DE10002595A1 - Messverfahren und Sensorvorrichtung für die chemische und pharmazeutische Analytik und Synthese - Google Patents
Messverfahren und Sensorvorrichtung für die chemische und pharmazeutische Analytik und SyntheseInfo
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Abstract
Meßverfahren für die chemische oder pharmazeutische Analytik und Synthese, bei dem der Verlauf einer Reaktion anhand der Frequenzänderung eines Hochfrequenzoszillators erkannt wird und Sensorvorrichtung dafür, die eine Meßzelle 10 umfaßt, in der eine Reaktion abläuft, und wobei die Meßzelle einen Teil eines Resonators eines HF-Oszillators 1 bildet.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Meßverfahren und eine
Sensorvorrichtung für die chemische oder pharmazeutische Ana
lytik und Synthese.
In der chemischen und pharmazeutischen Industrie zeichnet
sich für die Zukunft ein zunehmendes Interesse ab, For
schungsschwerpunkte auf einem Gebiet der Bioelektronik zu
setzen, auf dem eine Synergie zwischen der organischen Analy
tik und der elektronischen Meßtechnik möglich scheint. Ein
konkretes Ziel ist dabei, nicht wie bisher durch strategische
Synthese nach verwertbaren Substanzen und Wirkstoffen zu su
chen, indem man aus einer zunächst unüberschaubaren Menge an
möglichen Reaktionen zwischen unterschiedlichsten Molekülen
durch taktisches Vorgehen zu einer verwertbaren Substanz
kommt, da dieser Weg in der Regel sehr zeitaufwendig ist.
Vielmehr möchte man nach dem "trial & error"-Prinzip mög
lichst zahlreiche Kombinationen von Molekülen auf potentielle
Reaktionsmechanismen untersuchen, also in kürzester Zeit Aus
sagen treffen können, ob Molekül A mit Molekül B reagiert
hat, wie hoch die Ausbeute der Reaktion ist oder einfach nur
ob eine Substanz ausschließlich aus Molekül A oder Molekül B
besteht.
Es wird daher derzeit nach bioelektronischen Schnittstellen
gesucht, mit denen der zeitliche Verlauf einer Reaktion über
die Wirkung auf eine elektrische Größe wie etwa Stromfluß
oder Spannung erfaßt werden kann.
Der klassische Weg in dieser Industriebranche war bisher die
zielgerichtete Suche nach einem bestimmten Wirkstoff. Gut
ausgebildete Mitarbeiter versuchen durch ihren Wissensstand
Substanzen mit den gewünschten Eigenschaften über eine Auswahl
potentieller Reaktionspartner zu synthetisieren und an
schließend die Reaktionsprodukte zu analysieren.
Da ein solcher Vorgang bis zum Erfolg sehr viel Zeit in An
spruch nimmt und damit auch nie alle Möglichkeiten abgedeckt
werden können, besteht ein Interesse, zu automatisierten Ver
fahren überzugehen. Aus diesem Hintergrund werden zum einen
geeignete bioelektronische Interfacestrukturen erforscht, zu
anderen befaßt man sich aber auch noch mit grundsätzlichen
Fragen zu einer geeigneten Meßtechnik.
In Fig. 1 ist dazu eine Übersicht von bekannten elektroanaly
tischen Verfahren dargestellt. Die vorgeschlagenen Methoden
wenden Prinzipien der elektronischen Meßtechnik an und beru
hen auf der Auswertung von klassischen elektronischen Größen.
Dazu soll z. B. der zeitliche Verlauf einer Reaktion über die
Änderung eines Stroms, der Spannung, einer Impedanz oder ei
ner Kapazität erfaßt werden.
Grundsätzlich ist hier in jedem Fall die Empfindlichkeit des
Meßsystems problematisch, d. h. die Wirkung der chemischen/
biologischen Reaktion auf die zu messende Größe ist in der
Regel sehr gering. So müssen z. B. Änderungen eines Stromflus
ses im nA-Bereich erfaßt werden. Im engen Zusammenhang damit
steht auch der begrenzte Dynamikbereich einer solchen Mes
sung. Wollte man etwa einen Reaktionsverlauf über eine Kapa
zitätsänderung erfassen, so kann sich diese in der Größenord
nung der parasitären Kapazitäten einer Elektrodenanordnung
bewegen. Sobald diese dominieren, ist eine bioelektronische
Messung nicht mehr möglich.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Meßver
fahren und eine Sensorvorrichtung für die chemische oder
pharmazeutische Analytik anzugeben, welches eine wesentlich
höhere Empfindlichkeit aufweist. Erfindungsgemäß wird diese
Aufgabe dadurch gelöst, daß der Verlauf einer Reaktion anhand
der Frequenzänderung eines Hochfrequenzoszillators erkannt
wird.
Es ist dabei bevorzugt, daß die Reaktion in einer mit Elek
troden versehenen Meßzelle abläuft, und diese Meßzelle als
Teil des Resonators eines HF-Oszillators eingesetzt wird.
Vorzugsweise wird dabei durch die Auswertung der Schwingfre
quenz des HF-Oszillators im zeitlichen Verlauf einer Reaktion
charakteristische Information über den Ablauf dieser Reaktion
gewonnen.
Vorzugsweise wird die Frequenzänderung für verschiedene be
kannte organische Stoffe gemessen und gespeichert und durch
Vergleich der Frequenzänderung bei Messung einer unbekannten
Probe mit den gespeicherten Frequenzänderungen Informationen
über die Identität dieser Probe gewonnen.
Es ist dabei besonders bevorzugt, die Frequenzänderung bei
der gleichen Reaktion bzw. bei der gleichen Probe ausgehend
von verschiedenen Grundfrequenzen (f0) zu bestimmen, da auf
diese Weise mit nur geringfügig größerem Aufwand erheblich
mehr Information über die Reaktion bzw. die Probe gewonnen
werden kann.
Es ist dabei besonders bevorzugt, über einen Kontrollpfad ein
Teil des Oszillatorsignals zur Bestimmung der Schwingfrequenz
zu verwenden. Besonders bevorzugt ist es, das Hochfrequenzsi
gnal mittels einer Mischerschaltung in eine tiefere Frequenz
lage umzusetzen, um die Weiterverarbeitung des Signals zu
vereinfachen.
Die Frequenz kann dann beispielsweise mittels eines Frequenz-
Spannungs-Umsetzers oder Frequenzzählers bestimmt werden.
Ebenso kann die Frequenz mittels Spektraltransformation be
stimmt werden.
Die Spektraltransformation kann dabei vorzugsweise mittels
eines digitalen Signalprozessors oder Mikroprozessors erfol
gen.
Insbesondere für gentechnische Anwendungen ist ein Meßverfah
ren bevorzugt, bei dem an einer inneren Oberfläche der Meß
zelle einige Basen lange identische DNA- oder RNA-Einzel
stränge angebracht werden, so daß sich die Impedanz und damit
die Resonanz der Meßzelle ändert, wenn in der in die Meßzelle
eingebrachten Probe DNA oder RNA mit einem passenden Einzel
strangende vorhanden ist, da dieses dann an die Einzelstränge
hybridisiert.
Der Abstand der Elektroden sollte kleiner 1 µm, vorzugsweise
in der Größenordnung von 0,2 µm gewählt werden.
Es ist dabei besonders bevorzugt, daß alle Hochfrequenzkompo
nenten für die Einzelzellen auf einem integrierten Schalt
kreis angeordnet werden. Auf diese Weise läßt sich eine opti
male Miniaturisierung erzielen.
Entsprechende integrierte Schaltkreise können vorzugsweise in
CMOS-Technologie gefertigt werden.
Die erfindungsgemäße Aufgabe wird ebenso durch eine Sensor
vorrichtung für die chemische oder pharmazeutische Analytik
gelöst, bei der eine Meßzelle vorgesehen ist, in der eine Re
aktion abläuft, und die Meßzelle einen Teil eines Resonators
eines HF-Oszillators bildet.
Es ist dabei besonders bevorzugt, daß der HF-Oszillator auf
verschiedene Grundfrequenzen einstellbar ist. Dadurch läßt
sich bei der Messung wesentlich mehr Information gewinnen.
Vorzugsweise ist ein Kontrollpfad an den HF-Oszillator ange
schlossen, der mit einer Mischerschaltung verbunden ist. Auf
diese Weise kann die Frequenz des weiter zu verarbeitenden
Signals in einen Frequenzbereich herabgesetzt werden, der im
wesentlichen leichter zu verarbeiten ist.
An die Mischerschaltung ist vorzugsweise ein Frequenz-
Spannungs-Umsetzer, ein Frequenzzähler oder eine Vorrichtung
zur Spektraltransformation angeschlossen.
Als Vorrichtung zur Spektraltransformation kann beispielswei
se ein digitaler Signalprozessor oder ein Mikroprozessor die
nen.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann vorzugsweise eine Viel
zahl von Meßzellen umfassen, die mikroelektronisch auf einem
Chip integriert sind. Auf diese Weise lassen sich eine Viel
zahl von Proben gleichzeitig messen oder eine Vielzahl von
Messungen gleichzeitig durchführten. Vorzugsweise wird der
Chip in CMOS-Technologie ausgeführt, da analoge Hochfrequenz
schaltungen für diese Anwendung in dieser Technologie leicht
realisiert werden können.
Zur Anwendung in der Gentechnik ist es besonders bevorzugt,
daß an einer inneren Oberfläche der Meßzelle einige Basen
lange identische DNA- oder RNA-Einzelstränge angebracht sind,
so daß sich die Impedanz und damit die Resonanz der Meßzelle
ändert, wenn in der in die Meßzelle eingebrachten Probe DNA
oder RNA mit einem passenden Einzelstrangende vorhanden ist.
Der Abstand der Elektroden liegt vorzugsweise unter 1 µm, bes
ser noch in der Größenordnung von 0,2 µm.
Die an die Thematik geknüpften Rahmenbedingungen lassen gro
ßes Anwendungspotential für eine mikroelektronische Lösung
vermuten: Um eine automatisierte Analytik im großtechnischen
Stil und in kürzester Zeit durchführen zu können, lehrt die
Erfindung eine Vielzahl von Meßzellen incl. den entsprechen
den elektronischen Schaltungen mikroelektronisch auf Silizium
zu integrieren. Eine solche Meßzelle besteht im wesentlichen
aus einem Behälter, der mit organischen Testsubstanzen ge
füllt werden kann. In diesem Behälter ist eine geeignete
Elektrodenstruktur als bioelektronische Schnittstelle ange
ordnet. Die Ausführung der integrierten elektronischen Schal
tungen ist abhängig von dem gewählten meßtechnischen Verfah
ren.
Die vorliegende Erfindung soll im folgenden anhand des mit
Hilfe der Zeichnungen erläuterten Ausführungsbeispiels der
Erfindung dargestellt werden. Es zeigt:
Fig. 1 eine Übersicht über die elektroanalytischen Verfahren
gemäß dem Stand der Technik;
Fig. 2 verschiedene Ausführungsformen der erfindungsgemäßen
Sensorvorrichtung;
Fig. 3 ein Ersatzschaltbild für die Elektrodenstruktur;
Fig. 4 das Meßsignal im Verlauf einer Molekülreaktion;
Fig. 5 den Verlauf des Meßsignals für verschiedene Moleküle;
Fig. 6 den Aufbau einer erfindungsgemäßen mikroelektronisch
integrierten Meßzelle;
Fig. 7 ein erfindungsgemäßes Verfahren zur elektronischen
Erkennung einer Hybridisierung;
Fig. 8 ein impedanzspektroskopisches Verfahren zur Erkennung
der Hybridisierung, gezeigt ist die Sensorvorrichtung
vor der Hybridisierung; und
Fig. 9 zeigt die Vorrichtung der Fig. 8 nach der Hybridi
sierung.
Als erfindungsgemäße Möglichkeit, einen biochemischen Vorgang
zu analysieren, soll die Verschiebung einer Frequenz über den
zeitlichen Verlauf des Vorgangs ausgewertet werden.
Mit Hilfe von Fig. 2 soll das Funktionsprinzip erklärt wer
den:
Ein Hochfrequenzoszillator 1 schwingt auf einer bekannten
Frequenz f0. Seine Schwingfrequenz wird in jedem Fall festge
legt durch ein frequenzbestimmendes Element (Resonator), das
in der üblichen diskreten Schaltungstechnik als LC- oder RC-
Typ ausgelegt ist.
Die Anordnung einer biochemischen Meßzelle 10 läßt sich nun
durch ein elektronisches Ersatzschaltbild (ESB) beschreiben,
wie es in einer einfachen Form in Fig. 3 exemplarisch gezeigt
ist. Die Topologie und Dimensionierung der diskreten Elemente
eines solchen ESB ist sicherlich abhängig von der gewählten
Elektrodenstruktur (z. B. Interdigitalelektrode, MOS-Tran
sistor) und vom Analyten, der untersucht werden soll. Dabei
sind bestimmte Schaltungselemente in ihrer Größe festgelegt,
da sie durch den geometrischen Aufbau der Meßzelle 10 gegeben
sind. Andere werden ihre Werte im Verlauf einer biochemischen
Reaktion des Analyten ändern.
Anstelle der direkten Auswertung sich ändernder Größen wie R
und C kann die Meßzelle 10 an den Elektrodenanschlüssen 12,
14 vorzugsweise als Teil des Resonators eines HF-Oszillators
1 eingesetzt werden. Ändern sich während einer Reaktion be
stimmte ESB-Elemente, führt dies zu einer Verschiebung der
Schwingfrequenz des Oszillators 1. Bereits sehr kleine Ände
rungen können dabei relativ große Frequenzverstimmungen be
wirken. Durch die Auswertung der Schwingfrequenz im zeitli
chen Verlauf einer Reaktion können nun charakteristische In
formationen über einen Reaktionsablauf gewonnen werden.
Ein denkbares Meßszenario ist in Fig. 4 gezeigt. Hier wird
angenommen, es befinden sich zwei Reaktanten (Molekül A und
Molekül B) in einer Meßzelle 10.
Zum Zeitpunkt t = 0 hat noch keine Reaktion stattgefunden, der
HF-Oszillator 1 schwingt auf einer Frequenz f0. Im Verlauf
der Reaktion verschiebt sich die Resonanz der Meßzelle 10 und
damit die Oszillatorfrequenz zu f1, bis schließlich ein ge
sättigter Zustand eintritt. Über die Höhe der Frequenzver
schiebung sind nun Aussagen über die Ausbeute der Reaktion
möglich bzw. ob überhaupt eine Reaktion stattgefunden hat.
Wenn sich nämlich überhaupt keine Frequenzänderung ergibt,
ist festzustellen, daß keine Reaktion stattgefunden hat.
Ferner ist es möglich, falls die Oszillatorresonanzfrequenzen
für verschiedene organische Substanzen bekannt sind, einzelne
unbekannte Proben innerhalb eines Meßzyklus zu identifizie
ren.
Durch Anwendung der Hochfrequenzmeßtechnik können Pegelunter
schiede über mehrere Dekaden erfaßt werden. Ein entsprechend
hoher Dynamikbereich ist zu erwarten. Die Qualität einer sol
chen Messung ist im wesentlichen durch die erreichbare Güte
des Resonators begrenzt, die durch den Aufbau der Meßzelle 10
und den Analyten mitbestimmt wird.
Die Dauer einer biochemischen Reaktion ist in den meisten
Fällen um Größenordnungen höher als die benötigte Zeit für
einen Meßzyklus (letzterer liegt im ms-Bereich). Es bietet
sich somit an, eine Vielzahl von Messungen an verschiedenen
Proben parallel durchzuführen.
Erfindungsgemäß wird zur Anwendung in der Biosensorik, z. B.
der chemischen oder pharmazeutischen Analytik, ein Meßprinzip
vorgeschlagen, das in diesem Zusammenhang neu ist. Das Ver
fahren beruht auf der Auswertung der Frequenzänderung eines
Hochfrequenzoszillators 1 abhängig vom Verlauf einer (biochemischen)
Reaktion und ist für eine mikroelektronische Reali
sierung gut geeignet. Diese Art der Meßtechnik läßt gegenüber
den bekannten Verfahren bessere Resultate bezüglich Empfind
lichkeit und Dynamikbereich erwarten.
Das erfindungsgemäße Meßverfahren kann zunächst unabhängig
von der Wahl einer bestimmten Technologie als mikroelektro
nisch integrierte Lösung umgesetzt werden.
Die Forderung nach hoher Integrationsdichte bei niedrigen Ko
sten und die Tatsache, daß analoge Hochfrequenzschaltungen
"on chip" untergebracht sind, bedeutet geringen Aufwand und
leichte Handhabung der Meßtechnik. Benötigt werden ein Fest
frequenzoszillator 1, dessen Schwingfrequenz durch die elek
trischen Eigenschaften einer Biosensorelektrode 2 mitbestimmt
wird. Über einen Kontrollpfad wird ein Teil des Oszillatorsi
gnals zur Bestimmung der Schwingfrequenz verwendet. Um eine
einfache Auswertung zu ermöglichen, wird mit einer Mischer
schaltung 3 das Hochfrequenzsignal in eine tiefere Frequenz
lage umgesetzt. Die Frequenz kann an dieser Stelle mit einem
Frequenz-Spannungs-Umsetzer, Frequenzzähler oder über Spek
traltransformation (DSP, Mikroprozessor) bestimmt werden, ab
hängig davon, wie genau bzw. wie intelligent ein solches Meß
system arbeiten soll.
Es ist denkbar, eine Vielzahl solcher Einzelheiten mikroelek
tronisch zu integrieren, um Messungen im großtechnischen Stil
durchführen zu können.
Claims (23)
1. Meßverfahren für die chemische oder pharmazeutische Analy
tik und Synthese, dadurch gekennzeichnet,
daß der Verlauf einer Reaktion anhand der Frequenzänderung
eines Hochfrequenzoszillators erkannt wird.
2. Meßverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Reaktion in einer mit Elektroden
versehenen Meßzelle abläuft, und diese Meßzelle als Teil des
Resonators eines HF-Oszillators eingesetzt wird.
3. Meßverfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß durch die Auswertung der
Schwingfrequenz des HF-Oszillators im zeitlichen Verlauf ei
ner Reaktion charakteristische Informationen über den Ablauf
dieser Reakion gewonnen werden.
4. Meßverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß die Frequenzände
rungen für verschiedene bekannte organische Stoffe gemessen
und gespeichert werden, und durch Vergleich der Frequenzände
rung bei Messung einer unbekannten Probe mit den gespeicher
ten Frequenzänderungen Informationen über die Identität die
ser Probe gewonnen werden.
5. Meßverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß die Frequenzände
rung bei der gleichen Reaktion bzw. bei der gleichen Probe
ausgehend von verschiedenen Grundfrequenzen (f0) bestimmt
wird.
6. Meßverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß über einen Kon
trollpfad ein Teil des Oszillatorsignals zur Bestimmung der
Schwingfrequenz verwendet wird.
7. Meßverfahren nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Hochfrequenzsignal mittels einer Mi
scherschaltung (3) in eine tiefere Frequenzlage umgesetzt
wird.
8. Meßverfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Frequenz mittels eines Fre
quenz-Spannungs-Umsetzers oder Frequenzzählers bestimmt wird.
9. Meßverfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Frequenz mittels Spektral
transformation bestimmt wird.
10. Meßverfahren nach Anspruch 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Spektraltransformation mittels eines
digitalen Signalprozessors (DSP) oder Mikroprozessors er
folgt.
11. Meßverfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 10, da
durch gekennzeichnet, daß an einer inneren
Oberfläche der Meßzelle einige Basen lange identische DNA-
oder RNA-Einzelstränge angebracht werden, so daß sich die Im
pedanz und damit die Resonanz der Meßzelle ändert, wenn in
der in die Meßzelle eingebrachten Probe DNA oder RNA mit ei
nem passenden Einzelstrangende vorhanden ist, da dieses dann
an die Einzelstränge hybridisiert.
12. Meßverfahren nach Anspruch 11, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Abstand der Elektroden klei
ner 1 µm, vorzugsweise in der Größenordnung von 0,2 µm gewählt
wird.
13. Meßverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, da
durch gekennzeichnet, daß alle Hochfre
quenzkomponenten für die Einzelzellen auf einem integrierten
Schaltkreis angeordnet werden.
14. Meßverfahren nach Anspruch 13, dadurch ge
kennzeichnet, daß der integrierte Schaltkreis in
CMOS-Technologie gefertigt wird.
15. Sensorvorrichtung für die chemische oder pharmazeutische
Analytik und Synthese, dadurch gekennzeich
net, daß sie eine Meßzelle (10) umfaßt, in der eine Reakti
on abläuft, und die Meßzelle (10) einen Teil eines Resonators
eines HF-Oszillators (1) bildet.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß
der HF-Oszillator (1) auf verschiedene Grundfrequenzen (f0)
einstellbar ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 15 oder 16, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Kontrollpfad an den HF-
Oszillator (1) angeschlossen ist, der mit einer Mischerschal
tung (3) verbunden ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekenn
zeichnet, daß an die Mischerschaltung (3) ein Fre
quenz-Spannungs-Umsetzer, ein Frequenzzähler oder eine Vor
richtung zur Spektraltransformation angeschlossen ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekenn
zeichnet, daß als Vorrichtung zur Spektraltransforma
tion ein digitaler Signalprozessor oder ein Mikroprozessor
dient.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 19, da
durch gekennzeichnet, daß sie eine Vielzahl
von Meßzellen (10) umfaßt, die mikroelektronisch auf einem
Chip integriert sind.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekenn
zeichnet, daß sie in CMOS-Technologie ausgeführt ist.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 21, da
durch gekennzeichnet, daß an einer inneren
Oberfläche der Meßzelle (10) einige Basen lange identische
DNA- oder RNA-Einzelstränge angebracht sind, so daß sich die
Impedanz und damit die Resonanz der Meßzelle (10) ändert,
wenn in der in die Meßzelle eingebrachten Probe DNA oder RNA
mit einem passenden Einzelstrangende vorhanden ist.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 22, da
durch gekennzeichnet, daß der Abstand der
Elektroden kleiner 1 µm ist, vorzugsweise in der Größenord
nung von 0,2 µm liegt.
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