DE10008019A1 - Anordnung zur Belüftung von elektrischen und elektronischen Baugruppen - Google Patents
Anordnung zur Belüftung von elektrischen und elektronischen BaugruppenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Belüftung von elektrischen und elektronischen Baugruppen, die in einem vorzugsweise durch ein Gehäuse definierten Aufnahmeraum angeordnet sind. Es ist eine Lüftereinheit mit einem Luftverteiler vorgesehen, wobei zwischen der Lüftereinheit und dem Luftverteiler ein Luftstauraum ausgebildet ist. Zur Erzielung von gleichmäßigen und einheitlichen Kühlprofilen ist der Luftverteiler mit einer den Luftstauraum begrenzenden durchgehenden und im wesentlichen ebenen vorsprungsfreien Fläche ausgebildet, von der ausgehend sich die Luftdurchtrittsöffnungen und Luftleiteinrichtungen in einen Bereich in Richtung des Aufnahmeraumes für die Baugruppen hin erstrecken. Durch diese Ausbildung des Luftverteilers werden störende Turbulenzen innerhalb der im Luftstauraum entstehenden Strömungen vermieden.
Description
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Belüftung von elek
trischen und elektronischen Baugruppen nach dem Oberbegriff
des Anspruches 1.
Aus der EP 0 470 926 A1 ist eine Luftkühlung von mit Leiter
platten bestückten Steuerschränken bekannt, die ein Gehäuse,
mindestens ein Kühlluft ansaugendes Gebläse und eine Vielzahl
von parallel angeordneten Leiterplatten aufweisen, welche mit
wärmeentwickelnden elektrischen Bauteilen versehen sind. Das
Wesentliche dieser bekannten Luftkühlung besteht darin, daß
der Luftstrom vom Gebläseeintritt bis zum Eintritt zwischen
den Leiterplatten und weiter längs den Leiterplatten bis zum
Austritt kanalisiert ist, und daß der Eintritt zwischen zwei
benachbarten Leiterplatten eine Schikane mit Mindestöffnungen
aufweist, deren Querschnitt auf ein Mehrfaches des Mindest
öffnungsquerschnittes einstellbar ist. Diese bekannte Luft
kühlung nutzt die Stauwirkung der Mindestöffnungen aus, vor
denen sich ein Druck aufbaut, der einerseits eine gleichmäßi
gere Strömungsverteilung über die Mindestöffnungen bewirken
soll und der andererseits eine gezielte Vergrößerung des
Luftdurchsatzes bei wärmemäßig stark belasteten Leiterplatten
mit erweitertem Öffnungsquerschnitt an den Schikanen möglich
macht. Da jedoch bei dieser bekannten Konstruktion die Schikanen
selbst in den Luftstauraum zumindest teilweise hinein
ragen, wird eine gleichmäßige Strömungsverteilung und ein
gleichmäßiger Druckaufbau gestört bzw. verhindert.
Aus Der DE 197 33 134 A1 ist eine Anordnung zur Belüftung von
elektrischen und elektronischen Baugruppen bekannt, welche in
einem Aufnahmeraum angeordnet sind. Es gelangt ein Luftver
teilerblech zur Anwendung, welches zwischen den zu belüften
den Baugruppen und einer Lüftereinheit angeordnet ist und mit
Luftdurchtrittsöffnungen und Luftleitflächen versehen ist.
Diese bekannte Anordnung arbeitet ohne einen Luftstauraum und
das Luftverteilerblech bedeckt die gesamte Fläche der Lüfter
einheit mit Axiallüftern und ist auch an den Axiallüftern
selbst angeordnet. Die Luftdurchtrittsöffnungen und Luftlei
terflächen sind der Ausbildung und Anordnung der Axiallüfter
und den Belüftungserfordernissen der zu belüftenden Baugrup
pen entsprechend angeordnet. Das Luftverteilerblech ist mit
einem System von Ausstanzungen und Stanzungen für die Luft
durchtrittsöffnungen und Luftleitflächen versehen, wobei
dieses System der Ausbildung der Luftaustrittsflächen der
Axiallüfter angepaßt ist. Es läßt sich zwar mit Hilfe dieser
bekannten Anordnung durch geeignete Platzierung der Luft
durchtrittsöffnungen und Luftleitflächen in dem Luftverteil
erblech eine Annäherung an ein gewünschtes Kühlprofil für
Baugruppen erreichen, die etwa in einem Abstand gemäß dem
Abstand der einzelnen Axiallüfter angeordnet sind, jedoch
läßt sich ein für alle Baugruppen gleichermaßen wirksames
Belüftungs- oder Kühlprofil aufgrund des fehlenden Stauraumes
nicht oder nur schwer erreichen.
Aus der US 4 214 706 ist ein Luftverteilungssystem zum Kühlen
von elektronischen Komponenten bekannt, die auf gedruckten
Schaltungsplatinen montiert sind. Das System enthält eine mit
Luft beschickte Vorratskammer mit einem rechteckförmigen
Querschnitt. In den Seitenwänden der Kammer sind Öffnungen
ausgebildet, durch die die unter Druck gesetzte Luft vom
Inneren der Kammer nach außen in einer Richtung strömen kann,
die im wesentlichen senkrecht zu den Außenflächen der Seiten
wände der Kammer verlaufen, wobei diese Luft über die zu küh
lenden Komponenten verläuft.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin,
eine Anordnung zur Belüftung von elektrischen und elektro
nischen Baugruppen der eingangs genannten Art zu schaffen,
welche die Möglichkeit bietet, bei einer Vielzahl von in
einem Aufnahmeraum angeordneten elektronischen Baugruppen
möglichst einheitliche Kühlprofile realisieren zu können,
wobei die Entstehung von Strömungsturbulenzen innerhalb des
Stauraumes weitgehend vermieden werden soll.
Diese Aufgabe wird bei der eingangs genannten Anordnung er
findungsgemäß durch die im Kennzeichnungsteil des Anspruches
1 aufgeführten Merkmale gelöst.
Bei der Konstruktion nach der vorliegenden Erfindung wird der
Luftstauraum zum Aufnahmeraum für die elektronischen Baugrup
pen hin durch einen in besonderer Weise ausgebildeten Luft
verteiler begrenzt, der derart ausgebildet ist, daß er auf
der Seite des Luftstauraumes keine vorspringenden Elemente
besitzt und daher der Luftstauraum durch eine im wesentlichen
ebene Fläche begrenzt ist, von der ausgehend sich die Luft
durchtrittsöffnungen und insbesondere auch die Luftleitein
richtungen in den Bereich des Aufnahmeraumes für die Bau
gruppen hin erstrecken.
Durch diese besondere Ausbildung des Luftverteilers, der als
Luftverteilerblech oder Luftverteilerplatte ausgebildet sein
kann, werden Strömungsturbulenzen im Bereich des Luftstau
raumes selbst nahezu vollständig vermieden, da in diesen
Luftstauraum keine Luftleitelemente hineinragen, die aufgrund
der sich ausbildenden Strömung innerhalb des Luftstauraumes
Strömungshindernisse darstellen und zu Verwirbelungen und
Strömungsungleichmäßigkeiten führen können, die das gewünsch
te Kühlprofil erheblich stören können.
Im einzelnen kann die Erfindung dadurch eine vorteilhafte
Ausgestaltung erfahren, daß die Luftleiteinrichtungen als
Erhebungen oder Vorsprünge des Luftverteilerbleches ausge
bildet sind, die ausschließlich von der vom Luftstauraum
abliegenden Fläche des Luftverteilerbleches abstehen. Die
Luftleiteinrichtungen können aus Luftleitblecherhebungen
gebildet sein, die ausgehend von der einen ebenen Fläche des
Luftverteilerbleches oder der Luftverteilerplatte vorzugs
weise durch Stanzen und Tiefziehen von Blechabschnitten zu
der vom Luftstauraum abliegenden Fläche des Luftverteiler
bleches hin ausgebildet sind.
Eine besonders vorteilhafte und sehr gezielte Kühlung von
Abschnitten einer Baugruppe kann dadurch realisiert werden,
daß wenigstens einige der Luftleitblecherhebungen aus
schachtartig ausgebildeten Erhebungen bestehen, die jeweils
einen kleinen Luftleitschacht bilden. Der jeweilige kleine
Luftleitschacht kann durch wenigstens zwei Wandabschnitte
gebildet sein beispielsweise durch zwei spitzdachförmig ange
ordnete Wandabschnitte oder auch durch drei Wandabschnitte
mit jeweils einem mittleren im wesentlichen rechteckförmig
gestalteten Wandabschnitt und zwei seitlichen dreieckförmig
gestalteten Wandabschnitten.
Es sei darauf hingewiesen, daß diese kleinen Luftschächte
auch in anderer Weise gestaltet sein können und durch mehr
als drei Wandabschnitte gebildet sein können oder auch kugel
förmig gemäß einem Kugelausschnitt gestaltet sein können.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das
Luftleitblech mehreren Axiallüftern zugeordnet und ist je
weils gegenüber einer Nabe eines Axiallüfters mit einer
kreisförmigen Öffnung mit relativ großem Durchmesser ausge
stattet, wobei wenigstens einige der Luftleitblecherhebungen
symmetrisch zu dieser kreisförmigen Öffnung angeordnet sind.
Die Kühlwirkung läßt sich dadurch noch wesentlich erhöhen,
daß die Luftleitblecherhebungen mit schlitzförmigen und/oder
langlochförmigen Öffnungen in dem Luftleitblech kombiniert
ausgebildet sind. Dabei können die Größen der Öffnungen
(Öffnungsquerschnitte), die Lagen der Öffnungen und auch die
Lagen und Größen der Luftleitblecherhebungen bzw. der Luft
leitschächte der jeweiligen zu kühlenden Baugruppe angepaßt
sein.
Um die Möglichkeit zu schaffen das betreffende Gehäuse auch
mit anderen Baugruppen bestücken zu können oder nachträglich
auch mit zusätzlichen oder neuen Baugruppen ausstatten zu
können, ist das Luftleitblech in bevorzugter Weise austausch
bar in dem betreffenden Gehäuse eingesetzt.
Das Luftleitblech besteht zweckmäßiger Weise aus einem Stahl
blech oder aus einem Plattenmaterial aus einem nicht metalli
schen Werkstoff.
Ein weiteres wesentliches Merkmal der vorliegenden Erfindung
besteht darin, daß die Lüftereinheit als Einschubteil ausge
bildet ist. Dadurch ist ein schnelles und problemloses Aus
tauschen der Lüftereinheit möglich für den Fall, daß bei
spielsweise einer der Lüfter in der Lüftereinheit ausgefallen
ist. Dieses Einschubteil kann ferner zweckmäßiger Weise der
art ausgebildet sein, daß bei Erreichen der Soll-Einschub
stellung ein elektrischer Kontakt mit Stromversorgungskon
takten innerhalb des Gehäuses hergestellt wird, so daß die
Lüftereinheit automatisch nach Einschieben derselben in das
Gehäuse mit Strom versorgt werden kann.
Eine besonders günstige Konstruktion der als Einschubteil
ausgebildeten Lüftereinheit ist ferner dadurch gekennzeich
net, daß die als Einschubteil ausgebildete Lüftereinheit
einen den Stauraum begrenzenden Flächenabschnitt aufweist,
der gegenüber einem Frontabschnitt des Einschubteiles zur
Vergrößerung des Stauraumes abgestuft ausgebildet ist. Durch
diese letztere Ausbildung wird einerseits erreicht, daß nach
dem Einschieben des Einschubteiles in das Gehäuse der Stau
raum in einer durchgehend gleichbleibenden Höhe ausgebildet
wird und eine gedrängtere Bauweise ermöglicht wird, da ein
Abschnitt des Stauraumes dabei effektiv innerhalb des Ein
schubteiles ausgebildet ist. Die genannte Abstufung zwischen
dem Frontabschnitt und dem hinteren Abschnitt des Einschub
teiles ist in bevorzugter Weise in Form einer sanften Krüm
mung ausgebildet, wodurch das Entstehen von Turbulenzen
innerhalb des Stauraumes weiter unterdrückt wird.
Bei der erfindungsgemäßen Ausführungsform ist die Frontplatte
des Einschubteiles mit einer Vielzahl von Luftansaugschlitzen
ausgestattet, wobei auf diese Frontplatte des Einschubteiles
ein Luftfilter aufsetzbar ist.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungs
beispielen unter Hinweis auf die Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische schematische Ansicht einer
Anordnung zur Belüftung von elektrischen und
elektronischen Baugruppen mit Merkmalen nach der
Erfindung;
Fig. 2 eine Frontansicht der in Fig. 1 gezeigten Anordnung
in teilweise weggebrochener Darstellung;
Fig. 3 eine Seitenansicht der in Fig. 1 gezeigten Anord
nung, wobei die Lüftereinheit in vollständig ein
geschobenem Zustand dargestellt ist;
Fig. 4 eine Draufsicht auf das Luftverteilerblech vom
Inneren des Aufnahmeraumes zur Aufnahme der
Baugruppen aus gesehen; und
Fig. 5 eine perspektivische Ansicht des Luftverteiler
bleches mit Merkmalen nach der Erfindung.
In Fig. 1 ist ein Gehäuse für die Aufnahme von elektrischen
und elektronischen Baugruppen allgemein mit 1 bezeichnet und
dieses Gehäuse ist ohne seitliche und vordere Wandplatte
gezeigt, um in das Innere desselben blicken zu können. Das
als Beispiel gezeigte Gehäuse ist etwa quaderförmig gestaltet
und enthält Streben 2, eine hintere Wandplatte 3, eine obere
Wandplatte 4, eine Zwischenwand 6, die den Innenraum des
Gehäuses in einen vorderen Aufnahmeraum 5 zur Aufnahme von
elektrischen oder elektronischen Baugruppen und in einen
hinteren Aufnahmeraum aufteilt. Im unteren Bereich des Ge
häuses 1 ist ein Einschubraum ausgebildet, um eine als Ein
schubteil 7 ausgebildete Lüftereinheit in das Gehäuse 1 gemäß
den Pfeilen A einschieben und herausziehen zu können. In Fig.
1 ist die Lüftereinheit bzw. das Einschubteil 7 in teilweise
eingeschobenem Zustand dargestellt. Das Einschubteil 7 ent
hält mehrere Axiallüfter 10 und einen oberen Flächenabschnitt
12, der einen Luftstauraum auf der Seite der Lüftereinheit
begrenzt, der in Fig. 3 zu sehen ist und mit 14 bezeichnet
ist. Das Einschubteil 7 besitzt eine Frontplatte 8, in der
Luftansaugschlitze 30 ausgebildet sind, die in Fig. 2 in
Draufsicht zu sehen sind.
Das Einschubteil 7 besitzt ferner einen Frontabschnitt 16 (s.
Fig. 3), der gegenüber einem hinteren Abschnitt des Einschub
teiles 7 stufenförmig abgesetzt ist, wobei der Stufenab
schnitt mit 17 bezeichnet ist und in bevorzugter Weise in
Form einer weichen Krümmung verläuft. Diese Ausbildung unter
stützt die Unterdrückung der Ausbildung von Luftturbulenzen
innerhalb der sich im Stauraum 14 ausbildenden Strömungen.
Durch diese besondere Ausgestaltung der Lüftereinheit wird
ein relativ großer Abschnitt des Stauraumes 14 effektiv durch
einen Raumabschnitt der Lüftereinheit selbst gebildet, wo
durch eine gedrängtere Bauweise (Reduzierung der Höhe des
Gehäuses 1) möglich wird. Der vordere höhere Frontabschnitt
16 des Einschubteiles 7 stellt außerdem sicher, daß bei
vollständig eingeschobenem Einschubteil 7 der Luftstauraum 14
seine gleichmäßige Soll-Höhe erreicht, die bei dem gezeigten
Ausführungsbeispiel in der Größenordnung von 2 cm liegt.
Das Einschubteil 7 kann ferner in bekannter Weise mit einer
Kontaktleiste ausgestattet sein, um bei Erreichen der
Einschub-Solllage elektrischen Kontakt mit Gegenkontakten
(nicht gezeigt) zu schließen, so daß dadurch automatisch die
Stromversorgung der Lüftereinheit sichergestellt wird.
Wie aus Fig. 1 entnommen werden kann, kann auf die Frontplatte
8 ein Filter 9 aufgesetzt werden, welches die Luftansaug
schlitze 13 bedeckt, so daß dadurch die angesaugte Luft vor
dem Eintreten in das Gehäuse gefiltert wird.
Wie sich insbesondere der Darstellung nach Fig. 2 und auch
Fig. 3 entnehmen läßt, wird der Luftstauraum 14 nach oben hin
durch einen Luftverteiler 11 begrenzt, welcher vorzugsweise
als Luftverteilerplatte oder Luftverteilerblech ausgebildet
ist.
Die eine Hauptfläche dieses Luftverteilerbleches 11, welche
den Luftstauraum 14 begrenzt, ist durchgehend glatt und im
wesentlichen eben ausgebildet, d. h. von dieser Fläche ragen
keinerlei Elemente in den Luftstauraum 14 vor, wodurch die
erfindungsgemäß angestrebte Wirkung erzielt wird, nämlich
über die gesamte Fläche des Luftverteilerbleches hinweg
möglichst gleiche Strömungsbedingungen zu realisieren, ohne
daß dabei an irgendwelchen Stellen Wirbelbildungen oder
andere Strömungsstörungen entstehen können, wie dies bei
bekannten Konstruktionen der Fall ist, bei denen Strömungs
leitelemente von der unteren Seite des Luftverteiles abste
hen, also in den Luftstauraum hineinragen.
In Fig. 3 ist die durchgehend glatte bzw. ebene Fläche mit 15
bezeichnet.
Fig. 4 zeigt eine Draufsicht auf eine beispielhafte Ausbil
dung eines Luftverteilerbleches 11, welches mit einer
Vielzahl von Öffnungen und auch kleinen Luftleitschächten 20
ausgestattet ist. Sowohl die Gestalt der Öffnungen als auch
die Lage der Öffnungen und auch die effektive Querschnitts
fläche der Öffnungen können auf die jeweils zu kühlenden
Baugruppen abgestimmt sein. Wie sich Fig. 4 und insbesondere
Fig. 5 entnehmen läßt, ist das Luftleitblech 11 mit relativ
großen kreisförmigen Öffnungen 19 ausgestattet, die jeweils
einer Achse eines Axiallüfters gegenüberliegen. Eine Beson
derheit des als Beispiel dargestellten Luftverteilerbleches
11 besteht darin, daß auf der in Fig. 4 und in Fig. 5 sicht
baren Seite des Luftverteilerbleches 11 Luftleitblecherhe
bungen 20 ausgebildet sind, die aus mehreren Wandabschnitten
bestehen können, also beispielsweise aus einem mittleren im
wesentliche rechteckförmig gestalteten Wandabschnitt 22 und
aus zwei seitlichen dreieckförmig gestalteten Wandabschnitten
20 und 21'. Diese Luftleitblecherhebungen 20 bilden somit
kleine Luftschächte, durch die die Möglichkeit geboten wird,
sehr gezielt Kühlluftströme auf die Baugruppenabschnitte zu
lenken, die einer besonders hohen thermischen Belastung
ausgesetzt sind.
Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, daß die Erfindung
nicht auf die gezeigten Luftleitblecherhebungen bzw. Schächte
20 beschränkt ist und auch anders gestaltete Luftleitblecher
hebungen in den Rahmen der Erfindung fallen beispielsweise
kleine Luftleitschächte mit zwei Wandabschnitten, die ein
Spitzdach formen (nicht gezeigt). Auch sind Luftleitblech
erhebungen denkbar, die beispielsweise kugelförmig gestaltet
sind bzw. einen Kugelausschnitt darstellen. Wie sich insbe
sondere der perspektivischen Ansicht von Fig. 5 entnehmen
läßt, sind die Luftleitblecherhebungen 20 mit einer Vielzahl
von schlitzförmigen oder langlochförmig gestalteten Öffnungen
18 kombiniert und einige der Luftleitblecherhebungen sind
auch zusammen mit langlochförmig gestalteten Öffnungen sym
metrisch zu der jeweils größeren kreisförmigen Öffnung 19
angeordnet. Sowohl die Lage, die Gestalt als auch die Quer
schnittsform der jeweiligen Luftdurchtrittsöffnungen und
kleinen Luftleitschächte kann an die jeweils zu kühlenden
Baugruppen angepaßt sein.
Um die Möglichkeit zu schaffen, das betreffende Gehäuse auch
mit anderen Baugruppen nachzurüsten oder zu ergänzen, ist das
Luftleitblech 11 auswechselbar in dem Gehäuse angeordnet.
Die genannten Luftleitblecherhebungen 20 können im Falle
eines Luftverteilerbleches durch Stanzen und durch Tiefziehen
von Materialabschnitten des betreffenden Bleches ausgebildet
werden.
Ferner besteht auch die Möglichkeit, diesen Luftverteiler als
Luftverteilerplatte auszubilden, die entweder aus Stahlblech
oder aus irgendeinem anderen Material wie beispielsweise
Kunststoff hergestellt sein kann.
1
Gehäuse
2
Streben
3
hintere Wandplatte
4
obere Wandplatte
5
Aufnahmeraum
6
Zwischenwand
7
Lüftereinheit (Einschubteil)
8
Frontplatte
9
Filter
10
Axiallüfter
11
Luftverteiler (Luftleitblech)
12
Flächenabschnitt
13
Luftansaugschlitze
14
Luftstauraum
15
ebene Fläche
16
Frontabschnitt
17
Stufenabschnitt
18
langlochförmige Öffnungen
19
kreisförmige Öffnungen
20
Luftleitblecherhebungen
21
Wandabschnitt
21
' Wandabschnitt
22
Wandabschnitt
A Pfeile
A Pfeile
Claims (18)
1. Anordnung zur Belüftung von elektrischen und elektro
nischen Baugruppen, welche in einem durch ein Gehäuse
(1) oder dergleichen Hohlkörper definierten Aufnahmeraum
(5) angeordnet sind,
mit einer Lüftereinheit (7) mit einem Luftverteiler
(11), welcher als Luftverteilerplatte oder Luftvertei
lerblech ausgebildet ist und welcher zwischen den zu
belüftenden Baugruppen und der Lüftereinheit (7) ange
ordnet ist und mit Luftdurchtrittsöffnungen (18, 19) und
Luftleiteinrichtungen versehen ist, mit einem Luftstau
raum (14) zwischen der Lüftereinheit (7) und dem Luft
verteiler (11),
dadurch gekennzeichnet, daß
der Luftverteiler (11) eine den Luftstauraum (14) be
grenzende durchgehende, im wesentlichen ebene vorsprung
freie Fläche aufweist, von der ausgehend sich die Durch
trittsöffnungen (18, 19) und Luftleiteinrichtungen in
einen Bereich des Aufnahmeraumes (5) für die Baugruppen
erstrecken.
2. Anordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Luftleiteinrichtungen als Erhebungen oder Vorsprünge
des Luftverteilerbleches (11) ausgebildet sind, die
ausschließlich von der vom Luftstauraum (14) abliegenden
Fläche des Luftverteilerbleches (11) abstehen.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Luftleitereinrichtungen aus Luftleitblecherhebungen
gebildet sind, die ausgehend von der einen ebenen Fläche
des Luftverteilerbleches (11) vorzugsweise durch Stan
zen, Biegen und/oder Tiefziehen von Blechabschnitten zu
der vom Luftstauraum (14) abliegenden Fläche des Luft
verteilerbleches (11) hin ausgebildet sind.
4. Anordnung nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens einige der Luftleitblecherhebungen (20) aus
schachtartig ausgebildeten Erhebungen bestehen, die
jeweils einen kleinen Luftleitschacht bilden.
5. Anordnung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
der jeweilige kleine Luftleitschacht durch wenigstens
zwei Wandabschnitte gebildet ist.
6. Anordnung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens einer der kleinen Luftleitschächte durch zwei
spitzdachförmig angeordnete Wandabschnitte gebildet ist.
7. Anordnung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens einer der kleinen Luftleitschächte durch drei
Wandabschnitte (21, 21', 22) gebildet ist und jeweils
einen mittleren im wesentlichen rechteckförmig gestal
teten Wandabschnitt (22) und zwei seitliche dreieck
förmig gestaltete Wandabschnitte (21, 21') aufweist.
8. Anordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Luftverteilerblech mehreren Axiallüftern (10) zuge
ordnet ist und jeweils gegenüber einer Nabe eines Axial
lüfters (10) eine kreisförmige Öffnung (19) aufweist,
wobei wenigstens einige der Luftleitblecherhebungen (20)
symmetrisch zu der kreisförmigen Öffnung (19) angeordnet
sind.
9. Anordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Luftleitblecherhebungen (20) mit schlitzförmigen
und/oder langlochförmigen Öffnungen (18) in dem
Luftverteilerblech (11) kombiniert ausgebildet sind.
10. Anordnung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Größen der Öffnungen (18, 19), die Lagen der Öffnun
gen (18, 19) und die Lagen und Größen der Luftleitblech
erhebungen (20) bzw. der Luftleitschächte den jeweiligen
zu kühlenden Baugruppen angepaßt sind.
11. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Luftverteilerblech (11) austauschbar in dem Gehäuse
(1) eingesetzt ist.
12. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Luftverteilerblech (11) ein Stahlblech oder ein
Plattenmaterial aus einem nicht metallischen Werkstoff
ist.
13. Anordnung nach Anspruch 1 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Lüftereinheit (7) als Einschubteil ausgebildet ist.
14. Anordnung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Einschubteil dafür ausgebildet ist, um bei Erreichen
der Soll-Einschubstellung elektrischen Kontakt mit
Stromversorgungskontakten innerhalb des Gehäuses (1)
herzustellen.
15. Anordnung nach Anspruch 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet, daß
die als Einschubteil ausgebildete Lüftereinheit (7) ei
nen den Luftstauraum (14) begrenzenden Flächenabschnitt
(12) aufweist, der gegenüber einem Frontabschnitt (16)
des Einschubteiles zur Ausbildung und/oder Vergrößerung
des Luftstauraumes (14) abgestuft ausgebildet ist.
16. Anordnung nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Stufenabschnitt (17) des Einschubteiles (7) in einer
sanften Krümmung verläuft.
17. Anordnung nach einem der Ansprüche 13 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Frontplatte (8) des Einschubteiles (7) eine Vielzahl
von Luftansaugschlitzen (13) aufweist.
18. Anordnung nach Anspruch 17,
gekennzeichnet durch
ein auf die Frontplatte (8) des Einschubteiles (7)
aufsetzbares Luftfilter (9).
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000108019 DE10008019C2 (de) | 2000-02-22 | 2000-02-22 | Anordnung zur Belüftung von elektrischen und elektronischen Baugruppen |
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| DE2000108019 DE10008019C2 (de) | 2000-02-22 | 2000-02-22 | Anordnung zur Belüftung von elektrischen und elektronischen Baugruppen |
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|---|---|
| DE10008019A1 true DE10008019A1 (de) | 2001-08-30 |
| DE10008019C2 DE10008019C2 (de) | 2002-06-20 |
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|---|---|---|---|
| DE2000108019 Expired - Fee Related DE10008019C2 (de) | 2000-02-22 | 2000-02-22 | Anordnung zur Belüftung von elektrischen und elektronischen Baugruppen |
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