DE10003087A1 - Anordnung für ein optoelektronisches Sende- und Empfangsmodul - Google Patents
Anordnung für ein optoelektronisches Sende- und EmpfangsmodulInfo
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Abstract
Mittels eines an der Scheibe (6) des Fensters (5) des Gehäuses (1) eines Koax- oder TO-Moduls für optoelektronische Übertragungsstrecken aufgeklebten transparenten optischen Elementes (2) mit zwei koplanaren reflektierenden Flächen wird eine seitliche Verschiebung des Strahlenganges (3) aus der Mitte bewirkt, so daß die Position (4) des Sende- oder Empfangsbauelementes auf dem Boden (10) des Gehäuses seitlich und weitgehend frei gewählt werden kann, um ausreichend Platz für die Installation eines Vorverstärker- oder Treiberchips zu schaffen.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Sende- und Empfangsmo
dul, das bei optoelektronischen Nachrichtensystemen einge
setzt werden kann.
Optische Sende- und Empfangsmodule werden häufig als soge
nannte Koax-Module aufgebaut. In ein solches Modul wird als
Sende- und Empfangseinheit ein optoelektronisches Bauelement
eingesetzt, das bei bevorzugten Ausführungen zusammen mit An
steuerkomponenten auf einem Träger montiert ist. In der bei
gefügten Fig. 3 ist eine beispielhafte Anordnung im Quer
schnitt dargestellt. Auf dem Träger T ist eine Laserdiode LD
angebracht, deren Strahlung S mittels geeignet angeordneter
Reflektoren R wie eingezeichnet einmal durch eine Linse L ge
leitet wird, um in ein Übertragungssystem eingekoppelt zu
werden, und zum anderen in eine Monitordiode MD gelenkt wird,
damit die Strahlungsleistung mittels einer geeigneten Rück
kopplung reguliert und stabilisiert werden kann. In Fig. 4
ist diese Anordnung in einer schrägen Aufsicht dargestellt,
in der auch erkennbar ist, daß die Reflektoren R durch ver
spiegelte Glasprismen oder durch angeschliffene oder angeätz
te und verspiegelte Siliziumkörper gebildet sein können, wo
bei die Kristallgitterstruktur des Siliziums geeignet ausge
richtet wird. Ein solches Sende- oder Empfangsbauelement 9,
wie es in Fig. 3 dargestellt ist, wird in der dort gezeigten
Anordnung auch als "Laser-Submount" bezeichnet. Dieses Laser-
Submount wird in ein dafür vorgesehenes Gehäuse eines Koax-
Lasermoduls bzw. TO-Lasermoduls eingesetzt. Der gesamte prin
zipielle Aufbau eines solchen Moduls ist in der beigefügten
Fig. 5 im Querschnitt dargestellt.
In der Fig. 5 ist das Sende- oder Empfangsbauelement 9 in
einem Gehäuse 1 angeordnet, in dem es an der dafür vorgesehe
nen Position 4 auf dem Modulboden befestigt, z. B. aufgeklebt
ist. Die beispielsweise von der Laserdiode erzeugte Strahlung
tritt durch ein Fenster 5 des Gehäuses 1, das mit einer für
die Strahlung transparenten Platte oder Scheibe 6, z. B. einer
einfachen Glasscheibe, versehen ist und gelangt in ein zy
lindrisches Zwischenstück 14, um in eine Glasfaser 18 einge
koppelt zu werden. Statt einer Laserdiode kann als Bauelement
eine Fotodiode als Empfangsbauelement vorhanden sein. Der
Strahlengang ist dann gleich ausgerichtet, aber entgegenge
setzt zu dem in Fig. 5 eingezeichneten Pfeil orientiert. In
Fig. 5 sind noch Zuleitungen 7 zum Ansteuern des Bauelemen
tes 9 eingezeichnet. Ein Versteifungsring 11, der mittels
Schweißnähten 12 an dem zylindrischen Zwischenstück 14 und
dem Gehäuse 1 befestigt ist, dient der Fixierung des Gehäuses
mit dem Sende- oder Empfangsbauelement 9 relativ zu dem Zwi
schenstück 14. Für höhere Ansprüche an die zu übertragenden
Datenraten und die Länge der Übertragungsstrecken wird häufig
ein optischer Isolator 13 in den Strahlengang eingefügt, hier
im Innern des zylindrischen Zwischenstückes 14, um uner
wünschte Rückwirkungen von reflektiertem Laserlicht auf den
Laser zu unterdrücken. Ein solcher optischer Isolator besteht
im Wesentlichen aus einem Faraday-Rotator zwischen einem li
nearen Polarisator und einem Analysator. Mit dieser Anordnung
wird erreicht, daß das Licht linear polarisiert wird und an
schließend die Polarisationsrichtung um 45° gedreht wird.
Nach einer unerwünschten Reflexion und erneutem Passieren des
Analysators und des Rotators ist die Polarisationsrichtung
dieses reflektierten Lichtes im rechten Winkel zur Durchlaß
richtung des Polarisators ausgerichtet, so daß die Strahlung
vom Polarisator abgeschirmt wird. Des weiteren kann eine wei
tere Linse 15, in Fig. 5 als Kugellinse dargestellt, in dem
Zwischenstück 14 vor der Glasfaser 18 angebracht sein. Die
Glasfaser 18 ist in einer Kapillare 17 eines Flansches 16 an
geordnet, auf den ein Knickschutz 19 aufgeschoben ist. Dieser
Flansch 16 wird nach einer lateralen Justage mittels Schweiß
nähten 20 an dem zylindrischen Zwischenstück 14 fixiert.
Bisher werden derartige Module für Anwendungen im Niedrigkos
tenbereich typisch für Datenraten bis unter 1 Gbit/s einge
setzt. Es besteht jedoch zunehmendes Interesse, diese Aufbau
technik auch für wesentlich höhere Datenraten (bis 10 Gbit/s)
im Niedrigkostenbereich einzusetzen. Dazu muß aber ein Halb
leiterchip mit einem Vorverstärker für das Empfangsbauelement
und gegebenenfalls auch der Halbleiterchip mit der Treiber
schaltung für das Sendebauelement in dem Gehäuse 1 unterge
bracht werden. Das führt zu konstruktiven Schwierigkeiten,
insbesondere, wenn sehr hohe Datenraten gefordert sind. Wegen
der koaxialen Anordnung des Gesamtaufbaus sitzt die Glasfaser
18 etwa mittig zum Gehäuse 1. Das Sende- oder Empfangsbauele
ment muß dann auf dem Boden des Moduls in dem Gehäuse 1 eben
falls etwa in der Mitte angebracht werden (in Fig. 5 einge
zeichnete Position 4). So wird erreicht, daß der Strahlengang
etwa längs der Mittenachse der koaxialen Anordnung verläuft.
Die sich daraus ergebenden Randbedingungen für mögliche Auf
bauformen haben häufig zur Folge, daß bei den vorgegebenen
Abmessungen des Gehäuses 1 der auf dem Boden verbleibende
Platz für die Halbleiterchips nicht ausreicht, um auch den
Vorverstärkerchip oder den Treiberchip unterzubringen, oder
daß lange elektrische Verbindungen (Bond-Drähte) zwischen dem
jeweiligen Ansteuerchip und dem Sende- oder Empfangsbauele
ment oder zu den Zuleitungen 7 erforderlich werden. Lange
Bond-Verbindungen sind jedoch in den meisten Fällen, insbe
sondere bei hohen Datenraten, nicht zulässig.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Anordnung für
ein optoelektronisches Sende- und Empfangsmodul anzugeben,
die bei einfachem Aufbau für die Übertragung hoher Datenraten
geeignet ist.
Diese Aufgabe wird mit der Anordnung mit den Merkmalen des
Anspruches 1 gelöst. Ausgestaltungen ergeben sich aus den ab
hängigen Ansprüchen.
Bei der erfindungsgemäßen Anordnung wird mittels eines geeig
neten optischen Elementes an dem für den Strahlungsdurchtritt
vorgesehenen Fenster des Gehäuses eine seitliche Verschiebung
des Strahlenganges bewirkt, so daß die Position des Sende-
oder Empfangsbauelementes innerhalb des Gehäuses weitgehend
frei gewählt werden kann. Auf diese Weise kann ausreichend
Platz für die Installation eines Vorverstärker- oder Treiber
chips geschaffen werden. Bei dem optischen Element handelt es
sich vorzugsweise um einen für die vorgesehene Strahlung zu
mindest weitgehend transparenten Körper, der reflektierende
oder zumindest teilreflektierende Flächen aufweist, die
schräg zu der Strahlrichtung und vorzugsweise planparallel
zueinander ausgerichtet sind. Damit wird der Strahl zweimal
gegensinnig, vorzugsweise in demselben Winkel, reflektiert,
so daß die Strahlachse geeignet verschoben wird. Der Strahl
austritt bzw. Strahleintritt durch das Fenster des Gehäuses
kann daher längs der Mittenachse der koplanaren Anordnung er
folgen, während die Strahlausbreitung im Inneren des Gehäuses
seitlich versetzt und ggf. im Winkel dazu verläuft.
Es folgt eine genauere Beschreibung bevorzugter Ausführungs
beispiele der erfindungsgemäßen Anordnung anhand der Fig.
1 und 2.
Fig. 1 zeigt das zur Aufnahme des Sende- oder Empfangsbau
elementes vorgesehene Gehäuse mit dem erfindungsgemäß daran
angebrachten optischen Element in einer ersten Ausführungs
form.
Fig. 2 zeigt die Anordnung der Fig. 1 in einer alternativen
Ausgestaltung.
Fig. 3 + 4 zeigen ein eingangs erläutertes Laser-Submount.
Fig. 5 zeigt ein Koax-Lasermodul im Querschnitt.
In den Fig. 1 und 2 ist der in Fig. 5 unten eingezeichne
te Teil des Koax-Moduls dargestellt. Das Gehäuse 1 ist in
diesem Beispiel durch eine auf der Bodenplatte 10 angebrachte
Abdeckung mit einem Fenster 5 und einer durchsichtigen Platte
oder Scheibe 6 gebildet. Zuleitungen 7 für die Ansteuerung
des Sende- oder Empfangsbauelementes sind mittels Kapillaren
8 durch die Bodenplatte 10 des Gehäuses geführt. Die für das
Sende- oder Empfangsbauelement vorgesehene Position 4 ist am
Boden des Gehäuses eingezeichnet. Erfindungsgemäß wird der
Strahlengang 3 durch das optische Element 2 aus der Mitte der
Anordnung zu der seitlichen Position 4 des Sende- oder Emp
fangsbauelementes, vorzugsweise parallel, verschoben. Als op
tisches Element ist hier ein im Wesentlichen transparenter
Körper mit parallelogrammförmigem Querschnitt und zwei kopla
nar zueinander ausgerichteten reflektierenden oder zumindest
teilreflektierenden Flächen vorhanden. Dieses optische Ele
ment ist in dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 auf der Au
ßenseite des Gehäuses 1 auf der das Fenster 5 verschließenden
Platte oder Scheibe 6 angebracht. Die Befestigung des opti
schen Elementes 2 auf der Scheibe 6 geschieht vorzugsweise
mittels eines transparenten Klebers. Die Reflexion der Strah
lung wird dadurch erreicht, daß die reflektierenden Oberflä
chen des optischen Elementes verspiegelt werden oder der Re
flexionswinkel so gewählt wird, daß eine Totalreflexion an
der Grenzfläche zwischen dem Material des Körpers und der um
gebenden Luft erfolgt. Auf den anderen Oberflächen, insbeson
dere den Flächen, die für Eintritt und Austritt der Strahlung
vorgesehen sind, wird vorzugsweise die Reflexion durch geeig
nete Maßnahmen wie z. B. Entspiegelung bzw. die Verwendung ei
nes eine Immersion bildenden Klebers minimiert.
Fig. 2 zeigt eine entsprechende Anordnung, bei der das opti
sche Element 2 auf der Innenseite der durchsichtigen Platte
oder Scheibe 6 im Inneren des Gehäuses 1 angebracht ist.
Werden die beiden einander gegenüberliegenden reflektierenden
Flächen des Körpers nicht planparallel zueinander ausgeführt,
ergibt sich zusätzlich zu einer Parallelverschiebung der
Strahlung eine Änderung der Strahlrichtung (Verkippung). Das
kann bei bestimmten Ausführungsbeispielen erwünscht sein,
z. B. um Rückreflexionen des Laserlichtes an der Scheibe 6 in
den Laser zu reduzieren oder um das Sende- oder Empfangsbau
element in dem Gehäuse noch weiter seitlich positionieren zu
können.
Bei den anhand der Figuren erläuterten Ausführungsformen ist
der transparente Körper, der das optische Element 2 bildet,
vorzugsweise aus Glas. Statt ein solches Prisma oder Paral
lelflach aus Glas an der Scheibe 6 festzukleben, kann es mit
einem optischen Isolator verbunden (z. B. verklebt) und ge
meinsam mit diesem montiert werden. Besonders geeignet für
diese Aufbauweise erscheinen optische Isolatoren in der an
sich bekannten sogenannten Laminatausführung. Bei dieser wer
den der Polarisator, der Faraday-Rotator und der Analysator
als Verbund verklebt und anschließend in kleine rechteckige
Plättchen geschnitten. Bei entsprechender Wahl der Schnitt
richtung können die Prismen zur Strahlumlenkung und die Iso
latorplättchen bezüglich ihrer Seitenkanten parallel ausge
richtet und gemeinsam auf die Scheibe 6 des Fensters 5 ge
klebt werden.
Claims (6)
1. Anordnung für ein optoelektronisches Sende- und Empfangs
modul
mit einem Gehäuse (1), das zur Aufnahme eines Sende- oder
Empfangsbauelementes (9) vorgesehen ist und das ein Fenster
(5) aufweist, das für Ein- oder Austritt von Strahlung vorge
sehen ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
ein optisches Element (2) an dem Fenster (5) angebracht und
so gestaltet ist, daß Strahlung, die durch das Fenster hin
durch tritt, durch das optische Element seitlich verschoben
wird.
2. Anordnung nach Anspruch 1, bei der
das optische Element (2) außerhalb des Gehäuses (1) ange
bracht ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1, bei der
das optische Element (2) innerhalb des Gehäuses (1) ange
bracht ist.
4. Anordnung nach Anspruch 1, bei der
das Fenster (5) mit einer Platte oder Scheibe (6) aus einem für die vorgesehene Strahlung transparenten Material versehen ist und
das optische Element (2) auf der Platte oder Scheibe (6) be festigt ist.
das Fenster (5) mit einer Platte oder Scheibe (6) aus einem für die vorgesehene Strahlung transparenten Material versehen ist und
das optische Element (2) auf der Platte oder Scheibe (6) be festigt ist.
5. Anordnung nach Anspruch 4, bei der
das optische Element (2) mittels eines für die vorgesehene
Strahlung transparenten Klebers befestigt ist.
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei der
das optische Element ein für die vorgesehene Strahlung zumin
dest weitgehend transparenter Körper mit zwei zueinander
planparallelen, reflektierenden Flächen ist, die schräg zu
einer für die Strahlung vorgesehenen Richtung ausgerichtet
sind.
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