DE10000109A1 - Nullstellungseinrichtung für eine hydrostatische Kolben-Zylinder-Einheit - Google Patents
Nullstellungseinrichtung für eine hydrostatische Kolben-Zylinder-EinheitInfo
- Publication number
- DE10000109A1 DE10000109A1 DE10000109A DE10000109A DE10000109A1 DE 10000109 A1 DE10000109 A1 DE 10000109A1 DE 10000109 A DE10000109 A DE 10000109A DE 10000109 A DE10000109 A DE 10000109A DE 10000109 A1 DE10000109 A1 DE 10000109A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- zeroing
- piston
- force
- zero
- actuating
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
- 230000002706 hydrostatic effect Effects 0.000 title claims abstract description 9
- 230000006835 compression Effects 0.000 description 2
- 238000007906 compression Methods 0.000 description 2
- 238000010586 diagram Methods 0.000 description 2
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 230000006735 deficit Effects 0.000 description 1
- 238000011161 development Methods 0.000 description 1
- 230000018109 developmental process Effects 0.000 description 1
- 230000003993 interaction Effects 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 230000007935 neutral effect Effects 0.000 description 1
- 230000002441 reversible effect Effects 0.000 description 1
- 238000007789 sealing Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F04—POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
- F04B—POSITIVE-DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS
- F04B1/00—Multi-cylinder machines or pumps characterised by number or arrangement of cylinders
- F04B1/12—Multi-cylinder machines or pumps characterised by number or arrangement of cylinders having cylinder axes coaxial with, or parallel or inclined to, main shaft axis
- F04B1/26—Control
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01B—MACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
- F01B31/00—Component parts, details or accessories not provided for in, or of interest apart from, other groups
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F15—FLUID-PRESSURE ACTUATORS; HYDRAULICS OR PNEUMATICS IN GENERAL
- F15B—SYSTEMS ACTING BY MEANS OF FLUIDS IN GENERAL; FLUID-PRESSURE ACTUATORS, e.g. SERVOMOTORS; DETAILS OF FLUID-PRESSURE SYSTEMS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F15B15/00—Fluid-actuated devices for displacing a member from one position to another; Gearing associated therewith
- F15B15/08—Characterised by the construction of the motor unit
- F15B15/14—Characterised by the construction of the motor unit of the straight-cylinder type
- F15B15/1423—Component parts; Constructional details
- F15B15/1476—Special return means
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Fluid Mechanics (AREA)
- Actuator (AREA)
- Reciprocating Pumps (AREA)
Abstract
Es wird eine Nullstellungseinrichtung für eine hydrostatische Kolben-Zylinder-Einheit (1) vorgeschlagen, welche einen Stellkolben (2) aufweist, der von einer Nullstellung N in mindestens eine Auslenkstellung A bewegbar ist und mit einer Nullstellungskraft wieder in seine Nullstellung N rückstellbar ist, wobei die Nullstellungskraft mindestens teilweise hydraulisch erzeugt wird.
Description
Die Erfindung geht aus von einer Nullstellungseinrichtung für eine hydrostatische
Kolben-Zylinder-Einheit mit einem Stellkolben, welcher von mindestens einer
Auslenkstellung in eine vorbestimmte Nullstellung rückstellbar ist, insbesondere
für einen reversierbaren Hydrostaten, mit welchem innerhalb eines geschlossenen
Hydrauliksystems entgegengesetzte Schwenkbewegungen erzeugbar sind.
Derartige Nullstellungseinrichtungen finden beispielsweise Anwendung in
hydraulischen Systemen mit geschlossenem Kreislauf, wenn ein doppeltwirkender
Hydrostat (hydrostatischer Linearmotor mit zweiseitiger Druckbeaufschlagung)
vorgesehen ist, der von jeder seiner Auslenkstellungen, in die er über
entsprechend einseitige Druckbeaufschlagung mit einem Stelldruck gebracht wird,
wieder zurück in eine Ausgangsstellung gebracht werden muß. Die
Ausgangsstellung bezeichnet man als Nullstellung, da hierbei regelmäßig keine
Förderung von Arbeitsmedium erfolgt.
Bei einer solchen Nullstellung von hydraulischen Einrichtungen, die auch häufig
als Rückstellung oder Rückführung bezeichnet wird, ist es erforderlich, daß die
Nullstellungskräfte der Nullstellungseinrichtung so ausgelegt sind, daß sie
mindestens die Stelldrücke der Hauptpumpe des Systems bei maximaler
Auslenkung des Hydrostaten überwinden kann, und auch noch bei maximalen
Arbeitsdrücken ein Nullstellen ermöglicht. Dies ist notwendig, damit der
Stellkolben des Hydrostaten in jeder möglichen Arbeits- und Drucksituation des
Systems in seine vorbestimmte Nullstellung rückstellbar ist.
Eine bekannte Nullstellungseinrichtung besteht aus einer oder mehreren
mechanischen Rückstellfedern, die zwischen dem Kolben und dem Zylinder des
Hydrostaten im Innern des Kolbens so befestigt sind, daß der Kolben von seinen
beiden Auslenkstellungen automatisch wieder in seine Nullstellung mittels der
Federkräfte zurückbewegt wird. Ein Nachteil dabei ist, daß mit zunehmender
Ausschwenkung des Hydrostaten die zum Ausschwenken des Stellkolbens
erforderlichen Stelldrücke ansteigen aufgrund von zunehmenden Federkräften der
Rückstellfedern. Die zum Ausschwenken benötigte Kraft setzt sich nämlich
zusammen aus der zu überwindenden Nullstellungskraft der Rückstellfedern und
gegebenenfalls vorhandenen Verstellkräften aus einem angeschlossenen
Triebwerk. Deshalb müssen entweder die Stelldrücke ensprechend erhöht oder die
druckbelasteten Kolbenflächen des Stellkolbens vergrößert werden, um die somit
auch steigenden Nullstellungskräfte zu kompensieren.
Ein Beispiel einer solchen bekannten Nullstellungseinrichtung mit
Rückstellfedern ist in der Fig. 1 der Zeichnung dargestellt. Hier sind die
Rückstellfedern im Innern des Stellkolbens integriert um eine möglichst kompakte
Bauweise zu ermöglichen. Bei zunehmender Auslenkung des Stellkolbens muß
der Stelldruck bei einem Hydrostaten mit dieser mechanischen Nullstellung
erhöht werden. Der Stelldruck muß dabei entsprechend den gestiegenen Kräften
wegen der zunehmenden Federkraft erhöht werden. Es muß also z. B. mit höheren
Stelldrücken und damit erhöhtem Aufwand auf der Antriebsseite gearbeitet
werden.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Nullstellungseinrichtung zu
schaffen, welche eine kostensparende und verbesserte Nullstellung von
hydrostatischen Kolben-Zylinder-Einheiten ermöglicht und eine kompakte und
möglichst platzsparende Form aufweist.
Diese Aufgabe wird mit einer Nullstellungseinrichtung gemäß den in Anspruch 1
genannten Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
sind Gegenstand der Unteransprüche.
Bei der Nullstellungseinrichtung gemäß der Erfindung, mit welcher der
Stellkolben einer Kolben-Zylinder-Einheit innerhalb des Stellzylinders von
mindestens einer Auslenkstellung in eine vorbestimmte Nullstellung rückstellbar
ist, erfolgt die Nullstellung mittels einer Nullstellungskraft, welche mindestens
teilweise hydraulisch erzeugt wird. Auf diese Weise hat die Einrichtung den
erheblichen Vorteil, daß ein Ansteigen von Nullstellungskräften mit zunehmender
Auslenkung des Stellkolbens, wie es bei den bekannten mechanischen
Rückstellfedern der Fall ist, weitestgehend vermieden wird. Da die
Nullstellungskraft hydraulisch erzeugt wird, bleiben die erforderlichen Stelldrücke
über den gesamten Auslenkungsweg der Kolben-Zylinder-Einheit im
wesentlichen gleich. Die hydraulisch erzeugte Kraft erhöht sich bei einer
zunehmenden Verstellung nicht bzw. kaum, obwohl die Nullstellungseinrichtung
ein gezieltes und zuverlässiges Nullstellen des Kolbens durchführt. Damit ist ein
präzises Nullstellen des Stellkolbens aus jeder erdenklichen Position und bei jeden
auftretenden Triebwerkskräften gewährleistet. Insgesamt hat dies den Vorteil, daß
die Nullstellungseinrichtung kompakter als bisher ausgebildet sein kann bzw. daß
die erforderlichen Stelldrücke bei Verwenden einer solchen
Nullstellungseinrichtung geringer sind gegenüber Einrichtungen nach dem Stand
der Technik. Beispielsweise kann so eine Kolben-Zylinder-Einheit kleiner als
bisher ausgeführt werden, da wegen der geringeren Stelldrücke die erforderlichen
Kolbenflächen des Stellkolbens kleiner sein können.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird die Nullstellungskraft
hydraulisch und federmechanisch erzeugt. Dadurch ist eine Nullstellung des
Stellkolbens auch in drucklosem Zustand gewährleistet. Das hat den Vorteil, daß
die Nullstellungskraft zwar geringfügig ansteigt mit zunehmender Verstellung des
Stellkolbens von seiner Nullposition weg, daß jedoch auch bei drucklosem
System der Stellkolben ohne den hydraulischen Anteil der Nullstellungskraft in
seine Nullstellung automatisch verstellbar ist. Dabei ist der federmechanisch
erzeugte Anteil der Nullstellungskraft nach einem vorteilhaften Aspekt der
Erfindung so gering festzulegen, daß er gerade ausreicht für eine Verstellung des
Stellkolbens ohne hydraulischen Druck.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung dient der
Speisedruck einer Speisepumpe in einem hydraulischen System zum Erzeugen der
Nullstellungskraft. Der ohnehin in jedem hydraulischen Kreis vorhandene
Speisedruck, welcher zum Ausgleichen von Druckverlusten wegen
Undichtigkeiten und dgl. dient, kann so für die Nullstellungseinrichtung mit
geringem Zusatzaufwand eingesetzt werden. Es sind auf diese Weise keine
aufwendigen Zusatzgeräte zum Betreiben der Nullstellungseinrichtung notwendig.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist ein
Nullstellungskolben vorgesehen, welcher mit dem Stellzylinder fest verbunden ist
und mit dem Stellkolben hydraulisch so zusammenwirkt, daß bei Zuführung eines
Nullstellungsdruckes der Stellkolben in seine Nullstellung gebracht wird. Bei
druckbeaufschlagtem Nullstellungskolben wird somit der Stellkolben der Kolben-
Zylinder-Einheit in seine Ausgangsposition verstellt. Nach einem diesbezüglichen
vorteilhaften Aspekt ist der Nullstellungskolben im Innern des Stellkolbens
angeordnet und über eine Kolbenstange mit dem Stellzylinder verbunden. Im
Innern des Stellkolbens ist ein Zylinderrohr zur Aufnahme des
Nullstellungskolbens ausgebildet, so daß eine Beeinträchtigung oder
Vergrößerung des betreffenden Hydrostaten vermieden wird. Die
Nullstellungseinrichtung ist vollständig und Platz sparend in dem Stellkolben
integriert. Ein Vorteil ist hier in dem kompakten Aufbau der
Nullstellungseinrichtung bzw. des gesamten Hydrostaten zu sehen. Für die
Zuführung des Nullstellungsdruckes in das Innere des Stellkolbens sind
vorteilhafterweise Druckleitungen oder Zuführöffnungen im Stellkolben und im
Stellzylinder entsprechend gegenüberliegend vorgesehen. Dabei sind die Leitungen
und Öffnungen so ausgebildet, daß trotz der Relativbewegung von Stellkolben
und Stellzylinder jederzeit eine Zuführung des Nullstellungsdruckes möglich ist.
Dies ist beispielsweise durch eine in Axialrichtung des Stellkolbens erweitert
auslaufende Öffnung im Stellzylinder oder entsprechende Längsnuten realisierbar.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist eine
Rückstellfeder mit abgestimmter Federkonstante vorgesehen zum Nullstellen des
Stellkolbens bei drucklosem Zustand. So ist eine Nullstellung auch gewährleistet,
wenn der Druck im hydraulischen System - und damit in der Kolben-Zylinder-
Einheit - abfällt oder kein Speisedruck vorhanden ist. Die Federkraft dieser Feder
ist natürlich viel geringer als die von den Eingangs beschriebenen Rückstellfedern
bei Einrichtungen nach dem Stand der Technik, da bei einem Nullstellen in
drucklosem Zustand lediglich Reibungskräfte zwischen dem Stellkolben und
seinem Zylinder überwunden werden müssen.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die
Nullstellungsposition des Stellkolbens einstellbar. Die Einstellung oder
Nachstellung ist von Vorteil, da so die Position des Stellkolbens in Nullstellung
noch nachträglich geändert und erforderlichenfalls nach langer Betriebsdauer
nachgestellt werden kann.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die
Kolbenflächen des Nullstellungskolbens auf eine maximal erforderliche
Nullstellungskraft abgestimmt. So kann auf konstruktive Weise die
Nullstellungseinrichtung auf die Verwendung und die Einsatzgebiete des
Hydrostaten abgestimmt werden. Sind die maximalen Druckverhältnisse gering,
so kann durch Berechnungen die entsprechend geringe Größe von Kolbenflächen
für ein ausreichendes funktionieren der Nullstellung berechnet werden. Nach
einem diesbezüglichen Aspekt der Erfindung ist alternativ dazu der
Nullstellungsdruck auf eine maximal im hydraulischen System erforderliche
Nullstellungskraft abgestimmt. Dadurch ist die Nullstellungseinrichtung für
unterschiedliche Maximaldruckverhältnisse über den veränderlichen
Nullstellungsdruck anpaßbar.
Die Erfindung ist im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels detailliert und
unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine geschnittene Draufsicht einer Kolben-Zylinder-Einheit mit
mechanischer Nullstellung nach dem Stand der Technik.
Fig. 2 eine geschnittene Draufsicht einer Kolben-Zylinder-Einheit mit
mechanisch-hydraulischer Nullstellung gemäß der Erfindung in
Nullstellung,
Fig. 3 eine geschnittene Draufsicht der Kolben-Zylinder-Einheit aus Fig.
2 in einer Auslenkstellung, und
Fig. 4a, 4b zwei Diagramme zur Veranschaulichung des Unterschiedes
zwischen mechanisch erzeugter Nullstellungskraft und hydraulisch
erzeugter Nullstellungskraft.
In Fig. 1 ist eine Nullstellunsgeinrichtung nach dem Stand der Technik mit rein
mechanischer Erzeugung der Nullstellungskraft dargestellt. Die Kolben-Zylinder-
Einheit 1 besteht aus dem Stellkolben 2, welcher in dem Stellzylinder 3 von seiner
in der Zeichnung dargestellten Nullstellung N in beide Axialrichtungen in
jeweilige Auslenkstellungen A, A' ausgelenkt werden kann. Dazu wird eine
Kolbenfläche des Stellkolbens 2 mit dem Durchmesser D mit einem Stelldruck
beaufschlagt. Der Stellkolben weist ferner eine Anlenkung 9 auf, mittels welcher
die Auslenkung auf eine zu betätigende Schrägscheibe übertragen wird. Im Innern
des Stellkolbens 2 sind zwei Druckspiralfedern als Nullstellfedern 7, 8 eingebaut,
die den Stellkolben 2 von seinen Auslenkstellungen A, A' in seine Nullstellung N
zurück bewegen. Die Druckkräfte werden durch eine mit dem Stellzylinder 3
verschraubte Stange 10 auf den Stellkolben 2 übertragen. Dies ist ein Beispiel für
bekannte Nullstellungseinrichtungen, die im Zusammenhang mit Hydrostaten
bisher zum Einsatz kommen.
Fig. 2 ist zeigt eine Draufsicht im Schnitt von einer Kolben-Zylinder-Einheit die
im wesentlichen der aus Fig. 1 entspricht, wobei hier eine erfindungsgemäße
Nullstellungeinrichtung vorgesehen ist. Auch hier ist der Stellzylinder 2 in seiner
Nullstellung N zentriert dargestellt. Wird über die Zuleitungen 11, 12 ein
Stelldruck dem Kolben zugeführt, so bewegt er sich in seine jeweilige
Auslenkstellung A, A', aus der er jedoch hier über eine hydraulische
Nullstellungskraft zurückbewegt wird. Dazu sind im Innern des Stellkolbens 2
Nullstellungskolben 4 vorgesehen, welche mit einem hydraulischen
Nullstellungsdruck betätigt werden. Dafür sind im Stellkolben 2 und im
Stellzylinder 3 seitliche Öffnungen 13 vorgesehen, über welche zum Beispiel
durch Anschluß der Speisepumpe ein Nullstellungsdruck im Innern des
Stellkolbens geleitet wird. Die Nullstellungskolben 4 sind verschiebbar auf einer
Stange 10 gelagert. Durch Zusammenwirken der Stange 10 der
Nullstellungskolben 4 mit den Kolbenflächen mit dem Durchmesser d des
Nullstellungskolbens 4 wird der Stellkolben 2 in seine Nullstellung N gebracht.
Der Nullstellungskolben 4 ist mit einer als Druckspiralfeder ausgebildeten
Rückstellfeder 6 vorbelastet, die dem Nullstellen des Stellkolbens 2 in drucklosem
Zustand dient. Dementsprechend weist die Rückstellfeder 6 nur eine geringe
Federkraft auf. Der Hauptanteil der Nullstellungskraft wird jedoch hydraulisch
erzeugt, um einen Anstieg der Nullstellungskraft mit zunehmender Auslenkung
möglichst zu vermeiden (siehe hierzu auch Fig. 4a und 4b). Zwischen dem
Nullstellungskolben 4 und dem Stellkolben 2 sowie zwischen dem Stellkolben 2
und dem Stellzylinder 3 sind Dichtungselemente 14, 15, 16 vorgesehen, die der
Trennung der Druckbereiche von dem Hydrostaten 1 und der
Nullstellungseinrichtung dienen. Die Stange 10 des Nullstellungskolbens 4 weist
an ihrem zylinderseitigen Befestigungsende einen Gewindeabschnitt mit
Einstellmuttern 17 und Kontermuttern auf, über welche die Nullstellungsposition
N des Stellkolbens 2 einstellbar ist.
Fig. 3 zeigt die Kolben-Zylinder-Einheit aus Fig. 2 in der Auslenkstellung A,
bevor die Nullstellungseinrichtung betätigt wird. Obwohl die Zuleitungen 13 für
die Zuleitung des Nullstellungsdruck zum Nullstellungszylinder 4 relativ
zueinander versetzt sind, kann über die zu einer Längsnut oder Umfangsnut
erweiterte Öffnung 13 auf der Innenseite des Stellzylinders 3 die Druckzufuhr
zum Nullstellungskolben 4 erfolgen. Im übrigen gilt das zu Fig. 2 Ausgeführte
hier entsprechend.
Aus den beiden Diagrammen gemäß Fig. 4a und 4b wird deutlich, wie sich die
Nullstellungskraft bei einer Nullstellungseinrichtung nach der Erfindung auf
vorteilhafte Weise zusammensetzt gegenüber einer rein mechanisch erzeugten
Nullstellungskraft. Während bei einer rein mechanisch mit gängigen
Nullstellfedern erzeugten Nullstellungskraft (Ordinate in Fig. 4a) diese mit
zunehmender Auslenkung des Hydrostaten (Fig. 4a Abszisse) deutlich ansteigt,
bleibt bei der Nullstellung gemäß der Erfindung die Nullstellungskraft auch bei
einer starken Auslenkung annähernd gleich (Fig. 4b). Lediglich der sehr geringe
Kraftanteil der Rückstellfeder für die drucklose Nullstellung läßt die
Nullstellungskraft leicht ansteigen. Damit ist klar ersichtlich, daß ein wesentlicher
Vorteil der Erfindung in der Reduzierung der erforderlichen Nullstellungskraft
liegt.
Claims (10)
1. Nullstellungseinrichtung für eine hydrostatische Kolben-Zylinder-Einheit (1)
mit einem doppeltwirkendem Stellkolben (2), welcher innerhalb eines
Stellzylinders (3) von mindestens einer Auslenkstellung A in eine
vorbestimmte Nullstellung N mittels einer Nullstellungskraft rückstellbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Nullstellungskraft mindestens teilweise hydraulisch erzeugt wird.
2. Nullstellungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Nullstellungskraft hydraulisch und federmechanisch erzeugt wird.
3. Nullstellungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Nullstellungskraft durch den Speisedruck einer Speisepumpe in
einem hydraulischen System erzeugt wird.
4. Nullstellungseinrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß Nullstellungskolben (4) vorgesehen sind, welche
verschiebbar auf einer Stange 10 sind, die mit dem Stellzylinder (3) fest
verbunden ist und mit dem Stellkolben (2) so hydraulisch zusammenwirkt,
daß bei Zuführung eines Nullstellungsdruckes der Stellkolben (2) in die
Nullstellung gebracht wird.
5. Nullstellungseinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
Nullstellungskolben (4) im Stellkolben (2) integriert ist und über eine Stange
(10) mit dem Stellzylinder (3) verbunden ist.
6. Nullstellungseinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß im
Stellkolben (2) und im Stellzylinder (3) Druckleitungen oder
Zuführöffnungen für den Nullstellugsdruck vorgesehen sind.
7. Nullstellungseinrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Rückstellfeder (6) mit einer abgestimmten
Federkonstante vorgesehen ist zum Nullstellen des Stellkolbens (2) bei
drucklosem Zustand.
8. Nullstellungseinrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Nullstellungsposition des Stellkolbens (2) einstellbar
ist.
9. Nullstellungseinrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Größe der Kolbenflächen des Nullstellungskolben
(4) auf eine maximal erforderliche Nullstellungskraft abgestimmt sind.
10. Nullstellungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß der Nullstellungsdruck auf eine maximal erforderliche
Nullstellungskraft abgestimmt ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10000109A DE10000109B4 (de) | 2000-01-04 | 2000-01-04 | Nullstellungseinrichtung für eine hydrostatische Kolben-Zylinder-Einheit |
| US09/751,768 US6467393B2 (en) | 2000-01-04 | 2000-12-29 | Zeroing device for a hydrostatic piston/cylinder unit |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10000109A DE10000109B4 (de) | 2000-01-04 | 2000-01-04 | Nullstellungseinrichtung für eine hydrostatische Kolben-Zylinder-Einheit |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10000109A1 true DE10000109A1 (de) | 2001-07-12 |
| DE10000109B4 DE10000109B4 (de) | 2005-05-12 |
Family
ID=7626728
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10000109A Expired - Fee Related DE10000109B4 (de) | 2000-01-04 | 2000-01-04 | Nullstellungseinrichtung für eine hydrostatische Kolben-Zylinder-Einheit |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US6467393B2 (de) |
| DE (1) | DE10000109B4 (de) |
Families Citing this family (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6837145B1 (en) | 2002-12-18 | 2005-01-04 | Air Power Systems Co., Inc. | Fluid powered actuator |
| CN1297745C (zh) * | 2004-05-18 | 2007-01-31 | 卢堃 | 摆角式径向柱塞变量泵 |
| DE102019215159B4 (de) * | 2019-10-02 | 2024-04-18 | Robert Bosch Gmbh | Stellkolben und Verstelleinrichtung |
| DE102023207388A1 (de) * | 2023-08-02 | 2025-02-06 | Robert Bosch Gesellschaft mit beschränkter Haftung | Hydrostatische Axialkolbenmaschine |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1999065719A2 (en) * | 1998-06-15 | 1999-12-23 | Trw Inc. | Self-centering motor |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS6127770A (ja) * | 1984-07-17 | 1986-02-07 | Nissan Motor Co Ltd | 後輪操舵装置 |
-
2000
- 2000-01-04 DE DE10000109A patent/DE10000109B4/de not_active Expired - Fee Related
- 2000-12-29 US US09/751,768 patent/US6467393B2/en not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1999065719A2 (en) * | 1998-06-15 | 1999-12-23 | Trw Inc. | Self-centering motor |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US6467393B2 (en) | 2002-10-22 |
| DE10000109B4 (de) | 2005-05-12 |
| US20010006020A1 (en) | 2001-07-05 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP1409873B1 (de) | Ventilblock für eine regelvorrichtung, insbesondere für eine hydrostatische maschine | |
| DE69212307T2 (de) | Regelungssystem für Flüssigkeitspumpen mit veränderlichem Hub | |
| DE3321484A1 (de) | Hydraulische anlage mit zwei verbrauchern hydraulischer energie | |
| DE19902107B4 (de) | Verdrängungssteuervorrichtung für eine verstellbare Hydraulikeinheit | |
| EP1148251B1 (de) | Drucksteuerventil | |
| WO2008071567A1 (de) | Steuerungsvorrichtung für ein getriebe | |
| DE19924310B4 (de) | Hydraulische Antriebseinrichtung für ein Fügewerkzeug | |
| DE2242204C3 (de) | Druckmittelbeaufschlagter Servomotor | |
| DE2152809A1 (de) | Pneumatischer oder hydraulischer Stellzylinder mit einer Einrichtung zur mechanischen Verriegelung seines Stellkolbens | |
| EP2229537B1 (de) | Hydraulische antriebsvorrichtung mit zwei druckräumen und verfahren zum betreiben einer hydraulischen antriebsvorrichtung mit zwei druckräumen | |
| EP2138720A2 (de) | Verstellvorrichtung für die Verstellung von Axialkolbenmaschinen. | |
| EP3734082A1 (de) | Hydrostatisches linear-antriebssystem | |
| DE10000109A1 (de) | Nullstellungseinrichtung für eine hydrostatische Kolben-Zylinder-Einheit | |
| DE2658393A1 (de) | Hydraulische oder pneumatische schalt- zylinderanordnung | |
| DE3123727C2 (de) | Steuervorrichtung für das Verschwenken eines Drehpfluges | |
| EP2787165B1 (de) | Stützzylinder und Schalungsanordnung mit Stützzylinder | |
| DE102011115667A1 (de) | Ansteuergerät und Verfahren zur Montage eines Ansteuergeräts | |
| DE69703170T2 (de) | Hydrauliksystem | |
| DE2621726C2 (de) | Schnittschlagdämpfungseinrichtung an Pressen | |
| DE19757157C2 (de) | Hydraulischer Linearantrieb | |
| DE2302446A1 (de) | Digitales druckregelventil | |
| DE2716262A1 (de) | Drehvorrichtung fuer einen drehpflug | |
| EP0562503A1 (de) | Pneumatikzylinder | |
| DE1938135C3 (de) | Vorrichtung zum stufenlosen Einstellen und Regeln des Hubvolumens von Hydromaschinen | |
| DE102005059808B3 (de) | Axialkolbenmaschine mit einer Verstelleinheit zur elektrisch proportionalen Verstellung des Fördervolumens |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |