DE10004917A1 - Schalbrett für eine verlorene Schalung und Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents
Schalbrett für eine verlorene Schalung und Verfahren zu dessen HerstellungInfo
- Publication number
- DE10004917A1 DE10004917A1 DE2000104917 DE10004917A DE10004917A1 DE 10004917 A1 DE10004917 A1 DE 10004917A1 DE 2000104917 DE2000104917 DE 2000104917 DE 10004917 A DE10004917 A DE 10004917A DE 10004917 A1 DE10004917 A1 DE 10004917A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- formwork
- formwork board
- approx
- vol
- mixture
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Withdrawn
Links
- 239000004568 cement Substances 0.000 title claims abstract description 25
- 239000000203 mixture Substances 0.000 title claims abstract description 24
- 239000008187 granular material Substances 0.000 claims abstract description 11
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 claims abstract description 11
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims abstract description 9
- 238000001035 drying Methods 0.000 claims abstract 3
- 239000004793 Polystyrene Substances 0.000 claims abstract 2
- 229920002223 polystyrene Polymers 0.000 claims abstract 2
- 238000009415 formwork Methods 0.000 claims description 67
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 29
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 claims description 12
- 229920006327 polystyrene foam Polymers 0.000 claims description 12
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 6
- 229920005989 resin Polymers 0.000 claims description 5
- 239000011347 resin Substances 0.000 claims description 5
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 4
- 229920003002 synthetic resin Polymers 0.000 claims description 3
- 239000000057 synthetic resin Substances 0.000 claims description 3
- 238000003801 milling Methods 0.000 claims description 2
- 238000002360 preparation method Methods 0.000 claims 1
- 108090000623 proteins and genes Proteins 0.000 claims 1
- 229920000642 polymer Polymers 0.000 abstract 1
- 238000009413 insulation Methods 0.000 description 10
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 4
- 230000005494 condensation Effects 0.000 description 4
- 238000009833 condensation Methods 0.000 description 4
- 239000010410 layer Substances 0.000 description 4
- 238000009416 shuttering Methods 0.000 description 4
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 3
- 238000003780 insertion Methods 0.000 description 3
- 230000037431 insertion Effects 0.000 description 3
- 229920006329 Styropor Polymers 0.000 description 2
- 230000004888 barrier function Effects 0.000 description 2
- 238000011065 in-situ storage Methods 0.000 description 2
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 2
- 230000002787 reinforcement Effects 0.000 description 2
- TVEXGJYMHHTVKP-UHFFFAOYSA-N 6-oxabicyclo[3.2.1]oct-3-en-7-one Chemical compound C1C2C(=O)OC1C=CC2 TVEXGJYMHHTVKP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 239000010426 asphalt Substances 0.000 description 1
- 239000004927 clay Substances 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 230000007613 environmental effect Effects 0.000 description 1
- 238000009422 external insulation Methods 0.000 description 1
- 239000000835 fiber Substances 0.000 description 1
- 239000006260 foam Substances 0.000 description 1
- 238000009434 installation Methods 0.000 description 1
- 238000009421 internal insulation Methods 0.000 description 1
- 238000000465 moulding Methods 0.000 description 1
- 239000011241 protective layer Substances 0.000 description 1
- 230000003014 reinforcing effect Effects 0.000 description 1
- 239000002689 soil Substances 0.000 description 1
- 230000000007 visual effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C04—CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
- C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
- C04B28/00—Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
- C04B28/02—Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing hydraulic cements other than calcium sulfates
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E04—BUILDING
- E04B—GENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
- E04B2/00—Walls, e.g. partitions, for buildings; Wall construction with regard to insulation; Connections specially adapted to walls
- E04B2/84—Walls made by casting, pouring, or tamping in situ
- E04B2/86—Walls made by casting, pouring, or tamping in situ made in permanent forms
- E04B2/8652—Walls made by casting, pouring, or tamping in situ made in permanent forms with ties located in the joints of the forms
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Structural Engineering (AREA)
- Ceramic Engineering (AREA)
- Architecture (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Electromagnetism (AREA)
- Civil Engineering (AREA)
- Forms Removed On Construction Sites Or Auxiliary Members Thereof (AREA)
Abstract
Die Erfindung betrifft ein Schalbrett für eine verlorene Schalung, insbesondere für Wände aus Beton. Um ein derartiges Schalbrett leicht bearbeitbar zu machen und eine ausreichende Isolierung bei der Wand erreichen zu können, wird vorgeschlagen, das Schalbrett aus Leichtzementgemisch herzustellen, bei dem insbesondere Polystyrolschaumelemente als Leichtzuschlagstoff dienen.
Description
Die Erfindung betrifft ein Schalbrett für eine verlorene Schalung, insbesondere für
Wände aus Beton für eingeschossige Bauwerke, wie Wochenendhäuser, Bunga
lows etc., sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung.
Reine Betonwände haben üblicherweise eine schlechte Wärmedämmung. Insbe
sondere wenn eine derartige Betonwand als Hausaußenwand im Bereich eines Ba
dezimmers oder einer Küche verwandt wird, ergibt sich daher das Problem von
Feuchtigkeitskondensation an der dem Badezimmer oder der Küche zugewandten
Innenseite der Wand.
Derartige Kondensation führt zu unerwünschtem Schwitzwasser, das eventuell
auch Schimmelbildung o. ä. als Folgeerscheinung hat.
Um diese Problematik zu umgehen, werden an entsprechenden Betonwänden,
nachdem sie von der bei ihrer Herstellung benutzten Schalung befreit sind, häufig
Innen- und/oder Außendämmungen angebracht. Eine derartige Anbringung von
Dämmungen ist aber sehr aufwendig. Außerdem muss vor den üblichen Dämmun
gen noch eine Schutzschicht vorgesehen werden, um die Dämmung vor Durchnäs
sung oder mechanischen Beschädigungen zu schützen und um eine akzeptable
optische Erscheinung zu gewährleisten.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, die Herstellung von gedämmten
Betonwänden zu erleichtern und insbesondere mit weniger Arbeitsstunden auf der
Baustelle einen schnelleren Ablauf zu ermöglichen.
Diese Aufgabe wird jetzt erfindungsgemäß gelöst, indem derartige Wände aus
Beton hergestellt werden unter Verwendung von Schalbrettern für eine verlorene
Schalung, wobei diese Schalbretter aus Leichtzementgemisch bestehen.
Bisher bestanden verlorene Schalungen üblicherweise aus Faserbeton, der aber
keine besonders guten thermischen Eigenschaften in der oben angesprochenen
Richtung hat. Durch das Leichtzementgemisch wird dementgegen eine gute Isola
tionswirkung des verlorenen Schalbrettes erreicht, wobei gleichzeitig eine ausrei
chende Stabilität des Schalbrettes erzielt wird, so dass bei einer Schalung für eine
Wand keine separaten Stützelemente für diese Schalung vorgesehen werden müs
sen.
Man hat somit den Vorteil, dass sowohl der Arbeitsgang des separaten Ausscha
lens für die Wand entfällt als auch das anschließende aufwendige Anbringen einer
Dämmung. Außerdem bietet das Leichtzementgemisch als verlorene Schalung in
sich ausreichend Schutz gegen Durchnässung und mechanische Beschädigung
und kann aber auch leicht noch mit einem Anstrich, einem Putz o. ä. versehen
werden.
Ein derartiges Leichtzementgemisch, das in einem derartigen Schalbrett für eine
verlorene Schalung verwandt werden soll, enthält neben Zement und Wasser ins
besondere noch einen Kunstharzvergüter und als Leichtzuschlagstoff Polystyrol
schaumelemente (Styropor®). Diese Schaumelemente haben vorteilhafterweise
einen durchschnittlichen Durchmesser in der Größenordnung von 2 mm bis 15 mm,
insbesondere von 4 mm bis 10 mm. Damit wird eine besonders gute thermische
Isolierwirkung erzielt.
Als Kunstharzvergüter bieten sich Produkte an wie die kommerziell zur Verfügung
stehenden Produkte Ardion 90 der Firma PCI-Augsburg GmbH oder Uniflex-B der
Firma Schomburg.
Insbesondere auch aus Kostengründen und unter Umweltgesichtspunkten können
die Polystyrolschaumelemente aus Recyclingmaterial sein. Dieses steht auf dem
Markt in ausreichender Menge zur Verfügung und kann auf die hier vorgeschlage
ne Weise wiederverwandt werden ohne anderweitig entsorgt werden zu müssen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform für das Schalbrett weist es auf einer Seite,
benachbart zu einem Ausschnitt parallel zu dessen Rändern verlaufende seitliche
Nuten auf. Über diese kann es mit einem Abschlussbrett mit einem gegenüberlie
genden Schalbrett verbunden werden. Gleichzeitig werden dabei Aufnahmen ge
bildet für Fensterlaibungen, Türzargen oder dergleichen.
Das Abschlussbrett ist vorteilhafterweise aus demselben Material wie die Schal
bretter.
Das Schalbrett kann auch noch Schlageisenhalterungen aufweisen, über die es
dann mit einem parallel laufenden Schalbrett zu verbinden ist. In den sich zwi
schen den Schalbrettern ergebenden Raum wird dann Ortbeton eingefüllt zum
Aushärten sowie gegebenenfalls noch eine benötigte Bewehrung.
Bei einigen Schalbrettern sind im wesentlichen auf einer vertikal verlaufenden Li
nie angeordnete Durchtrittsöffnungen vorgesehen. Hierdurch ist es möglich, zwei
im Bereich dieser Durchtrittsöffnungen aneinander anstoßende Wände mit einem
Mal auszugießen und dabei miteinander zu verbinden durch den Beton, der durch
diese Durchtrittsöffnungen hindurchläuft.
Für die Herstellung des erfindungsgemäßen Schalbrettes wird vorgeschlagen, zu
erst ein Granulat herzustellen, indem ein Gemisch aus ca. 10 Vol.-% Kunstharz
vergüter, ca. 20 Vol.-% Zement, ca. 60 Vol.-% Polystyrolschaumelement (Styro
por®) und ca. 10 Vol.-% Wasser getrocknet wird.
Mit diesem Granulat wird dann anschließend eine Mischung zubereitet, die ca. 70 Vol.-%
Granulat, ca. 20 Vol.-% Zement und ca. 10 Vol.-% Wasser enthält.
Durch die Zubereitung des Granulats unter Verwendung des Kunstharzvergüters
erreicht man eine gute Verbindung von Zement mit den Polystyrolschaumelemen
ten, wobei der Zement sich als Schale um die Polystyrolschaumelemente herum
legt. Es hat sich herausgestellt, dass derart gemantelte Polystyrolschaumelemente
sich in der danach zubereiteten Mischung gleichmäßiger verteilen, ohne sich - wie
normale Polystyrolschaumelemente - zu entmischen.
Um eine besonders gute Verbindung der Polystyrolschaumelemente mit dem Ze
ment sicherzustellen wird vorgeschlagen, das Granulat für eine Dauer von ca.
48 Stunden zu trocknen.
Die danach unter Verwendung des Granulats hergestellte Mischung wird anschlie
ßend in eine Form für ein Schalbrett eingefüllt und in dieser mindestens
24 Stunden ausgehärtet, insbesondere mindestens 30 Stunden. Dadurch erhält
man ein ausreichend stabiles Schalbrett.
Die Stabilität kann noch verbessert werden, wenn die in die Form eingefüllte Mi
schung verdichtet wird, insbesondere durch Rütteln der Form.
Nachdem das ausgehärtete Schalbrett ausgeformt ist, kann beispielsweise mit ei
ner Scheibenfräse eine Schlageisenhalterung eingebracht werden, wie oben be
schrieben, wobei allerdings grundsätzlich auch die Möglichkeit bestünde, eine ent
sprechende Halterung bereits bei der Herstellung des Schalbrettes als in die Form
einzulegendes/einzubauendes Formstück vorzusehen.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung von Ausführungsbeispielen. Dabei zeigt
Fig. 1 einen Schnitt durch eine Betonwand mit einer erfindungsgemäßen
verlorenen Schalung;
Fig. 2 ein Schalbrett mit Schlageisenhalterung;
Fig. 3 ein Schlageisen in perspektivischer Ansicht;
Fig. 4 einen Schnitt durch eine Anschlussstelle von zwei Wänden;
Fig. 5 einen Schnitt durch die Einsatzstelle eines Fensters etc. an einer
Wand;
Fig. 6 einen Schnitt durch eine Betonwand mit einer erfindungsgemäßen
verlorenen Schalung in einer alternativen Ausführungsform;
Fig. 7 ein Stützelement in einer Betonwand gemäß der Ausführungsform in
Fig. 6 in der Seitenansicht;
Fig. 8 das Stützelement gemäß Fig. 7 in der Aufsicht.
In Fig. 1 erkennt man den Schnitt durch eine Betonwand eines eingeschossigen
Hauses, wie beispielsweise einem Bungalow, einem Wochenendhaus oder derglei
chen. Diese Wand ruht im hier dargestellten Beispiel über ein Fundament 1 auf
Erdreich 2, wobei zwischen dem Fundament 1 und der Wand selbst eine Sperr
schicht 3 angeordnet ist. Bei dieser Sperrschicht 3 handelt es sich beispielsweise
um eine Bitumenpappe o. ä. Die Wand selbst weist an ihrer Innen- und an ihrer
Außenseite Schalbretter 4 auf, die aus einem Leichtzementgemisch bestehen.
Zwischen diese Schalbretter ist dabei Beton 5 eingefüllt, gegebenenfalls zusam
men mit hier nicht dargestellten Bewehrungseisen. Die Dicke für die hier bei einer
Hausinnenwand dargestellten Schalbretter liegt etwa bei 4 cm, während die dazwi
schenliegende Betonschicht ebenfalls etwa diese Dicke hat.
Da die Schalbretter aus Leichtzement bestehen, haben sie nicht nur eine ausrei
chende Stabilität bei der Herstellung der Wand. Sie haben trotz ihrer Größe noch
ein akzeptables Gewicht. Sie verbleiben als verlorene Schalung an der Betonwand,
wobei sie auch als Isolierschicht dienen. Die Betonwand muss also nicht in einem
separaten, Zeit- und kostenaufwendigen Verfahren nachträglich mit einer Wärme
dämmung versehen werden, sondern kann direkt verputzt werden o. ä. Auf Fliesen,
die an eine derart isolierte Wand angesetzt werden, entsteht auch in Küchen oder
Bädern kaum unerwünschtes Kondenswasser, was zu Schimmelbildung o. ä. füh
ren kann.
Bei der Herstellung der Betonwand werden die Schalbretter durch Schlageisen 6
zueinander beabstandet, die weiter unten detaillierter beschrieben werden. An die
sen Schlageisen kann beispielsweise über eine Verschraubung 7 am oberen Ende
der Wand noch ein Auflagerelement 8 fixiert werden, beispielsweise ein Holzbal
ken o. ä.
In der Fig. 2 ist die Befestigung der Schlageisen an dem Schalbrett detaillierter
dargestellt. An den oberen Rand 9 des Schalbrettes 4 ist eine im wesentlichen
halbkreisförmige Nut 10 eingefräst. Diese Nut ist mit einem nach oben offenen
Einlageschlitz 11 zu einer Seitenfläche des Schalbrettes 4 versehen, so dass sich
eine in der Aufsicht T-förmige Öffnung am oberen Rand des Schalbrettes 4 ergibt.
In diese T-förmige Öffnung wird ein in der Fig. 3 dargestelltes Schlageisen 6 ein
gelegt. Dieses Schlageisen 6 hat einen Vierkant 12, an dessen Enden Halteplat
ten 13 angebracht sind. Indem diese Halteplatten 13 in die Nut 10 eingesetzt wer
den, wobei der Vierkant 12 in den Einlageschlitz 11 zu Liegen kommt, kann ein
derartiges Schlageisen 6 an dem Schalbrett 4 befestigt werden. Indem die Halte
platte 13 am anderen Ende des Vierkantes 12 in eine gleichartige Nut 10 am obe
ren Rand eines weiteren Schalbrettes 4 eingesetzt wird, wird zwischen diesen bei
den erwähnten Schalbrettern ein Hohlraum erzeugt, der dann mit Ortbeton zu ver
gießen ist zur Herstellung einer Betonwand. Die Schalbretter, die im hier beschrie
benen Beispiel aus Leichtzementgemisch sind, verbleiben dann als verlorene
Schalung an dieser Betonwand, wobei das Leichtzementgemisch die für eine Wand
erforderliche Isolation darstellen.
Es sei hier noch erwähnt, dass der Vierkant 12 mit einer Bohrung 14 versehen ist,
an der die oben erwähnte Verschraubung 7 angreift.
In der Fig. 4 ist noch die Verbindung von zwei T-förmig aufeinanderstoßenden
Wänden dargestellt. Dabei sind an dem Schalbrett 15, das an der durchlaufenden
Wand der anstoßenden Wand zugewandt ist, eine Mehrzahl von Durchtrittsöffnun
gen 16 vorgesehen, die im wesentlichen auf einer Linie übereinander angeordnet
sind. Seitlich von diesen Durchtrittsöffnungen stoßen Schalbretter 17 dichtend an
das Schalbrett 15 an, wobei diese Schalbretter 17 als verlorene Schalung der an
stoßenden Wand dienen. Die Schalbretter 17 sind dabei ebenfalls über entspre
chende Schlageisen 6 zueinander beabstandet, unter Bildung eines dann mit Be
ton auszugießenden Hohlraumes 18. Beim Ausgießen dieses Hohlraumes 18 mit
Beton wird mittels der Durchtrittsöffnungen 16 gewährleistet, dass eine durchgän
gige Verbindung des Betons in der anstoßenden Wand mit dem Beton der durch
laufenden Wand gewährleistet ist.
Die Durchtrittsöffnungen können sowohl bei der Herstellung des Schalbrettes her
gestellt werden durch entsprechende Ausformkörper in der Herstellform für das
Schalbett. Es ist aber auch möglich, diese Öffnungen mit Lochsägen in ein ferti
ges Schalbrett einzubringen.
In der Fig. 5 ist noch die Bildung einer Aufnahme für Fensterlaibungen oder Tür
zargen etc. an einer Betonwand mit einer erfindungsgemäßen verlorenen Schalung
dargestellt:
Bei dieser Aufnahme verläuft parallel zum Rand 19 eines Ausschnitts in einem
Schalbrett 4 eine Nut 20. In dieser Nut 20 sitzt passgenau ein Abschlussbrett 21,
das wie das Schalbrett 4 aus Leichtzementgemisch besteht. Das Abschlussbrett 21
sitzt an seiner der Nut 20 gegenüberliegenden Seite in einer gleichartigen Nut ei
nes weiteren Schalbrettes, so dass ein mit Beton zu verfüllender Hohlraum 18 ge
bildet wird und eine Betonwand mit einem Ausschnitt entsteht. Dieser Ausschnitt
fungiert als Fensterloch oder als Türloch in einer Wand.
Dadurch, dass das Abschlussbrett 21 vom Ausschnittrand 19 beabstandet ist, ent
steht eine um den Ausschnitt herumlaufende Aufnahme 22, in die, beispielsweise
über PU-Schaum 23 o. ä. eine Fensterlaibung 24, eine Türzarge, etc. festzulegen
ist.
In der Fig. 6 ist noch eine alternative Ausführungsform für eine Betonwand dar
gestellt. Diese weist sich durch mehrere vertikal ausgerichtete Stützelemente 23
aus, die in einem fixen Abstand zueinander in entsprechende Ausnehmungen am
Fundament 1 eingesetzt sind.
Zwischen diese Stützelemente sind dann übereinander liegende Schalbretter 4
eingesetzt.
In der Fig. 7 ist eines der erwähnten Stützelemente 23 noch einmal in der Seiten
ansicht dargestellt. In der Fig. 8 erkennt man das gleiche Stützelement in der
Aufsicht. Die Stützelemente sind wie die Schalbretter 4 aus Leichtzementgemisch
hergestellt. Sie weisen benachbart zu ihren Stirnkanten 24 verlaufende Einschub
nuten 25 auf, wobei in der Fig. 8 zu erkennen ist, dass diese Einschubnuten auf
beiden Seiten der Stützelemente 23 vorhanden sind. In diese Einschubnuten wer
den dann entsprechende Schalbretter 4 eingeschoben, die mit den Einschubnu
ten 25 korrespondierende Einschubfedern aufweisen. Der sich zwischen den ein
geschobenen Schalbrettern 4 ergebende Hohlraum wird dann in bekannter Weise
wieder mit Beton verfüllt, der gegebenenfalls mit einer Bewehrung versehen sein
kann.
Damit dieser flüssige Beton sich innerhalb der gesamten auf diese Weise aufge
bauten Wand verteilen kann, weisen die Stützelemente 23 Ausschnitte 26 auf, wie
sie in der Fig. 7 zu erkennen sind. Durch diese Ausschnitte 26 kann der flüssig
eingefüllte Beton durch ein entsprechendes Stützelement 23 hindurchtreten.
Es sei hier noch erwähnt, dass in der Fig. 7 auch die am unteren Ende der Stütz
elemente 23 vorhandene Fortsätze 27 zu erkennen sind, über die das Stützele
ment 23 in seiner vertikalen Position am Fundament 1 einzusetzen ist.
Ein derartiges Stützelement 23 bietet sich insbesondere zur Verwendung bei Au
ßenwänden an, die eine Gesamtdicke von ca. 30 cm aufweisen, wobei hier vorge
schlagen wird, für die Schalbretter eine Dicke von 6 cm vorzusehen, damit die ge
wünschte, bei Außenwänden besonders notwendige Wärmedämmung erreicht wird.
Es sei hier noch einmal besonders erwähnt, dass die beschriebenen Schalbretter
jeweils aus einem Leichtzementgemisch bestehen, das Polystyrolschaumelemente
als Leichtzuschlagstoffe enthält und somit trotz ausreichender Stabilität, die für
Isolierung von Betonwänden gewünschten Dämmeffekt hat.
Claims (12)
1. Schalbrett für eine verlorene Schalung, insbesondere für Wände aus Be
ton,
dadurch gekennzeichnet,
dass es aus Leichtzementgemisch ist.
2. Schalbrett gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Leichtzementgemisch Kunstharzvergüter, Zement und Wasser
sowie Polystyrolschaumelemente als Leichtzuschlagstoff enthält.
3. Schalbrett gemäß Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Polystyrolschaumelemente einen durchschnittlichen Durchmes
ser aufweisen von 2 mm bis 15 mm, insbesondere 4 mm bis 10 mm.
4. Schalbrett gemäß Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Polystyrolschaumelemente aus Recyclingmaterial sind.
5. Schalbrett gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet
dass das Schalbrett parallel zu Ausschnittsrändern verlaufende Nuten
aufweist zur Bildung von Aufnahmen für Fensterlaibungen oder Türzar
gen, etc.
6. Schalbrett gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass es seitliche Schlageisenhalterungen aufweist.
7. Schalbrett gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass in dem Schalbrett im wesentlichen auf einer Linie angeordnete
Durchtrittsöffnungen vorgesehen sind.
8. Verfahren zur Herstellung eines Schalbrettes gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass es die Schritte umfasst,
ein Granulat herzustellen durch Trocknung eines Gemisches aus ca. 10 Vol.-% Kunstharzvergüter, ca. 20 Vol.-% Zement, ca. 60 Vol.-% Polystyrolelemente und ca. 10 Vol.-% Wasser
und anschließender Zubereitung einer Mischung aus ca. 70 Vol.-% Granulat, ca. 20 Vol.-% Zement und ca. 10 Vol.-% Wasser.
ein Granulat herzustellen durch Trocknung eines Gemisches aus ca. 10 Vol.-% Kunstharzvergüter, ca. 20 Vol.-% Zement, ca. 60 Vol.-% Polystyrolelemente und ca. 10 Vol.-% Wasser
und anschließender Zubereitung einer Mischung aus ca. 70 Vol.-% Granulat, ca. 20 Vol.-% Zement und ca. 10 Vol.-% Wasser.
9. Verfahren gemäß Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Trocknung des Granulats eine Dauer von ca. 48 Stunden hat.
10. Verfahren gemäß Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mischung in eine Form eingefüllt und in dieser mindestens
24 Stunden ausgehärtet wird, insbesondere mindestens 30 Stunden.
11. Verfahren gemäß Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mischung nach dem Einfüllen in die Form verdichtet wird, insbe
sondere durch Rütteln.
12. Verfahren gemäß Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass in das ausgeformte Schalbrett mit einer Scheibenfräse eine Schlag
eisenhalterung eingebracht wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000104917 DE10004917A1 (de) | 2000-02-04 | 2000-02-04 | Schalbrett für eine verlorene Schalung und Verfahren zu dessen Herstellung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000104917 DE10004917A1 (de) | 2000-02-04 | 2000-02-04 | Schalbrett für eine verlorene Schalung und Verfahren zu dessen Herstellung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10004917A1 true DE10004917A1 (de) | 2001-08-09 |
Family
ID=7629810
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000104917 Withdrawn DE10004917A1 (de) | 2000-02-04 | 2000-02-04 | Schalbrett für eine verlorene Schalung und Verfahren zu dessen Herstellung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10004917A1 (de) |
Citations (9)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3918130A1 (de) * | 1989-05-19 | 1990-11-22 | Lorenz Kesting | Stahlbetonraumzelle |
| DE3926123A1 (de) * | 1989-08-08 | 1991-02-14 | Lorenz Kesting | Grossformatiger mauerstein aus konstruktivem beton mit waermedaemmender gewichtsverminderung |
| DE4034721A1 (de) * | 1990-11-01 | 1992-05-07 | Lorenz Kesting | Polystyrolbeton |
| DE4108060A1 (de) * | 1991-03-13 | 1992-09-17 | Lorenz Kesting | Raumzelle |
| DE4135243A1 (de) * | 1991-06-15 | 1993-06-17 | Lorenz Kesting | Dach aus grossflaechigen betonfertigteilen |
| DE4330225A1 (de) * | 1993-09-07 | 1995-03-09 | Schoeck Bauteile Gmbh | Zementgebundenes Schalbrett mit Sollknickstelle |
| DE4421839C1 (de) * | 1994-06-22 | 1996-01-18 | Most Gmbh & Co Kg G | Schalungstafel aus Beton |
| DE19516098A1 (de) * | 1995-05-03 | 1996-11-07 | Bernd Beck | Deckenrandschalungselement sowie Verfahren und Vorrichtung zu seiner Herstellung |
| DE4235879C2 (de) * | 1992-10-23 | 1999-09-09 | Horstmann Baubedarf Gmbh | Deckenrandschalelement sowie Verwendung desselben |
-
2000
- 2000-02-04 DE DE2000104917 patent/DE10004917A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (9)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3918130A1 (de) * | 1989-05-19 | 1990-11-22 | Lorenz Kesting | Stahlbetonraumzelle |
| DE3926123A1 (de) * | 1989-08-08 | 1991-02-14 | Lorenz Kesting | Grossformatiger mauerstein aus konstruktivem beton mit waermedaemmender gewichtsverminderung |
| DE4034721A1 (de) * | 1990-11-01 | 1992-05-07 | Lorenz Kesting | Polystyrolbeton |
| DE4108060A1 (de) * | 1991-03-13 | 1992-09-17 | Lorenz Kesting | Raumzelle |
| DE4135243A1 (de) * | 1991-06-15 | 1993-06-17 | Lorenz Kesting | Dach aus grossflaechigen betonfertigteilen |
| DE4235879C2 (de) * | 1992-10-23 | 1999-09-09 | Horstmann Baubedarf Gmbh | Deckenrandschalelement sowie Verwendung desselben |
| DE4330225A1 (de) * | 1993-09-07 | 1995-03-09 | Schoeck Bauteile Gmbh | Zementgebundenes Schalbrett mit Sollknickstelle |
| DE4421839C1 (de) * | 1994-06-22 | 1996-01-18 | Most Gmbh & Co Kg G | Schalungstafel aus Beton |
| DE19516098A1 (de) * | 1995-05-03 | 1996-11-07 | Bernd Beck | Deckenrandschalungselement sowie Verfahren und Vorrichtung zu seiner Herstellung |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69403902T2 (de) | Gussbetonwände | |
| DE2615608C2 (de) | Wärme- und schallisolierender Mantelbaustein sowie Verfahren und Vorrichtung zu dessen Herstellung | |
| DE102011111318A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines lichtdurchlässigen Mehrschicht-Verbundbauelementes mit integrierter Fassadenplatte | |
| DE8201949U1 (de) | Isolierende Verblendtafel | |
| DE2425335A1 (de) | Vorgefertigtes transportables raumelement zur errichtung von gebaeuden | |
| DE3322189A1 (de) | Schallabsorbierender formstein sowie schallschutzwand aus formsteinen | |
| EP1736608A1 (de) | Dachrandeement | |
| EP3372742B1 (de) | Baukonstruktion mit brandschutzfunktion für aussenwände sowie verfahren zur herstellung einer derartigen baukonstruktion | |
| DE1659159A1 (de) | Mehrzweckbaustein und aus ihm hergestelltes Mauerwerk | |
| DE19737097A1 (de) | Belagverlegungssystem | |
| DE10004917A1 (de) | Schalbrett für eine verlorene Schalung und Verfahren zu dessen Herstellung | |
| DE3109937A1 (de) | Laermschutzwandelement | |
| DE3113118A1 (de) | Schalldaemmender mauerziegel | |
| DE10305273A1 (de) | Fassadenelement und Verfahren zur Herstellung eines Fassadenelementes | |
| DE19949278A1 (de) | Verfahren zur Herstellung der Außenwände eines Massivhauses und Verbundschalung | |
| DE4429356A1 (de) | Seitenteil für Rolladenkästen und Verfahren zu seiner Herstellung | |
| DE19537955C1 (de) | Wandkonstruktion für Außen- und Innenwände von Gebäuden und Verfahren zur Errichtung derselben | |
| AT520127B1 (de) | Mauersturz mit isolationselement | |
| DE102017108876A1 (de) | Schalungselement zur Errichtung von Schallschutzwänden | |
| AT267146B (de) | Mehrzweck-Baustein und Mauerwerk aus solchen Bausteinen | |
| CH610616A5 (en) | Heat-insulating and sound-insulating encased block and process and device for producing encased blocks of this type | |
| AT400462B (de) | Mauerstein aus wärmeisolierendem material und verfahren zur herstellung eines mauerwerkes aus einem solchen mauerstein | |
| DE29900140U1 (de) | Leichtbauwandelement | |
| CH718011B1 (de) | Konstruktionssystem für die Errichtung von Mauerwerken im Hoch- und Tiefbau. | |
| DE19802270B4 (de) | Eckelement für die Verkleidung von Wänden oder dergleichen und Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung solcher Eckelemente |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OM8 | Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law | ||
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |