DE1098088B - UEberspannungsableiter mit Niederdruckatmosphaere - Google Patents
UEberspannungsableiter mit NiederdruckatmosphaereInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft einen Überspannungsableiter mit einer Entladung in einer Niederdruckatmosphäre
aus Gas, Dampf oder einem Gas- und Dampfgemisch, bei welchem mindestens eine Elektrode einen Bimetallteil
aufweist, der bei genügender Erwärmung einen ersten mit der den Bimetallteil aufweisenden Elektrode
des Überspannungsabieiters verbundenen Kontaktteil mit einem mit einer anderen Elektrode des
Überspannungsabieiters verbundenen zweiten Kontaktteil in Berührung bringt.
Nach der Erfindung bestehen diese beiden Kontaktteile aus Eisen oder Nickel oder einer hauptsächlich
diese beiden Metalle enthaltenden Legierung, während die Innenatmosphäre des Überspannungsabieiters ein
Edelgas mit einem Stickstoffgehalt in der Größenordnung von 0,5 % ist.
Wenn ein Entladungsüberspannungsableiter mit einem Bimetallstreifen versehen ist, der die Elektroden
kurzschließt, wenn eine entsprechend große Überspannung abzuleiten ist, wird hierdurch bekanntlich
die in dem Gerät bei einer derartigen Ableitung entwickelte Wärmemenge verringert. Demgegenüber
weist der Überspannungsableiter nach der Erfindung einen erheblichen Vorteil auf. Wenn nämlich bei einem
Überspannungsableiter mit Bimetallstreifen die beiden obigen Kennzeichen der Erfindung benutzt werden,
die die Zusammensetzung der Kontaktteile und der Atmosphäre betreffen, hat der Erfinder gefunden,
daß die Kontakte die Neigung haben, beim Ansprechen des Überspannnungsableiters miteinander zu
verschweißen. Diese Neigung ist zunächst so gering, daß sie vernachlässigt werden kann, aber sie erhöht
sich in dem Maß, wie oft die Vorrichtung angesprochen hat. Man stellt im allgemeinen das Verschweißen
fest, nachdem die Vorrichtung mehrere tausendmal unter der höchsten Überspannung, für die sie vorgesehen
ist, angesprochen hat. Die Verschweißung der Kontakte setzt den Überspannungsableiter durch
Herstellung eines dauernden Kurzschlusses zwischen seinen beiden Klemmen außer Betrieb. Wenn dann
nach dem Ansprechen des Überspannungsabieiters, das die Verschweißung erwirkt hat, die Sicherung in der
die zu schützende Anlage speisenden Leitung ersetzt wird, schmilzt die neue Sicherung sofort durch, wodurch
man darauf aufmerksam gemacht wird, daß der Überspannungsableiter außer Betrieb ist. Während
dieser ganzen Zeit bleibt die Anlage weiter geschützt, da ja die Unterbrechung der Sicherung die Speiseleitung
abtrennt.
Wenn dagegen der Überspannungsableiter durch die Veränderung seiner Gasatmosphäre, z. B. infolge
der Absorption eines Teiles derselben, durch die Wirkung der Entladungen oder durch mangelnde Dichtigkeit
durch Springen seiner Hülle z. B. in der Nähe üb er sp annungs ableiter
mit Niederdruckatmosphäre
mit Niederdruckatmosphäre
Anmelder:
Societe Anonyme pour les Applications
Societe Anonyme pour les Applications
de l'Electricite et des Gaz Rares,
Etablissements Claude-Paz et Silva,
Paris
Vertreter: Dr. H.-H. Willrath, Patentanwalt,
Wiesbaden, Hüdastr. 32
Wiesbaden, Hüdastr. 32
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 2. Dezember 1953
Frankreich vom 2. Dezember 1953
Pierre Lemaigre-Voreaux, Paris,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
einer Stromeinführung, wodurch er sich mit Luft füllt, zerstört wird, ändert er seine Zündspannung.
Wenn diese zu stark sinkt, kann der Überspannungsableiter unzeitig ansprechen, was unberechtigte Betriebsunterbrechungen
bewirkt. Nimmt dagegen die Zündspannung infolge eines Lufteintrittes stark zu, so spricht der Überspannungsableiter nicht mehr bei
solchen Überspannungen an, die bereits die zu schützende Anlage beschädigen, so daß diese nicht mehr
geschützt ist.
Die Wahrscheinlichkeit einer solchen ungewollten Zerstörung des Überspannungsabieiters nimmt mit
der Zahl der Ansprechvorgänge zu. Die Sicherheit der Schutzwirkung des Überspannungsabieiters wird dato
her beträchtlich erhöht, wenn man nach der Erfindung durch die Verschweißung der Elektroden die
Zahl der Ansprechvorgänge des Überspannungsableiter 'begrenzt und dadurch erzwingt, daß der Überspannungsableiter
ausgewechselt werden muß, bevor seine schädlichen Alterungsvorgänge eintreten.
Die durch die Erfindung erzielte Anzahl von einigen tausend Ansprechvorgängen vor der Verschweißung
der Elektroden gibt dem Überspannungsableiter eine praktisch durchaus ausreichende Lebensdauer, die
jedoch kleiner als die Betriebsdauer ist, bei der eine Zerstörung auftreten könnte.
In bevorzugter Ausführungsform der Erfindung sind die beiden Kontaktteile so geformt und angeordnet,
daß ihre Kontaktflächen sehr klein sind. Der Er-
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finder hat gefunden, daß. ,.man bei. Vorhandensein
dieses zusätzlichen Kennzeichens zu den beiden obigen das Verschweißen der Kontakte nach einer.bestimmten
Anzahl von Anspreehvorgängen mit noch größerer Sicherheit erhält.
Die Erfindung ist nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnung beispielsweise erläutert.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Überspannungsabieiters;
Fig. 2 ist ein Schnitt der Fig. 1 längs der Ebene H-II.
Der dargestellte Überspannungsableiter besitzt in an sich bekannter Weise eine Hülle 3 aus einem Glasrohr,
welches oben durch einen spitzen Teil 1 abgeschlossen wird, welcher von dem Pumpstutzen her- 1^
rührt, durch welchen der Überspannungsableiter ausgepumpt und anschließend mit einer geeigneten Atmosphäre
gefüllt wurde. Die Hülle 3 wird an ihrem unteren Teil durch einen Quetschfuß 7 abgeschlossen, in
welchen die Stromzuführungen 6 und 9 der beiden Elektroden 2 und (10, 11, 12) des Überspannungsableiters
eingeschmolzen sind. Die Stromzuführungen 6 und 9 bestehen aus einem Draht, der eine Eisen-Nickel-Seele
aufweist und mit einem Kupferüberzug versehen ist.
Die Stromzuführung 6 ist an das Ende einer ersten Elektrode 2 angeschweißt, welche z. B. durch einen
Nickelstab gebildet wird. Ein mit seinem unteren Ende an den Quetschfuß 7 angeschmolzenes Glasröhrchen 4
umgibt den über dem Quetschfuß 7 liegenden Teil der Stromzuführung 6 sowie den unteren Teil der Elektrode
2.
Die zweite Elektrode des Überspannungsabieiters wird durch den Draht 10, den Bimetallstreifen 11 und
den Teil 12 gebildet.
Die Stromzuführung 9 ist an das Ende eines Nikkeistabes 10 angeschweißt, welcher etwa parallel zu
der Elektrode 2 verläuft. Die Verschweißungsstelle der Drähte9 und 10 liegt in dem Quetschfuß 7. Der
aus Nickel bestehende Stab 10 ist in den Quetschfuß nicht dicht einschmelzbar, dicht an das Glas des
Fußes 7 zur Sicherung der Dichtigkeit eingeschmolzen ist jedoch die Stromführung 9.
Ein Bimetallstreifen 11 ist mit seinem unteren Teil an den Stab 10 angeschweißt. An seinen oberen Teil
ist ein einige Millimeter langes Stück 12 eines Nikkeistabes angeschweißt, welches eine etwa senkrecht
zu der Achse der Elektrode 2 liegende Achse besitzt und einen Kontaktteil bildet. Wenn sich der Bimetallstreifen
Il bei einer Beheizung durch eine Entladung in dem Überspannungsableiter verformt und den Kontaktteil
12 gegen die Elektrode 2 drückt, ist die Kontaktfläche zwischen diesen beiden Teilen sehr klein,
was, wie die Versuche gezeigt haben, ihre Verschweißung 'begünstigt. Die Tatsache, daß der Kontaktteil
12 und der ebenfalls einen Kontaktteil bildende Stab 2 aus Nickel sind, begünstigt ebenfalls die Verschweißung
dieser Teile. Dies wurde ebenfalls durch Versuche nachgewiesen sowie die Tatsache, daß entsprechende
Ergebnisse mit Kontaktteilen aus Metallen erhalten werden können, welche in der Hauptsache
Eisen und Nickel enthalten. Nicht alle Metalle auf der Basis von Eisen oder Nickel oder Eisen und Nikkei
weisen diesen Vorteil auf, die Erfahrung zeigt jedoch leicht, ob ein Paar von Kontaktteilen brauchbar
ist oder nicht.
Die Atmosphäre des Überspannungsabieiters enthält 99,5 % Argon und 0,5 °/o Stickstoff unter einem
Druck von 40 mm Hg. Wenn der Überspannungsableiter kalt ist und der Abstand zwischen dem Teil 12
und der Elektrode 2 0,5 mm beträgt, hat ein derartiger Überspannungsableiter eine Zündspannung von
etwa 225 V bei Gleichstrom. Man kann andere Kombinationen von Elektrodenabstand und Art und Druck
der Atmosphäre benutzen, um entweder die gleiche Zündspannung oder andere Zündspannungen zu erhalten.
In allen Fällen muß jedoch die Atmosphäre aus einem Edelgas und etwas Stickstoff bestehen,
wenn die Verschweißung der Elektroden nach einer nicht zu großen Zahl von Anspreehvorgängen erzielt
werden soll.
Bei zwanzig Überspannungsableitern der obigen Bauart verschweißten bei sechs ihre Elektroden zwischen
2500 und 10 000 Anspreehvorgängen und bei allen zwischen 2500 und 50 000 Anspreehvorgängen
mit der höchsten Überspannung, für welche sie vorgesehen waren. Keiner von ihnen zeigte eine sein
normales Arbeiten verhindernde Zerstörung.
Claims (2)
1. Überspannungsableiter mit einer Niederdruckatmosphäre aus Gas, Dampf oder Gas und
Dampf, bei welchem wenigstens eine Elektrode einen Bimetallteil aufweist, welcher bei genügender
Erwärmung einen ersten mit dieser Elektrode verbundenen Kontaktteil mit einem zweiten mit
einer anderen Elektrode des Überspannungsabieiters verbundenen Kontaktteil in Berührung
bringt, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Kontaktteile (2, 12) aus Eisen oder Nickel oder
einer hauptsächlich diese beiden Metalle enthaltenden Legierung sind und daß die Innenatmosphäre
des Überspannungsabieiters ein Edelgas ist, welches etwa 0,5 %>■ Stickstoff enthält.
2. Überspannungsableiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Kontaktteile
(2, 12) so geformt und angeordnet sind, daß ihre Kontaktflächen sehr klein sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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