DE10008958A1 - Verfahren zum Verbinden einer Ankerplatte mit mindestens einem Stößel eines Aktors zur elektromagnetischen Ventilsteuerung - Google Patents
Verfahren zum Verbinden einer Ankerplatte mit mindestens einem Stößel eines Aktors zur elektromagnetischen VentilsteuerungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verbinden einer Ankerplatte mit einem Stößel eines Aktors zur elektromagnetischen Ventilsteuerung bei Brennkraftmaschinen, wobei in die Ankerplatte keine Bohrung für den Stößel eingebracht wird, und der Stößel durch ein Fügeverfahren, beispielsweise durch Reibschweißen, mit der Ankerplatte verbunden wird.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verbinden einer Ankerplatte mit mindestens
einem Stößel eines Aktors zur elektromagnetischen Ventilsteuerung.
Ein Aktor zur elektromagnetischen Ventilsteuerung besteht im wesentlichen aus
einem Öffnermagnet und einem Schließermagnet, die durch ein Bauteil aus einem
nicht ferromagnetischen Material voneinander getrennt sind, welches beispielsweise
als Gehäuseteil ausgeführt ist. Der Öffnermagnet und der Schließermagnet sind
Elektromagneten, die jeweils aus einem Joch und einer Spule bestehen. Zwischen
dem Öffnermagnet und dem Schließermagnet befindet sich die aus einem ferroma
gnetischen Material bestehende Ankerplatte, die durch Bestromen der Spule des
Öffnermagneten oder der Spule des Schließermagneten in die jeweilige Richtung
bewegt wird. Der Öffnermagnet weist eine Durchführung für einen Ventilstößel auf,
der die auf die Ankerplatte einwirkenden Kräfte auf mindestens ein Gaswechselven
til überträgt. Der Schließermagnet weist eine Durchführung für eine Schubstange,
auf, der die auf die Ankerplatte einwirkenden Kräfte über einen Aktorfederteller auf
eine in einer Ausformung des Schließermagneten angeordnete Aktorfeder überträgt.
Ein Aktor bildet mit einem Gaswechselventil eine funktionelle Einheit, wobei das
Gaswechselventil, entsprechend einem konventionellen Zylinderkopf mit Nocken
wellen, mittels einer Ventilfeder und einem Ventilfederteller in den Ventilsitz des
Zylinderkopfes gezogen wird.
Ist eine funktionelle Einheit aus einem Aktor und einem Gaswechselventil an der
Brennkraftmaschine montiert, werden die Aktorfeder und die Ventilfeder vorge
spannt, wobei der Ventilstößel und die Schubstange gegen die Ankerplatte gepreßt
werden. An die Kontaktstelle zwischen Ventilstößel und Ventilschaft werden dabei
besondere hohe Anforderungen an die Festigkeit der verwendeten Materialien
gestellt. In der Ruhelage der funktionellen Einheit befindet sich die Ankerplatte
exakt in der Mitte zwischen dem Öffnermagnet und dem Schließermagnet. Das
Gaswechselventil befindet sich dabei in einer Mittelstellung zwischen dem Ventilsitz
des Zylinderkopfes, bei der das Ventil geschlossen ist, und der Position, in der das
Ventil maximal geöffnet ist.
Damit die Kräfte der Elektromagneten, die auf die Ankerplatte wirken, von der An
kerplatte auf den Ventilstößel und auf die Schubstange übertragen werden können,
ist es notwendig, die Ankerplatte fest mit dem Ventilstößel und gegebenenfalls auch
mit der Schubstange zu verbinden. Dabei muß die Verbindung dafür ausgelegt sein,
daß die Ankerplatte und der Ventilstößel bzw. die Schubstange aus unterschiedli
chen Materialien gefertigt sind. Während die Ankerplatte aus einem hochfesten und
ferromagnetischen Material bestehen muß, muß der Ventilstößel und die Schub
stange vorzugsweise aus einem hochfesten und nicht ferromagnetischen Material
gefertigt werden.
In der Druckschrift DE 196 11 547 ist ein Aktor zur elektromagnetischen Ventil
steuerung mit einer Ankerplatte, einem Ventilstößel und einer Schubstange darge
stellt, wobei die Ankerplatte zur Aufnahme des Ventilstößels oder der Schubstange
durchbohrt ist. Durch welches Fügeverfahren der Ventilstößel bzw. die Schubstange
in der Durchbohrung der Ankerplatte befestigt werden soll, ist in der Druckschrift
nicht angegeben.
In der Druckschrift DE 195 34 959 wird beispielsweise die Befestigung der Anker
platte mit dem Ventilstößel in der Art vorgeschlagen, daß in der Mitte des ferroma
gnetischen Materials der Ankerplatte eine Bohrung eingebracht wird, in die, gege
benenfalls über ein Adapterstück, der Ventilstößel eingesetzt und verbunden wird.
Als Verbindungsmethoden werden das Elektronenstrahlschweißen, das Laserstrahl
schweißen und das Hartlöten genannt.
Beim Betrieb des Aktors ist die Verbindung einer hohen dynamischen Belastung
ausgesetzt. Bei der vorgeschlagenen Verbindungsmethode besteht die Gefahr, daß
durch die hohe dynamische Belastung die Verbindung gegebenenfalls nach nur
geringer Standzeit des Aktors sich lösen kann. Dabei würde die Ankerplatte vom
Ventilstößel bzw. von der Schubstange abgleiten, wobei der Aktor sofort außer
Funktion gesetzt wäre und zudem die Gefahr besteht, daß sich der Aktor regelrecht
selbst zerstört.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Verbinden einer An
kerplatte mit mindestens einem Ventilstößel eines Aktor zur elektromagnetischen
Ventilsteuerung anzugeben, bei dem die Verbindung zwischen der Ankerplatte und
dem Ventilstößel bzw. der Schubstange sehr hohe Standzeiten des Aktors gewähr
leistet, wobei die Verbindung kostengünstig und mit geringem Fertigungsaufwand
durchzuführen ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1
gelöst, wobei eine Stirnseite des mindestens einen Ventilstößels auf die Oberfläche
der Ankerplatte (AP) aufgesetzt wird, und danach der mindestens eine Ventilstößel
durch ein Fügeverfahren mit der Ankerplatte verbunden wird.
Dabei ist es von grundsätzlicher Bedeutung, daß die Ankerplatte nicht zur Aufnahme
des Ventilstößels durchbohrt wird.
Der mindestens eine Ventilstößel wird beispielsweise durch Reibschweißen, Laser
schweißen, Elektronenstrahlschweißen oder Kondensatorentladungsschweißen mit
der Ankerplatte verbunden.
Mittels des Fügeverfahrens kann auch ein Ventilstößel mit einer Ankerplatte ver
bunden werden, wenn der Ventilstößel und die Ankerplatte aus unterschiedlichen
Materialien bestehen.
Die Verbindungsstelle zwischen der Ankerplatte und dem Stößel wird vorzugsweise
komplementär ausgeformt. Beispielsweise kann die mit der Ankerplatte zu verbin
dende Stirnseite des Stößels kugelsegmentförmig ausgebildet werden, wobei in der
Ankerplatte eine entsprechend kugelsegmentförmige Mulde ausgebildet wird.
In die Ankerplatte und/oder in den mindestens einen Stößel kann im Bereich der
Verbindungsstelle eine das Verbinden unterstützende Oberflächenstruktur einge
bracht werden, beispielsweise ein Muster aus Riefen.
Die magnetischen und mechanischen Eigenschaften der Ankerplatte werden vor
dem Verbinden von Stößel und Ankerplatte durch metallurgische, mechanische,
thermische Werkstoffbehandlungen eingestellt. Durch das anschließende Fügever
fahren zum Verbinden des Stößels mit der Ankerplatte werden die Eigenschaften der
Ankerplatte nicht verändert.
In einer nächsten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Ankerplatte
vor dem Verbinden mit dem Stößel in einer Spannvorrichtung konvex oder konkav
vorgespannt wird, wodurch Materialspannungen kompensiert werden.
In einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Ankerplatte während
dem Verbinden mit dem mindestens einen Ventilstößel zur Vermeidung einer De
gradation der magnetischen Eigenschaften aktiv gekühlt wird.
In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen werden,
daß der Stößel nach dem Verbinden mit der Ankerplatte beispielsweise mittels einer
Drehmaschine nachbearbeitet wird.
Der mindestens eine Ventilstößel und/oder die Ankerplatte wird aus mehreren
unterschiedlichen Materialien zusammengesetzt, wobei die mehreren unterschiedli
chen Materialien des mindestens einen Ventilstößels und/oder der Ankerplatte
durch weitere Fügeverfahren miteinander verbunden werden.
Dabei ist vorgesehen, daß das Fügeverfahren und ein weiteres Fügeverfahren in
einem gemeinsamen Prozeßschritt durchgeführt werden. Beispielsweise kann ein
aus zwei Materialien bestehender Stößel und eine Ankerplatte in einem gemeinsa
men Prozeßschritt miteinander verbunden werden.
In einer letzten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Ankerplatte in
einem Prozeßschritt mit mehr als einem Stößel verbunden wird. Dazu wird die An
kerplatte fest eingespannt und ein rotierender Stößel wird auf eine Seite der Anker
platte geschweißt. Zeitgleich wird auf die andere Seite der Ankerplatte ein weiterer
rotierender Stößel geschweißt.
Durch das beschriebene Verfahren zum Verbinden einer Ankerplatte mit mindestens
einem Ventilstößel eines Aktors zur elektromagnetischen Ventilsteuerung werden
sehr hohe Standzeiten erreicht, da die Kraft von der Ankerplatte direkt auf den
Ventilstößel wirkt und nicht über einen etwaigen Fügepartner auf den Ventilstößel
übertragen wird.
Im folgenden ist das erfindungsgemäße Verfahren zum Verbinden einer Ankerplatte
mit mindestens einem Ventilstößel eines Aktors zur elektromagnetischen Ventil
steuerung anhand von einem Ausführungsbeispiel im Zusammenhang mit zwei
Figuren dargestellt und erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 die schematische Darstellung eines Aktors zur elektromagnetischen
Ventilsteuerung mit einer Ankerplatte und einem Ventilstößel.
Fig. 2 die schematische Darstellung der Baugruppe aus einer ein Kopfstück
aufweisenden Ankerplatte und einem Ventilstößel mit Fußstück.
In Fig. 1 ist ein Aktor zur elektromagnetischen Ventilsteuerung dargestellt, der im
wesentlichen aus zwei Elektromagneten, dem Öffnermagnet 3 und dem Schließer
magnet 2, besteht. Die Elektromagneten bestehen jeweils aus dem Joch 2.1, 3.1 mit
dem Spulenfenster 2.2, 3.2 und der im Spulenfenster 2.2, 3.2 eingesetzten Erreger
spule 2.3, 3.3. Die Elektromagneten werden durch zwei aus einem nicht ferroma
gnetischen Material gefertigte Distanzstücke 4 voneinander getrennt. Zwischen den
Distanzstücken 4 oszilliert die Ankerplatte 5.1, die mit dem Ventilstößel 6.1 verbun
den ist. Der Ventilstößel 6.1 überträgt die auf die Ankerplatte 5.1 einwirkenden
Kräfte über eine Durchführung im Joch 3.1 des Öffnermagneten 3 auf ein Gaswech
selventil. Am freien Ende des Ventilstößels 6.1 ist ein Fußstück 6.2 befestigt, des
sen Materialeigenschaften speziell für den Kontakt mit dem Ventilschaft des Gas
wechselventils ausgelegt sind.
In der Verlängerung des Ventilstößels 6.1 ist auf der entgegengesetzten Seite der
Ankerplatte 5.1 ein Kopfstück 5.2 befestigt, auf dem der Federstößel 7.1 aufliegt.
Der Federstößel 7.1 ist in einer Durchführung im Joch 2.1 des Schließermagneten 2
gelagert und überträgt die auf die Ankerplatte 5.1 einwirkenden Kräfte auf die Ak
torfeder 7.2. Dazu ist an dem der Ankerplatte 5.1 entgegengesetzten Ende des
Federstößels 7.1 ein Aktorfederteller 7.3 ausgearbeitet, auf dem die Aktorfeder 7.2
aufliegt, und über den die Aktorfeder 7.2 den Federstößel 7.1 gegen die Ankerplatte
5.1 preßt. Auf der Seite des Aktorfedertellers 7.3 des Federstößels 7.1 kann vorteil
haft ein nicht dargestellter Permanentmagnet angebracht werden, der als Signalge
ber einer Vorrichtung zur Bestimmung der Position der Ankerplatte 5.1 genutzt wird.
Die Aktorfeder 7.2 befindet sich in einer radialsymmetrisch um die Durchführung
des Federstößels 7.1 ausgebildeten, eine Wandung bildende Ausformung des Jochs
2.1 des Schließermagneten 2. Die Wandung weist auf der Innenseite ein Gewinde
auf, in das ein Schraubdeckel 8 eingeschraubt ist. Mittels des Schraubdeckels 8
kann die Vorspannung der Aktorfeder 7.2 bzw. die Position der Ankerplatte 5.1
verändert werden.
In der Fig. 2 ist eine Baugruppe aus der Ankerplatte 5.1 mit dem Kopfstück 5.2
und dem Ventilstößel 6.1 mit dem Fußstück 6.2 für den Aktor zur elektromagneti
schen Ventilsteuerung dargestellt.
Die Ankerplatte 5.1 und der Ventilstößel 6.1 bestehen aus unterschiedlichen Mate
rialien. Während die Ankerplatte 5.1 beispielsweise aus einer Silizium-Weicheisen
legierung gefertigt wird, wird der Ventilstößel 6.1 aus einem nicht magnetischen
Ventilstahl hergestellt, der mit der Weicheisenlegierung der Ankerplatte 5.1 hoch
fest verbunden wird.
Die magnetischen Eigenschaften der Ankerplatte 5.1 werden vor dem Verbinden der
Ankerplatte 5.1 mit dem Ventilstößel 6.2 durch metallurgische, mechanische, ther
mische Werkstoffbehandlungen eingestellt. Zur Vermeidung einer Degradation der
magnetischen Eigenschaften kann die Ankerplatte 5.1 gegebenenfalls während dem
Verbinden mit dem Ventilstößel 6.1 aktiv gekühlt werden.
Die Verbindung zwischen der Ankerplatte 5.1 und dem Ventilstößel 6.1 kann vor
teilhaft mittels eines Reibschweißverfahrens hergestellt werden, wobei der Schweiß
vorgang durch die Relativbewegung zwischen den Grenzflächen von Ankerplatte 5.1
und Ventilstößel 6.1 erfolgt.
Zur Durchführung des Reibschweißverfahrens wird in einer Vorrichtung die Anker
platte 5.1 fest eingespannt. Dabei wird zur Vermeidung von Materialspannungen
durch das Reibschweißen die Ankerplatte 5.1 konvex vorgespannt.
Anschließend wird der Ventilstößel 6.1 beispielsweise bei einer Drehzahl von 3000
Umdrehungen pro Minute, einer spezifischen Reibkraft von 400 Newton pro Qua
dratmillimeter und einer spezifischen Stauchkraft von 500 Newton pro Quadratmil
limeter gegen die Ankerplatte 5.1 gepreßt. Bei dieser Reibschweissung verkürzt sich
der Ventilstößel 6.1 um ca. 5 Millimeter.
Alternativ kann der Ventilstößel 6.1 mit einer Drehzahl von 25000 Umdrehungen pro
Minute, einer spezifischen Reibkraft von 150 Newton pro Quadratmillimeter und
einer spezifischen Stauchkraft von 150 Newton pro Quadratmillimeter gegen die
Ankerplatte 5.1 gepreßt werden. Durch die geringeren Schweisskräften verkürzt
sich der Ventilstößel 6.1 lediglich um ca. 3 Millimeter, wobei die insgesamt auf die
Werkstücke einwirkenden Kräfte geringer sind.
Durch das Reibschweißverfahren bildet sich am Ventilstößel 6.1 an der Verbin
dungsstelle ein Wulst aus verdrängtem Material aus. Diesem verdrängten Material
wird in einem weiteren Bearbeitungsschritt beispielsweise mittels einer Drehma
schine eine die Festigkeit der Verbindung steigernde Form gegeben.
Zur Vergrößerung der verschweißenden Fläche sowie zur Zentrierung kann die
Ankerplatte 5.1 vorteilhaft eine Mulde als Ausformung aufweisen, in welcher der
Ventilstößel 6.1 verschweißt wird. Die mit der Ankerplatte 5.1 zu verbindende Stirn
seite des Ventilstößels 6.1 ist dabei komplementär zur Ausformung der Ankerplatte
5.1, beispielsweise kugelsegmentförmig, geformt.
Der Federstößel 7.1 wird aus einem nicht ferromagnetischen Ventilstahl gefertigt.
Um zu vermeiden, daß am Federstößel 7.1 und/oder an der aus einem Weicheisen
bestehende Ankerplatte 5.1 Verschleiß entsteht, wird auf der Ankerplatte 5.1 ein
Kopfstück 5.2 befestigt. Das Material des Kopfstückes 5.2 wird dabei für die zwi
schen Federstößel 6.1 und Kopfstück 5.2 auftretenden Beanspruchungen ausgelegt.
Das Kopfstück 5.2 kann beispielsweise durch Kondensatorentladungsschweißen auf
der Ankerplatte 5.1 befestigt werden. Gegebenenfalls kann das Kopfstück 5.2 auch
in die Ankerplatte 5.1 eingearbeitet werden.
Ebenso kann der Ventilstößel 6.2 aus mehreren unterschiedlichen, miteinander
verbundenen Materialien hergestellt werden. Beispielsweise kann an dem der An
kerplatte 5.1 entgegengesetzten Seite des Ventilstößels 6.1 ein Fußstück 6.2 befe
stigt werden. Das Material des Fußstücks 6.2 wird dabei für die zwischen dem
Gaswechselventil und dem Kopfstück 6.2 auftretenden Beanspruchungen ausgelegt.
Das Fußstück 6.2 kann beispielsweise ebenfalls durch Kondensatorentladungs
schweißen an dem Ventilstößel 6.1 befestigt werden.
Alternativ kann das Kopfstück 5.2 ebenfalls durch Reibschweißen mit der Ankerplat
te 5.1 verbunden werden, wobei der Ventilstößel 6.1 und das Kopfstück 5.2 zeit
gleich in einem gemeinsamen Prozeßschritt mit der Ankerplatte 5.1 verbunden
werden. Dazu wird die Ankerplatte 5.1 in eine Reibschweißvorrichtung eingespannt,
wobei der Ventilstößel 6.1 von einer Seite der Ankerplatte 5.1 gegen die Ankerplat
te 5.1 geführt wird, und das Kopfstück 5.2 von der anderen Seite der Ankerplatte
5.1 gegen die Ankerplatte 5.1 geführt wird. Dabei besteht die Möglichkeit für den
Ventilstößel 6.1 und für das Fußstück 5.2 unterschiedliche Drehzahlen sowie unter
schiedliche spezifische Reib- und Stauchkräfte einzustellen.
Das beschriebene Verfahren zur Herstellung einer aus Ankerplatte 5.1 und Ven
tilstößel 6.1 bestehenden Baugruppe eines Aktors zur elektromagnetischen Ventil
steuerung bei Brennkraftmaschinen gewährleistet eine hochfeste Verbindung, die
auch einer sehr hohen Belastung standhält, wobei das Verfahren Energie, Zeit und
somit Kosten einspart.
Claims (12)
1. Verfahren zum Verbinden einer Ankerplatte (5.1) mit mindestens einem Stößel
(6.1) eines Aktors zur elektromagnetischen Ventilsteuerung, dadurch gekenn
zeichnet, daß eine Stirnseite des mindestens einen Stößels (6.1) auf die Ober
fläche der Ankerplatte (5.1) aufgesetzt wird, und daß danach der mindestens ei
ne Stößel (6.1) durch ein Fügeverfahren mit der Ankerplatte (5.1) verbunden
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der mindestens eine
Stößel (6.1) durch Reibschweißen, Laserschweißen, Elektronenstrahlschweißen
oder Kondensatorentladungsschweißen mit der Ankerplatte (5.1) verbunden
wird.
3. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß mittels des Fügeverfahrens Stößel (6.1) Ankerplatte (5.1) aus unter
schiedlichen Materialien verbunden werden.
4. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Verbindungsstelle von Ankerplatte (5.1) und Stößel (6.1) komple
mentär ausgeformt wird.
5. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß in die Ankerplatte (5.1) und/oder in den mindestens einen Stößel (6.1)
im Bereich der Verbindungsstelle eine das Verbinden unterstützende Oberflä
chenstruktur eingebracht wird.
6. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die magnetischen und mechanischen Eigenschaften der Ankerplatte
(5.1) vor dem Verbinden von Stößel (6.1) und Ankerplatte (5.1) eingestellt wer
den, und daß die Eigenschaften der Ankerplatte (5.1) durch das Fügeverfahren
nicht verändert werden.
7. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Ankerplatte (5.1) vor dem Verbinden mit dem mindestens einen
Stößel (6.1) in einer Vorrichtung konvex oder konkav vorgespannt wird.
8. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Ankerplatte (5.1) während dem Verbinden mit dem mindestens ei
nen Stößel (6.1) gekühlt wird.
9. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß der Stößel (6.1) nach dem Verbinden mit der Ankerplatte (5.1) nachbe
arbeitet wird.
10. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß der mindestens eine Stößel (6.1) und/oder die Ankerplatte (5.1) aus
mehreren unterschiedlichen Materialien gefertigt werden, und daß die mehreren
unterschiedlichen Materialien des mindestens einen Stößels (6.1) und/oder der
Ankerplatte (5.1) durch weitere Fügeverfahren miteinander verbunden werden.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Fügeverfahren
und zumindest ein weiteres Fügeverfahren in einem gemeinsamen Prozeßschritt
durchgeführt werden.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß
zum Verbinden einer Ankerplatte (5.1) mit mehr als einem Stößel (5.2; 6.1) die
Ankerplatte (5.1) eingespannt und ein rotierender Stößel (6.1) auf eine Seite der
Ankerplatte (5.1) geschweißt wird, und daß zeitgleich, in einem gemeinsamen
Prozeßschritt, auf die andere Seite der Ankerplatte (5.1) ein weiterer rotierender
Stößel (5.2) geschweißt wird.
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|---|---|
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