DE10006750A1 - Herstellungsverfahren für eine flache Gasentladungslampe - Google Patents
Herstellungsverfahren für eine flache GasentladungslampeInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Entladungsgefäßes einer flachen Gasentladungslampe, bei dem das Entladungsgefäß eine Bodenplatte (1), einen Rahmen (3) und eine Deckenplatte (2) sowie mindestens ein Abstandselement (7) zwischen Bodenplatte (1) und Deckenplatte (2) aufweist. Zumindest zwischen einer der Platten (2) und dem Rahmen (3) wird zumindest ein Zwischenraum (6) als Befüllöffnung zunächst offen gehalten. Durch Aufschmelzen zumindest eines Teils (4, 5) des Rahmens, der auch eine Glaslotschicht (4) sowie lokale Erhöhungen (5) umfassen kann, wird die Befüllöffnung (6) nach dem Befüllen beseitigt. Der Abstand der Gefäßplatten (1, 2) ist durch die auch während des Fügevorgangs harten Abstandselemente (7) definiert.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Entladungsgefä
ßes einer flachen Gasentladungslampe.
Insbesondere richtet sich die Erfindung auf die Herstellung von flachen Gas
entladungslampen, die für dielektrisch behinderte Entladungen ausgelegt
sind, bei denen also zumindest die Elektroden einer Polarität durch eine
dielektrische Schicht von dem Entladungsvolumen in dem Entladungsgefäß
getrennt ist (dielektrische Barrieren-Entladungslampen).
Derartige Lampen eignen sich neben der Allgemeinbeleuchtung unter ande
rem auch zur Hinterleuchtung von Flüssigkristallanzeigen (LCD) sowie zu
Dekorations- und Werbezwecken.
Flache Gasentladungslampen des gattungsgemäßen Typs weisen ein Entla
dungsgefäß auf, welches durch eine Bodenplatte, eine Deckenplatte sowie
einen dazwischen angeordneten Rahmen gebildet ist. Im übrigen wird hier
die Technologie von flachen Gasentladungslampen für dielektrisch behin
derte Entladungen als Stand der Technik vorausgesetzt. Als Beispiel wird
zudem verwiesen auf die Schrift WO 98/43277, deren Offenbarungsgehalt
hinsichtlich der Lampentechnologie von flachen Gasentladungslampen für
dielektrisch behinderte Entladungen durch Inbezugnahme hiermit inbegrif
fen ist.
Aus der Schrift DE 198 17 478 A1 ist eine flache Entladungslampe der gat
tungsgemäßen Art bekannt. Das Entladungsgefäß dieser Lampe umfaßt zwei
zueinander parallele Platten, einen Rahmen sowie Abstandselemente, die die
beiden Platten gegeneinander abstützen. Jedes Abstandselement besteht aus
einer bei Fügetemperatur hochviskosen und einer niederviskosen Kompo
nente. Vor dem Zusammenfügen des Entladungsgefäßes ist die jeweilige
vertikale Abmessung jedes Abstandselements größer als der vorgesehene
Endabstand der beiden Platten. Die dadurch zunächst freigehaltene umlau
fende spaltartige Öffnung dient als Pump- bzw. Füllöffnung des Entla
dungsgefäßes. Die jeweils niederviskose Komponente jedes Abstandsele
ments gleicht beim Zusammenfügen des Entladungsgefäßes mögliche lokale
Abweichungen der Abstände zwischen beiden Platten aus.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes Herstellungs
verfahren für Entladungsgefäße von Gasentladungslampen anzugeben.
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des An
spruchs 1 gelöst.
Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen
Ansprüche.
Erfindungsgemäß wird bei der Herstellung zunächst zumindest zwischen
einer der beiden Entladungsgefäß-Platten und dem Rahmen zumindest ein
Zwischenraum als eine Pump- und Befüllöffnung offen gehalten. Nach dem
Abpumpen von Spülgasen und möglichen flüchtigen Verunreinigungen so
wie dem anschließenden Befüllen mit dem oder den Füllgasen, beispielsweise
Xenon, wird die Befüllöffnung dadurch beseitigt, daß zumindest ein Teil
des Rahmens aufgeschmolzen wird. Außerdem ist zwischen Boden- und
Deckenplatte mindestens ein Abstandselement angeordnet, beispielsweise in
Form einer Kugel, Säule oder dergleichen. Die Abstandselemente werden
während des zuvor beschriebenen Fügevorgangs nicht erweicht oder gar
aufgeschmolzen sondern bleiben vielmehr hart. Auf diese Weise wird er
reicht, daß der Abstand zwischen Boden- und Deckenplatte durch die verti
kale Abmessung des bzw. jedes Abstandselements definiert ist.
Gegenüber dem Stand der Technik kann hier bei den Abstandselementen auf
die niederviskose Komponente verzichtet werden. Das bedeutet insbesonde
re bei großflächigen Lampen bzw. Lampen mit relativ dünnen Gefäßplatten,
die folglich aus Stabilitätsgründen relativ viele Abstandselemente benötigen,
eine erhebliche Einsparung an Material und Fertigungsaufwand.
Üblicherweise werden die Entladungsgefäß-Einzelteile in einem Ofen gefügt.
Bei der Fügetemperatur, typisch einige Hundert Grad Celsius, beispielsweise
ca. 500°C, erweicht dann erfindungsgemäß der Rahmen oder zumindest der
dafür vorgesehene Teil des Rahmens, nicht aber die beiden Gefäßplatten und
die Abstandselemente. Um dies zu erreichen, wird der Rahmen bzw. der für
die Erweichung bestimmte Teil des Rahmens, der auch eine separate Glaslot
schicht oder lokale Erhöhung umfassen kann, aus einem Material mit einer
bei der Fügetemperatur relativ niedrigen Viskosität, beispielsweise ca.
106 dPas (Dezi-Pascal mal Sekunde) oder weniger, gewählt. Geeignet hierfür
sind unter anderem Glaslote bzw. Sintergläser, beispielsweise aus Pb-Si-B-O,
Bi-Si-B-O, Zn-Si-B-O, Zn-Bi-Si-B-O, Sn-Zn-P-O. Die beiden Gefäßplatten und
die Abstandselemente sowie gegebenenfalls der restliche Rahmenteil werden
hingegen aus einem Material mit einer bei der Fügetemperatur relativ hohen
Viskosität, beispielsweise ca. 1010 dPas oder mehr, gewählt. Geeignet hierfür
sind unter anderem Weichgläser sowie kristallisierte Glaslote bzw. Kompositlote
und stabile Glaslote mit hohem Erweichungspunkt, z. B. Bi-Si-B-O, Sn-
Zn-P-O, Zn-B-Si-O, Pb-B-Si-O und Zn-Bi-Si-B-O.
Die Befüllöffnung kann beispielsweise dadurch realisiert werden, daß die
Höhe der Abstandselemente größer gewählt wird als die Höhe des gleich
mäßig umlaufenden Rahmens. Dadurch entsteht ein Spalt zwischen dem
Rahmen und einer der beiden Platten. Nach dem Befüllen wird der Spalt
durch Erweichen bzw. Aufschmelzen des Rahmens geschlossen. Sofern der
Rahmen mit der oberen Deckenplatte verbunden ist, d. h. der Spalt zwischen
Bodenplatte und Rahmen ist, wird der Vorgang des Schließens durch die
Gravitationskräfte unterstützt, so daß sich auf diese Weise auch relativ große
Spalte zuverlässig verschließen lassen. Weitere Details hierzu finden sich in
der Beschreibung zu den Ausführungsbeispielen.
Alternativ kann die Befüllöffnung dadurch realisiert werden, daß eine Dicht
fläche zwischen einer der Gefäßplatten und dem Rahmen Unebenheiten
aufweist. Beispielsweise kann die Dichtfläche gewellt oder zumindest an ei
nem ausgezeichneten Punkt erhöht werden. Für die Erhöhungen kommen
beispielsweise vorgefertigte Sinterglasteile in Betracht, die auf dem Rahmen
angeordnet werden. Alternativ können die Erhöhungen auch mit dem restli
chen Teil des Rahmens einstückig ausgeführt sein. Beispielsweise können die
Erhöhungen auch dadurch realisiert werden, daß der Rahmen aus Einzeltei
len zusammengesetzt wird, indem die Fügestellen der Einzelteile zuvor auf
geschmolzen werden, beispielsweise mittels Laser. Die Erhöhungen entste
hen dann aus dem aufgeschmolzenen Material beim Fügen der Rahmen-
Einzelteile.
Im Folgenden wird die Erfindung anhand mehrerer Ausführungsbeispiele
konkreter erläutert, wobei die hierbei offenbarten Merkmale auch einzeln
oder in anderen als den dargestellten Kombinationen erfindungswesentlich
sein körnen. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht eines Flachstrahler-
Entladungsgefäßes vor dem erfindungsgemäßen Verschließen nach
einem ersten erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel,
Fig. 2 eine schematische Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbei
spiels der Erfindung,
Fig. 3a eine schematische Seitenansicht eines dritten Ausführungsbeispiels
der Erfindung,
Fig. 3b eine Draufsicht des Ausführungsbeispiels von Fig. 3a entlang der
Linie AB,
Fig. 3c eine Ansicht des Ausführungsbeispiel von Fig. 3a in Blickrich
tung C,
Fig. 4 eine schematische Seitenansicht eines vierten Ausführungsbeispiels
der Erfindung.
Das erste Ausführungsbeispiel in Fig. 1 weist eine Bodenplatte 1 und Dec
kenplatte 2 sowie einen Rahmen 3 aus Weichglas auf. Der Rahmen 3 kann
mit der Bodenplatte 1 in verschiedener Art und Weise verbunden sein oder
mit ihr einstückig ausgeführt sein. Insbesondere könnte er auch durch Glas
aufschmelzen infolge Lichteinstrahlung (Fügen mittels Laserstrahlung) mit
der Bodenplatte 1 gefügt sein. Das resultierende Entladungsgefäß hat einen
im wesentlichen rechteckigen Querschnitt sowie einen (nicht dargestellten)
rechteckigen Grundriß. Es dient zur Herstellung eines Flachstrahlers mit
dielektrisch behinderten Entladungen zur Hinterleuchtung eines Flachbild
schirms oder auch für die Allgemeinbeleuchtung. Dementsprechend sind auf
der in der Figur oben liegenden Seite der Bodenplatte 1 innerhalb des Rah
mens 3 Elektrodenstreifen aufgedruckt, wobei ein Teil der Elektroden mit
einer dielektrischen Schicht bedeckt ist. Diese Einzelheiten sind hier nicht
von weiterem Interesse und daher nicht dargestellt. Es wird der Offenba
rungsgehalt der bereits zitierten WO 98/43277 in Bezug genommen.
Das Ausführungsbeispiel in Fig. 1 dient jedoch zur Illustration der Verbin
dung der Deckenplatte 2 mit dem Rahmen 3. Hierzu ist auf den Rahmen 3
eine Glaslotschicht mit Oberseite 4 aufgelegt, die in den Ecken des Entla
dungsgefäßes mit kleinen Säulen 5 aus Sinterglas lokal erhöht ist. Die Dec
kenplatte 2 liegt im übrigen Bereich mit einem der Höhendifferenz zwischen
den Säulen 5 und der restlichen Auflage 3 entsprechenden Abstand über der
Oberseite 4 der Auflage, also der Dichtfläche.
Bei diesem Ausführungsbeispiel sind in allen vier Ecken eines im Grundriß
rechteckigen Flachstrahler-Entladungsgefäßes Säulen 5 vorgesehen. Dement
sprechend ergeben sich zwischen der Dichtfläche 4 und der Deckenplatte 2
vier Zwischenräume 6, jeweils zu einer Seite des rechteckigen Grundrisses
hin. Je nach Anforderungen an den Leitungsquerschnitt zum Auspumpen
und Befüllen des Entladungsgefäßes können die Säulen 5 in der Höhe ange
paßt werden.
Auf der Bodenplatte 1 sind vier (sichtbar sind nur zwei) säulenartige Ab
standselemente 7 aus Weichglas hochkant und in gleichmäßigem gegenseiti
gen Abstand angeordnet.
Das Fügen der vorbeschriebenen Einzelteile zum Entladungsgefäß erfolgt
nach dem Befüllen mit dem Füllgas - hier Xenon - durch Erwärmen in ei
nem Ofen (nicht dargestellt). Die Temperatur in dem Ofen wird soweit er
höht, daß das Glaslot 4 und die Sinterglas-Säülen 5 erweichen, d. h. eine Vis
kosität von typisch unter 106 dPas annehmen. Dadurch sinkt die Deckenplatte
2 auf die Dichtfläche 4 des Rahmens 3 bzw. die Abstandselemente 7
ab. Auf diese Weise wird ein inniges Verschließen des Entladungsgefäßes
über den gesamten oberen Umfang des Rahmens 3, also über die gesamte
Dichtfläche 4, erzielt. Dazu sind typischerweise Temperaturen von 520°C
notwendig. Der Abstand zwischen Deckenplatte 2 und Bodenplatte 1 resul
tiert dabei aus der Höhe der harten Abstandselemente 7, deren Viskosität bei
Fügetemperatur typischerweise mehr als 1010 dPas beträgt.
Diese Ausführungsform wird vorzugsweise für Rahmenhöhen ab ca. 3 mm
eingesetzt. Vorteilhaft ist außerdem, daß sich die Größe der Pump- bzw. Be
füllöffnung 6 anhand der Höhe der Säulen 5 relativ einfach beeinflussen läßt.
In einer Variante (nicht dargestellt) wird der Rahmen aus mindestens zwei
Einzelteilen aus kristallisiertem Glaslot oder Kompositlot, beispielsweise Bi-
Si-B-O, Sn-Zn-P-O, Zn-B-Si-O oder Zn-Bi-Si-B-O in einer Ebene zusammen
gesetzt. Dazu werden die Rahmen-Einzelteile mittels Sinterglasteilen, z. B.
aus Pb-Si-B-O, Sn-Zn-P-O, Bi-B-Si-O oder Zn-Si-B-O, vakuumdicht ver
schmolzen. Die Sinterglasteile werden gezielt höher als die Rahmen-
Einzelteile gewählt. Aus den so erzeugten Erhöhungen des Rahmens resul
tieren Zwischenräume zum Befüllen, vergleichbar zu dem vorstehenden
Ausführungsbeispiel. Die Rahmen-Einzelteile werden an ihren Dichtflächen
mit einer Sinterglasschicht versehen. Bei der Fügetemperatur während des
Fügevorgangs im Ofen bleiben die Rahmen-Einzelteile, die beiden Platten
sowie die Abstandselemente hart, wohingegen die Sinterglasschicht und die
Sinterglasteile erweichen. Dadurch sinkt die Deckenplatte auf die geeignet
dimensionierten Abstandselemente ab derart, daß sich die Befüllöffnung ver
schließt, indem sich Rahmen und Gefäßplatte miteinander verbinden.
Diese Variante wird ebenfalls vorzugsweise für Rahmen mit Höhen ab ca.
3 mm eingesetzt. Außerdem ist dieser aus mehreren Einzelteilen bestehende
Rahmen kostengünstiger als ein einteiliger Rahmen.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel, betreffend einen Flachstrahler der im er
sten Ausführungsbeispiel erwähnten Art, zeigt Fig. 2. Hierbei besteht ein
Rahmen 8 zwischen der Bodenplatte 1 und der Deckenplatte 2 aus Glaslot
(jedenfalls zumindest im oberen Bereich). Der obere Bereich des Rahmens 8
und die darauf liegende Dichtfläche 4' sind gewellt, so daß die Deckenplatte
2 an dem Rahmen 8 an einer größeren Zahl von Stellen anliegt, zwischen de
nen jeweils einzelne Befüllöffnungen 9 - den Tälern der Welligkeit entspre
chend - auftreten. Durch Erweichen bzw. Aufschmelzen zumindest des obe
ren Bereichs des Rahmens 8, insbesondere im Bereich der Berge der Wellig
keit, sinkt auch hier die Deckenplatte 2 flächig auf die Dichtfläche 13' ab und
verschließt somit das Entladungsgefäß. Der gewünschte Abstand zwischen
Deckenplatte 2 und Bodenplatte 1 wird auch hier durch die entsprechend
gewählte Höhe der bei Fügetemperatur noch ausreichend harten Abstands
elemente 7 realisiert.
Ein Vorteil während der Fertigung ist die stabilere Lage der Deckenplatte
aufgrund der zahlreichen Kontaktstellen (Wellenberge). Zudem läßt sich da
durch ein gleichmäßigeres Absenken der Deckenplatte während der Fü
gephase erzielen. Die Gefahr des Verschiebens oder Wegrutschens der Dec
kenplatte ist dabei deutlich reduziert. Nachteilig ist allerdings die erforderli
che relativ hohe Präzision bei der Herstellung des Rahmens.
Die Fig. 3a, 3b, 3c zeigen eine schematisierte Seitenansicht, eine Drauf
sicht entlang der Linie AB bzw. eine Ansicht in Blickrichtung C eines dritten
Ausführungsbeispiels der Erfindung. Hierbei besteht ein Rahmen zwischen
der Bodenplatte 1 und der Deckenplatte 2 aus vier geraden Einzelteilen 10a-
10d aus Glaslot. Die ersten beiden Rahmeneinzelteile 10a, 10b sind unmittel
bar auf der Bodenplatte 1 parallel zueinander angeordnet (erste Schicht). Die
beiden restlichen Rahmeneinzelteile 10c und 10d sind jeweils rechtwinklig
dazu und auf je ein Ende der beiden ersten Rahmeneinzelteile 10a, 10b aufgesetzt
(zweite Schicht). Auf diese Weise ist die Deckenplatte 2 zunächst im
Abstand der doppelten Höhe jedes Einzelteils 10a-10d zu der Bodenplatte 1
angeordnet. Als Befüllöffnungen fungieren hier die vier Lücken 11a-11d -
zwei in jeder der beiden Schichten -, die durch das um 90°-verdrehte "Auf
schichten" der zwei mal zwei Rahmeneinzelteile 10a, 10b bzw. 10c, 10d ent
stehen.
Auf der Bodenplatte 1 sind fünf säulenartige Abstandselemente 12 hochkant
und in gleichmäßigem gegenseitigen Abstand angeordnet. Der Querschnitt
jedes Abstandselementes 12 hat die Form eines Kreuzes. Vor dem Hinter
grund einer möglichst geringen Sichtbarkeit der Abstandselemente 12 beim
Betrachten der leuchtenden Deckenplatte 2 hat sich diese Form als geeignet
erwiesen.
Das Fügen der vorbeschriebenen Einzelteile zum Entladungsgefäß erfolgt
analog zu der oben beschriebenen Weise durch Erwärmen in einem Ofen
(nicht dargestellt). Beim Erweichen bzw. Aufschmelzen der Rahmeneinzel
teile 20a-20d sinken die beiden oberen Rahmeneinzelteile 20c, 20d ein
schließlich der Deckenplatte 2 ab und verschließen somit das Entladungsge
fäß. Der gewünschte Abstand zwischen Deckenplatte 2 und Bodenplatte 1
wird wiederum durch die entsprechend gewählte Höhe der bei Fügetempe
ratur noch ausreichend harten Abstandselemente 12 realisiert.
Vorteilhaft ist, daß die Einzelteile vorkonfektioniert werden können. Außer
dem können dafür porenfreie Glaskörper mit folglich verringerter Ausga
sung währen der Fügephase verwendet werden. Dadurch kann eine bessere
Gasreinheit innerhalb des verschlossenen Entladungsgefäßes erreicht wer
den. Nachteilig ist die relativ aufwendige Positionierung der Rahmeneinzel
teile. Außerdem sind die Befüllöffnungen auf die Höhe der Rahmeneinzel
teile begrenzt.
Das in Fig. 4 schematisiert dargestellte vierte Ausführungsbeispiel weist
eine Bodenplatte 1 und eine Deckenplatte 2 aus Weichglas auf. Auf der Bo
denplatte 1 sind fünf (sichtbar sind nur drei) säulenartige Abstandselemen
te 7 aus Weichglas hochkant angeordnet. Auf den Abstandselementen 7 ruht
die Deckenplatte 2. Zwischen Bodenplatte 1 und Deckenplatte 2 ist ein mit
der Deckenplatte 2 verbundener Rahmen 13 angeordnet. Dessen Höhe ist
gezielt derart gewählt, daß zunächst noch ein als Befüllöffnung fungierender
Spalt 14 zwischen Rahmen 13 und Bodenplatte 1 verbleibt. Der Rahmen 13
besteht aus Glaslot.
Nach dem Befüllen wird das Entladungsgefäß in einem Ofen durch Erwär
men gasdicht verschlossen. Dabei sackt der erweichte Rahmen 13 bis zur Bo
denplatte 1 ab, wodurch diese mit dem Rahmen 13 verbunden wird.
Nach kontrolliertem Abkühlen (zur Vermeidung von Spannungen) ist das
Entladungsgefäß für die weitere Verwendung geeignet.
Diese Ausführungsform wird vorzugsweise für Rahmenhöhen bis ca. 3 mm
eingesetzt. Dabei handelt es sich um ein relativ kostengünstiges Verfahren.
So kann der Rahmen in zunächst pastöser Form, beispielsweise mittels eines
sogenannten Dispensers, direkt auf die Deckenplatte aufgetragen werden.
Dabei ist der Rahmen frei formbar. Zudem können unterschiedliche Rah
menkonturen, z. B. rund oder eckig, realisiert werden. Nachteilig ist aller
dings die üblicherweise erhöhte Ausgasung der Rahmenpaste während des
Fügeprozesses. Dadurch verschlechtert sich möglicherweise die Gasreinheit.
Außerdem ist während des Fügeprozesses eine relativ exakte Temperatur
führung erforderlich.
Claims (15)
1. Verfahren zur Herstellung eines Entladungsgefäßes einer flachen Gas
entladungslampe, bei dem das Entladungsgefäß eine Bodenplatte (1),
einen Rahmen (3; 8; 10; 13) und eine Deckenplatte (2) sowie mindestens
ein Abstandselement (7) zwischen Bodenplatte (1) und Deckenplatte (2)
aufweist, wobei zumindest zwischen einer der Platten (1, 2) und dem
Rahmen (3; 8; 10; 13) zumindest ein Zwischenraum (6; 9; 11; 14) als Be
füllöffnung zunächst offen gehalten wird, gekennzeichnet durch fol
genden Verfahrensschritt: Aufschmelzen zumindest eines Teils des
Rahmens derart, daß die Befüllöffnung (6; 9; 11; 14) beseitigt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Befüllöffnung (14) dadurch
realisiert wird, daß die Höhe des bzw. jedes Abstandselements (7) grö
ßer ist als die Höhe des umlaufenden Rahmens (13).
3. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Befüllöffnung (6; 9) dadurch
realisiert wird, daß eine Dichtfläche (4, 4') zwischen einer der Platten (2)
und dem Rahmen (3, 8) Unebenheiten aufweist.
4. Verfahren nach Anspruch 3, bei dem die Dichtfläche (4') gewellt ist.
5. Verfahren nach Anspruch 3, bei dem die Dichtfläche (4) an zumindest
einem ausgezeichneten Punkt (5) erhöht ist.
6. Verfahren nach Anspruch 5, bei dem der Rahmen aus Einzelteilen be
steht und die Erhöhungen beim thermischen Fügen der Einzelteile er
zeugt werden.
7. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Befüllöffnung dadurch reali
siert wird, daß der Rahmen aus zwei oder mehr Schichten besteht, wo
bei jede Schicht zwei gerade Rahmeneinzelteile (10a, 10b bzw. 10c, 10d)
aufweist, die parallel beabstandet angeordnet sind und wobei die Rah
meneinzelteile (10c, 10d) der nächstfolgenden Schicht rechtwinklig zu
jenen der vorhergehenden Schicht (10a, 10b) angeordnet sind.
8. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem der Rah
men (3) eine Glaslotschicht (4) umfaßt.
9. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem das Ent
ladungsgefäß nach dem Befüllen in einem Ofen gefügt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, bei dem das bzw. jedes Abstandsele
ment (7; 12) beim Fügen nicht erweicht wird.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, bei dem die Viskosität des bzw.
jedes Abstandselements (7; 12) bei der Fügetemperatur ca. 1010 dPas
oder mehr beträgt.
12. Verfahren nach Anspruch 9, 10 oder 11, bei dem die Viskosität zumin
dest eines Teils des Rahmens (4, 5; 8; 10; 13) bei der Fügetemperatur ca.
106 dPas oder weniger beträgt.
13. Verfahren nach Anspruch 12, bei dem der Rahmen bzw. zumindest der
aufzuschmelzende Teil des Rahmens aus einem Glaslot bzw. Sinterglas,
insbesondere der folgenden Verbindungen besteht: Pb-Si-B-O, Bi-Si-B-
O, Zn-Si-B-O, Zn-Bi-Si-B-O, Sn-Zn-P-O.
14. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem das Ent
ladungsgefäß Entladungselektroden aufweist, die zumindest zum Teil
durch eine dielektrische Schicht von dem Innenraum des Entladungsge
fäßes getrennt sind.
15. Verfahren nach Anspruch 14, bei dem die Elektroden als auf den Wän
den des Entladungsgefäßes angeordnete Elektrodenbahnen ausgestaltet
sind.
Priority Applications (9)
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