DE1099259B - Klopffester Kraftstoff fuer Ottomotoren - Google Patents
Klopffester Kraftstoff fuer OttomotorenInfo
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- C10L10/00—Use of additives to fuels or fires for particular purposes
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- C10L1/10—Liquid carbonaceous fuels containing additives
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Description
Die Erfindung betrifft Kraftstoffe für Ottomotoren mit verbesserter Klopffestigkeit.
Es ist bekannt, daß Verbrennungsmotoren unter vielen Betriebsbedingungen des Motors klopfen, z. B. bei sich
ändernden Geschwindigkeiten, je nach dem Grad der Vorzündung, dem Kompressionsverhältnis, dem Verhältnis
der Treibstoff-Luft-Mischung, den Temperaturen und dem Druck auf der Einlaßseite. Wegen dieser verschiedenen
Betriebsbedingungen des Motors kann dieser unter geringer oder starker Beanspruchung klopfen. Die
Industrie versteht unter »geringer« Beanspruchung in der Regel, wenn der Motor bei verhältnismäßig niedriger
Geschwindigkeit, Spätzündung oder geringen Betriebstemperaturen klopft, wie dies normalerweise bei den
bekannten Personenkraftwagen beobachtet wird. »Starke« Beanspruchung tritt andererseits bei hohen Motorgeschwindigkeiten,
Vorzündung, hohen Betriebstemperaturen oder hohen Drücken in der Speiseleitung auf
und ist z. B. bei hochtourigen Kraftwagenmotoren oder bei normalem Betrieb von Flugzeugmotoren der Fall.
Die Entwicklung von Verbrennungsmotoren mit hohen Kornpressionsverhältnissen brachte einen Bedarf an
hochwertigen Kraftstoffen mit erhöhter Klopffestigkeit über den ganzen vorstehend erwähnten Bereich der
Betriebsbedingungen von Motoren mit sich. Sorgfältige Raffinierung und Mischung von Kraftstoffkomponenten
kann einen Kraftstoff ergeben, dessen Klopffestigkeit unter den vorstehend erwähnten Bedingungen befriedigend
ist. In der Regel wird heute jedoch Bleitetraäthyl Klopffester Kraftstoff für Ottomotoren
Anmelder:
E. I. du Pont de Nemours and Company, Wilmington, Del. (V. St. A.)
Vertreter: Dipl.-Ing. E. Prinz
und Dr. rer. nat. G. Hauser, Patentanwälte,
München-Pasing, Bodenseestr. 3 a
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 18. Februar 1957
V. St. v. Amerika vom 18. Februar 1957
Charles Anthony Sandy und James Herbert Werntz,
Wilmington, Del. (V. St. A.),
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
durch einen Gehalt an einem Lithiumsalz einer organischen sekundären Carbonsäure entsprechend einer
Menge von mindestens l,3-10~2g Lithium pro Liter.
Die an dem der Carboxylgruppe benachbarten Kohlen-
in diesen Kraftstoffmischungen zur Verbesserung der 30 stoffatom sitzenden organischen Gruppen können ali-Klopffestigkeit
verwendet, was nicht leicht und wirt- phatisch, cycloaliphatisch oder aromatisch sein, und
schaftlich durch Raffinierung erhalten werden kann. Bleitetraäthyl wird verbreitet verwendet, da es über
den weiten Bereich der vorstehend erwähnten Betriebsbedingungen des Motors eine verbesserte Klopffestigkeit 35
verleiht. Die Verwendung von Bleitetraäthyl besitzt jedoch ihre Nachteile. Bei jedem weiteren Zusatz an
Bleitetraäthyl erzielt man nur einen Bruchteil der Verbesserung der Klopffestigkeit, wie man sie bei jedem
vorhergehenden Zusatz erzielte. Bestimmte Kraftstoffe 40 für Ottomotoren, insbesondere solche, die große Mengen
an aromatischen und/oder olefinischen Bestandteilen enthalten, reagieren ziemlich schlecht auf Bleitetraäthyl,
insbesondere bei der normalen oberen Grenze von 0,8 ecm Bleitetraäthyl pro Liter in Kraftwagenmotoren 45 Staub oder Pulver oder mit Lösungsmitteln eingeführt
oder 1,2 ecm pro Liter in Flugzeugmotoren. werden, in welchen sie entweder allein oder zusammen
Die Erfindung schafft nun über den gesamten Betriebs- mit den zusätzlichen Antiklopflösungen, z. B. den in
bereich des Motors klopffeste Kraftstoffe. Die erfindungs- Flugzeugmotoren verwendeten Wasser-Alkohol-Mischungemäßen
neuen Kraftstoffe sind viel klopffester als alle gen oder den in Kraftwagenmotoren verwendeten Blei-Bleitetraäthyl
allein enthaltenden. Sie können insbeson- 5° tetraäthyl-Alkohol-Mischungen, enthalten sind.
dieses Kohlenstoffatom kann ein Glied eines Ringsystems bilden. Die erfindungsgemäß zu verwendenden Säuren
enthalten zweckmäßig 4 bis 18 Kohlenstoffatome.
Die erfindungsgemäßen Kraftstoffe eignen sich vor allem für Motoren mit Brennstoffeinspritzsystem, da bei
gewöhnlicher Vergasung viele Kraftstoffzusätze nicht stark genug angesaugt werden, um einen Niederschlag
in dem Ansaugsystem über eine ausreichend lange Betriebszeit zu verhindern. Die erfindungsgemäßen Zusätze
sind jedoch unabhängig von der Methode, nach welcher sie in den Motorzylinder eingeführt werden,
wirksam. Obwohl sie üblicherweise mit dem Kraftstoff zusammen eintreten, können sie doch auch getrennt als
dere in Flugzeugmotoren oder in den in letzter Zeit gebauten Kraftwagenmotoren mit hoher Kompression
verwendet werden.
Die erfindungsgemäßen Kraftstoffe kennzeichnen sich Zur Erläuterung der Erfindung dient eine Anzahl von Beispielen, in welchen vergleichsweise die Wirkung der erfindungsgemäßen Verbindungen in unverbleiten und verbleiten Kraftstoffen gezeigt wird.
Die erfindungsgemäßen Kraftstoffe kennzeichnen sich Zur Erläuterung der Erfindung dient eine Anzahl von Beispielen, in welchen vergleichsweise die Wirkung der erfindungsgemäßen Verbindungen in unverbleiten und verbleiten Kraftstoffen gezeigt wird.
109 509/30P
In den Beispielen 1 bis 7 wurden Kraftstoffproben sowohl unter einfachen als auch unter schwierigeren
Bedingungen in einem der Waukesha-ASTM-D 909-49 T-Knock-Test-Methode entsprechenden Einzylindermotor
zur Bestimmung des Klopfbereiches getestet, wobei der letztere mit einem Zylinderkopf mit vier Öffnungen und
einem kopfgesteuerten Ventil ausgerüstet ist, mit dem verschiedene Kompressionsverhältnisse erzielt werden
können. Der Motor wird auf einem Prüfstand mit einem geeigneten Generator montiert, welcher die Leistung der
Maschine absorbiert. Eine in der für diesen Motortyp üblichen Stellung angebrachte Zündkerze, ein Gerät zur
Messung der Geschwindigkeit der Druckänderung und ein Stahlstöpsel nehmen drei der vier Öffnungen in dem
Zylinderkopf ein. Ein Brennstoffinjektor gemäß der Waukesha-ASTM-D 909-49 T-Knock-Test-Methode wird
mittels eines Zwischenstücks in die vierte Öffnung des Kopfes eingesetzt und mit Kraftstoff von der Kraftstoffeinspritzpumpe
gespeist. Auf diese Weise wird der Kraftstoff direkt in den Verbrennungsraum eingespritzt. Bei
laufendem Motor wird das Auftreten von Klopferscheinungen schon bei Andeutung einer Klopferscheinung
mittels des in dem Zylinderkopf angeordneten Gerätes zur Messung der Druckänderung festgestellt. Das von
diesem Gerät ausgesendete Signal führt in einen Katodenstrahloszillographen, und das Auftreten von Klopferscheinungen
macht sich als ein Zerreißen der Druckänderungskurve auf dem Schirm des Oszillographen
bemerkbar. Der Motor wird unter den folgenden Bedingungen betrieben.
| Testbedingungen | einfach. | schwieriger |
| 600 | 1200 | |
| 13 | 30 | |
| 50 | 50 | |
| 0,0800 ± 0,0005 | 0,0700 ± 0,0005 | |
| 750 | 750 | |
| 100 | 100 | |
| 93 | 93 | |
| 71 | 71 |
Geschwindigkeit, Umdrehung pro Minute
Vorzündung (Grad vor oberem Totpunkt)
Zeitpunkt der Kraftstoffeinspritzung (Grad nach dem
oberen Totpunkt beim Einlaßhub)
Kraftstoff-Luft-Verhältnis
Luftdruck in der Ansaugleitung (mm Hg absolut) ....
Kühlmitteltemperatur, 0C
Ansauglufttemperatur, 0C
Öltemperatur, 0C
Kompressionsverhältnis
Unter diesen Betriebsbedingungen wird die Klopffestigkeit aller hier getesteten Kraftstoffe durch Vergleich
des höchsten klopffreien Kompressionsverhältnisses dieser Kraftstoffe zu dem von hochwertigen Kraftstoffen
bestimmt, die aus Mischung von Isooctan und n-Heptan mit einer Bewertungsziffer unter 100 und Isooctan plus
Bleitetraäthyl mit einer Bewertungsziffer über 100 bestehen. Die Klopffestigkeit aller getesteten Kraftstoffe
wird in Army-Navy-Bewertungsziffern ausgedrückt, wie
sie in den Tabellen VII und VIII in der ASTM Aviation Method (D 614-49 T) definiert sind. Diese Methode ist
in dem ASTM Manual of Engine Test Methods for Rating Fuels, veröffentlicht von der American Society
for Testing Materials, Oktober 1952, beschrieben.
Diese Teste und die Testbedingungen wurden zur Bewertung von Antiklopfmitteln unter denselben Bedingungen,
wie sie beim Betrieb von Kraftwagen auftreten, entwickelt.
Das in den Beispielen 1 bis 6 verwendete Benzin ist ein typisches handelsübliches Benzin mit einer Octanzahl
von 87 als F-I-Untersuchungsergebnis.
Zu einer 0,8 ecm Bleitetraäthyl und 50 ecm Methanol
pro Liter als Lösungshilfsmittel enthaltenden Benzinprobe mit einer Bewertungsziffer von 100 unter den
einfachen Testbedingungen und von 85 unter den strengeren Testbedingungen werden 1,2 g Lithium-2-äthylbutyrat
pro Liter zugegeben. Daraufhin steigen die Bewertungsziffern unter den einfachen Testbedingungen
auf 107 und unter den strengeren Testbedingungen auf 96 an.
Eine 0,8 ecm Bleitetraäthyl und 50 ecm Methanol
pro Liter als Lösungshilfsmittel enthaltende Benzinprobe mit einer Bewertungsziffer von 103 unter den einfachen
Testbedingungen und von 78 unter den strengeren Testbedingungen wird mit 1,2 g Lithium-2-äthylkaproat pro
so variiert, daß beginnende
Klopferscheinungen bemerkbar sind
Klopferscheinungen bemerkbar sind
Liter versetzt. Daraufhin steigen die Bewertungsziffern unter den einfachen Testbedingungen auf 115 und unter
den strengeren Testbedingungen auf 87 an.
Eine 0,8 ecm Bleitetraäthyl und 50 ecm Methanol pro
Liter als Lösungshilfsmittel enthaltende Benzinprobe mit einer Bewertungsziffer von 102 unter den einfachen
Testbedingungen und von 81 unter den strengeren Testbedingungen wird mit 2,3 g LitHum-2,3-dicyclohexylpropionat
pro Liter versetzt. Daraufhin steigt die Bewertungsziffer unter den einfachen Testbedingungen
auf 108 und unter den strengeren Testbedingungen auf 89 an.
Eine 0,8 ecm Bleitetraäthyl und 50 ecm Methanol pro
Liter als Lösungshilfsmittel enthaltende Benzinprobe mit einer Bewertungsziffer von 103 unter den einfachen
Testbedingungen und von 78 unter den strengeren Testbedingungen wird mit 2,3 g des Lithiumsalzes von Cyclokapronsäure
pro Liter versetzt. Daraufhin steigt die Bewertungsziffer unter den einfachen Testbedingungen
auf 108 und unter den strengeren Testbedingungen auf 83 an.
Eine 0,8 ecm Bleitetraäthyl und 50 ecm Methanol pro
Liter als Lösungshilfsmittel enthaltende Benzinprobe mit einer Bewertungsziffer von 108 unter den einfachen
Testbedingungen und von 80 unter den strengeren Testbedingungen wird mit 2,1 g Lithium-diphenylacetat pro
Liter versetzt. Daraufhin steigt die Bewertungsziffer unter den einfachen Testbedingungen auf 113 und unter
den strengeren Testbedingungen auf 84 an.
Eine 0,8 ecm Bleitetraäthyl und 40 ecm Glycohnonoäthyläther
pro Liter als Lösungshilfsmittel enthaltende
5 6
Benzinprobe mit einer Bewertungsziffer von 98 unter man die Lithiumverbindungen in wäßrigen Systemen
den einfachen Testbedingungen und von 81 unter den her, wobei man dann das Wasser durch Trommelstrengeren
Testbedingungen wird mit 1,8 g des Lithium- trocknung, Versprühungstrocknung oder auf andere
salzes von 2-Methyl-2-neopentylcyclopropancarbonsäure übliche Weise entfernt.
pro Liter versetzt. Daraufhin steigt die Bewertungsziffer 5 Die Erfindung ist auf Kohlenwasserstoff-Kraftstoffe
unter den einfachen Testbedingungen auf 107 und unter für Verbrennungskraftmaschinen und insbesondere auf
den strengeren Testbedingungen auf 91 an. Kraftstoffe anwendbar, die eine Mischung aus im Benzin-
„ . ·17 bereich siedenden Kohlenwasserstoffen oder aus einem
.Beispiel / raffinierten Benzin bestehen, wie es in der ASTM-
Eine 50 ecm Methanol pro Liter als Lösungshilfsmittel io Bezeichnung D288-53 (anerkannt 1939, revidiert 1953)
enthaltende Benzinprobe mit einer Bewertungsziffer von definiert ist. Die Erfindung eignet sich besonders für
80 unter den einfachen Testbedingungen und von 69 Kraftstoffe mit einer Bewertungsziffer von 40 oder höher,
unter den strengeren Testbedingungen wird mit 1,4 g wie sie mit Motoren mit Fremdzündung sowohl für
Lithium-2-äthylkaproat pro Liter versetzt. Daraufhin Kraftwagen als auch für Flugzeuge verwendet werden,
steigt die Bewertungsziffer unter den einfachen Test- 15 und zwar sind sie über den ganzen Betriebsbereich der
bedingungen auf 87 und unter den strengeren Test- Motoren verwendbar. Die erfindungsgemäßen Verbinbedingungen
auf 74 an. düngen dienen jedoch auch als Antiklopfmittel in geringerin
den Beispielen 8 bis 10 werden die Teste in einem wertigen Kraftstoffen vom Kerosin- oder JP-4-Typ
mit Brennstoffeinspritzsystem ausgerüsteten Motor gemäß (Strahlturbinentreibstoffe), wenn sie in hochleistungsdem
angegebenen ASTM-Verfahren durchgeführt, um 20 fähigen Maschinen mit Fremdzündung, z. B. Traktoren
die Klopffestigkeit von Kraftstoffen nach der Korn- usw., verwendet werden. Die erfindungsgemäß verwenpressormethode
zu zeigen. deten Lithiumsalze eignen sich sowohl in reinen als
_, . -ίο auch in verbleiten Kraftstoffen, die bis zu 1,6 ecm
.Beispiel 8 Bleitetraäthyl pro Liter enthalten. Diese Kraftstoffe
Jeweils zwei Proben eines handelsüblichen Flieger- 25 können verschiedene Mengen üblicher Additive entbenzins,
das 1,1 ecm Bleitetraäthyl und 50 ecm Äthanol halten, z. B. Spülmittel, Farbstoffe, Antioxydationspro
Liter als Lösungshilfsmittel enthält, und eine Be- mittel, Gefrierschutzmittel; Inhibitoren für Rostbildung,
wertungsziffer von 130 nach der ASTM-D 909-49T-' Korrosion, Gummibildung, Schleierbildung; Frühzün-Knock-Test-Methode
besaß, wird mit so viel Lithium- düngen verhindernde Mittel usw.
2-äthylkaproat versetzt, daß das gemischte Benzin 30 Die aus den Erdöldestillaten stammenden Kraftstoffe,
0,36 bzw. 0,7 g/l enthält. Daraufhin steigen die Bewer- denen die erfindungsgemäßen Additive zugegeben werden
tungsziffern nach der ASTM-D 909-49 T-Knock-Test- können, können Mittel enthalten, welche die Löslichkeit
Methode auf 150 bzw. 161 an. der Lithiumverbindungen in dem Kraftstoff fördern.
. -in Solche typischen Lösungshilfsmittel sind die in den
eispie 3;. vorstehenden Beispielen erwähnten, obwohl auch andere,
Eine Isooctanprobe, die 0,4 ecm Bleitetraäthyl pro z. B. mit Benzin mischbare Alkohole, Glycole, Ester,
Liter enthält, wird mit einer Äthanollösung von Lithium- Ketone, Amide und andere polare organische Flüssig-2-äthylbutyrat
versetzt, so daß die fertige Mischung keiten Verwendung finden können. Die Lithiumsalze
20 ecm Äthanol und 0,3 g der Lithiumverbindung pro können direkt in dem Benzingemisch gelöst oder als
Liter enthält. Dadurch wird die Bewertungsziffer von 40 konzentrierte Lösung in einem Lösungshilfsmittel zuverbleitem
Isooctan von 133 auf über 161 gemäß der gegeben werden.
ASTM-D 909-49 T-Knock-Test-Methode erhöht. Die für gewöhnlich verwendete Lithiummenge ändert
_ . . sich natürlich je nach der Qualität und der beabsich-
Beispiei IU tigten Endverwendung des Kraftstoffs. In der Regel
Jeweils zwei Isooctanproben werden mit einer Äthanol- 45 liegt die verwendete Menge der Lithiumverbindung
lösung von Lithium-2-äthylbutyrat versetzt, so daß die zwischen 0,01 und 13 g pro Liter Kraftstoff, wobei der
fertige Mischung 20 ecm Äthanol und 0,12 bzw. 0,3 g Bereich zwischen 0,13 und 5,3 g/l unabhängig von dem
der Lithiumverbindung pro Liter enthält. Dadurch Bleitetraäthylgehalt des Kraftstoffs zu bevorzugen ist.
steigt die Bewertungsziffer von Isooctan, bestimmt nach Im Gegensatz zu dem Verhalten von Bleitetraäthyl
der ASTM-D 909-49 T-Knock-Test-Methode von 100 auf 50 ergeben zusätzliche Anteile dieser Lithiumverbindungen
138 bzw. 158 an. Selbst bei Konzentrationen von nur in der Regel eine Verbesserung der Klopffestigkeit, die
0,01 g der Lithiumverbindung pro Liter wird noch eine etwa der mit dem vorhergehenden Anteil erzielten entbeträchtliche
Erhöhung der Bewertungsziffer erzielt. spricht. Das heißt, eine graphische Darstellung der
Die in den vorstehenden Beispielen zur Förderung Reaktion der Kraftstoffe auf diese Zusätze ist im
der Lösung der Lithiumverbindungen verwendete Lö- 55 wesentlichen linear.
sungsmittelmenge beeinflußt die Bewertungsziffer des Die Lithiumsalze sekundärer Carbonsäuren mit 4 bis
Kraftstoffs nicht merklich. 18 Kohlenstoffatomen erhöhen die Bewertungsziffern
Ganz allgemein können die erfindungsgemäßen Li- von benzinartigen Kraftstoffen, wenn sie in den anthiumverbindungen
sekundärer Carbonsäuren durch gegebenen Mengen zur Anwendung kommen. Außer den Reaktion entsprechender saurer organischer Verbin- όο in den vorstehenden Beispielen genannten können auch
düngen mit Lithium oder Lithiumhydrid, -hydroxyd, noch die Lithiumsalze anderer Säuren verwendet werden,
-alkoxyd oder -carbonat hergestellt werden. Man erhält Es sind dies z. B. Lithium-2-methylpropionat, Lithiumdie
Carbonsäuresalze leicht bei der Neutralisation der 2-methylbutanoat, Lithium-2-cyclopentylpropionat, Lifreien
Säure mit jeder basischen Lithiumverbindung, thium-^-methyl-S-cyclohexylpropionat, Lithium-2-äthylz.
B. mit Hydroxyd oder Carbonat, und anschließende 65 3,4-dimethylkaproat, das Lithiumsalz der 2-Methylcyclo-Abtrennung
des Salzes aus der Lösung. (Das Lösungs- kapronsäure und das Lithiumsalz der 3,4,8,9-Tetramittel
kann Wasser, Alkohol oder ein inertes organisches methylundecan-5-carbonsäure.
Lösungsmittel sein.) Die erfindungsgemäßen Salze können Außer der ausgeprägten Antiklopfwirkung der Lithium-
auch durch Verseifung eines Esters mit einer basischen salze sekundärer Carbonsäuren wurde gefunden, daß
Lithiumverbindung erhalten werden. Zweckmäßig stellt 70 die maximale Antiklopfwirkung, bestimmt nach der
ASTM-D^^T-Knock-Test-Methode, bei einem bedeutend
magereren Kraftstoff-Luft-Verhältnis als bei den unbehandelten Kraftstoffen eintritt, wenn diese
Lithiumverbindungen zur Erhöhung der Bewertungsziffer nahe bei oder über der Bewertungsgrenze des
Motors, d. h. 161, verwendet werden.
Ein weiterer Vorteil, der sich aus der Verwendung der erfindungsgemäßen Lithiumsalze insbesondere für
Flugzeugmotoren ergibt, besteht darin, daß sie nicht nur bei reichen Kraftstoff-Luft-Verhältnissen ausgeprägte
Antiklopfwirkungen, bestimmt nach der ASTM-D 909-49 T-Knock-Test-Methode, zeigen, sondern auch
bei mageren Kraftstoff-Luft-Verhältnissen, wie sie bei normalen Durchschnittsgeschwindigkeiten von Flugzeugen
herrschen, eine ausgeprägte Antiklopfwirkung besitzen.
Claims (2)
1. Klopffester Kraftstoff für Ottomotoren, gekenn
zeichnet durch einen Gehalt an einem LitMumsalz einer sekundären organischen Carbonsäure entsprechend
einer Menge von mindestens 1,3 · 10~2 g/l. ίο
2. Verfahren zum klopffesten Betrieb eines Ottomotors
unter Verwendung des Kraftstoffs nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Salz
dem Kraftstoff erst im Verbrennungsraum zugesetzt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US866364XA | 1957-02-18 | 1957-02-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1099259B true DE1099259B (de) | 1961-02-09 |
Family
ID=22199868
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP20133A Pending DE1099259B (de) | 1957-02-18 | 1958-02-11 | Klopffester Kraftstoff fuer Ottomotoren |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1099259B (de) |
| GB (1) | GB866364A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1116939B (de) | 1959-02-17 | 1961-11-09 | Du Pont | Zusatzgemisch fuer Treibstoffe fuer Ottomotoren und dasselbe enthaltende Treibstoffe |
| DE1126674B (de) | 1960-03-18 | 1962-03-29 | Du Pont | Motortreibstoff fuer Verbrennungsmotoren |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NL1030700C2 (nl) * | 2005-12-19 | 2008-09-24 | Jan Arie Michael Andre De Geus | Brandstof voor Verbrandingsmotoren en Gasturbines met daaraan toegevoegde Nukleair Fuserende Component. |
-
1958
- 1958-02-06 GB GB3879/58A patent/GB866364A/en not_active Expired
- 1958-02-11 DE DEP20133A patent/DE1099259B/de active Pending
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1116939B (de) | 1959-02-17 | 1961-11-09 | Du Pont | Zusatzgemisch fuer Treibstoffe fuer Ottomotoren und dasselbe enthaltende Treibstoffe |
| DE1126674B (de) | 1960-03-18 | 1962-03-29 | Du Pont | Motortreibstoff fuer Verbrennungsmotoren |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB866364A (en) | 1961-04-26 |
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