DE10008724C2 - Nachführeinheit für ein Fernrohr - Google Patents
Nachführeinheit für ein FernrohrInfo
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- G02B23/02—Telescopes, e.g. binoculars; Periscopes; Instruments for viewing the inside of hollow bodies; Viewfinders; Optical aiming or sighting devices involving prisms or mirrors
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Description
Die Erfindung betrifft eine Nachführeinheit für ein Fernrohr
mit einer oder mehreren Linsen und mit wenigstens einem
Lichtablenkmittel, welches wenigstens einen Teil von in das
Fernrohr gelangenden Lichtstrahlen ablenken kann.
Die US-Patentschrift 5 508 844 beschreibt eine
Nachführeinheit für ein Fernrohr mit zwei unabhängig
voneinander gelagerten Lichtablenkmitteln. Dabei ist das
erste Lichtablenkmittel nach oben, beziehungsweise unten
verschwenkbar, während das zweite Lichtablenkmittel um eine
hierzu senkrechte Achse in einem Vollkreis drehbar gelagert
ist.
Aus der US-Patentschrift 4 930 883 ist eine Nachführeinheit
für ein Fernrohr bekannt, wobei die Nachführeinheit nur ein
einzelnes Lichtablenkmittel aufweist. Das Lichtablenkmittel
ist hierbei so beschaffen, dass in einem heruntergeklappten
Zustand des Lichtablenkmittels eine Lichtablenkung erfolgt,
in einem hochgeklappten Zustand des Lichtablenkmittels jedoch
nicht. Ein Einsatz eines zweiten Lichtablenkmittels ist in
dieser Druckschrift nicht offenbart.
Die US-Patentschrift 4 283 112 offenbart ein Teleskop mit
einer drehbar gelagerten Nachführeinheit. Hierbei ist die
gesamte Nachführeinheit drehbar gelagert, jedoch nicht
einzelne Lichtablenkmittel.
Die US-Patentschrift 4 448 500 offenbart ein
Lichtablenkmittel, das gleichfalls um eine optische Achse
drehbar gelagert ist. Auch hierbei ist die gesamte
Nachführeinheit drehbar gelagert. Eine verschwenkbare
Anordnung einzelner Lichtablenkmittel ist in diesem Dokument
gleichfalls nicht offenbart.
Die US-Patentschrift 4 790 641 offenbart eine Nachführeinheit
für ein Fernrohr, wobei Winkelabweichungen zwischen der
optischen Achse einer Teleskoplinse und einer Nachführlinse
durch Anpassen der Linsen ausgeglichen werden. Eine
Verschwenkbarkeit von Lichtablenkmitteln ist in diesem
Dokument gleichfalls nicht offenbart.
Die Europäische Patentanmeldung EP 0 418 390 A1 offenbart ein
Fernrohr mit zwei unabhängig voneinander verschwenkbaren
Linsen.
In dem Handbuch für Sternfreunde, herausgegeben von Günter
Dietmar Roth, Band 1: Technik und Theorie, 4. Auflage 1989,
wird auf den Seiten 71 bis 72, 74, 148 bis 153 und 177 bis
185 das Grundprinzip der Fokussierung und der Nachführung bei
Teleskopen erläutert. Eine Verschwenkbarkeit einzelner
Lichtablenkmittel wird dabei nicht erwähnt.
Eine weitere gattungsgemäße Nachführeinheit ist in der
Internationalen Patentanmeldung WO 91/12550 dargestellt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein
gattungsgemäßes Fernrohr so weiterzuentwickeln, dass das
Fernrohr bei einer Aufnahme gut nachgeführt werden kann.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass das
erste Lichtablenkmittel kippbar gelagert ist und dass die
Nachführeinheit ein zweites Lichtablenkmittel enthält, das in
einer Position, in der das erste Lichtablenkmittel in das
Fernrohr einfallende Strahlen nicht ablenkt, das zweite
Lichtablenkmittel diese Strahlen ablenkt.
Die erfindungsgemäße Nachführeinheit kann während einer
Aufnahme eines Objekts anhand eines Leitsterns nachgeführt
werden, ohne dass durch diese Nachführung die Aufnahme
beeinträchtigt wird.
Eine besonders einfache und zweckmäßige Ausführungsform der
Nachführeinheit zeichnet sich dadurch aus, dass das erste
Lichtablenkmittel und das zweite Lichtablenkmittel
miteinander verbunden sind.
Ferner ist es vorteilhaft, dass das zweite Lichtablenkmittel
sich auf einer Oberfläche des ersten Lichtablenkmittels
befindet, die einer lichtablenkenden Oberfläche des ersten
Lichtablenkmittels entgegengesetzt ist.
Die lichtablenkende Oberfläche lässt sich auf verschiedene
Weise realisieren. Eine vollständige Lichtablenkung bei
Vermeidung einer Phasenverschiebung lässt sich dadurch
erzielen, dass die lichtablenkende Oberfläche des ersten
Lichtablenkmittels mit einer reflektierenden Beschichtung
versehen ist.
Weitere Vorteile, Besonderheiten und zweckmäßige
Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Darstellung eines bevorzugten
Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnungen.
Von den Zeichnungen zeigt
Fig. 1 einen Ausschnitt durch ein erfindungsgemäßes Fernrohr
im Bereich eines ersten Lichtablenkmittels 4 und
eines zweiten Lichtablenkmittels 5, wobei das erste
Lichtablenkmittel 4 und das zweite Lichtablenkmittel
5 so gelagert sind, dass eine Beobachtung eines
interessierenden Objektes möglich ist und
Fig. 2 den in Fig. 1 dargestellten Ausschnitt in einer
zweiten Position des ersten Lichtablenkmittels 4 und
des zweiten Lichtablenkmittels 5, wobei eine Aufnahme
des zu untersuchenden Objektes gleichzeitig mit einem
Nachführen möglich ist.
Um die Anordnung des ersten Lichtablenkmittels 4 und des
zweiten Lichtablenkmittels 5 besser darstellen zu können,
wurde in den Fig. 1 und 2 lediglich der sie enthaltende
Ausschnitt der Nachführeinheit dargestellt.
Bei dem Fernrohr kann es sich um ein beliebiges zur Aufnahme
von Objekten, insbesondere von astronomischen Objekten,
geeignetes Beobachtungsmittel handeln.
Beispiele für derartige Fernrohre sind der Refraktor oder der
Reflektor.
Die Nachführeinheit enthält eine vordere Aufnahme 1,
beispielsweise entsprechend dem Standard T2 mit einem
Durchmesser von beispielsweise 42 mm. Die Aufnahme ist frei
drehbar und in jeder Position arretierbar.
Die Okularaufnahme 2 weist beispielsweise gleichfalls einen
standardisierten Durchmesser von beispielsweise 1¼ Zoll auf.
Ferner weist die Nachführeinheit eine hintere Öffnung 3 auf,
vorzugsweise gleichfalls entsprechend der Norm T2 mit einem
Durchmesser von vorzugsweise 42 mm.
Das Fernrohr ermöglicht dann eine Beobachtungs- und Nachführ-
Kombination (Look & Guide Combination).
Die Nachführ-Vorrichtung besteht aus einem geeigneten Metall,
beispielsweise Aluminium, oder aus Kunststoff, sie ist im
Äußeren wesentlich durch drei Öffnungen geprägt.
Bevorzugte Abmessungen liegen in der Größenordnung von 20 mm
bis 200 mm. Besonders geeignete Werte sind: eine Höhe von 123 mm;
eine Breite von 68 mm und eine Tiefe von 55-60 mm bei
einer Teleskopöffnung bis 8 Zoll sowie eine Höhe von 133 mm
und eine Breite von 78 mm und eine Tiefe von 55-60 mm bei
einer Teleskopöffnung von mehr als 8 Zoll.
Die Öffnung 1 ist die Aufnahme, beziehungsweise eine
Anschraubmöglichkeit zum Fernrohr. Diese besteht vorzugsweise
aus einem frei im Gehäuse drehbaren und arretierbaren Ring
mit Innengewinde (T2). Der Ring hat außerdem einen
gerändelten Rand. Die Öffnungen können verschiedene Größe
haben, beispielsweise eine Größe 1 bei einer Teleskopöffnung
bis 8 Zoll bis 8 Zoll und eine Größe 2 bei einer
Teleskopöffnung von mehr als 8 Zoll.
Öffnung 2 ist eine Okularaufnahme in einer bevorzugten Größe
von 1¼ Zoll, diese ist an andere Größen, beispielsweise 1 Zoll
anpassbar und befindet sich am oberen Ende des Gehäuses.
Die Okularaufnahme ist durch eine Hülse in der Höhe
verlängerbar, um einen in der gleichen Länge notwendigen
Fokus beim Nachführen zu erlangen. Vorteilhafterweise ist die
Okularaufnahme in dem Gehäuse frei arretierbar.
Eine Öffnung 3 ist eine Kameraaufnahme. Diese ist mit dem
Gehäuse verbunden, wobei eine drehbare und möglichst auch
arretierbare Verbindung bevorzugt ist. Die Öffnung des
Gehäuses ist in der dargestellten Ausführung mit einem
Durchmesser von 42 cm (T2) gehalten. Dadurch besteht die
Möglichkeit, mittels eines geeigneten Adapterringes jegliche
Kamera anzubringen.
Im Gehäuseinneren befindet sich ein Klappmechanismus,
bestehend aus einem über 45° angeordneten, astronomisch
belegten Spiegel oder ein Glasprisma - in der Abb. 48 mm
hoch, 40 mm breit, 3 mm tief für eine Teleskopöffnung bis 8 Zoll.
Der Klappmechanismus ist so gelagert, dass das Umklappen nach
vorne hin geschieht. Dadurch wird das an der Rückseite
angebrachte Prisma, dessen Position nicht im eigentlichen
Lichtweg liegt und somit nicht zu einer Abschattung beiträgt,
(in der Abb. 6 mm hoch, 10 mm tief und 30 mm breit)
automatisch in Position gebracht und der Lichtweg nicht mehr
hauptsächlich um 90° nach oben hin gelenkt. Dadurch ist nun
die Möglichkeit eröffnet, ein beleuchtetes Nachführokular zum
Nachführen beim Belichten zu verwenden.
Durch ein Nachkippen des grossen Prismas über den
Klappmechanismus besteht die Möglichkeit, den eingeschränkten
Himmelsausschnitt ein wenig zu vergrößern, beziehungsweise
den gefundenen Leitstern im Zentrum des Nachführokulars zu
fixieren.
1
Öffnung ⇒ Vordere Aufnahme
2
Öffnung ⇒ Okularaufnahme
3
Öffnung ⇒ hintere Aufnahme, Kameraaufnahme
4
Lichtablenkmittel
5
Lichtablenkmittel
Claims (4)
1. Nachführeinheit für ein Fernrohr mit einer oder mehreren
Linsen, mit einem ersten Lichtablenkmittel (4), welches
wenigstens einen Teil von in das Fernrohr gelangenden
Lichstrahlen ablenken kann und mit einem zweiten
Lichtablenkmittel (5), welches ebenfalls wenigstens
einen Teil der in das Fernrohr gelangenden Lichtstrahlen
ablenken kann, dadurch
gekennzeichnet, dass das erste
Lichtablenkmittel (4) und das zweite Lichtablenkmittel
(5) um eine gemeinsame Achse verschwenkbar gelagert
sind, so dass in einer Position, in der das erste
Lichtablenkmittel (4) in das Fernrohr einfallende
Strahlen nicht ablenkt, das zweite Lichtablenkmittel (5)
diese Strahlen ablenkt.
2. Nachführeinheit nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass das erste
Lichtablenkmittel (4) und das zweite Lichtablenkmittel
(5) miteinander verbunden sind.
3. Nachführeinheit nach einem oder beiden der Ansprüche 1
oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, dass das zweite Lichtablenkmittel
(5) sich auf einer einer lichtablenkenden Oberfläche des
ersten Lichtablenkmittels (4) entgegengesetzten Fläche
des Lichtablenkmittels befindet.
4. Nachführeinheit nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, dass die
lichtablenkende Oberfläche mit einer reflektierenden
Beschichtung versehen ist.
Priority Applications (1)
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2000
- 2000-02-24 DE DE2000108724 patent/DE10008724C2/de not_active Expired - Fee Related
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| CN107065163A (zh) * | 2017-03-20 | 2017-08-18 | 中国科学院国家天文台南京天文光学技术研究所 | 一种适用于日夜两用望远镜的双通道光路切换装置 |
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| DE10008724A1 (de) | 2001-09-06 |
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