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Anzeigevorrichtung für eine Registrierkasse od. dgl. Die vorliegende
Erfindung betrifft eine Anzeigevorrichtung für eine Registrierkasse od. dgl. mit
einer der anzuzeigenden Stellenzahl entsprechenden Anzahl von einstellbaren Zifferträgern,
welche der Reihe nach ein leeres Feld und die Ziffern 0 bis 9 tragen und wovon während
jeder Anzeige einer oder mehrere in einer Leerstellung verbleiben kann, in welcher
keine Ziffer, sondern das leere Feld sichtbar ist.
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Solche Anzeigevorrichtungen sind an sich bekannt und dienen dazu,
in den außerhalb der anzuzeigenden "Zahl liegenden Dezimalen nicht Nullen, sondern
leere Felder erscheinen zu lassen, womit die Anzeige wesentlich an Deutlichkeit
gewinnt.
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Bei bekannten Anzeigevorrichtungen dieser Art sind den Ziffernträgern
stets tastengesteuerte Einstellorgane zugeordnet, die ihre die Lage der zugeordneten
Ziffernträgern entsprechende Einstellung stets schrittweise in gleicher Richtung
erreichen. In einem Falle werden die Einstellorgane in eine der Nullstellung entsprechende
Lage zurückversetzt, und die neue Einstellung wird entweder dadurch erreicht, daß
die Einstellorgane aus der Nullstellung gegen Tastenanschläge vorgeschoben werden,
daß sie durch Klinken in der Nullstellung gehalten werden oder daß sie durch Rückstellklinken
aus der Nullstellung um einen Schritt in die Leerstellung zurückversetzt werden.
Die Ausgangslage der Einstellglieder entspricht daher einer Zwischenstellung, aus
welcher die Einstellglieder gegebenenfalls noch weiter zurückgestellt werden müssen.
Es können daher zur Bestimmung dieser Ausgangslage keine festen Endanschläge verwendet
werden, was den Mechanismus umständlich und unzuverlässig gestaltet.
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Es ist das Ziel der Erfindung, die Nachteile bekannter Anzeigevorrichtungen
durch einen neuartigen Bewegungsablauf der Einstellglieder zu vermeiden. Hierzu
geht sie aus von einer Anzeigeeinrichtung für Registrierkassen od. dgl. mit einer
der Stellenzahl der anzuzeigenden Zahl entsprechenden Anzahl von einstellbaren Ziffernträgern,
welche der Reihe nach ein leeres Feld und die Ziffern 0 bis 9 tragen und wovon während
jeder Anzeige einer oder mehrerer in einer Leerstellung verbleiben kann, in welcher
keine Ziffer, sondern das leere Feld sichtbar ist. Die erfindungsgemäße Anzeigevorrichtung
ist dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellung der Ziffernträger durch ihnen zugeordnete,
allein mit in Wirklage ortsfest wirkenden Anschlägen, Betragstasten bzw. Nullanschlagklinken
zusammenarbeitende und ausschließlich formschlüssig miteinander bewegte Teile aufweisende
Einstellglieder erfolgt, welche in bekannter Weise durch je Maschinengang einmal
gesondert angetriebene Rückstellklinken um einen Schritt unter die dem Wert »Null«
entsprechende Lage rückstellbar sind und welche während jeder Einbringungs- bzw.
Anzeigeperiode zunächst durch die übliche Einstellantriebseinrichtung in ihre der
Leerstellung des zugeordneten Ziffernträgers entsprechende, um einen Wertschritt
unter Nulleinstellung liegende Ausgangsstellung gebracht, sodann in allen ohne Werteinbringung
belassenen Stellen bis zum Nullanschlagsglied verstellt und dann in denjenigen Stellen,
in welchen der Ziffernträger in die Leerstellung zu bringen ist, durch die Rückstellklinken
wieder in die Ausgangslage zurückversetzt werden.
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Abgesehen von festen Anschlägen zur Bestimmung der erwähnten, der
Leerstellung entsprechenden Ausgangsstellung und den ohnehin erforderlichen Nullanschlagklinken
und Tastenanschlägen sind als zusätzliche Mittel lediglich Rückstellklinken erforderlich.
Es können somit zur Bestimmung aller Einstellungen der Einstellglieder in ihrer
Wirklage ortsfeste Anschläge vorhanden sein, die mit sehr einfachen, aus miteinander
formschlüssig verbundenen Teilen bestehenden Einstellgliedern zusammenarbeiten,
die vorzugsweise aus einem einzigen starren Glied bestehen. Dieses Einstellglied
kann so ausgebildet sein, daß es von der Rückstellklinke nur erfaßt werden kann,
wenn es nicht weiter als bis in die der Nullanzeige entsprechende Stellung vorgerückt
ist. Diese Stellung wird durch die Nullanschlagklinke bestimmt, welche in bekannter
Weise automatisch in eine unwirksame Stellung ausgerückt wird, wenn eine Taste gedrückt
ist.
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Es ist weiter von Vorteil, die Ziffernträger der Anzeigevorrichtung
von den Einstellgliedern in an sich
bekannter Weise zu entkuppeln,
um damit die in vielen Fällen zu keiner Anzeige führenden Hin- und Herbewegung der
Einstellglieder nicht auf die zugeordneten Ziffernträger zu übertragen. Die Übertragung
auf die Ziffernträger erfolgt in ebenfalls bekannter Weise erst bei der Rückstellung
aller Einstellglieder in ihre Ausgangslage, während welcher diese Organe wieder
miteinander gekuppelt sind.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Sichtanzeigevorrichtung in einer Registrierkasse dargestellt.
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Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch den Einstell- und Anzeigemechanismus
der Sichtanzeigevorrichtung nach Linie I-I in Fig. 2, und Fig.2 zeigt einen Schnitt
durch den Einstellmechanismus nach Linie II,II in Fig. 1 und den Oberteil der Registrierkasse
mit ausgebrochener Gehäusewand in Ansicht von der Seite der Einstelltasten.
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Der Mechanismus der Sichtanzeigevorrichtung ist in zwei im Gehäuse
1 der Registrierkasse untergebrachten Platinen 2 bzw. 3 gelagert. Die eigentliche
Anzeigevorrichtung besteht aus den als Ziffertrommeln ausgebildeten Ziffernträgern
4 bis 9, welche alle in gleichmäßiger Reihenfolge die Ziffern 0 bis 9 tragen. Die
Ziffern 0 bis 9 liegen doppelt so weit auseinander wie die übrigen Ziffern, und
die durch diesen vergrößerten Abstand entstehende leere Fläche 10 auf den Ziffertrommeln
4 bis 9 erscheint im nicht dargestellten Anzeigefenster, wenn sich die Ziffertrommeln
in der für die Ziffertrommeln 4 bis 7 dargestellten Ausgangslage befinden. Auf der
Ziffertrommel 7 ist an Stelle der leeren Fläche 10 das Zeichen »-.« aufgebracht.
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Jede Ziffertrommel 4 bis 9 ist mit einem Zahnrad 11 fest verbunden
und auf einer Welle 12 frei drehhbar gelagert. Die Zahnräder 11 kämmen mit entsprechenden
Zahnrädern 13, welche ihrerseits frei drehbar auf einer Welle 14 gelagert sind.
Die Zahnräder 13 weisen am Umfang Einschnitte 15 auf, durch welche die Drehbewegung
dieser Zahnräder an einem Anschlagstab 16 begrenzt wird. Alle Zahnräder 13 sind
ferner mit je einem Stift 17 versehen, welcher mit je einem zugeordneten, fest auf
der Welle 14 sitzenden Anschlag 18 in später beschriebener Weise zusammenarbeiten
kann.
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Die Wellen 12 und 14 sind in zwei seitlichen, vertikal verschiebbaren
Platten 19 bzw. 20 gelagert. An diesen Platten befestigte Zapfen 21 greifen in Steuernuten
22 von. schwenkbaren Steuerhebeln 23, durch deren Drehung die Platten und mit ihnen
die Wellen 12 und 14 vertikal verschoben werden. Diese vertikale Verschiebung hat
den Zweck, die Zahnräder 13 mit darunter angeordneten Zahnrädern 24 in und außer
Eingriff zu bringen. Diese Zahnräder 24 sind frei drehbar auf einer Welle 25 angeordnet.
Sie kämmen mit Zahnsegmenten 26 von Einstellhebeln 27, welche frei drehbar auf einer
Welle 28 gelagert sind. Die Einstellhebe127 stehen alle unter der Wirkung von Zugfedern
29, welche sie im Gegenuhrzeigersinn zu verschwenken trachten. Auf der Welle 28
ist ferner ein Rückstellhebe130 mit einer unter die Hebe127 greifenden Rückstellschiene
31 gelagert, welcher über die Rolle 32 durch einen auf der Hauptwelle 33 der Kasse
sitzenden Nocken 34 gesteuert wird. Die Rückstellschiene ist in Fig.2 der Einfachheit
halber in Seitenansicht dargestellt.
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Die Einstelltasten 35 der Maschine sind in nicht näher dargestellter
Weise in der schrägen Rückfläche der Registrierkasse gelagert. Sie wirken mit ihren
Steuerstiften36 auf Steuerlappen37 von Einstellschienen 38, welche auf einer Welle
39 und einer Zunge 40 verschiebbar gelagert sind. Sie werden durch einen in die
Kerbe 41 eingreifenden Stift 42 des zugeordneten Einstellhebels 27 verschoben, wenn
sich dieser Einstellheber dreht.
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Die Steuerlappen 37 der Einstellschiene 38 ragen in der dargestellten
Weise nach oben oder sind seitlich nach außen gebogen. Sie arbeiten in entsprechender
Reihenfolge mit den Steuerstiften 36 der Tasten 35 zusammen, und zwar ist die Teilung
der Steuerlappen 37 bezüglich derjenigen der Steuerstifte 36 derart gewählt, daß
sich die Wege, die die Einstellschiene 38 bis zum Anschlag des Steuerlappens mit
dem zugehörigen Steuerstift ausführen kann, beim Einstellender Ziffern 1, 2, 3
... 9 verhalten wie 2 :3 :4... : 10. Mit anderen Worten kann die Einstellschiene
38 beim Eintasten einer bestimmten Ziffer bei der entsprechenden Dezimale eine Anzahl
von Einheitsschritten ausführen, die um Eins höher ist als die eingestellte Ziffer.
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Auf der Welle 39 ist neben jeder Einstellschiene 38 eine Anschlagklinke
43 drehbar gelagert, welche mit einem Anschlagstift 44 der Einstellschiene zusammenarbeitet.
Über den Einstellschienen 38 und parallel zu denselben sind für jede Dezimale gezahnte
Steuerschienen 45 vorgesehen, welche längsverschiebbar inder Tastenbank gelagert
sind. Die Steuerstifte 36 sind mit seitlichen Schultern 46 versehen, welche mit
den schiefen Zahnflächen 47 der Steuerschienen 45 zusammenarbeiten und bei gedrückter
Taste 35 die Steuerschienen nach rechts unten verschieben. In diesem in Fig. 1 dargestellten
Zustand wird die Anschlagklinke 43 durch einen Steuerstift 48 der Steuerschiene
45 nach unten verschwenkt, so daß der Anschlagstift 44 der zugehörigen Einstellschiene
38 nicht an ihm anstößt und somit die Einstellschiene 38 einen beliebigen, durch
den Steuerstift 36 der gedrückten Taste 35 bestimmten Weg machen kann. Ist dagegen
in der entsprechenden Dezimale keine Taste 35 gedrückt, so wird die Anschlagklinke
43 unter der Wirkung der Feder 49 in die strichpunktiert .dargestellte Lage verschwenkt
und die Steuerschiene 45 entsprechend nach links verschoben. Sie ist so bemessen,
daß bei dieser Stellung die Einstellschiene 38 einen Einheitsschritt ausführen kann,
bis der Stift 44 an die Anschlagklinke 43 anstößt.
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Die Einstellschienen 38 sind an der Unterkante mit -Kerben 50 versehen,
welche zum Zusammenwirken mit Rückstellklinken 51 bestimmt sind. Wie aus Fig. 2
ersichtlich ist, sind jedoch nur in den vorderen vier Dezimalstellen derartige Rückstellklinken
51 vorgesehen. Sie sind auf Hebeln 53 schwenkbar gelagert, welche auf einer gemeinsamen
Welle 52 befestigt sind, und sind mit diesen Hebeln 53 durch je eine Feder 54 verbunden,
welche bestrebt ist, die Rückstellklinke 54 mit der Kerbe 50 der zugehörigen Einstellschiene
in Eingriff zu bringen. In der dargestellten Ausgangslage werden die Rückstellklinken
durch einen Stab 55 außer Eingriff mit den Kerben 50 gehalten. Die gemeinsame Welle
52 der Hebel 53 wird über den mit einer Steuerrolle 56 versehenen Hebel 57 von einer
Nockenscheibe 58 gesteuert. Die Nockenscheibe 58 sitzt auf einer Welle 59, welche
von der Hauptwelle 33 der Registrierkasse im Übersetzungsverhältnis 1:1 angetrieben
wird.
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Die Rückstellklinken 51 der den Ziffertrommeln 5, 6 und 7 entsprechenden
Dezimalen sind mit seitlichen Fortsätzen 60 versehen, welche unter die entsprechenden
Fortsätze der der nächst höheren Dezimale angehörenden Rückstellklinke bzw. unter
die Rückstellklinke selbst greifen. Aus Fig. 2 ist leicht ersichtlich, daß durch
diese Anordnung die Rückstellklinken aller Dezimalen nicht in die Kerben 50 einfallen
können, welche unterhalb einer Dezimale liegen, deren zugehörige
Rückstellklinke
aus irgendeinem Grunde nicht in die Kerbe 50 einfallen kann.
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Die oben beschriebene Sichtanzeigevorrichtung arbeitet wie folgt:
Die dargestellte Stellung des Mechanismus entspricht dem Zeitpunkt, wo eine neue
Anzeige eingetastet wird oder soeben eingetastet worden ist. In der in Fig. 1 dargestellten
Dezimale ist beispielsweise eine Ziffer »2« eingestellt worden. Nach erfolgter Einstellung
der Registriertastatur wird von Hand oder mittels eines Motors die Maschinenhauptwelle
33 im Sinne des Pfeiles in Fig. 1 angetrieben. Dadurch werden die Steuerhebel
23 durch nicht dargestellte Nockensteuerung im Gegenuhrzeigersinne (Fig.1)
verschwenkt, wodurch die Platten 19 und 20 angehoben und die Zahnräder 13 in bekannter
Weise von den Zahnrädern 24 entkuppelt werden. Während des entkuppelten Zustandes
werden die Zahnräder 13 durch eine Drehung der Welle 14 im Gegenuhrzeigersinne mittels
der Anschläge 18 und der Stifte 12 in die dargestellte Lage gebracht, welche der
Ausgangslage der Ziffertrommeln entspricht, wo die leere Fläche 10 bzw. das Zeich"n
»-,« im Anzeigefenster zum Vorschein kommt. Die Welle 14 dreht sich unmittelbar
darauf zurück, so daß die Anschläge 18 wieder in die in Fig. 1 dargestellte Lage
versetzt werden.
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Unterdessen hat sich nun die auf der Hauptwelle 33 sitzende Nockenscheibe
34 so weit gedreht, daß der Rückstellhebe130 im Gegenuhrzeigersinne verschwenken
kann. Damit werden auch die Einstellhebel 27 freigegeben und drehen sich unter dem
Zug der Federn 29 so weit, bis die durch sie mitgenommenen Einstellschienen 38 gegen
einen Anschlag stoßen. Dabei werden auch die mit den Zahnsegmenten 26 der Einstellliebel
27 kämmenden Zahnräder 24 eine entsprechende Drehung ausführen.
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In der dargestellten Dezimale wird die Einstellschiene 38 sich bis
zum Anschlag mit dem Steuerstift 36 der Taste »2« bewegen können, also drei Einheitsschritte
ausführen. Das Zahnsegment 26 des Einstellhel)els 27 und das Zahnrad 24 dieser Dezimale
werden also ebenfalls um drei entsprechende Einheitsschritte verdreht. Ist in einer
bestimmten Dezimale eine andere über Null liegende Ziffer eingetastet, so wird sich
die Einstellschiene 38 dieser Dezimale um eine Anzahl von Einheitsschritten bewegen
können, welche um Eins größer ist, als die eingestellte Ziffer angibt, wie oben
bereits dargelegt wurde. Wird dagegen in einer bestimmten Dezimale keine Taste gedrückt,
also »Null« eingebracht, so wird die entsprechende Steuerschiene 45 nicht gemäß
Fig. 1 verschoben sein, und die dieser Dezimale zugeordnete Anschlagklinke 43 befindet
sich in der in Fig. 1 strichpunktiert dargestellten Lage. Die Einstellschiene 38
dieser Dezimale kann also nur einen Einheitsschritt ausführen. Sie bereitet so die
Nullanzeige vor.
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Inzwischen hat sich auch die Nöckenscheibe 58 im Sinne des Pfeiles
in Fig. 1 so weit gedreht, daß die Steuerrolle 56 des Hebels 57 an der Stelle A
dieser Nockenscheibe aufliegt. Hierauf wird der Hebe157 und damit auch die Hebel
53 im Uhrzeigersinne gedreht, wobei die Rückstellklinken 51 ihre Rückstellbewegung
ausführen. Dabei werden sie vom Stab 55 freigegeben und legen sich mit dem entgegengesetzten
Ende gegen die Einstellschienen 38 an, bzw. greifen in die Kerben 50 derselben ein.
Die Lage und Form der Rückstellklinken 51, des Haltestabes 55 und der Kerben 50
ist so gewählt, daß die Rückstellklinke 51 nur in die Kerbe 50 eingreifen kann,
wenn die Einstellschiene 38 um höchstens einen Einheitsschritt verstellt ist. Ist
sie um mehr als einen Einheitsschritt verschoben worden, was nach vorstehender Beschreibung
immer dann der Fall ist, wenn in der entsprechenden Dezimale überhaupt eine Ziffer
eingetastet wurde, so kann die Rückstellklinke 51 nicht mehr in die Kerbe 50 eingreifen,
sondern gleitet auf der Unterkante der Einstellschiene 38 nach vorn. Eine Rückstellung
erfolgt also grundsätzlich nur, wenn nichts eingetastet bzw. »?Null« eingebracht
wurde. Wie jedoch an Hand der Fig. ? bereits angedeutet wurde, genügt auch diese
Vorbedingung noch nicht, damit eine Rückstellung erfolgt. Wird nämlich beispielsweise
eine sechsstellige Zahl eingetastet, so wird in der der Ziffertrommel4 entsprechenden
Dezimale die Rückstellklinke 51 nicht einfallen können. weil in dieser Dezimale
auf alle Fälle mindestens eine » 1 « eingestellt sein muß, damit überhaupt eine
sechsstellige Zahl zustande kommt. Aus Fig.2 ist nun leicht ersichtlich, daß wenn
die erste Rückstelltaste von links, die also der Ziffertrommel 4 zugeordnet ist,
nicht in die herbe 50 einfallen kann, also nach Fig.2 nach oben bewegbar ist, auch
alle folgenden Rückstellklinken 51 durch die Fortsätze 60 am Eingreifen in die herben
50 verhindert werden. Als einfache Regel kann also angegeben werden, eine Rückstellung
erfolge immer nur in einer Dezimale, welche von der anzuzeigenden Zahl nicht erfaßt
wird. Bei der in Fig. 2 dargestellten Anzeige von Fr. -. 25 werden folglich alle
Einstellschienen 38 zurückgestellt, welche den Ziffertrommeln 4 bis 7 zugeordnet
sind. Die Rückstellung der Einstellschienen 38 beträgt dabei einen Einheitsschritt
zurück in die in Fig.1 dargestellte Ausgangslage.
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In den zwei hintersten Stellen, welche die Rappen anzuzeigen haben,
erfolgt keine Rückstellung.
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Ist also der oben beschriebene Einstellvorgang der Einstellschienen
38 beendet, so befinden sich diese Einstellschienen in ihrer in Fig. 1 dargestellten
Ausgangslage, wenn sie einer Dezimale angehören, welche vor der Kommastelle liegt,
also z. B. »Franken« anzeigt und außerhalb des Bereiches der anzuzeigenden Zahl
liegt; sie sind um einen Einheitsschritt verschoben, wenn in der zugeordneten Dezimale
innerhalb der Zahl eine Null anzuzeigen ist oder wenn hinter der Kommastelle (in
den Rappen) eine Null auftritt, und sie sind um eine Anzahl von Einheitsschritten
verschoben, die um Eins größer ist als die eingetastete Ziffer, wenn in der betreffenden
Dezimale eine über Null liegende Ziffer anzuzeigen ist.
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Nach erfolgtem Einstellvorgang und nachdem in der oben angedeuteten
Weise die Ziffertrommeln in die Ausgangsstellung zurückversetzt worden sind, werden
die Steuerhebel 23 in die in F ig. 1 dargestellte Lage zurückverschwenkt und damit
die Zahnräder 13 und 24 wieder gekuppelt. Die Stelle B des Steuernockens 34 gelangt
nun unter die Steuerrolle 32 des Rückstellhebels 30, und dieser beginnt sich im
Uhrzeigersinne zurückzudrehen, wobei die unter die Einstellhebel 27
greifende
Rückstellstange 31 alle Hebel 27 in die in Fig.l dargestellte Ausgangslage zurückversetzt.
Dadurch werden über die Zahnräder 24, 13 und 11 auch die Ziffertrommeln um eine
Anzahl von Einheitsschritten verdreht, die der Zahl von Einheitsschritten entspricht,
um welche die zugehörigen Einstellschienen 38 aus ihrer Ausgangslage verschoben
waren.. Dabei werden in Analogie zu dem oben für die Einstellschienen Gesagten alle
Ziffertrommeln, die einer außerhalb der anzuzeigenden Zahl liegenden Dezimale angehören,
in der Lage verbleiben, in welcher das leere Feld 10 bzw. das Zeichen »-.« sichtbar
ist. Ist innerhalb der Zahl oder nach der Kommastelle (in den Rappen) eine
Null
anzuzeigen, so erfolgt eine Drehung um einen Einheitsschritt, so daß die Null zum
Vorschein kommt. Ist in einer Dezimale eine »1« anzuzeigen, so erfolgt eine Drehung
um zwei Einheitsschritte, so daß die » 1 « zum Vorschein kommt usw.
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Die Anzeige erfolgt also immer sinngemäß ohne unnötige Nullen. Beispielsweise
die Anzeige von fünf Rappen erfolgt als -.05, da bei den Rappen auch in der außerhalb
der eigentlichen Zahl liegenden Dezimale keine Rückstellung erfolgt. Die Anzeige
Fr. 10.05 erfolgt genau in der hier stehenden Weise, während sie bei bekannten Anzeigevorrichtungen
gleicher Stellenzahl als 0010.05 erfolgt, was offensichtlich weniger klar wirkt.
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Sind die Einstellhebe127 und somit auch die Einstellschienen 38 durch
die Rückstellvorrichtung 30, 31 in die in Fig. 1 dargestellte Ausgangslage zurückversetzt,
so gehen auch die Rückstellklinken 51 unter der Wirkung einer nicht dargestellten
Feder in ihre Ausgangsstellung zurück, womit die in Fig. 1 dargestellte Ausgangslage
der Sichtanzeigevorrichtung erreicht ist. Es kann nun ein neuer Anzeigezyklus gemäß
obenstehender Beschreibung beginnen.
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Die erfindungsgemäße Anzeige könnte natürlich auch im Zusammenhang
mit anderen Sichtanzeigevorrichtungen angewendet werden, bei welchen beispielsweise
die Rückstellung der Ziffertrommeln in anderer Weise erfolgt und wo z. B. keine
Entkupplung der Anzeigeorgane von den Einstellorganen erfolgt.
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Sollen nur ganze Zahlen, also ohne Kommastelle angezeigt werden, so
sind in allen Dezimalstellen Rückstellklinken 51 vorzusehen, welche ebenfalls alle
mit Ausnahme der der vordersten Dezimale angehörenden Klinke mit Fortsätzen 60 versehen
sein müssen.