen steifen Material zum Stabilisieren während des Stauchens
einsetzbar. Nach dem Stauchvorgang wird dieses Stabilisierungsrohr wieder aus
dem in der Wand bzw. Decke festgelegten Rohr entfernt.
Insbesondere bei der Verwendung des Stabilisierungsrohres kann es vorteilhaft
sein, daß auf der Außenseite der Wand bzw. Decke auf das aus dem Rohr her
ausragende Spannelement ein als Widerlager beim Stauchen dienendes Monta
gemittel aufsetzbar ist. Dieses Montagemittel dient dann beim Stauchen gleichzei
tig zur Aufnahme des Stabilisierungsrohres, welches beim Stauchvorgang nach
vorne aus dem ersten Rohr herausgedrückt wird.
Die verfahrensmäßige Lösung der Aufgabenstellung ist gekennzeichnet durch
die Arbeitsschritte:
- a) Einsetzen der als Rohr mit in Längsrichtung mindestens zwei Schlitzen in der Wandung ausgebildeten Schraubenaufnahme in die Montagebohrung und
- b) Stauchen des in der Montagebohrung angeordneten Rohres in Axialrich tung des Rohres über ein am bohrungsöffnungfernen Ende des Rohres an greifendes Spannelement mittels eines Spannwerkzeugs, insbesondere ei ner Spannzange.
Gemäß einer praktischen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird vorgeschlagen, daß nach dem Arbeitsschritt b) mindestens ein Haltemittel
zum Festlegen der Schraube in das Rohr eingefügt wird. Bei diesem zusätzlich in
das Rohr eingefügten Haltemittel kann es sich vorteilhafterweise um einen an sich
bekannten Dübel handeln.
Schließlich wird mit der Erfindung vorgeschlagen, daß vor dem Arbeitsschritt b)
ein zweites Rohr aus einem im wesentlichen steifen Material in das als Schrau
benaufnahme dienende erste Rohr eingesetzt wird und daß dieses zweite Rohr
beim Stauchen des ersten Rohres im Arbeitsschritt b) durch die Öffnung der
Montagebohrung aus dem ersten Rohr herausgedrückt wird.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der drei Ausführungsformen einer
erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung beispielhaft schematisch dargestellt
sind. In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 einen schematischen Längsschnitt durch eine erste Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung mit angesetzten
Spannwerkzeug
Fig. 2 einen schematischen Längsschnitt durch eine zweite Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung;
Fig. 3 einen schematischen Längsschnitt durch eine dritte Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung mit angesetztem
Spannwerkzeug und
Fig. 4a-4c eine schematische Darstellung des Arbeitsverfahrens zum Anbringen
einer erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung.
Die in Fig. 1 dargestellte erste Ausführungsform zeigt eine Befestigungsvorrich
tung, welche im wesentlichen aus einem Rohr 1 aus einem steifen, aber plastisch
verformbaren Material besteht. Diese Rohr 1 wird über eine Montagebohrung 2 in
eine Wand 3 oder Decke eingesetzt. In der Wandung 1a des Rohres 1 sind meh
rere in Längsrichtung des Rohres 1 verlaufende Schlitze 4 ausgebildet.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Schlitze 4 am bohrungsöffnung
nahen vorderen Ende 1b des Rohres 1 so ausgebildet, daß sie kurz vor dem vor
deren Ende 1b des Rohres 1 enden.
Zum Festlegen des als Schraubenaufnahme dienenden Rohres 1 der Befesti
gungsvorrichtung ist das Rohr 1 vom bohrungsöffnungfernen hinteren Ende 1c her
über ein Spannelement 5 in Axialrichtung stauchbar. Im dargestellten Ausfüh
rungsbeispiel ist das Spannelement 5 als mit einem das hintere Ende 1c des Roh
res 1 verschließenden Boden 6 verbundener Spanndraht ausgebildet. Das freie
Ende des Spannelements 5 ragt aus dem vorderen offenen Ende 1b des Rohres 1
heraus, so daß dort ein Spannwerkzeug 7 angreifen kann, um das Spannelement
5 zum Stauchen des Rohres 1 nach vorne aus dem Rohr 1 herauszuziehen.
Um das Rohr 1 nur bis zu einem bestimmten Maß zu stauchen und ein späteres
Einfügen einer Schraube in das Rohr 1 zu ermöglichen, ist das Spannelement 5
so mit dem Boden 6 verbunden, daß dieses vom Boden 6 abreißt, sobald über das
Spannwerkzeug 7 eine vorgegebene Zugkraft überschritten wird.
Zur Begrenzung der Einstecktiefe des Rohres 1 in die Wand 3 und als Widerlager
für das Spannwerkzeug 7 beim Stauchen des Rohres 1 ist das vordere Ende 1b
des Rohres 1 bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform mit einer die Monta
gebohrung 2 umgebenden Scheibe 8 versehen, die im montierten Zustand im we
sentlichen plan an der Wand 3 bzw. Decke anliegt. Auf der der Wand 2 zuge
wandten Seite der Scheibe 8 sind Halteelemente 9 in der Form von Rippen oder
Dornen ausgebildet, die eine Verdrehsicherung darstellen.
Ebenso wie die Halteelemente 9 an der Scheibe 8, sind bei der dargestellten Be
festigungsvorrichtung auf der Außenseite des Rohres 1 zumindest im Bereich des
vorderen Endes 1b des Rohres 1 Halteelemente 10 in der Form von Rippen aus
gebildet, um das Rohr 1 in der Montagebohrung 2 festzuklemmen und verdrehsi
cher zu halten.
Die in Fig. 2 dargestellte Befestigungsvorrichtung unterscheidet sich von der ge
mäß Fig. 1 dadurch, daß das Rohr 1 am vorderen Ende 1b keine Scheibe 8 auf
weist und das Rohr 1 darüber hinaus teilweise mit einem Füllmaterial als Halte
mittel 11 für die einzuschraubende Schraube verfüllt ist. Das Haltemittel 11 ist da
bei so in dem Rohr 1 angeordnet, daß das Spannelement 5 nicht behindert wird.
Fig. 3 zeigt eine Fig. 2 entsprechende Ausführungsform der Befestigungsvorrich
tung, jedoch ohne in dem Rohr 1 angeordnetes Füllmaterial. Als Widerlager beim
Stauchen des Rohres wird bei dieser dargestellten Ausführungsform ein auf das
freie Ende des Spannelements aufgesetztes Montagemittel 12 verwendet, welches
sich über einen angeformten Rand 12a an der Wand 3 abstützt.
Die Verwendung des Montagemittels sowie das Verfahren zur Anbringung einer
voranstehend beschriebenen Befestigungsvorrichtung in einem Hohlmauerwerk
oder einer Hohlwand bzw. Hohldecke wird nachfolgend insbesondere anhand der
Abbildungen Fig. 4a bis 4c beschrieben:
Wie aus Fig. 4a ersichtlich, wird zunächst das als Schraubenaufnahme dienende
Rohr 1 in die Montagebohrung 2 einer Wand 3 bzw. Decke eingesteckt. Anschlie
ßend wird auf das aus dem vorderen Ende 1b des Rohres 1 herausragende freie
Ende des Spannelements 5 ein Spannwerkzeug 7, beispielsweise eine
Spannzange aufgesetzt und das Spannelement 5 über das Spannwerkzeug 7 mit
einer Zugkraft in Richtung des vorderen Endes 1b des Rohres 1 beaufschlagt.
Durch die in der Wandung 1a des Rohres 1 ausgebildeten Schlitze 4 ist das Rohr
1 gezielt so geschwächt, daß es sich bei dem über das Spannelement 5 und das
Spannwerkzeug 7 erfolgenden Stauchvorgang im Bereich der Schlitze Auffaltun
gen 13 bildened erweitert, wie dies in Fig. 4b und 4c dargestellt ist. Im fertig mon
tierten Zustand liegen die Auffaltungen 13 im wesentlichen plan an der inneren
berfläche der Wand 3 bzw. Decke an und verhindern so ein herausziehen des
Rohres 1 aus der Montagebohrung 2. Um das Auffalten des Rohres 1 im Bereich
der Schlitze 4 zu erleichtern, sind diese in in etwa gleichen Abständen voneinan
der in der Wandung 1a des Rohres ausgebildet. Die Verwendung von vier Schlit
zen 4 hat sich dabei als besonders vorteilhaft erwiesen.
Zum Festlegen der Schraube in dem Rohr 1 kann jetzt ein handelsüblicher Dübel
14 in das Rohr 1 eingesetzt werden, in den anschließend die Schraube einge
schraubt wird. Durch das den Dübel 14 umgebende Rohr 1 wird der Dübel 14
kippstabil und klemmfest auch bei Hohlmauerwerk und anderen Hohlräumen so
wie in nachgiebigen Materialien, wie beispielsweise Gasbeton, gehalten.
Um sicherzustellen, daß das Rohr 1 beim Stauchen nicht seitlich ausknickt, kann
während des Stauchvorgangs ein Stabilisierungsrohr 15 in das Rohr 1 eingesetzt
werden, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist. Während des Stauchens wird das Stabilisierungsrohr
15 dann nach vorne aus dem Rohr 1 herausgedrückt, wie dies ge
strichelt in Fig. 3 dargestellt ist, weshalb das Montagemittel 12 so ausgebildet sein
muß, daß es das Stabilisierungsrohr 15 aufnehmen kann.
Neben der Ausbildung des Spannelements 5 als am Boden 6 des Rohres 1 fest
gelegter Spanndraht kann das Spannelement beispielsweise auch so ausgebildet
sein, daß der Spanndraht an einer Scheibe befestigt ist, die das hintere Ende 1c
des Rohres 1 lose, das heißt nur während der Montage verschließt. Sobald das
Spannelment 5 von der Scheibe abreißt, fällt die Scheibe herunter und gibt das
hintere Ende 1c des Rohres 1 frei.
Während bei der beschriebenen Ausführungsform ein Dübel 14 in das Rohr 1 ein
gesetzt wird, ist dies bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform nicht notwen
dig, da dort das Rohr 1 zumindest teilweise mit einem Haltemittel 11 verfüllt ist, in
das die Schraube hineingedreht wird.
Mit einer wie voranstehend beschriebenen Befestigungsvorrichtung ist es auf ein
fache Art und Weise möglich, auch schwere Gegenstände an Hohlmauerwerk und
Hohlwänden bzw. Hohldecken dauerhaft kippstabil festzulegen.
1
Rohr
1
a Wandung
1
b vorderes Ende (bohrungsöffnungnah)
1
c hinteres Ende (bohrungsöffnungfern)
2
Montagebohrung
3
Wand
4
Schlitz
5
Spannelement
6
Boden
7
Spannwerkzeug
8
Scheibe
9
Halteelement (Scheibe)
10
Halteelement (Rohr)
11
Haltemittel
12
Montagemittel
12
a Rand
13
Auffaltung
14
Dübel
15
Stabilisierungsrohr
Claims (18)
1. Befestigungsvorrichtung für die Montage in Hohlmauerwerk und Hohlwänden
bzw. Hohldecken sowie in nachgiebigen Wandbau-/Deckenbaumaterialien,
wie beispielsweise Gasbeton, mit einer in eine Montagebohrung (2) in der
entsprechenden Wand (3) bzw. Decke einsetzbaren Schraubenaufnahme zur
Aufnahme einer Schraube,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schraubenaufnahme als in Längsrichtung mit mindestens zwei
Schlitzen (4) in der Wandung (1a) versehenes Rohr (1) aus einem steifen,
aber plastisch verformbaren Material ausgebildet ist, daß die Schraubenauf
nahme in der in die Montagebohrung (2) eingesetzten Stellung über ein am
bohrungsöffnungfernen Ende (1c) des Rohres (1) angreifendes Spannele
ment (5) in Axialrichtung stauchbar ist und daß im Inneren des Rohres (1)
mindestens ein Haltemittel (11) zum Festlegen der Schraube angeordnet ist.
2. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Haltemittel (11) zum Festlegen der Schraube in dem Rohr (1) ein an sich be
kannter Dübel (14) ist.
3. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Rohr (1) zur Ausbildung des Haltemittels (11) zum Festlegen der Schraube in
dem Rohr (1) zumindest teilweise mit einem Füllmaterial, insbesondere ei
nem Kunststoffmaterial, verfüllt ist.
4. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Haltemittel (11) zum Festlegen der Schraube in dem Rohr (1) aus
einem an sich bekannten Dübel (14) und einer teilweisen Füllung des Rohres
(1) mit einem Füllmaterial, insbesondere einem Kunststoffmaterial, besteht.
5. Befestigungsvorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß das Rohr (1) an dem bohrungsöffnungfernen En
de (1c) geschlossen ausgebildet ist und das Spannelement (5) an einem das
Rohr (1) verschließenden Boden (6) festgelegt ist und über die Montageboh
rung (2) aus dem anderen Ende des Rohres (1) hinausragt.
6. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das
Spannelement (5) derart an dem Boden (6) des Rohres (1) festgelegt ist, daß
es bei einer vorgegebenen Zugkraft vom Boden (6) abreißt.
7. Befestigungsvorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß die in Längsrichtung des Rohres (1) verlaufen
den Schlitze (4) an dem bohrungsöffnungnahen Ende (1b) des Rohres (1) in
der Wandung (1a) des Rohres (1) ausgebildet sind.
8. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
sich die Schlitze (4) bis zum vorderen, in der Öffnung der Montagebohrung
(2) angeordneten Ende (1b) des Rohres (1) erstrecken.
9. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schlitze (4) kurz vor dem vorderen, in der Öffnung der Montageöffnung (2)
angeordneten Ende (1b) des Rohres (1) enden.
10. Befestigungsvorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 9, da
durch gekennzeichnet, daß das vordere Ende (1b) des Rohres (1) mit einer
die Öffnung der Montagebohrung (2) umgebenden und an der Wand (3) bzw.
Decke anliegenden Scheibe (8) versehen ist.
11. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
auf der an der Wand (3) bzw. Decke anliegenden Scheibenseite Halteele
mente (9), insbesondere Rippen oder Dorne, als Verdrehsicherung ausgebil
det sind.
12. Befestigungsvorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß auf der Außenseite des Rohres (1) zumindest
im bohrungsöffnungnahen Bereich Halteelemente (10), insbesondere Rip
pen, als Verdrehsicherung ausgebildet sind.
13. Befestigungsvorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß in das Rohr (1) ein zweites Rohr (15) aus ei
nem im wesentlichen steifen Material zum Stabilisieren während des Stau
chens einsetzbar ist.
14. Befestigungsvorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß auf der Außenseite der Wand (3) bzw. Decke
auf das aus dem Rohr (1) herausragende Spannelement (5) ein als Widerla
ger beim Stauchen des Rohres (1) dienendes Montagemittel (12) aufsetzbar
ist.
15. Befestigungsvorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (1) aus Metall, insbesondere Kupfer
oder Aluminium, oder einem Kunststoffmaterial besteht.
16. Verfahren zur Anbringung einer Befestigungsvorrichtung, insbesondere nach
einem der Ansprüche 1 bis 15, für die Montage in Hohlmauerwerk und Hohl
wänden bzw. Hohldecken sowie in nachgiebigen Wandbau-
/Deckenbaumaterialien, wie beispielsweise Gasbeton, mit einer in eine
Montagebohrung (2) in der entsprechenden Wand (3) bzw. Decke einsetzba
ren Schraubenaufnahme zur Aufnahme einer Schraube,
gekennzeichnet durch
die Arbeitsschritte:
- a) Einsetzen der als Rohr (1) mit in Längsrichtung mindestens zwei Schlitzen (4) in der Wandung (1a) ausgebildeten Schraubenaufnahme in die Montagebohrung und
- b) Stauchen des in der Montagebohrung angeordneten Rohres in Axial richtung des Rohres (1) über ein am bohrungsöffnungfernen Ende (1c) des Rohres (1) angreifendes Spannelement (5) mittels eines Spannwerkzeugs (7), insbesondere einer Spannzange.
17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Ar
beitsschritt b) mindestens ein Haltemittel (11) zum Festlegen der Schraube in
das Rohr (1) eingefügt wird.
18. Verfahren nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem
Arbeitsschritt b) ein zweites Rohr (15) aus einem im wesentlichen steifen
Material in das als Schraubenaufnahme dienende erste Rohr (1) eingesetzt
wird und daß dieses zweite Rohr (15) beim Stauchen des ersten Rohres (1)
im Arbeitsschritt b) durch die Öffnung der Montagebohrung (2) aus dem er
sten Rohr (1) herausgedrückt wird.
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| DE2000110800 DE10010800A1 (de) | 2000-03-08 | 2000-03-08 | Befestigungsvorrichtung für die Montage in Hohlmauerwerk und Hohlwänden bzw. Hohldecken sowie Verfahren zur Anbringung einer Befestigungsvorrichtung |
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| DE2000110800 DE10010800A1 (de) | 2000-03-08 | 2000-03-08 | Befestigungsvorrichtung für die Montage in Hohlmauerwerk und Hohlwänden bzw. Hohldecken sowie Verfahren zur Anbringung einer Befestigungsvorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE10010800A1 true DE10010800A1 (de) | 2001-09-27 |
Family
ID=7633648
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE2000110800 Withdrawn DE10010800A1 (de) | 2000-03-08 | 2000-03-08 | Befestigungsvorrichtung für die Montage in Hohlmauerwerk und Hohlwänden bzw. Hohldecken sowie Verfahren zur Anbringung einer Befestigungsvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10010800A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102009011138A1 (de) * | 2008-11-04 | 2010-05-06 | Spiggo Gmbh | Befestigungsmittel mit Überzugselement |
| CN108691360A (zh) * | 2018-06-28 | 2018-10-23 | 智房科技股份有限公司 | 带芯钢管混凝土钢结构建筑体系及钢结构建筑物 |
Citations (8)
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2000
- 2000-03-08 DE DE2000110800 patent/DE10010800A1/de not_active Withdrawn
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