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DE10009243A1 - Zugglied - Google Patents

Zugglied

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Abstract

Es wird ein Zugglied (1) vorgeschlagen, das sich insbesondere als externes Spannglied oder Schrägseil eignet. Das Zugglied (1) umfasst mindestens ein Zugelement (2), wobei mehrere Zugelemente (2) des Zuggliedes (1) zumindest bereichsweise von einem gemeinsamen Mantel (4) umgeben sind. DOLLAR A Erfindungsgemäß besteht der gemeinsame Mantel (4) zumindest bis zum Abschluss des Vorspannens aus einzelnen, nicht zugfest miteinander verbundenen Abschnitten.

Description

Die Erfindung betrifft ein Zugglied, insbesondere ein externes Spannglied oder Schrägseil, mit mindestens einem Zugelement, wobei mehrere Zugelemente des Zuggliedes zumindest bereichsweise von einem gemeinsamen Mantel umgeben sind. Des weiteren betrifft die Erfindung verschiedene Verfahren zum Herstellen eines solchen Zuggliedes.
Bei den aus der Praxis bekannten Zuggliedern dieser Art werden häufig sogenannte Monolitzen als Zugelemente eingesetzt. Eine Monolitze umfasst mehrere Spann­ stahllitzen, die mit einer gemeinsamen Kunststoffumhüllung versehen sind. Zwischen den Spannstahllitzen und dieser Kunststoffumhüllung befindet sich in der Regel eine auch als Gleitmittel wirkende Korrosionsschicht. Bei den bekannten Zuggliedern ist der die Monolitzen umhüllende gemeinsame Mantel, der auch als Hüllrohr bezeich­ net wird, einstückig ausgebildet und erstreckt sich praktisch über die gesamte Länge des Zuggliedes. Er besteht bevorzugt aus Kunststoff und wird werkseitig hergestellt, bspw. durch Extrudieren, indem der Mantel direkt auf die Zugelemente aufgebracht wird oder ein ein separates Hüllrohr in Form eines durchgehenden unabhängigen Stranges erzeugt wird. Die bekannten Zugglieder werden in der Regel werksseitig in großen Längen kontinuierlich gefertigt und erst später auf die am Einsatzort erforder­ liche Länge abgelängt.
Wie bereits erwähnt weisen die einzelnen Zugelemente des bekannten Zuggliedes jeweils einen Korrosionsschutz in Form einer Kunststoffumhüllungen auf. Der zu­ sätzliche mehrere Zugelemente des Zuggliedes umgebende Mantel dient in erster Linie dem Schutz dieser Umhüllungen gegen Beschädigungen beim Transport, Ein­ bau und auch Vorspannen des Zuggliedes.
Ein solches Zugglied, wie es voranstehend als aus der Praxis bekannt beschrieben ist, ist auch Gegenstand der europäischen Offenlegungsschrift 0 777 020. In dieser Druckschrift werden Maßnahmen beschrieben, die verhindern sollen, dass zwischen den einzelnen Kunststoffumhüllungen der Zugelemente und dem gemeinsamen Mantel eine innige Verbindung entsteht. Dadurch soll gewährleistet werden, dass sich die einzelnen Zugelemente zusammen mit ihren Umhüllungen innerhalb des gemeinsamen Mantels bewegen können, so dass das Zugglied ohne Schwierigkei­ ten auf eine Transporttrommel aufwickelbar ist.
Beim Vorspannen der bekannten Zugglieder ergeben sich in der Praxis Probleme bedingt durch die zwischen den einzelnen Zugelementen und ihren Kunststoffum­ hüllungen sowie dem gemeinsamen Mantel auftretenden Reibungskräfte. Beim Vor­ spannen werden nämlich die die einzelnen Zugelemente vergleichsweise eng um­ schließenden Umhüllungen aufgrund der zwischen den Zugelementen und ihren Umhüllungen wirkenden Haft- bzw. Reibungskräfte mitgedehnt, wenn die Umhüllun­ gen nicht von außen ausreichend festgehalten werden. Die Fixierung der Umhüllun­ gen kann durch Einbetonieren des Zuggliedes erreicht werden, was allerdings dann nicht möglich ist, wenn das Zugglied als externes Spannglied oder als Schrägseil verwendet wird. Externe Spannglieder oder Schrägseile müssen in der Praxis häufig über Umlenkstellen im Bauwerk geführt werden, die beispielsweise in Form von Umlenksätteln realisiert sind. In diesem Falle treten beim Vorspannen zusätzliche Reibungskräfte an den Umlenkstellen auf, die aus den Umlenkkräften resultieren. Diese Reibungskräfte wirken zwischen den Zugelementen und deren Umhüllungen, zwischen den Umhüllungen und dem gemeinsamen Mantel und zwischen dem Mantel und der Umlenkstelle. Von den Verhältnissen der zwischen den einzelnen Reibpartnern auftretenden Reibungskräfte hängt es ab, ob und in welcher Weise sich die Zugelemente, deren Umhüllungen und der gemeinsame Mantel gegenseitig und gegenüber der Umlenkstelle bewegen. Dabei unterscheidet man zwischen der sogenannten "inneren Gleitung" und der sogenannten "äußeren Gleitung".
Im Falle der inneren Gleitung führen allein die Zugelemente einen Dehnweg in Richtung des Spannankers aus, über den die Vorspannung erfolgt, während die Umhüllungen der Zugelemente und der gemeinsame Mantel praktisch unverschieb­ lich gegenüber der Umlenkstelle liegenbleiben. Durch die innerhalb ihrer Umhüllun­ gen gleitenden Zugelemente werden die Innenwandungen der Umhüllungen stark abrasiv beansprucht, insbesondere wenn es sich bei den Zugelementen um Spann­ stahllitzen handelt. Die einzelnen Drähte dieser Spannstahllitzen sind nämlich annä­ hernd punktförmig in ihre Umhüllung eingebettet, so dass die Gefahr des Durchrei­ bens der Umhüllung besteht und damit der Korrosionsschutz der Spannstahllitze gefährdet wird. Des weiteren wird beim Vorspannen der Reibbeiwert µ sehr hoch, der für die Abnahme der Spanngliedkraft infolge von Spanngliedreibung am Umlenk­ sattel maßgeblich ist, wenn an der Umlenkstelle mehrere Zugelemente übereinander angeordnet sind. Dieser maßgebliche Reibbeiwert µ fällt bedeutend höher aus als der für die Reibfuge zwischen Zugelement und seiner Umhüllung geltende Reibbei­ wert. Ein hoher Reibbeiwert µ ist unwirtschaftlich, da dadurch die Vorspannkraftka­ pazität der Vorspannelemente nicht ausgenutzt werden kann.
Im Gegensatz dazu führen im Falle der äußeren Gleitung die Zugelemente, deren Umhüllungen und der gemeinsame Mantel praktisch eine gemeinsame Bewegung in Richtung des Spannankers aus, über den die Vorspannung erfolgt. Dabei treten an den Umlenkstellen und insbesondere auch zwischen den Umlenkstellen in den Um­ hüllungen und dem gemeinsamen Mantel praktisch dieselben Dehnungen auf, wie in den Zugelementen, durch deren Dehnung die angestrebte Vorspannkraft erzielt wird. Eine abrasive Beanspruchung der Umhüllungen durch die jeweiligen Zugelemente tritt nicht auf, da diese Teile keine gegenseitige Relativbewegung erfahren. Als vor­ teilhaft erweist es sich außerdem, dass der beim Vorspannen auftretende und für die Spanngliedreibung an der Umlenkstelle maßgebliche Reibbeiwert µ der Reibbeiwert der Kontaktfuge zwischen dem Mantel und dem Umlenksattel ist. Dieser Reibwert kann gezielt beeinflusst werden, z. B. durch Anordnung geeigneter Gleitmittel. Insge­ samt bietet der Fall der "äußeren Gleitung" in der Baupraxis daher bedeutende Vor­ teile gegenüber dem Fall der "inneren Gleitung".
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Zugglied der hier in Rede stehen­ den Art so auszugestalten und weiterzubilden, dass eine unkontrollierte Beschädi­ gung des bestehenden Korrosionsschutzes beim Vorspannen des Zugglieds mög­ lichst vermieden wird und außerdem auch die beim Vorspannen auftretenden Rei­ bungseffekte aufgrund von innerer Gleitung möglichst minimiert werden.
Das erfindungsgemäße Zugglied löst die voranstehende Aufgabe durch die Merk­ male des Patentanspruches 1. Danach ist das eingangs genannte Zugglied so aus­ gestaltet, dass der gemeinsame Mantel zumindest bis zum Abschluss des Vorspan­ nens aus einzelnen, nicht zugfest miteinander verbundenen Abschnitten besteht.
Es ist zunächst erkannt worden, dass beim Vorspannen eines Zuggliedes in der Re­ gel eine unklare Vermischung von innerer und äußerer Gleitung zwischen den ein­ zelnen Zugelementen, ihren Umhüllungen, dem gemeinsamen Mantel und den Um­ lenkstellen stattfindet. Es ist ferner erkannt worden, dass diese Vermischung von innerer und äußerer Gleitung häufig auf eine hohe Dehnsteifigkeit des gemeinsamen Mantels zurückzuführen ist, so dass sich dieser Mantel durch die auftretenden Rei­ bungskräfte nicht hinreichend dehnen lässt. Erfindungsgemäß wird nun vorgeschla­ gen, den Mantel in Form von mehreren Abschnitten zu realisieren, die nicht zugfest miteinander verbunden sind. Durch diese Maßnahme können die zwischen den ein­ zelnen Zugelementen, ihren Umhüllungen und dem Mantel wirkenden Reibungs­ kräfte gezielt aufgenommen werden, nämlich durch eine Veränderung bzw. Vergrö­ ßerung des Abstandes zwischen den einzelnen Abschnitten des Mantels.
Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten für die Ausgestaltung des gemeinsamen Mantels für die Zugelemente eines erfindungsgemäßen Zuggliedes.
In einer besonders vorteilhaften Variante sind zwischen den einzelnen Abschnitten des gemeinsamen Mantels sogenannte Soll-Rissstellen ausgebildet, an denen der Mantel bei entsprechender Zugbelastung reißt. Dazu könnte die Wanddicke des Mantels im Bereich der Soll-Rissstellen geschwächt sein, beispielsweise durch ent­ sprechende Nuten oder Kerben oder aber auch durch eine Art Perforation.
Eine andere Möglichkeit für die Realisierung eines abschnittsweise aufgebauten ge­ meinsamen Mantels für die Zugelemente eines erfindungsgemäßen Zuggliedes be­ steht darin, die einzelnen Abschnitte des Mantels durch Trennfugen voneinander zu separieren, die sich beim Vorspannen des Zuggliedes entsprechend vergrößern.
Besonders vorteilhaft im Hinblick auf einen optimalen Korrosionsschutz der Zugele­ mente ist es, wenn die Soll-Rissstellen bzw. die Trennfugen durch Teleskoprohre überdeckt werden oder auch durch als Faltenbalg ausgebildete Rohrstücke.
Je nach Typ und Einsatzart des erfindungsgemäßen Zuggliedes gibt es verschie­ dene Möglichkeiten der Herstellung eines solchen Zuggliedes.
Wie bereits erwähnt, kann der gemeinsame Mantel für die Zugelemente des Zuggliedes über die gesamte Fertigungslänge kontinuierlich und gleichmäßig auf die Zugelemente aufgebracht werden, was bei Kunststoffmänteln in der Regel in einem Extrudiervorgang erfolgt. In diesem Zusammenhang erweist es sich als vorteilhaft, den Mantel erst anschließend durch Erzeugen von entsprechenden Soll-Rissstellen oder Trennfugen in einzelne Abschnitte aufzuteilen. Diese Aufteilung kann entweder vor dem Einbau des Zuggliedes in ein Bauwerk erfolgen oder auch erst nach dem Einbau bzw. nach einem ersten Vorspannen zum Straffen des Zuggliedes. Eine an­ dere Möglichkeit besteht darin, den Mantel schon abschnittsweise herzustellen, also den gemeinsamen Mantel für die Zugelemente in einzelnen, voneinander getrennten Abschnitten auf die Zugelemente aufzubringen.
Ebenfalls bereits erwähnt wurde die Möglichkeit, den Mantel in Form eines Hüllroh­ res unabhängig von den Zugelementen herzustellen und diese erst nachträglich in den Mantel einzuführen. In diesem Falle kann die Aufteilung des gemeinsamen Mantels in einzelne Abschnitte entweder vor dem Einführen der Zugelemente oder aber auch nach dem Einführen der Zugelemente in den gemeinsamen Mantel erfol­ gen. Je nach Anwendungsfall kann es entweder sinnvoll sein, die Zugelemente vor dem Einbau des Zuggliedes in ein Bauwerk in den gemeinsamen Mantel einzubrin­ gen oder aber auch erst nachdem der gemeinsame Mantel in das Bauwerk einge­ baut worden ist.
Grundsätzlich gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfin­ dung in vorteilhafter Weise auszugestalten und weiterzubilden. Dazu ist einerseits auf die Patentansprüche und andererseits auch auf die nachfolgende Erläuterung von Ausführungsbeispielen der Erfindung anhand der Zeichnungen zu verweisen. In den Zeichnungen zeigt
Fig. 1 den Längsschnitt durch ein erfindungsgemäßes Zugglied, das über zwei Umlenkstellen geführt ist,
Fig. 2 den Querschnitt durch das in Fig. 1 dargestellte Zugglied,
Fig. 3 den Längsschnitt durch ein weiteres über eine Umlenkstelle geführtes erfindungsgemäßes Zugglied,
Fig. 4 den Querschnitt durch das in Fig. 3 dargestellte Zugglied und
Fig. 5 den Verankerungsbereich eines erfindungsgemäßen Zuggliedes.
Beim dem in den Fig. 1 und 2 dargestellten Zugglied handelt es sich um ein Spannglied 1, das über zwei Umlenkstellen in Form von Umlenksätteln 5 und 6 ge­ führt ist. Die beiden Umlenkstellen sind in der Praxis mehrere Meter voneinander beabstandet. In Fig. 5 ist der Verankerungsbereich eines solchen Spanngliedes 1 dargestellt. In dem in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel umfasst das Spannglied 1 acht Zugelemente 2, die jeweils in Form einer siebendrähtigen Spannstahllitze mit einer Umhüllung 3 realisiert sind. Jeweils vier Zugelemente 2 sind zu einem Vorspannelement 7 mit einem gemeinsamen Mantel 4 zusammenge­ fasst. Sowohl die einzelnen Umhüllungen 3 der Zugelemente 2 als auch die Mäntel 4 der einzelnen Vorspannelemente 7 sind aus Kunststoff gebildet und werksseitig, bspw. durch Extrudieren, auf die Zugelemente 2 aufgebracht.
Der Kontaktbereich zwischen den Umlenkstellen und dem Mantel 4 muss so gestal­ tet sein, dass eine geringe Reibung zwischen den Umlenkstellen und dem Mantel 4 vorliegt. Dazu ist eine Gleitschicht 12 zwischen den Umlenksätteln 5 und 6 und dem Mantel 4 angeordnet. Diese Gleitschicht 12 ist hier in Form einer Folie 11 mit zusätz­ licher Schmierung realisiert.
Der Mantel 4 besteht erfindungsgemäß aus nicht zugfest miteinander verbundenen Abschnitten, indem er Trennfugen 8, 9 und 10 aufweist. Diese Trennfugen 8, 9 und 10 können vor dem Vorspannen, ggf. nach Aufbringen einer geringen zum Straffen des Spanngliedes 1 ausreichenden Vorspannkraft hergestellt werden. Während des Vorspannens werden die Zugelemente 2, aber auch die Umhüllungen 3 infolge der zwischen jedem Zugelement 2 und seiner zugehörigen Umhüllung 3 auftretenden Reibung, gedehnt. Infolge der zwischen den Umhüllungen 3 und den Mänteln 4 ins­ besondere an den Umlenksätteln 5 und 6 auftretenden Reibungskräfte werden die Mäntel 4 in Richtung des Spannankers verschoben, über den die Vorspannung auf­ gebracht wird. Dabei vergrößert sich der Abstand zwischen den zusammengehöri­ gen Ufern 8a und 8b der Trennfuge 8. Das gleiche gilt für die Ufer 9a und 9b der Trennfuge 9 und für die Ufer 10a und 10b der Trennfuge 10. Am Spannanker wird durch geeignete Maßnahmen dafür gesorgt, dass die Bewegung der Umhüllungen 3 und der Mäntel 4 ohne Behinderung aufgenommen werden können.
Bei dem in den Fig. 3 und 4 dargestellten Ausführungsbeispiel ist ein erfindungsge­ mäßes Zugglied, das hier ebenfalls als Spannglied 13 dient, lediglich über einen Umlenksattel 15 geführt. Genauso wie im Falle des in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiels besteht das Spannglied 13 auch hier wieder aus sogenannten Monolitzen, die die einzelnen Zugelemente 2 des Spanngliedes bilden und jeweils mit einer Umhüllung 3 versehen sind. Allerdings sind die Zugelemente 2 hier in einem als gemeinsamer Mantel dienenden Hüllrohr 14 geführt. Im hier dargestellten Fall werden die Zugelemente 2 und damit auch ihre Umhüllungen 3 infolge der beim Vorspannen auftretenden Umlenkkraft an der Umlenkstelle gegen die Innenfläche 20 des Hüllrohres 14 gepresst, wobei dieses Hüllrohr 14 wiederum gegen die Kontakt­ fläche 16 des Umlenksattels 15 gepresst wird. Die Kontaktfläche 16 des Umlenksat­ tels 15 ist auch hier so gestaltet, dass das Hüllrohr 14 mit möglichst geringer Rei­ bung über den Umlenksattel 15 gleiten kann. Dazu kann auch hier eine Gleitschicht 17, wie in Verbindung mit der Fig. 1 erläutert, angeordnet sein.
Die äußere Gleitung wird im hier dargestellten Ausführungsbeispiel ebenfalls mit Hilfe von Trennfugen 18 und 19 im Hüllrohr 14 gezielt sichergestellt. Die Reibung im Bereich des Umlenksattels 15 wird mit Hilfe von geeigneten Gleitmitteln zwischen dem Hüllrohr 14 und dem Umlenksattel 15 geringer gehalten als die Reibung zwi­ schen den Umhüllungen 3 und dem Hüllrohr 14 und auch als die Reibung zwischen den Zugelementen 2 und deren jeweils zugehöriger Umhüllung 3, selbst wenn zwi­ schen den Zugelementen 2 und deren Umhüllungen 3 ein Korrosionsschutzfett an­ geordnet ist, das auch als Gleitmittel wirkt. Aufgrund der damit vorliegenden klaren Verhältnisse der wirkenden Reibungskräfte tritt beim Vorspannen zwischen den Zug­ elementen 2 und deren Umhüllungen 3, aber auch zwischen den Umhüllungen 3 und dem Hüllrohr 14 keine gegenseitige Verschiebung auf. Die Zugelemente 2 mit ihren Umhüllungen 3 und das gemeinsame Hüllrohr 14 vollführen vielmehr eine gemein­ same Bewegung in Richtung Spannanker, wobei das Hüllrohr 14 auf der Gleitschicht 17 über den Umlenksattel 15 gleitet. Es findet hier also genauso wie im Falle des in den Fig. 1 und 2 dargestellten Spanngliedtyps eine äußere Gleitung statt.

Claims (20)

1. Zugglied, insbesondere externes Spannglied oder Schrägseil, mit mindestens einem Zugelement (2), wobei mehrere Zugelemente (2) des Zuggliedes (1) zumin­ dest bereichsweise von einem gemeinsamen Mantel (4) umgeben sind, dadurch gekennzeichnet, dass der gemeinsame Mantel (4) zumin­ destens bis zum Abschluss des Vorspannens aus einzelnen, nicht zugfest miteinan­ der verbundenen Abschnitten besteht.
2. Zugglied nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den ein­ zelnen Abschnitten des gemeinsamen Mantels (4) Soll-Rissstellen ausgebildet sind, an denen der Mantel (4) bei entsprechender Zugbelastung reißt.
3. Zugglied nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Wanddicke des Mantels (4) im Bereich der Soll-Rissstellen geschwächt ist.
4. Zugglied nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel (4) im Bereich der Soll-Rissstellen Nuten oder Kerben aufweist.
5. Zugglied nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel (4) im Bereich der Soll-Rissstellen perforiert ist.
6. Zugglied nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Ab­ schnitte des Mantels (4) durch Trennfugen (8, 9, 10) voneinander separiert sind.
7. Zugglied nach einem der Ansprüche 2 bis 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Soll-Rissstellen bzw. die Trennfugen (8, 9, 10) durch Teleskoprohre über­ deckt werden.
8. Zugglied nach einem der Ansprüche 2 bis 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Soll-Rissstellen bzw. die Trennfugen (8, 9, 10) durch als Faltenbalg ausge­ bildete Rohrstücke überdeckt werden.
9. Zugglied nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Zugelement (2) eine eigene Umhüllung (3) aufweist.
10. Verfahren zum Herstellen eines Zuggliedes nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der gemeinsame Mantel (4) über die gesamte Ferti­ gungslänge kontinuierlich und gleichmäßig auf die Zugelemente (2) aufgebracht wird und erst anschließend durch Erzeugen von Soll-Rissstellen oder Einbringen von Trennfugen (8, 9, 10) in einzelne Abschnitte aufgeteilt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufteilung des gemeinsamen Mantels (4) in einzelne Abschnitte vor dem Einbau des Zugglieds (1) in ein Bauwerk erfolgt.
12. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufteilung des gemeinsamen Mantels (4) in einzelne Abschnitte nach dem Einbau des Zugglieds (1) in ein Bauwerk erfolgt.
13. Verfahren zum Herstellen eines Zugglieds nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, dass der gemeinsame Mantel (4) in einzelnen von einander getrennten Ab­ schnitten auf die Zugelemente (2) aufgebracht wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der gemeinsame Mantel (4) durch Extrudieren auf die Zugelemente (2) aufge­ bracht wird.
15. Verfahren zum Herstellen eines Zuggliedes nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der gemeinsame Mantel (14) über die gesamte Fer­ tigungslänge unabhängig von den Zugelementen (2) hergestellt wird, die Zugele­ mente (2) einzeln oder als Bündel in den bestehenden Mantel (14) eingebracht wer­ den und der Mantel (14) durch Erzeugen von Soll-Rissstellen oder Einbringen von Trennfugen (18, 19) in einzelne Abschnitte aufgeteilt wird.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufteilung des gemeinsamen Mantels (14) in einzelne Abschnitte vor dem Einbringen der Zug­ elemente (2) in den gemeinsamen Mantel (14) erfolgt.
17. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufteilung des gemeinsamen Mantels (14) in einzelne Abschnitte nach dem Einbringen der Zugelemente (2) in den gemeinsamen Mantel (14) erfolgt.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugelemente (2) vor dem Einbau des Zugglieds (1) in ein Bauwerk in den gemeinsamen Mantel (14) eingebracht werden.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugelemente (2) in den gemeinsamen Mantel (14) eingebracht werden, nachdem der gemeinsame Mantel (14) in ein Bauwerk eingebaut worden ist.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass beim Einbau des Zugglieds (1) in ein Bauwerk an Umlenkstellen (5, 6) eine Gleitschicht (12) zwischen dem Mantel (4) und dem Bauwerk angeordnet wird.
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