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Die Erfindung betrifft eine Wäschetrommel für eine Waschmaschine
mit einer nicht vertikal stehenden Drehachse, mit im Trommelmantel
einstückig eingeformten,
zum Wäscheaufnahmeraum
gerichteten Mitnehmern, deren nach außen gerichtete offene Seiten
mittels Verstärkungsblechen überbrückt sind, die
sich mit ihrer Breite zumindest über
einen Teil der axialen Abmessungen der Wäschetrommel erstrecken und
mit den an die offenen Seiten der Wäschemitnehmer anschließenden Außenseitenbereiche des
Wäschetrommelmantels
fest verbunden sind.
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Eine derartige Wäschetrommel ist aus der
DE 198 31 274 C1 bekannt.
In dieser Druckschrift wird vorgeschlagen und beschrieben, dass
solche Verstärkungsbleche über einen
Teil der axialen Abmessung der Wäschetrommel
sich erstrecken, vorzugsweise in der Mitte der Trommelmantelbreite
angebracht sind. Außerdem
wird dort vorgeschlagen, dass die Verstärkungsbleche durch jeweils
mehrere beabstandete Verbindungsstellen, die im Druckfügeverfahren
hergestellt sind, mit den an die offenen Seiten der Wäschemitnehmer
anschließenden
Außenseitenbereichen
des Wäschetrommelmantels
fest verbunden sind.
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Es hat sich gezeigt, dass ein in
der vorgenannten Druckschrift beschriebenes, bevorzugtes Ausführungsbeispiel
den mechanischen Anforderungen bei hohen Schleuderdrehzahlen nicht
genügen kann.
Durch die bekannten Verstärkungsbleche
werden die Mantelzugkräfte,
die bei hohen Schleuderdrehzahlen ohne solche Verstärkungsbleche
die eingezogenen Mitnehmer aufspreizen würden, für die Stabilität der Wäschetrommel
insgesamt gegenüber den
Kräften
bei so hohen Schleuderdrehzahlen (deutlich über 1.200 U/min) nicht genügen. Selbst
die alleinige Verbreiterung der Verstärkungsbleche bis auf die gesamte
axiale Abmessung der Wäschetrommel
würde diesem
Anspruch nicht genügen.
Verbindungsstellen, die im Druckfügeverfahren hergestellt sind,
reißen
bei extrem hohen Mantelzugkräften,
wie sie bei hohen Schleuderdrehzahlen von weit über 1.200 U/min auftreten,
auf.
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Ferner wurde gefunden, dass durch
die Abdeckung der an die offenen Seiten der Wäschemitnehmer anschließenden Außenseitenbereiche
des Wäschetrommelmantels
durch die Verstärkungsbleche
am gesamten Trommelmantel sehr viel Fläche für Flutlöcher verloren geht, die für einen
intensiven Austausch von Lauge zwischen Trommelinnenraum und Laugenbehälter vonnöten sind.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
bekannte Wäschetrommel
der eingangs genannten Art so auszugestalten, dass die Anforderungen
an die Festigkeit der Wäsch
etrommel bei Schleuderdrehzahlen von über 1.200 U/min erfüllt werden,
andererseits aber die durch Überdeckung der
Verstärkungsbleche
an Teilen des Trommelmantels verloren gegangene Flutlöcher-Fläche wieder
zu gewinnen.
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Die vorstehende Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
dass die Verstärkungsbleche sich über die
gesamte Länge
der axialen Abmessung des Wäschetrommelmantels
erstrecken, an ihren den Rändern
des Trommelmantels zugewandten Seiten mit den Rändern des Trommelmantels verbunden
sind und mittels mehrerer hohlnietartiger Verbindungen an jedem
der beiden Außenseitenbereiche
mit dem Trommelmantel verbunden sind.
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Die Verbreiterung der Verstärkungsbleche über die
gesamte Länge
der axialen Abmessung des Wäschetrommelmantels
vergrößert die
Zahl der möglichen
Verbindungsstellen zwischen den Verstärkungsblechen und dem Trommelmantel
und die Darstellung der Verbindungsstellen als hohlnietartige Verbindungen
fördert
den Laugenaustausch durch den Trommelmantel hindurch, weil diese
Verbindungen hohle nietenähnliche
Durchgangslöcher
aufweisen. Zudem werden Mantelzugkräfte nicht alleine in die Mitnehmer überbrückender
Weise im Mantel weitergeleitet, sondern über die mit den Verstärkungsblechen
verbundenen Seitenränder
des Trommelmantels teilweise in die Bodenscheibe abgeleitet.
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Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der
Erfindung sind die hohlnietartigen Verbindungen als Durchstellfügeverbindungen
dargestellt und bestehen aus je einer in das Blech des Trommelmantels nach
außen
tief gezogenen Tulpe mit hinter dem Rand je eines in das Verstärkungsblech
gestanzten Loches greifenden aufgeweiteten und flach gedrückten Rändern Anspruch.
Dabei entstehen Durchgangslöcher,
deren Außenseiten
gratfreie Tul- penaufweitungen enthalten, so dass beim Schleudern die
Durchgangslöcher
der Durch stellfügeverbindungen überwindende
Gewebeteile nicht in Gefahr geraten, außerhalb des Trommelmantels
an Graten oder Kanten hängen
zu bleiben.
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In einer besonders bevorzugten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Wäschetrommel mit
einem Mantel, dessen Ränder
mit den Bodenscheiben durch eine Roll- oder Falznaht verbunden sind,
sind die den Rändern
des Trommelmantels zugewandten Seiten der Verstärkungsbleche in die Roll- oder
Falznaht einbezogen Anspruch 1. Durch diese Ausbildung der Erfindung
gelingt eine Befestigung der Verstärkungsbleche auch an den Seitenrändern, so
dass Mantelzugkräfte
nicht alleine in die Mitnehmer überbrückender
Weise im Mantel weitergeleitet werden, sondern über die Seitenränder und die
Roll- oder Falznaht teilweise in die Bodenscheibe abgeleitet werden
können.
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Wenn die seitlichen Öffnungen
der eingezogenen Mitnehmer von den Bodenscheiben überdeckt werden,
empfiehlt sich eine Ausbildung der erfindungsgemäßen Wäschetrommel dahingehend, dass im
Bereich der Mitnehmer die Roll- oder Falznaht der kreisförmigen Mantelkontur
folgt und die Mitnehmer mittels einer eigenen Roll- oder Falznaht
an den Rändern
je eines der Kontur der Mitnehmer ähnlichen Durchbruches in den
Bodenscheiben mit diesen verbunden sind Anspruch. Dadurch sind einerseits
die Seitenränder
der eingezogenen Mitnehmer mit der Bodenscheibe verbunden und andererseits
die Seitenränder
der Verstärkungsbleche
an den Bodenscheiben befestigt. Mithin ergibt sich an dieser Befestigungsstelle
eine sehr stabile Verbindung, die auch bei großer Walkarbeit in den Bauteilen
der Wäschetrommel
Aufreißbestrebungen
widerstehen kann.
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Eine erfindungsgemäß gestaltete
Wäschetrommel,
die über
einen Tragstern an einer der Bodenscheiben einseitig gelagert ist,
kann in besonders vorteilhafter Weise über die vorstehenden Verbindungsmaßnahmen
hinaus dadurch noch wesentlich stabilisiert werden, dass die Strahlenenden
des Tragsterns mittels Schrauben und in der Kontur den Mitnehmerkonturen
angepassten Muttern mit den mantelnahen Bereichen der Bodenscheibe
verbunden sind Ansruch 5. In besonders vorteilhafter Weise können dabei
die Roll- oder Falznähte
zwischen den Strahlenenden des Tragsterns und den Muttern eingespannt
sein Anspruch 6. Diese Form der Befestigung wird auf die Wäschetrommel
einwirkenden Kräfte
bei Schleuderdrehzahlen selbst weit über 1.200 U/min hinaus standhalten.
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Dabei ist es noch von Vorteil, wenn
die in der Mantellinie und nahe der Roll- oder Falznähte liegenden
Bereiche der Verstärkungsbleche
ebenfalls mit den Muttern verbunden sind Anspruch 7. Dies kann beispielsweise
dadurch geschehen, dass die Verstärkungsbleche mittels Schrauben
von außerhalb
der Mantelkontur her an den Muttern befestigt sind.
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In besonders vorteilhafter Weise
können
die Verstärkungsbleche
eine Schöpfwirkung
der Wäschemitnehmer
dadurch verbessern, dass die Mitnehmer in ihren Firstbereichen Laugenaustrittslöcher und
die Verstärkungsbleche
in ihren die offenen Seiten bedeckenden Bereichen eingeprägte Kiemen aufweisen
Anspruch 8. Mittels solcher Kiemen, die aus dem Stand der Technik
für Mantelbleche
bereits bekannt sind, lassen sich nennenswerte Mengen von Lauge
aus den tiefen Bereichen des Laugenbehälters in die Mitnehmer schöpfen, die
die geschöpften Laugenmengen
beim Weiterdrehen der Trommel nach oben mittragen, und dann durch
die Laugenaustrittslöcher
von oben auf die Wäsche
abgeben.
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Der Trommelmantel ist regelmäßig aus
einem endlichen Blechband gefertigt, dessen Enden zur Herstellung
der zylinderähnlichen
Form zu einer Querfalznaht gefügt
sind, die ebenfalls geeignet ist, einen Anteil der Mantelzugkräfte zu übertragen.
In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Wäschetrommel überdeckt
eines der Verstärkungsbleche
eine solche unter einem ihrer Außenseitenbereiche liegende
Querfalznaht des Trommelmantels Anspruch 9.
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Anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
ist die Erfindung nachstehend näher
erläutert.
Es zeigen
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1 eine
perspektivische Außenansicht
eines Teils des Trommelmantels einer erfindungsgemäßen ausgestalteten
Wäschetrommel,
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2 einen
Schnitt durch eine Durchstellfügeverbindung
entlang der Schnittlinie II-II
in 1,
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3 einen
Schnitt durch eine Kieme am Verstärkungsblech entlang der Schnittlinie
III-III, in 1,
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4 eine
perspektivische Außenansicht auf
die Verbindung zwischen Bodenscheibe, Trommelmantel und Verstärkungsblech
im Bereich eines Mitnehmers,
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5 einen
Schnitt durch eine Roll- oder Falznaht entlang der Schnittlinie
V-V in 4 und
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6 einen
Schnitt durch die die Bodenscheibe, den Trommelmantel und das Verstärkungsblech
erfassende Roll- oder Falznaht entlang der Schnittlinie VI-VI in 4.
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Der Trommelmantel 1 einer
in 1 teilweise dargestellten
Wäschetrommel
enthält
einen im Trommelmantel 1 einstückig eingeformten, zum Wäscheaufnahmeraum
gerichteten Mitneh- mer 2 mit in seinem Firstbereich angeordneten
Laugenaustrittslöchern 3,
die ähnlich
tulpenartig geformt sind wie die Flutlöcher 4 im Trommelmantel 1.
Diese Flutlöcher 4 sind
so dicht wie möglich
im gesamten Trommelmantel 1 angeordnet. Der Trommelmantel 1 ist
aus einem endlich langen Blech gefertigt, wobei seine freien Enden
zu einer Querfalznaht 5 gebogen und gefügt sind, die den Trommelmantel 1 in
einer annähernd zylindrischen
Form hält.
Diese Querfalznaht 5 ist auch geeignet, einen wesentlichen
Teil der Zugkräfte, die
beim Schleu- dern peripher im Trommelmantel 1 verlaufen,
aufzunehmen.
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Damit Zugkräfte, die bei höheren Schleuderdrehzahlen
erhebliche Größen annehmen
können, den
eingezogenen Mitnehmer 2 nicht auffalten können, ist
jedem Mitnehmer 2 ein Verstärkungsblech 6 zugeordnet,
das die nach außen
gerichtete offene Seite des zugeordneten Mitnehmers 2 überbrückt. Dieses
Verstärkungsblech
ist beiderseits des Mitnehmers 2 mit den anschließenden Außenseitenbereichen 7 des
Trommelmantels 1 über
mehrere Verbindungs- stellen fest verbunden. Dabei liegt die Querfalznaht 5 in
dem e nen Außenseitenbereich 7 und wird
vom Verstärkungsblech 6 überdeckt.
Das Verstärkungsblech 6 liegt
dabei so eng über
der Querfalznaht 5, dass diese gleichzeitig durch das Verstärkungsblech 6 vor
dem Aufbiegen geschützt
ist, das beim Auftreten von starken Mantelzugkräften entstehen könnte. Außerdem ist
dadurch das Verstärkungsblech 6 so
stark gespannt, dass keine Dehnung des Verstärkungsbleches 6 bei
starken Mantelzugkräften
mehr auf die Verbindungsstellen mit auf die Dauer diese Verbindungsstellen
lösenden
Wechselkräften
einwirken können.
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Die Verbindungsstellen sind Durchstellfügeverbindungen 8,
deren Querschnittsform in 2 gezeigt
ist. Eine solche Durchstellfügeverbindung 8 besteht
aus einer in das Blech des Trommelmantels 1 nach außen tief
gezogenen Tulpe 9 mit hinter dem Rand je eines in das Verstärkungsblech 6 gestanzten Loches 10 greifenden,
aufgeweiteten und flach gedrückten
Rand 11. Dabei bildet die Durchstellfügeverbindung 8 ein
Durchgangsloch 12, dessen Durchmesser 13 etwa
dem der Flutlöcher 4 entspricht.
Anstelle der Durchstellfügeverbindungen 8 sind
selbstverständlich
auch separate Hohlniete verwendbar.
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Oberhalb der nach außen gerichteten
offenen Seiten der Mitnehmer 2 hat das Verstärkungsblech
gemäß 1 und 3 eingeprägte Kiemen 14, die
beim Eintauchen der Wäschetrommel
in den im unteren Teil des Laugenbehälters angesammelten Laugensumpf
in durch den Pfeil 15 angedeuteter Drehrichtung der Trommel
erhebliche Mengen von Lauge in den Mitnehmer 2 transportieren
(Pfeil 16). Diese Laugenmengen werden vom Mitnehmer 2 beim
weiteren Drehen der Wäschetrommel
in Pfeilrichtung 15 angehoben und entweichen schließlich durch
Laugenaustrittslöcher 3 im
Firstbereich jedes Mitnehmers 2, um die in der Trommel
liegende Wäsche
von oben zu benetzen.
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Die in 1 dargestellte
Wäschetrommel kann
beispielsweise einseitig gelagert sein. Dazu hat sie an der in 1 dem Blick abgewandten
Seite der Wäschetrommel
eine Bodenscheibe, die mit einem Tragstern fest verbunden ist, von
dem in 1 nur noch das
Strahlenende 17 erkennbar ist. Der (vorzugsweise dreistrahlige)
Tragstern ist an seinen Strahlenenden 17 über jeweils
eine Schraube 18 und einen Druckgußkörper (Mutter 19),
dessen äußere Form
der Innenkontur des Mitnehmers 2 angepaßt ist, mit der Bodenscheibe
verbunden. Zusätzlich kann
das Druckgußstück 19 mittels
einer Schraube 20 von der Außenseite des Verstärkungsbleches 6 her
mit dem Verstärkungsblech 6 verbunden
sein.
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Bei dem in 4 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Bodenscheibe 21 in
Höhe jedes
Mitnehmers 2 mit einem der Kontur des Mitnehmers 2 ähnlichen
Durchbruch 22 versehen. Hier ist einerseits der Trommelmantel 1 und
das Verstärkungsblech 6 mit
der Bodenscheibe 21 über
die Roll- oder Falznaht 23 verbunden. Da das Mantelblech 1 im
Bereich des Mitnehmers 2 in Richtung Trommelinnenraum aus
der Mantellinie ausweicht, ist der Rand des Mantelbleches 1 im
Bereich des Mitnehmers 2 mit dem Rand des Durchbruches 22 zu
einer weiteren Roll- oder Falznaht 24 geformt. 5 und 6 machen deutlich, daß die Roll- oder Falznaht 23 im
Bereich des Mitnehmers 2 (5)
lediglich das Verstärkungsblech 6 und
das Blech der Bodenscheibe 21 betrifft, während im
Bereich entlang der Schnittlinie VI-VI (6) zusätzlich auch das Blech des Trommelmantels 1 in
die Falznaht 23 einbezogen ist.
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Zusätzlich zu dieser in 1 dargestellten, an sich
schon sehr steifen Verbindungsform zwischen der Bodenscheibe 21 einerseits
und dem Blech des Trommelmantels 1 und dem Verstärkungsblech 6 andererseits
kann auch hier in den Mitnehmer 2 ein Druckgußstück 19 gemäß 1 sowohl mit dem Verstärkungsblech 6 wie
auch mit einem Strahlenende 17 eines Tragsterns verbunden
werden, der in 4 von
vorn an der Bodenscheibe 21 anliegt. Dabei kann beispielsweise
die Roll- oder Falznaht 24 in den Klemmbereich zwischen
dem Druckgrußstück 19 und
dem Strahlenende 17 des Tragsterns gelangen und durch festen
Anzug der Schraube 18 zwischen den beiden Bauteilen gegen
Aufspreizen gesichert sein.
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Zur Vermeidung des Ausfließens von
durch die Kiemen 14 geschöpfter Lauge durch die nicht vom
Tragstern oder vom Blech der Bodenscheibe 21 abgedeckten
seitlichen Durch- brüche 22 der
Mitnehmer 2 können
in diese Durchbrüche 22 nicht
dargestellte Kunststoffkap- pen eingerastet werden.