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DE1099046B - Mit 2 Sendefrequenzen arbeitendes Fernsteuerrelais, insbesondere fuer UEberlagerungsfernsteueranlagen - Google Patents

Mit 2 Sendefrequenzen arbeitendes Fernsteuerrelais, insbesondere fuer UEberlagerungsfernsteueranlagen

Info

Publication number
DE1099046B
DE1099046B DES30680A DES0030680A DE1099046B DE 1099046 B DE1099046 B DE 1099046B DE S30680 A DES30680 A DE S30680A DE S0030680 A DES0030680 A DE S0030680A DE 1099046 B DE1099046 B DE 1099046B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
remote control
switching
switch
systems
tuned
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES30680A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Hans Edler
Hermann Ebert
Paul Paschen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES30680A priority Critical patent/DE1099046B/de
Publication of DE1099046B publication Critical patent/DE1099046B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • H02J13/1313
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
    • Y02E60/00Enabling technologies; Technologies with a potential or indirect contribution to GHG emissions mitigation
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y04INFORMATION OR COMMUNICATION TECHNOLOGIES HAVING AN IMPACT ON OTHER TECHNOLOGY AREAS
    • Y04SSYSTEMS INTEGRATING TECHNOLOGIES RELATED TO POWER NETWORK OPERATION, COMMUNICATION OR INFORMATION TECHNOLOGIES FOR IMPROVING THE ELECTRICAL POWER GENERATION, TRANSMISSION, DISTRIBUTION, MANAGEMENT OR USAGE, i.e. SMART GRIDS
    • Y04S40/00Systems for electrical power generation, transmission, distribution or end-user application management characterised by the use of communication or information technologies, or communication or information technology specific aspects supporting them
    • Y04S40/12Systems for electrical power generation, transmission, distribution or end-user application management characterised by the use of communication or information technologies, or communication or information technology specific aspects supporting them characterised by data transport means between the monitoring, controlling or managing units and monitored, controlled or operated electrical equipment
    • Y04S40/121Systems for electrical power generation, transmission, distribution or end-user application management characterised by the use of communication or information technologies, or communication or information technology specific aspects supporting them characterised by data transport means between the monitoring, controlling or managing units and monitored, controlled or operated electrical equipment using the power network as support for the transmission

Landscapes

  • Relay Circuits (AREA)

Description

  • Mit 2 Sendefrequenzen arbeitendes Fernsteuerrelais, insbesondere für Uberlagerungsfernsteueranlagen Überlagerungsfernsteueranlagen für Starkstromnetze arbeiten meist mit Tonfrequenzen, also mit einem Frequenzbereich, bei dem im Gegensatz zur Hochfrequenz die Resonanzkurve eines Schwingungskreises bei wirtschaftlichen Abmessungen seiner Teile verhältnismäßige flach verläuft. Es ist deshalb oft schwierig, manches Mal sogar unmöglich, als Empfangsrelais durch einen Kondensator auf die Überlagerungsfrequenz abgestimmte Schaltmagnete zu verwenden, da die Gefahr besteht, daß diese Relais wegen ihrer geringen Selektivität durch Nachbarfrequenzen, höhere Netzharmonische, Störimpulse usw. betätigt werden. Viel schärfer ist in diesem Frequenzbereich nach bekannten Gesetzen die Resonanzkurve eines mechanischen Schwingungssystems ausgeprägt, doch tritt hier wieder die andere Schwierigkeit auf, die mechanische Schwingbewegung in eine eindeutige Schaltbewegung überzuführen, insbesondere, wenn diese Schaltbewegung wegmäßig genau festliegen soll.
  • Aber auch noch eine andere Schwierigkeit tritt bei solchen Anlagen auf. Die Starkstromnetze sind unterteilt, und die einzelnen Teile sind durch Transformatoren miteinander und auch mit Nachbarnetzen gekoppelt. Diese Kopplungsstellen müssen je nach den Verhältnissen für die überlagerten Ströme durchlässig oder nicht durchlässig sein. Werden im einzelnen Fall diese Forderungen nicht erfüllt, dann müssen diese Stellen durch Leitkreise überbrückt oder durch Sperrkreise abgesperrt werden. Verwendet man, nun eine Vielzahl von Steuerfrequenzen, die weiter auseinanderliegen, dann müßten diese Leit- und Sperrkreise vor jeder Sendung auf die jeweilige Überlagerungsfrequenz fernabgestimmt werden. Dies ist umständlich und teuer. Hinsichtlich derAusbreitung der Überlagerungsenergie ist es deshalb :günstiger, nur mit einer oder mit einigen wenigen Steuerfrequenzen zu arbeiten, damit man fest abgestimmte Kreise verwenden oder sich auf jenen Frequenzbereich beschränken kann, für den die betreffende Kopplungsstelle in Netzen durchlässig ist. Soll man nun aber mit einer oder wenigen Frequenzen eine Vielzahl verschiedener Steuerakte durchführen, dann fallen die Empfangsrelais wenigstens für den Betrieb von, Massenapparaten, wie Warmwasserspeichern, Tarifgeräten usw., viel zu teuer aus. So hat man z. B. für solche Zwecke Empfangsrelais verwendet, die einen von einem Laufwerk angetriebenen Wähler haben, der durch einen Startimpuls in Gang gesetzt wurde. Der eigentliche Fernsteuerakt wurde beispielsweise durch einen in einem bestimmten, je nach der Art des Fernsteueraktes verschiedenen Zeitabstand gesendeten Vollzugsimpuls ausgeführt.
  • Die Erfindung geht darauf aus, trotz Beschränkung auf wenige Steuerfrequenzen mit billigen Empfangsrelais ohne Verzicht auf eine Vielzahl von Steuerakten auszukommen. Dabei sollen die Empfangsrelais so selektiv arbeiten, daß sie durch Netzharmonische und andere Störungen nicht beeinflußt werden. Die Erfindung macht von an sich oder in Verbindung mit anderen Teilen bekannten Mitteln Gebrauch und besteht in einer neuartigen zweckgerichteten Kombination solcher Mittel.
  • Bei einer bekannten Fernsteuereinrichtung, die mit mechanischen Schwingsystemen und mit zwei verschieden abgestimmten Sendefrequenzen arbeitet, ist zur schrittweisen Bewegung einer Schaltscheibe ein Schrittschaltwerk vorgesehen, das zwei mechanische, auf je eine der beiden Sendefrequenzen abgestimmte Schwingsysteme in Form von Federzungen aufweist. Die beiden Schwingsysteme wirken auf je eines von zwei mit der Schaltscheibe auf der gleichen Welle sitzenden Klinken- bzw. Steuerrädern ein. Durch Senden der einen Frequenz wird die Schaltscheibe mittels des einen Schwingsystems bis in eine Endlage vorbewegt, in der sie den zu vollziehenden Schaltvorgang auslöst, worauf durch Senden der anderen Frequenz die Schaltscheibe mittels des zweiten Schwingsystems wieder in ihre Anfangslage übergeführt wird. Mit jeder der beiden Frequenzen muß also eine bestimmte Mindestanzahl von Impulsen gesendet werden, damit das jeweils zugehörige Klinkenrad die Schaltscheibe um die vorgegebene Wegstrecke fortbewegt. Die beiden Klinkenräder sind aber nur auf dem halben Umfang gezahnt; man darf also im Hinblick darauf, daß gelegentlich ein oder einige Impulse zu schwach ausfallen und die Schaltscheibe nicht weiterbewegen, unbedenklich auch mehr als die erforderliche Mindestanzahl Impulse senden. Ein Mangel dieser bekannten Vorrichtung besteht indessen darin, daß sie auch- auf Störimpulse ansprechen kann.
  • Auch bei einer anderen bekannten. Fernsteuereinrichtung wird eine Schaltscheibe mittels eines Klinkenrades schrittweise weiterbewegt, doch werden dabei elektrische Schwingsysteme verwendet, wobei außerdem nach dem Impulszahlverfahren gearbeitet wird. Durch Senden einer ganz bestimmten Anzahl Impulse der einen Frequenz bewegt ein auf diese Frequenz abgestimmtes elektrisches Schwingsystem das Klinkenrad bis in eine Stellung vor, in der es eine Umschaltung des elektrischen Schwingsystems auf die zweite Sendefrequenz herbeiführt, und erst durch das darauf vorzunehmende Senden einer ebenfalls ganz bestimmten Anzahl Impulse der zweiten Frequenz wird die Schaltscheibe weiterbewegt. Dabei kann entweder nach jeder dieser beiden Bewegungen oder auch nur nach der zweiten Bewegung ein Schaltvorgang mit einerVerzögerungszeit ausgelöst werden. Da diese Vorrichtung indessen nach dem Impulszahlverfahren arbeitet, so hat sie gegenüber der vorher genannten bekannten Vorrichtung den Nachteil, daß für jede Bewegung der Schaltscheibe um eine vorbestimmte Wegstrecke, wie schon erwähnt, eine genau einzuhaltende Anzahl Impulse erforderlich ist.
  • Die Erfindung geht darauf aus, trotz Beschränkung auf wenige Steuerfrequenzen mit billigen mechanischen Empfangsrelais und' ohne Verzicht auf eine Vielzahl von Steuerakten auszukommen. Dabei sollen die Empfangsrelais so selektiv arbeiten, daß sie durch Netzharmonische und andere Störungen nicht beeinflußt werden. Die Erfindung macht von an sich oder in Verbindung mit anderen Teilen bekannten Mitteln Gebrauch und besteht in einer neuartigen, zweckgerichteten Kombination solcher Mittel.
  • Die Erfindung bezieht sich ebenfalls auf ein mit zwei Sendefrequenzen arbeitendes Fernsteuerrelais, insbesondere zur Verwendung für Überlagerungsfernsteueranlagen, mit einem eine Schaltscheibe nach Art eines Wählers schrittweise weiterbewegenden Schrittschaltwerk, das die Schaltscheibe mittels eines auf die eine Frequenz abgestimmten mechanischen Schwingsystems bis in eine Endlage vorbewegt und mittels eines anderen, auf die andere Frequenz abgestimmten mechanischen Schwingsystems wieder aus der End- in. die Anfangslage bewegt- Erfindungsgemäß ist dieses Fernsteuerrelais dadurch gekennzeichnet, daß das Schrittschaltwerk drei mechanische Schwingsysteme aufweist, von denen zwei auf die gleiche Frequenz abgestimmt sind, und daß zwei verschieden abgestimmte Schwingsysteme die Schaltscheibe nur abwechselnd bis in die Endlage vo-rbewegen können, während das dritte, die Schaltscheibe aus der End- wieder in die Anfangslage bewegende Schwingsystem mit einem selbsttätigenVerzögerungsorgan versehen ist, das beim Erreichen der Schaltscheibenendlage betätigt wird. Hierdurch werden folgende Vorteile erzielt: Dadurch, daß zwei verschieden abgestimmte Antriebe nur abwechselnd die Nokken- bzw. Schaltscheibe fortschalten können, kann man für diese Antriebe mechanische Schwingungssysteme verwenden, die, wie oben angegeben, stark selektiv sind und zugleich ein für allemal festgelegte Schaltwege erzwingen, die eine eindeutige Schrittschaltung der Schaltscheibe ergeben. Dadurch, daß man durch diese Antriebe den Wähler nur bis in eine Endstellung bringen läßt und die Überführung der Schaltscheibe aus der Endstellung in die Ausgangsstellung durch einen verzögert tätig werdenden dritten Antrieb veranlaßt, wird zugleich der Mangel von schrittgeschalteten Schaltscheiben, nämlich beim Ausbleiben von Steuerimpulsen oder beim Auftreten von Störimpulsen in Unordnung zu geraten, verhütet, denn man kann durch abwechselnde Sendung von Fortschaltimpulsen im Überschuß etwa zurückgebliebene Schaltscheiben bis zur Endschaltung durchschalten, ohne daß vorausgeeilte Schaltscheiben von der Endstellung in die Ausgangsstellung weiterwandern und durch die überschüssigen Fortschaltimpulse weitergeschaltet werden. Durch die obengenannte Kombination werden praktisch alle Forderungen, die an eine moderne Überlagerungsfernsteueranlage gestellt werden, erfüllt.
  • Die Erfindung wird an Hand eines Beispiels, bei dem der Einfachheit halber eine Schaltscheibe nur einen Schalter betätigt, näher erläutert: An das Starkstromnetz N ist über einen Kondensator 1 ein Elektromagnet 2 angeschlossen, der zwei Zungen 3, 4 in Schwingungen versetzen kann. Die Zungen 3, 4 sind, wie dies bei schwachgedämpften mechanischen Schwingungssystemen ohne weiteres mÖglich ist, ziemlich scharf auf zwei nahe aneinanderliegende Tonfrequenzen abgestimmt. Auf den Bereich dieser Frequenzen ist auch der Stromkreis 1, 2 abgestimmt, der, wie erwähnt, eine verhältnismäßig flache Resonanzkurve hat. Die Zungen 3, 4 bilden zugleich Klinken, die, gegeneinander versetzt, in eine Verzahnung eines Rades 6 greifen können. Das Rad 6 hat eine unterbrochene Verzahnung; die Verzahnungsbereiche und die Verzahnungslücken entsprechen dem Abstand der Klinkenzungen 3, 4. Außerdem hat das Rad noch eine größere Verzahnungslücke 7. Es sitzt zusammen mitRädern 8bis 10 auf einer gemeinsamen, durch 11 angedeuteten Welle.
  • Das Rad 8 hat in einem der Verzahnungslücke 7 des Rades 6 entsprechenden Bereich eine Verzahnung 12, in die eine Zunge 13 mit einer Klinke 14 greifen kann. Die Zunge 13 ist auf die gleiche Frequenz wie die Zunge 4 abgestimmt und wird auch noch von dem Magnet 2 erregt. Zu diesem Zweck sind z. B. die drei Zungen 3, 4, 13 eng nebeneinander vor dem Pol des Magneten angeordnet.
  • In den Schwingungsweg der Zunge 13 greift eine Bimetallfeder 15, die von einer Wicklung 16 beheizt werden kann. Im dargestellten kalten Zustand verhindert sie einen Eingriff der Klinke 14 in die Verzahnung 12. Bei Erwärmung krümmt sie sich im Pfeilsinne und gibt dadurch die Zunge 13 frei.
  • Die Scheibe 9 kann mit einem Nocken 17 einen Schalter 18 für die Heizwicklung 16 schließen. Dieser Nocken trifft in der Endstellung der Anordnung auf diesen Schalter. Die Anordnung ist in der Anfangsstellung gezeichnet. Die einstellbar auf der Welle 11 angeordnete Scheibe W hat einen Nocken 19, der einen Schalter 20 schließen kann. je nach der Einstellung dieses Nockens 19 wird der Schalter 20 in der einen oder anderen Stellung der Welle 11 betätigt. Es werden also Empfangsrelais für verschiedene Fernsteuerakt'e stets verschieden eingestellte Nocken 19 haben.
  • Der Schalter 20 legt eine Heizwicklung 21 einer Binxetallfeder 22 ans Netz, die den einen Kontakt 23 eines Schalters 24 trägt, dessen anderer Kontakt mit 25 bezeichnet ist. An den Schalter 24 ist das fern zu betätigende Gerät unmittelbar oder mittelbar über ein Schütz angeschlossen. Die Zunge 3 sei auf die Frequenz f, die Zungen. 4 und. 13 seien auf die Frequenz F abgestimmt.
  • Die Anordnung arbeitet folgendermaßen: Soll der Schalter 24 geschlossen werden, dann wird zunächst vorübergehend die Frequenz f gesendet, so daß die Zunge 3 anspricht und das Rad 6 um einen Verzahnungsbereich fortschaltet. Dadurch gelangt die Zunge 4, die bisher in eine Verzahnungslücke griff, in einen, verzahnten Bereich, während die Zunge 3 das Ende eines solchen Bereiches erreicht hat. Auch wenn die Frequenz f aus irgendwelchen Gründen wesentlich länger gesendet wird, als zu der genannten Fortschaltung des Rades 6 nötig ist, kann das Rad 6 doch nur um einen Verzahnungsbereich fortgeschaltet werden. Zwecks weiterer Fortschaltung muß jetzt die Frequenz F gesendet werden, die die Zunge 4 zum Schwingen. bringt und dadurch das Rad. 6 um einen weiteren Verzahnungsbereich fortschaltet. Jetzt hat die Zunge 4 das Ende eines solchen Bereiches, die Zunge 3 dagegen wieder den Anfang eines solchen Bereiches erreicht. Zwecks weiterer Fortschaltung des Rades 6 muß jetzt wieder die Frequenz f gesendet werden und so fort. Am besten wird man immer etwas länger senden, als für einen Schaltschritt des Rades 6 erforderlich ist, um mit Sicherheit bei allen Empfangsrelais, auch solchen, die träger sind oder weniger Fernsteuerenergie erhalten usw., den Vollzug eines Schaltschrittes zu erzielen. Auf diese Weise wird nun das Rad 6 so lange weitergeschaltet, bis der Nocken 19 den Schalter 20 schließt. Nun wird mit der Sendung aufgehört oder so lange innegehalten, bis sich unter der Einwirkung der jetzt eingeschalteten Heizwicklung 21 die Bimetallfeder 22 bis zum Kontaktschluß des Schalters 24 durchgebogen hat. Damit wird der Fernsteuerakt vollzogen. Anschließend werden abwechselnd die Frequenzen f und F gesendet, bis die Anordnung die Endstellung erreicht hat, und es werden auch noch weitere Sendungen der Frequenzen f und F im Überschuß durchgeführt, um etwa zurückgebliebene Schaltscheiben 10 der Anlage mit Sicherheit in die Endstellung zu bringen. In der Endstellung hat der Nocken 17 über den Schalter 18 die Heizwicklung 16 eingeschaltet. Die Bimetallfeder 15 beginnt sich im Pfeilsinne durchzubiegen; sie arbeitet aber mit solcher Trägheit, daß sie auch bei Sendung der Frequenzen f und F im Überschuß noch nicht die Zunge 13 freigibt. Sie möge beispielsweise zur Freigabe etwa 20 Sekunden benötigen.
  • In diesen 20 Sekunden hat man genügend Zeit für die Sendung überschüssiger Fortschaltimpulse. Erst nach Ablauf dieser Wartezeit gibt die Bimetallfeder 15 die Zunge 13 frei, die jetzt in der Endstellung der Schaltscheibe den. Anfang der Verzahnung 12 erreicht hat. Nun, wird genügend lange die! Frequenz F gesendet, so daß jetzt außer der Zunge 4 auch die freigegebene Zunge 13 schwingen kann. Die Schwingungen der Zunge 4 sind wirkungslos, da diese in der größeren Verzahnungslücke 7 arbeitet. Dagegen schaltet die Zunge 13 die Scheibe 8 um ihren Verzahnungsbereich fort und bringt dadurch die Anordnung aus der Endstellung in die Anfangsstellung, und zwar nur bis in diese Stellung, weil sie später keine Zähne mehr vorfindet. Gleichzeitig verläßt der Nocken 17 den Schalter 18, die Heizwicklung 16 wird abgeschaltet, die Bimetallfeder 15 kühlt sich ab und kehrt in die gezeichnete Endstellung zurück. Jetzt kann wieder mit einer neuen. Sendung begonnen werden.
  • Bei der Fernbetätigung des Schalters 24 ist bei anderen Relais der anders eingestellte Nocken 19 an den betreffenden, dem Schalter 20 entsprechenden Schaltern vorbeigewandert und hat diese vorübergehend geschlossen. Ein Fernsteuerakt wurde dabei aber nicht vollzogen, da die dort vorhandene Bimetallfeder 22 der betreffenden Relais nicht genügend Zeit hatte, entsprechende Kontakte 23 und 25 zu schließen. Oder mit anderen Worten: für den Vollzug eines Fernsteueraktes ist es notwendig, daß mit der taktmäßigen Sendung der Fortschaltimpulse mindestens so lange in der entsprechenden Wählerstellung aufgehört wird, daß die thermisch verzögerten Schalter 24 Zeit haben, sich zu schließen.
  • Es wird meist nicht zweckmäßig sein, die Zungen 3, 4 und 13 unmittelbar zum Fortschalten von Rädern zu verwenden, weil sie sonst zu stark abgedämpft und damit zu wenig selektiv werden, sondern man wird in den Weg einer solchen Zunge einen Taster streben lassen, der seinerseits erst ein Rad fortschaltet. Der Taster ist in solchem Abstand von der Ruhelage der Zunge angeordnet, daß diese genügend Platz hat, sich ungedämpft hochzuschaukeln.
  • Im Ausführungsbeispiel arbeiten die Bimetallzungen mit Arbeitsstrom, statt dessen können sie aber auch mit Ruhestrom arbeiten. An Stelle von Bimetallzungen können andere wohlfeile Verzögerungsorgane, z. B. Heißleiter, sanduhrartig arbeitende Quecksilberröhren od. dgl., verwendet werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Mit zwei Sendefrequenzen arbeitendes Fernsteuerrelais, insbesondere für Überlagerungsfernsteueranlagen, mit einem eine Schaltscheibe nach Art eines Wählers schrittweise weiterbewegenden Schrittschaltwerk, das die Schaltscheibe mittels eines auf die eine Frequenz abgestimmten mechanischen Schwingsystems bis in eine Endlage vorbewegt und mittels eines anderen, auf die andere Frequenz abgestimmten mechanischen Schwingsystems wieder aus der End- in die Anfangslage bewegt, dadurch gekennzeichnet, daß das Schrittschaltwerk drei mechanische Schwingsysteme (3, 4, 13) aufweist, von denen zwei (4,13) auf die gleiche Frequenz abgestimmt sind, und daß zwei verschieden abgestimmte Schwingsysteme (3, 4) die Schaltscheibe (10) nur abwechselnd bis in die Endlage vorbewegen können, während das dritte, die Schaltscheibe (10) aus der End- wieder in die Anfangslage bewegende Schwingsystem (13) mit einem selbsttätigen Verzögerungsorgan (15) versehen ist, das beim Erreichen der Schaltscheibenendlage (durch 17, 18) betätigt wird.
  2. 2. Relais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das dritte Schwingsystem (13) einen durch eine Bimetallfeder (15) im kalten Zustande gesperrten Klinkenarm (14) hat und daß ein Heizstromkreis (16) dieser Bimetallfeder (15) an einem in der Schaltscheibenendlage sich schließenden Schalter (18) liegt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 730 658.
DES30680A 1952-10-16 1952-10-16 Mit 2 Sendefrequenzen arbeitendes Fernsteuerrelais, insbesondere fuer UEberlagerungsfernsteueranlagen Pending DE1099046B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1159545B (de) * 1961-04-29 1963-12-19 Reichert Elektronik G M B H U Anordnung zur Steuerung eines Relais durch ein intermittierendes Tonfrequenzsignal

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE730658C (de) * 1936-06-12 1943-01-15 Aeg Auf Wechselstroeme unterschiedlicher Frequenzen ansprechende Vorrichtung

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