DE10003650A1 - Atmosphärischer Gasbrenner - Google Patents
Atmosphärischer GasbrennerInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen atmosphärischen Gasbrenner, der aus einer mit Gasaustrittsöffnungen (2) versehenen Brennfläche (1) besteht, der gaszufuhrseitig im Bereich der Gasaustrittsöffnungen (2) mindestens einem wasserführenden Kühlkanal (3) zugeordnet ist. Nach der Erfindung bilden die Brennfläche (1) und der mindestens eine Kühlkanal (3) einen stofflichen Verbundkörper (4), der aus gut wärmeleitendem Material besteht.
Description
Die Erfindung betrifft einen atmosphärischen Gasbrenner, der
aus einer mit Gasaustrittsöffnungen versehenen Brennfläche be
steht, der gaszufuhrseitig, im Bereich der Gasaustrittsöffnun
gen mindestens ein wasserführender Kühlkanal zugeordnet ist.
Derartige atmosphärische Gasbrenner sind hinlänglich bekannt,
so daß es diesbezüglich keines besonderen druckschriftlichen
Nachweises bedarf. Der mindestens eine, an den Gasaustritts
öffnungen angeordnete Kühlkanal dient bei diesen Brenner dazu,
die Brennfläche zu kühlen, um bei relativ niedriger Flammtem
peratur einen möglichst geringen Schadstoffausstoß (insbeson
dere NOX) zu erreichen.
Bei einer bekannten Ausführungsform besteht die Brennfläche
aus einem geschlitzten Edelstahlblech, das auf einen aus Kup
ferrohren gebildeten Kühlkörper aufgelegt ist. Das von einem
Gasverteilerrohr kommende Gas wird in einer Mischstrecke mit
Luft vermischt und gelangt nach Durchströmung des Kühlkörpers
zur Brennfläche, wo es verbrennt.
Wie bei allen Gasbrennern besteht dabei stets die Gefahr des
Rückschlages der Flamme in die Mischstrecke. Es ist also stets
darauf zu achten, daß das Verhältnis von Austrittsquerschnitt
und Austrittsgeschwindigkeit so zu wählen ist, daß ein Rück
schlag mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann. Zu beachten
ist ferner, daß bei kleiner werdendem Austrittsquerschnitt ei
nerseits der Druckverlust andererseits aber auch das Fließge
räusch ansteigt, wobei letzteres insbesondere bei wandhängen
den Gasgeräten im Wohnbereich als störend empfunden wird. Der
Austrittsquerschnitt sollte also nicht zu klein gewählt wer
den, wobei vorteilhaft die Kenntnis genutzt werden kann, daß
sich mit abnehmender Flammtemperatur die Flammrückschlaggefahr
reduziert, d. h. je mehr Wärme der Flamme entzogen wird, desto
größer kann der Austrittsquerschnitt gewählt werden, und zwar
ohne daß die Rückschlaggefahr steigt.
Bei dem zuvor beschriebenen Brenner lassen sich aber aufgrund
der relativ kleinen Austrittsquerschnitte Fließgeräusche nie
ganz vermeiden, d. h. bisher ist es nicht gelungen, für eine
derart starke Kühlung der Flamme zu sorgen, daß ohne Rück
schlaggefahr die Austrittsquerschnitte vergrößert werden konn
ten.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen atmos
phärischen Gasbrenner der eingangs genannten Art zu schaffen,
der bei geringem Druckverlust an den Gasaustrittsöffnungen und
bei höchstens schwachen Fließgeräuschen, also bei relativ groß
bemessenen Austrittsquerschnitten, rückschlagsicher ist.
Diese Aufgabe ist nach der Erfindung mit einem atmosphärischen
Gasbrenner der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß die
Brennfläche und der mindestens eine Kühlkanal einen stoffli
chem Verbundkörper bilden, der aus gut wärmeleitendem Material
besteht.
Erfindungsgemäß ist also vorgesehen, die Brennfläche im Di
rektverbund mit dem mindestens einen Kühlkanal auszubilden,
d. h. die Brennfläche und der Kühlkanal sollen unmittelbar,
also ohne (wie bisher) jegliche Wärmebrücken, in Wärmekontakt
stehen. Auf diese Weise ist es möglich, hinreichend große Wär
memengen von der Brennfläche ans Kühlwasser abzuführen, und
zwar bei fließgeräuschfreiem und druckverlustreduzierendem,
relativ großen Querschnitt der Gasaustrittsöffnungen.
Ein solcher stofflicher Verbund aus Brennfläche und Kühlkanal
bzw. Kanälen läßt sich fertigungstechnisch am besten durch
Strangpressen herstellen. Aber auch Gießen führt zum gewünsch
ten stofflichen Verbund.
Es ist weiterhin vorteilhaft vorgesehen, daß der Verbundkörper
aus Aluminium gebildet ist. Dieses Material hat nicht nur gute
Wärmeübertragungseigenschaften, sondern ist auch gut geeignet
für die vorbeschriebenen Herstellungsverfahren.
Hinsichtlich der Auswahl von Aluminium ist darauf hinzuweisen,
daß bei den bisherigen Gasbrennern dieses, bezüglich seiner
Wärmeleitung gut geeignete Material nicht verwendet werden
konnte, da eine nur unzureichende Kühlung zum Schmelzen der
Brennfläche geführt hätte. Insofern ermöglicht erst der Ver
bund von Brennfläche und Kühlkanal den Einsatz dieses wärme
technisch gut geeigneten Materials.
Bezüglich der Brennfläche ist vorteilhaft vorgesehen, daß die
Gasaustrittsöffnungen in Form von in den Verbundkörper wahl
weise gefräster oder gesägter Schlitze ausgebildet sind. Auf
diese Weise lassen sich in den im Gieß- oder Strangpressver
fahren hergestellten Verbundkörper kostengünstig die Gasaus
trittsöffnungen einbringen.
Je nach Herstellungsart des Verbundkörpers, also Gießen oder
Strangpressen, ergibt sich mindestens ein offener Querschnitt.
Um diesen zu verschließen, ist beispielsweise vorgesehen, auf
gießtechnischem Herstellungsweg ein zueinander passendes Paar
Verbundkörper mit jeweils nur einem offenen Querschnitt herzu
stellen, der durch Zusammenfügen des Paares verschlossen wird.
Fertigungstechnisch günstiger und deshalb vorteilhaft ist al
ternativ vorgesehen, daß der mindestens eine offene Quer
schnitt des Verbundkörpers mit einem Deckel verschlossen wird.
Um dem mindestens einen an der Brennfläche angeordneten Kühl
kanal auf einfache Weise Kühlwasser zuführen zu können, ist
ferner vorteilhaft vorgesehen, daß an dem mindestens einen
Deckel Vor- und Rücklaufanschlüsse angeordnet sind.
Zur Reduzierung der Materialkosten ist schließlich vorteilhaft
vorgesehen, daß gaszufuhrseitig an der Brennfläche eine aus
Kunststoff bestehende Gas-Luft-Mischstrecke angeordnet ist.
Eine solche ersetzt die sonst übliche, aus Metall bestehende
Mischstrecke, wobei der Materialwechsel insbesondere aufgrund
der intensiven Kühlung der Brennfläche möglich geworden ist.
Der erfindungsgemäße atmosphärische Gasbrenner und seine vor
teilhaften Weiterbildungen werden nachfolgend anhand der
zeichnerischen Darstellung eines Ausführungsbeispiels näher
erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 perspektivisch die Brennfläche mit mehreren Kühl
kanälen im Verbund;
Fig. 2 als Diagramm das prinzipielle Verhältnis zwischen
Fließgeräusch und Austrittsquerschnitt;
Fig. 3 als Diagramm das prinzipielle Verhältnis zwischen
Austrittsquerschnitt und Rückschlaggefahr;
Fig. 4 perspektivisch die Außenansicht eines Verschlußdec
kels;
Fig. 5 perspektivisch die Innenansicht eines Verschlußdec
kels;
Fig. 6 im Schnitt die Brennfläche mit einer Gas-Luft-
Mischstrecke aus Kunststoff;
Fig. 7 in Seitenansicht die Gas-Luft-Mischstrecke und
Fig. 8 in Vorderansicht die Gas-Luft-Mischstrecke für ei
nen Gasverteiler mit acht Gasdüsen.
In Fig. 1 ist ein atmosphärischer Gasbrenner dargestellt, der
aus einer mit Gasaustrittsöffnungen 2 versehenen Brennfläche 1
besteht, der gaszufuhrseitig, im Bereich der Gasaustrittsöff
nungen 2 insgesamt sechs wasserführende Kühlkanäle 3 zugeord
net sind. Wesentlich für diesen Brenner ist nun, daß die
Brennfläche 1 und die sechs Kühlkanäle 3 einen stofflichen
Verbundkörper 4 bilden, der aus gut wärmeleitendem Material
besteht.
Der in Fig. 1 dargestellte Verbundkörper 4 ist als Strang
presskörper ausgebildet. Er besteht aus sich in Strangpress
richtung erstreckenden, im Querschnitt tropfenförmigen und in
nengerippten Kühlkanälen 3, an deren schmalen Enden die ein
zelnen Segmente der Brennfläche 1 mit ihren Gasaustrittsöff
nungen 2 angeordnet sind. Der Übergangsbereich 11 zwischen der
Brennfläche 1 und den Kühlkanälen 3 sorgt für eine effektive
Wärmeübertragung.
Für eine gute Wärmeübertragung ist darüber hinaus vorteilhaft
vorgesehen, daß der Verbundkörper 4 aus Aluminium besteht.
Die Gasaustrittsöffnungen 2 sind in Form von in den Verbund
körper 4 wahlweise gefräster oder gesägter Schlitze 8 ausge
bildet.
Wie bereits erläutert, ist es mit dieser Verbundkörperkon
struktion aufgrund ihrer guten Wärmeleiteigenschaften möglich,
trotz großer Gasaustrittsöffnungen 2 einen Flammrückschlag
auszuschließen. Die Diagramme gemäß Fig. 2 und 3 verdeutlichen
die prinzipiellen Zusammenhänge:
Fig. 2 zeigt, daß die häufig störenden Fließgeräusch mit grö
ßer werdendem Austrittsquerschnitt abnehmen. Demgegenüber
steigt aber die Gefahr des Flammrückschlags mit zunehmendem
Austrittsquerschnitt (siehe Fig. 3). Je niedriger aber die
Temperatur an der Brennfläche 1 ist, desto geringer ist die
Rückschlaggefahr. Optimal ist also eine Konstellation, bei der
große Austrittsquerschnitte zur Vermeidung von Fließgeräuschen
vorgesehen sind und die Flamme bzw. das Gas-Luft-Gemisch bei
Durchtritt durch die Brennfläche 1 durch eine effektive Küh
lung so weit abgekühlt wird, daß ein Flammrückschlag ausge
schlossen werden kann.
Die sich beim Strangpressen bzw. beim Gießen ergebenden offe
nen Querschnitte am Verbundkörper 4 werden mit einem Deckel 7
verschlossen. Ein solcher, im Gußverfahren hergestellter Dec
kel 7 ist in den Fig. 4 und 5 in Außen- und Innenansicht dar
gestellt. Er wird mittels eines speziellen Alulötverfahrens am
Verbundkörper 1 befestigt. Um das Kühlwasser auf einfache
Weise den Kühlkanälen 3 zuzuführen, sind vorteilhaft am Deckel
7 Vor- und Rücklaufanschlüsse 9 angeordnet, an die sich ent
sprechende, nichtdargestellte Anschlußrohre anschließen.
Vor dem Verbundkörper 4 befindet sich gaszufuhrseitig eine
Gas-Luft-Mischstrecke 5, die dazu dient, daß aus einer Gaslei
tung kommende Gas mit der benötigten Menge Luft zu vermischen.
Diese Gas-Luft-Mischstrecke ist in den Fig. 6 bis 8 aus verschiedenen
Ansichten dargestellt. Sie ist wannenartig ausge
bildet und besteht aus Kunststoff. Im wesentlichen weist sie
drei Bereiche auf, nämlich erstens einen acht Eintrittsöffnun
gen 13 aufweisender Gas-Luft-Eintrittsbereich 14, zweitens
sich daran anschließende rohrförmige Gas-Luft-Mischbereiche 15
und drittens eine Kammer 16, die der Brennfläche 1 gaszufuhr
seitig vorgeschaltet ist, wobei im Gas-Luft-Eintrittsbereich
14 ein Gasverteiler 17 mit acht Düsen 18 angeordnet ist.
Schließlich besteht eine vorteilhafte Weiterbildung darin, daß
die Gas-Luft-Mischstrecke 5 per Schnappverschluss 12 am Ver
bundkörper 4 befestigt ist, wobei ein Dichtungsmittel einen
Gasaustritt im Übergangsbereich von der Gas-Luft-Mischstrecke
5 zum Verbundkörper 4 ausschließt.
Claims (10)
1. Atmosphärischer Gasbrenner, bestehend aus einer mit Gasaus
trittsöffnungen (2) versehenen Brennfläche (1), der gaszu
fuhrseitig, im Bereich der Gasaustrittsöffnungen (2) minde
stens ein wasserführender Kühlkanal (3) zugeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Brennfläche (1) und der mindestens eine Kühlkanal
(3) einen stofflichen Verbundkörper (4) bilden, der aus gut
wärmeleitendem Material besteht.
2. Atmosphärischer Gasbrenner nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Verbundkörper (4) wahlweise als Strangpress- oder
als Gußkörper ausgebildet ist.
3. Atmosphärischer Gasbrenner nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Verbundkörper (4) aus Aluminium besteht.
4. Atmosphärischer Gasbrenner nach einem der Ansprüche 1 bis
3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Gasaustrittsöffnungen (2) in Form von in den Ver
bundkörper (4) wahlweise gefräster oder gesägter Schlitze
(8) ausgebildet sind.
5. Atmosphärischer Gasbrenner nach einem der Ansprüche 2 bis
4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der mindestens eine offene Querschnitt des Verbundkör
pers (4) mit einem Deckel (7) verschlossen ist.
6. Atmosphärischer Gasbrenner nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Deckel (7) stoffschlüssig mit dem Verbundkörper (4)
verbunden ist.
7. Atmosphärischer Gasbrenner nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß am Deckel (7) Vor- und Rücklaufanschlüsse (9) angeord
net sind.
8. Atmosphärischer Gasbrenner nach einem der Ansprüche 1 bis
7,
dadurch gekennzeichnet,
daß gaszufuhrseitig an der Brennfläche (1) eine aus Kunst
stoff bestehende Gas-Luft-Mischstrecke (5) angeordnet ist.
9. Atmosphärischer Gasbrenner nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Gas-Luft-Mischstrecke (5) wannenartig ausgebildet
ist und im wesentlichen drei Bereiche aufweist, nämlich er
stens einen mehrere Eintrittsöffnungen (13) aufweisender
Gas-Luft-Eintrittsbereich (14), zweitens sich daran an
schließende rohrförmige Gas-Luft-Mischbereiche (15) und
drittens eine Kammer (16), die der Brennfläche (1) gaszu
fuhrseitig vorgeschaltet ist, wobei im Gas-Luft-Eintritts
bereich (14) ein Gasverteiler (17) angeordnet ist.
10. Atmosphärischer Gasbrenner nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Gas-Luft-Mischstrecke (5) per Schnappverschluss
(12) am Verbundkörper (4) befestigt ist.
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