DE10008048C2 - Überwachungssystem für den Atemschutz - Google Patents
Überwachungssystem für den AtemschutzInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein hochsicheres Überwachungssystem für den
Atemschutz, wobei der Gasfülldruck von den Atemschutzgeräten
telemetrisch übertragen wird, ferner die persönlichen Daten aller
Atemschutzgeräteträger über maschinell lesbare Datenträger ermittelt
werden.
Aus der DE 198 18 377 A1, der WO 92/06889, der US 4 999 606 und DE 198 22 412 A1
sind Systeme bekannt, bei denen der Gasfülldruck der
Atemschutzgeräte telemetrisch an ein einzelnes Empfangsteil
übersendet wird. Hierbei erfolgt die Übertragung allerdings nur
unidirektional in einer Richtung. Rückmeldungen eines oder mehrerer
voneinander unabhängiger Empfangsteile, welche den erfolgreichen
Empfang der Daten bestätigen und auch untereinander kommunizieren,
also bidirektionaler vernetzter Datenverkehr, sind nach dem Stand
der Technik nicht offenbart.
Weiterhin ist aus der DE 196 49 153 A1 ein mikroprozessorgesteuertes
Überwachungsgerät für zeitbegrenzte Tätigkeiten bekannt, welches
über eine Lesevorrichtung verfügt, die auf maschinell lesbaren
Datenträgern gespeicherte persönliche Daten erkennen kann. Der
Nachteil hierbei ist, daß zum Erkennen einer Person das gesamte
Überwachungsgerät durch zusätzliches Personal bis an die Person
herangeführt werden muß, damit ein automatischer Lesevorgang
stattfinden kann. Die Person muß dazu im Nahbereich erreichbar sein,
außerdem können Bedienungsfehler auftreten oder die Prozedur einfach
vergessen werden. Weil der Atemschutzgeräteträger und die Nummer des
Atemschutzgerätes nicht zwingend gemeinsam erfaßt werden, können
versehentlich Daten mit anderen Truppteilnehmern vertauscht werden.
Ein weiterer Nachteil ist der zusätzliche Zeitaufwand dieses
Vorganges, so daß diese Lösung für eine Atemschutzüberwachung im
Feuerwehreinsatz, wo enormer Streß und Zeitmangel herrschen, nicht
effektiv genug ist.
Aufgabe der Erfindung ist darum, ein hochsicheres Überwachungssystem
für den Atemschutz zu schaffen, welches zur Erhöhung der Sicherheit
mit telemetrisch rückbestätigten Daten arbeitet und die einzelnen
Systemkomponenten untereinander telemetrisch kommunizieren und wobei
die Personen allein durch das Anlegen der Atemschutzgeräte
vollautomatisch erfaßt werden. Diese Aufgabe wird mit einem im
Hauptanspruch 1 beschriebenen hochsicheren Überwachungssystem für
den Atemschutz gelöst. Weiterbildungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen aufgeführt.
Als Lösung sind an den Einsatzjacken aller Atemschutzgeräteträger
maschinell lesbare Datenträger für persönliche Daten angebracht.
Weiterhin verfügt jedes Atemschutzgerät über eine eigene Elektronik
mit Sender, Empfänger und Lesevorrichtung. Die Elektronik ist so
angebracht, daß sie im angelegten Zustand des Atemschutzgerätes den
maschinell lesbaren Datenträger an der Einsatzjacke erreicht und ihn
automatisch einließt.
Danach werden diese so gewonnenen persönlichen Daten, die
Gerätedaten des Atemschutzgerätes, die Fülldruckdaten und optional
weitere Sonderdaten von der Elektronik mittels Sender telemetrisch
regelmäßig an alle im Einsatz beteiligten Basisstationen und
gegebenenfalls mobilen Repeater übertragen, bis mindestens eine
Basisstation jeweils den Erhalt der Daten telemetrisch an den
Empfänger der Elektronik quittiert.
Alle im Einsatz befindlichen Basisstationen kommunizieren mit ihren
Empfängern und Sendern regelmäßig untereinander, um sich gegenseitig
alle neuen Einsatzparameter mitzuteilen. Auf diese Weise entsteht
ein intelligentes Netzwerk, wodurch zur Überbrückung von
Funklöchern, Interferenzen, Funkschatten, Funkstörungen oder hohen
Dämpfungen die telemetrische Verbindung zu nur einer Basisstation
ausreicht und trotzdem an allen Basisstationen die Überwachung von
allen eingesetzten Atemschutzgeräteträgern möglich ist. Zur
Vermeidung von Fehlbedienungen und zur Zeitersparnis während des
gesamten Einsatzes entfallen manuelle Eingaben durch das Personal.
Als maschinell lesbare Datenträger werden Strichcodeetiketten,
Lochkarten, Magnetkarten oder vorzugsweise Transponder in Form von
Chips, Kabseln oder Karten eingesetzt. Dazu sind an den
Einsatzjacken kleine Taschen angenäht, welche vorzugsweise eine
Transponderkarte im Scheckkartenformat aufnehmen können und optional
mit Knöpfen oder einem Klett zu verschließen sind. Die Anordnung der
Transponder erfolgt vorzugsweise im Nackenbereich, zwischen den
Schulterblättern oder im Nierenbereich, um möglichst nahe an die
Rückentrageschale des Atemschutzgerätes und somit an die
Lesevorrichtung der Elektronik heranzureichen.
Die Elektronik ist so an dem Atemschutzgerät befestigt, daß sie die
Druckgasbehälter mit speziellen Wärmeleitflächen berührt, um die
Kälte, die beim Expandieren des Gases entsteht, zur Kompensation der
enormen Umlufttemperaturen bei Gebäudebränden zu nutzen.
Die am Atemschutzgerät befindliche Elektronik enthält elektrische
Codierschalter, an denen als Gerätedaten die spezifische Nummer des
Atemschutzgerätes oder weitere Informationen eingestellt werden
können.
Mit einer Druckmeßvorrichtung am Gasdruckbehälter werden die
Fülldruckdaten ermittelt und als elektrisches Signal an die
Elektronik des Atemschutzgerätes übergeben.
Die am Atemschutzgerät angebrachte Elektronik schaltet nach Öffnen
des Ventils mit Hilfe eines geeigneten Druckschalters automatisch
ein und gibt so lange einen optischen und akustischen Warnalarm ab,
bis das Atemschutzgerät angelegt ist, die persönlichen Daten des
Atemschutzgeräteträgers vollständig eingelesen sind und mindestens
eine Basisstation den Erhalt des gesamten Datensatzes telemetrisch
quittiert. Danach signalisiert die Elektronik am Atemschutzgerät
optisch, falls auch der Ladezustand der Batterien in Ordnung ist,
die Einsatzbereitschaft.
Die Basisstation verfügt neben einem Sender und einem Empfänger über
ein Display, eine Tastatur, eine optische Warnvorrichtung, eine
akustische Warnvorrichtung und über eine Datenschnittstelle und wird
vorzugsweise außerhalb des Gefahrenbereichs bei den Fahrzeugen oder
im Einsatzleitwagen verwendet.
Die am Atemschutzgerät angebrachte Elektronik nimmt mit ihrem
Empfänger die Daten anderer Atemschutzgeräte auf und sendet sie mit
dem eigenen Sender erneut aus. Das Atemschutzgerät arbeitet also als
Repeater, um telemetrische Verbindungsstörungen, wie sie besonders
in Kellern, Tunneln oder anderen Stahlbetonkonstruktionen öfter
vorkommen, zu verringern.
Eine weitere Maßnahme zur Erhöhung der Sicherheit ist die Verwendung
von mobilen Repeatern. Diese enthalten einen Empfänger, einen
Sender, einen Lichtblitzer und einen akustischen Alarmgeber in einem
robusten hitzebestädigen Gehäuse. Die mobilen Repeater werden im
Einsatz von den Atemschutzgeräteträgern an verschiedenen, markanten
Stellen im Einsatzobjekt zurückgelassen. Ihre Aufgabe ist es zum
einen, empfangene Telemetriedaten verstärkt wieder aussenden und so
die Qualität der Telemetriestrecke zu verbessern. Die zweite Aufgabe
besteht darin, permanent optische und akustische Signale für die
Atemschutzgeräteträger zur besseren Orientierung in den meist stark
verrauchten Räumen auszusenden und Flucht- und Rückwege zu
markieren. Wenn das Feuer bekämpft ist, können die mobilen Repeater
wieder eingesammelt werden.
Claims (10)
1. Hochsicheres Überwachungssystem für den Atemschutz, wobei der
Gasfülldruck von den Atemschutzgeräten telemetrisch übertragen wird,
ferner die persönlichen Daten aller Atemschutzgeräteträger über
maschinell lesbare Datenträger ermittelt werden
dadurch gekennzeichnet,
daß an den Einsatzjacken aller Atemschutzgeräteträger maschinell
lesbare Datenträger für persönliche Daten angebracht sind, weiterhin
jedes Atemschutzgerät über eine eigene Elektronik mit Sender,
Empfänger und Lesevorrichtung verfügt und die Elektronik so
angebracht ist, daß sie im angelegten Zustand des Atemschutzgerätes
den maschinell lesbaren Datenträger an der Einsatzjacke erreicht und
ihn automatisch einließt, danach diese so gewonnenen persönlichen
Daten, die Gerätedaten des Atemschutzgerätes, die Fülldruckdaten und
optional weitere Sonderdaten von der Elektronik mittels Sender
telemetrisch regelmäßig an alle im Einsatz beteiligten
Basisstationen und gegebenenfalls mobilen Repeater übertragen
werden, bis mindestens eine Basisstation jeweils den Erhalt der
Daten telemetrisch an den Empfänger der Elektronik quittiert,
weiterhin alle im Einsatz befindlichen Basisstationen mit ihren
Empfängern und Sendern regelmäßig untereinander vernetzt
kommunizieren, um sich gegenseitig alle neuen Einsatzparameter
mitzuteilen, wodurch zur Überbrückung von Funklöchern,
Interferenzen, Funkschatten, Funkstörungen oder hohen Dämpfungen die
telemetrische Verbindung zu nur einer Basisstation ausreicht und
trotzdem an allen Basisstationen die Überwachung von allen
eingesetzten Atemschutzgeräteträgern möglich ist.
2. Hochsicheres Überwachungssystem für den Atemschutz, nach Anspruch
1,
dadurch gekennzeichnet,
daß als maschinell lesbare Datenträger Strichcodeetiketten,
Lochkarten, Magnetkarten oder vorzugsweise Transponder in Form von
Chips, Kabseln oder Karten eingesetzt werden.
3. Hochsicheres Überwachungssystem für den Atemschutz, nach Anspruch
1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß an den Einsatzjacken kleine Taschen angenäht sind, welche
vorzugsweise eine Transponderkarte im Scheckkartenformat aufnehmen
können, optional mit Knöpfen oder einem Klett zu verschließen sind
und sich vorzugsweise im Nackenbereich, zwischen den
Schulterblättern oder im Nierenbereich befinden, um möglichst nahe
an die Rückentrageschale des Atemschutzgerätes und somit an die
Lesevorrichtung der Elektronik heranzureichen.
4. Hochsicheres Überwachungssystem für den Atemschutz, nach Anspruch
1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Elektronik so an dem Atemschutzgerät befestigt ist, daß sie
die Druckgasbehälter mit speziellen Wärmeleitflächen berührt, um
die Kälte, die beim Expandieren des Gases entsteht, zur Kompensation
der enormen Umlufttemperaturen bei Gebäudebränden zu nutzen.
5. Hochsicheres Überwachungssystem für den Atemschutz, nach Anspruch
1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die am Atemschutzgerät befindliche Elektronik elektrische
Codierschalter enthält, an denen als Gerätedaten die spezifische
Nummer des Atemschutzgerätes oder weitere Informationen eingestellt
werden können.
6. Hochsicheres Überwachungssystem für den Atemschutz, nach Anspruch
1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fülldruckdaten mit einer Druckmeßvorrichtung am
Gasdruckbehälter ermittelt werden und als elektrisches Signal an die
Elektronik des Atemschutzgerätes gelangen.
7. Hochsicheres Überwachungssystem für den Atemschutz, nach Anspruch
1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die am Atemschutzgerät angebrachte Elektronik nach Öffnen des
Ventils mit Hilfe eines geeigneten Druckschalters automatisch
einschaltet und solange einen optischen und akustischen Warnalarm
abgibt, bis das Atemschutzgerät angelegt ist, die persönlichen Daten
des Atemschutzgeräteträgers vollständig eingelesen sind und
mindestens eine Basisstation den Erhalt des gesamten Datensatzes
telemetrisch quittiert und danach die Elektronik am Atemschutzgerät
bei korrektem Ladezustand der Batterien die Einsatzbereitschaft
optisch signalisiert.
8. Hochsicheres Überwachungssystem für den Atemschutz, nach Anspruch
1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Basisstation neben einem Sender und einem Empfänger über ein
Display, eine Tastatur, eine optische Warnvorrichtung, eine
akustische Warnvorrichtung und über eine Datenschnittstelle verfügt
und vorzugsweise außerhalb des Gefahrenbereichs bei den Fahrzeugen
oder im Einsatzleitwagen verwendet wird.
9. Hochsicheres Überwachungssystem für den Atemschutz, nach Anspruch
1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die am Atemschutzgerät angebrachte Elektronik mit ihrem
Empfänger die Daten anderer Atemschutzgeräte aufnimmt und sie mit
dem eigenen Sender erneut aussendet, das Atemschutzgerät also als
Repeater arbeitet, um telemetrische Verbindungsstörungen, wie sie
besonders in Kellern, Tunneln oder anderen Stahlbetonkonstruktionen
öfter vorkommen, zu verringern.
10. Hochsicheres Überwachungssystem für den Atemschutz, nach
Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß mobile Repeater eingesetzt werden, die einen Empfänger, einen
Sender, einen Lichtblitzer und einen akustischen Alarmgeber in einem
robusten hitzebestädigen Gehäuse enthalten, weiterhin die Repeater
von den Atemschutzgeräteträgern an verschiedenen, markanten Stellen
im Einsatzobjekt zurückgelassen werden und die Repeater zum einen
empfangene Telemetriedaten verstärkt wieder aussenden und so die
Qualität der Telemetriestrecke verbessern und zum anderen die
Repeater permanent optische und akustische Signale für die
Atemschutzgeräteträger zur besseren Orientierung in den meist stark
verrauchten Räumen aussenden.
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