DE10001523C1 - Verfahren zur Herstellung von Bauelementen in Compound-Bauweise - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Bauelementen in Compound-BauweiseInfo
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Abstract
Bisher bekannte Verfahren sind aufwendig, weil die aus Blechteilen (4) ausgelaserten Einzelquerschnitte (20) Grat aufweisen und dieser Grat beim Zusammenfügen hinderlich ist. DOLLAR A Zur Vermeidung des Entgratens der Einzelquerschnitte (20) wird daher vorgeschlagen, dass jeder auszutrennende Einzelquerschnitt (20) eine gegenüber dem voran ausgetrennten Einzelquerschnitt (20) größere Flächenausdehnung besitzt. Dabei ist jedes Längenmaß (21) dieser Flächenausdehnung mindestens so groß wie der beim Trennvorgang des auszutrennenden Einzelquerschnittes (20) entstehende Grat.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf Verfahren nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Solche Herstellungsverfahren werden vorzugsweise im allgemeinen Maschinenbau
angewendet.
Bauelemente aus Metall, wie sie in den unterschiedlichsten Erscheinungsformen zur
Anwendung kommen, werden in herkömmlicher Art und Weise durch eine Material
abtragung von einem Ausgangsblock hergestellt.
Solche traditionellen Materialabtragungsverfahren sind beispielsweise Drehen, Frä
sen, Bohren und Schleifen. In einigen Bereichen und bei einigen Bauelementen füh
ren diese Arbeitsverfahren aber zu erheblichen Problemen und Nachteilen.
So neigen kraftübertragende Bauelemente wie beispielsweise Zahnräder zu einer ho
hen Geräuschentwicklung, weil sie in der Hauptsache eine unzureichende Präzision
aufweisen. Diese mangelnde Präzision ist auf eine unzureichende Fertigungsgenau
igkeit oder auf eine mangelnde Materialgüte zurückzuführen, die zu einer belas
tungsabhängige Verformung fuhrt. Die Durchsetzung einer hohen Fertigungspräzisi
on und die Verwendung von Materialien mit einer hohen Güte verteuern das Zahnrad
aber im erheblichen Maße. Alternative Zahnräder aus einer Kunststoffummantelung
oder aus vollem Kunststoff eignen sich nicht für die Übertragung hoher Drehmomen
te.
Zur Beseitigung dieser Nachteile wurde mit der DE 30 26 685 A1 ein Zahnrad vor
gestellt, das aus mehreren ausgestanzten und lamellenförmigen Zahnradeinheiten be
steht, die sandwichartig zu einem Zahnrad beliebiger Stärke zusammengeschichtet
und durch Verbindungselemente wie beispielsweise Nieten zusammengehalten wer
den.
An Stelle der Nieten kann nach der DE 15 75 579 A auch ein Klebstoff eingesetzt wer
den oder, wie die DE 23 21 576 A zeigt, eine Schweißverbindung angewendet werden.
In der DE 691 23 879 T2 wird auch eine Suspension als ein mögliches Verbindungs
element beschrieben.
Zahnräder dieser Art sind zwar ausreichend geräuscharm aber noch relativ teuer in
der Herstellung, weil die erforderlichen Stanzwerkzeuge sehr kostenintensiv und
weil das Zusammenfügen und das Verbinden der einzelnen Zahnradeinheiten zeit
aufwendige Arbeitsgänge sind.
Die herkömmliche Herstellungsart nach dem Materialabtragungsverfahren bringt
auch bei der Herstellung von Modellen zum Beispiel im Karosseriebereich des Fahr
zeugbaus erhebliche Nachteile. Solche Modelle haben in der Regel eine komplizierte
Außenkontur und unterliegen obendrein wegen permanent erforderlichen Optimie
rungen oder Untersuchungen steten Konturveränderungen, so dass immer wieder
neue Modelle mit neuen Konturen hergestellt werden müssen. Das Finden der opti
malen Modellform wird dadurch teuer und so zeitaufwendig, daß schnelle unterneh
merische Reaktionen auf die sich ständig verändernden Marktanforderungen nicht
möglich sind.
Es haben sich daher insbesondere in diesem Wirtschaftsbereich mehrere neue Her
stellungsverfahren in der Schichtbauweise durchgesetzt, die alle unter dem Begriff
des "Rapid Prototyping" zusammengefaßt sind und bei denen die Formgebung nicht
durch den herkömmlichen Materialabtrag, sondern durch einen generativen Aufbau
erfolgt. Bei einem solchen Materialaufbauverfahren wird ein rechnerinternes CAD-
Modell von dem zu realisierenden Modell erstellt und ebenfalls rechnerintern in viele
Einzelquerschnitte berechnet und zerlegt. Danach werden die rechnerinternen Ein
zelquerschnitte in reale Einzelquerschnitte umgesetzt, indem sie aus einem Blech
streifen ausgeschnitten und anschließend zum realen Modell geschichtet und mitein
ander verklebt werden. Zum Kleben wird in der Regel eine Klebefolie verwendet.
Die durch die Schnittflächen der Einzelquerschnitte gebildete Außenkontur des neu
geschaffenen Bauelementes wird abschließend in herkömmlicher Weise endbearbei
tet.
Sowohl bei einem Bauelement mit gleichmäßigen und senkrecht zur Grundfläche
verlaufenden Außenkonturen, wie es beispielsweise Zahnräder sind, als auch bei
Bauelementen mit ungleichmäßigen und von der Senkrechten abweichenden Außen
konturen, wie Modelle oder komplizierte Werkzeuge, gibt es Probleme bei der Her
stellung des Konturschnittes aus einem Blechstreifen.
Das übliche Stanzen verbietet sich insbesondere bei Bauelementen mit einer kompli
zierten Außenkontur, da die entsprechenden Einzelquerschnitte unterschiedliche
Abmessungen und Formen aufweisen und so eine Vielzahl von verschiedenen
Stanzwerkzeugen erforderlich machen. Dadurch wird eine solche Herstellung unver
tretbar teuer.
Es hat sich daher sowohl bei zahnradähnlichen Bauelementen als auch bei modellar
tigen Bauelementen das Austrennen der Einzelquerschnitte aus Blechstreifen mittels
der Lasertechnik durchgesetzt, obwohl eine Gratbildung an der ausgelaserten Kontur
grundsätzlich nicht zu vermeiden ist. Grat wirkt sich aber störend und hinderlich auf
die nachfolgenden Arbeitsgänge aus, insbesondere dann, wenn sich die Klebefolie
auf der Rückseite des Bleches befindet und die Klebefolie dadurch wieder abgehoben
oder sogar beschädigt wird. Unabhängig davon stört der Grat bei der Zusammenfü
gung der einzelnen Einzelquerschnitte, weil er eine glatte Auflage zweier benachbar
ter Einzelquerschnitte verhindert. Das alles führt zu einer Qualitätsverschlechterung
und kann nicht geduldet werden. Daher macht sich die Einführung eines zusätzlichen
Entgratevorganges erforderlich, der wegen der notwendigen Handhabung der einzel
nen Einzelquerschnitte aufwendig ist und somit wiederum die Herstellung verteuert.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, ein gattungsgemäßes Verfahren
zur Herstellung von Bauelementen mit beliebiger Außenkontur zu entwickeln, bei
dem auf das Entgraten der Einzelquerschnitte verzichtet werden kann.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Zweckdienliche Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Merkmalen der
Ansprüche 2 bis 4.
Mit der Erfindung werden die genannten Nachteile des Standes der Technik besei
tigt.
Der Hauptvorteil liegt darin begründet, daß ein aufwendiges Entgraten der Einzel
querschnitte nicht mehr erforderlich ist. Dadurch wird es möglich, den Herstellungs
prozess weitestgehend von manuellen Handlungen zu befreien und automatisch zu
gestalten. Das bringt erhebliche Rationalisierungseffekte.
Als ein besonderer Vorteil ist auch zu werten, daß die von den Einzelquerschnitten
abgetrennten Außenringe der Blechteile ohne Widerstand nach unten fallen können
und so leicht zu entsorgen sind. Das ist durch den pyramidenartigen Aufbau der Ein
zelquerschnitte begründet.
Ein weiterer Vorteil entsteht auch dadurch, daß der doppelseitige Klebestreifen auf
der lasernahen Seite des Blechstreifens aufgebügelt ist und zusammen mit dem darunterliegenden
Einzelquerschnitt abgetrennt wird. Dadurch entsteht der nicht auszu
schließende Grat auf der vom Klebestreifen entfernten Seite des Einzelquerschnittes,
sodaß der Klebestreifen vom Grat unberührt bleibt. Damit sind der Einzelquerschnitt
und der Klebestreifen in einer hohen Qualität verbunden.
Die Erfindung soll nachstehend an Hand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert
werden.
Dazu zeigen
Fig. 1: eine Einrichtung zur Durchführung des Compoundverfahrens,
Fig. 2: eine Draufsicht zusammengeschichteter Blechteile für ein Bauelement mit
einer gleichmäßigen Außenkontur,
Fig. 3: eine Schnittdarstellung nach der Fig. 2,
Fig. 4: Teilschnitt eines aus Einzelquerschnitten zusammengesetzten Bauelemen
tes mit einer senkrecht zur Grundfläche verlaufenden Außenkontur,
Fig. 5: Teilschnitt eines aus Einzelquerschnitten zusammengesetztes Bauelemen
tes mit einer von der Senkrechten abweichenden Außenkontur und
Fig. 6: Teilschnitt wie Fig. 5 mit einer zur Senkrechten kleiner und größer wer
denden Außenkontur.
Nach der Fig. 1 besteht eine Einrichtung zur Herstellung von Bauelementen in der
Compound-Bauweise grundsätzlich aus einem Gestell 1 mit einer auf Federn 2 gela
gerten Plattform 3 zur Aufnahme von übereinander geschichteten und prismatisch
ausgebildeten Blechteilen 4. In Wirkverbindung mit der Plattform 3 ist eine Einrich
tung zum Transport einer mehrfach beschichteten und endlosen Klebefolie 5 vorge
sehen, wobei die Transporteinrichtung aus einer antreibenden Folienrolle 6 und einer
angetriebenen Folienrolle 7 besteht. Die endlose Klebefolie 5 ist in ihrer Breite auf
ein Breitenmaß jedes Blechteiles 4 abgestimmt und auf ein zuoberst liegendes Blech
teil 4 aufgelegt und besteht aus dem eigentlichen Klebestreifen 8, einem unteren
Schutzstreifen 9 und einem oberen Schutzstreifen 10. In Transportrichtung vor den
Blechteilen 4 befindet sich ein Abstreifer 11 zur Trennung des unteren Schutzstrei
fens 10 von dem Klebestreifen 8. In Transportrichtung hinter den Blechteilen 4 ist
ein weiterer Abstreifer 12 mit etwa gleicher Ausführung angeordnet, der sich wäh
rend der Transportbewegung der Klebefolie 5 zwischen den Klebestreifen 8 und dem
oberen Schutzstreifen 10 schiebt und beide voneinander trennt. Zur Aufnahme des
abgetrennten unteren Schutzstreifens 9 ist eine Aufnahmerolle 13 und zur Aufnahme
des oberen Schutzstreifens 10 ist eine Aufnahmerolle 14 vorgesehen.
Die Folienrolle 6 und die beiden Aufnahmerollen 13 und 14 besitzen einen nicht dar
gestellten Synchronantrieb zur Gewährleistung einer gleichmäßigen und überein
stimmenden Straffung des Klebestreifens 8, des unteren Schutzstreifens 9 und des
oberen Schutzstreifens 10 während der Transportbewegung der Klebefolie 5. Die
Aufnahmerolle 14 ist zusätzlich noch mit einer Antriebseinrichtung für eine Bewe
gungsbahn von ihrer Ausgangsposition in Transportrichtung hinter den Blechteilen 4
in einer Position vor den Blechteilen 4 und zurück ausgerüstet.
Oberhalb der Klebefolie 5 ist eine beheizbare und frei drehbare Anpreßwalze 15 auf
gehängt, die die Klebefolie 5 und damit das eine Breitenmaß des obersten Blechteiles
4 überspannt und in Richtung des anderen Breitenmaßes des obersten Blechteiles 4
über die gesamte Länge des Blechteiles 4 verfahrbar ist. In der Ausgangsstellung be
findet sich diese Anpreßwalze 15 im Kantenbereich des obersten Blechteiles 4, der in
Transportrichtung betrachtet vor dem Blechteil 4 liegt. Die Anpreßwalze 15 ist von
einer Anpreßkraft belastet und besitzt eine bewegungsgesteuerte Höhenverstellein
richtung, die die Anpreßwalze 15 während der Ruhezeit der Klebefolie 5 und wäh
rend der Transportbewegung der Anpreßwalze 15 gegen das oberste Blechteil 4 drü
cken läßt und die sich während des Transportvorganges der Klebefolie 5 in der Aus
gangsstellung und außer Kontakt mit der Klebefolie 5 befindet. Somit ist der Antrieb
für die Transportbewegung und der Antrieb für die Höhenverstellung miteinander
gekoppelt und zwangsgesteuert. Mit diesem gekoppelten Bewegungsablauf erfaßt die
Anpreßwalze 15 einen erforderlichen Bearbeitungsraum 16, der in seiner Größe den
Abmessungen der Blechteile 4 entspricht.
Innerhalb dieses Bearbeitungsraumes 16, und zwar in der Regel im Zentrum, befin
det sich der eigentliche, von einem Laserstrahl 17 erfaßbaren Schnittbereich für die
Klebefolie 5 und die Blechteile 4. Oberhalb dieses Schnittbereiches ist daher ein
antreibbares und dreidimensional bewegliches Lasergerät 18 angeordnet.
Einerseits neben der Transportbahn der Klebefolie 5 befindet sich ein Vorratsraum
19 für einzelne Blechteile 4, der mit einer Einrichtung zur Beförderung eines Blech
teiles 4 aus dem Vorratsraum 19 in den Bearbeitungsraum 16 und zur Ablage des
transportierten Blechteiles 4 auf das zuoberst liegende Blechteil 4 im Bearbeitungs
raum 16 ausgerüstet ist.
Die Funktion dieser Einrichtung wird aus folgender Beschreibung erkennbar.
Die Einrichtung wird zunächst vorbereitet und eingestellt, in dem ein erstes Blechteil
4 aus dem Vorratsraum 19 entnommen und dem Bearbeitungsraum 16 zugeführt
wird, wo das Blechteil 4 auf die federbelastete Plattform 3 abgelegt wird. Anschlie
ßend wird die Anpreßwalze 15 in eine solche kontaktfreie Höhe eingestellt, die einen
ausreichenden Spalt zwischen sich und dem ersten Blechteil 4 freiläßt. Danach wird
die Klebefolie 5 von der Folienrolle 7 gezogen und dabei mit Hilfe des Abstreifers
11 der untere Schutzstreifen 9 von der Klebefolie 5 getrennt. Dabei wird dieser unte
re Schutzstreifen 9 mit der zugeordneten Aufnahmerolle 13 verbunden und der Kle
bestreifen 8 mit dem oberen Schutzstreifen 10 durch den Spalt unter der Anpreßwal
ze 15 gezogen. Dabei wird darauf geachtet, daß bei dieser Transportbewegung kein
Kontakt zwischen dem unten freigelegten Klebestreifen 8 und dem Blechteil 4 ent
steht. Hinter dem Blechteil 4 wird der obere Schutzstreifen 10 mit Hilfe des anderen
Abstreifers 12 vom Klebestreifen 8 getrennt und der Klebestreifen 8 und der obere
Schutzstreifen 10 in entsprechender Weise mit der antreibbaren Folienrolle 6 und mit
der Aufnahmerolle 14 verbunden. Nach dem Anschluß des unteren Schutzstreifens 9
an die Aufnahmerolle 13 und des oberen Schutzstreifens 10 an die Aufnahmerolle 14
werden die Abstreifer 11 und 12 aus ihrem Wirkungsbereich ausgefahren.
Danach wird die Einrichtung eingeschalten.
Zunächst senkt sich die Anpreßwalze 15 ab und setzt unter Druck auf die vordere
Kante des Blechteiles 4 auf, um anschließend unter Beibehaltung des Anpreßdruckes
und unter Abgabe von Wärme über den gesamten Bearbeitungsraum 16 hin und zu
rück gerollt zu werden. Dabei wird der Klebestreifen 8 vollflächig auf die Oberfläche
des Blechteiles 4 aufgebügelt. Im Gleichgang mit der Rückwärtsbewegung der
Anpreßwalze 15 oder im zeitlichen Versatz fährt die Aufnahmerolle 14 für den obe
ren Schutzstreifen 10 in einer überlagerten linearen und drehenden Bewegung aus ih
rer angestammten Position hinter dem Blechteil 4 in eine Position vor dem Blechteil
4 und zieht dabei den oberen Schutzstreifen 10 vom Klebestreifen 8 ab.
Anschließend geht das Lasergerät 18 in Position und fährt rechnergesteuert die ein
gegebene Kontur eines auszutrennenden Einzelquerschnittes 20 ab und trennt damit
den ersten Einzelquerschnitt 20 einschließlich des anhaftenden Klebestreifens 8 aus
dem ersten Blechteil 4 aus. Der abgetrennte Außenring des Blechteiles 4 fällt als
Ganzes nach unten und wird dort gesammelt und entsorgt. Zweckmäßigerweise wird
der abgetrennte Außenring des Blechteiles 4 vom Lasergerät 18 abschließend ein o
der mehrmals zerstückelt. Danach fährt das Lasergerät 18 wieder in seine Ausgangs
position und macht den Bearbeitungsraum 16 frei. Aus dem Vorratsraum 19 wird
jetzt ein zweites Blechteil 4 auf den ersten ausgeschnittenen Einzelquerschnitt 20 ge
legt und zur Bearbeitung freigegeben.
Die Anpreßwalze 15 stellt nun wieder mit Hilfe ihrer Höhenverstelleinrichtung den
für einen Transport der Klebefolie 5 erforderlichen Spalt zum zweiten Blechteil 4
ein. Danach setzt sich die Folienrolle 6 in Drehbewegung und zieht die Klebefolie 5
über das zweite Blechteil 4. Dabei drehen die beiden Aufnahmerollen 13 und 14 für
den unteren und den oberen Schutzstreifen 9 und 10, wobei die Aufnahmerolle 14 für
den oberen Schutzstreifen 10 gleichzeitig sich linear in seine Position hinter dem
Blechteil 4 bewegt. Danach setzt die Anpreßwalze 15 auf das zweite Blechteil 4 auf
und fährt im zeitlichen Gleichklang oder im zeitlichen Versatz mit der Rückwärts
bewegung der Aufnahmerolle 14 für den oberen Schutzstreifen 10 wieder in eine Po
sition hinter dem zweiten Blechteil 4 und bügelt dabei den Klebestreifen 10 mit dem
oberen Schutzstreifen 10 auf das zweite Blechteil 2 auf. Mit der Rückwärtsbewegung
der Anpreßwalze 15 bewegt sich auch wieder die Aufnahmerolle 14 in die Position
vor dem Blechteil 4 und zieht den oberen Schutzstreifen 10 ab. Jetzt fährt das Laser
gerät 18 wieder in Position und fährt die Kontur eines zweiten Einzelquerschnittes 20
aus dem zweiten Blechteil 4 ab und schneidet ihn aus.
Dabei ist das Lasergerät 18 so eingestellt, daß der zweite Einzelquerschnitt 20 in sei
nen Flächenmaßen grundsätzlich größer als der erste Einzelquerschnitt 20 ausgelegt
ist.
Bei einem Bauelement mit einer gleichmäßigen und stets senkrecht zur Grundfläche
verlaufenden Außenkontur, wie beispielsweise Zahnräder, besitzt der zweite Einzel
querschnitt 20 gegenüber dem ersten Einzelquerschnitt 20 eine identische Außenkon
tur und in jeder beliebigen Richtung eine um ein bestimmtes und immer gleiches
Längenmaß 21 größere Ausdehnung. Dieses stets gleich größeres Längenmaß 21
wird in Abhängigkeit von der Größe des Grates festgelegt, der sich aus dem Trenn
vorgang ergibt. Dabei ist zwingend, daß das Längenmaß 21 des darrüberliegenden
Einzelquerschnittes 20 gleich oder größer als die Breite des Grates ist.
Bei einem Bauelement mit einer ungleichmäßigen und von der Senkrechten zur
Grundfläche abweichenden Außenkontur, wie es beispielsweise Modelle sind, unter
scheiden sich auch die Konturen mindestens von einigen der einzelnen Einzelquer
schnitte 20. Dadurch unterscheiden sich auch die überstehenden Längenmaße 21 der
übereinanderliegenden Einzelquerschnitte 20. Das bedeutet, daß jedes einzelne Län
genmaß 21 gleich oder größer als die Breite des Grates des darrüberliegenden Ein
zelquerschnittes 20 sein muß.
Bei der Herstellung von Modellen aus Einzelquerschnitten 20 mit sich flächenmäßig
vergrößernden und verkleinernden Längenmaßen 21 werden alle benachbarten und
sich in gleicher Richtung verändernde Einzelquerschnitte 20 ermittelt und, wie die
Fig. 6 beispielhaft zeigt, in Baugruppen 22 und 23 zusammengefaßt und getrennt bearbeitet.
Zunächst wird die Baugruppe 22 in der beschriebenen Art gefertigt, in dem
der kleinste Einzelquerschnitt 20 zuunterst auf die Plattform 3 zu liegen kommt.
Nach der Fertigstellung der Baugruppe 22 wird diese Baugruppe 22 umgedreht und
mit dem größten Einzelquerschnitt auf die Plattform 3 gelegt. Der nun zuoberst lie
gende kleinste Einzelquerschnitt 20 wird in einfacher Weise vom nach oben zeigen
den Grat befreit und in der beschriebenen Art nacheinander mit den einzelnen Ein
zelquerschnitten 20 der anderen Baugruppe 23 beschichtet.
Diese Verfahrensweise kann mit einer beliebigen Anzahl von Baugruppen prakti
ziert werden.
1
Gestell
2
Feder
3
Plattform
4
Blechteil
5
Klebefolie
6
antreibbare Folienrolle
7
angetriebene Folienrolle
8
Klebestreifen
9
unterer Schutzstreifen
10
oberer Schutzstreifen
11
Abstreifer für unteren Schutzstreifen
12
Abstreifer für oberen Schutzstreifen
13
Aufnahmerolle für unteren Schutzstreifen
14
Aufnahmerolle für oberen Schutzstreifen
15
Anpreßwalze
16
Bearbeitungsraum
17
Laserstrahl
18
Lasergerät
19
Vorratsraum
20
Einzelquerschnitt
21
Längenmaß
22
Baugruppe
23
Baugruppe
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung von Baugruppen in Compound-Bauweise, bei dem
zunächst ein rechnerinternes CADModell erstellt und in rechnerinterne Ein
zelquerschnitte zerlegt wird, dann diese rechnerinternen Einzelquerschnitte in reale
Einzelquerschnitte (20) gefertigt und zu einem realen Modell zusammengefügt wer
den, wobei ein erster realer Einzelquerschnitt (20) mit einem Konturschnitt aus ei
nem ersten Blechteil (4) ausgetrennt wird und in wiederkehrender Weise jeweils ein
weiteres Blechteil (4) unter Zwischenlegung eines doppelseitigen Klebstoffes auf
den voran ausgetrennten realen Einzelquerschnitt (20) aufgelegt und unter Druck
und Wärme mit dem voran ausgetrennten Einzelquerschnitt (20) verbunden wird und
ein weiterer realer Einzelquerschnitt (20) aus dem weiteren Blechteil (4) ausgetrennt
wird und das Modell abschließend an seinen zusammengefügten Schnittflächen in
materialabtragender Weise endbearbeitet werden,
dadurch gekennzeichnet, daß jeder auszutrennende Einzelquerschnitt (20) eine ge
genüber dem voran ausgetrennten Einzelquerschnitt (20) größere Flächenaus
dehnung besitzt, deren Längenmaß (21) in jeder beliebigen Richtung mindestens so
groß ist wie das Längenmaß der Flächenausdehnung des beim Trennvorgang des
auszutrennenden Einzelquerschnittes (20) erzeugten Grates.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß bei der Herstellung von Modellen aus Einzelquer
schnitten (20) mit sich flächenmäßig vergrößernden und verkleinernden Längen
maßen (21) zunächst alle benachbarten und sich in gleicher Richtung verändernden
Einzelquerschnitte (20) ermittelt und in Baugruppen (22, 23) zusammengefaßt wer
den, dann gruppenweise bearbeitet und zum Modell zusammengefügt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Einzelquerschnitt (20) mit der kleinsten
flächenmäßigen Ausdehnung zweier benachbarter Baugruppen (22, 23) gesondert
entgratet wird.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß jeder Einzelquerschnitt (20) zusammen mit einem
Klebestreifen (8) ausgetrennt wird und der Klebestreifen (8) sich dabei auf der Seite
des Trennwerkzeuges befindet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000101523 DE10001523C1 (de) | 2000-01-15 | 2000-01-15 | Verfahren zur Herstellung von Bauelementen in Compound-Bauweise |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000101523 DE10001523C1 (de) | 2000-01-15 | 2000-01-15 | Verfahren zur Herstellung von Bauelementen in Compound-Bauweise |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10001523C1 true DE10001523C1 (de) | 2001-06-28 |
Family
ID=7627644
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000101523 Expired - Fee Related DE10001523C1 (de) | 2000-01-15 | 2000-01-15 | Verfahren zur Herstellung von Bauelementen in Compound-Bauweise |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10001523C1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2003013781A1 (de) * | 2001-08-09 | 2003-02-20 | Index-Werke Gmbh & Co. Kg Hahn & Tessky | Antriebsgehäuse für werkzeugmaschinenantriebe |
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-
2000
- 2000-01-15 DE DE2000101523 patent/DE10001523C1/de not_active Expired - Fee Related
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