DE10006644A1 - Weitwinkeloptik - Google Patents
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Abstract
Eine Weitwinkeloptik hat eine negative erste Linsengruppe (10) und eine positive zweite Linsengruppe (20) mit einer Blende (S) in dieser Reihenfolge von der Objektseite her. Die Weitwinkeloptik erfüllt die folgende Bedingung: DOLLAR F1 wobei DOLLAR A f1 die Brennweite der ersten Linsengruppe (10) DOLLAR A und DOLLAR A f2 die Brennweite der gesamten Optik angibt.
Description
Die Erfindung betrifft eine Retrofokusweitwinkeloptik für eine einäugige Spiegelre
flexkamera.
Bei einer einäugigen Spiegelreflexkamera wird zum Erhalten einer ausreichenden
bildseitigen Schnittweite als Weitwinkeloptik üblicherweise eine Retrofokusoptik
verwendet, bei der eine negative vordere Linsengruppe (die erste Linsengruppe)
und eine positive hintere Linsengruppe (die zweite Linsengruppe) in dieser Rei
henfolge von der Objektseite angeordnet sind. Im einzelnen wird bei den üblichen
Weitwinkeloptiken mit einem halben Sichtwinkel von etwa 32° bis 36° die optische
Leistungsfähigkeit verschlechtert, wenn ein Versuch unternommen wird, eine Op
tik mit einem kompakteren Aufbau zu erhalten. Deshalb läßt sich kein hinreichend
kompakter Aufbau bei dieser Optik erzielen.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Retrofokusweitwinkeloptik mit einem halben
Sichtwinkel von etwa 32°, mit einem kompakten Aufbau und mit einer großen opti
schen Leistungsfähigkeit anzugeben.
Die Aufgabe wird gelöst durch eine Weitwinkeloptik mit einer negativen ersten
Linsengruppe und einer positiven zweiten Linsengruppe, an der eine Blende an
geordnet ist, in dieser Reihenfolge von der Objektseite her. Die Weitwinkeloptik
erfüllt dabei die folgende Bedingung:
wobei
f1 die Brennweite der ersten Linsengruppe
und
f die Brennweite der gesamten Optik angibt.
f1 die Brennweite der ersten Linsengruppe
und
f die Brennweite der gesamten Optik angibt.
Bei einer Weitwinkeloptik läßt sich, wie in Bedingung (1) beschrieben, ein kom
pakterer Aufbau erhalten, wenn die negative Brechkraft der ersten Linsengruppe
größer ist.
Zur Korrektion der bei der negativen ersten Linsengruppe auftretenden Abbil
dungsfehler ist die am weitesten bildseitig angeordnete Linse der zweiten Linsen
gruppe vorzugsweise eine positive Meniskuslinse mit einer konvexen Fläche, die
der Bildseite zugewandt ist. Diese Meniskuslinse hat vorzugsweise eine der Ob
jektseite zugewandte asphärische Fläche. Der Krümmungsradius der asphäri
schen Fläche wird dabei bei steigendem Abstand von der optischen Achse zum
Rand hin kleiner als der der paraxialen sphärischen Fläche. Dadurch wird die po
sitive Brechkraft der positiven Meniskuslinse abgeschwächt. Außerdem erfüllt die
asphärische Fläche vorzugsweise die folgende Bedingung:
wobei
ΔX die Asphärizität in Bezug auf die paraxiale sphärische Fläche bei ei nem Abstand von 0,3f von der optischen Achse, und
n den Brechungsindex des Linsenmaterials angibt, aus dem die asphäri sche Fläche ausgebildet ist.
ΔX die Asphärizität in Bezug auf die paraxiale sphärische Fläche bei ei nem Abstand von 0,3f von der optischen Achse, und
n den Brechungsindex des Linsenmaterials angibt, aus dem die asphäri sche Fläche ausgebildet ist.
Die asphärische Fläche kann dabei direkt auf der Linsenoberfläche ausgebildet
sein. Sie kann aber auch als ein Hybridlinsenelement ausgebildet sein, bei dem
eine Kunstharzschicht auf einer Glaslinse angeordnet ist.
Die zweite Linsengruppe hat vorzugsweise eine erste positive Unterlinsengruppe,
die Blende und eine zweite positive Unterlinsengruppe in dieser Reihenfolge von
der Objektseite her. Die erste Unterlinsengruppe hat eine verkittete Unterlinsen
gruppe mit einer positiven Linse und einer negativen Linse. Die zweite Unterlin
sengruppe hat eine negative Linse, eine positive Linse und eine weitere positive
Linse in dieser Reihenfolge von der Objektseite her. Außerdem erfüllt die zweite
Linsengruppe vorzugsweise die folgenden Bedingungen:
wobei
r2a den Krümmungsradius der verkitteten Fläche der ersten Unterlinsen gruppe,
fL5 die Brennweite der objektseitigen Linse der zweiten Unterlinsengruppe, und
fL6 die Brennweite der bildseitigen positiven Linse der zweiten Unterlin sengruppe angibt.
r2a den Krümmungsradius der verkitteten Fläche der ersten Unterlinsen gruppe,
fL5 die Brennweite der objektseitigen Linse der zweiten Unterlinsengruppe, und
fL6 die Brennweite der bildseitigen positiven Linse der zweiten Unterlin sengruppe angibt.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand der Zeichnun
gen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 die Linsenanordnung einer Weitwinkeloptik als ein erstes Ausfüh
rungsbeispiel der Erfindung,
Fig. 2A, 2B, 2C und 2D
Aberrationsdiagramme der Linsenanordnung von Fig. 1,
Fig. 3 die Linsenanordnung einer Weitwinkeloptik als ein zweites Ausfüh
rungsbeispiel der Erfindung,
Fig. 4A, 4B, 4C und 4D
Aberrationsdiagramme der Linsenanordnung von Fig. 3,
Fig. 5 die Linsenanordnung einer Weitwinkeloptik als ein drittes Ausfüh
rungsbeispiel,
Fig. 6A, 6B, 6C und 6D
Aberrationsdiagramme der Linsenanordnung von Fig. 5,
Fig. 7 die Linsenanordnung einer Weitwinkeloptik als ein viertes Ausfüh
rungsbeispiel,
Fig. 8A, 8B, 8C und 8D
Aberrationsdiagramme der Linsenanordnung von Fig. 7,
Fig. 9 die Linsenanordnung einer Weitwinkeloptik als ein fünftes Ausfüh
rungsbeispiel,
Fig. 10A, 10B, 10C und 10D
Aberrationsdiagramme der Linsenanordnung von Fig. 9, und
Fig. 11 eine schematische Ansicht als Erläuterung für den Z-Koeffizienten.
Die in den Fig. 1, 3, 5, 7 und 9 gezeigte Weitwinkeloptik hat eine negative erste
Linsengruppe 10 und eine positive zweite Linsengruppe 20, an der eine Blende
angeordnet ist, in dieser Reihenfolge von der Objektseite her. Die negative erste
Linsengruppe 10 hat eine negative Meniskuslinse. Die positive zweite Linsen
gruppe 20 hat eine erste positive Unterlinsengruppe 20a, eine Blende S und eine
zweite positive Unterlinsengruppe 20b in dieser Reihenfolge von der Objektseite
her. Die erste positive Unterlinsengruppe 20a hat eine verkittete Unterlinsen
gruppe mit einer positiven Linse und einer negativen Linse. Die zweite positive
Unterlinsengruppe 20b hat eine negative Linse, eine positive Linse und eine posi
tive Meniskuslinse in dieser Reihenfolge von der Objektseite her. Die positive
Meniskuslinse ist die am weitesten bildseitig angeordnete Linse der zweiten posi
tiven Unterlinsengruppe 20b und hat an ihrer der Objektseite zugewandten Seite
eine asphärische Fläche.
Die Bedingung (1) gibt die negative Brechkraft der ersten Linsengruppe 10 an.
Durch das Erfüllen der Bedingung (1) wird der Absolutwert der Petzval-Summe
reduziert, eine geeignete bildseitige Schnittweite erreicht und außerdem ein kom
pakter Aufbau ermöglicht.
Wenn das Verhältnis f1/f den oberen Grenzwert der Bedingung (1) überschreitet,
wird die negative Brechkraft der ersten Linsengruppe 10 zu groß. Dadurch erge
ben sich Vorteile für das Erreichen einer geeigneten bildseitigen Schnittweite. Al
lerdings lassen sich dann die Koma und der Astigmatismus der ersten Linsen
gruppe 10 durch die zweite Linsengruppe 20 nicht mehr korrigieren.
Wenn dagegen das Verhältnis f1/f den unteren Grenzwert der Bedingung (1) un
terschreitet, wird die Brechkraft der ersten Linsengruppe 10 zu schwach. Dadurch
wird es schwierig, eine geeignete bildseitige Schnittweite zu erzielen.
Im folgenden wird das Erzielen großer optischer Leistungsfähigkeit erörtert. Im
einzelnen wird eine konventionelle Retrofokusweitwinkeloptik mit einer F-Zahl von
etwa 2 diskutiert. Bei dieser Art Optik tritt üblicherweise eine Bildfeldwölbung (im
einzelnen DS: Bildfeldwölbung in Sagittalrichtung) in negative Richtung bis zu ei
nem bestimmten Sichtwinkel und in positive Richtung bei oder oberhalb eines
mittleren Sichtwinkels auf (Umkehr von DS). Damit also die Qualität der Bildebene
in deren Randbereich erreicht wird, wird absichtlich eine Bildfeldwölbung in nega
tive Richtung bis zu einem mittleren Sichtwinkel herbeigeführt. Deshalb wird ein
größerer Wert für die Petzval-Summe gewählt. Wenn die Bildebene wie vorste
hend beschrieben gewölbt ist, ist eine Unterkorrektion der sphärischen Aberration
notwendig. Dadurch läßt sich die beste Bildebenenposition bei einem mittleren
Sichtwinkel zusammen mit der besten Bildebenenposition im mittleren Bereich der
Bildebene erreichen. Bei den üblichen Retrofokusoptiken werden die bei der ne
gativen Linse der ersten Linsengruppe auftretenden Abbildungsfehler durch die
zweite Linsengruppe korrigiert. Allerdings werden dabei die Koma und die astig
matische Differenz nicht auf ausgewogene Weise korrigiert. Deshalb muß die
Koma mit der verkitteten Fläche der verkitteten Unterlinsengruppe der zweiten
Linsengruppe korrigiert werden, wodurch sich ein Ansteigen der astigmatischen
Differenz ergibt. In anderen Worten ist DS stärker in negative Richtung geneigt
als DM (die Feldkrümmung in Meridionalrichtung).
Zum Beseitigen der vorstehend beschriebenen Probleme ist die Weitwinkeloptik
nach dem jeweiligen Ausführungsbeispiel so angeordnet, daß der Absolutwert der
Petzval-Summe durch eine größere Brechkraft der ersten Linsengruppe 10 kleiner
wird, wie in Bedingung (1) beschrieben. Danach ist zum Korrigieren der Umkehr
von DS die positive Meniskuslinse mit einer dem Bild zugewandten konvexen Flä
che als am weitesten bildseitig angeordnetes Element der zweiten Linsengruppe
20 angeordnet. Außerdem ist die asphärische Fläche objektseitig an der positiven
Meniskuslinse ausgebildet. Zur Korrektion der Koma und der astigmatischen Dif
ferenz auf ausgeglichene Weise wird der Krümmungsradius der verkitteten Flä
che der ersten positiven Unterlinsengruppe 20a vergrößert. Dadurch kann die
asphärische Fläche wesentlich stärker zur Korrektion der Koma beitragen. Die
vorstehend beschriebene asphärische Fläche ist außerdem so angeordnet, daß
sie die sphärische Aberration und die Koma in ausgeglichener Weise korrigiert.
Es ist von Vorteil, die Brechkraft der objektseitigen positiven Linse der zweiten
positiven Unterlinsengruppe 20b der zweiten Linsengruppe 20 zu vergrößern und
die Brechkraft der bildseitigen positiven Meniskuslinse der zweiten positiven Un
terlinsengruppe 20b zu verringern. Es ist außerdem von Vorteil, die Brechkraft der
zweiten positiven Unterlinsengruppe 20b zu vergrößern oder die Brechkraft der
ersten positiven Unterlinsengruppe 20a zu verringern. Es ist weiterhin von Vorteil,
den Brechungsindex der negativen Linse der zweiten Unterlinsengruppe 20b zu
verringern und den Brechungsindex von deren positiver Linse zu vergrößern.
Die Bedingung (2) gibt die Asphärizität der positiven Meniskuslinse an, die bei der
zweiten positiven Unterlinsengruppe 20b der zweiten Linsengruppe 20 am weite
sten bildseitig angeordnet ist.
Wenn der Wert ΔX(n-1).1000/f den oberen Grenzwert der Bedingung (2) über
schreitet, wird das Maß der Asphärizität kleiner. Dadurch lassen sich die bei der
ersten Linsengruppe 10 auftretenden Abbildungsfehler nicht mehr ausreichend
korrigieren.
Wenn der Wert ΔX(n-1).1000/f den unteren Grenzwert der Bedingung (2) unter
schreitet, wird das Maß der Asphärizität zu groß. In diesem Fall wird die Herstel
lung der Linse schwierig. Weiterhin wird der Z-Koeffizient verringert, wodurch das
Zentrieren der Linse schwierig wird.
Der Z-Koeffizient ist ein Maß dafür, wie einfach sich die Linse zentrieren läßt. Er
wird durch die folgende Gleichung beschrieben. Die Variablen darin sind in Fig.
11 gezeigt.
wobei
h1 den effektiven Durchmesser der ersten Linsenfläche,
h2 den effektiven Durchmesser der zweiten Linsenfläche,
r1 den Krümmungsradius der ersten Linsenfläche, und
r2 den Krümmungsradius der zweiten Linsenfläche angibt.
h1 den effektiven Durchmesser der ersten Linsenfläche,
h2 den effektiven Durchmesser der zweiten Linsenfläche,
r1 den Krümmungsradius der ersten Linsenfläche, und
r2 den Krümmungsradius der zweiten Linsenfläche angibt.
Die Bedingung (3) gibt den Krümmungsradius der verkitteten Fläche der ersten
positiven Unterlinsengruppe 20a an. Durch das Erfüllen dieser Bedingung lassen
sich die Koma und der Astigmatismus (astigmatische Differenz) auf ausgegli
chene Weise korrigieren.
Wenn das Verhältnis r2a/f den oberen Grenzwert der Bedingung (3) überschrei
tet, wird der Krümmungsradius der verkitteten Fläche größer. Das führt dazu, daß
die Koma bis zu einem Ausmaß intensiviert wird, daß sie durch die auf der positi
ven Meniskuslinse der zweiten Unterlinsengruppe 20b ausgebildete asphärische
Fläche nicht korrigiert werden kann.
Wenn das Verhältnis r2a/f den unteren Grenzwert der Bedingung (3) unter
schreitet, wird der Krümmungsradius der verkitteten Fläche kleiner. Das führt zu
dem Ergebnis, daß der Astigmatismus bis zu einem Ausmaß intensiviert wird, daß
er durch die asphärische Fläche nicht mehr korrigiert werden kann.
Die Bedingung (4) gibt die Brechkraft der beiden positiven Linsen in der zweiten
Unterlinsengruppe 20b der zweiten Linsengruppe 20 an.
Wenn das Verhältnis fL6/fL5 den oberen Grenzwert der Bedingung (4) überschrei
tet, ist ein Großteil der Brechkraft der objektseitigen positiven Linse zugeordnet.
Das heißt, die Brechkraft der objektseitigen Linse der beiden positiven Linsen
wird zu stark. Als Ergebnis läßt sich die sphärische Aberration und teilweise auch
die Koma nicht korrigieren.
Wenn das Verhältnis fL6/fL5 den unteren Grenzwert der Bedingung (4) unter
schreitet, ist ein Großteil der Brechkraft der bildseitigen positiven Linse zugeord
net. Das heißt, die Brechkraft der bildseitigen Linse der beiden positiven Linsen
wird zu stark. Als Ergebnis wird der Krümmungsradius der auf der positiven Me
niskuslinse der zweiten Unterlinsengruppe 20b ausgebildeten asphärischen Flä
che zu groß. Dadurch wird der Effekt der Asphärizität verringert, wodurch es
schwierig wird, die bei der ersten Linsengruppe 10 auftretenden Abbildungsfehler
zu korrigieren.
Im folgenden werden genaue numerische Daten für Ausführungsbeispiele der Er
findung angegeben. In den Darstellungen der durch die sphärische Aberration
wiedergegebenen chromatischen Aberration wird die jeweilige sphärische Aberra
tion in Bezug auf die d-, g- und C-Linie mit durchgezogenen Linien und mit zwei
verschiedenen Arten gestrichelter Linien dargestellt. In den Diagrammen der late
ralen chromatischen Aberration ist mit der durchgezogenen Linie und mit den bei
den Arten gestrichelter Linien jeweils die Vergrößerung in Bezug auf die d-, g-
und C-Linie bezeichnet. S bezeichnet das Sagittalbild, und M bezeichnet das Me
ridionalbild. In den Tabellen bezeichnet FNO die F-Zahl, f die Brennweite der ge
samten Optik, W den halben Sichtwinkel [°], fB die bildseitige Schnittweite, r den
Krümmungsradius, d die Linsendicke oder den Abstand zwischen Linsenflächen,
Nd den Brechungsindex in Bezug auf die d-Linie und ν die Abbe-Zahl.
Zusätzlich zu dem vorstehend Beschriebenen ist eine in Bezug auf die optische
Achse symmetrische asphärische Fläche wie folgt definiert:
wobei
x den Abstand von einer Tangentialebene in einem asphärischen Schei tel,
C die Krümmung des asphärischen Scheitels (1/r),
h den Abstand von der optischen Achse,
K den Konizitätskoeffizienten,
A4 den Asphärizitätskoeffizienten vierter Ordnung,
A6 den Asphärizitätskoeffizienten sechster Ordnung,
A8 den Asphärizitätskoeffizienten achter Ordnung, und
A10 den Asphärizitätskoeffizienten zehnter Ordnung angibt.
x den Abstand von einer Tangentialebene in einem asphärischen Schei tel,
C die Krümmung des asphärischen Scheitels (1/r),
h den Abstand von der optischen Achse,
K den Konizitätskoeffizienten,
A4 den Asphärizitätskoeffizienten vierter Ordnung,
A6 den Asphärizitätskoeffizienten sechster Ordnung,
A8 den Asphärizitätskoeffizienten achter Ordnung, und
A10 den Asphärizitätskoeffizienten zehnter Ordnung angibt.
Fig. 1 zeigt die Linsenanordnung einer Weitwinkeloptik als ein erstes Ausfüh
rungsbeispiel. Fig. 2A, 2B, 2C und 2D zeigen die Aberrationsdiagramme der Lin
senanordnung von Fig. 1. Tabelle 1 zeigt die zugehörigen numerischen Daten.
Die Linsenflächen Nr. 1 und 2 gehören zu der negativen ersten Linsengruppe 10.
Die Linsenflächen Nr. 3 bis 5 stellen die erste positive Unterlinsengruppe 20a dar,
und die Linsenflächen Nr. 6 bis 11 gehören zu der zweiten positiven Unterlinsen
gruppe 20b. Die Blende S ist zwischen den Unterlinsengruppen 20a und 20b an
geordnet. Die objektseitig an der am weitesten bildseitig angeordneten positiven
Meniskuslinse der Unterlinsengruppe 20b angeordnete asphärische Fläche be
steht aus einer synthetischen Kunstharzschicht, die auf der Glaslinsenfläche an
geordnet ist.
Fig. 3 zeigt die Linsenanordnung einer Weitwinkeloptik nach einem zweiten Aus
führungsbeispiel. Die Fig. 4A, 4B, 4C und 4D zeigen die Aberrationsdiagramme
der Linsenanordnung von Fig. 3. Die Tabelle 2 zeigt die zugehörigen numeri
schen Daten. Die Linsenflächen Nr. 1 und 2 gehören zu der negativen ersten Lin
sengruppe 10. Die Linsenflächen Nr. 3 bis 5 gehören zu der ersten positiven Un
terlinsengruppe 20a, und die Linsenflächen Nr. 6 bis 11 gehören zu der zweiten
positiven Unterlinsengruppe 20b. Die auf der objektseitigen Fläche der am weite
sten bildseitigen positiven Meniskuslinse der Unterlinsengruppe 20b angeordnete
asphärische Fläche besteht aus einer auf einer Glaslinsenfläche angeordneten
synthetischen Kunstharzschicht.
Fig. 5 zeigt die Linsenanordnung einer Weitwinkeloptik nach dem dritten Ausfüh
rungsbeispiel. Die Fig. 6A, 6B, 6C und 6D zeigen die Aberrationsdiagramme der
Linsenanordnung von Fig. 5. Tabelle 3 zeigt die zugehörigen numerischen Daten.
Die Linsenflächen Nr. 1 und 2 gehören zu der negativen ersten Linsengruppe 10.
Die Linsenflächen Nr. 3 bis 5 gehören zu der ersten positiven Unterlinsengruppe
20a, und die Linsenflächen Nr. 6 bis 10 gehören zu der zweiten positiven Unter
linsengruppe 20b. Die auf der objektseitigen Fläche der am weitesten bildseitigen
positiven Meniskuslinse der Unterlinsengruppe 20b angeordnete asphärische
Fläche ist direkt auf der Glaslinsenfläche ausgebildet.
Fig. 7 zeigt die Linsenanordnung einer Weitwinkeloptik nach einem vierten Aus
führungsbeispiel. Fig. 8A, 8B, 8C und 8D zeigen die Aberrationsdiagramme der
Linsenanordnung von Fig. 7. Tabelle 4 zeigt die zugehörigen numerischen Daten.
Die Linsenflächen Nr. 1 und 2 gehören zu der negativen ersten Linsengruppe 10.
Die Linsenflächen Nr. 3 bis 5 gehören zu der ersten positiven Unterlinsengruppe
20a und die Linsenflächen Nr. 6 bis 11 gehören zu der zweiten positiven Unterlin
sengruppe 20b. Die auf der objektseitig an der am weitesten bildseitigen positiven
Meniskuslinse der Unterlinsengruppe 20b angeordnete asphärische Fläche ist di
rekt auf der Glaslinsenfläche ausgebildet.
Fig. 9 zeigt die Linsenanordnung einer Weitwinkeloptik nach einem fünften Aus
führungsbeispiel. Fig. 10A, 10B, 10C und 10D zeigen die Aberrationsdiagramme
der Linsenanordnung von Fig. 9. Tabelle 5 zeigt die zugehörigen numerischen
Daten. Die Grundanordnung der Linsen ist gleich der nach dem vierten Ausfüh
rungsbeispiel.
Die Zahlenwerte der Bedingungen (1) bis (4) sind für die einzelnen Ausführungs
beispiele in Tabelle 6 gezeigt.
Wie sich der Tabelle 6 entnehmen läßt, erfüllt jedes der Ausführungsbeispiele die
einzelnen Bedingungen. Wie sich außerdem aus den Aberrationsdiagrammen
entnehmen läßt, sind die Abbildungsfehler geeignet korrigiert.
Gemäß der vorstehenden Beschreibung läßt sich eine kompakte Retrofokusweit
winkeloptik mit einem halben Sichtwinkel von etwa 32° erhalten.
Claims (3)
1. Weitwinkeloptik mit einer negativen ersten Linsengruppe (10) und einer po
sitiven zweiten Linsengruppe (20), an der eine Blende (S) befestigt ist, in
dieser Reihenfolge von der Objektseite her, bei der die folgende Bedingung
erfüllt:
wobei
f1 die Brennweite der ersten Linsengruppe (10),
und
f die Brennweite der gesamten Optik angibt.
wobei
f1 die Brennweite der ersten Linsengruppe (10),
und
f die Brennweite der gesamten Optik angibt.
2. Weitwinkeloptik nach Anspruch 1, bei der die zweite Linsengruppe (20) bild
seitig eine positive Meniskuslinse mit einer der Bildseite zugewandten kon
vexen Fläche und mit einer objektseitigen asphärischen Fläche hat, die mit
steigendem Abstand von der optischen Achse zum Rand hin einen kleiner
werdenden Krümmungsradius als den der paraxialen sphärischen Fläche
hat, wodurch die positive Brechkraft der positiven Meniskuslinse abge
schwächt wird, und bei der die asphärische Fläche die folgende Bedingung
erfüllt:
wobei
ΔX das Maß der Asphärizität in Bezug auf die paraxiale sphärische Fläche bei einem Abstand von 0,3f von der optischen Achse, und
n den Brechungsindex des Linsenmaterials angibt, aus dem die asphäri sche Fläche ausgebildet ist.
wobei
ΔX das Maß der Asphärizität in Bezug auf die paraxiale sphärische Fläche bei einem Abstand von 0,3f von der optischen Achse, und
n den Brechungsindex des Linsenmaterials angibt, aus dem die asphäri sche Fläche ausgebildet ist.
3. Weitwinkeloptik nach Anspruch 1 oder 2, bei der die zweite Linsengruppe
(20) eine erste positive Unterlinsengruppe (20a), eine Blende (S) und eine
zweite positive Unterlinsengruppe (20b) in dieser Reihenfolge von der Ob
jektseite her hat, bei der die erste Unterlinsengruppe (20a) eine verkittete
Unterlinsengruppe mit einer positiven Linse und einer negativen Linse hat,
bei der die zweite Unterlinsengruppe (20b) eine negative Linse, eine positive
Linse und eine weitere positive Linse in dieser Reihenfolge von der Objekt
seite her hat, und bei der die zweite Linsengruppe (20) die folgenden Bedin
gungen erfüllt:
wobei
r2a den Krümmungsradius der verkitteten Fläche der ersten Unterlinsen gruppe (20a),
fL5 die Brennweite der objektseitigen Linse der zweiten Unterlinsengruppe (20b), und
fL6 die Brennweite der bildseitigen positiven Linse der zweiten Unterlin sengruppe (20b) angibt.
wobei
r2a den Krümmungsradius der verkitteten Fläche der ersten Unterlinsen gruppe (20a),
fL5 die Brennweite der objektseitigen Linse der zweiten Unterlinsengruppe (20b), und
fL6 die Brennweite der bildseitigen positiven Linse der zweiten Unterlin sengruppe (20b) angibt.
Applications Claiming Priority (2)
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|---|---|---|---|
| JP03610099A JP3495631B2 (ja) | 1999-02-15 | 1999-02-15 | 広角レンズ |
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Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family
ID=12460361
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10006644A Expired - Fee Related DE10006644B4 (de) | 1999-02-15 | 2000-02-15 | Retrofokusweitwinkeloptik |
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| Country | Link |
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| JP (1) | JP3495631B2 (de) |
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