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DE10008078A1 - Vorrichtung zum Aufstellen von Krücken - Google Patents

Vorrichtung zum Aufstellen von Krücken

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DE10008078A1
DE10008078A1 DE2000108078 DE10008078A DE10008078A1 DE 10008078 A1 DE10008078 A1 DE 10008078A1 DE 2000108078 DE2000108078 DE 2000108078 DE 10008078 A DE10008078 A DE 10008078A DE 10008078 A1 DE10008078 A1 DE 10008078A1
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Abstract

Gezeigt wird eine Anordnung von Teilen, mit denen ein Krückenpaar zu einem Dreibein ausgebaut werden kann. Dafür sind eine Verbindung der Krücken (1) untereinander in ihrem Griffteil (3) und eine ausstellbare Stütze (6) an einer Krücke (1) vorgesehen. Die Krücken (1) und die Stütze (6) bilden zusammen ein standfestes Dreibein, welches noch zusätzliche Nutzungen ermöglicht. So kann es z. B. dem Patienten als Ablage für Kleidungsstücke oder einer Tasche dienen. Darüber kann es noch mit einer Stützfläche (16) ausgestattet werden, die das Hochlegen eines Beines ermöglicht.

Description

Viele Behinderte oder Verletzte sind auf Krücken angewiesen. Sie brauchen diese Hilfen in ihrer Reichweite, auch dann, wenn sie momentan nicht benötigt werden, d. h. die Krücken müssen immer zum Greifen nahe abgestellt sein.
Krücken haben sehr kleine Fußflächen, einen hochliegenden Schwerpunkt und keinerlei gerade Kanten oder Flächen, die ein einfaches Anlehnen an einer senkrechten Fläche ermöglichen würde. Aufgrund dieser Eigenschaften ist es nicht einfach, Krücken abzustellen. Um sie irgendwo anzulehnen, ist immer ein Element nötig, wie z. B. ein Vorsprung oder eine Ecke, um eine zuverlässige, aufrechte Stellung zu ermöglichen.
Die DE 195 43 938, DE 910 49 83 U und die DE 35 30 387 zeigen, wie diese Schwierigkeit überwunden werden kann. Alle drei Schriften zeigen, dass zwei Krücken, die miteinander verbunden sind, problemlos angelehnt werden können. Die Verbindungen werden über zusätzliche Teile vorgenommen. Dabei werden die Krücken in etwa parallel zueinander, oder über Kreuz gestellt.
Ein freies Abstellen irgendwo im Raum, z. B. neben einem Stuhl in einem Wartezimmer, ist damit nicht möglich.
Dies löst die FR 2 764 963 mit einer im unteren Bereich der Krücke, ausklappbaren Stütze, mit deren Hilfe die Krücke zum Dreibein wird und so ohne weitere Hilfsmittel frei stehen kann.
Der Benutzer von zwei Krücken braucht diese Stütze für jede Krücke. Dies bedeutet zweimal Aufwand und zweimal Zusatzgewicht.
Dieser Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit möglichst wenigen Teilen zwei Krücken so auszurüsten, dass sie ohne weitere Hilfsmittel etwa aufrecht gestellt werden können.
Gelöst wird dies mit einer Verbindung der Krücken (1) untereinander in ihrem Griffteil (3) und einer ausstellbaren Stütze (6) an einer Krücke (1). Die Krücken (1) und die Stütze (6) bilden zusammen ein standfestes Dreibein, welches noch zusätzlichen Nutzungen ermöglicht. So kann es z. B. dem Patienten als Ablage für Kleidungsstücke oder eine Tasche dienen. Darüber hinaus kann es mit einer Stützfläche (16) ausgestattet werden, die das Hochlegen eines Beines ermöglicht.
Die Krücken sind an den Stirnseiten (5) der Handgriffe (4) lösbar miteinander verbunden. Dazu weist der eine Griff eine Aussparung (7) auf, der andere einen überstehenden Zapfen (8) der mit der Form der Aussparung (7) korrespondiert und in die Aussparung (7) eingesteckt werden kann. Durch ein kleines Übermaß des Zapfens (8), also einem leichten Presssitz, oder durch Rastmittel (9) ergibt sich eine zuverlässige Verbindung. Die Aussparung (7) und der Zapfen (8) können einstückig mit den Handgriffen (4) hergestellt sein. Eine andere Ausführungsform weist an beiden Handgriffen (4) die gleichen Aussparungen (7) auf. Hier ist der Zapfen (8) als zusätzliches Teil dann so geformt, dass er in eine Aussparung (7) unlösbar eingepresst oder gesteckt ist. Mit der anderen Aussparung (7) kann er lösbar zusammengesteckt werden. Günstig ist es, wenn die Aussparung (7) so geformt ist, dass der Zapfen (8) mindestens in einer Position verdrehsicher gehalten ist.
Eine Krücke (1) ist in der Nähe des Handgriffes (4) mit einem Lager (10) für die Stütze (6) ausgestattet. Das Lager (10) ermöglicht die Ausstellbewegung der Stütze (6). Es kann einen Anschlag (13) zur Begrenzung des Ausstellwinkels (14) erhalten. Ebenso können am Lager (10) Rasteinrichtungen (12) vorgesehen sein. Damit wird die Stütze (6) in ausgestellter Position gehalten, oder in einer etwa parallelen Position zum Stockteil (2) der Krücke (1) gehalten, wenn sie nicht genutzt wird.
Einen andere vorteilhafte Begrenzung der Ausstellbewegung ergibt sich durch ein Band (15), das einerseits arm Stockteil (2) der Krücke (1) und andererseits an der Stütze (6) befestigt ist. Bei nicht benutzter Stütze (6) hängt das Band (15) als Schlaufe nach unten. Bei ausgestellter Stütze (6) ist das Band (15) automatisch gestrafft und etwa in horizontaler Lage. Die Stütze (6) kann auch wirkungsvoll in ihrer ausgestellten Position durch eine Sperrklinke (19) gehalten sein. Die Sperrklinke (19) ist an der. Stütze (6) oder dem Stockteil (2) der Krücke (1) beweglich so angebracht, dass sie sich bei ausgestellter Stütze (6) selbsttätig zwischen Stütze (6) und Stockteil (2) stellt und so ein zufälliges Zurückstellen der Stütze (6) verhindert. Um die Stütze (6), solange sie nicht benutzt wird nahe beim Stockteil (2) zu halten, kann anstelle der Rasteinrichtung (12) am Lager (10) auch eine Rastaufnahme (17) am Stockteil (2) vorgesehen sein, wobei die Rastaufnahme (17) zweckmäßigerweise zusammen mit dem Gummifuß der Krücke (1) aus einem Stück gefertigt ist.
Anstelle eines angebauten Lagers (10), kann das Lager (10) an die Stütze (6) praktisch ohne zusätzlichen Aufwand zusammen mit dem Griffteil (3) als ein Stück hergestellt sein. Die Richtung der Achse des Lagers (10) ist so gewählt, dass die ausgestellte Stütze (6) zusammen mit den Krücken (1) ein Dreibein bildet. Dies ist z. B. erreicht mit einer um ca. 45° gegenüber den Handgriffen (4) gedrehten Achse.
An den Griffteilen (3) sind hakenförmige Vorsprünge (18) angebracht. Sie sind vorzugsweise zusammen mit den Griffteilen (3) als jeweils ein Stück hergestellt. Mit Hilfe dieser Haken kann dann dem Dreibein zwischen den Krücken (1) eine Stützfläche (16) eingehängt werden, das als Stütze für ein hochgelegtes Bein dient. Mit der Länge der Stützfläche (16) kann bestimmt werden, wie weit es durchhängt, bzw. wie hoch die Stütze ist.
Für Krücken (1) mit einstellbarer Länge kann es zweckmäßig sein, auch die Länge der Stütze (6) einstellbar zu machen, z. B. wie bei der Krücke (1) selbst, durch teleskopartig ineinander verschiebbare Teile.
Bezugszeichenliste
1
Krücken
Fig.
1
2
Stockteil
Fig.
1
3
Griffteil
Fig.
1
4
Handgriff
Fig.
1
5
Stirnseite
Fig.
2
6
Stütze
Fig.
1
7
Aussparung
Fig.
2
8
Zapfen
Fig.
2
9
Rastmittel
Fig.
2
10
Lager
Fig.
1
11
Achse
Fig.
2
12
Rasteinrichtung
Fig.
3
13
Anschlag
Fig.
1/3
14
Ausstellwinkel
Fig.
1
15
Band
Fig.
1
16
Stützfläche
Fig.
1
17
Rastaufnahme
Fig.
1
18
Vorsprung
Fig.
3
19
Sperrklinke
Fig.
1

Claims (17)

1. Krückenpaar (1), dadurch gekennzeichnet,
dass die Krücken (1) an den Stirnseiten (5) ihrer Handgriffe (4) lösbar miteinander verbunden sind und,
dass eine der Krücken (1) mit einer ausstellbaren Stütze (6) versehen ist.
2. Wie unter 1., jedoch dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung der Griffe mittels einer Aussparung (7) in dem einen Handgriff (4) und einem Zapfen (8) am anderen Handgriff (4) erfolgt.
3. Wie unter 2., jedoch dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (7) und der Zapfen (8) mit dem jeweils zugehörenden Handgriff (4) als ein Stück gefertigt sind.
4. Wie unter 2., jedoch dadurch gekennzeichnet,
dass beide Handgriffe (4) gleiche Aussparungen (7) aufweisen und,
dass der Zapfen (8) in eine der Aussparungen (7) eingebaut ist.
5. Wie unter 1 bis 4, jedoch dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (7) und der Zapfen (8) so geformt sind, dass zumindest in einer Position die Verbindung verdrehsicher ist.
6. Wie unter 1 bis 5, jedoch dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen Aussparung (7) und Zapfen (8) durch Rastmittel (9) oder einem Presssitz gesichert ist.
7. Wie unter 1. bis 6., jedoch dadurch gekennzeichnet,
dass die Stütze (6) mit der Krücke (1) über ein Lager (10) verbunden ist und,
dass dieses Lager (10) in der Nähe des Handgriffes (4) angebracht ist.
8. Wie unter 7., jedoch dadurch gekennzeichnet, dass die Lager (10) zusammen mit dem Griffteil (3) als ein Stück hergestellt ist.
9. Wie unter 1. bis 7., jedoch dadurch gekennzeichnet, dass die Achse des Lagers (10) gegenüber dem Handgriff (4) um ca. 45° verdreht angeordnet ist.
10. Wie unter 1. bis 9. jedoch dadurch gekennzeichnet, dass das Lager (10) Rasteinrichtungen (12) aufweist, welche die Stütze (6) in ausgestellter Position und/oder in einer etwa parallelen Position zum Stockteil (2) der Krücke (1) halten kann.
11. Wie unter 1. bis 9., jedoch dadurch gekennzeichnet, dass die Stütze (6) in ausgestellter Position durch eine Sperrklinke (19) gehalten ist.
12. Wie unter 1. bis 11., jedoch dadurch gekennzeichnet, dass die Stütze (6) mittels einer Rastaufnahme (17) in einer etwa parallelen Position zum Stockteil (2) der Krücke (1) gehalten ist.
13. Wie unter 12, jedoch dadurch gekennzeichnet, dass die Rastaufnahme (17) Teil des Gummifußes der Krücke (1) ist.
14. Wie unter 1. bis 13., jedoch dadurch gekennzeichnet, dass das Lager (10) einen Anschlag zur Begrenzung des Ausstellwinkels (14) aufweist.
15. Wie unter 1. bis 13., jedoch dadurch gekennzeichnet, dass der Ausstellwinkel (14) durch ein Band (15) begrenzt ist.
16. Wie unter 1. bis 15., jedoch dadurch gekennzeichnet,
dass an den Griffteilen (3) hakenförmige Vorsprünge (18) angebracht sind und
dass an diesen Vorsprüngen (18) beim Dreibein zwischen den Krücken (1) eine Stützfläche (16) eingehängt ist.
17. Wie unter 16., jedoch dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der Stützfläche (16) einstellbar ist.
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