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DE1098207B - Verfahren zur Herstellung von Harzen aus Pyrolyseprodukten von Erdoelkohlenwasserstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Harzen aus Pyrolyseprodukten von Erdoelkohlenwasserstoffen

Info

Publication number
DE1098207B
DE1098207B DEB44911A DEB0044911A DE1098207B DE 1098207 B DE1098207 B DE 1098207B DE B44911 A DEB44911 A DE B44911A DE B0044911 A DEB0044911 A DE B0044911A DE 1098207 B DE1098207 B DE 1098207B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cracking
products
resin
fraction
hydrocarbons
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB44911A
Other languages
English (en)
Inventor
John Habeshaw
Robin William Rae
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
British Hydrocarbon Chemicals Ltd
Original Assignee
British Hydrocarbon Chemicals Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by British Hydrocarbon Chemicals Ltd filed Critical British Hydrocarbon Chemicals Ltd
Publication of DE1098207B publication Critical patent/DE1098207B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F240/00Copolymers of hydrocarbons and mineral oils, e.g. petroleum resins

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)
  • Polyoxymethylene Polymers And Polymers With Carbon-To-Carbon Bonds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Harzen aus Pyrolyseprodukten von Erdölkohlenwasserstoffen Es ist bekannt, daß Harze aus einzelnen Fraktionen der Pyrolyseprodukte von Kohlenwasserstoffen, beispielsweise Erdöl, durch Polymerisation hergestellt werden können. Bisher ist es jedoch nur möglich gewesen, einen kleinen Anteil der gecrackten Produkte zu Harzen von befriedigender Beschaffenheit zu polymerisieren, so daß die Harzausbeute im allgemeinen nur einen kleinen Prozentsatz des Ausgangsproduktes für das Crackverfahren darsteDt. Darüber hinaus hängt die Beschaffenheit der Harze im allgemeinen von dem Ausgangsmaterial für das Crackverfahren und den Crackbedingungen ab. Dieses macht die Kontrolle der Harzbeschaffenheit in den Verfahren schwierig oder unmöglich, in denen die Harze in verhältnismäßig geringer Menge als Beiprodukte anfallen, insbesondere auch, weil die Gründe für die Veränderungen in der Harzbeschaffenheit bisher nur wenig bekannt sind.
  • Gegenstand der Erfindung ist ein verbessertes Verfahren für die Herstellung von Harzen aus den Pyrolyseprodukten von Erdölkohlenwasserstoffen. Erfindungsgemäß werden solche Ausgangsmaterialien und Crackbedingungen gewählt, die verglichen mit den bekannten Verfahren hohe Ausbeuten an harzbildenden Fraktionen liefern. Dieses ergibt die Möglichkeit, die Harze als Hauptprodukte eines wirtschaftlich verwendbaren Verfahrens herzustellen, in dem die Crack-und Polymerisationsbedingungen hinreichend kontrolliert werden können, um Harze der gewünschten Beschaffenheit und mit gleichbleibenden Eigenschaften herzustellen. Das Verfahren verwendet Ausgangsmaterialien, die in unbegrenzter Menge bei niedrigen Kosten erhältlich sind, und liefert, insbesondere in bezug auf den Erweichungspunkt und die Farbe, Harze von hoher Qualität.
  • Zu der erfindungsgemäßen Herstellung von Harzen aus Pyrolyseprodukten von Erdölkohlenwasserstoffen, wird ein aromatisches Konzentrat einer Erdölfraktion mit dem Siedebereich von 150 bis 350°C bei Temperaturen zwischen 600 und 800°C thermisch gecrackt, aus den Crackprodukten eine Fraktion mit dem Siedebereich von 150 bis 300° C abgetrennt und in an sich bekannter Weise in Gegenwart von Friedel-Crafts-Katalysatoren polymerisiert. Das Ausgangsmaterial für das erfindungsgemäße Verfahren umfaßt Aromatenkonzentrate von Erdölfraktionen, die innerhalb 150 und 350° C sieden.
  • Insbesondere sind Aromatenextrakte geeignet, die bei der Herstellung von Leuchtpetroleum aus Erdölfraktionen mit einem Siedebereich von 150 bis 300° C, vorzugsweise 200 bis 300°C, anfallen. Das Aromatenkonzentrat soll wenigstens 60°/o, vorzugsweise etwa 75D/o oder mehr an aromatischen Kohlenwasserstoffen enthalten. Es kann z. B. durch Extraktion der Erdölfraktionen mit flüssigem Schwefeldioxyd unter Druck gewonnen werden. Eine solche Extraktion kann in Kolonnen oder anderen Vorrichtungen bei Temperaturen im Bereich von etwa-12 bis etwa-50°C durchgeführt werden. Oben an der Extraktionskolonne wird eine Raffinatfraktion abgezogen, die nur einen kleinen Prozentsatz von aromatischen Kohlenwasserstoffen enthält, während am Boden der Kolonne ein Extrakt mit 70 bis 80 °/o an aromatischen Kohlenwasserstoffen gewonnen wird. Bei Veränderung der Extraktionsbedingungen können höhere oder niedrigere Aromatenkonzentrationen erhalten werden. Die Aromatenextrakte werden durch Erhitzen von Schwefeldioxyd befreit und die letzten Spuren des Schwefeldioxyds durch Waschen mit Wasser oder Soda entfernt. Andere Verfahren zur Gewinnung von Aromatenkonzentraten aus Erdölfraktionen sind beispielsweise Lösungsmittelextraktionen mit Lösungsmitteln wie Furfurol, Nitrobenzol oder Phenol.
  • Das Cracken wird in bekannter Weise durch Erhitzen des Aromatenkonzentrats in der Dampfphase auf Temperaturen von 600 bis 800° C vorzugsweise in Gegenwart von Wasserdampf oder einem anderen inerten Verdünnungsmittel durchgeführt. Hierbei ergibt im allgemeinen die Verwendung von höheren Cracktemperaturen innerhalb des genannten Bereiches Harze von höherem Erweichungspunkt und etwas besserer Farbe, jedoch sinkt die Ausbeute an der harzbildenden Fraktion mit ansteigender Cracktemperatur. Auf der anderen Seite wird bei Temperaturen unterhalb etwa 6p@°G die Harzausbeute zu gering, um noch"von praktischem Interesse zu sein. Vorzugsweise werden Cracktemperaturenizwischen etwa 600 und 750° C angewendet, wobei die tieferen Temperaturen dieses Bereiches für das Cracken in Abwesenheit eines Verdünnungsmittels geeignet-sind, während die höheren Temperaturen dieses Bereiches vorzuziehen sind, wenn Verdünnungsmittel wie Wasserdampf verwendet werden..'-.! Die Harzausbeute ist im allgemeinen hoher, wenn das Cracken in Gegenwart, von Wasserdampf oder einem anderen Verdünnungsmittel durchgeführte wird, und wie bei den bekannten. Wasserdampfcrackverfahren, trägt auch hier der Dampf zur Verhinderung der Koksabscheidung und Nebenreaktionen der Crackprodukte bei.
  • Dampfmengen im Bereich von 0, 1 bis 10Mol je Mol Kohlenwasserstoff sind geeignet. Zum Cracken wird das Kohlenwasserstoffausgangsmaterial durch einen Vorhitzer geführt, in dem die Flüssigkeit bei erhöhten Temperaturen verdampft wird, die jedoch vorzugsweise unterhalb von denen in der Crackstufe liegen. Das inerte Verdünnungsmittel wird vorzugsweise getrennt erhitzt und die beiden Ströme zum Eintritt in die Crackstufe vereinigt.. Die Verweilzeit in der Crackzone ist nicht kritisch, und Zeiten im Bereich von etwa 0, 1 bis 10 Sekunden, vorzugsweise etwa 1 Sekunde, können verwendet werden. Im allgemeinen werden bei niedrigeren Cracktemperaturen längere Verweilzeiten benötigt.
  • Aus den Crackprodukten wird für die anschließende Polymerisation eine Fraktion mit dem Siedebereich von 150 bis 300° C abgetrennt. Die gecrackten Produkte werden beispielsweise durch Injektion von Wasser oder 01 in den Ausgangsstrom aus der Crackzone zuerst gekühlt, und nach weiterem Kühlen werden die gasförmigen Crackprodukte, die hauptsächlich aus Wasserstoff, Metan, Athan, Äthylen und Propylen und kleineren Mengen Propan bestehen, von den höheren Kohlenwasserstoffen abgetrennt.
  • Anschließend wird die kondensierte Flüssigkeit zur Gewinnung einer Fraktion mit einem Endsiedepunkt von etwa 150°C, der harzbildenden Hauptfraktion mit dem Siedebereich von 150 bis 300° C und eines kleinen Rückstandes destilliert.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform wird eine erste Fraktion bis zu einem Endsiedepunkt von etwa 200° C abgetrennt, um als Mischkomponente mit hoher Oktanzahl für Benzin Verwendung zu finden. Anschließend wird von 200 bis 300° C eine harzbildende Fraktion gewonnen.
  • Daraufhin wird die harzbildende Fraktion in bekannter Weise in Gegenwart von Friedel-Crafts-Katalysatoren polymerisiert. Geeignete Katalysatoren sind beispielsweise Aluminiumchlorid oder Bortrifluorid, entweder in freier oder in Komplexform. Aluminiumchlorid kann beispielsweise als feinverteilter Feststoff oder als flüssiger Komplex mit aromatischen Kohlenwasserstoffen, wie Xylol, verwendet werden. Diese Komplexe können durch Rühren von festem Aluminiumchlorid mit aromatischen Kohlenwasserstoffen hergestellt werden. Sie bilden sich schnell durch Erwärmen, im Falle von Xylol beispielsweise auf etwa 80° C und können als dunkelgefärbte, undurchsichtige Schicht leicht von der überstehenden klaren Flüssigkeit abgetrennt werden.
  • Festes Aluminiumchlorid kann zu dem flüssigen Komplex zugegeben werden, um seine katalytische Aktivität zu steigern oder aufrechtzuerhalten. Bortrifluorid oder seine Komplexe mit beispielsweise Diäthyläther, Essigsäure oder Phenol werden vorzugsweise in Beträgen von 0, 01 bis 1 Gewichtsprozent, bezogen auf das Ausgangsprodukt bei der Polymerisation, verwendet.
  • TDie Polylnerisation kann absatzweise oder kontinuierlich durchgeführt werden, und eine zum Mischen des Katalysators und des Kohlenwasserstoffes ausreichende Bewegung ist wünschenswert. Die Reaktion kann bei Temperaturen im Bereich von-50 bis 150°C durchgeführt ß1verden.-Da die Reaktion exotherm ist, ist es notwendig, die Temperatur zu kontrollieren und die Reaktionswärme abzuführen. Die Reaktionszeit ist nicht kritisch, und Zeiten bis zu 6 Stunden wurden als geeignet gefunden. Gegebenenfalls kann die Polymerisation in Gegenwart von zugesetzten Lösungsmitteln wie inerte Kohlenwasserstoffe oder anderem, nicht reagierendem Material vorgenommen werden : Nach deF Pg1yurisation wird der Katalysator entfernt und anschließend mit Alkali, beispielsweise mit einer verdünnten, wäßrigen Natriumkarbonatlösung gewaschen, um die letzten Spuren der sauren Produkte zu entfernen.
  • Zur Gewinnung des Harzes können anschließend die bis etwa 300° C siedenden Kohlenwasserstoffe abgezogen werden. Diese können als Beiprodukte gewonnen werden, oder sie werden vorzugsweise in die Crackstufe zurückgeführt, das Harz bleibt als Rückstand zurück. Dieses Harz kann durch Erhitzen im Vakuum, in Wasserdampf-oder Inertgasatmosphäre bis zu dem erwünschten Erweichungspunkt behandelt werden.
  • In dem Fließschema wird die Erfindung näher erläutert.
  • Aus dem Lagerbehälter 1 wird ein Aromatenkonzentrat einer Erdölfraktion mit dem Siedebereich von 150 bis 350° C entnommen und in der. Reaktionsstufe 2 mit 98°lOiger Schwefelsäure gewaschen. Der saure Teer wird als Rückstand in dem Tank 3 abgetrennt und das sauregewaschene Konzentrat in der Kolonne 4 unter Lieferung von etwa 5 Gewichtsprozent Rückstand destilliert. Dieser Rückstand kann als Treibstoffbestandteil verwendet werden. Das säuregewaschene und destiDierte Ausgangsmaterial wird in dem Behälter 5 gelagert. Aus diesem wird es zusammen mit einem Kreislaufstrom aus der,-Kolonne 14 in die Crackstufe übergeführtrDieJErodukte aus dieser Crackzone werden in dem Turm 7 mit Wasser gekühlt und die niedrigsiedenden (bis etwa 150°C) und gasförmigen Anteile über Kopf in die Trennstufe 8 abgezogen, in der sie in Crackgase und Benzin aufgeteilt werden. Der Rückstand aus dem Kühlturm 7 wird in die Kolonne 9 übergeführt, aus der-iiber Kopf eine Fraktion mit dem Siedebereich von 150 bis 300° C abgezogen und in den Lagerbehälter 10 gegeben wird. Der über 300° C siedende Rückstand in der Kolonne 9 ist ein pechartiges Produkt.
  • Die 150-bis-300°C-Fraktion des Pyrolyseproduktes wird in der Vorrichtung 11 absatzweise polymerisiert und das po] ymerisierte Produkt anschließend in der Reaktionsstufe 12 von dem Katalysator befreit. Das vom Katalysator freie Reaktionsprodukt wird in dem Behälter 13 gelagert. Aus diesem Behälter wird es in die Kolonnen 14 übergeführt, in der die 150-bis-300°C-Fraktion als Destillat abgezogen wird und in die Pyrolyse zuriickgefilhrt wird.
  • Das Harz wird aus der Kolonnel4 als über 300°Ct 760 mm siedender Rückstand gewonnen.
  • Beispiel 1 Ein rohes Leuchtpetroleum aus einem Mittel-Ost-Rohöl mit einem Siedebereich von 150 bis 250°C wird unter Druck mit fliissigem Schwefeldioxyd extrahiert, wobei man einen Extrakt mit 80 °/o aromatischen Kohlenwasserstoffen erhält. Dieser Extrakt wird durch Destillation in zwei Fraktionen zerlegt, von denen die erste (A) zwischen 150 und 210° C und die zweite (B) zwischen 210 und 250°C siedet. Diese zwei Fraktionen des Aromatenextraktes werden getrennt in Gegenwart von Wasserdampf bei Temperaturen von 600°C und einem Zugabeverhältnis von 0, 6 Volumteilen Flüssigkeit je Volumen Reaktor je Stunde gecrackt. Der Wasserdampf wird in Mengen von 10 Mol Dampf je 1 Mol Kohlenwasserstoff verwendet. Aus den gecrackten Produkten wird durch Destillation eine Fraktion mit einem Siedebereich von 150 bis 300° C gewonnen und mit 0, 4 Gewichtsprozent Bortrifluoriddiathylatherkomplex bei 60°C während 2 Stunden polymerisiert. Die Polymerisationsprodukte werden zunächst mit 15''/oiger wäßriger Natriumkarbonatlösung und anschließend mit Wasser gewaschen und getrocknet. Die Harze werden dann durch Abdestillieren der unumgesetzten Kohlenwasserstoffe bei einem Druck von 1 mm Hg bis zu einer Kopftemperatur von 300° C/ 760 mm gewonnen. Sie werden durch Bestimmen der Bromzahl nach der von Kaufmann und Barich in Arch. Pharm., 267, S. 1 bis 27 (1929), beschriebenen Methode und durch Bestimmen des Erweichungspunktes nach der Ring-und Ball-Methode, I. P. 58/56, charakterisiert. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 enthalten.
  • Zum Vergleich wurden das nicht extrahierte, rohe Leuchtpetroleum (C), das als ursprüngliches Ausgangsmaterial verwendet wurde, und das mit Schwefeldioxyd extrahierte Leuchtpetroleumraffinat (D) dampfgecrackt und die innerhalb 150 bis 300° C siedenden Crackprodukte, wie oben beschrieben, polymerisiert. Die Ergebnisse in Tabelle 1 zeigen, daß die Aromatenkonzentrate A und B hohe Ausbeuten von Harzen mit hohem Erweichungspunkt liefern, während das rohe Leuchtpetroleum und das Leuchtpetroleumraffinat (C und D) Weichharze von geringem Wert in erheblich geringeren Ausbeuten ergeben.
  • Tabelle 1
    A B C D
    Gecrackte Produkte
    Unkondensiertes Gas, Gewichtsprozent des Ausgangs-
    materials 7 7 20 22
    150-bis-300° C-Fraktion, Gewichtsprozent des Ausgangs-
    materials 88 78 70 60
    Andere fiüssige Produkte, Gewichtsprozent des Aus-
    gangsmaterials................................. 5 15 10 18
    Polymerisationsprodukte
    Zurückgewonnene Kohlenwasserstoffe, Gewichtsprozent
    des Ausgangsmaterials für die Crackstufe......... 83 68 65 58
    Harz, Gewichtsprozent des Ausgangsmaterials für die
    Crackstufe 5 10 3, 5 1, 3
    Harz, Gewichtsprozent des Ausgangsmaterials für die
    Polymerisation 6 13 5 2, 2
    Harzeigenschaften
    Erweichungspunkt, °C 79 90, 5 <40 <40
    Bromzahl....................................... 31 35 49 13
    Farbp.......................................... dunkel mittel mittel mittel
    Beispiel 2 Ein rohes Leuchtpetroleum aus einem Mittel-Ost-Rohöl mit einem Siedebereich von 150 bis 250° C wird mit Schwefeldioxyd extrahiert, wodurch man ein Aromatenkonzentrat mit 80% aromatischen Kohlenwasserstoffen erhält. Die Proben E bis K des Konzentrats werden bei verschiedenen Temperaturen thermisch gecrackt, und die Produkte werden zur Herstellung eines Harzes wie im Beispiel 1 behandelt. Während des Crackens wird kein Dampf eingeführt. Tabelle 2 zeigt die erhaltenen Ergebnisse.
  • Die Ergebnisse zeigen, daß in Abwesenheit eines Verdünnungsmittels bei dem Cracken und bei den angegebenen Zuführgeschwindigkeiten befriedigende Harze bei Temperaturen oberhalb etwa 600° C hergestellt werden können. Zur Herstellung von befriedigenden Harzen in hohen Ausbeuten sind Temperaturen oberhalb 650°C wünschenswert.
  • Tabelle 2
    E F G H I J K
    Crackbedingungen
    Temperatur, °C 550 625 625 625 625 675 700
    Olzufuhr
    Volumen Flüssigkeit/Reaktorvolumen/Stunde 6, 2 2, 6 6, 2 8, 6 6, 2 6, 1 6, 3
    Gecrackte Produkte
    Unkondensiertes Gas, Gewichtsprozent des Ausgangs-
    materials 1 11 9 5 12 18 28
    150-bis-300° C-Fraktion, Gewichtsprozent des Ausgangs-
    materials 99 79 76 92 75 70 55
    Andere fliissige Produkte, Gewichtsprozent des Aus-
    gangsmaterials................................-10 15 3 13 12 17
    Portsetzung Tabelle 2
    E F G H I J K
    Polymerisationsprodukte
    ZurückgewonneneKohlenwasserstoffe, Gewichtsprozent
    des Ausgangsmaterials für die Crackstufe......... 96, 7 70 69 86 65 56 4
    Harz, Gewichtsprozent des Ausgangsmaterials für die 0
    Crackstufe 2, 3 9 7 6 10 14 1, 5
    Harz, Gewichtsprozent des Ausgangsmaterials für die
    Polymerisation.............................. 2, 3 11, 2 9, 6 6, 8 13 19, 3 265
    Harzeigenschaften
    Erweichungspunkt, ° C 40 76 69, 5 64 84 97 114
    Bromzahl 43 50 35 11 20
    Farbe dunkel mittel
    Beispiel 3 Das Ausgangsmaterial des Beispiels 2 wird in Gegenwart von 5 Mol Wasserdampf je Mol Kohlenwasserstoff gecrackt. Die Crackprodukte werden wie im Beispiel 1 behandelt. Aus den in Tabelle 3 angegebenen Ergebnissen der Versuche L, M, N, ist ersichtlich, daß in Gegenwart von Wasserdampf höhere Harzausbeuten als in Abwesenheit von Wasserdampf erhalten werden (vgl. Beispiel 2).
  • Die optimale Temperatur liegt im Bereich von etwa 700° C.
  • Tabelle 3
    L M N
    Crackbedingungen
    Temperatur, °C ..................... ..... 675 700 725
    Ölzufuhr,
    Volumen Flüssigkeit/ReaktorvQlumen/Stunde..... 1, 9 1, 7 1, 7
    Gecrackte Produkte
    Unkondensiertes Gas, Gewichtsprozent des Ausgangs-
    materials 13 22 31
    150-bis-300° C-Fraktion, Gewichtsprozent des Ausgangs-
    materials..................................... 76 66 50
    Andere flüssige Produkte, Gewichtsprozent des Aus-
    gangsmaterials........................... 11 12 19
    Polymerisationsprodukte
    Zurückgewonnene Kohlenwasserstoffe, Gewichtsprozent
    des Ausgangsmaterials für die Crackstufe .......... 56 48 35
    Harz, Gewichtsprozent des Ausgangmaterials für die
    Crackstufe ........................................ 20 18 15
    Harz, Gewichtsprozent des Ausgangsmaterials für die
    26, 26, 2 27, 0 31, 1
    Harzeigenschaften
    Erweichungspunkt, °C 90 102 124
    Bromza. 30 22 15
    Farbe.1 mittel mittel
    Beispiel 4 Ein rohes Leuchtpetroleum aus einem Mittel-Ost-Rohöl mit einem Siedebereich von 150 bis 250° C wird mit Schwefeldioxyd extrahiert, und ein Aromatenkonzentrat mit 80 /o aromatischen Kohlenwasserstoffen erhalten. Dieses Konzentrat wird bei 650° C und einer Zuführgeschwindigkeit von 6, 2 Volumteilen der Flüssigkeiten/Reaktorvolumen/Stunde in Abwesenheit eines Verdünnungsmittels thermisch gecrackt und die von 150 bis 300° C siedende Fraktion der gecrackten Produkte wie im Beispiel 1 polymerisiert. Die harzartigen Produkte des Versuchs O werden abgetrennt und das zurückgewonnene Kohlenwasserstoffdestillat gecrackt und die hier anfallenden Crackprodukte unter den gleichen Reaktionsbedingungen polymerisiert (P).
  • Die Ergebnisse der Tabelle 4 zeigen, daß die aus der Polymerisationsstufe abgezogenen Kohlenwasserstoffe in die Crackstufe zurückgegeben werden können und daß hierbei Harze in den zuerst gewonnenen Harzen vergleichbarer Qualität in etwa den gleichen Ausbeuten gewonnen werden. Die Gesamtausbeute an Harz, bezogen auf das Ausgangsprodukt des Versuchs O, beträgt 16 Gewichtsprozent.
  • Tabelle 4
    0 p
    Gecrackte Produkte
    Unkondensiertes Gas, Gewichtsprozent des Ausgangs-
    materials 12 7
    150-bis-300° C-Fraktion, Gewichtsprozent des Ausgangs-
    materials 70 78
    Andere fliissige Produkte, Gewichtsprozent des Aus-
    gangsmaterials 18 15
    Polymerisationsprodukte
    ZurückgewonneneKohlenwasserstoffe, Gewichtsprozent
    des Ausgangsmaterials für die Crackstufe......... 61 67
    Harz, Gewichtsprozent des Ausgangsmaterials für die
    Crackstufe 9 11
    Harz, Gewichtsprozent des Ausgangsmaterials für die
    Polymerisation 13, 2 14, 5
    Harzeigenschaften
    Erweichungspunkt, °C 86 83
    Bromzahl....................................... 35 22
    Farbe mittel mittel
    Beispiel 5 Ein rohes Leuchtpetroleum, gewonnen aus einem Mittel-Ost-Rohöl mit einem Siedebereich von 150 bis 250° C, wird mit Schwefeldioxyd extrahiert und ein aromatisches Konzentrat mit 80 °/o aromatischen Kohlenwasserstoffen erhalten. Dieses Konzentrat wird bei 675°C in Abwesenheit eines Verdünnungsmittels thermisch gecrackt und die von 150 bis 300° C siedende Fraktion der Crackprodukte unter Verwendung von verschiedenen Katalysatoren polymerisiert. Die Polymerisate werden von den Katalysatoren befreit und anschließend destilliert, um das über 300° C siedende Harz zu erhalten.
  • Die Ergebnisse sind in Tabelle 5 enthalten.
  • Tabelle 5
    Gewichtsprozent Harzausbeute Harzeigenschaften
    Katalysator des Ausgangs-Gewichtsprozent Farbe Erweichungs-
    des Ausgangs-
    (Barret- punkt in
    Skala) °C
    BortrifLuoriddiäthylätherkomplex 4 28, 6 2, 5 bis 3 113
    Stearinsäurechlorid 1, 0 30, 5 3, 5 113
    Aluminiumchlorid................................. 12 35, 0 75 85

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Herstellen von Harzen aus Pyrolyseprodukten von Erdölkohlenwasserstoffen durch Polymerisation einer durch Cracken eines Erdöldestillates erhaltenen Erdölfraktion in Gegenwart von Friedel-Crafts-Katalysatoren, dadurch gekennzeichnet, daß zur Polymerisation eine harzbildende Fraktion mit dem Siedebereich von 150 bis 300° C verwendet wird, die aus einem Aromatenkonzentrat einer bei 150 bis 350° C siedenden Erdölfraktion durch Cracken bei 600 bis 800° C erhalten worden ist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für das thermische Cracken ein Aromatenkonzentrat aus einer Erdölfraktion mit einem Siedebereich von 150 bis 300° C, vorzugsweise 200 bis 300° C, und insbesondere einem Gehalt von wenigstens 60°/o, zweckmäßigerweise wenigstens 75°/0, an aromatischen Kohlenwasserstoffen verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Polymerisationsprodukte von dem Katalysator befreit, mit Alkali gewaschen und durch Destillation von den bis 300° C siedenden Kohlenwasserstoffen getrennt werden, die in die Crackstufe zurückgegeben werden.
    In Betracht gezogene Druckschriften : Französische Patentschrift Nr. 1088401 ; britische Patentschrift Nr. 737231.
DEB44911A 1956-06-08 1957-06-07 Verfahren zur Herstellung von Harzen aus Pyrolyseprodukten von Erdoelkohlenwasserstoffen Pending DE1098207B (de)

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GB1098207X 1956-06-08

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DE1098207B true DE1098207B (de) 1961-01-26

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ID=10873874

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DE (1) DE1098207B (de)

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR1088401A (fr) * 1952-10-31 1955-03-07 Standard Oil Dev Co Fabrication de résines de pétrole
GB737231A (en) * 1952-10-31 1955-09-21 Exxon Research Engineering Co Improved petroleum resins i

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