DE10001953C1 - Elektrischer Schalter - Google Patents
Elektrischer SchalterInfo
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Abstract
Ein elektrischer Schalter 1 zum Erstellen einer elektrischen Verbindung zwischen zwei in unterschiedlichen, zueinander parallelen Ebenen angeordneten, folienartig ausgebildeten und elektrisch voneinander isolierten elektrischen Leitern L¶1¶, L¶2¶ umfasst ein rechtwinklig zur Ebene der Leiter L¶1¶, L¶2¶ beweglich angeordnetes Schaltorgan mit einem elektrische Kontaktflächen 7, 10 aufweisenden Verbindungsmittel, das bei geschlossenem Schalter 1 mit einer in einer ersten Ebene befindlichen Kontaktfläche 7 an der von dem zweiten Leiter L¶2¶ wegweisenden Oberfläche des ersten Leiters L¶1¶ und mit einer in einer zweiten Ebene befindlichen Kontaktfläche 10 an der Oberfläche des zweiten Leiters L¶2¶ den ersten Leiter L¶1¶ durchgreifend anliegt.
Description
Die Erfindung betrifft einen elektrischer Schalter zum Erstellen einer elek
trischen Verbindung zwischen zwei in unterschiedlichen, zueinander pa
rallelen Ebenen angeordneten, folienartig ausgebildeten und elektrisch
voneinander isolierten elektrischen Leitern umfassend ein rechtwinklig zur
Ebene der Leiter beweglich angeordnetes Schaltorgan mit einem elektri
sche Kontaktflächen aufweisenden Verbindungsmittel, das bei Erstellen
einer Verbindung zwischen dem ersten Leiter und dem zweiten Leiter
durchgreifend anliegt.
Bei Schaltungen, beispielsweise bei gedruckten Schaltungen werden
elektrische Schalter dadurch realisiert, daß die beiden durch den Schalter
elektrisch zu verbindenden Leiter jeweils in eine Kontaktfläche - einen so
genannten Kontaktpad - münden. Als Verbindungsorgan zum Herbeifüh
ren einer elektrischen Verbindung zwischen den beiden Leitern kann eine
elektrisch leitende Schaltpille, etwa aus Carbon dienen, die unterseitig an
einem Hütchen, das sich über eine elastische Membran auf dem Leiter
bahnträger abstützt, gehalten ist. Durch die kegelstumpfförmig ausgebil
dete Membran ist das Hütchen und somit die Schaltpille in vertikaler
Richtung bewegbar. Das Hütchen und die Membran, die das Schaltorgan
bei einem solchen Schalter darstellen, bestehen in der Regel aus Silikon;
eine Vielzahl derartiger elektrischer Schalter in einer bestimmten Anord
nung zueinander werden daher auch als Silikon- oder Gummischaltmatte
bezeichnet. Durch einen solchen elektrischen Schalter erfolgt eine elektri
sche Verbindung von zwei in der gleichen Ebene befindlichen elektrischen
Leitern. Ein solcher Schalter ist beispielsweise bekannt aus TAUBNITZ,
Gerhard: Gummischaltmatten, Messeinfo: electronica, elektro-anzeiger,
Berlin, JgNr. 10, 1992, S. 98-100. Aus der DE 42 12 562 A1 ist ein weite
rer elektrischer Schalter für eine Silikonschaltmatte beschrieben, der ohne
einen Einsatz einer Schaltpille auskommt. Eine elektrische Kontaktierung
wird beim Gegenstand dieses Dokumentes durch eine Schnappscheibe
realisiert.
Es sind auch Schaltungsträger bekannt geworden, bei denen in mehreren
Schichten übereinander und durch jeweils eine isolierende Schicht von
einander elektrisch getrennte Leiterbahnen angeordnet sind. Elektrische
Schalter lassen sich entsprechend der oben beschriebenen Art und Weise
auf der äußersten Leiterschicht anordnen. Eine schaltbare Kontaktierung
von zwei in unterschiedlichen Ebenen angeordneten elektrischen Leitern
läßt sich dadurch realisieren, daß diese Leiter in die oberste Leiterbahn
ebene geführt werden, in der zu diesem Zweck ein Schalter, wie zuvor
beschrieben, angeordnet ist. Eine solche Schalterrealisierung, insbeson
dere das Heraufführen der Leiterbahnen in die oberste Ebene ist jedoch
aufwendig und kann beispielsweise bei einer Schaltung, bei der die ein
zelnen Leiterbahnenebenen aus übereinander angeordneten Folien be
stehen nicht ohne weiteres erfolgen. Ein direktes Schalten zum Verbinden
von zwei in unterschiedlichen Ebenen befindlichen elektrischen Leitern ist
mit einem solchen vorbekannten Schalter nicht möglich.
Neben diesen vorbekannten Schaltern sind Kollisionssensoren zur Aktivie
rung von Rückhaltevorrichtungen für Insassen in Kraftfahrzeugen bekannt
geworden, bei denen in Abhängigkeit von der Verformung bei einer Kolli
sion die Rückhaltevorrichtungen entsprechend angesteuert werden kön
nen. Derartige Kollisionssensoren umfassen mehrere in unterschiedlichen
Ebenen parallel zueinander angeordnete elektrische Leiter, die gegenein
ander elektrisch isoliert sind. Die elektrische Isolation kann, wie beispiels
weise beim Gegenstand der DE 33 16 893 A1 eine Luftisolierung oder,
wie beim Gegenstand der DE 92 16 276 U1 vorgesehen, aus Folienmate
rial bestehen. Beim Gegenstand des letztgenannten Dokumentes ist diese
Leiteranordnung außenseitig durch eine leicht deformierbare Verpac
kungsfolie bedeckt, an der als Schaltorgan eine Nadelplatte angeordnet
ist. Bei einem Aufprall auf die Nadelplatte werden die Nadeln zu den elek
trischen Leitern hinbewegt und durchdringen in Abhängigkeit von der Auf
prallintensität unterschiedlich viele elektrische Leiter, wodurch jeweils ein
elektrischer Kontakt geschlossen wird. Mit einem solchen Kollisionssensor
kann der Zeitablauf des Aufpralles und auch die Aufprallenergie abge
schätzt werden. Diese vorbekannten Schalter sind jedoch nicht für ein
wiederholtes Schalten ausgelegt.
Ausgehend von diesem diskutierten Stand der Technik liegt der Erfindung
daher die Aufgabe zugrunde, einen elektrischen Schalter bereitzustellen,
mit dem auch eine mehrfache Durchkontaktierung von zwei in
unterschiedlichen parallel zueinander liegendes Ebenen angeordneten Leitern möglich ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Verbindungsmittel bei ge
schlossenem Schalter mit einer in einer ersten Ebene befindlichen Kon
taktfläche an der von dem zweiten Leiter wegweisenden Oberfläche des
ersten Leiters und mit einer in einer zweiten Ebene befindlichen Kontakt
fläche an der Oberfläche des zweiten Leiters den ersten Leiter durchgrei
fend anliegt.
Der erfindungsgemäße Schalter umfaßt ein Schaltorgan, das rechtwinklig
bzw. im wesentlichen rechtwinklig zur Ebene der Leiter angeordnet ist. Die
Leiter sind folienartig ausgebildet, wobei mit dem Begriff "folienartig" sol
che elektrischen Leiter gemeint sind, die nur eine geringe Dicke aufweisen
und beispielsweise eine Folie sind oder auch im Wege eines Transfer-
oder Druckverfahrens auf einen Träger aufgebracht sind.
Das Schaltorgan umfaßt Verbindungsmittel, die Kontaktflächen aufweisen,
von denen eine bei geschlossenem Schalter auf der Oberfläche des Lei
ters in der einen Ebene und eine weitere auf der Oberfläche des weiteren
zu kontaktierenden Leiters in elektrisch leitender Verbindung anliegen. Die
Kontaktflächen des Verbindungsmittels befinden sich in unterschiedlichen
Ebenen zueinander entsprechend dem lotrechten Abstand der beiden zu
kontaktierenden Leiteroberflächen. Das Verbindungsmittel stützt sich mit
seiner einen Kontaktfläche an der Oberseite eines ersten, oberen Leiters
bei geschlossenem Schalter ab. Die weitere Kontaktfläche zum Kontaktie
ren des zweiten, in einer tieferen Ebene befindlichen Leiters ist entspre
chend in einer zu der ersten Ebene beabstandeten Ebene am Verbin
dungsmittel vorgesehen. Diese Ausbildung der Kontaktflächen kann bei
spielsweise durch eine Abstufung des Verbindungsmittels realisiert sein,
wobei die Kontaktfläche zum Kontaktieren der Oberfläche des tiefer lie
genden Leiters die untere Stirnseite eines Fortsatzes ist, mit dem der
oben liegende Leiter sowie alle zwischen dem oben liegenden Leiter und
dem tiefer liegenden Leiter befindlichen Schichten durchgriffen werden.
Entsprechende Aussparungen sind in den Schichtkörper, der als Laminat
ausgebildet sein kann, eingebracht.
Mit dem erfindungsgemäßen elektrischen Schalter können benachbart
bezogen auf die Anordnung in unterschiedlichen Ebenen zueinander an
geordnete elektrische Leiter kontaktiert werden. Es besteht auch die Mög
lichkeit mit diesem Schalter elektrische Leiter miteinander in elektrische
Verbindung zu bringen, die durch weitere Schichten, beispielsweise weite
re elektrische Leiter voneinander beabstandet sind. Bei den Ausgestal
tungen ist lediglich sicherzustellen, daß die in die entsprechenden
Schichten eingebrachten Durchbrüche zum Einführen des Verbindungs
mittels ausreichend groß bemessen sind, damit eine unerwünschte Fehl
kontaktierung mit anderen Leitern nicht erfolgt. Der erfindungsgemäße
Schalter eignet sich auch, um ausgehend von einem Leiter mehrere, in
unterschiedlichen Ebenen befindliche Leiter gleichzeitig zu kontaktieren
oder um von der obersten Ebene zwei in einer tiefer liegenden Ebene und
elektrisch voneinander isolierte Leiter zu kontaktieren.
In einem Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, daß das gesamte Schaltor
gan das Verbindungsmittel ist, welches bei einer Ausgestaltung des
Schaltorgans als Hütchen einer Schaltmatte insgesamt elektrisch leitend,
beispielsweise aus elektrisch leitendem Silikon hergestellt ist. Die Unter
seite der das Hütchen tragenden elastischen Membran stützt sich auf der
Oberseite des oben liegenden, ersten Leiters ab. Bildet dieser Leiter die
oberste Schicht eines Mehrschichtleiters, auf der der Boden der Schalt
matte aufliegt, kann die Membran unterseitig eine Kontaktwulst tragen, um
auf diese Weise den Anpreßdruck auf den oberen Leiter zu erhöhen. Die
Unterseite der das Hütchen tragenden Membran bildet eine erste Kon
taktfläche, die in einer ersten Ebene, nämlich in der Ebene der Oberseite
des ersten Leiters angeordnet ist. Das Schalthütchen weist einen zum
Durchgreifen einer in die oberste Leiterschicht eingebrachten Öffnung
vorgesehenen Fortsatz auf, dessen Unterseite sich bei geschlossenem
Schalter in einer Ebene unterhalb der Ebene der ersten Kontaktfläche be
findet. Liegt diese zweite Kontaktfläche auf der Oberfläche des zweiten
Leiters auf, ist der elektrische Schalter geschlossen.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel, welches ebenfalls von der Ausbil
dung des Schaltorgans als Hütchen einer Schaltmatte ausgeht, ist als
Verbindungsmittel eine elektrisch leitende Schaltpille vorgesehen, die zur
Ausbildung der beiden Kontaktflächen gestuft ist. Durch die stufige Aus
bildung wird eine ringförmige Kontaktschulter zum Kontaktieren der Ober
fläche des oben liegenden Leiters bereitgestellt. Der gegenüber der Kon
taktschulter verjüngte Abschnitt dient zum Durchgreifen und zum Kontak
tieren der Oberseite des zweiten, unten liegenden Leiters mit seiner vor
deren Stirnseite. Bei geschlossenem Schalter liegt somit die Kontakt
schulter in elektrischer Verbindung auf der Oberseite des oben liegenden
und die Stirnseite des Fortsatzes auf der Oberseite des unten liegenden
Leiters an.
Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung sind Bestandteil
weiterer Unteransprüche sowie der nachfolgenden Beschreibung von
Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren.
Es zeigen:
Fig. 1: In einer schematisierten Schnittdarstellung ein Schalter zum
Kontaktieren von zwei in unterschiedlichen Ebenen befindli
chen elektrischen Leitern gemäß einem ersten Ausführungs
beispiel in einer ersten Anwendung,
Fig. 2: In einer schematisierten Schnittdarstellung ein Schalter zum
Kontaktieren von zwei in unterschiedlichen Ebenen befindli
chen elektrischen Leitern entsprechend Fig. 1 gemäß einer
zweiten Anwendung,
Fig. 3: In einer schematisierten Schnittdarstellung ein Schalter zum
Kontaktieren von zwei in unterschiedlichen Ebenen befindli
chen elektrischen Leitern entsprechend Fig. 1 gemäß einer
dritten Anwendung,
Fig. 4: In einer schematisierten Schnittdarstellung ein Schalter zum
Kontaktieren von zwei in unterschiedlichen Ebenen befindli
chen elektrischen Leitern gemäß einem weiteren Ausführungs
beispiel in einer ersten Anwendung,
Fig. 5: In einer schematisierten Schnittdarstellung ein Schalter zum
Kontaktieren von zwei in unterschiedlichen Ebenen befindli
chen elektrischen Leitern entsprechend Fig. 4 gemäß einer
zweiten Anwendung
Fig. 6: In einer schematisierten Schnittdarstellung ein Schalter zum
Kontaktieren von zwei in unterschiedlichen Ebenen befindli
chen elektrischen Leitern entsprechend Fig. 4 gemäß einer
dritten Anwendung und
Fig. 7: Ein Mehrschichtleiter mit an seinen Flachseiten angeordneten
elektrischen Schaltern.
Ein elektrischer Schalter 1 ist Teil einer aus mehreren, nebeneinander
angeordneten elektrischen Schaltern bestehenden Silikonschaltmatte 2.
Die Silikonschaltmatte 2 ist auf der Oberseite eines Mehrschichtleiters 3
angeordnet, der aus drei elektrischen Leitern L1-L3 besteht, wobei die
elektrischen Leiter L1-L3 durch dielektrische Schichten D1-D2 voneinander
getrennt sind. Die zuunterst befindliche elektrische Schicht D3 ist auf ei
nem Träger 4 aufgebracht, durch den der Mehrschichtleiter 3 ausgesteift
ist. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind die einzelnen Schich
ten L1-L3 bzw. D1-D2 durch Folien realisiert, die miteinander verklebt sind.
Der elektrische Schalter 1 umfaßt ein Schaltorgan, bestehend aus einem
Hütchen 5 und einer an dem Hütchen 5 angeformten Membran 6, die sich
mit ihrer unteren Ringfläche 7 auf der Oberseite des Leiters L1 abstützt.
Die Membran 6 ist in ihrem oberen Bereich kegelstumpfförmig ausgebildet
und dient unter anderem zum Bereitstellen der notwendigen Rückführkraft
für das Hütchen 5 nach einem Schaltvorgang. Der kegelstumpfförmige
Abschnitt der Membran 6 geht in einen zylindrischen ringförmigen Ab
schnitt über, an dem umfänglich der Boden 8 der Silikonschaltmatte 2 an
grenzt.
Bei dem in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsbeispiel ist das
Schaltorgan jeweils insgesamt elektrisch leitend ausgebildet. Bei diesen
Ausgestaltungen bildet das gesamte Schaltorgan das Verbindungsmittel.
Durch die untere Ringfläche 7 der Membran 6 ist eine erste Kontaktfläche
bereitgestellt, an dem das Verbindungsmittel elektrisch leitend anliegt.
Von der Unterseite des Hütchens 5 abragend ist ein zapfenförmiger Fort
satz 9 angeformt, dessen untere Stirnfläche 10 die weitere Kontaktfläche
darstellt, die bei geschlossenem Schalter 1 auf der Oberfläche des zwei
ten Leiters - in Fig. 1 der elektrische Leiter L2 - aufliegt. Zur Kontaktie
rung des Leiters L2 ist in den Leiter L1 in die darunter liegende dielektri
sche Schicht D1 eine Ausstanzung 11 vom kreisförmigen Querschnitt ein
gebracht, so daß die Oberseite des Leiters L2 bei einer Betätigung des
Schalters 1 durch die Kontaktfläche 10 kontaktiert werden kann. Auf diese
Weise ist bei geschlossenem Schalter 1 eine elektrische Verbindung zwi
schen dem Leiter L1 und dem Leiter L2 hergestellt.
Die in den Fig. 2 und 3 gezeigten elektrischen Schalter sind ebenso
aufgebaut wie der elektrische Schalter 1 der Fig. 1, wobei im Unter
schied zu dem elektrischen Schalter der Fig. 1 bei dem elektrischen
Schalter 12 der Fig. 2 eine Kontaktierung zwischen dem Leiter L1 und
dem Leiter L3 bei geschlossenem Schalter 12 realisiert ist. Zu diesem
Zweck ist bei dem elektrischen Schalter 12 der Fig. 2 lediglich der Fort
satz 14 länger ausgebildet, damit dieser nicht nur den elektrischen Leiter
L1 und die dielektrische Schicht D1 sondern auch den elektrischen Leiter
L2 und die dielektrische Schicht D2 durchgreifen kann.
Bei der in Fig. 3 gezeigten Anwendung ist durch den elektrischen
Schalter 13 eine Kontaktierung zwischen dem Leiter L2 und dem Leiter L3
realisiert. Im Unterschied zu dem elektrischen Schalter 1 der Fig. 1 ist
die Membran 6 in ihrem zylindrischen Abschnitt ausgebildet, damit sich
die Ringfläche 15 auf der Oberseite des elektrischen Leiters L2 abstützen
kann.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung ist mit entsprechenden
Anwendungsfällen in den Fig. 4 bis 6 dargestellt. Der in Fig. 4 ge
zeigte elektrische Schalter 16 entspricht prinzipiell in seinem Aufbau den
elektrischen Schaltern 1, 12, 13, wobei im Unterschied zu diesen Schal
tern 1, 12, 13 als Verbindungsmittel eine elektrisch leitende Schaltpille 17
eingesetzt ist. Die Schaltpille 17 ist gestuft ausgebildet, wodurch eine obe
re Kontaktschulter 18 als die eine Kontaktfläche und durch die vordere
Stirnfläche 19 des verjüngten Abschnittes der Schaltpille 17 die zweite
Kontaktfläche bereitgestellt ist. Bei geschlossenem Schalter 16 liegt die
Schaltpille 17 bei dem in Fig. 4 gezeigten Anwendungsfall mit ihrer
Kontaktschulter 18 auf der Oberseite des Leiters L1 auf. Der verjüngte Ab
schnitt durchgreift den Leiter L1 sowie die darunter befindliche dielektri
sche Schicht D2 und liegt mit seiner vorderen Stirnfläche 19 auf der Ober
seite des Leiters L2 auf. Zu diesem Zweck durchgreift der verjüngte Ab
schnitt der Schaltpille 17 eine in den Leiter L1 und in die dielektrische
Schicht D1 eingebrachte Ausstanzung 20, deren Durchmesser größer ist
als der Durchmesser des verjüngten Fortsatzes der Schaltpille 17. Bei der
in Fig. 4 gezeigten Anwendung dient der Schalter 16 zum Kontaktieren
des Leiters L1 mit dem Leiter L2.
Die in den Fig. 5 und 6 gezeigten Anwendungsfälle zeigen entspre
chend aufgebaute Schalter 21, 22 wobei bei der in Fig. 5 gezeigten An
wendung eine Kontaktierung zwischen dem Leiter L1 und dem Leiter L3
und bei der in Fig. 6 gezeigten Anwendung eine Kontaktierung zwischen
dem Leiter L2 und dem Leiter L3 vorgesehen ist. Zu dieser Realisierung
sind entsprechend der verjüngte Fortsatz der Schaltpille entweder verlän
gert (vgl. Ausgestaltung gemäß Fig. 5) oder die Ausstanzung in dem obe
ren Leiter L1 und der ersten dielektrischen Schicht D1 entsprechend größer
ausgebildet (vgl. Darstellung der Fig. 6).
Fig. 7 zeigt einen weiteren Mehrschichtleiter 23 mit drei elektrischen
Leitern L4-L6, die durch jeweils eine dielektrische Schicht D4, D5 voneinan
der getrennt sind. Bei den elektrischen Leitern L4-L6 handelt es sich
ebenfalls um Folienleiter. Auf den beiden Flachseiten der jeweils außen
liegenden Leiter L4 bzw. L6 sind jeweils ein elektrischer Schalter 24, 25
angeordnet, die von Ihrer Ausgestaltung her den in den Fig. 4 und 6
gezeigten entsprechen. Mit beiden Schaltern 24, 25 ist eine elektrische
Verbindung zwischen den Leitern L5 und L6 herstellbar.
Kombinierbar ist der erfindungsgemäße Schalter auch mit solchen, die
eine Kontaktierung von elektrischen Leitern in einer Ebene ermöglichen.
Durch eine Nebeneinanderanordnung von Mehrschichtleitern, die elek
trisch voneinander getrennt sind, kann die Schichtanzahl, die zur Realisie
rung einer bestimmten Schalteranzahl notwendig ist, reduziert vorgesehen
sein.
1
elektrischer Schalter
2
Silikonschaltmatte
3
Mehrschichtleiter
4
Träger
5
Hütchen
6
Membran
7
Ringfläche
8
Boden
9
Fortsatz
10
untere Stirnfläche
11
Ausstanzung
12
elektrischer Schalter
13
elektrischer Schalter
14
Fortsatz
15
Ringfläche
16
elektrischer Schalter
17
Schaltpille
18
Kontaktschulter
19
vordere Stirnfläche
20
Ausstanzung
21
elektrischer Schalter
22
elektrischer Schalter
23
Mehrschichtleiter
24
elektrischer Schalter
25
elektrischer Schalter
D1
D1
-D5
dielektrische Schicht
L1
L1
-L6
elektrische Leiter
Claims (7)
1. Elektrischer Schalter zum Erstellen einer elektrischen Verbindung
zwischen zwei in unterschiedlichen, zueinander parallelen Ebenen
angeordneten, folienartig ausgebildeten und elektrisch voneinander
isolierten elektrischen Leitern (L1-L6) umfassend ein rechtwinklig zur
Ebene der Leiter (L1-L6) beweglich angeordnetes Schaltorgan mit
einem elektrische Kontaktflächen (7, 10; 18, 19) aufweisenden
Verbindungsmittel, das bei Erstellen einer Verbindung zwischen
dem ersten Leiter und dem zweiten Leiter durchgreifend anliegt,
dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungsmittel bei geschlossenem Schalter
(1, 12, 13, 16, 21, 22, 24, 25) mit einer in einer ersten Ebene be
findlichen Kontaktfläche (7, 18) an der von dem zweiten Leiter (L2,
L3; L5, L6) wegweisenden Oberfläche des ersten Leiters (L1, L2; L6,
L5) und mit einer in einer zweiten Ebene befindlichen Kontaktfläche
(10, 19) an der Oberfläche des zweiten Leiters (L2, L3; L5, L6) den
ersten Leiter (L1, L2; L6, L5) durchgreifend anliegt.
2. Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zum
Kontaktieren des ersten Leiters (L1, L2) dienende Kontaktfläche (7)
des Verbindungsmittels sich in ständiger elektrischer Verbindung
mit dem ersten Leiter (L1, L2) befindet.
3. Schalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das ge
samte Schaltorgan elektrisch leitend ausgebildet ist und sich auf
dem ersten Leiter (L1, L2) abstützt.
4. Schalter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
Schaltorgan das Hütchen (5) einer Schaltmatte (2) ist und über eine
elektrisch leitende elastische Membran (6) mit dem Boden (8) der
Schaltmatte (2) verbunden ist.
5. Schalter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß unter
seitig die Membran in einen Ringwulst übergeht, der von dem Bo
den der Schaltmatte zu dem zu kontaktierenden elektrischen Leiter
hin abragt.
6. Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Verbindungsmittel eine gestuft ausgebildete Schaltpille (17) ist, bei
der die Kontaktfläche zum Kontaktieren des ersten Leiters (L1, L2;
L6, L5) als Kontaktschulter (18) ausgebildet ist, an die ein im
Durchmesser kleinerer Fortsatz zum Durchgreifen des ersten Lei
ters (L1, L2; L6, L5) angeformt ist, dessen endseitige Stirnfläche (19)
die Kontaktfläche zum Kontaktieren des zweiten Leiters (L2, L3; L5,
L6) ist.
7. Schalter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das
Schaltorgan das Hütchen einer Schaltmatte ist, von dem die
Schaltpille getragen ist.
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