DE10000236C1 - Verfahren zum Bestimmen des maximalen Ventilhubs - Google Patents
Verfahren zum Bestimmen des maximalen VentilhubsInfo
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Abstract
Zur Bestimmung des Ventilhubs bei einer Brennkraftmaschine mit maximalem Ventilhub wird das Ventilhubsignal abgetastet. Bei Erkennen eines Maximalwertes wird aus diesem und benachbarten Werten ein Mittelwert gebildet, der dann mittels eines Korrekturfaktors in den maximalen Ventilhub umgesetzt wird. Der Korrekturfaktor wird vorzugsweise aus einem Kennfeld erhalten, in das der Maximalwert und die Drehzahl Eingang finden.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bestimmen des maxi
malen Ventilhubes bei einer Brennkraftmaschine.
Bei konventionellen Otto-Brennkraftmaschinen mit Drosselklap
pensteuerung entspricht Vollast dem Zustand, in dem volle
Drosselklappenöffnung erreicht ist. Es sind aber auch Vor
richtungen zur variablen Steuerung der Ventile von Brenn
kraftmaschinen bekannt, bei denen der Hub und die Öffnungs
dauer der Einlaßventile verändert werden können. Mit solchen
Vorrichtungen kann die Drosselung einer Otto-
Brennkraftmaschine über die variable Hubsteuerung der Einlaß
ventile erfolgen. Die Nockenwellenverstellung ermöglicht es
somit, Ladungswechsel und Drosselverluste in der Brennkraft
maschine zu verringern. Bei dieser Laststeuerung durch Ein
stellung des Ventilhubs hat die Nockenwellenverstellung we
sentlichen Einfluß auf das von der Brennkraftmaschine abgege
bene Drehmoment, da die pro Zylinderhub der Brennkraftmaschi
ne angesaugte Luftmenge nun durch den Ventilhub bestimmt
wird. Es ist deshalb zum optimalen Betrieb einer solchen
Brennkraftmaschine notwendig, den maximalen Ventilhub der
Einlaßventile bei jedem Ventilerhebungsvorgang zuverlässig zu
erfassen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum
Bestimmen des maximalen Ventilhubs bei einer Brennkraftma
schine mit variablem Ventilhub anzugeben.
Diese Aufgabe wird
durch das Verfahren gemäß Anspruch 1 gelöst.
Das Verfahren sieht vor, die aktuelle Ventilstellung in einem
bestimmten Zeitraster zu messen. Dabei wird jeder aktuelle
Meßwert daraufhin geprüft, ob ein neuer Maximalwert vorliegt.
Dieser wird in einen Speicher vorgehalten. Dies erfolgt so
lange, bis festgestellt wurde, daß ein Ventilerhebungsvorgang
abgeschlossen ist. Der dann gespeicherte Maximalwert ist der
absolut größte Meßwert, der während dieses Ventilerhebungs
vorganges gemessen wurde. Da allerdings das Meßsignal zum
Teil sehr stark verrauscht ist, ist dieser Wert für sich so
nicht tauglich, da sich rauschbedingt erhebliche Abweichungen
ergeben können. Deshalb wird aus dem Maximalwert und einer
gewissen Anzahl von zuvor und danach gemessenen Meßwerten ein
Mittelwert errechnet. Dazu muß man natürlich nicht nur den
Maximalwert abspeichern, sondern auch entsprechende Meßwerte
in dessen Umgebung. Aus der Drehzahl der Brennkraftmaschine
und dem Maximalwert oder dem Mittelwert wird nun ein Korrek
turwert bestimmt, mit dem aus dem Mittelwert der maximale,
Ventilhub berechnet wird. Der so berechnete Ventilhub ist
sehr viel genauer als der rauschbeeinflußte Maximalwert, da
die Mittelwertbildung das Rauschen stark mindert. Die Diffe
renz zwischen dem Mittelwert und dem maximalen Ventilhub wird
durch den Korrekturfaktor ausgeglichen.
Dieses Verfahren hat gegenüber einer normalen peak-and-hold-
Schaltung mehrere Vorteile: Zum einen wirkt sich Rauschen
aufgrund der Mittelwertbildung sehr viel geringer aus. Zum
anderen entfällt der Schaltungsaufwand für die peak-and-hold-
Schaltung. Schließlich ist die Störungsempfindlichkeit des
Verfahrens sehr viel geringer als die einer peak-and-hold-
Schaltung, die bekanntermaßen auf energiereiche Einkopplungen
bzw. Einstrahlungen mitunter sehr stark reagiert.
Bei der Durchführung des Verfahrens erfolgt die Mittelwert
bildung aus dem Maximalwert und dessen Nachbarwerten dann,
wenn festgestellt wurde, daß ein Ventilerhebungsvorgang abge
schlossen ist. Dies kann beispielsweise durch Auslesen eines
entsprechenden Kurbelwellensignals erfolgen. Vorzugsweise ist
es aber auch möglich, aus der Ventilstellungsmessung selbst
zu ermitteln, wann der Ventilerhebungsvorgang abgeschlossen
ist. Dazu wird in einer vorteilhaften Weiterbildung des Ver
fahrens bei jeder Messung der aktuellen Ventilstellung ein
Zähler inkrementiert, der Zeiteinheiten oder Kurbelwellengra
de zählt. Bei jedem Vergleich, der einen neuen Maximalwert
ergibt, wird der Zähler auf Null zurückgesetzt. Überschreitet
nun der Zähler einen vorgegebenen Zählerstand, bedeutet das,
daß für eine gewisse Zeitdauer oder einen gewissen Kurbel
wellenweg kein neuer Maximalwert festgestellt wurde. Man kann
somit ab einem gewissen Zählerstand sicher davon ausgehen,
daß ein Ventilerhebungsvorgang abgeschlossen ist.
Zur Mittelwertbildung ist es vorteilhaft, ständig ein En
semble von Meßwerten zu speichern, vorzugsweise eine ungerade
Anzahl. Speichert man dieses Ensemble in Art eines Schiebere
gisters, kann man ständig den mittleren Meßwert als aktuellen
Meßwert zum Vergleich verwenden und hat zugleich die Nachbar
werte zur Mittelwertbildung sofort zur Hand.
Das Zeitraster, in dem die aktuelle Ventilstellung gemessen
wird, kann fest, aber auch drehzahlabhängig gewählt werden.
Vorzugsweise wird bei der Wahl des Zeitrasters sicherge
stellt, daß auch bei Maximaldrehzahl und Minimalhubeinstel
lung eine Mindestanzahl von Meßwerten, beispielsweise 5,
einen Ventilerhebungsvorgang abdecken, d. h. daß diese Min
destanzahl von Meßwerten im Bereich eines Ventilerhebungsvor
ganges liegt. Diese Mindestanzahl sollte dann auch zur Mit
telwertbildung herangezogen werden.
Möchte man den maximalen Ventilhub mit größerer Genauigkeit
bestimmen, kann man das Verfahren über mehrere Ventilerhe
bungsvorgänge durchführen und die jeweils ermittelten maxima
len Ventilhübe mitteln. Dazu sollte allerdings sichergestellt
sein, daß der maximale Ventilhub sich nicht stark ändert.
Dies ist beispielsweise bei einem stationären Betriebszustand
der Brennkraftmaschine gegeben.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand
der Unteransprüche.
Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die
Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. In
der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 unterschiedliche Ventilerhebungskurven für ein Gas
wechselventil mit verstellbarem maximalen Ventil
hub,
Fig. 2 eine beispielhafte Zeitreihe eines den Ventilhub
abfühlenden Sensors mit einzelnen abgetasteten
Meßwerten der aktuellen Ventilstellung,
Fig. 3 ein Flußdiagramm zur Durchführung des Verfahrens
und
Fig. 4 ein Blockschaltbild eines Verfahrensschrittes.
Die Erfindung wird nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel
erläutert, das eine Brennkraftmaschine mit variablem Ventil
hub zugrundelegt, wie er aus der DE 42 44 550 A1 bekannt ist.
Dabei ist für das Verständnis dieses Beispiels nur erforder
lich, daß der Ventilhub, mechanisch verstellbar ist. Die un
terschiedlichen Ventilerhebungskurven für das Gaswechselven
til sind beispielhaft in Fig. 1 dargestellt. Ein auf der y-
Achse aufgetragenes Ventilhubsignal V ist dabei über dem Kur
belwellenwinkel w aufgetragen. Es kommt im Folgenden aber
nicht darauf an, ob das Ventilhubsignal V betrachtet wird,
oder der daraus abgeleitete Ventilhub, da diese stetig inein
ander überführbar sind. Wie zu sehen ist, durchläuft je nach
eingestelltem maximalem Ventilhub das Gaswechselventil eine
andere Ventilerhebungskurve. Dabei endet die Ventilerhebung
bei kleinen maximalen Ventilhüben früher, d. h. zu früheren
Kurbelwellenwinkeln w. Wie die Kurvenschar zeigt, ist der ma
ximale Ventilhub eine eindeutig beschreibende Größe für eine
Ventilerhebungskurve.
Fig. 2 zeigt den Ventilhub als Zeitreihe für zwei aufeinan
derfolgende Ventilerhebungen in einer Kurve 1. Dabei ist in
Fig. 2 das Ventilhubsignal V über der Zeit t aufgetragen.
Das Ventilhubsignal wird nun in einem festen Zeitraster im
200 µs-Abstand abgetastet. Beispielhafte Abtastwerte sind mit
M0 bis M4 eingetragen.
Kurve 1 zeigt zwei aufeinanderfolgende Ventilerhebungen. Die
erste Ventilerhebung, an der die Abtastwerte M0 bis M4 einge
tragen sind, stellt eine relativ große Ventilerhebung nahe
des maximalen möglichen Ventilhubes dar. Die zweite Ventiler
hebung soll einen maximalen Ventilhub bei Minimalhubeinstel
lung zeigen. Wie eingetragen ist, beträgt das maximale Ven
tilhubsignal in diesem Fall etwa 10 mV. Der Maximalwert des
Ventilhubsignals beträgt dagegen 5 V. Allein aus diesem Ver
hältnis ist leicht ersichtlich, daß das Signal/Rausch-
Verhältnis des abzutastenden Ventilhubsignals V extrem un
terschiedliche Werte annehmen kann. Da eine Brennkraftmaschi
ne eine aus Sicht elektromagnetischer Störungen anspruchsvol
le Umgebung darstellt, kann das Signal/Rausch-Verhältnis
zwischen 1 : 1 bei sehr kleiner Ventilhubeinstellung und 20 : 1
bei sehr großer Ventilhubeinstellung schwanken. Dies verdeut
licht, daß das Rauschen bei der Bestimmung des aktuellen ma
ximalen Ventilhubes mitunter eine wesentliche Rolle spielt.
Das zur Bestimmung des Ventilhubes und damit des Spitzenwer
tes der Zeitreihe in Kurve 1 verwendete Verfahren ist im
Flußdiagramm der Fig. 3 näher dargestellt.
Nach Start des Verfahrens in Schritt S1 wird in Schritt S2
das Ventilhubsignal abgetastet und gespeichert. In Schritt S3
wird geprüft, ob der aktuell abgespeicherte Wert ein neuer
Maximalwert Vmax ist. Ist dies der Fall, wird mit Schritt S6
fortgefahren, ansonsten wird zu Schritt S4 gesprungen.
Wurde kein neuer Maximalwert Vmax ermittelt, so wird in
Schritt S4 ein Zähler inkrementiert, der beim Start in
Schritt S1 geeignet initialisiert, beispielsweise auf Null
gesetzt würde. Danach wird in Schritt S5 geprüft, ob der Zäh
lerwert einen Schwellenwert überschritten hat. Ist dies der
Fall, wird mit Schritt S8 weitergefahren, ansonsten wird vor
Schritt S2 zurückgesprungen, und der nächste Abtastwert des
Ventilhubsignals gewonnen. Hat der Zähler einen Schwellenwert
überschritten, wird in Schritt S8 der Mittelwert über den ma
ximalen Abtastwert und dessen Nachbarn gebildet. Dazu werden
beispielsweise die N vor dem Maximalwert Vmax liegenden und
die N nach dem Maximalwert Vmax liegenden Abtastwerte mit dem
Maximalwert Vmax aufaddiert und durch (2N + 1) dividiert. In
der Zeitreihe der Fig. 2 wären dies beispielsweise die Ab
tastwerte M0 und M1 als vor dem Maximalwert M2 bzw. Vmax lie
gende Werte und die Abtastwerte M3 und M4 als danach liegende
Abtastwerte.
Der so erhaltene Mittelwert <M< ist natürlich kleiner als der
tatsächliche maximale Ventilhub, wie es die gestrichelte Li
nie in Fig. 2 veranschaulicht. Zur Korrektur werden deshalb
als nächstes in Schritt S9 der Maximalwert Vmax oder der Mit
telwert <M< und die Drehzahl D der Brennkraftmaschine in ein
Kennfeld eingegeben. Dies ist in Fig. 4 dargestellt. Das
Kennfeld 2 enthält einen Korrekturfaktor F über dem Maximal
wert Vmax oder dem Mittelwert <M< und der Drehzahl D der
Brennkraftmaschine aufgespannt. Der solchermaßen in Schritt
S9 dem Kennfeld 2 entnommene Korrekturfaktor F wird in
Schritt S10 mit dem Mittelwert <M< multipliziert, was den ma
ximalen Ventilhub liefert.
Die Multiplikation mit dem Korrekturfaktor F korrigiert somit
den Abstand, der in Fig. 2 zwischen der gestrichelten Linie
des Mittelwerts <M< und dem tatsächlichen Maximalwert der
Kurve 1 liegt. Das Kennfeld 2 enthält dazu den Zusammenhang
zwischen dem Mittelwert <M< einer Ventilerhebung und dem Maxi
malwert Vmax. Es kann deshalb neben der Drehzahl entweder den
Mittelwert <M< oder den Maximalwert Vmax als Eingangsgröße
verarbeiten. Auch kann man in das Kennfeld 2 der Fig. 4 an
stelle des Maximalwertes Vmax einen der Nachbarwerte selbst
eingeben. Das Kennfeld 2 muß dann natürlich anders ausgelegt
sein, gibt aber in jedem Fall den gleichen Wirkungszusammen
hang wieder. Dabei ist im Kennfeld 2 die Drehzahl D deswegen
berücksichtigt, weil die Ventilerhebung beispielsweise der Fig.
1a priori als Ventilhubsignal V über dem Kurbelwellenwinkel
w bekannt ist, die Messung und Abtastung aber über der Zeit t
erfolgt, wie die Auftragung der Fig. 2 verdeutlicht.
Wurde der maximale Ventilhub in Schritt S10 berechnet, wird
er darauf in Schritt S11 abgespeichert und danach der Maxi
malwert Vmax zurückgesetzt. Anschließend wird vor Schritt S2
zurückgesprungen und ein erneutes Ventilhubsignal abgetastet.
Für den Fall, daß die Abfrage in Schritt S3 ergab, daß der
aktuell abgetastete Wert größer als der bislang gespeicherte
Maximalwert Vmax war, wird in Schritt S6 der aktuelle Abtast
wert als neuer Maximalwert Vmax gespeichert. Anschließend
wird in Schritt S7 der Zähler wieder zurückgesetzt. Danach
wird vor Schritt S2 zurückgesprungen und ein erneutes Ventil
hubsignal abgetastet.
Der Verfahrensablauf ist so abgestimmt, daß die Ventilhubsig
nalabtastung in einem Zeitraster erfolgt, das so engmaschig
ist, beispielsweise mit 5 kHz-Frequenz abläuft, daß sicher
mindestens 5 Abtastwerte im Bereich eines Ventilerhebungsvor
ganges liegen. Dabei muß das Zeitraster so gewählt sein, daß
auch für einen in der Zeitdarstellung sehr kurzen Ventilerhe
bungsvorgang, wie er beispielsweise bei hohen Drehzahlen und
sehr kleinem Ventilhub auftritt, noch ausreichend viele Ab
tastwerte über einem Ventilerhebungsvorgang liegen. Systemim
manent kann der Ventilhub stetig bis auf Null eingestellt
werden. Allerdings wird dieser Bereich im Betrieb in der Re
gel nicht voll ausgenützt und ein kleinster Ventilhub bei
Leerlauf eingestellt, der noch deutlich von Null verschieden
ist. Das Zeitraster sollte deshalb so gewählt werden, daß ein
Ventilhub mit 1/10 des Leerlaufventilhubes noch mit ausrei
chend, z. B. fünf Abtastwerten erfaßt wird. Die Darstellung
des zweiten Ventilerhebungsvorgangs der Fig. 2 ist deshalb
nur exemplarisch zu sehen, da das ebenfalls eingetragene
Zeitraster für diesen Ventilerhebungsvorgang diese Anforde
rung nicht mehr erfüllt. Die Fig. 2 ist deshalb nur zur Ver
anschaulichung gedacht.
Das Flußdiagramm der Fig. 3 erfordert inhärent, daß bis zur
Ermittlung eines Ventilhubs sämtliche Abtastwerte gespeichert
werden, da noch nicht bekannt ist, welche Abtastwerte später
als Nachbarn eines Maximalwertes Vmax zur Mittelung herange
zogen werden müssen. Dies kann dadurch vereinfacht werden,
dass die Abtastwerte in Art eines Schieberegisters vorgehal
ten werden. Einem solchen, vorzugsweise ungeradzahligen
Schieberegister, wird der jeweils aktuelle Abtastwert einge
geben. Der mittlere Wert wird mit dem gespeicherten Maximal
wert Vmax verglichen. Zeigt dieser Vergleich, daß der aktuel
le mittlere Wert des Schieberegisters größer als der bisheri
ge Maximalwert Vmax ist, wird der mittlere Wert als Maximal
wert Vmax abgespeichert und sofort der Mittelwert <M< über
alle Werte des Schieberegisters gebildet. Dann kann sofort
der nächste aktuelle Wert in das Schieberegister eingegeben
werden. Dieses Vorgehen erfordert nur noch die Speicherung
des Maximalwertes Vmax und des zugehörigen Mittelwertes <M<.
Je nach Genauigkeitsanforderung für den zu ermittelnden Ven
tilhub kann man den Ventilhub aus einer Ventilerhebung ermit
teln oder auch mehrere Ventilerhebungen dazu heranziehen.
Dann muß der in Schritt S10 ermittelte und in Schritt S11 ab
gespeicherte Ventilhub mit dem Ventilhub nachfolgender Ven
tilerhebungen gemittelt werden.
Um auszuschließen, daß aus dem Rauschen zu einem Zeitpunkt,
zu dem aufgrund der Kurbelwellenstellung keine Ventilerhebung
stattfinden kann, fälschlicherweise ein Maximalwert Vmax er
kannt wird, wird ein Kurbelwellensignal ausgewertet und die
Durchführung des Verfahrens in einem solchen Kurbelwellen
stellungsbereich gesperrt. Liegt kein Kurbelwellensignal vor,
so kann dieser Kurbelwellenanstellungsbereich aus der Zeit
dauer seit der letzten Ventilerhebung unter Berücksichtigung
der Drehzahl der Brennkraftmaschine erkannt werden. Natürlich
kann man in diesem Bereich dennoch das Ventilhubsignal V ab
tasten und zu einer Mittelwertbildung verwenden. Der so er
haltene Mittelwert stellt dann den Offset des Ventilhubsigna
les dar, der dann vom ermittelten maximalen Ventilhub abzu
ziehen ist.
Claims (9)
1. Verfahren zum Bestimmen des maximalen Ventilhubes bei
einer Brennkraftkraftmaschine mit variablem Ventilhub mit:
- a) Messen der aktuellen Ventilstellung in einem bestimm ten Zeitraster,
- b) Vergleichen jedes aktuellen Meßwertes mit einem vor herigen Maximalwert und Abspeichern des größeren als Maximal wert, bis festgestellt wird, daß ein Ventilerhebungsvorgang abgeschlossen ist,
- c) Bilden des Mittelwertes aus dem Malwert und den zu vor und danach gemessenen Meßwerten,
- d) Bestimmen eines Korrekturwertes aus der Drehzahl der Brennkraftmaschine und dem Maximalwert oder dem Mittelwert,
- e) Berechnen des maximalen Ventilhubes aus dem Mittel wert und dem Korrekturwert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß bei jeder Messung in Schritt a) ein
Zähler inkrementiert wird, daß in Schritt c) bei jedem Ver
gleich, der den aktuellen Meßwert als neuen Maximalwert er
gibt, der Zähler auf Null zurückgesetzt wird und daß bei Ü
berschreiten eines vorgegebenen Zählerstandes festgestellt
wird, daß ein Ventilerhebungsvorgang abgeschlossen ist.
3. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß ständig eine
bestimmte Anzahl der letzten Meßwerte gespeichert wird, von
denen der mittlere Meßwert als aktueller Meßwert in Schritt
b) verwendet wird.
4. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Zeitras
ter in Schritt a) drehzahlabhängig gewählt wird.
5. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Zeitras
ter so gewählt wird, daß in einem gegebenen Betriebsbereich
immer mindestens fünf Meßwerte einen Ventilerhebungsvorgang
abdecken.
6. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Stellung
der Kurbelwelle erfaßt und in einem Kurbelwellenstellungsbe
reich, in dem eine Ventilöffnung ausgeschlossen ist, die
Durchführung des Verfahrens gesperrt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Erfassung der Kurbelwellenstellung
durch Messen der Zeitdauer seit der letzten Ventilerhebung
unter Berücksichtigung der Drehzahl der Brennkraftmaschine
erfolgt.
8. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der in
Schritt e) berechnete maximale Ventilhub gespeichert wird,
das Verfahren abfolgend über mehrere Ventilerhebungsvorgänge
durchgeführt wird und die jeweils gespeicherten maximalen
Ventilhübe zu einem korrigierten maximalen Ventilhub gemit
telt werden.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Mittelung nur stattfindet, wenn der
Betrieb der Brennkraftmaschine in einem gewissen Betriebspa
rameterbereich verläuft.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10000236A DE10000236C1 (de) | 2000-01-05 | 2000-01-05 | Verfahren zum Bestimmen des maximalen Ventilhubs |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10000236A DE10000236C1 (de) | 2000-01-05 | 2000-01-05 | Verfahren zum Bestimmen des maximalen Ventilhubs |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10000236C1 true DE10000236C1 (de) | 2001-03-22 |
Family
ID=7626808
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10000236A Expired - Fee Related DE10000236C1 (de) | 2000-01-05 | 2000-01-05 | Verfahren zum Bestimmen des maximalen Ventilhubs |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10000236C1 (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4244550A1 (de) * | 1992-12-30 | 1994-07-07 | Meta Motoren Energietech | Vorrichtung zur Verdrehung von Nockenwellen von Brennkraftmaschinen |
| DE4342430C1 (de) * | 1993-12-11 | 1995-01-12 | Iav Motor Gmbh | Vorrichtung zur Kontrolle unterschiedlicher Ventilhubhöhen eines Gaswechselventils |
-
2000
- 2000-01-05 DE DE10000236A patent/DE10000236C1/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4244550A1 (de) * | 1992-12-30 | 1994-07-07 | Meta Motoren Energietech | Vorrichtung zur Verdrehung von Nockenwellen von Brennkraftmaschinen |
| DE4342430C1 (de) * | 1993-12-11 | 1995-01-12 | Iav Motor Gmbh | Vorrichtung zur Kontrolle unterschiedlicher Ventilhubhöhen eines Gaswechselventils |
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