DE1099960B - Verfahren zum Einschiessen von Bolzen in aus Metall, insbesondere aus Stahl, bestehende Aufnahmewerkstuecke - Google Patents
Verfahren zum Einschiessen von Bolzen in aus Metall, insbesondere aus Stahl, bestehende AufnahmewerkstueckeInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16B—DEVICES FOR FASTENING OR SECURING CONSTRUCTIONAL ELEMENTS OR MACHINE PARTS TOGETHER, e.g. NAILS, BOLTS, CIRCLIPS, CLAMPS, CLIPS OR WEDGES; JOINTS OR JOINTING
- F16B19/00—Bolts without screw-thread; Pins, including deformable elements; Rivets
- F16B19/14—Bolts or the like for shooting into concrete constructions, metal walls or the like by means of detonation-operated nailing tools
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B25—HAND TOOLS; PORTABLE POWER-DRIVEN TOOLS; MANIPULATORS
- B25C—HAND-HELD NAILING OR STAPLING TOOLS; MANUALLY OPERATED PORTABLE STAPLING TOOLS
- B25C1/00—Hand-held nailing tools; Nail feeding devices
- B25C1/08—Hand-held nailing tools; Nail feeding devices operated by combustion pressure
- B25C1/10—Hand-held nailing tools; Nail feeding devices operated by combustion pressure generated by detonation of a cartridge
- B25C1/16—Cartridges specially adapted for impact tools; Cartridge and bolts units
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Description
Das Hauptpatent 1 035 068 betrifft ein Verfahren zum Einschießen von Bolzen in aus Metall, insbesondere
aus Stahl, bestehende Aufnahmewerkstücke unter Verwendung von zuvor auf die Einschußstelle des
Aufnahmewerkstückes aufzulegenden und von den Bolzen zur Erhöhung ihrer Haftfestigkeit im Aufnahmewerkstück
zu durchschießenden Verdämmungsscheiben, die aus einem weicheren Metall als das Aufnahmewerkstück,
vorzugsweise aus Aluminium, bestehen, und zur Durchführung dieses Verfahrens werden
gemäß dem Hauptpatent Bolzen verwendet, die mindestens längs des einzuschießenden Teiles des
Schaftes mit Querrillen versehen sind.
Ferner ist gemäß dem Patent 1 061 705 ein Verfahren vorgeschlagen worden, nach welchem beim Einschießen
von Bolzen in Bauwerksteile dem mit einem Gewinde auf dem eindringenden Teil versehenen Bolzen
vor dem Eindringen in den Bauwerksteil eine Drehung im Sinne des Gewindes erteilt wird.
Es ist bekannt, Bolzen, die zum Einschießen in beliebiges Material bestimmt sind und die weder mit
einem Steilgewinde auf dem Schaft versehen sind, noch unter Verwendung einer Verdämmungsscheibe
eingeschossen werden sollen, durch Verwendung eines Führungsstückes mit schrägen Rippen einen Drall zu
geben.
Gemäß der Erfindung werden zur Durchführung des Verfahrens nach dem Hauptpatent Bolzen verwendet,
deren Schaft mindestens auf einem in das Aufnahmewerkstück eindringenden Teil seiner Länge anders als
durch die nach dem Hauptpatent vorgesehenen Querrillen aufgerauht, z. B. mit einer Kreuzriffelung oder
in an sich bekannter Weise mit längs oder steilschraubenlinienförmig verlaufenden Rillen versehen ist.
Diese Aufrauhung kann nach bekannten Verfahren, insbesondere durch Eindrücken, wie z. B. Aufwalzen,
Kordeln, Riffeln usw. erzeugt werden.
Eine besonders vorteilhafte Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Einschießen von Bolzen,
deren Schaft mindestens auf einem Teil seiner Länge mit steil schraubenlinienförmig verlaufenden,
ein Gewinde bildenden Rillen versehen ist, ergibt sich dadurch, daß durch die Verwendung eines Bolzensetzgerätes
mit gezogenem Lauf oder durch die Verwendung von Bolzen mit einem treibgasbeeinflußten tür- 4-5
binen- oder raketenartig ausgebildeten Teil jeder Bolzen in an sich bekannter Weise während seiner Bewegung
durch den Lauf der Sinne des auf dem Bolzenschaft vorgesehenen, in das Aufnahmewerkstück eindringenden
Gewindes in Drehung versetzt wird. Dabei können Bolzen verwendet werden, bei denen der einen
größeren Durchmesser als der Schaft aufweisende Bolzenkopf oder ein auf dem Schaft fest angeordnetes
muffenförmiges Führungsstück dadurch als treibgas-
in aus Metall, insbesondere aus Stahl,
bestehende Aufnahmewerkstücke
Zusatz zum Patent 1 035 068
Anmelder:
Walter Schulz,
Mettmann (RhId.), Schwarzbachstr. 32
Walter Schulz, Mettmann (RhId.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
beeinflußter turbinenartiger Teil ausgebildet ist, daß dieser Teil mit schraubenlinienförmig verlaufenden
Rillen versehen ist, die ein Gewinde bilden, das zu dem auf dem Schaft vorgesehenen Gewinde entgegengesetztgängig
ist. Die am Bolzenkopf bzw. am Führungsstück vorbeistreichenden Pulvergase gelangen
dabei in diese Drallrillen, wobei der Bolzenkopf bzw. das Führungsstück wie eine Turbine wirkt und dem
Bolzen die gewünschte Drehung gibt. In allen diesen Fällen schraubt sich der Bolzen durch die auf die Einschußstelle
des Aufnahmewerkstückes aufzulegende Verdämmungsscheibe hindurch und dringt, sich ebenfalls
einschraubend, in das darunterliegende Material ein.
Für die Verdämmungsscheibe, die auf die Einschußstelle aufzulegen ist, haben sich neben Aluminium und
Aluminiumlegierungen auch andere Metalle, insbesondere weiche Metalle, als geeignet erwiesen. Die Verdämmungsscheibe,
die nur für den Einschießvorgang Bedeutung hat, kann nach dem Einschießen des Bolzens
entfernt werden, sie kann aber auch, sofern sie nicht störend wirkt, dort verbleiben. Die erhöhte Haftfestigkeit,
die durch die Verwendung einer solchen Verdämmungsscheibe aus relativ weichem Metall und
durch die Verwendung von Bolzen mit aufgerauhtem Schaft erreicht wird, wird nicht nur beim Einschießen
von Bolzen in Stahl, sondern auch beim Einschießen in andere Metalle, beispielsweise in Kupfer oder
Kupferlegierungen, erzielt. Wesentlich ist zur Erzielung einer guten Haftung, daß Scheiben verwendet
werden, die im Gegensatz zu den beim Einschießen von Bolzen in Holz oder anderes weiches Material
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bisher verwendeten Auflagescheiben, die zur Begrenzung der Eindringtiefe dienten, keine Bohrung für den
Durchtritt des Bolzens aufweisen oder jedenfalls keine Bohrung, durch die der Bolzen glatt hindurchgeht.
Dagegen sind Verdämmungsscheiben mit Bohrungen verwendbar, deren lichte Weite kleiner ist als der
Durchmesser des Bolzenschaftes. Zur Erzielung einer guten Haftwirkung ist es nicht erforderlich, daß der
ganze Bolzenschaft aufgerauht ist; es genügt vielmehr, einen Teil des eindringenden Bolzenschaftes mit einer
Aufrauhung zu versehen. Zweckmäßig bleibt dabei die Spitze des Bolzens glatt.
In Abb. 1 ist beispielsweise ein zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung vorgesehenes Bolzensetzgerät
dargestellt.
Die Abb. 2 bis 6 zeigen verschiedene Ausführungsbeispiele von Bolzen, die zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens dienen.
Bei dem Bolzensetzgerät nach Abb. 1 ist angenommen, daß es sich um ein bekanntes Gerät handelt, bei
dem die Laufmündung 1 aus dem aus Sicherheitsgründen erforderlichen Schutzschild 2 herausragt. An der
Außenseite des Laufes sind Federn 3 angebracht, durch die die Verdämmungsscheibe 4 vor der Laufmünnung
festgehalten wird. Beim Ansetzen des Gerätes an das Aufnahmewerkstück, in das der Bolzen
eingeschossen werden soll, befindet sich somit die Scheibe 4 zwischen der Laufmündung und der Oberfläche
des Aufnahmewerkstückes und liegt dieser Fläche glatt an.
Abb. 2 zeigt einen Bolzen, bei dem die Aufrauhung des Bolzenschaftes aus Längsrillen 5 besteht.
Abb. 3 zeigt einen Bolzen mit einer Kreuzriff elung 6
auf dem Schaft.
Abb. 4 zeigt einen Bolzen mit steil Schraubenlinienförmig
verlaufenden Rillen 7 auf dem Schaft. Da die Rillen, wie dargestellt, ein Rechtsgewinde bilden, muß
der Bolzen entsprechend der Lehre des Patentes 1 061 705 rechtsdrehend eingetrieben werden. Bilden
dagegen die Rillen ein Linksgewinde, so muß der BoI-zen linksdrehend eingeschossen werden. Diese Drehung
kann dem Bolzen dadurch erteilt werden, daß ein Bolzensetzgerät mit wie bei Schußwaffen an sich
bekanntem, gezogenem Lauf verwendet wird. Die Drehung kann aber auch dadurch erzeugt werden, daß
an geeigneter Stelle, z. B. am Bolzenkopf oder an einem auf dem Bolzenschaft befestigten Führungsstück, eine Drallriffelung vorgesehen ist, deren
Schraubengänge im entgegengesetzten Drehsinn zu den Schraubengängen auf dem Bolzenschaft verlaufen.
In diesem Fall wird der Bolzen durch die Turbinenwirkung der durch die Drallriffelung streichenden
Pulvergase im Sinne des auf dem Schaft befindlichen Gewindes in Drehung versetzt.
In Abb. 5 ist ein derartiger Bolzen dargestellt, bei dem die steil schraubenlinienf örmigen Rillen 8 auf dem
Schaft ein Linksgewinde, das Schraubengewinde 9 auf dem Kopf ein Rechtsgewinde bilden. Dadurch, daß
die Pulvergase durch die Rillen des Gewindes 9 abgelenkt werden, erhält der Bolzen eine Linksdrehung,
d. h., wie erforderlich, eine Drehung im Sinne des Gewindes 8.
Abb. 6 zeigt eine ähnliche Ausführungsform, bei der auf dem Schaft ein Führungsstück 10 mit rechtsgängigen
Rillen beispielsweise durch Punktschweißung 11 befestigt ist, während der Schaft selbst ebenso wie bei
der Ausführungsform nach Abb. 5 ein Linksgewinde aufweist.
Claims (3)
1. Verfahren zum Einschießen von Bolzen in aus Metall, insbesondere aus~Stähl, bestehende Aufnahmewerkstücke
unter Verwendung von zuvor auf die Einschußstellen des Aufnahmewerkstückes aufzulegenden und von den Bolzen zur Erhöhung
ihrer Haftfestigkeit im Aufnahmewerkstück zu durchschießenden Verdämmungsscheiben, die aus
einem weicheren Metall als das Aufnahmewerkstück, vorzugsweise aus Aluminium, bestehen, nach
Patent 1035 068, gekennzeichnet durch die Verwendung
von Bolzen, deren Schaft mindestens auf einem in das Aufnahmewerkstück eindringenden
Teil seiner Länge anders als durch Querrillen aufgerauht, z. B. mit einer Kreuzriff elung oder in an
sich bekannter Weise mit längs oder steil schraubenlinienförmig verlaufenden Rillen versehen ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1 zum Einschießen von Bolzen, deren Schaft mindestens auf einem
Teil seiner Länge mit steil schraubenlinienförmig verlaufenden, ein Gewinde bildenden Rillen versehen
ist, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Verwendung eines Bolzensetzgerätes mit gezogenem
Lauf oder durch die Verwendung von Bolzen mit einem treibgasbeeinflußten, turbinen- oder
raketenartig ausgebildeten Teil jeder Bolzen während seiner Bewegung durch den Lauf im Sinne
des auf dem Bolzenschaft vorgesehenen, in das Aufnahmewerkstück eindringenden Gewindes in
Drehung versetzt wird.
3. Bolzen zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
einen größeren Durchmesser als der Schaft aufweisende Bolzenkopf (9) oder ein auf dem Schaft
fest angeordnetes muffenförmiges Führungsstück (10) dadurch als treibgasbeeinflußter turbinenartiger
Teil ausgebildet ist, daß dieser Teil mit schraubenlinienförmig verlaufenden Rillen versehen
ist, die ein Gewinde bilden, das zu dem auf dem Schaft vorgesehenen Gewinde (8) entgegengesetztgängig
ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 928 437;
deutsche Gebrauchsmuster Nr. 1675473, 1696078; österreichische Patentschrift Nr. 191352;
britische Patentschrift Nr. 671119;
USA.-Patentschriften Nr. 2 666 252, 2 676 508.
Deutsche Patentschrift Nr. 928 437;
deutsche Gebrauchsmuster Nr. 1675473, 1696078; österreichische Patentschrift Nr. 191352;
britische Patentschrift Nr. 671119;
USA.-Patentschriften Nr. 2 666 252, 2 676 508.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 109 510/95 2.61
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH23883A DE1099960B (de) | 1955-06-28 | 1958-04-14 | Verfahren zum Einschiessen von Bolzen in aus Metall, insbesondere aus Stahl, bestehende Aufnahmewerkstuecke |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH18234A DE1035068B (de) | 1955-06-28 | 1955-06-28 | Verfahren zum Einschiessen von Bolzen in aus Metall, insbesondere aus Stahl, bestehende Aufnahmewerkstuecke |
| DESCH23883A DE1099960B (de) | 1955-06-28 | 1958-04-14 | Verfahren zum Einschiessen von Bolzen in aus Metall, insbesondere aus Stahl, bestehende Aufnahmewerkstuecke |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1099960B true DE1099960B (de) | 1961-02-16 |
Family
ID=25992702
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DESCH23883A Pending DE1099960B (de) | 1955-06-28 | 1958-04-14 | Verfahren zum Einschiessen von Bolzen in aus Metall, insbesondere aus Stahl, bestehende Aufnahmewerkstuecke |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1099960B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3505920A (en) * | 1967-11-02 | 1970-04-14 | Hilti Ag | Anchoring elements |
| US3505919A (en) * | 1967-04-14 | 1970-04-14 | Hilti Ag | Anchoring device having a knurled anchoring surface |
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-
1958
- 1958-04-14 DE DESCH23883A patent/DE1099960B/de active Pending
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