DE1000310B - Mit Druckluft betriebene Bohreinrichtung, insbesondere fuer Tiefbohrungen - Google Patents
Mit Druckluft betriebene Bohreinrichtung, insbesondere fuer TiefbohrungenInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft mit Druckluft oder Druckgas betriebene Bohreinrichtungen, welche insbesondere
für Tiefbohrungen Verwendung finden sollen. Es ist hierbei bekannt, derartige Bohreinrichtungen
in der Weise auszubilden und zur Anwendung zu bringen, daß sie ins Bohrloch eingeführt werden und
das Bohrwerkzeug unmittelbar vor der Bohrlochsohle schlagend oder rammend antreiben. Die Erfindung
hat sich insbesondere zum Ziel gesetzt, Bohreinrichtungen dieser Art zu schaffen, welche in der Lage
sind, schwerste Bohrarbeit zu leisten, mit hohen Drücken betrieben werden können, große Luftleistungen
verarbeiten können und dabei auch einen hohen Auspuff-Gegendruck überwinden können, so daß sie
auch tief unter einer Wasser- oder Schlammsäule im Bohrloch noch große Schlagleistungen abgeben
können. Weiterhin hat sich die Erfindung zum Ziel gesetzt, eine derartige Bohreinrichtung möglichst
einfach und weitgehend unempfindlich gegen Verschmutzen auszubilden. Die Zufuhr der Druckluft
kann dabei über ein Hohlgestänge oder auch durch einen Hochdruckschlauch, der neben einem Tragseil
mit ins Bohrloch eingelassen wird, erfolgen. Auf der anderen Seite ist es auch möglich, bei Verwendung
eines Hohlgestänges für die Druckluftzufuhr dieses gleichzeitig für ein Umsetzen des Bohrwerkzeuges zu
benutzen oder regelrecht drehend anzutreiben.
Im einzelnen geht die Erfindung von bekannten Bohreinrichtungen dieser Art aus, welche in Form
eines innerhalb eines Zylinders angeordneten und als Stufenkolben ausgebildetem Schlagkolbens in das
Bohrloch einführbar sind, und besteht im wesentlichen darin, daß die für den Schlaghub wirksame Seite des
Schlagkolbens ständig ungesteuert mit der Druckmittelzufuhr in Verbindung steht. Die Druckmittelzufuhr
zum Kolben erfolgt erfindungsgemäß vorzugsweise durch eine zentrale Kolbenstange, auf der der
Schlagkolben mit einer mittleren Bohrung geführt ist. Diese mittlere Bohrung ist zweckmäßig derart ausgebildet,
daß sie über von der Kolbenstange am Ende des Schlaghubes freigegebene öffnungen mit dem
Ringraum des Schlagkolbens in Verbindung gebracht wird. Gemäß der Erfindung ist es fernerhin vorteilhaft,
daß der Auspuff des Druckmittels am Ende des Rückhubes und am Anfang des Schlaghubes erfolgt,
und zwar vorzugsweise während gleicher Kolbenwegstrecken bei Rückhub und Schlaghub. Zu diesem
Zweck kann vorzugsweise der Zylinder des Schlagkolbens im Bereich eines oberen Teiles des Rückhubes
mit einer mit dem Auspuff in Verbindung stehenden Erweiterung versehen sein.
Durch eine derart ausgebildete Steuerung steht für den Auspuff bei der Einrichtung nach der Erfindung
eine vergleichsweise lange Zeit zur Verfugung, die es Mit Drudduft betriebene Bohreinriditungr
insbesondere für Tiefbohrungen
Anmelder:
Braunkohlen- und Briketwerke
Roddergrube Aktiengesellschaft,
Brühl (Bez. Köln)
Dr.-Ing. Wolfgang Herbold,
Kierdorf, Post Lechenich (Bez. Köln),
und Dipl.-Berging. Valentin Seipel, Oberliblar,
sind als Erfinder genannt worden
ermöglicht, sehr hohe Drücke für das Druckmittel zur Anwendung zu bringen und, was für den praktischen
Betrieb von unter Spülung stehenden Bohrlöchern außerordentlich wichtig ist, auch sehr hohe Auspuffgegendrücke
zu überwinden. Bekanntlich ist es viel schwieriger, bei konstruktiv begrenzten Querschnitten
aus einem Drucklufthammer die entspannte Auspuffluft herauszuleiten, als hoch gespannte Einlaßluft
hineLnzuleiten. Noch größer werden diese Schwierigkeiten bei Gegendruckbetrieb. Es ist deshalb hierbei
notwendig, die für den Auspuff zur Verfugung stehende Zeit bedeutend zu vergrößern. Dies wird erfinidungsgemäß
dadurch erreicht, daß der Auspuff während des letzten Teiles des Rückhubes und des
ersten Teiles des Schlaghubes freigegeben wird und nicht beim oder am Ende des Schlaghubes, wie dies
sonst bei Drucklufthämmern üblich ist.
Im gesamten erfolgt bei einer Bohreinrichtung nach der Erfindung die Steuerung derart, daß die in den
Zylinder eintretende Frischluft zunächst den Schlaghub des. unter seinem Eigengewicht fallenden Kolbens
beschleunigt, am Ende des Schlaghubes in den Ringraum zwischen Stuienkolben und Zylindier eingeleitet
und hier zum Expandieren gebracht wird, um den Rückhub durchzuführen. Am Ende des Rückhubes
und während einer gleichen Kolbenwegstrecke des
Schlaghubes erfolgt dann erst der Auspuff der Luft während eines großen Zeitabschnittes, der bei unter
Spülung arbeitenden Geräten in seinen öffnungen in d'as Bohrloch vorteilhaft durch nach Art von Rückschlagventilen
ausgebildete Absperrorgane gesteuert wk'd.
Weitere vorteilhafte Einzelheiten der Erfindung sind aus der Zeichnung ersichtlich, in welcher die
Erfindung an zwei Ausführungsbeispielen erläutert ist. Ee zeigt
Fig. ι eine Bohreinrichtung nach der Erfindung im
Längsschnitt am Endie des Schlaghubes,
Fig. 2 und 3 eine graphische Gegenüberstellung der Erfindung mit bekannten Drucklufthämmern und
Fig. 4 ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfindung
im Längsschnitt kurz vor dem Schlag.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. ι ist mit ι
ein langer schlanker Zylinder in Gestalt eines Gehäuserohres von 4 bis 8 m oder langer bezeichnet, in
dem ein schwerer, um seinen Hub von etwa ι bis 2 m kürzerer Schlagkolben 2 angeordnet ist. Der Schlagkolben
2 besitzt an seinem Ende einen Stufenansatz 3, der mit einer Labyrinth-Drosseldichtung oder einem
oder mehreren Kolbenringen aus Kunststoff abdichtend gegen die Innenwand des Zylinders 1 geführt ist.
In der Nähe seines unteren Endes ist der Schlagkolben 2 vorzugsweise mit drei oder vier Führungswarzen 4 versehen, die auch beispielsweise durch in
Vertiefungen des Schlagkolbens 2 eingesetzte Stahlkugeln gebildet sein können. Der Ringraum zwischen
Zylinder 1 und Schlagkolben 2 ist mit 5 bezeichnet. Er stellt eine wichtige Größe für die Wirkung des
Hammers dar und ist für die Erfindung wesentlich. Durch die zweifache Führung des langen Schlagkolbens
2, durch den Stufenansatz 3 und die Führungen 4 wird dieser gegen ein elastisches Verbiegen des
langen Zylinders 1 in einem nicht geraden Bohrloch unempfindlich, was besonders wichtig ist, da hierdurch
Verklemmungen vermieden wer den. Für die Wirkungsweise des Hammers ist die volumetrische
Größe des Raumes 5 von ausschlaggebender Bedeutung.
Der Zylinder 1 ist an seinem oberen Ende ,durch
einen Stopfen 15 verschlossen, in welchem die hohle Kolbenstange 6 in einer Bohrung befestigt ist, die
bei der Auf- und Abwärtsbewegung des Schlagkolbens 2 innerhalb des Zylinders 1 in eine zentrale
Bohrung 16 des Schlagkolben« 2 eintaucht. Durch die Bohrung der hohlen Kolbenstange 6 erfolgt die Zufuhr
der Frischluft. In der inneren Bohrung 16, welche die Gestalt eines nur roh gebohrten Sackloches besitzen,
kann, sind unmittelbar unterhalb des Stufenansatzes 3 zwei Dichtungsringe oder Stulpen 7 und 8
aus Gummi oder aus Kunststoff befestigt, zwischen denen sich Durchbrüche 9 befinden, welche die Bohrung
16 mit dem Ringraum 5 verbinden. Die Kolbenstange 6 wird von dem oberen Ring 7 ständig umgeben,
während sie aus dem unteren Ring 8 einige Zentimeter vor dem Aufschlagen des Schlagkolbens
auf das Einsteckende 10 des Bohrwerkzeuges 11 herausgleitet.
Das Bohrwerkzeug 11 kann als Schlagkernrohr oder Meißel ausgebildet sein und über sein
Einsteckende 10 mit dem Zylinder r zweckmäßig über eine Schleppkupplung 17 verbunden sein.
Der Zylinder 1 ist an seinem oberen Ende mit einer Auspufferweiterung 12 versehen, und an der Seitenwamdung
des Stopfens 15 befindet sich das Auspuffventil 13, welches beispielsweise in Form einer die
Auspuff öffnungen 19 umgebenden Gummimanschette
ausgebildet sein kann.
Die Arbeitsweise des dargestellten Werkzeuges wird nachstehend von dem Ende des Schlaghubes beginnend
beschrieben.
Kurz vor dem Aufschlag des Schlagkolben« 2 auf das Einsteckende 10 tritt hochgespannte Druckluft
aus der Kolbenstange 6 in den (mehrere Liter großen) Ringraum 5. Die Füllung des Ringraumes 5 mit hochgespannter
Druckluft ist abgeschlossen, wenn beim Aufwärtshub des Schlagkolbens 2 der Ring 8 die
Kolbenstange 6 wieder schließend umgibt. Die hochgespannte Luft im Ringraum 5 expandiert und treibt
durch ihren Druck auf die untere Bodenfläche des Schlagkolbens 2 und die Ringfläche des Stufenansatzes
3 den Schlagkolben 2 nach oben, wobei sie sein Eigengewicht und die Kraft, die sich aus
Frischluftdruck und Querschnittsfläche der Kolbenstange 6 ergibt, überwindet. Da die innere Bohrung
der Kolbenstange 6 mit der Druckluftzufuhr in freier ungesteuerter Verbindung steht, tritt hierbei keine
Kompression der Druckluft in der Bohrung 16 ein. Sobald der Stufenansatz 3 des Kolbens 2 die Auspuifferweiterung
12 am oberen Ende des Zylinders 1 erreicht, kann die Luft aus dem Ringraum 5 entweichen
und über das Rückschlagventil 13 ins Bohrloch auspuffen. Infolge seiner lebendigen Kraft steigt
jedoch der Schlagkolben 2 noch erheblich höher und gibt dabei der Druckluft aus dem Ringraum 5 über
die Erweiterung 12 noch weiter den Weg zum Auspuff 13 frei. Dieser Weg zum Auspuff wird erst abgeschlossen,
wenn der Kolben 2 von seinem oberen Totpunkt aus die gleiche Wegstrecke zurückgelegt
hat und der Stufenansatz 3 aus der Erweiterung 12
nach unten austritt und so den Ringraum 5 abschließt. Der Kolben fällt jetzt durch sein Eigengewicht im
Sinne des Schlaghubes nach unten, wobei dieser durch die in der mittleren Bohrung 16 wirkende Druckluft
beschleunigt wird. Am Ende des Schlaghubes wiederholt sich das beschriebene Spiel von neuem.
In den graphischen Darstellungen der Fig. 2 und 3
ist die Erfindung mit einem Druckluftwerkzeug bisher üblicher Art vergleichend gegenübergestellt. In
Fig. 2 ist dabei die Zeitwegkurve eines bekannten selbststeuernden Stufenkolbenhammers und in Fig. 3
eine gleiche Darstellung eines Hammers nach der Erfindung mit gleicher Schlagzahl veranschaulicht. Auf
der Ordinate ο der Darstellung ist dabei der Hub des Kolbens und auf der Abszisse b die Zeit des Kolbenhubes
aufgetragen. Mit c ist jeweils der untere Totpunkt und mit d der obere Totpunkt des Kolbens bezeichnet.
Mit der Strecke ta ist die Auspuffdauer und mit t die Dauer eines ganzen Arbeitsspiels bezeichnet.
Der Schlagkolben trifft in beiden Fällen im unteren Totpunkt c hart auf, so daß eine spitze Umkehr der
Kurve erfolgt. Im oberen Totpunkt d schlägt der Kolben nicht an. Er verzögert daher seine Bewegung
parabolisch bis auf Null (oberer Totpunkt) und beschleunigt sich von da an wieder parabolisch. Der
Verlauf der Zeitwegkurve ist daher im oberen Totpunkt d abgerundet. Für eine bestimmte Wegstrecke
ist daher im oberen Totpunkt mehr Zeit erforderlich als im unteren Totpunkt. Bei den bisher bekannten
Werkzeugen erfolgt der Auspuff am Ende des Schlaghubes und beim Beginn des Rückwärtshubes, Infolgedessen
ist die hierfür zur Verfügung stehende Zeit, in der graphischen Darstellung durch die Strecke ta
gekennzeichnet, verhältnismäßig klein (Fig. 2). Bei der iin Fig. 3 veranschaulichten Einrichtung nach der
Erfindung erfolgt dagegen der Auspuff am Ende des Rückwäj-tshubes und zu Beginn des Schlaghubes. Da
in diesem Bereich die Zeitwegkurve abgerundet ver-
läuft, steht auch für den Auspuff bei der Erfindung ein viel größerer Zeitabschnitt ta zur Verfügung als
bei dem bekannten Werkzeug nach Fig. 2; d.h. bei der Erfindung kann bei konstruktiv in gleicher Weise
begrenzten Querschnitten infolge der längeren zur Verfügung stehenden Zeit eine weitaus größere Luftmenge
durch den Auspuff abgeführt werden.
Bei dem bekannten selbststeuernden Stufenkolben erfolgt der Rückhub unter Wirkung des ständig
vorhandenen Ringraumdruckee. Am Ende des Rückhubes strömt die Einlaßluft in den Arbeitsraum
von bestimmter Größe und treibt expandierend den Schlagkolben beim Schlaghub an, wobei der entgegengesetzt
wirkende Ringraumdruck überwunden wird. Ein solcher bekannter Stufenkolben steht also ununterbrochen
im Sinne des Rückhubes unter der Wirkung der Ringraumkraft. Der Schlagkolben gemäß
der Erfindung steht dagegen gerade umgekehrt ununterbrochen im Sinne des Schlaghubes unter der
Wirkung der Kolbenkraft der Zuführungsstange 6. (Der Durchmesser der Kolbenstange 6 ist eine wichtige
Bestimmungsgiröße.)
Dennoch ist die Steuerungsanordnung gemäß der Erfindung nicht etwa nur die Umkehrung des bekannten
Stufenkolbenprinzips. Der Stufenkolben muß beispielsweise an beiden Absätzen genau gegen das
Gehäuse abgedichtet sein, aus welchem Grunde lange Kolbenhübe auch lange, präzise bearbeitete Bohrungen
im Gehäuse erforderlich machen. Bei der erfindungsgemäßen Anordnung dagegen ist nur ein kurzer
oberer Teil das Kolbens gegen das Gehäuse abgedichtet. Als Zylinder kann deshalb dabei ein beliebig
langes, gänzlich unbearbeitetes, gezogenes Rohr verwendet werden.
Die Ausführung beliebig langer und damit beliebig leistungsfähiger Bohrhämmer wird durch die erfindungsgemäße
Anordnung überhaupt erst möglich. Wegen des langen Ringraumes 5 zwischen Kolbenstange
und Gehäuse ist der Hammer nicht nur gegen elastische Verbiegungen unempfindlich, sondern auch
gegen innere Verschmutzung.
Die erfindungsgemäße Anordnung eignet sich jedoch auch besonders für leistungsfähigste Hämmer
mit mittlerer und auch mit extrem hoher Schlagzahl. Besonders bei letzterem kommt der Vorteil der vergleichsweisen
langen Auspuffdauetr durch den Auspuff im hinteren Teil des Rüokhubes voll zur Geltung.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 ist ein schnell schlagender Hammer gemäß der Erfindung
veranschaulicht. Hierbei ist die Kolbenstange 6 an ihrem unteren Ende mittels Labyrintäirillen oder ähnlichem
Abdichtungen versehen und weist einen Stufenansatz 18 auf, auf dem diese Labyrircthrillen angeordnet
sind. Dieser Stufenansatz 18 steuert die Durchbrüche 9 in der mittleren Bohrung 16 des Schlagkolbens
2.
Beim Betrieb schnell schlagender Hämmer mit langem Zuführungsschlauch wird erfindungsgemäß
noch eine kleine Hilfsbohrung 14 vorgesehen, um das Anspringen zu gewährleisten. Beim langsamen Druckanstieg
im Schlauch steigt der Kolben schleichend nur so weit, bis die Durchbrüche im Kolben 9 von
der Zuführungsstange abgedeckt sind (gezeichnete Stellung).
Durch die Hilfsbohrung 14 wird in dieser Kolbenlage ein kleiner zusätzlicher Auspuff geöffnet. Der
Kolben macht deshalb kleine Pendelbewegungen um die Abschlußlage, die sich mit steigendem Druck im
Schlauch vergrößern und so das Anspringen bewerkstelligen.
Ein wesentliches Merkmal der Selbststeuerung nach der Erfindung ist also, daß der Schlagkolben ununterbrochen
unter der Wirkung einer Druckluftkraft in Schlagrichtung steht, während der Rückhub durch
die Kraft einer (teilweise) expandierenden bestimmten Luf'tmenge bewerkstelligt wird. Dabei können
sehr hohe Drücke angewendet werden. Die Steuerung und Hammerform nach der Erfindung kann auch vorteilhaft
für schlagende Druckluftwerkzeuge zum allgemeinen Gebrauch z. B. für Stampfer, Meißelhämmer
usw. verwendet werden. Insbesondere eignet sie sich gut zum Einbau in kleinster Ausbildung unmittelbar
hinter dem Bohrmeißel beim kombinierten drehenden und schlagenden Bohren, dem sogenannten Vibrobohren,
nicht zuletzt, weil das Gehäuse nur dünn·- wandig zu sein braucht und große Leistungen auf
kleinstem Raum untergebracht werden können. Die Steuerung kann auch bei drehend arbeitenden Kolbendruckluftmaschinen
mit Kurbeltrieb mit Vorteil an-
ao gewendet werden.
Claims (9)
- PATENTANSPRÜCHE: *5i. Mit Druckluft oder Druckgas betriebene Bohreinrichtung, insbesondere für Tiefbohrungen, welche in Form eines innerhalb eines Zylinders angeordneten, als Stufenkolben ausgebildeten Schlagkolbens in das Bohrloch einführbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die für den Schlaghub wirksame Seite des Schlagkolbens ständig ungesteuert mit der Druckmittelzufuhr in Verbindung steht.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine in einer mittleren Bohrung des Schlagkolbens geführte hohle Kolbenstange für die Druckmittelzufuhr zum Schlagkolben.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die mittlere Bohrung des Schlagkolbens über von der Kolbenstange am Ende des Schlaghubes freigegebene Öffnungen mit dem Ringraum des Schlagkolbens in Verbindung steht.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinder am oberen Ende mit einer Erweiterung (12) versehen ist, derart, daß der Auspuff des Druckmittels am Ende des Rückhubes und am Anfang des Schlaghubes erfolgt.
- 5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Kolbenwegstrecken für den Auspuff des Druckmittels gleich lang sind.
- 6. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Auspuff zum Bohrloch hin durch eine nach Art von Rückschlagventilen ausgebildete Absperrmanschette versehen ist.
- 7. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlagkolben an seinem oberen Ende durch seinen Stufenansatz und unterhalb desselben, vorzugsweise in der Nähe seines unteren Endes, durch Ansätze (4) im Zylinder geführt ist.
- 8. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 7, gekennzeichnet durch zwei Nutrimgmanschetteo (7, 8) zur Abdichtung der zentralen Kolbenstange im oberen Teil des Schlagkolbens, wovon die untere (vordere) kurz vor dem Aufschlag über das Kolbenstangenende herausgleitet und so die Luftzufuhr für den Rückhub über Durchbrüchezwischen beiden Manschetten freigibt, während die obere (hintere) Manschette die Kolbenstange ständig umgibt.
- 9. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die zentrale Kolbenstange in der Bohrung des Schlagkolbens dichtend geführtoder mit Labyrinthkammerin. versehen ist und der Schlagkolben mit einer zusätzlichen Hilf sauslaßbohrung (14) oder einem Kanal versehen ist, die den Hilfsauspufl genau dann freigibt, wenn die Einlaßdurchbrüche im Schlagkolben von der Kolbenstange abgedeckt sindHierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Applications Claiming Priority (1)
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| DEB36181A DE1000310B (de) | 1955-06-18 | 1955-06-18 | Mit Druckluft betriebene Bohreinrichtung, insbesondere fuer Tiefbohrungen |
Publications (1)
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|---|---|
| DE1000310B true DE1000310B (de) | 1957-01-10 |
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Family Applications (1)
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