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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Offsetdruckmaschine.
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Aus
der
EP 0 342 573 A2 ist
es bereits bekannt, zur Beseitigung des sogenannten Farbaufbaus
(Piling) in Offsetdruckmaschinen die Umfangsgeschwindigkeit zwischen
Plattenzylinder und Gummituchzylinder zu verändern, so dass bei jeder Umdrehung
des Plattenzylinders während
des Druckvorganges das Bild von der Druckplatte an einer anderen
Stelle auf den Gummituch übertragen
wird, wobei diese Veränderungen
so gering sind, dass sie entweder keine oder nur eine akzeptierbare
bzw. unwesentliche Wirkung auf das Druckerzeugnis haben. Des Weiteren
ist es aus der
EP 0
581 019 B1 bekannt, ebenfalls zwecks Vermeidung von Farbaufbau,
die auf dem Gummizylinder angeordnete Gummihülse auf dem Gummizylinder wandern,
d. h. ”rutschen” zu lassen,
so dass die Druckplatte bzw. Druckhülse auf dem Plattenzylinder
das eingefärbte Druckbild
ebenfalls an unterschiedliche Stellen auf der Oberfläche des
Gummituches überträgt, so dass eine
Anhäufung
von Farbe während
des Druckbetriebes vermieden wird. Ein gezieltes Wandern der Gummituchhülse auf
dem Gummizylinder ist zum einen kaum durchführbar und zum anderen ist eine
Variation des Wanderns, bzw. des Ausmaßes des Wanderns auf den Gummizylinder
während
des Druckens nicht möglich.
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Aus
der
DE 43 03 121 A1 ist
es weiter bekannt, zur Beseitigung des Farbaufbaus in Offsetmaschinen
mit einseitig druckenden Druckwerken gleichzeitig das Seiten- und Umfangsregister
zu verändern
und hierzu den Plattenzylinder entsprechend zu verdrehen und zu
verschieben. Dies erfolgt hier gleichzeitig und jeweils in einem
vergleichsweise großen
die ganze Registeränderung
umfassenden Schritt.
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Mit
den vorangehend beschriebenen bekannten Maßnahmen wird also lediglich
die nachteilige Auswirkung des sogenannten Farbaufbaues auf dem
Gummituch auf das durch dieses aufgebrachte Druckbild beseitigt.
In der Regel wird die Qualität
des zu druckenden Bildes erst dann in unzumutbarer Weise verschlechtert,
wenn sich ein erheblicher Farbbetrag ”aufgebaut”, d. h. angesammelt hat. In diesem
Fall ist auch häufig
eine Unterbrechung des Druckvorganges angezeigt um das Gummituch
mit dem Farbaufbau bzw. alle am Druck beteiligte Gummituchzylinder
zu waschen. Wenn dann bereits eine entsprechend große Anzahl
von Druckexemplaren bedruckt wurde, wirkt sich dies nicht übermäßig störend oder
nachteilig aus.
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Es
ist jedoch auch allgemein bekannt, dass bei Offsetdruckmaschinen,
insbesondere Rollenrotations-Offsetdruckmaschinen, die nach dem
Blanket to Blanket-Prinzip arbeiten, also sogenannte Illustrationsdruckmaschinen
mit horizontaler Bahnführung, besonders
beim Bedrucken von hochwertigen Papieren, also z. B. gestrichen
oder satinierten Papieren, schon nach wenigen tausend Druckexemplaren
eine Art von Gummituchfarbaufbau auftritt, der bereits nach einer
derart kurzen Betriebsdauer ein Gummituchwaschen erforderlich macht.
Verschiedene Maßnahmen
zur Beseitigung dieses Effektes führten bisher nicht zu einem
durchschlagenden Erfolg.
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Insbesondere
sogenannte leichte Raster – also
Raster mit relativ wenigen oder kleinen Rasterpunkten pro Flächeneinheit – reagieren
besonders empfindlich auf diesen eigenartigen Gummituchfarbaufbau
und zwar auf der Bogen- bzw. Bahnrückseite, d. h. in diesen Rasterflächen verändert sich
das Farbübertragungsverhalten
durch Aufbau auf dem Gummituch auf der anderen Seite des Bogens
bzw. der Bahn. Mit anderen Worten, wenn sich beispielsweise auf
dem unterhalb der horizontal geführten
Bedruckstoffbahn angeordneten Gummizylinder Farbe aufbaut, wird
auf der Oberseite der Bahn bzw. in dem auf dieser durch den oberen
Gummituchzylinder aufgebrachten Druckbild dessen Qualität nachteilig
beeinflusst, was auch als ”Reverse
Piling” bekannt
ist.
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Als
Ausgangserkenntnis für
die nachfolgend beschriebene Erfindung wurde erstmals festgestellt, dass
sich die zuvor beschriebene Qualitätsstörung im Druckbild dort bemerkbar
macht, d. h. an dem Gummizylinder, wo sich die Bahn zuletzt vom
Gummituchzylinder löst.
Wie allgemein bekannt ist, werden üblicherweise die in einer Ebene
liegenden Gummituch- und Plattenzylinder leicht schräg positioniert, so
dass sich eine Teil-Umschlingung der Bahn um einen der Gummituchzylinder
ergibt. Alternativ kann diese Teil-Umschlingung der Bedruckstoffbahn
um einen der Zylinder auch dadurch erreicht werden, dass die übereinander
liegenden Gummituchzylinder in geeigneter Weise leicht versetzt
werden.
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Hiervon
ausgehend ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung bei Offsetdruckmaschinen, insbesondere
bei Rollenrotations-Offsetdruckmaschinen, die nach dem Blanket to
Blanket-Prinzip arbeiten, eine Möglichkeit
aufzuzeigen, mit der der störende
vorzeitige Farbaufbau hinausgezögert
oder verhindert wird.
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Diese
Aufgabe wird durch die Anwendung der Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Weiterbildungen
und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus
den Unteransprüchen
und aus der Beschreibung in Verbindung mit den Zeichnungen. In diesen
zeigen in stark schematisierter Weise:
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1:
ein oberhalb einer Papierbahn angeordnetes Platten-Gummizylinderpaar;
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2 und 3:
das Platten-Gummizylinderpaar jeweils nach einer Registerregelung;
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4:
eine Druckmaschine bestehend aus vier Druckwerken;
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5a bis 5c:
Registereinstellungen nach einem ersten Verfahren;
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6a und 6b:
Registereinstellungen nach einem zweiten Verfahren und
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7:
Registerkreuze – auch
Passerkreuze genannt.
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Wie
bereits dargelegt, kann die nachfolgend beschriebene Erfindung mit
besonderem Vorteil bei sogenannten Blanket to Blanket-Maschinen
verwendet werden, bei denen je Druckwerk zum Bedrucken der Oberseite
einer horizontal durch die Maschinen geführten Bedruckstoffbahn ein
Platten-Gummituchzylinderpaar
angeordnet ist und zum Bedrucken der Unterseite ist in jedem Druckwerk
ein unteres Platten-Gummtuchzylinderpaar angeordnet ist. In 1 ist
ein solches Platten-Gummituchzylinderpaar dargestellt, wobei dem
Plattenzylinder 1 ein Gummizylinder 2 zugeordnet
ist, der oberhalb der horizontal geführten Bedruckstoffbahn 3 angeordnet
ist. Hierzu zeigt 4 eine aus vier Druckwerken 13, 14, 15, 16 bestehende
Rollenrotations-Offsetdruckmaschine, bei der jedes Druckwerk eine
Farbe auf die Oberseite und auf die Unterseite der Bedruckstoffbahn 3 aufbringen
kann, die in Richtung eines Pfeiles 8 bewegt wird.
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Beispielsweise
kann mit dem Druckwerk 13 schwarze Farbe, mit dem Druckwerk 14 Zyan,
mit dem Druckwerk 15 Magenta und mit dem Druckwerk 16 gelb
aufgebracht werden, so dass von einer Vierfarben-Maschine gesprochen
werden kann, bei der jeweils die Bedruckstoffbahn 3 durch
zwei Gummituchzylinder (2, 2') hindurch läuft. In 4 sind jeweils
die unteren Platten bzw. Gummituchzylinder mit 1' und 2' gekennzeichnet.
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Voraussetzung
für die
Anwendung der hier beschriebenen Erfindung ist es, dass ein auf
dem Gummizylinder 2 angeordnetes Gummituch 4 sich während des
Druckvorganges umfangsmäßig auf dem
Gummituchzylinder 2 nicht verschieben kann. Bei der Verwendung
eines herkömmlichen
endlichen Gummituches, dessen Enden in einer axial verlaufenden
Zylindergrube fixiert sind, ist dies in der Regel ohnehin nicht
der Fall und bei der Verwendung von hülsenförmigen, also endlosen Gummitüchern müssen die
Hülsen
drehfest auf dem Gummituchzylinder fixiert sein, so dass diese nicht
wandern, d. h. sich nicht in Umfangsrichtung während des Druckes verschieben
können.
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Im
Rahmen der Erfindung ist es möglich, dass
der zugehörige
Plattenzylinder 1 ebenfalls eine endlose Druckplattenhülse aufweisen
kann oder es ist auch möglich,
eine endliche Druckplatte zu verwenden, deren Anfang und Ende in
einer axial durch den Plattenzylinder 1 verlaufenden Grube
fixiert sind. Dies gilt sowohl für
die Platten-Gummituchzylinderpaare als auch für die unterhalb der Bedruckstoffbahn 3 angeordneten
Platten-Gummituchzylinderpaare.
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Zur
Erklärung
der Erfindung ist von einer Ausgangsposition – in der Regel zu Beginn eines Druckvorganges – auszugehen,
bei der ein zu druckender Punkt bzw. eine Farbstelle – hier Rasterpunkt 5 genannt – beim Abrollen
des Plattenzylinders 1 auf dem Gummiyzlinder 2 auf
eine entsprechende Stelle, hier Rasterpunkt 6 auf den Gummituchzylinder
aufgebracht wird. Vom Gummituchzylinder 2 wird dieser Rasterpunkt 6 als
Rasterpunkt 7 auf die Bedruckstoffbahn 3 aufgebracht.
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Wenn
das in 1 dargestellte Platten-Gummizylinderpaar im Druckwerk 13 (4)
angeordnet ist, kann damit eine erste Farbe aufgebracht werden.
In der Regel ist dies die Farbe schwarz. In den nachfolgenden Druckwerken 14, 15 und 16 werden
dann die für
die dort aufgedruckten Farben dem zu druckenden Bild entsprechend
Rasterpunkte auf die Bedruckstoffbahn 3 aufgebracht, die
in exakter Beziehung zueinander stehen müssen, damit ein hochqualitativer
Druck entstehen kann. Man spricht davon, dass die verschiedenen
Druckfarben, d. h. die Rasterpunkte passergerecht jeweils auf die
Oberseite und ebenso auf die Unterseite der Bedruckstoffbahn 3 aufzubringen
sind. Bei Abweichungen der exakten Lage der einzelnen Rasterpunkte werden,
wie allgemein bekannt ist, mit der Umfangsregisterregelung und der
Seitenregisterregelung die Plattenzylinder 1 bzw. 1' in dem jeweiligen
Druckwerk (13–16)
in Axialrichtung (Seitenregister) oder in Umfangsrichtung (Umfangsregister)
verstellt, bis die einzelnen Farbpunkte (Raster) exakt nebeneinander
gedruckt werden bzw. bis der gewünschte
Passer erreicht wird.
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In 2 ist
durch die Pfeile 9 und 10 angedeutet, wie ein
Plattenzylinder 1 in Relation zu einem Gummizylinder 2 axial
verschoben wird, so dass sich die örtliche Lage des Rasterpunktes 5 von 1 in die
Position 5' verschiebt
und somit verschiebt sich auch die Position 6' auf dem Gummizylinder 2 und letztlich
der Rasterpunkt auf der Bedruckstoffbahn 3, wie bei 7' (voll und gestrichelt
als Rechteck) angedeutet ist. Analog dazu zeigt 3 die
Möglichkeit, den
Rasterpunkt 5 in Umfangsrichtung des Zylinders bzw. Längsrichtung
der Bedruckstoffbahn 3 zu verschieben, in dem das Umfangsregister
aktiviert wird. Durch die Pfeile 11 und 12 ist
eine Verdrehung des Plattenzylinders 1 angedeutet und zwar
in Umfangsrichtung, so dass der in 1 gezeigte
Rasterpunkt 5 in Umfangsrichtung des Plattenzylinders 1 und auch
in Umfangsrichtung des Gummizylinders 2 verschiebt, wodurch
der Rasterpunkt 7'' auf der Bedruckstoffbahn 3 in 2 in
Längsrichtung
der Bedruckstoffbahn 3 verändert, während er sich gemäß Rasterpunkt 7' nach 2 quer
zur Laufrichtung der Bedruckstoffbahn 3 verschoben hat.
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Analog
dazu werden die Platten-Gummituchzylinderpaare unterhalb der Bedruckstoffbahn (4)
umfangsmäßig und/oder
seitlich verschoben um die Druckfarben (Passer) zueinander einzustellen.
Derartige Registerregelungen sind seit langem bekannt und werden
quasi in jeder Druckmaschine verwendet.
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Das
neuartige Grundkonzept der Erfindung besteht darin, die Farbstörung (Reverse
Piling) auf einer Seite der Bedruckstoffbahn infolge des Farbaufbaus
auf der anderen Seite zu reduzieren oder zu eliminieren, in dem
der Plattenzylinder 1, 1', der dem Gummizylinder 2, 2' zugeordnet
ist, auf dem sich Farbe aufbaut, entweder in Axialrichtung und/oder
in Umfangsrichtung permanent oder kurzzeitig gedreht und/oder seitlich
verschoben wird und zwar um ein Maß, durch das die Qualität des Druckbildes
nicht beeinträchtigt
wird, d. h. eine Umfangsregister- oder Seitenregisterverschiebung
ohne erkennbare schädliche
Qualitätsfolgen.
Selbstverständlich
können
auch beide Maßnahmen
gleichzeitig angewandt werden.
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Ein
weiteres sehr wesentliches Grundprinzip der Erfindung besteht darin,
in prophylaktischer Weise, d. h. vorbeugend permanent (stetig) oder
zeitweilig alle Plattenzylinder 1 auf der Oberseite der
Bedruckstoffbahn und/oder alle Plattenzylinder 1' unterhalb der
Bedruckstoffbahn jeweils mit Hilfe des Umfangsregisters und/oder
des Seitenregisters fortlaufend, also permanent oder intervallmäßig um ein
geringes Maß axial
zu verschieben.
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Ein
weiteres Grundprinzip der Erfindung besteht darin, dass einer der
Plattenzylinder 1, 1' in der Druckmaschine gemäß 4 um
ein bestimmtes Maß axial
und/oder um ein bestimmtes Maß in
Umfangsrichtung verschoben wird und zwar entweder permanent oder
jeweils in bestimmten Zeitabschnitten und dass in Folge der in der
Maschine vorhandenen Seitenregisterregelung und/oder Umfangsregisterregelung
die übrigen
Plattenzylinder 1, 1' sich automatisch nachstellen,
bis der erforderliche Passer sowohl auf der Unterseite als auch
(wenn gewünscht) in
entsprechender Weise auf der Oberseite der Bedruckstoffbahn 3 erreicht
wird, d. h. bis die Farbe (Rasterpunkte) in exakter Lage auf die
Bedruckstoffbahn 3 aufgebracht werden.
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Des
Weiteren ist es ein grundlegendes Prinzip der Erfindung, dass von
der Verwendung von endlichen Druckplatten, d. h. Platten mit einem
Anfang und einem Ende, die in einer axialen Plattenzylindergrube
fixiert sind, ausgehend von einer Ausgangsposition (Rasterpunkt 5 in 1)
um ein bestimmtes Maß in
Axialrichtung verschoben werden, beispielsweise nach rechts in 2 und
dass nach einem weiteren Zeitabschnitt oder kontinuierlich der Plattenzylinder 1 bzw. 1' in entgegengesetzter
Richtung, d. h. vom Ausgangspunkt des Rasterpunktes 5 nach
links vorzugsweise um das gleiche Maß verschoben wird (nicht dargestellt),
wonach wiederum die Umkehr erfolgt, so dass vorzugsweise wieder
die Ausgangsposition gemäß 1 eingenommen
wird. In den 2 und 3 ist die
seitliche und umfangsmäßige Verschiebung
ausgehend von der Nullposition nach 1 nach rechts
gezeigt bzw. gemäß 3 in
Umfangsrichtung.
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Wie
dargelegt, wird anschließend
oder in späteren
Zeitabschnitten bzw. Intervallen der Plattenzylinder 1 jeweils
nach links, bezogen auf die Ausgangsposition in 1,
verschoben, so dass in den 2 und 3 die
Rasterpunkte 5' und 5'' links von den Rasterpunkten 6' und 6'' zu liegen kommen.
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Ein
weiteres wesentliches Prinzip der Erfindung besteht darin, beispielsweise
ausgehend von der Nullposition in 1 die Seitenregisterverstellung,
d. h. die Axialverschiebung gemäß 2 in mehreren
Schritten nach rechts vorzunehmen, wonach ebenfalls in mehreren
Schritten in entgegengesetzter Richtung der Plattenzylinder 1 verschoben wird
und zwar bis zur Ausgangsposition (Rasterpunkt 5 in 1)
und dann, von der Ausgangsposition ausgehend, nach links, was in
der 2 nicht dargestellt ist. Prinzipiell ist dies
auch für
das Umfangsregister (3) analog möglich.
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Wie
bereits dargelegt, kann sowohl die schrittweise Verschiebung in
axialer und in Umfangsrichtung dadurch vorgenommen werden, dass
einer der Plattenzylinder 1 in dieser Weise verschoben wird,
beispielsweise der Plattenzylinder 1 im Druckwerk 15,
der dann als Master-Zylinder bezeichnet wird, wonach die übrigen Plattenzylinder
linden Druckwerken 13, 14, 16 sich durch
die vorhandene Registerregelung stets automatisch nachregeln, was auch
für die
unterhalb der Bedruckstoffbahn 3 angeordneten Zylinder 1' gilt. Ebenso
können
schrittweise oder kontinuierlich alle Plattenzylinder 1 und 1' um vorgegebene
Maße axial
und umfangsmäßig verändert werden.
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5a zeigt
schematisch vier nebeneinander liegende Rasterpunkte 18, 19, 20, 21 für die vier Farben
in einem exakten Ausgangszustand, d. h. passergerecht wie sie nach
dem Durchlaufen der Druckwerke 13, 14, 15, 16 in
einem sogenannten Kontrollfeld für
Farbregister, das mit 17 bezeichnet ist, sichtbar und messbar
sind. 7 zeigt auch schematisch die Möglichkeit, dass mit jeder Farbe
ein sogenanntes Passerkreuz auf die Bedruckstoffbahn 3 aufgedruckt
wird, was durch Kreuze 18, 19, 20, 21 angedeutet
ist. Wenn das Farbregister z. B. in oberen Bildern in Ordnung ist,
liegen, wie bei 5a erkennbar, die Rasterpunkte
exakt nebeneinander und gemäß 7 sind
alle Passerkreuze 18, 19, 20, 21 in Deckung,
so dass auf der Bedruckstoffbahn 3 nur ein einziges – in der üblichen
Weise ein dickeres Passerkreuz 22 erkennbar ist. Abweichungen
beim Passerkreuz bzw. Raster führt
zu Regelungen, wie sie im Nachfolgenden mit Hilfe der 5b und 5c beschrieben
werden. 5b zeigt, wie das Kontrollfeld 17 sich
durch eine Verstellung beispielsweise des Master-Plattenzylinders 1 verändert, wonach
sich durch die Farbregisterregelung gemäß 5c die übrigen Rasterpunkte
im Kontrollfeld 17 wieder nachregeln, d. h. das Register
ist bei 5c wieder in Ordnung.
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Alternativ
zeigt in vorteilhafter Weise 6a und 6b,
wie durch eine gemeinsame Verschiebung und/oder Verdrehung aller
Plattenzylinder 1 bzw. aller Plattenzylinder 1' die Rasterpunkte 5 aller vier
Farben gleichzeitig von der Kontrollfeldposition 17 (6a)
zur Kontrollfeldposition 17'' verschoben werden.
In diesem Fall muss die Registerregelung nicht aktiviert werden,
denn alle Plattenzylinder 1 bzw. 1' erhalten einen bestimmten Befehl,
wonach sie in Umfangs- und/oder Seitenrichtung alle gleichzeitig
um ein bestimmtes Maß verstellt
werden oder kontinuierlich um ein bestimmtes Maß verschoben werden, was bereits,
wie dargelegt auch jeweils schrittweise in einer Richtung erfolgen
kann, bevor die Umkehr vorgenommen wird, wonach wiederum schrittweise
in der anderen Richtung in bestimmten Zeitabschnitten das Register
verschoben werden kann.
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In
einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel werden
entweder in einem einzigen Schritt oder im Abstand in mehreren Schritten
das Seitenregister um +0,03 mm verstellt und zwar ausgehend von
einer Startposition, wie sie z. B. in 1 und den 5a und 6a dargestellt
ist. Nach 2 Minuten kann das Umfangsregister um +0,03 mm verstellt
werden und nach weiteren 2 Minuten kann das Seitenregister um –0,03 mm
verstellt werden und nach weiteren 2 Minuten das Umfangsregister
um –0,03
mm. Diese vier Schritte können
sich dann wiederholen und zwar in vorteilhafter Weise während des
gesamten Druckvorganges. Der Verstellvorgang, d. h. die Häufigkeit
und das Ausmaß richtet
sich nach Intensität
des Backside Pilings. Je ausgeprägter
das Phänomen
ist, desto kürzer
werden die Zeitintervalle zwischen denen einzelne Registerstellungen
vorgenommen werden müssen.
Die Größenordnung
des Verstellweges richtet sich auch nach der Intensität des Problems,
d. h. auch noch nach der sogenannten Rasterweite. Je größer die
Rasterweite ist, desto größer kann
auch der Verstellweg der einzelnen Schritte sein. Dies sind erfindungswesentliche
Erkenntnisse.
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In
vorteilhafter Weise kann die Steuerung über das Maschinenpult von der
Bedienungsperson vorgenommen werden oder sie kann automatisch mit Hilfe
eines Menüs
erfolgen. Mit Hilfe des Leitstandes der Maschine bzw. des in diesen
vorgesehenen Menüs
kann die Schrittweite der einzelnen Registerverstellung sowie die
Zeit bis zur nachfolgenden Registerverstellung vom Bediener vorgewählt werden
und je Prozedur gestattet und gestoppt werden.