DE10005653A1 - Kraftfahrzeugscheinwerfer vom Ellipsoidtyp zur Erzeugung eines Lichtbündels mit Hell-Dunkel-Grenze und verbesserter Lichtverteilung - Google Patents
Kraftfahrzeugscheinwerfer vom Ellipsoidtyp zur Erzeugung eines Lichtbündels mit Hell-Dunkel-Grenze und verbesserter LichtverteilungInfo
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Abstract
Ein Kraftfahrzeugscheinwerfer umfaßt eine Lichtquelle (10), einen Reflektor (21) mit einem ersten und einem zweiten Brennpunktsbereich (F0, F1) und eine Sammellinse (30). Die Lichtquelle ist im ersten Brennpunktsbereich angeordnet und deer Brennpunkt (FL) der Linse liegt im zweiten Brennpunktsbereich. Die Achsen von Reflektor und Linse fallen im wesentlichen zusammen (y-y) und bilden eine optische Achse des Scheinwerfers; der Scheinwerfer umfaßt desweiteren eine Abdeckblende (40), die sich im Brennpunktsbereich der Linse befindet, um ein Lichtbündel zu projizieren, dessen obere Hell-Dunkel-Grenze durch diese Abdeckblende gebildet wird. Das Licht wird durch den Reflektor vertikal auf eine Grundlinie vertikaler Fokussierung (F) konzentriert, die in etwa horizontal quer zur optischen Achse in der Nähe des Brennpunktes (FL) der Linse verläuft. DOLLAR A Gemäß der Erfindung besitzt der Reflektor mindestens einen Bereich (G2) mit korrigierter Vertikalfokussierung, der das Licht vertikal auf Stellen vertikaler Fokussierung (F') konzentriert, die von der Linie vertikaler Fokussierung (F) axial entfernt sind, um dadurch die Höhe des durch diesen Bereich reflektierten Lichts zu vergrößern.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein Kraftfahrzeug
scheinwerfer vom Ellipsoidtyp.
Ein Ellipsoid-Scheinwerfer verfügt herkömmlicherweise über eine
Lichtquelle wie z. B. eine Glühwendel oder den Lichtbogen einer
Entladungslampe, wobei diese Lichtquelle in einem ersten Brenn
punktsbereich eines Reflektors angeordnet ist, damit das von
diesem reflektierte Licht zu einem zweiten Brennpunktsbereich
gelenkt wird, der sich vor diesem ersten Bereich befindet. Eine
im allgemeinen plankonvexe Linse ist auf diesen zweiten Brenn
punktsbereich fokussiert, so daß der in diesem zweiten Brenn
punktsbereich gebildete Lichtfleck auf die Fahrbahn projiziert
wird.
Dieser Lichtfleck ist z. B. mit einer Abdeckblende formbar, um
nach Belieben ein Lichtbündel mit Hell-Dunkel-Grenze zu bilden,
z. B. ein Abblendlichtbündel, wobei das Profil dieser Hell-
Dunkel-Grenze durch die Oberkante dieser Abdeckblende bestimmt
werden.
Da auf diese Weise eine scharfe Hell-Dunkel-Grenze gebildet und
der von der Lichtquelle ausgesandte Lichtstrom durch den Re
flektor ausgezeichnet verwertet werden kann, werden derartige
Scheinwerfer seit vielen Jahren mit Erfolg zur Bildung von
europäischem Abblendlicht mit Hell-Dunkel-Grenze in V-Form
eingesetzt.
Bei der Erzeugung eines Abblendlichtbündels, das den in den USA
geltenden Normen entspricht, verursacht ein Scheinwerfer Ellip
soid-Scheinwerfer jedoch größere Schwierigkeiten.
Eine spezifische Besonderheit dieser Normen besteht darin, daß
durch diese ein Maximum an Lichtstärke in der Fahrbahnachse
vorgeschrieben wird, das in etwa zweimal so hoch ist wie gemäß
der europäischen Norm, wohingegen jedoch die in den USA verwen
deten den Normen entsprechenden Lampen (z. B. nach Norm 9006)
eine wesentliche schwächere Leuchtdichte (bei insgesamt glei
chem Durchmesser und Lichtstrom) als europäische Lampen (z. B.
vom Typ H7 oder H9) haben, da ihre Glühwendel deutlich länger
ist.
Unter diesen Umständen ist es verständlich, daß ein Scheinwer
fer mit einem herkömmlichen Reflektor in Form eines Rotation
sellipsoides ohne Abdeckblende ein Lichtbündel erzeugt, das in
der Nähe der optischen Achse einen relativ hohen Mittelteil
infolge der vertikal verlängerten Abbildungen der Glühwendel
aufweist, die von den Reflektorbereichen produziert werden, die
unmittelbar oberhalb und unterhalb der Lampe liegen, während
die von der Lampe seitlich sehr weit entfernten Reflektorberei
che die Seitenteile des Lichtbündels erzeugen, die den kleinen
horizontal verlängerten Abbildungen der Glühwendel entsprechen
und gegenüber dem Mittelteil eine deutlich geringere Höhe
aufweisen.
Zur Erzeugung eines befriedigenden Abblendlichts wird herkömm
licherweise versucht, dem Lichtbündel unterhalb der Hell-
Dunkel-Grenze eine Höhe zu geben, die auf einer großen Breite
ein beträchtliches Ausmaß erreicht, damit insbesondere die
Fahrbahnränder gut beleuchtet werden.
Es wird darüber hinaus versucht dieses Ergebnis zu erzielen,
ohne hierbei den konzentrierten Lichtfleck zu beeinträchtigen,
der auf die Fahrbahnachse oder leicht nach rechts (bei Rechts
verkehr) gerichtet ist.
Die vorliegende Erfindung zielt darauf ab, diese Einschränkun
gen des Standes der Technik zu beheben und mittels eines spezi
ell aufgebauten Reflektors ein Lichtbündel zu erzeugen, das
eine besonders zufriedenstellende Ausleuchtung ergibt, sobald
das Lichtbündel teilweise durch eine in herkömmlicher Weise
geartete Hell-Dunkel-Grenzen-Abdeckblende abgeschirmt wird.
Hierzu schlägt die Erfindung einen Kraftfahrzeugscheinwerfer
vor mit einer Lichtquelle, einem Reflektor mit einem ersten und
einem zweiten Brennpunktsbereich, und einer Sammellinse, wobei
die Lichtquelle im ersten Brennpunktsbereich angeordnet ist und
der Brennpunkt der Linse im zweiten Brennpunktsbereich liegt
und wobei die Achsen von Reflektor und Linse im wesentlichen
zusammenfallen und eine optische Achse des Scheinwerfers bil
den, und wobei der Scheinwerfer desweiteren eine Abdeckblende
umfasst, die sich im Brennpunktsbereich der Linse befindet, um
so ein Lichtbündel zu projizieren, dessen obere Hell-Dunkel-
Grenze durch diese Abdeckblende gebildet wird, und wobei der
Reflektor das Licht in vertikaler Richtung auf eine Grundlinie
vertikaler Fokussierung konzentriert, die in etwa horizontal
und quer zur optischen Achse in der Nähe des Brennpunktes der
Linse verläuft, dadurch gekennzeichnet, dass der Reflektor
mindestens einen Bereich mit korrigierter Vertikalfokussierung
besitzt, der das Licht in vertikaler Richtung auf Stellen
vertikaler Fokussierung konzentriert, die von dieser Linie
vertikaler Fokussierung axial entfernt sind, um dadurch die
Höhe des von diesem Bereich reflektierten Lichts zu vergrößern.
Bevorzugte aber nicht einschränkende Merkmale des erfindungsge
mäßen Scheinwerfers sind die folgenden:
- - Zwei Bereiche mit korrigierter Fokussierung sind vorgesehen, die beiderseits einer vertikalen Axialebene liegen;
- - Diese Bereiche sind die äußersten seitlichen Bereiche des Reflektors;
- - Der bzw. jeder Bereich mit korrigierter Vertikalfokussierung verfügt über eine Linie mit korrigierter Vertikalfokussie rung, die axial von dieser Grundlinie vertikaler Fokussie rung getrennt ist;
- - Der Reflektor verfügt desweiteren über mindestens einen Bereich vertikaler Lichtverschiebung, durch den eine Strah lung erzeugt werden kann, die gegenüber der Grundlinie ver tikaler Fokussierung im Mittel nach oben oder nach unten verschoben ist;
- - Der Scheinwerfer umfaßt einen Bereich vertikaler Lichtver schiebung, der im mittleren Bereich des Reflektors liegt und der das Licht nach oben verschiebt, sowie zwei Bereiche ver tikaler Lichtverschiebung, die beiderseits dieses mittleren Bereichs liegen und die das Licht nach unten verschieben;
- - Der bzw. jeder Bereich vertikaler Lichtverschiebung setzt sich aus Abschnitten von Rotationsellipsoiden zusammen, de ren erster Brennpunkt oberhalb oder unterhalb der Lichtquel le liegt und deren zweiter Brennpunkt auf einer diesem Bereich zugehörigen Linie vertikaler Fokussierung liegt;
- - Der erste Brennpunkt eines jeden Ellipsoidabschnitts befin det sich in etwa senkrecht zur Mitte der Lichtquelle;
- - Die vertikalen Abstände zwischen den ersten Brennpunkten der einzelnen Ellipsoidabschnitte und der Mitte der Lichtquelle ändern sich allmählich von Abschnitt zu Abschnitt;
- - Vom Boden des Reflektors bis zu seinen seitlichen Rändern ändern sich diese vertikalen Abstände allmählich von einem ersten Wert, der einer Lage des ersten Brennpunkts unterhalb der Lichtquelle entspricht, zu einem zweiten Wert mit entge gengesetztem Vorzeichen, der einer Lage des ersten Brenn punkts oberhalb der Lichtquelle entspricht;
- - Im Bereich der Seitenränder des Reflektors ist dieser verti kale Abstand im wesentlichen gleich Null.
Weitere Merkmale, Ziele und Vorteile der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden detaillierten Beschreibung
einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, die als Bei
spiel mit nicht einschränkender Wirkung unter Bezugnahme auf
die beigefügten Zeichnungen gegeben wird. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung des Verlaufs des Licht
bündels, das von einem Ellipsoid-Scheinwerfer mit
axial ausgerichteter länglicher Lichtquelle erzeugt
wird,
Fig. 2 eine graphische Darstellung einer Gesetzmäßigkeit der
Veränderung der Reflexion durch den Reflektor in Ab
hängigkeit vom Winkel des von der Lichtquelle ausge
sandten Lichtstrahls, abgebildet in der horizontalen
Axialebene,
Fig. 3 den Verlauf einer Grundlinie vertikaler Fokussierung
durch den Scheinwerferreflektor,
Fig. 4 eine Darstellung des Verlaufs eines mit dem Reflektor
erzeugten Lichtbündels, der über die in Fig. 2 und 3
gezeigten Eigenschaften verfügt,
Fig. 5 eine Darstellung des Verlaufs einer für bestimmte
Reflektorbereiche verwendeten Fokussierungslinie,
Fig. 6 eine schematische Darstellung der Umrisse des Licht
bündels, das mit der in Fig. 7 gezeigten Fokussierung
erzeugt wird,
Fig. 7 einen Aufriss, der den Bau eines erfindungsgemäßen
Reflektors darstellt,
Fig. 8 eine schematische Darstellung der Umrisse des Licht
bündels, das mit einem gemäß Fig. 7 gebauten Reflektor
erzeugt wird,
Fig. 9 eine graphische Darstellung eines Beispiels einer
Veränderung eines Parameters, der beim Bau des in Fig.
7 gezeigten Reflektors verwendet wird,
Fig. 10 eine detailliertere Darstellung des Verlaufs des
Lichtbündels, das mit dem in Fig. 9 dargestellten,
sich verändernden Parameter erzeugt wird.
In Fig. 1 ist schematisch ein Teil eines Scheinwerfers darge
stellt, der eine Lichtquelle 10, in diesem Fall die Glühwendel
einer Glühlampe (oder alternativ den Lichtbogen einer Entla
dungslampe), einen Reflektor 20 und eine plankonvexe Linse 30
umfaßt.
Es wird hier ein orthonormiertes Bezugssystem(0, x, y, z)
bestimmt, dessen Zentrum 0 einen Bezugsbrennpunkt F0 des Re
flektors bildet, dessen Richtung 0x horizontal und senkrecht
zur allgemeinen Lichterzeugungsrichtung verläuft, dessen Rich
tung 0y diese allgemeine Lichterzeugungsrichtung oder optische
Achse bildet, und dessen Richtung 0z vertikal verläuft.
Der Reflektor 20 mit der Achse y-y ist von ellipsoider Bauart
und besitzt eine reflektierende Wirkoberfläche 21 und eine
obere und untere Seitenwand 22.
Die Wirkoberfläche verfügt über einen ersten Brennpunkts- oder
Fokusbereich (mit dem Bezugsbrennpunkt F0), in dem sich die
Lichtquelle 10 befindet, sowie über einen zweiten Brennpunkts
bereich, der auf der Achse y-y weiter vorne als der Brennpunkt
F1 liegt und in dem sich die von der Lichtquelle 10 ausgehende,
vom Reflektor reflektierte Strahlung konzentriert. Im vorlie
genden Beispiel ist der Reflektor gemäß den in der FR-A-2 704
044 der Anmelderin beschriebenen Grundsätzen ausgeführt, auf
die hinsichtlich seiner sämtlichen Baudetails Bezug genommen
wird, so daß der zweite Brennpunktsbereich durch eine Linie
vertikaler Fokussierung F gebildet wird, die in diesem Fall
symmetrisch beiderseits der optischen Achse y-y und in gekrümm
ter Form verläuft, deren Krümmung nach außen gerichtet ist.
Diese Linie vertikaler Fokussierung bildet die Gesamtheit der
Stellen, in denen die von den vertikalen Reflektorabschnitten
ausgesandten Strahlen in den vertikalen Ebenen konvergieren,
und liegt annähernd innerhalb der tangentialen Brennfläche der
Linse 30.
Um die Gesamttiefe des Scheinwerfers zu begrenzen, ist es
vorteilhaft, die Fokussierungslinie F, wie dargestellt, in der
Nähe des vorderen Randes 23 des Reflektors 20 zu positionieren.
Die Linse 30 besitzt einen axialen Brennpunkt FL und, wie
angegeben, eine tangentiale Brennfläche, die in etwa durch die
Linie F verläuft, wobei ihr Brennpunkt FL somit in etwa im
Schnittpunkt zwischen der Fokussierungslinie F und der opti
schen Achse y-y liegt, so daß das Bild des in diesem Bereich
entstehenden Lichtflecks auf die Fahrbahn projiziert wird.
Gemäß den Angaben der FR-A-2 704 044 ist der Reflektor insbe
sondere so gebaut, daß alle vom Bezugspunkt F0 zum Reflektor
ausgesandten und in einer vertikalen Ebene, die gegenüber der
vertikalen Axialebene y0z einen Winkel θ bildet, liegenden
Lichtstrahlen (RL) sich nach Reflexion an einer bestimmten
Stelle (Punkt FM) der Kurve F konzentrieren; der Reflektor kann
so gebaut sein, daß sich für die Veränderung der Lage des
Punktes FM beliebige Gesetzmäßigkeiten in Abhängigkeit vom
Winkel θ ergeben. Dies wird dadurch erreicht, daß der Reflekto
rabschnitt in der vertikalen Axialebene des Winkels θ identisch
ist mit dem in derselben Ebene gelegenen Abschnitt eines Rota
tionsellipsoides mit den Brennpunkten F0 und FM.
Es zeigt sich in diesem Fall, daß bei Einbeziehung dieser
Gesetzmäßigkeiten der Lichtfleck im Brennpunktsbereich der
Linse 30 formbar ist, und somit die Lichtverteilung des proji
zierten Lichtbündels. Für einen gegebenen Winkel θ und damit
für eine gegebene Durchschnittsgröße der Abbildungen der Licht
quelle kann insbesondere ein Punkt FM gewählt werden, der
entweder im Brennpunkt FL oder seitlich von diesem entfernt auf
der einen oder anderen Seite liegt.
Damit das projizierte Lichtbündel seine Reichweite erhält, muß
in der Fahrbahnachse eine höhere Lichtstärke erzeugt werden.
Die Linse 30 projiziert in der Fahrbahnachse jedoch nur die
Strahlen, die durch ihren Brennpunkt FL verlaufen. Es werden im
Reflektor folglich Bereiche festgelegt, die die Strahlen so
reflektieren können, daß diese einerseits durch den Brennpunkt
FL verlaufen, d. h. durch den Schnittpunkt der Kurve F mit der
Achse y-y, und andererseits auf die Eintrittsfläche der Linse
30 treffen, sowie weitere Bereiche, in denen die durch den
Brennpunkt FL verlaufenden reflektierten Strahlen nicht auf die
Eintrittsfläche der Linse treffen und somit verloren gehen
würden. Diese weiteren Bereiche sind daher so gebaut, daß das
Licht an Stellen der Kurve F konvergiert, so daß diese Strahlen
auf die Eintrittsfläche der Linse 30 treffen.
In Fig. 1 sind in der rechten Reflektorhälfte die Bereiche G0
und G1 gekennzeichnet, die der ersten Kategorie angehören,
sowie der Bereich G2, der der zweiten Kategorie zuzurechnen
ist. Entsprechend analoge Bereiche existieren in der linken
Hälfte des Reflektors, da dieser symmetrisch zur Ebene y0z
ausgeführt ist. In Fig. 1 sind gleichfalls beispielhaft die
jeweils von den inneren und äußeren Randbereichen dieses Be
reichs G2 reflektierten Strahlen R1 und R2 gekennzeichnet. Der
Strahl R1 verläuft noch durch den Brennpunkt FL (wodurch die
stetige Verbindung zwischen den Bereichen G1 und G2 gewährlei
stet ist) und trifft auf die Linse in der Nähe des ihm gegen
überliegenden Randes, während der Strahl R2 in demselben
Bereich auf die Linse trifft und dabei die Kurve F in großem
Abstand zum Brennpunkt FL schneidet.
Betrachtet man nun diesen Bereich G2, ist festzustellen, daß
dieser Bilder der Lichtquelle 10 produziert, die von geringer
Größe sind und gleichzeitig gegenüber der Horizontalen eine
geringe Neigung haben; es ist gleichfalls festzustellen, daß
diese Bilder durch die Linse 30 mit mehr oder weniger großen
horizontalen Ablenkungen ins Unendliche projiziert werden.
Der Bereich G0 ist im rückwärtigen Teil des Reflektors 20
angeordnet. Es ist festzustellen, daß durch diesen Bereich
Bilder der Lichtquelle produziert werden, die im wesentlichen
vertikal und sehr groß sind.
Werden die Strahlen, die diesen Abbildungen entsprechen, auf
den Brennpunkt FL gelenkt, weist das projizierte Lichtbündel
aufgrund der Anhäufung derartiger Abbildungen in der Fahr
bahnachse eine sehr große als "Lichtflamme" bezeichnete Höhe
auf, die in sehr großer Nähe zum Fahrzeug die Fahrbahn stark
ausgeleuchtet, was für den Sichtkomfort nicht akzeptabel ist,
da die Fernsicht dadurch stark beeinträchtigt wird.
Gemäß einem bevorzugten Merkmal des erfindungsgemäßen Reflek
tors ist der Bereich G0 so gebaut, daß sich zumindest ein
wesentlicher Teil der von diesem Bereich reflektierten Strah
lung mit Abstand zum Brennpunkt FL ausbreitet. Auf diese Weise
wird ein Teil der großen vertikalen Abbildungen seitlich ab
seits des Hauptbeleuchtungsfeldes des Scheinwerfers verschoben,
um die Fernsicht nicht zu beeinträchtigen.
Die Wahl der Breiten für die Bereiche G0 und G1 stellt jeweils
einen Kompromiß dar zwischen einer großen Breite für den Be
reich G0, durch den die großen vertikalen oder gegenüber der
Vertikalen gering geneigten Abbildungen ausgeschlossen werden,
und einer großen Breite für den Bereich G1, durch den das
Lichtbündel seine Reichweite in der Achse erhält.
Fig. 2 zeigt eine Kurve, die die erfindungsgemäß ausgeführte
Lichtverteilung beispielhaft darstellt. Diese Kurve gibt, in
Abhängigkeit vom Winkel θ des vom Bezugspunkt 0 aus ausgesand
ten Strahls bezüglich der in den rückwärtigen Teil des Reflek
tors (θ = 0) weisenden Bezugsrichtung 0y, den Wert xF des
Schnittpunkts des reflektierten Lichts mit der Kurve F an.
Fig. 3 zeigt den Verlauf dieser Kurve F in der Form yF = f(xF).
In Fig. 2 ist festzustellen, daß sich der Wert xF hinsichtlich
des Bereichs G0 allmählich von -20 mm bis circa -2 mm ändert,
bei einem sich zwischen 0° und 30° ändernden Winkel θ, wobei
der 30°-Winkel in diesem Fall die Grenze zwischen den Bereichen
G0 und G1 bildet.
Auf diese Weise werden die vom rückwärtigen Teil der Glühwendel
ausgesandten Abbildungen gegenüber der optischen Achse seitlich
stark abgelenkt, wobei die Ablenkung allmählich abnimmt, je
größer der Winkel θ wird.
Im Bereich G1, in dem die Winkelwerte θ zwischen 30° und circa
94° liegen, bewegt sich der Wert xF allmählich von -2 mm bis 0
mm, was bedeutet, daß die gesamte von diesem Bereich reflek
tierte Strahlung durch den Brennpunkt FL der Linse oder in
dessen unmittelbarer Nähe verläuft, um dann in der Fahrbahnach
se oder mit einer sehr geringen Neigung zu dieser projiziert zu
werden.
Im Bereich G2, in dem die Winkelwerte zwischen 94° und 130°
liegen, wird die Strahlung mit xF-Werten reflektiert, die sich
allmählich von 0 bis 15 mm bewegen, wobei diese Veränderung
zusammen mit dem vorgenannten Winkelbereich festgelegt ist,
damit alle reflektierten Strahlen genau auf die Eintrittsfläche
der Linse 30 treffen.
Der Verlauf des durch die Linse 30 mit einem derartigen Reflek
tor auf die Fahrbahn projizierten Lichtbündels ist in Fig. 4
mit Isocandelakurven dargestellt. Es ist eine starke Konzentra
tionsspitze in der Achse festzustellen, wobei jedoch die Höhe
des Lichtbündels einerseits in Höhe der Fahrbahnachse übermäßig
groß ist, an den Seiten dagegen nicht groß genug.
Ein derartiges Lichtbündel kann daher nicht als korrekte Grund
lage dienen, um in bekannter Weise mittels einer in der Nähe
der Brennebene PF angeordneten Abdeckblende ein Lichtbündel mit
Hell-Dunkel-Grenze, z. B. ein Abblendlichtbündel, zu erzeugen.
Nachstehend wird nun beschrieben, auf welche Weise ein Licht
bündel erzeugt werden kann, dessen Höhe unterhalb der Hell-
Dunkel-Grenze gut kontrollierbar ist, indem sich diese inner
halb hinnehmbarer Grenzen zwischen der Mitte und dem linken und
rechten Rand des Lichtbündels verändert.
Gemäß einem ersten Merkmal dieser Erfindung ist der Reflektor
so aufgebaut, daß durch bestimmte Reflektorbereiche eine Verti
kalfokussierung des Lichtes nicht auf der Linie F, sondern von
dieser entfernt erfolgt.
Fig. 6 zeigt neben der Grundlinie F eine Linie F', die die
Kurve F in Höhe des Brennpunkts FL berührt, sich jedoch danach
rasch wieder entfernt und beiderseits der optischen Achse
umgekehrte Krümmungen aufweist.
Diese Linie F' wird vorzugsweise zum Aufbau der Reflektorberei
che G2 verwendet, wohingegen die Bereiche G0 und G1 weiterhin
von der Linie F aus ausgeführt werden.
Auf diese Weise ist die von den Bereichen G2 reflektierte
Strahlung durch eine vertikale Konvergenz gekennzeichnet, die
sich in mehr oder weniger großer Entfernung zur tangentialen
Brennfläche der Linse (je nach Form der Linie F') befindet; es
zeigt sich, daß dies zu einer Vergrößerung der Lichtbündelhöhe
in den Bereichen führt, zu denen die Bereiche G2 überwiegend
beitragen (d. h. die seitlich entferntesten Bereiche in dem in
Fig. 1 bis 4 gezeigten Beispiel).
Der neue Verlauf des Lichtbündels ist schematisch in Fig. 6
dargestellt, und es zeigt sich, daß die Höhe in den Randberei
chen zunimmt.
Fig. 6 zeigt aber auch, daß im unteren Bereich des Lichtbündels
weiterhin Einschnitte bestehen, bei denen das Licht nicht weit
genug nach unten verläuft, um ein vollkommen zufriedenstellen
des Lichtbündel mit Hell-Dunkel-Grenze zu bilden. Es ist fest
zustellen, daß diese Einschnitte vorwiegend den Bereichen G1
entsprechen, die einerseits relativ kleine Bilder der Licht
quelle erzeugen und andererseits das Licht vertikal in Punkten
der Linie F konzentrieren, die mittelmäßig von deren Mitte FL
entfernt sind.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung wird der Aufbau des
Reflektors verändert, um diese Einschnitte zu verringern bzw.
ganz zu unterdrücken.
Dies wird im vorliegenden Fall dadurch ausgeführt, daß die
entsprechenden Reflektorbereiche nicht mehr vom ersten Bezugs
brennpunkt F0 und von einem auf der Linie F liegenden zweiten
Brennpunkt FM aus aufgebaut werden, sondern von einem ersten
gegenüber F0 vertikal verschobenen Bezugsbrennpunkt Fd und vom
selben Punkt FM aus.
Dieses Konstruktionsprinzip ist in Fig. 7 dargestellt für den
Fall, daß sich der Brennpunkt Fd unterhalb von F0 (zFd < 0)
befindet. Es zeigt sich, daß für jeden Reflektorteil, der
hinter der querverlaufenden vertikalen Ebene x0z liegt (d. h.
für einen überwiegenden Teil des Raumwinkels des Lichts so wie
vom Reflektor abgefangen), jeder vom Bezugsbrennpunkt Fd ausge
hende fiktive Strahl in Richtung der Linie F reflektiert wird.
Die von der Lichtquelle 10 ausgesandten Strahlen werden dagegen
reflektiert, um sich oberhalb der Linie F auszubreiten. Diese
Strahlen werden somit nach Projektion durch die Linse unter den
Horizont abgesenkt.
Der solchermaßen geänderte allgemeine Verlauf des Lichtbündels
ist in Fig. 8 mit durchgehenden Linien dargestellt. Es ist hier
festzustellen, daß der allgemeine Umriß des Lichtbündels in
seinem unteren Bereich durch geeignetes Parametrieren des
Wertes zFd in Abhängigkeit vom Winkel θ sehr fein angepasst
werden kann.
Hierbei ist zunächst festzustellen, daß durch Vergrößerung des
Wertes zFd das Licht in dem durch die Linse projizierten Licht
bündel stärker abgesenkt wird. Werden positive zFd-Werte ge
wählt, ist gleichfalls festzustellen, daß das Licht und
insbesondere die großen vertikalen Abbildungen der Lichtquelle
dagegen angehoben werden können, die überwiegend durch die
genau oberhalb und genau unterhalb der Lichtquelle liegenden
Reflektorbereiche erzeugt werden, durch die die "Lichtbeule" in
dem projizierten Lichtbündel nach unten senkrecht zur optischen
Achse gebildet wird.
Fig. 8 zeigt mit gestrichelten Linien eine im unteren Teil des
projizierten Lichtbündels mögliche Variante des Umrisses.
Um die Stetigkeit des Reflektors zu erhalten, ist es vorzugs
weise besonders vorteilhaft, wenn sich zFd kontinuierlich in
Abhängigkeit vom Winkel θ verändert. Fig. 9 zeigt beispielhaft
eine derartige Veränderung, die in Form der Verschiebung von
zFd im Verhältnis zum Strahl r der Lichtquelle 10 (Angabe in %)
in Abhängigkeit von der relativen Veränderung des Winkels θ
gegenüber seines Maximalwerts θmax (Angabe ebenfalls in %)
ausgedrückt ist. Es zeigt sich, daß, ausgehend vom Grund des
Reflektors, zFd zunächst negativ ist, um die vertikal verlän
gerten großen Abbildungen, die durch den Bodenbereich des
Reflektors erzeugt werden, anzuheben (unabhängig davon, ob
diese Abbildungen zunächst im Punkt FL zentriert waren oder
nicht). Danach nimmt zFd stark zu, um sich dann mit einem
konstanten Wert auf einem Plateau zu halten, wodurch zahlreiche
Abbildungen mittlerer und kleiner Größe der Lichtquelle abge
senkt werden. Bei den seitlich vom Boden des Reflektors am
weitesten entfernten Teilen nimmt zFd erneut allmählich bis zu
einem Wert Null bei θ = θmax ab.
Es ist hier festzustellen, daß xF und zFd in Abhängigkeit von θ
vollkommen unabhängig voneinander gesteuert werden können.
Der Verlauf des Lichtbündels, das durch die Parametrierung von
zFd, wie in Fig. 9 gezeigt, erzeugt wird, ist in Fig. 10 darge
stellt.
Die Wirkung einer herkömmlichen Abdeckblende zur Bildung eines
Lichtbündels mit Hell-Dunkel-Grenze, wie z. B. ein Nebellicht
oder Abblendlicht, ist gleichfalls in dieser Figur dargestellt
(eine solche Abdeckblende ist in Fig. 7 mit gestrichelten
Linien dargestellt und mit Ziffer 40 gekennzeichnet); es ist
festzustellen, daß das Lichtbündel eine starke Konzentrations
spitze in der Fahrbahnachse und eine vernünftige Höhe senkrecht
zur Achse aufweist, wodurch vorteilhafterweise die Fahrbahn in
allzu großer Nähe zum Fahrzeug nicht ausgeleuchtet wird, sowie
über eine größere Höhe an den seitlichen Rändern des Lichtbün
dels verfügt, wodurch die Fahrbahnränder gut ausgeleuchtet
werden können.
Das Profil der Hell-Dunkel-Grenze wird natürlich in bekannter
Weise von der Randform der Abdeckblende bestimmt, um beispiels
weise ein Nebellicht (flache Hell-Dunkel-Grenze), ein europäi
sches Abblendlicht mit asymmetrischer Hell-Dunkel-Grenze in V-
Form, oder ein amerikanisches Abblendlicht zu erzeugen, dessen
Hell-Dunkel-Grenze von zwei zueinander nach oben versetzten
Halbgeraden bestimmt ist.
Die Erfindung findet vor allem auf diese letztgenannte Art von
Lichtbündel Anwendung, unter Berücksichtigung der durch die
Eigenschaften der Lichtquelle verursachten und eingangs bereits
erwähnten Schwierigkeiten. Da die amerikanischen Verordnungen
keine besonders scharfe Hell-Dunkel-Grenze vorschreiben, kann
eine unscharfe Hell-Dunkel-Grenze erhalten werden, indem die
Abdeckblende gegenüber dem Punkt FL in Richtung der Achse y-y
verschoben wird.
Claims (11)
1. Kraftfahrzeugscheinwerfer mit einer Lichtquelle (10),
einem Reflektor (21) mit einem ersten und einem zweiten Brenn
punktsbereich (F0, F1), und einer Sammellinse (30), wobei die
Lichtquelle im ersten Brennpunktsbereich angeordnet ist und der
Brennpunkt (FL) der Linse im zweiten Brennpunktsbereich liegt,
und wobei die Achsen von Reflektor und Linse im wesentlichen
zusammenfallen (y-y) und eine optische Achse des Scheinwerfers
bilden, und wobei der Scheinwerfer desweiteren eine Abdeckblen
de (40) umfasst, die sich im Brennpunktsbereich der Linse
befindet, um so ein Lichtbündel zu projizieren, dessen obere
Hell-Dunkel-Grenze durch diese Abdeckblende gebildet wird, und
wobei der Reflektor das Licht in vertikaler Richtung auf eine
Grundlinie vertikaler Fokussierung (F) konzentriert, die in
etwa horizontal und quer zur optischen Achse in der Nähe des
Brennpunktes (FL) der Linse verläuft,
dadurch gekennzeichnet, dass der Reflektor mindestens einen
Bereich (G2) mit korrigierter Vertikalfokussierung besitzt, der
das Licht in vertikaler Richtung auf Stellen vertikaler Fokus
sierung (F') konzentriert, die von dieser Linie vertikaler
Fokussierung axial entfernt sind, um dadurch die Höhe des von
diesem Bereich reflektierten Lichts zu vergrößern.
2. Scheinwerfer nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass zwei Bereiche (G2) mit korrigier
ter Fokussierung vorgesehen sind, die beiderseits einer verti
kalen Axialebene liegen.
3. Scheinwerfer nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass diese Bereiche (G2) die äußersten
seitlichen Bereiche des Reflektors (21) sind.
4. Scheinwerfer nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass der bzw. jeder Bereich (G2) mit
korrigierter Vertikalfokussierung eine Linie mit korrigierter
Vertikalfokussierung (F') aufweist, die in axialer Richtung von
dieser Grundlinie vertikaler Fokussierung (F) getrennt ist.
5. Scheinwerfer nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass der Reflektor desweiteren minde
stens einen Bereich (G0, G1) vertikaler Lichtverschiebung
aufweist, durch den eine Strahlung erzeugt wird, die gegenüber
der Grundlinie vertikaler Fokussierung (F) im Mittel nach oben
oder nach unten verschoben ist.
6. Scheinwerfer nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass der Scheinwerfer einen Bereich
vertikaler Lichtverschiebung (G0) umfasst, der im mittleren
Bereich des Reflektors liegt und der das Licht nach oben ver
schiebt, sowie zwei Bereiche vertikaler Lichtverschiebung (G1),
die beiderseits dieses mittleren Bereichs liegen und die das
Licht nach unten verschieben.
7. Scheinwerfer nach einem der Ansprüche 5 und 6,
dadurch gekennzeichnet, dass sich der bzw. jeder Bereich verti
kaler Lichtverschiebung aus Abschnitten von Rotationsellipsoi
den zusammensetzt, deren erster Brennpunkt (Fd) oberhalb oder
unterhalb der Lichtquelle (10) liegt und deren zweiter Brenn
punkt auf einer diesem Bereich zugehörigen Linie vertikaler
Fokussierung (F) liegt.
8. Scheinwerfer nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass sich der erste Brennpunkt (Fd)
eines jeden Ellipsoidabschnitts in etwa senkrecht zur Mitte
(F0) der Lichtquelle (10) befindet.
9. Scheinwerfer nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die vertikalen Abstände (zFd)
zwischen den ersten Brennpunkten der einzelnen Ellipsoidab
schnitte und der Mitte (F0) der Lichtquelle (10) von einem
Abschnitt zum anderen allmählich variieren.
10. Scheinwerfer nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass vom Grund des Reflektors bis zu
seinen seitlichen Rändern diese vertikalen Abstände (zFd) sich
allmählich von einem ersten Wert, der einer Lage des ersten
Brennpunkts (Fd) unterhalb der Lichtquelle (10) entspricht, bis
zu einem zweiten Wert mit entgegengesetztem Vorzeichen entwic
keln, der einer Lage des ersten Brennpunkts (Fd) oberhalb der
Lichtquelle (10) entspricht.
11. Scheinwerfer nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Seitenränder des
Reflektors dieser vertikale Abstand (zFd) im wesentlichen
gleich Null ist.
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| FR9901495A FR2789475B1 (fr) | 1999-02-09 | 1999-02-09 | Projecteur du genre elliptique pour vehicule automobile, susceptible d'emettre un faisceau a coupure de photometrie amelioree |
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