DE10006642A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Punktschweißen von Werkstücken - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Punktschweißen von WerkstückenInfo
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Abstract
Bei dem Verfahren und der Vorrichtung Punktschweißen von Werkstücken mit einem Schweißkopf, mit wenigstens einer Schweißelektrode, wobei der Schweißkopf zum Werkstück hin verfahrbar gelagert ist, wird die Schweißelektrode durch einen Elektromotor verfahren, der Anpressdruck der Schweißelektrode gegen das Werkstück wird gemessen, und der Antrieb des Motors wird so geregelt, dass der Anpressdruck einen vorgegebenen Sollwert annimmt und dann wird die Schweißung ausgeführt. Bei der Ausführung der Schweißung werden der zwischen den Schweißelektroden fließende Schweißstrom und die zwischen den Schweißelektroden anstehende Schweißspannung gemessen, und aus dem Schweißstrom und der Schweißspannung wird die Schweißenergie berechnet, die bei der Schweißung verbraucht wurde. Der aus den Messungen berechnete Istwert der verbrauchten Schweißenergie wird mit einem vorgegebenen Sollwert der Schweißenergie verglichen, wobei eine Schweißung bei einer Übereinstimmung der Ist- und Sollwerte als gut klassifiziert wird.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung Punktschweißen von Werk
stücken mit einem Schweißkopf, mit wenigstens einer Schweißelektrode, wobei der Schweiß
kopf zum Werkstück hin verfahrbar gelagert ist.
Bisher ist es üblich, die Schweißelektrode, die zu dem Werkstück beziehungsweise zu
dem Schweißpunkt hin verfahren werden muss, durch einen Druckmittelzylinder zu betätigen,
wobei das Druckmittel entweder Druckluft oder ein Drucköl ist. Der Anpressdruck der Elek
trode an dem Werkstück wird über den Druck des Druckmittels eingestellt. Zunächst kann auf
diese Weise der Anpressdruck nicht mit der erforderlichen Genauigkeit eingestellt werden, die
zur Erzielung gleichmäßiger Schweißungen erforderlich ist. Durch Druckschwankungen erge
ben sich Abweichungen zwischen den einzelnen Schweißungen, die bei der modernen Pro
duktionstechnik nicht mehr hingenommen werden. Dies gilt insbesondere bei dem Einsatz
von Druckluftzylindern, wo die Druckschwankungen in dem Zylinder und damit der Anpress
druckwert mit der Elektrode an dem Werkstück stark schwanken können.
Es ist auch ein Nachteil der bekannten Verfahren, dass die bei einer Schweißung über
tragene Schweißenergie nicht erfasst wird, so dass auch aus diesem Grund keine reproduzier
baren Ergebnisse bei der Schweißung erzielt werden können.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vor
richtung zum Punktschweißen von Werkstücken bereitzustellen, wobei ein genau einstellbarer
und reproduzierbarer Anpressdruck und/oder eine reproduzierbare Schweißenergie an der
Schweißstelle bereitgestellt werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist das erfindungsgemäße Verfahren dadurch gekennzeich
net, dass die Schweißelektrode durch einen Elektromotor verfahren wird, dass der Anpress
druck der Schweißelektrode gegen das Werkstück gemessen wird, und dass der Antrieb des
Motors so geregelt wird, dass der Anpressdruck einen vorgegebenen Sollwert annimmt und
dass dann die Schweißung ausgeführt wird. Bei diesem Verfahren wird in vorteilhafter Weise
die Elektrodenanpresskraft von dem Elektromotor aufgebaut, wobei sich die Regelung des
Motor auf aktuelle Messungen des Anpressdruckes bezieht. Durch diese Regelung des An
pressdruckes werden reproduzierbare Ergebnisse bei den Schweißungen erzielt, und der An
pressdruck der Schweißelektrode kann mit großer Genauigkeit eingestellt werden.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dadurch gekenn
zeichnet, dass in der Regelung der Istwert des Anpressdruckes mit dem Sollwert des Anpress
druckes verglichen wird, und dass der Elektromotor angetrieben wird, um die Differenz zwi
schen Istwert und Sollwert zu minimieren. Dabei kann in vorteilhafter Weise der Sollanpress
druck der Schweißelektrode sowohl dann angefahren werden, wenn der am Anfang der Re
gelung herrschende Druck unterhalb des Sollanpressdrucks liegt, als auch dann, wenn der
anfängliche Anpressdruck oberhalb des Sollanpressdrucks liegt. Auf jeden Fall wird der Sol
lanpressdruck erreicht, bevor die Schweißung durchgeführt wird.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dadurch
gekennzeichnet, dass ein bürstenloser Gleichstrommotor als Antrieb verwendet wird. Ein der
artiger Motor eignet sich besonders zum geregelten Aufbau des Anpressdruckes im vorliegen
den Anwendungsfall.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dadurch
gekennzeichnet, dass eine Druckmessdose zur Messung des Anpressdruckes verwendet wird.
Derartige Druckmessdosen sind im Handel für die verschiedensten Druckbereiche erhältlich.
Sie sind ausgetestet und im Betrieb zuverlässig und stabil.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dadurch
gekennzeichnet, dass die Regelung beendet wird, wenn der Istwert des Anpressdruckes inner
halb einer voreinstellbaren Toleranz von dem Sollwert liegt. Damit wird in vorteilhafter Wei
se die Zeit verkürzt, die bei dem Verfahren erforderlich ist, um einen an den Sollwert des An
pressdruckes hinreichend angepassten Anpressdruck zu erreichen.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dadurch
gekennzeichnet, dass ein Austausch der Schweißelektrode eingeleitet wird, wenn ein Sollan
pressdruck nach Durchlaufen des maximalen Fahrweges des Elektromotors nicht erreicht
wird. Durch diese Maßnahme wird eine Sicherheit für den Fall eingebaut, dass die Elektrode
verbraucht ist, und der maximale Fahrweg des Elektromotors daher durchfahren werden kann,
ohne dass die Elektrode in Kontakt mit dem Werkstück kommt. Mit anderen Worten wird
durch diese Maßnahme in vorteilhafter Weise auch der Verbrauch der Schweißelektrode
selbst überwacht.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dadurch
gekennzeichnet, dass vor der ersten Schweißung eine Kalibrierfahrt durchgeführt wird, um
den Motorantrieb auf den Achswert, der zum Erreichen des Werkstückes und bis zum Errei
chen des Sollanpressdruckes erforderlich ist, zu bestimmen, und dass dieser Achswert gespei
chert und nachfolgend zum Anfahren des Werkstückes verwendet wird. Wenn eine Serie glei
cher Schweißungen an einem Werkstück ausgeführt werden sollen, ist der Fahrweg des
Schweißkopfes mit der Schweißelektrode bis auf Toleranzen des Werkstückes gleich groß.
Wenn der Fahrweg des Schweißkopfes für eine Serie von Schweißungen vorher bestimmt und
abgespeichert wird, können die Schweißstellen bei den nachfolgenden Schweißungen schnell
und mit großer Genauigkeit angefahren werden.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dadurch
gekennzeichnet, dass bei der Kalibrierungsfahrt mit einer voreinstellbaren, hohen Geschwin
digkeit eine Schwebeposition vor dem Werkstück angefahren wird und dass von der Schwe
beposition aus in langsamer Fahrt der voreinstellbare Sollanpressdruck angefahren wird.
Durch diese Vorgehensweise wird die Zeit verkürzt, die für die Kalibrierfahrt erforderlich ist,
und dennoch werden zuverlässige Achswerte festgestellt und gespeichert.
Zur Lösung der oben genannten Aufgabe ist das erfindungsgemäße Verfahren ferner
dadurch gekennzeichnet, dass bei der Ausführung der Schweißung der zwischen den Schwei
ßelektroden fließende Schweißstrom und die zwischen den Schweißelektroden anstehende
Schweißspannung gemessen werden, dass aus dem Schweißstrom und der Schweißspannung
die Schweißenergie berechnet wird, die bei der Schweißung verbraucht wurde, und dass der
aus den Messungen berechnete Istwert der verbrauchten Schweißenergie mit einem vorgege
benen Sollwert der Schweißenergie verglichen wird, wobei eine Schweißung bei einer Über
einstimmung der Ist- und Sollwerte als gut klassifiziert wird. Durch dieses Verfahren kann
alternativ oder zusätzlich zu dem vorstehend beschriebenen Verfahren die Schweißenergie
überwacht und eine Güteklassifizierung der Schweißungen erreicht werden. In jedem Fall ist
es vorteilhaft, eine Aussage über die Güte der Schweißung zu erhalten, so lange das Werk
stück sich noch in Bearbeitung befindet, weil dann unmittelbar nachgebessert werden kann
oder das Werkstück zu einer Nachbearbeitung gebracht werden kann.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dadurch gekenn
zeichnet, dass sowohl die Ist- und Sollwerte der Schweißenergie als auch die Ist- und Soll
werte des Schweißstromes und der Schweißspannung verglichen werden, wobei eine Schwei
ßung bei einer Übereinstimmung aller Ist- und Sollwerte als gut klassifiziert wird. Damit wird
insofern eine zusätzliche Sicherheit erreicht, als auch die Übereinstimmung der Ausgangs
werte für die Berechnung der Schweißenergie, nämlich des Schweißstromes und der Schweiß
spannung mit in die Kontrolle einbezogen werden.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dadurch
gekennzeichnet, dass ein Vergleich als Übereinstimmung bewertet wird, wenn die Ist- und
Sollwerte innerhalb voreinstellbarer Toleranzen liegen. Dadurch wird in vorteilhafter Weise
eine sinnvolle Abschätzung der Übereinstimmung eingeführt, so dass Messergebnisse in ei
nem vorgegebenen Toleranzbereich akzeptiert werden.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dadurch
gekennzeichnet, dass der Schweißstrom über einen mit der Schweißstrom-Zufuhrleitung in
Reihe geschalteten Widerstand gemessen wird. Damit kann auf einfache Weise der exakte
Wert des Schweißstromes gemessen werden. Wenn der Widerstand einen Wert von 1 mOhem
hat, ergibt sich beispielsweise bei einem Schweißstrom von 100A ein Spannungsabfall von
1 V an dem Widerstand. Der Spannungsabfall an dem Widerstand kann dann beispielsweise
über einen A/D-Wandler in einen Rechner gegeben werden, um so den Schweißstrom für den
Spannungsabfall an dem Widerstand zu messen.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dadurch
gekennzeichnet, dass zur Erfassung der Schweißspannung die Spannung zwischen den beiden
Schweißelektroden gemessen wird. Damit wird in vorteilhafter Weise die Schweißspannung
exakt an der Stelle gemessen, an der die Schweißung vorgenommen wird. Die Spannung kann
einfach über zwei Klemmen abgegriffen werden, die beispielsweise über ein A/D-Wandler
mit dem Rechner verbunden sind, aus dem tatsächlichen Spannungsabfall einen verarbeitba
ren Messwert zu machen.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dadurch
gekennzeichnet, dass eine Reinigung der Schweißelektroden eingeleitet wird, wenn eine
Schweißung aufgrund der Ist- und Sollwerte nicht als gut klassifiziert wird. Da die Ursache
von einer schlechten Schweißung oft eine Verunreinigung der Schweißelektroden ist, wird
hier in vorteilhafter Weise eine Möglichkeit eröffnet, um diesen Mangel zu beheben.
Zur Lösung der oben genannten Aufgabe ist die erfindungsgemäße Vorrichtung gekenn
zeichnet durch einen Elektromotor zum Verfahren der wenigstens einen Schweißelektrode,
eine Druck-Messeinrichtung, mit der der Anpressdruck der Schweißelektrode gegen das
Werkstück gemessen wird, und durch eine Anpressdruck-Speichereinheit, in der ein Sollwert
für den Anpressdruck der Schweißelektrode für wenigstens ein Werkstück gespeichert ist,
eine Regeleinrichtung, mit der der Antrieb des Motors so geregelt wird, dass der Anpress
druck den vorgegebenen, gespeicherten Sollwert annimmt, bevor die Schweißung ausgeführt
wird. Durch diese Vorrichtung wird die Anpressdruckregelung an der Schweißelektrode in
vorteilhafter Weise über eine Speicherung des Sollwertes für den Anpressdruck oder der
Sollwerte für denselben und Umsetzung der Messungen in einer Regeleinrichtung, vorzugs
weise einem Rechner, umgesetzt.
Zur Lösung der oben genannten Aufgabe ist die erfindungsgemäße Vorrichtung gekenn
zeichnet durch eine Schweißstrom-Messeinrichtung, mit der bei der Ausführung der Schwei
ßung der zwischen den Schweißelektroden fließende Schweißstrom gemessen wird, eine
Schweißspannungs-Messeinrichtung, mit der die zwischen den Schweißelektroden anstehende
Schweißspannung gemessen wird, eine Recheneinheit, mit der aus dem Schweißstrom und der
Schweißspannung die Schweißenergie berechnet wird, die bei der Schweißung verbraucht
wurde, und durch eine Schweißenergie-Speichereinheit, in der Sollwert für die Schweißener
gie der Schweißelektrode für wenigstens ein Werkstück gespeichert ist, und durch eine Ver
gleichereinrichtung, mit der der aus den Messungen berechnete Istwert der verbrauchten
Schweißenergie mit einem vorgegebenen Sollwert der Schweißenergie verglichen wird, wobei
eine Schweißung bei einer Übereinstimmung der Ist- und Sollwerte als gut klassifiziert wird.
Durch das Zusammenwirken der Recheneinheit mit den Messeinrichtungen können zuverläs
sige Werte für die Schweißenergie ermittelt werden, und diese Werte können dann mit in der
Recheneinheit beziehungsweise deren Speicher gespeicherten Sollwerten verglichen werden.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch ge
kennzeichnet, dass die wenigstens eine Schweißelektrode über einen Schweißkopf an einem
verfahrbaren Schlitten befestigt ist, der durch den Motor verfahrbar ist, und dass die Druck
messdose in dem Schweißkopf angeordnet ist. Hierdurch ergibt sich eine einfache und stabile
Konstruktion der Schweißelektrodenhalterung, und die Druckmessdose ist an einer Stelle an
geordnet, wo der Elektroden-Anpressdruck genau gemessen werden kann.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch
gekennzeichnet, dass zwischen einer Antriebsspindel für den Schlitten und dem Motor eine
Kopplungseinrichtung vorgesehen ist, um geringfügige Abweichungen von der Ausrichtung
der Motorabtriebswelle und der Spindel auszugleichen. Es läßt sich bei einer derartigen Vor
richtung nicht vermeiden, dass bei dem Aufbau der Vorrichtung oder bei deren Betrieb eine
geringfügige Abweichung zwischen der Längsachse der Abtriebswelle des Motors und der
Längsachse der Spindel auftritt. Daher ist eine derartige Kopplungseinrichtung vorteilhaft.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch
gekennzeichnet, dass an dem Schlitten ein Metallvorsprung montiert ist, welcher mit einem an
einem Gehäuse der Schweißvorrichtung montierten Schalter zusammenwirkt, um bei Betäti
gung des Schalters eine Referenzposition des Schlittens zu definieren. Der Schalter ist vor
zugsweise ein Nahwirkungsschalter, der anspricht, wenn der Metallvorsprung an dem Schlit
ten bis auf einen vordefinierten Abstand an den Schalter heran bewegt wird. Mit dieser An
ordnung kann die Referenzposition des Schlittens zu Kalibrierungszwecken und vor einer
Schweißung leicht und mit hoher Genauigkeit angefahren werden, so dass die in dem Spei
cher der Recheneinheit gespeicherten Achswerte, wenn sie von dem Schlitten angefahren
werden, auch zu einer optimalen Positionierung der Schweißelektrode am Werkstück führen.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch
gekennzeichnet, dass die Position des Schalters über eine Schraubverbindung in Längsrich
tung des Schlittens einstellbar ist, so dass sich der maximale Fahrweg des Schlittens an Gege
benheiten beispielsweise des Werkstückes leicht anpassen läßt.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch
gekennzeichnet, dass der Schweißkopf zwei an ihren einen Enden schwenkbar miteinander
verbundene Platten aufweist, zwischen deren anderen Enden die Druckmessdose in dafür vor
gesehenen Ausnehmungen angeordnet ist. Aufgrund der Tatsache, dass die beiden Platten
gegeneinander verschwenkbar sind, wirkt die gesamte Kraft, die durch den Anpressdruck der
Schweißelektrode auf das Werkstück erzeugt wird, auf die Druckmessdose und kann somit
verlustfrei gemessen werden.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch
gekennzeichnet, dass eine Stellschraube an dem einen Ende der Platten angeordnet ist, die
eine der beiden Platten durchsetzt und sich auf der anderen Platte abstützt, um den Abstand
der Ausnehmungen für die Druckmessdose zu justieren. Damit kann in vorteilhafter Weise
erreicht werden, dass die Druckmessdose in den dafür vorgesehenen Ausnehmungen spielfrei
untergebracht werden kann, bevor sie zum Messen des Anpressdruckes verwendet wird.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch
gekennzeichnet, dass die beiden Platten zwischen dem Schlitten zum Verfahren der Schwei
ßelektrode und einem Schweißelektroden-Halteteil angeordnet sind. Diese Anordnung ist in
sofern vorteilhaft, als die Platten mit der Druckmessdose unmittelbar in dem Kraftübertra
gungsweg von dem Motor zu der Schweißelektrode liegen, so dass eine genaue Druckmes
sung möglich ist.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch
gekennzeichnet, dass die Platten aus Metall bestehen und gegenüber dem Schweißelektroden-
Halteteil elektrisch isoliert sind. Damit wird einerseits sichergestellt, dass die Druckkräfte auf
die Druckmessdose übertragen werden, ohne dass die zur Halterung der Druckmessdose vor
gesehenen Bauteile sich deformieren können. Andererseits wird sichergestellt, dass der
Schweißstrom nicht auf die Halterung für die Druckmessdose oder den Schlitten übergreifen
kann.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch
gekennzeichnet, dass der Schweißelektroden-Halteteil mit der einen Platte verschraubt ist,
wobei die Schraubverbindung elektrisch von dem Schweißelektroden-Halteteil isoliert ist.
Damit kann in vorteilhafter Weise der Schweißelektroden-Halteteil, beispielsweise mit zwei
Schrauben, direkt an einer der Platten befestigt werden, die auf die Druckmessdose wirkt, so
dass sich einerseits eine einfache Konstruktion für den Schweißelektroden-Halteteil und ande
rerseits eine sichere Halterung desselben an dem Schlitten des Schweißkopfes ergibt.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch
gekennzeichnet, dass der Schweißelektroden-Halteteil ein länglicher, im Querschnitt rechtec
kiger Stab ist, der an einem Ende mit der Schweißstrom-Zuleitung verbunden ist und an dem
anderen Ende eine Aufnahme für die Schweißelektrode aufweist. Durch diese Ausgestaltung
des Schweißelektroden-Halteteils wird der Schweißstrom praktisch verlustlos von der
Schweißstrom-Zuleitung zu der Schweißelektrode geführt. Nur an dem Übergang von der
Schweißstrom-Zuleitung zu dem Schweißelektroden-Halteteil und an dem Übergang von dem
Schweißelektroden-Halteteil auf die Schweißelektrode treten Übergangswiderstände auf, die
jedoch vernachlässigbar sind. Jedenfalls werden weitere Übergänge von einem Werkstück zu
dem anderen durch diese Anordnung vermieden, was dazu beiträgt, dass der Schweißstrom
praktisch ungehindert durch die Schweißstrom-Zuleitung, den Schweißelektroden-Halteteil
und die Schweißelektroden fließen kann.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Verrichtung ist dadurch
gekennzeichnet, dass der Schweißelektroden-Halteteil neben der Aufnahme für die Schwei
ßelektrode einen U-förmigen Schlitz aufweist, dessen Schenkel in Ebenen senkrecht zu der
Fahrtrichtung der Schweißelektrode liegen und bei dem der Boden des U-förmigen Schlitzes
in einer Ebene parallel zu der Fahrtrichtung der Schweißelektrode und senkrecht zu den Ebe
nen der Schenkel des U-förmigen Schlitzes liegt, wobei der Boden des U-förmigen Schlitzes
neben der Schweißelektrodenhalterung liegt. Durch den U-förmigen Schlitz in dem Schwei
ßelektroden-Halteteil wird ein geringfügiges Nachfedern der Schweißelektrode in Richtung
auf die Schweißstelle ermöglicht, wenn bei einer Schweißung das Material der Schweißstelle
flüssig wird, damit der Anpressdruck nachläßt und die Schweißelektrode zur Schweißstelle
hin nachgeführt werden soll.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch
gekennzeichnet, dass der die Breite des U-förmigen Schlitzes etwa so groß wie die zu erwar
tende Auslenkung der Schweißelektrode bei einer Schweißung ist. Durch diese Dimensionie
rung des U-förmigen Schlitzes wird erreicht, dass unmittelbar vor der Durchführung einer
Schweißung, wenn der gesamte Anpressdruck auf die Schweißstelle ausgeübt wird, das Ende
des Schweißelektroden-Halteteils mit der Schweißelektrode nur um die Breite des U-förmigen
Schlitzes ausweichen kann, bevor die beiden Schenkel des vorderen Endes an dem Teil des
Schweißelektroden-Halteteils anstehen, der durch die Schenkel des U-förmigen Schlitzes ge
bildet wird. Mit anderen Worten kann das vordere Ende des Schweißelektroden-Halteteils nur
um die Breite des U-förmigen Schlitzes ausweichen, und danach wird der Anpressdruck un
mittelbar ohne Zwischenschaltung einer Feder gemessen.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch
gekennzeichnet, dass der U-förmige Schlitz sich unter die Druckmessdose erstreckt, um si
cherzustellen, dass der Anpressdruck in direkter Linie auf die Druckmessdose einwirkt.
Es ist somit ersichtlich, dass bei der bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemä
ßen Verfahrens und der erfindungsgemäßen Vorrichtung alle Prozessparameter bei einer
Schweißung überwacht und kontrolliert eingestellt werden können.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nun anhand der beiliegenden Zeichnungen
beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf ein Gehäuse mit einem Schweißkopf;
Fig. 2 eine vergrößerte Darstellung des Schweißkopfes von Fig. 1;
Fig. 3 ein Blockdiagramm einer elektrischen Einrichtung und Messeinrichtungen der
Schweißvorrichtung;
Fig. 4 ein Flussdiagramm einer Schweißung;
In Fig. 1 ist eine teilweise schematische Darstellung der Schweißvorrichtung gezeigt,
die ein Gehäuse 2 umfasst, von dem der Deckel (nicht gezeigt) entfernt worden ist. Das Ge
häuse 2 besteht aus einer Rückwand 4 und Seitenwänden 6, 8, 10 und einer Trennwand 12, die
eine Arbeitsöffnung 14 für die Durchführung der Schweißung an einem Werkstück abtrennt.
An der Aufnahmeöffnung 14 für das Werkstück ist ein Arbeitstisch 16 vorgesehen, der als
Auflage für das Werkstück dienen kann. Mit dem Arbeitstisch 16 ist eine Halterung 18 für
eine ortsfeste Schweißelektrode 20, die Masse-Elektrode fest verbunden.
Auf der oberen Seitenwand 6 des Gehäuses 2 ist ein Motor 22 angeordnet, der ein bür
stenloser Gleichstrommotor ist, dessen Steuerungsmöglichkeiten sich für den hier vorgesehe
ne Zweck eignet. Die Abtriebswelle (nicht gezeigt) des Motors 22 ist in einem Gehäuse 24
angeordnet und über ein Kupplung 26 mit einer Antriebsspindel 28 verbunden, die über eine
entsprechende Spindelmutter (nicht gezeigt), die in einem Schlitten 30 angeordnet ist, den
Schlitten 30 von oben nach unten und von unten nach oben verfahren kann. Am unteren Ende
des Schlittens 30 ist eine Metallplatte 32 vorgesehen, die als Grundplatte für den Schweißkopf
34 dient, der zwei Platten 36, 38 und einen an der Platte 38 befestigten, stabförmigen Elektro
denhalteteil 40 aufweist.
Die beiden Platten 36, 38 sind an ihrem einen Ende schwenkbar über einen Zapfen 42
miteinander verbunden, den eine an der Platte 38 seitlich angebracht Öse 43 durchsetzt und in
der Platte 36 verankert ist. An ihren anderen Ende weisen sie eine Aufnahmeausnehmungen
44 für eine Druckmessdose 46 auf. An dem einen Ende der beiden Platten 46, 48 ist an der
Platte 46 eine Stellschraube 48 angeordnet, die in einem Gewinde in der Platte 36 gelagert ist
und sich mit ihrem Ende an der Platte 38 abstützt. Mit dieser Stellschraube 48 ist der Abstand
der Aufnahmeausnehmungen für die Druckmessdose 46 einstellbar. Die beiden Platten 36, 38
sind somit zwischen dem Schlitten 30 zum Verfahren der Schweißelektrode und dem Schwei
ßelektroden-Halteteil 40 vorgesehen. Die Druckmessdose 46 ist über eine Leitung 47 mit dem
Rechner der Schweißvorrichtung verbunden, wie noch beschrieben wird.
Der Schweißelektroden-Halteteil 40 ist ein länglicher, im Querschnitt rechteckiger Stab,
der an einem Ende mit einer Schweißstromzuleitung 50 über einen Anschlussbolzen 52 ver
bunden ist und der an dem anderen Ende eine Aufnahme 54 für die verfahrbare Schweißelek
trode 56 aufweist, wobei die verfahrbare Schweißelektrode 56 so angeordnet ist, dass ihre
Spitze der Spitze der ortsfesten Schweißelektrode 20 gegenüberliegt.
Der Schweißelektroden-Halteteil 40 hat neben der Aufnahme 54 für die Schweißelek
trode 56 einen U-förmigen Schlitz 58, dessen Schenkel in Ebenen senkrecht zu der Fahrtrich
tung der Schweißelektrode 56 liegen und bei dem der Boden des U-förmigen Schlitzes 58 in
einer Ebene parallel zu der Fahrtrichtung der Schweißelektrode 56 senkrecht zu den Ebenen
der Schenkel des U-förmigen Schlitzes 58 liegt. Der Boden des U-förmigen Schlitzes 58 liegt
neben der Schweißelektroden-Halterung 56 und die Schenkel des U-förmigen Schlitzes er
strecken sich bis unter die Druckmessdose 46. Der Schweißelektroden-Halteteil 40 ist an der
Platte 38 durch zwei Bolzen 60, 62 verschraubt, die gegenüber dem Schweißelektroden-
Halteteil 40 und der Platte 38 durch Buchsen 61, 63 aus isolierendem Material elektrisch iso
liert sind. Die Platte 38 ist gegenüber dem Schweißelektroden-Halteteil 40 durch eine Platte
65 aus isolierendem Material (Fig. 2) ebenfalls elektrisch isoliert.
An dem Schlitten 30 ist ein Metallvorsprung 64 in Form eines Winkels vorgesehen, der
mit einem Nahwirkungsschalter 66 zusammenwirkt, der an einem Gewindestab 68 angeordnet
ist. Der Gewindestab 68 ist in einer Gewindeführung 70 angeordnet, so dass der Schalter 66 in
Bezug auf die Gewindeführung 70 nach oben und nach unten verstellbar ist. Die Gewindefüh
rung 70 ist an der Rückwand 4 des Gehäuses 2 befestigt. Der Schalter 66 ist über einen An
schluss 72 mit einem Kabel 74 verbunden, das zu einer Schnittstellenplatine 76 führt, die üben
einen Schnittstellenstecker 78 mit dem Rechner der Schweißvorrichtung verbunden ist. Durch
das Zusammenwirken des metallischen Vorsprungs 64 mit dem Schalter 66 kann die Refe
renzposition des Schlittens eingestellt werden.
Der Motor 22 erhält den Antriebsstrom und die Steuerbefehle über eine Leitung 80 von
der Schnittstellenplatine 76, wobei der Antriebsstrom über eine Leitung 82 an die Schnittstel
lenplatine 76 geliefert wird, während die Steuersignale über den Schnittstellenstecker 78 von
dem Rechner geliefert werden.
An den beiden Schweißelektroden 20, 56 sind Klemmen 84, 86 mit einem A/D-Wandler
und von dort mit dem Rechner der Schweißvorrichtung verbunden, um die Spannung zwi
schen den Elektroden 20, 56 bei einer Schweißung messen zu können.
Fig. 3 zeigt ein Blockschaltbild der elektrischen Komponenten und der Messeinrich
tungen der Schweißvorrichtung. Danach ist der Motor 22 über die Schnittstellenplatine 76 mit
einem Rechner 90 verbunden, der einen Speicher umfasst, in dem eine Datenbank für die di
versen Messwerte und Sollwerte abgelegt sind. Der Schalter 66 ist ebenfalls über die Schnitt
stellenplatine 76 mit dem Rechner 90 verbunden. Die Druckmessdose 46 ist über einen A/D-
Wandler 92 mit dem Rechner verbunden. Eine Spannungsmesseinrichtung 94, die die Klem
men 84, 86 und einen Messwertverstärker (nicht gezeigt) umfasst, ist über einen weiteren
A/D-Wandler 96 mit dem Rechner 90 verbunden. Schließlich ist eine Strom-Messeinrichtung
98, die einen Widerstand (nicht gezeigt) in der Schweißstrom-Zuführungsleitung 50 umfasst,
über eine A/D-Wandler 100 mit dem Rechner 90 verbunden. In dem Rechner 90 werden die
Messwerte der Druckmessdose 46, der Spannungsmesseinrichtung 94 und der Strommessein
richtung 98 ausgewertet und zu Istwerten verrechnet, die mit Sollwerten verglichen werden,
die in dem Speicher abgelegt sind. Der Rechner 90 gibt auch die Steuerimpulse für den An
trieb des Motors 22.
Anhand von Fig. 4 wird nun der Arbeitsablauf des Schweißkopfes beschrieben. Bei
spielsweise durch Betätigung eines Startschalters wird der Start des Schweißvorganges aus
gelöst. Zu Initialisierung der Schweißvorrichtung fährt nun der Schweißkopf zu einem Refe
renzpunkt, der durch das Zusammenwirken des Schalters 66 mit dem Metallvorsprung 64
definiert ist. Wenn der Schweißkopf an dem Referenzpunkt ist, wird auf einen weiteren Start
befehl gewartet.
Wenn der weitere Startbefehl eintrifft, wird als Erstes eine Kalibrierfahrt durchgeführt,
was bedeutet, dass mit einer voreingestellten, höheren Geschwindigkeit eine Schwebeposition
angefahren wird, die eine gewisse Distanz vor dem Werkstück liegt, und dass von dort aus mit
langsamer Fahrt der Anpress-Druckwert angefahren wird, der voreinstellbar ist und in dem
Speicher des Rechners abgelegt ist. Bei Erreichen des Soll-Anpressdruckes wird der gesamte
Achswert in den Speicher des Rechners geschrieben und auch in einer Datenbank abgelegt.
Danach fährt der Schweißkopf wieder in die Schwebeposition zurück.
Wenn nun das Schweißsignal zum Einleiten der ersten Schweißung empfangen wird,
fährt der Schweißkopf in Schnellfahrt bis zu dem Druckpunkt oder Schweißpunkt, wobei der
in der Datenbank und/oder dem Speicher des Rechners abgespeicherte Achswert umgesetzt
wird. Nach Anfahren des Druckpunktes wird der aktuelle Anpressdruck gemessen und durch
die Regelung nachgeregelt, bis der Ist-Anpressdruck innerhalb des in der Datenbank einge
stellten Toleranzbereiches für den Soll-Anpressdruck liegt. Wenn ein innerhalb des Toleranz
fensters liegender Ist-Anpressdruck festgestellt wird, wird der Befehl zur Durchführung der
Schweißung gegeben.
Der Schweißgenerator entlädt nun die angeforderte Schweißenergie, deren Sollwert
vorher in den Speicher des Rechners beziehungsweise in die Datenbank eingegeben wurde.
Während des Schweißvorganges werden dabei wiederholt Messwerte des Schweißstroms und
der Schweißspannung abgeleitet und über einen Messverstärker und A/D-Wandler in den
Rechner eingegeben. Die Istwerte für den Schweißstrom und die Schweißspannung werden in
die Ist-Schweißenergie umgerechnet. Vor der Umrechnung wird ein Nullabgleich der Mes
seinrichtungen durchgeführt.
Die berechneten Werte für die Schweißenergie, den Schweißstrom und die Schweiß
spannung werden nun mit den in dem Speicher beziehungsweise der Datenbank abgelegten
Sollwerten für Schweißstrom, Schweißspannung und Schweißenergie verglichen, wobei eine
Übereinstimmung dann festgestellt wird, wenn die Istwerte und die Sollwerte innerhalb je
weils vorgegebener und einstellbarer Toleranzbereiche liegen. Wenn die Ist- und Sollwerte
innerhalb der Toleranzbereiche liegen, wird für diese Schweißung ein Signal "GUT" gesetzt,
welches angezeigt werden kann und/oder einem externen Gerät zugeführt werden kann, um
weitere Steuervorgänge einzuleiten, beispielsweise den Rücksprung des Schweißkopfes in die
Schwebeposition. Bei einer als schlecht klassifizierten Schweißung kann eine Elektrodenrei
nigung angefordert werden, so dass der Vorgang für das Reinigen der Elektroden eingeleitet
werden kann.
Wird innerhalb des maximalen Fahrweges des Schlittens kein Anpressdruck gefunden,
der dem in dem Speicher abgelegten Soll-Anpressdruck entspricht, wird der Schweißvorgang
neu kalibriert und der Achswert wird neu eingestellt, wobei der Verbrauch der Schweißelek
trode berücksichtigt wird. Wenn kein Anpressdruck gleich dem Soll-Anpressdruck mehr er
zeugt wird, wenn der maximale Fahrweg des Schlittens ausgeschöpft ist, wird eine Elektro
denwartung oder ein Austausch der Elektroden gemeldet, so dass entsprechend verfahren
werden kann.
Da der gesamte Schweißvorgang rechnergesteuert ist, können für jede Schweißung auf
einer entsprechende Maske die Schweißenergie des Schweißimpulses beispielsweise in Joule,
die Impulsbreite in ms, die Anstiegszeit und die Spitzenspannung des Impulse angezeigt wer
den. Ferner ist es möglich, den Verlauf des Schweißstromes mit der Zeit und den Verlauf der
Schweißspannung mit der Zeit anzuzeigen, was dem Bedienungsmann ebenfalls Hinweise auf
die ordnungsgemäße Durchführung der Schweißung gibt und zwar zusätzlich zu der Überwa
chung der Schweißenergie selbst.
Claims (36)
1. Verfahren zum Punktschweißen von Werkstücken mit einem Schweißkopf, mit we
nigstens einer Schweißelektrode, wobei der Schweißkopf zum Werkstück hin verfahrbar gela
gert ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Schweißelektrode durch einen Elektromotor ver
fahren wird, dass der Anpressdruck der Schweißelektrode gegen das Werkstück gemessen
wird, und dass der Antrieb des Motors so geregelt wird, dass der Anpressdruck einen vorge
gebenen Sollwert annimmt und dann die Schweißung ausgeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein bürstenloser Gleich
strommotor als Antrieb verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Druckmessdose zur
Messung des Anpressdruckes verwendet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Regelung der
Istwert des Anpressdruckes mit dem Sollwert des Anpressdruckes verglichen wird, und dass
der Elektromotor angetrieben wird, um die Differenz zwischen Istwert und Sollwert zu mini
mieren.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Regelung beendet
wird, wenn der Istwert des Anpressdruckes innerhalb einer voreinstellbaren Toleranz von dem
Sollwert liegt.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Austausch der
Schweißelektrode eingeleitet wird, wenn ein Sollanpressdruck Durchlaufen des maximalen
Fahrweges des Elektromotors nicht erreicht wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass vor der ersten Schweißung eine Kalibrierfahrt durchgeführt wird, um den Motorantrieb
auf den Achswert, der zum Erreichen des Werkstückes und bis zum Erreichen des Sollanpressdruckes
erforderlich ist, zu bestimmen, und dass dieser Achswert gespeichert und nach
folgend zum Anfahren des Werkstückes verwendet wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Kalibrierungs
fahrt mit einer voreinstellbaren, hohen Geschwindigkeit eine Schwebeposition vor dem Werk
stück angefahren wird und dass von der Schwebeposition aus in langsamer Fahrt der vorein
stellbare Sollanpressdruck angefahren wird.
9. Verfahren Punktschweißen von Werkstücken mit einem Schweißkopf, mit wenigstens
einer Schweißelektrode, wobei der Schweißkopf zum Werkstück hin verfahrbar gelagert ist,
insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei
der Ausführung der Schweißung der zwischen den Schweißelektroden fließende Schweiß
strom und die zwischen den Schweißelektroden anstehende Schweißspannung gemessen wer
den, dass aus dem Schweißstrom und der Schweißspannung die Schweißenergie berechnet
wird, die bei der Schweißung verbraucht wurde, und dass der aus den Messungen berechnete
Istwert der verbrauchten Schweißenergie mit einem vorgegebenen Sollwert der Schweißener
gie verglichen wird, wobei eine Schweißung bei einer Übereinstimmung der Ist- und Soll
werte als gut klassifiziert wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die Ist- und
Sollwerte der Schweißenergie als auch die Ist- und Sollwerte des Schweißstromes und der
Schweißspannung verglichen werden, wobei eine Schweißung bei einer Übereinstimmung
aller Ist- und Sollwerte als gut klassifiziert wird.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass ein Vergleich
als Übereinstimmung bewertet wird, wenn die Ist- und Sollwerte der Schweißenergie inner
halb voreinstellbarer Toleranzen liegen.
12. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Schweißstrom über
einen mit der Schweißstrom-Zufuhrleitung in Reihe geschalteten Widerstand gemessen wird.
13. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erfassung der
Schweißspannung die Spannung zwischen den beiden Schweißelektroden gemessen wird.
14. Verfahren nach Anspruch 9, 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine Reini
gung der Schweißelektroden eingeleitet wird, wenn eine Schweißung aufgrund der Ist- und
Sollwerte nicht als gut klassifiziert wird.
15. Schweißvorrichtung Punktschweißen von Werkstücken mit einem Schweißkopf, mit
wenigstens einer Schweißelektrode, wobei der Schweißkopf zum Werkstück hin verfahrbar
gelagert ist, zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekenn
zeichnet durch
- - einen Elektromotor (22) zum Verfahren der wenigstens einen Schweißelektrode,
- - eine Druck-Messeinrichtung (46), mit der der Anpressdruck der Schweißelektrode (56) gegen das Werkstück gemessen wird, und durch
- - eine Anpressdruck-Speichereinheit (90), in der ein Sollwert für den Anpressdruck der Schweißelektrode (56) für wenigstens ein Werkstück gespeichert ist,
- - eine Regeleinrichtung, mit der der Antrieb des Motors (22) so geregelt wird, dass der An pressdruck den vorgegebenen, gespeicherten Sollwert annimmt, bevor die Schweißung ausgeführt wird.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromotor
(22) ein bürstenloser Gleichstrommotor ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckmessein
richtung (46) eine Druckmessdose ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Regeleinrich
tung so ausgelegt ist, dass der Istwert des Anpressdruckes mit dem Sollwert des Anpressdruc
kes verglichen wird, und dass der Motor (22) angetrieben wird, um die Differenz zwischen
dem Istwert und dem Sollwert zu minimieren.
19. Schweißvorrichtung Punktschweißen von Werkstücken mit einem Schweißkopf, mit
wenigstens einer Schweißelektrode, wobei der Schweißkopf zum Werkstück hin verfahrbar
gelagert ist, insbesondere nach einem der Ansprüche 15 bis 18 zur Durchführung des Verfah
rens nach einem der Ansprüche 9 bis 14, gekennzeichnet durch
- - eine Schweißstrom-Messeinrichtung (98), mit der bei der Ausführung der Schweißung der zwischen den Schweißelektroden (20, 56) fließende Schweißstrom gemessen wird,
- - eine Schweißspannungs-Messeinrichtung (94), mit der die zwischen den Schweißelektro den (20, 56) anstehende Schweißspannung gemessen wird,
- - eine Recheneinheit (90), mit der aus dem Schweißstrom und der Schweißspannung die Schweißenergie berechnet wird, die bei der Schweißung verbraucht wurde, und durch
- - eine Schweißenergie-Speichereinheit, in der Sollwert für die Schweißenergie der Schwei ßelektrode für wenigstens ein Werkstück gespeichert ist,
- - eine Vergleichereinrichtung, mit der der aus den Messungen berechnete Istwert der ver brauchten Schweißenergie mit einem vorgegebenen Sollwert der Schweißenergie vergli chen wird, wobei eine Schweißung bei einer Übereinstimmung der Ist- und Sollwerte als gut klassifiziert wird.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19, gekennzeichnet durch einen mit der Schweiß
strom-Zufuhrleitung in Reihe geschalteten Widerstand zur Messung des Schweißstromes.
21. Vorrichtung nach Anspruch 19, gekennzeichnet durch eine Spannungs-
Messeinrichtung, mit der die Schweißspannung über die zwischen den Schweißelektroden
anstehende Spannung gemessen wird.
22. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Vergleicherein
richtung so ausgelegt ist, dass sowohl die Ist- und Sollwerte der Schweißenergie als auch die
Ist- und Sollwerte des Schweißstromes und der Schweißspannung verglichen werden, wobei
eine Schweißung bei einer Übereinstimmung aller Ist- und Sollwerte als gut klassifiziert wird.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass
die wenigstens eine Schweißelektrode (56) über einen Schweißkopf (34) an einem verfahrbaren
Schlitten (30) befestigt ist, der durch den Motor (22) verfahrbar ist und dass die Druck
messdose (46) in dem Schweißkopf (34) angeordnet ist.
24. Vorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einer An
triebsspindel (28) für den Schlitten (30) und dem Motor (22) eine Kopplungseinrichtung (26)
vorgesehen ist, um geringfügige Abweichungen von der Ausrichtung der Motorabtriebswelle
und der Spindel auszugleichen.
25. Vorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Schlitten
(30) ein Metallvorsprung (64) montiert ist, welcher mit einem an einem Gehäuse der
Schweißvorrichtung montierten Schalter (66) zusammenwirkt, um bei Betätigung des Schal
ters (66) eine Referenzposition des Schlittens (30) zu definieren.
26. Vorrichtung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter (66)
ein Nahwirkungsschalter ist.
27. Vorrichtung nach Anspruch 25 oder 26, dadurch gekennzeichnet, dass die Position
des Schalters (66) über eine Schraubverbindung (68, 70) in Längsrichtung des Schlittens (30)
einstellbar ist.
28. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 24, dadurch gekennzeichnet, dass der
Schweißkopf (34) zwei an ihren einen Enden schwenkbar miteinander verbundene Platten (36,
38) aufweist, zwischen deren anderen Enden die Druckmessdose (46) in dafür vorgesehenen
Ausnehmungen angeordnet ist.
29. Vorrichtung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass eine Stellschraube
(48) an dem einen Ende der Platten (36, 38) angeordnet ist, die eine der beiden Platten durch
setzt und sich auf der anderen Platte abstützt, um den Abstand der Ausnehmungen für die
Druckmessdose (46) zu justieren.
30. Vorrichtung nach Anspruch 28 oder 29, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden
Platten (36, 38) zwischen dem Schlitten (30) zum Verfahren der Schweißelektrode (56) und
einem Schweißelektroden-Halteteil (40) angeordnet sind.
31. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 28 bis 30, dadurch gekennzeichnet, dass
die Platten (36, 38) aus Metall bestehen und gegenüber dem Schweißelektroden-Halteteil (40)
elektrisch isoliert sind.
32. Vorrichtung nach Anspruch 30 oder 31, dadurch gekennzeichnet, dass der
Schweißelektroden-Halteteil (40) mit der einen Platte verschraubt ist, wobei die Schraubver
bindung elektrisch von dem Schweißelektroden-Halteteil (40) isoliert ist.
33. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 30 bis 32, dadurch gekennzeichnet, dass
der Schweißelektroden-Halteteil (40) ein länglicher, im Querschnitt rechteckiger Stab ist, der
an einem Ende mit der Schweißstrom-Zuleitung (50) verbunden ist und an dem anderen Ende
eine Aufnahme (54) für die Schweißelektrode (56) aufweist.
34. Vorrichtung nach Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, dass der Schweißelek
troden-Halteteil (40) neben der Aufnahme (54) für die Schweißelektrode (56) einen U-
förmigen Schlitz (58) aufweist, dessen Schenkel in Ebenen senkrecht zu der Fahrtrichtung der
Schweißelektrode (56) liegen und bei dem der Boden des U-förmigen Schlitzes in einer Ebene
parallel zu der Fahrtrichtung der Schweißelektrode und senkrecht zu den Ebenen der Schenkel
des U-förmigen Schlitzes (58) liegt, wobei der Boden des U-förmigen Schlitzes neben der
Schweißelektrodenhalterung (54) liegt.
35. Vorrichtung nach Anspruch 33 oder 34, dadurch gekennzeichnet, dass der die
Breite des U-förmigen Schlitzes (58) etwa so groß wie die zu erwartende Auslenkung der
Schweißelektrode bei einer Schweißung ist.
36. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 33 oder 35, dadurch gekennzeichnet, dass
der U-förmige Schlitz (58) sich unter die Druckmessdose (46) erstreckt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000106642 DE10006642A1 (de) | 2000-02-15 | 2000-02-15 | Verfahren und Vorrichtung zum Punktschweißen von Werkstücken |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE2000106642 DE10006642A1 (de) | 2000-02-15 | 2000-02-15 | Verfahren und Vorrichtung zum Punktschweißen von Werkstücken |
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ID=7630947
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| DE2000106642 Withdrawn DE10006642A1 (de) | 2000-02-15 | 2000-02-15 | Verfahren und Vorrichtung zum Punktschweißen von Werkstücken |
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|---|---|
| DE (1) | DE10006642A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE202011000875U1 (de) * | 2011-04-14 | 2013-03-01 | Kuka Systems Gmbh | Kontrolleinrichtung |
-
2000
- 2000-02-15 DE DE2000106642 patent/DE10006642A1/de not_active Withdrawn
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE202011000875U1 (de) * | 2011-04-14 | 2013-03-01 | Kuka Systems Gmbh | Kontrolleinrichtung |
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