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DE10006789C2 - Vorrichtung zum mechanischen Fügen, Scheren, Schneiden, Bördeln oder schlagenden Umformen von Blech-, Rohr- oder Profilteilen - Google Patents

Vorrichtung zum mechanischen Fügen, Scheren, Schneiden, Bördeln oder schlagenden Umformen von Blech-, Rohr- oder Profilteilen

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DE10006789C2
DE10006789C2 DE2000106789 DE10006789A DE10006789C2 DE 10006789 C2 DE10006789 C2 DE 10006789C2 DE 2000106789 DE2000106789 DE 2000106789 DE 10006789 A DE10006789 A DE 10006789A DE 10006789 C2 DE10006789 C2 DE 10006789C2
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tool shank
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Walter Eckold GmbH and Co KG Vorrichtungs und Geraetebau
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum mechanischen Fügen, Scheren, Schneiden, Bördeln, Stanznieten oder schlagenden Umformen von Blech-, Rohr- oder Profilteilen mit einem oberen und einem unteren Werkzeughalter, die in einer Arbeitsrichtung zueinander ausgerichtet und mit einer vorgegebenen Öffnungsweite zueinander beabstandbar sind, und mit von den Werkzeughaltern aufgenommenen Werkzeugen, wobei mindestens ein Werkzeughalter ein Werkzeug auswechselbar aufnimmt, wozu der mindestens eine Werkzeughalter ein Werkzeugnest aufweist, in das das auswechselbare Werkzeug mit einem eine Gesamteinspannlänge bestimmenden Werkzeugschaft einsetzbar und mittels eines Befestigungselementes arretierbar ist, wobei das Werkzeugnest (30, 40) für das auswechselbare Werkzeug (1, 2) eine axiale Führung (5, 16) mit seitlicher Lagesicherung für mindestens zwei eine erste und eine zweite Teileinspannlänge (T1, T2; T1', T2') bestimmende Werkzeugschaftabschnitte (6, 14) aufweist, der Werkzeugschaft in Arbeitsrichtung um die Strecke der längsten der mindestens zwei Teileinspannlängen (T1, T2; T1', T2') verschiebbar ist in eine Einsetz-/Entnahmestellung, bei der der Werkzeugschaft für ein seitliches Einsetzen/Entnehmen des Werkzeugschaftes lagesicherungsfrei in dem Werkzeugnest (30, 40) des Werkzeughalters (3, 4) sitzt, und die Länge der längsten der mindestens zwei Teileinspannlängen (T1, T2; T1', T2') kleiner gleich der Länge der vorgegebenen Öffnungsweite (Z¶0¶) ist.

Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum mechanischen Fügen, Scheren, Schneiden, Bördeln oder schlagenden Umformen von Blech-, Rohr- oder Profilteilen mit einem oberen und einem unteren Werkzeughalter.
Aus der EP 0 835 701 A2 ist ein Werkzeugsatz für das Durchsetzfügen bekannt. Ein auswechselbarer Stempel wird hier seitlich in ein Werkzeugnest eingesetzt und besitzt eine Durchgangsbohrung zur Aufnahme einer Befestigungsschraube, die den Stempel in dem Werkzeugnest hält. Der Ein- und Ausbau des Stempels ist hier zwar unabhängig von dem Öffnungsmaß zwischen einem oberen und einem unteren Werkzeughalter, die einseitig offene Ausführung des Werkzeugnestes gewährleistet zunächst keinen Formschluß zwischen dem Werkzeughalter und dem Werkzeugschaft des auswechselbaren Werkzeuges. Aus diesem Grund ist ein zusätzliches Befestigungselement, wie beispielsweise eine Schraube, vorgesehen. Die zum Einbringen des Befestigungselementes notwendige Durchbohrung des Werkzeugschaftes stellt eine Schwächung des die Prozeßkraft übertragenden Werkzeugschaftes dar und nimmt somit maßgeblichen Einfluß auf die Beanspruchbarkeit des Werkzeuges.
Gemäß der EP 0 835 701 A2 kann das auswechselbare Werkzeug auch von oben in ein umfangsseitig mit Führungsflächen versehenem Nest eingeführt werden, um dann wiederum mit einer Befestigungsschraube arretiert zu werden. Der Ein- und Ausbau des Werkzeuges erfordert dabei jedoch dessen Verlagerung um die gesamte Einspannlänge. Derartige Befestigungssysteme sind nicht einsetzbar, wenn beim Zusammenwirken von einem oberen und einem unteren Werkzeughalter die zur Gewährleistung einer Führungsgenauigkeit notwendige Einspannlänge eines Werkzeugschaftes im Werkzeughalter größer ist, als das zwischen dem oberen und unteren Werkzeughalter vorhandene Öffnungsmaß. In vielen Fällen wird das Öffnungsmaß aus Sicherheitsgründen so beschränkt, daß die Finger eines Bedieners nicht zwischen das Ober- und Unterwerkzeug gelangen können.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung zum mechanischen Fügen, Scheren, Schneiden, Bördeln oder schlagenden Umformen zu schaffen, die einfache Werkzeugwechsel erlaubt, ohne dabei Standzeiten verkürzende Durchbohrungen des Werkzeuges zu erfordern.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Hierdurch wird eine Vorrichtung zum mechanischen Fügen, Scheren, Schneiden, Bördeln oder schlagenden Umformen geschaffen, bei der ein auswechselbares Werkzeug zum Einspannen in einen Werkzeughalter gegenüber diesem in Axialrichtung um eine Strecke verlagert wird, die kleiner ist als die Gesamteinspannlänge des Werkzeugschaftes im Werkzeughalter. Die Verlagerung um eine Strecke, die einer Teileinspannlänge entspricht, ist zum Werkzeugein- und Werkzeugausbau ausreichend, da nach erfolgter Verlagerung des Werkzeuges um die Teileinspannlänge ein Formschluß zwischen Werkzeugschaft und Werkzeughalter soweit aufgehoben ist, daß das Werkzeug seitlich verlagert werden kann, um das Werkzeug vollständig aus dem Werkzeughalter herauszuführen. Diese nicht in Axialrichtung erfolgende Ent­ nahme des Werkzeuges aus dem Werkzeughalter ist möglich, weil das Werkzeugnest des Werkzeughalters eine lagesicherungsfreie Einsetz- /Entnahmestellung aufweist, die beispielsweise von einem Freiraumabschnitt bzw. Absatz oder einem den Formschluß in nicht axialer Richtung aufhebenden Durchbruch bzw. Öffnungsschlitz gebildet werden kann.
Damit ist ein Werkzeugwechsel auch dann möglich, wenn das Öffnungsmaß zwischen Ober- und Unterwerkzeug kleiner ist als die Gesamteinspannlänge des Werkzeugschaftes im Werkzeughalter. Dabei ist der Werkzeugschaft so gestaltet, daß dessen zur formschlüssigen Befestigung des Werkzeugschaftes im Werkzeughalter notwendige Geometrie keinen maßgeblichen Einfluß auf die Beanspruchbarkeit des Werkzeuges nimmt. Gleichzeitig kann der Arbeitsaufwand beim Werkzeugwechsel auf das Lösen bzw. Anziehen eines zusätzlichen Befestigungselementes beschränkt sein, um den Kriterien eines Schnellwechselsystems zu genügen.
Vorteilhaft ist ferner, daß der Werkzeugschaft und das Werkzeugnest im Werkzeughalter geometrisch so gestaltet werden können, daß der Werkzeugschaft nach dem Einsetzen in das Werkzeugnest ohne zusätzliche Befestigungselemente in nicht axialer Richtung Formschluß mit dem Werkzeughalter aufweist. Ein zusätzliches Befestigungselement muß demnach nur noch den Formschluß in Axialrichtung und gegebenenfalls die Sicherung gegen Verdrehen in dieser Position gewährleisten, wozu ein vollständiges Durchdringen des Befestigungselementes durch den Werkzeugschaft nicht notwendig ist und eine damit verbundene Schwächung des Werkzeugschaftes vermieden wird.
Der Werkzeugschaft kann in mehrere Teileinspannlängen unterteilt sein, denen lagesicherungsfreie Einsetz-/Entnahmestellungen zugeordnet sind.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind der nachfolgenden Beschreibung und den Unteransprüchen zu entnehmen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der in den beigefügten Abbildungen dargestellten Ausführungsbeispiele erläutert.
Fig. 1a-1c zeigen eine Vorrichtung zum mechanischen Fügen gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel, bei der ein auswechselbares Werkzeug in verschiedenen Stellungen zur Durchführung eines Werkzeugwechsels dargestellt ist,
Fig. 2a-2c zeigen eine Vorrichtung zum mechanischen Fügen gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel, bei der ein auswechselbares Werkzeug in verschiedenen Stellungen zur Durchführung eines Werkzeugwechsels dargestellt ist,
Fig. 3a und 3b zeigen eine Befestigungseinrichtung zum Festsetzen eines auswechselbaren Werkzeuges bei einer Vorrichtung gemäß Fig. 1 oder Fig. 2.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum mechanischen Fügen, Scheren, Schneiden, Bördeln oder schlagenden Umformen von Blech-, Rohr- oder Profilteilen mit einem oberen und einem unteren Werkzeughalter, die in einer Arbeitsrichtung zueinander ausgerichtet und mit einer vorgegebenen Öffnungsweite zueinander beabstandbar sind, und mit von den Werkzeughaltern aufgenommenen Werkzeugen, wobei mindestens ein Werkzeughalter ein Werk­ zeug auswechselbar aufnimmt, wozu der mindestens eine Werkzeughalter ein Werkzeugnest aufweist, in das das auswechselbare Werkzeug mit einem eine Gesamteinspannlänge bestimmenden Werkzeugschaft einsetzbar und mittels eines Befestigungselementes arretierbar ist.
Die Fig. 1a-1c zeigen einen Werkzeugsatz für das Durchsetzfügen mit einem Stempel 1 und einer Matrize 2, die jeweils in einem Werkzeugnest 30, 40 eines Werkzeughalters 3, 4 angeordnet sind. Der Stempel 1 und die Matrize 2 sind dabei mittels ihrer Werkzeughalter 3, 4 axial zueinander ausgerichtet, wobei entweder der Stempel 1 und/oder die Matrize 2 eine Hubbewegung in einer Arbeitsrichtung Z ausführen können, um das gesamte Werkzeug nach dem Einsetzen der Fügeteile zu schließen und eine wählbare Preßkraft auf die zu verbindenden Fügeteile auszuüben.
Aus Sicherheitsgründen sind der Stempel 1 und die Matrize 2 mit einer Öffnungsweite Z0 maximal in Arbeitsrichtung Z zueinander axial beabstandbar, wobei die Beabstandung durch einen oder beide Werkzeughalter 3, 4 erfolgt.
Fig. 1a zeigt den Werkzeugsatz mit einem auswechselbaren Stempel 1 und einer auswechselbaren Matrize 2, die in den Werkzeugnestern 30, 40, vgl. Fig. 1c, der zugehörigen Werkzeughalter 3, 4 befestigt sind. Dazu weist das Werkzeugnest 30 für den Stempel 1 eine axiale Führung 5 mit seitlicher Lagesicherung für mindestens einen eine erste Teileinspannlänge T1 bestimmenden ersten, einem Arbeitsende zugewandten Werkzeugschaftabschnitt 6 des Stempels 1 auf. Die erste Teileinspannlänge T1 entspricht der Kontaktlänge des Werkzeugschaftabschnitts 6 mit einem Führungsabschnitt 5a in der Führung 5. Die seitliche Lagesicherung wird durch eine in Umfangsrichtung teilgeschlossene Ausbildung der Führung 5 zumindest für den ersten Werkzeugschaftabschnitt 6 erreicht, die hier durch einen in bezug auf den ersten Werkzeugschaftabschnitt 6 zumindest teilweise formgleichen Führungsabschnitt 5a gebildet wird, und zwar derart, daß der erste Werkzeugschaftabschnitt 6 in dem Führungsabschnitt 5a seitlich, d. h. in jeder nicht axialen Richtung, positioniert ist, wobei ein seitlicher Ausschnitt frei bleibt. Der erste Werkzeugschaftabschnitt 6 ist hierbei zylindrisch ausgebildet und wird von einem formgleichen teilzylindrischen Führungsabschnitt 5a erfaßt, dessen Führungsumfang mehr als 180° beträgt. Der erste Werkzeugschaftabschnitt 6 definiert somit eine erste Teileinspannlänge T1.
Der Stempel 1 umfaßt ferner mindestens einen zweiten, einem Arbeitsende abgewandten Werkzeugschaftabschnitt 9, der in einem Führungsabschnitt 5b der Führung 5 sitzt und dessen Dicke bzw. Durchmesser derart bemessen ist, daß ein seitlicher Durchtritt in X-Richtung (vgl. Fig. 1c) durch eine Ausschnittsbreite B1 des Werkzeugnestes 30 möglich ist, wenn der zweite Werkzeugschaftabschnitt 9 in den Führungsabschnitt 5a der Führung 5 axial vorgeschoben wird. Der zweite Führungsabschnitt 5b definiert für den zweiten Werkzeugschaftabschnitt 9 eine zweite Teileinspannlänge T2. Der Abstand zwischen dem dem Arbeitsende abgewandten Ende von T2 und dem dem Arbeitsende zugewandten Ende von T1 bildet die Gesamteinspannlänge T des Stempels 1. Dies ist deshalb von Bedeutung, weil die Führungsgenauigkiet des Stempels 1 weniger von der Summe der einzelnen Teileinspannlängen sondern vielmehr von der Gesamteinspannlänge beeinflußt wird.
Der Werkzeugschaft des Stempels 1 ist demnach abgestuft und besteht aus teilzylindrischen Schaftabschnitten 6, 9, wobei der zu einer Werkzeugaufstands­ fläche 10 benachbarte Werkzeugschaftabschnitt 9 einen geringeren Durchmesser aufweist als der Werkzeugschaftabschnitt 6.
Die vorstehend beschriebene Gestaltung des Werkzeugschaftes des Stempels 1 und des Werkzeughalters 3 hat zur Folge, daß dann, wenn, wie in Fig. 1b dargestellt, der Stempel 1 in Arbeitsrichtung Z um den Weg der Längsten aller Teileinspannlängen T1 bzw. T2 vorgeschoben wird, die seitliche Führung aller Werkzeugschaftabschnitte 6, 9 durch die zugehörenden Führungsabschnitte 5a und 5b wegfällt. Da die Ausschnittsbreite eines jeden Werkzeugnestabschnittes größer ist als der Durchmesser des dann im Werkzeugnest befindlichen Werkzeugschaftabschnittes, ist das Werkzeug seitlich, d. h. in X-Richtung entnehmbar, wie in Fig. 1c dargestellt. Grundvoraussetzung für einen derartigen Werkzeugwechsel ist jedoch, daß alle Teileinspannlängen kleiner gleich der Länge der vorgegebenen Öffnungsweite Z0 des Werkzeugsatzes zwischen Ober- und Unterwerkzeug sind.
Wie die Fig. 3a und 3b zeigen, wird der Werkzeugschaft des Stempels 1 in dem Werkzeugnest 30 mittels eines Befestigungselementes 12 in einer Arbeitsposition arretiert. Der Werkzeugschaft des Stempels 1 kann dazu eine Vertiefung 13 aufweisen, wodurch der Stempel 1 in dem Werkzeugnest 30 gegen translatorische axiale Verlagerungen in der Arbeitsrichtung Z und gegen axiale Verdrehung gesichert ist.
Wie die Fig. 1a bis 1c weiterhin zeigen, kann die Matrize 2 ebenfalls auswechselbar in dem Werkzeugnest 40 des Werkzeughalter 4 einsetzbar sein, wozu der Werkzeugschaft der Matrize 2 entsprechend dem des Stempels 1 ausbildbar ist, d. h. mit mindestens einem ersten Werkzeugschaftabschnitt 14 und mindestens einem zweiten Werkzeugschaftabschnitt 15, die Teileinspannlängen T1' und T2' bilden mit einer entsprechend ausgebildeten Führung 16. Im übrigen gelten die vorstehenden Ausführungen für die Ausbildung des Stempels 1 und dem Werkzeugnest 30 hier entsprechend.
Gemäß nicht dargestellter Abwandlungen des in den Fig. 1a-1c dargestellten ersten Ausführungsbeispiels können die Werkzeugschaftabschnitte 6, 9 und 14, 15 auch andere von der Zylinderform abweichende geometrische Gestaltungen besitzen, die jedoch ebenfalls sicherstellen müssen, daß der jeweilige Führungsabschnitt des Werkzeughalters den jeweils zugeordneten Werkzeugschaftabschnitt entlang seiner Kontaktlänge seitlich teilweise so umgreift, daß das Werkzeug in nicht axialer Richtung lagefixiert ist. Dieses Umgreifen wird für jeden Werkzeugschaftabschnitt 9, 15 aufgehoben, wenn er in axialer Richtung in den mindestens jeweils nächsten Führungsabschnitt 5a, 16 vorgeschoben ist.
Weiterhin können auch mehr als jeweils zwei abgestufte Werkzeugschaftabschnitte vorgesehen sein. Wichtig ist, daß der Werkzeugschaft in Arbeitsrichtung um die Strecke der jeweils längsten der mindestens zwei Teileinspannlängen T1, T2 verschiebbar ist in eine Einsetz-/Entnahmestellung, bei der der Werkzeugschaft für ein seitliches, d. h. in X-Richtung, Einsetzen/Entnehmen lagesicherungsfrei in dem Werkzeugnest des Werkzeughalters sitzt und die Länge der längsten der mindestens zwei Teileinspannlängen T1, T2 kleiner gleich der Länge der vorgegebenen Öffnungsweite zwischen einem über und einem Unterwerkzeug ist.
Schließlich kann der beschriebene Werkzeugsatz auch in Verbindung mit geeigneten Werkzeugen zum andersartigen mechanischen Fügen, Scheren, Schneiden, Bördeln oder schlagenden Umformen von Blech-, Rohr- oder Profilteilen eingesetzt werden.
Die Fig. 2a-2c zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zum mechanischen Fügen, Scheren, Schneiden, Bördeln oder schlagenden Umformen von Blech-, Rohr- oder Profilteilen mit einem oberen und einem unteren Werkzeughalter, die in einer Arbeitsrichtung Z axial zueinander ausgerichtet und mit einer vorgegebenen Öffnungsweite Z0 zueinander beabstandbar sind, und mit von den Werkzeughaltern aufgenommenen Werkzeugen 1, 2, wobei mindestens ein Werkzeughalter ein Werkzeug 1, 2 auswechselbar aufnimmt, wozu der mindestens eine Werkzeughalter 3, 4 ein Werkzeugnest 30, 40 aufweist, in das das auswechselbare Werkzeug 1, 2 mit einem eine Gesamteinspannlänge bestimmenden Werkzeugschaft einsetzbar und mittels eines Befestigungselementes 12 arretierbar ist. Das Werkzeugnest 30, 40 für das auswechselbare Werkzeug 1, 2 weist eine axiale Führung 5, 16 mit seitlicher Lagesicherung für mindestens einen eine erste Teileinspannlänge T1 bestimmenden ersten Werkzeugschaftabschnitt 6, 14 auf, der Werkzeugschaft ist in Arbeitsrichtung entsprechend der Länge der ersten Teileinspannlänge T1 verschiebbar in eine Einsetz-/Entnahmestellung, bei der der Werkzeugschaft für ein seitliches Einsetzen/Entnehmen des Werkzeugschaftes lagesicherungsfrei mit einem mindestens zweiten Werkzeugschaftabschnitt 21, der eine zweite Teileinspannlänge T2 definiert, im Werkzeugnest 30 des Werkzeughalters 3 sitzt.
Dabei kann der erste Werkzeugschaftabschnitt 6 des Stempels 1 und der Führungsabschnitt 5a der Führung 5 des Werkzeughalters 3 entsprechend zu dem ersten Ausführungsbeispiel ausgebildet sein. In Abwandlung von diesem besitzt der restliche Werkzeugschaftabschnitt, hier der zweite Werkzeugschaftabschnitt 21, die gleichen Querschnittsabmessungen vorzugsweise den gleichen Durchmesser des ersten Werkzeugschaftabschnitts 6 besitzt und definiert auf diese Weise eine Gesamtführungslänge T im Werkzeughalter 3. Die geometrische Aufteilung des Gesamtschaftes in zwei Schaftabschnitte 6, 21 wird durch eine Schaftverjüngung 18 erreicht. Damit für den zweiten Werkzeugschaftabschnitt 21 eine Einsetz-/Entnahmestellung ohne seitliche Lagesicherung realisiert werden kann, weist der Werkzeughalter 3 seitliche Durchbrüche 22 auf, die dort lokalisiert sind, wohin das Teilstück 21 vorgeschoben wird, wenn der erste Werkzeugschaftabschnitt 6 außer Eingriff gelangt ist mit dem Führungsabschnitt 5b. Zur Gewährleistung einer lagesicherungsfreien Einsetz-/Entnahmestellung weisn die Druchbrüche 22 eine größere axiale Abmessung in Z-Richtung auf als der Schaftabschnitt 21. Aus dem gleichen Grund ist die axiale Abmessung der Schaftverjüngung 18 größer als der Führungsabschnitt 5a. Im übrigen gelten die Ausführungen zum ersten Ausführungsbeispiel entsprechend.
Der besondere Vorteil des zweiten Ausführungsbeispiels resultiert aus den gleichen Querschnittsabmessungen der Werkzeugschaftabschnitte 6 und 21, wodurch ein fertigungstechnisch einfaches Werkzeugnest mit über die gesamte Nestlänge gleichen Querschnittsabmesssungen genutzt werden kann. Es ist also kein Werkzeugnest in Form einer Stufenbohrung notwendig, wie beispielsweise bei dem Ausführungsbeispiel 1.
Auch ist die Matrize 2 entsprechend dem des Stempels 1 ausbildbar, d. h. mit mindestens einem ersten Werkzeugschaftabschnitt 14 und mindestens einem zweiten Werkzeugschaftabschnitt 19 gleicher Querschnittsgeometrie wie 14 und einer entsprechend ausgebildeten Führung 16. Im übrigen gelten die vorstehenden Ausführungen entsprechend.
Ferner können die Anordnung der auswechselbaren Werkzeuge gemäß dem ersten und zweiten Ausführungsbeispiel kombiniert werden, wobei beispielsweise die Anordnung für den Stempel gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel und die Anordnung für die Matrize nach dem zweiten Ausführungsbeispiel erfolgen kann.

Claims (10)

1. Vorrichtung zum mechanischen Fügen, Scheren, Schneiden, Bördeln, Stanznieten oder schlagenden Umformen von Blech-, Rohr- oder Profilteilen mit einem oberen und einem unteren Werkzeughalter (3, 4), die in einer Arbeitsrichtung zueinander ausgerichtet und mit einer vorgegebenen Öffnungsweite zueinander beabstandbar sind, und mit von den Werkzeughaltern (3, 4) aufgenommenen Werkzeugen (1, 2), wobei mindestens ein Werkzeughalter (3, 4) ein Werkzeug (1, 2) auswechselbar aufnimmt, wozu der mindestens eine Werkzeughalter (3, 4) ein Werkzeugnest (30, 40) aufweist, in das das auswechselbare Werkzeug (1, 2) mit einem eine Gesamteinspannlänge bestimmenden Werkzeugschaft einsetzbar und mittels eines Befestigungselementes arretierbar ist und das Werkzeugnest (30, 40) für das auswechselbare Werkzeug (1, 2) eine axiale Führung (5, 16) mit seitlicher Lage­ sicherung für mindestens zwei eine erste und eine zweite Teileinspannlänge (T1, T2; T1', T2') bestimmende Werkzeugschaftabschnitte (6, 14) aufweist, der Werkzeugschaft in Arbeitsrichtung um die Strecke der längsten der mindestens zwei Teileinspannlängen (T1, T2; T1', T2') verschiebbar ist in eine Einsetz- /Entnahmestellung, bei der der Werkzeugschaft für ein seitliches Einsetzen/Entnehmen des Werkzeugschaftes lagesicherungsfrei in dem Werkzeugnest (30, 40) des Werkzeughalters (3, 4) sitzt, und die Länge der längsten der mindestens zwei Teileinspannlängen (T1, T2; T1', T2') kleiner gleich der Länge der vorgegebenen Öffnungsweite (Z0) ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die längste der mindestens zwei Teileinspannlängen (T1, T2; T1', T2'), eine dem Arbeitsende zugewandte Teileinspannlänge (T1, T1') ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das auswechselbare Werkzeug (1, 2) einen abgestuften Werkzeugschaft mit einem einem Arbeitsende des Werkzeuges (1, 2) zugewandten ersten Werkzeugschaftabschnitt (6, 14) aufweist, dessen Kontaktänge mit einem ersten Führungsabschnitt (5a) eines Werkzeughalters (3) die erste Teileinspannlänge (T1) bestimmt.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der abgestufte Werkzeugschaft einen zweiten (9, 15) gegenüber dem ersten (6, 14) Werkzeugschaftabschnitt verjüngten Werkzeugschaftabschnitt an einem einem Arbeitsende des Werkzeuges (1, 2) abgewandten Ende aufweist, dessen Kontaktlänge mit einem zweiten Führungsabschnitt (5b) des Werkzeughalters (3) die zweite Teileinspannlänge bestimmt und der formschlüssig in die Führung (5, 16) einsetzbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der abgestufte Werkzeugschaft einen weiteren Werkzeugschaftabschnitt (18) benachbart zu einem dem Werkzeug (1) abgewandeten Arbeitsende aufweist, dem jeweils ein Durchbruch (22) am Werkzeughalter (3) zur Aufhebung einer Lagesicherung des Werkzeuges (1) im Werkzeugnest (30) zugeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der mindestens zweite Werkzeugschaftabschnitt (21) den gleichen Durchmesser wie der erste Werkzeugschaftabschnitt (6) aufweist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeugschaft zwischen den Werkzeugschaftabschnitten (6, 21) eine Verjüngung (18) aufweist, der zur Aufhebung einer Lagesicherung des Werkzeuges (1) eine Öffnungsbreite B am Werkzeugnest (30) zugeordnet ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine seitliche Lagesicherung der Werkzeugschaftabschnitte (6, 9, 14, 21) durch Verschieben in Arbeitsrichtung (Z) aufhebbar ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeughalter (3, 4) ein in Umfangsrichtung teilgeschlossenes Werkzeugnest (30, 40) für den jeweiligen Werkzeugschaft bildet.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeugschaft zylindrische oder teilzylindrische Schaftabschnitte (6, 9, 21, 14) aufweist.
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EP0835701A2 (de) * 1996-10-09 1998-04-15 ECKOLD GmbH & Co. KG Durchsetzfügematrize

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