DE1098971B - Vorrichtung zur Vakuumentgasung geschmolzener Metalle, insbesondere Stahl - Google Patents
Vorrichtung zur Vakuumentgasung geschmolzener Metalle, insbesondere StahlInfo
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- DE1098971B DE1098971B DEH33443A DEH0033443A DE1098971B DE 1098971 B DE1098971 B DE 1098971B DE H33443 A DEH33443 A DE H33443A DE H0033443 A DEH0033443 A DE H0033443A DE 1098971 B DE1098971 B DE 1098971B
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
- C21C—PROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
- C21C7/00—Treating molten ferrous alloys, e.g. steel, not covered by groups C21C1/00 - C21C5/00
- C21C7/10—Handling in a vacuum
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Description
Es ist bekannt, zur Vakuumentgasung geschmolzener Metalle, insbesondere Stahl, die Schmelze kontinuierlich
mittels eines Gases aus einem Behälter in einen Vakuumraum, der oberhalb des Spiegels der
Schmelze liegt, zu überführen, dort zu entgasen und dann anschließend wieder in einen Behälter zurückzuleiten.
Der Entgasungsraum ist hierbei mit dem Behälter, in dem sich die Schmelze befindet, durch Rohre
verbunden. Während des Betriebes wird die Schmelze durch das eine Rohr hochgeführt und fließt nach der
Entgasung durch ein anderes Rohr wieder in den Behälter zurück.
Diese Anordnung, die sich an sich sehr bewährt hat, läßt jedoch insofern noch Wünsche offen, als die
Schmelze im Entgasungsraum bei großen Dirnensionen des Entgasungsraumes sich abkühlt und dort
leicht erstarrt. Der Entgasungsraum konnte meist nur mit erheblichem Aufwand an Heizenergie gleichmäßig
auf die Temperaturen aufgeheizt werden, die diese Störungen vermeiden, so daß das an sich außerordent-Hch
fortschrittliche Verfahren durch ungünstige Bedingungen in Frage gestellt wurde.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile auszuschalten und das Verfahren
der kontinuierlichen Vakuumentgasung weitgehend zu verbessern. Eine überraschend einfache
Lösung dieser Aufgabe wurde darin gefunden, den oberhalb der Schmelze liegenden Entgasungsraum
klein, und zwar wesentlich kleiner im Volumen zu gestalten, als der Rauminhalt der zu entgasenden Metallschmelze
ausmacht. Hierbei hat sich gezeigt, daß die Vakuumentgasung dann entscheidend verbessert
werden kann, wenn das Volumen des Entgasungsraumes kleiner ist als ein Fünftel des Volumens des
Behälters der Schmelze.
Der besondere Vorteil der Vorrichtung zur Vakuumentgasung geschmolzener Metalle gemäß der Erfindung
beruht darauf, daß die Entgasung selbst in keiner Weise durch den wesentlich kleineren Entgasungsraum beeinträchtigt wird, daß aber auf der anderen
Seite erhebliche technische Fortschritte erzielt werden.
Der gegenüber den bekannten Anordnungen wesentlich kleiner gestaltete Entgasungsraum wird erheblich
schneller und auch gleichmäßiger auf die nötigen Temperaturen erwärmt. Damit ist die Gewähr gegeben,
daß bei Beginn der Entgasung die Schmelze, die in einen schnell und gleichmäßig erwärmten Entgasungsraum
eintritt, nur sehr unwesentlich abgekühlt wird. Sie kann somit auch nicht teilweise zum Erstarren
kommen und sich an der Wandung des Entgasungsraumes festsetzen, wie dies bei großen Entgasungsräumen
häufig beobachtet werden, konnte. Auch das bei den bisher üblichen Anordnungen be-Vorrichtung
zur Vakuumentgasung
geschmolzener Metalle,
insbesondere Stahl
Anmelder:
W. C. Heraeus
Gesellschaft mit beschränkter Haftung,
Hanau/M., Heraeusstr. 12/14,
und Ruhrstahl Aktiengesellschaft, Witten
und Ruhrstahl Aktiengesellschaft, Witten
Dr. Albert Lorenz, Hanau/M.,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
obachtete Festsetzen von Material (»Bären«) wird weitgehend ausgeschaltet, so daß nach Beendigung des
Entgasungsprozesses der Entgasungsraum praktisch völlig sauber und ohne Rest der entgasten Schmelze
verbleibt; denn auf Grund der schnelleren und gleichmäßigeren Aufheizung des kleinen Entgasungsraumes
wird das Strahlungsgleichgewicht bereits beim ersten Beginn der Entgasung, nach 10 bis 30 Sekunden, erreicht,
und diese Temperatur bleibt bis zum Ende der Entgasung ohne wesentliche Abkühlung der Schmelze
aufrechterhalten. Die Vorteile des gemachten Vorschlages sind also vielfältig und tragen in großem Umfange
zur Betriebssicherheit des Entgasungsverfahrens bei.DerkleineEntgasungsraumbeschränktaber andererseits
nicht die zu entgasende Stahlmenge. Als Beispiel sei genannt, daß eine Stahlmenge von rund 801, also
rund 10 m3 Volumen, mittels eines Entgasungsraumes von weniger als 1 ms Volumen in 10 bis 12 Minuten
entgast wird. Eine solche Zeitspanne steht einerseits durchaus für die Entgasung zur Verfügung, ist andererseits
aber im Verhältnis zum Volumen und zur Qualitätszunahme des entgasten Stahles überraschend
gering.
Eine Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der Erfindung ist in der Zeichnung im Schnitt dargestellt.
In dem Behälter 1 befindet sich die Schmelze, die über die Zuleitung 3 mittels eines zugeführten Gases in den
im Verhältnis zum Schmelzenbehälter kleinen Ent-
109 509/402
gasungsraum 2 übergeführt und nach der Entgasung über die Ableitung 4 wieder in den Behälter 1 zurückgeleitet
wird.
Es ist durchaus überraschend, daß ein erfindungsgemäß kleiner Entgasungsraum ausreicht, obwohl ein
zugeführtes Gas als Fördermittel verwendet wird. Die beim Einleiten gebildeten Gasblasen reißen das flüssige
Metall beim Aufsteigen in den evakuierten Entgasungsraum 2 mit, platzen dort und beeinflussen den
dort herrschenden Druck, den man für eine weitgehende Entgasung recht niedrig wählt. Das unterscheidet
die erfindungsgemäße Vorrichtung auch von einer schon bekannten, in der das Metall sich in
seibem Behälter unter Vakuum befindet und durch eine elektromagnetische Zusatzvorrichtung umgewälzt
wird.
Claims (1)
- Patentanspruch:Vorrichtung zur Vakuumentgasung geschmolzener Metalle, insbesondere Stahl, bei der die Schmelze kontinuierlich durch ein eingeleitetes Gas aus einem Behälter in einen besonderen, höher als der Schmelzenspiegel liegenden Entgasungsraum gefördert und nach der Entgasung auf einem anderen Weg wieder in einen Behälter geführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Volumen des Entgasungsraumes (2) kleiner ist als ein Fünftel des Volumens des Schmelzenbehälters (1).In Betracht gezogene Druckschriften:
Britische Patentschriften Nr. 312 063, 339 579;
USA.-Patentschrift Nr. 1 921 060.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 109 509/402 1.61
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH33443A DE1098971B (de) | 1958-05-30 | 1958-05-30 | Vorrichtung zur Vakuumentgasung geschmolzener Metalle, insbesondere Stahl |
| FR792532A FR1220682A (fr) | 1958-05-30 | 1959-04-20 | Dispositif de dégazage sous vide des métaux fondus, en particulier de l'acier |
| BE577984A BE577984A (fr) | 1958-05-30 | 1959-04-22 | Dispositif pour la dégazéification par le vide métaux, et particulièrement de l'acier, à l'état de fusion. |
| GB1840359A GB868538A (en) | 1958-05-30 | 1959-05-29 | Apparatus for vacuum degasification of molten metals |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH33443A DE1098971B (de) | 1958-05-30 | 1958-05-30 | Vorrichtung zur Vakuumentgasung geschmolzener Metalle, insbesondere Stahl |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1098971B true DE1098971B (de) | 1961-02-09 |
Family
ID=7152150
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH33443A Pending DE1098971B (de) | 1958-05-30 | 1958-05-30 | Vorrichtung zur Vakuumentgasung geschmolzener Metalle, insbesondere Stahl |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE577984A (de) |
| DE (1) | DE1098971B (de) |
| FR (1) | FR1220682A (de) |
| GB (1) | GB868538A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1175256B (de) * | 1961-04-25 | 1964-08-06 | Rheinstahl Huettenwerke Ag | Verfahren und Vorrichtung zum Entgasen von Metall-, insbesondere Stahlschmelzen, in einem evakuierbaren Schaukelgefaess |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB312063A (en) * | 1928-05-18 | 1930-06-05 | Krupp Ag | Improvements in electric devices for heating a metal melt within a ladle |
| GB339579A (en) * | 1929-04-30 | 1930-12-11 | Krupp Ag | Process for the treatment of a molten mass of metal or alloy, particularly a mass ofmolten steel in a ladle |
| US1921060A (en) * | 1931-03-23 | 1933-08-08 | Clyde E Williams | Method of purifying metals |
-
1958
- 1958-05-30 DE DEH33443A patent/DE1098971B/de active Pending
-
1959
- 1959-04-20 FR FR792532A patent/FR1220682A/fr not_active Expired
- 1959-04-22 BE BE577984A patent/BE577984A/fr unknown
- 1959-05-29 GB GB1840359A patent/GB868538A/en not_active Expired
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB312063A (en) * | 1928-05-18 | 1930-06-05 | Krupp Ag | Improvements in electric devices for heating a metal melt within a ladle |
| GB339579A (en) * | 1929-04-30 | 1930-12-11 | Krupp Ag | Process for the treatment of a molten mass of metal or alloy, particularly a mass ofmolten steel in a ladle |
| US1921060A (en) * | 1931-03-23 | 1933-08-08 | Clyde E Williams | Method of purifying metals |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1175256B (de) * | 1961-04-25 | 1964-08-06 | Rheinstahl Huettenwerke Ag | Verfahren und Vorrichtung zum Entgasen von Metall-, insbesondere Stahlschmelzen, in einem evakuierbaren Schaukelgefaess |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE577984A (fr) | 1959-08-17 |
| GB868538A (en) | 1961-05-17 |
| FR1220682A (fr) | 1960-05-27 |
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