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Vorrichtung zum Zusammenkleben von Furnieren längs ihrer Fuge mittels
Klebestreifen Gegenstand der Patentanmeldung B 46760 I b/38 c ist eine Vorrichtung
zum Zusammenkleben von Furnieren längs ihrer Fuge mittels Klebestreifen durch eine
den Klebestreifen zuführende und andrückende Klebedruck-rolle unter gleichzeitigem
Zusammendrükken der Furnierkanten in der Fuge mittels Förderrollen,, deren Umlaufebenen
spiegelbildlich zueinander unter einem spitzen Winkel zur senkrechten Maschinenmittelebene
liegen, wobei die Förderrollen unterhalb der Kleberolle und unterhalb seitlich dieser
angebrachter Gegendruckrollen angeordnet sind.
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Bei der Vorrichtung gemäß der Hauptpatentanmeldung wird die Steuerung
der Vorrichtung hinsichtlich einer unterschiedlichen Dicke der zu klebenden Furniere
und hinsichtlich des Furniervorschubes durch den hubbeweglichen Support und von
der Oberseite der Tischplatte aus bewirkt. Hierbei ist es notwendig, die Höheneinstellung
des Supportes für jede vorkominende Dicke des zu klebenden Furniers gesondert vorzunehmen.
Das bereitet an sich keine Schwierigkeiten, jedoch ist es wünschenswert, eine solche
gesonderte Höheneinstellung für jede vorkommende Dicke des Furniers nicht durchführen
zu müssen. Dies ist besonders dann wesentlich, wenn kurzfristig nacheinander im
häufigen Wechsel Furniere verschiedener Dicke geklebt werden sollen und/oder wenn
die Bedienung der Vorrichtung durch ungelerntes Personal erfolgt. Weiterhin hat
es sich als störend erwiesen, daß das Furnier nach Durchlauf durch die Förderrollen
und Kleberolle ständig mit der angetriebenen Auszugsrolle in Frontakt bleibt. Dadurch
ist ein gewisser Nachlauf in der Furniervorschuhbewegung unvermeidbar.
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Die vorgeschlagene verbesserte Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen den beiden Förderrollen in der Ebene der Tischplatte eine bewegliche
Lasche angeordnet ist, die von. unten über eine federbelastete Hebelanordnung gegen
das Furnier und gegen die mit den Förderrollen zusammenwirkende Klebedruckrolle
drücken kann, wobei diese Hebelanordnung so beschaffen ist, daß ein mit der Gegendruckrolle
zusammenwirkendes Hebelsystem so betätigt werden kann, daß dieses Hebelsystem die
Gegendruckrolle und das zwischen der Auszugsrolle und dieser Gegendruckrolle befindliche
Furnier von der angetriebenen Auszugsrolle abhebt, wenn zwischen den Förderrollen
und der mit den Förderrollen zusammenwirkenden Kleberolle kein Furnier vorhanden
ist.
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Durch diese Anordnung wird erreicht, daß die Steuerung der Vorrichtung
von der Dicke der zu klebenden Furniere praktisch unabhängig wird, da die über der
Auszugsrolle befindliche Gegendruckrolle nicht mehr durch die über den Förderrollen
befindlichen Gegendruckrollen betätigt wird. Ein besonderer Vorteil der Steuerung
liegt darin, ciaß sie in unmittelbarer Nähe und beiderseits der Fugen erfolgt, so
daß auch ungleich lange Furniere durchlaufen, bis das längste Furnier die Klebedruckrolle
verlassen hat. Die Lasche dient zugleich zum Anheben und Festhalten des Klebestreifens.
Das federbelastete Hebelsystem in Verbindung mit der Lasche hält also unter dem
Druck der Feder das Klebeband fest und bremst die Klebedruckrolle ab. Der bei der
Auszugsrolle befindliche Hebel, der mit einem Magnet verbunden ist, bewirkt bei
entsprechender Betätigung des Magnets, daß das Furnier angehoben wird und somit
von der angetriebenen Auszugsrolle freigegeben wird. Dadurch kommt die Furniervorschubbewegung
fast unmittelbar zum Stillstand.
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Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend
an Hand der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel beschrieben. In den Zeichnungen
stellen dar: Fig. 1 eine schematische und teilweise geschnittene Seitenansicht eines
Ausführungsbeispiels der Erfindung.
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Fig. 2 eine Draufsicht auf die unterhalb der Maschinentischplatte
liegenden Teile.
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Unterhalb des Maschinentisches 10 ist ein Förderrollenpaar 5 und 5'
angeordnet. Die beiden Förderrollen liegen bezüglich ihrer Umfangsflächen im spitzen
Winkel zueinander und werden synchron von einer Antriebswelle 16 über die Antriebselemente
8, 8', 9
und 9' angetrieben. DieAntriebswelle16 trägt an einen Seite
ein Antriebsritzel 45. In der zwischen den beiden Förderrollen ,5 und 5' liegenden
Längsmittelebene der Vorrichtung ist ein Drehgelenk 46 angeordnet, das in Verbindung
mit einem Rahmengestell 47 eine geringfügige Höhenverschiebung der beiden Förderrollen
zum Ausgleich von Furnierungleichmäßigkeiten gegeneinander ermöglicht. Die beiden.
Förderrollen sind mithin in einer wippenähnlichen Vorrichtung gelagert.
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In, Vorschubrichtung 48 des Furniers 12 hinter den Förderrollen 5
und 5' liegend ist eine über ein Ritzel 49 angetriebene Auszugsrolle 7 angeordnet.
Diese Auszugsrolle 7 besitzt in an sich bekannter Weise eine etwas größere, beispielsweise
10o/oig größere Umfangsgeschwindigkeit als die Förderrollen. Dies kann in ebenfalls
an sich bekannter Weise durch entsprechende Wahl der Zähnezahlen an den Ritzeln
45 und/ oder 49 erfolgen.
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Oberhalb der beiden Förderrollen ist eine mit diesen zusammenwirkende
Kl-ebedruckrolle 3 an einem Hebel 50 um die Schwenkachse 51 schwenkbar angeordnet.
Die Klebedruckrolle 3 wird irgendwie, beispielsweise durch eine (nicht dargestellte)
Feder, gegen die Förderrollen 5 und 5' gedrückt. Seitlich der Kleberolle 3 sind
in an sich bekannter Weise Gegendruckrollen 4 angeordnet, die beispielsweise mittels
eines (nicht dargestellten) Feder- und Hebelsystems um die gleiche Schwenkachse
51 im Uhrzeigersinn verschwenkt werden.
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An einem an der Schwenkachse 52 angelenkten Hebel 53 ist eine Gegendruckrolle
6 schwenkbar gelagert, die mit der Auszugsrolle 7 zusammenwirkt und ebenfalls mittels
einer (nicht dargestellten) Vorrichtung nach unten gedrückt wird.
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Auf dem Maschinentisch und in der Längsmittelebene desselben ist eine
vorzugsweise keilförmige Anschlagleiste 11 angeordnet, die zur Führung der Furniere
dient und wahlweise ausgewechselt werden kann.
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In der Ebene der Tischplatte 10 und zwischen den Förderrollen 5 und
5' liegend ist eine Lasche 54 angebracht; diese Lasche ist mit ihrem in, Vorschubrichtung
48 gesehen vor den Förderrollen liegenden Ende 55 an dem Maschinentisch 10 befestigt.
Das zweite Ende dieser Lasche 54 ist frei nach oben und unten beweglich. Die Lasche
kann aus einem elastischen Material (z. B. Stahl) bestehen. In diesem Fall ist die
Verbindungsstelle bei 55 eine starre Verbindung. Die Lasche 54 kann aber auch aus
einem starren Material bestehen (z. B. Graugruß) ; in diesem Falle ist an der Stelle
55 eine Drehachse angeordnet. Unterhalb dieser Lasche und ebenfalls zwischen den
beiden Förderrollen 5 und 5' liegend ist ein Andruckhebel 56 vorgesehen, der um
eine Schwenkachse 57 schwenkbar gelagert ist. Das der Sch-,venkachse abgelegene
Ende 58 des Andruckhebels 56 liegt gegen die Lasche 54 an und kann mit einer gewölbten
Andruckfläche oder einer Rolle oder äquivalenten Mitteln versehen sein. Starr mit
dem Hebel 56 verbunden und zur entgegengesetzten Seite der Schwenkachse 57 hinweisend
ist ein weiterer Hebel 59 angebracht. Dieser Hebel wird beispielsweise durch die
Kraft einer Feder 60 nach unten gezogen, so daß das Ende 58 des Hebels 56 stets
gegen die Lasche 54 drückt.
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Mit dem Hebel 59 ist ein an sich bekanntes Schaltelement 61 verbunden,
das einen elektrischen Strom fließen läßt, wenn der Hebel 59 sich in der
weiter unten beschriebenen Weise nach unten bewegt bzw. nach unten bewegt hat. Seitlich
neben der Auszugsrolle 7 ist ein Hebel 62 vorgesehen, der um eine Schwenkachse 63
schwenkbar gelagert ist. Dieser Hebel endet mit seinem Ende 64 in der Ebene des
Maschinentisches, wenn er sich in seiner Normalstellung befindet, d. h. wenn sich
Furnier in der gesamten Vorrichtung befindet. Der Hebel 62 wird über die Schwenkachse
63 hinweg fortgesetzt als Hebel 65. Dieser Hebel 65 ist mit einem an sich bekannten
elektromagnetischen Betätigungssystem 66 verbunden.
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Die Wirkungsweise der Anordnung ist folgende: Zwei zusammenzufügende
Furniere werden mit ihren Stoßkanten an dem Anschlußkeil 11 entlang von Hand zwischen
die Förderrollen 5 und 5' und die Gegendruckrollen 4 einerseits und der Klebedruckrolle
3 andererseits eingeführt. Beim Durchlauf der Furniere wird infolge der Schrägstellung
der Förderrollen 5 und 5' der erforderliche Anpreßdruck in der Furnierfuge erzielt.
Von einer nur schematisch dargestellten Vorrichtung aus läuft ein Klebestreifen
2 über die Klebedruckrolle 3; er wird dabei in an sich bekannter Weise beim Zusammentreffen
mit dem Furnier 12 auf die Fuge des Furniers aufgeklebt.
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Das zusammengeklebte Furnier läuft dann nach Verlassen der Förderrollen
5 und 5' und der Klebedruckrolle 3 in Vorschubrichtung 48 weiter durch die Auszugsrolle
7 und die Gegendruckrolle 6 hindurch nach außen. Sobald das Ende des zu klebenden
Furniers durch die Berührungslinie zwischen den Förderrollen 5 und 5' und der Klebedruck-rolle
3 hindurchgetreten ist und das freie Ende der Lasche 54 erreicht hat, tritt das
Hebelsystem 58, 57, 59 durch die Wirkung der Feder 60 in Tätigkeit. Die Feder 60
zieht den Hebel 59 nach unten, wodurch der Hebel 58 nach oben schwenkt, da nunmehr
der bislang von dem Furnier 12 auf die Lasche 54 ausgeübte Gegendruck entfällt.
Durch die Abwärtsbewegung des Hebels 59 wird das Schaltelement 61 betätigt. Der
Hebel 58 drückt gegen die Lasche 54 und bewegt diese nach oben gegen die Klebedruckrolle
3, wodurch diese abgebremst und der Klebestreifen 2 angehalten wird.
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Durch die Betätigung des Schaltelementes 61 wird die damit elektrisch
verbundene elektromagnetische Vorrichtung 66 unter Strom gesetzt. Hierdurch wird
der Hebel 65 nach unten und der Hebel 62, 64 entsprechend in Richtung
B nach oben geschwenkt. Durch diese Bewegung wird das verklebte Furnier von der
Auszugsrolle 7 abgehoben, wobei es sich annähernd um den Weg des Hebelendes 64 von
der Tischplatte 10 abhebt. Bei dieser Bewegung verschwenkt die Gegendruckrolle 6
in Richtung A.
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Da nunmehr das verklebte Furnier mit keiner der angetriebenen Rollen
mehr in Verbindung steht, bleibt es in dieser Stellung liegen, und zwar wegen der
Reibung zwischen Hebelende 64 und Furnier unmittelbar nach Beendigung des gesamten
Durchlaufes des Furniers durch die Klebedruckrolle 3 und die Förderrollen 5 und
5' hindurch.
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Die Maschine läuft dabei im Leerlauf weiter, wobei sich die angetriebenen
Rollen 5 und 5'- und 7 drehen, während die Rollen 3 und 6 stillstehen. Die Gegendruckrollen
4 drehen sich ebenfalls leer, weil sie ohne Furnierzwischenlage durch Federwirkung
mit den Förderrollen 5 und 5' in Kontakt kommen. Nunmehr kann ein neues Furnier
12 eingeführt werden. Sobald dieses neu eingeführte Furnier zwischen die Förderrollen
5 und 5' und die Klebedruckrolle 3 gerät, wird die Lasche 54 nach unten gedrückt.
Hebel 58 schwenkt nach unten, Hebel 59 nach oben, Schaltelement 61 wird freigegeben,
dadurch wird die elektromagnetische
Vorrichtung 66 stromlos und
ausgelöst, Hebel 65 schwenkt nach oben, Hebel 62 nach unten, das zuerst verklebte
Furnier fällt unter den Druck der Gegendruckrolle 6 auf die Auszugsrolle 7 und wird
weitertransportiert.
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Durch die verschiedenen Umfangsgeschwindigkeiten von Förderrollen
5 und 5' einerseits und Auszugsrolle 7 andererseits reißt der Klebestreifen zwischen
dem zuerst und dem danach eingeführten Furnier. Hierdurch wird in an sich bekannter
Weise eine Trennung der beiden verklebten Furnierstreifen quer zur Vorschubrichtung
48 bewirkt.
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Im beschriebenen Ausführungsbeispiel ist die Schwenkachse 57 in dem
Rahmengestell 47, das als Ausgleichswippe für die beiden Förderrollen 5 und 5' wirkt,
gelagert. Es ist aber auch möglich, die Achse 57 unmittelbar am Maschinenrahmen
zu lagern.