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Stunden- und Kalender-Uhr Die Erfindung bezieht sich auf Uhren, die
außer der Tageszeit auch das Kalenderdatum anzeigen. Es gibt Uhren dieser Art, bei
denen die Kalenderanzeige in einem im Zifferblatt der Uhr angeordneten Schaufenster
erscheint.
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Die Wellen der Stunden- und Minutenzeiger treten dabei von hinten
durch den Mittelpunkt des Zifferblatts hindurch. Infolgedessen kann dieser zentrale
Mittelbereich für die Kalenderanzeige nicht ausgenutzt werden, obwohl es an sich
erwünscht wäre, sie gerade in diesem von dem außen liegenden Zifferkranz am weitesten
entfernten und besonders auffälligen Bereich unterzubringen.
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Aus diesem Zwang heraus haben die Uhrerbauer andere Wege beschritten,
um die Kalenderanzeige auf dem Zifferblatt unterzubringen. So sind fortlaufende
Kalenderstreifen oder -bänder bekannt, die auf nur einem oder auf mehreren Streifen
die gewünschten Angaben enthalten. Die Kalenderstreifen werden bei diesen Uhren
mit Hilfe von in Löcher eingreifenden Zahnrädern, Hebeln usw. schrittweise hinter
dem Schaufenster des Zifferblatts weiterbewegt. In der Regel werden hierzu eigene,
vom Uhrwerk nur gesteuerte Triebwerke benutzt. Die Kalenderwerke mit einem Streifen
oder Band, bei dem alle Angaben je Tag auf einem Feld vereinigt sind und die deshalb
alle 24 Stunden nur einmal um ein Feld weiterbewegt werden müssen, haben zwar vor
den anderen Werken den Vorteil voraus, daß sie in der Konstruktion einfach sind
und wegen ihres geringen Platzbedarfs unmittelbar hinter dem Zifferblatt in Höhe
des Schaufensters angeordnet werden können. Auch bei ihrer Verwendung stören jedoch
die zentralen Zeigerwellen.
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Die Erfindung geht ,daher von gekröpften Uhrzeigern und ferner von
einer Maßnahme aus, die zur Freimachung des Zifferblattmittelfelds für beliebige
Schaustellungen schon bei einer anderen Uhr bekannt ist und die darin besteht, daß
die Uhrzeiger über einen zusätzlichen zwischen Uhrwerk und Zifferblatt angeordneten
Körper U-förmig hinwegggekröpft sind und vor dem Zifferblatt mit ihren von außen
sichtbaren Teilen von einem das Mittelfeld oder ein dort vorhandenes Schaufenster
umgebenden größeren Kreis aus über den Zifferkranz hinwegragend umlaufen. Bei dieser
bekannten Uhr sind die die mehrmals gekröpften Stunden- und Minutenzeiger tragenden
Triebwellen beide als Hohlwellen gestaltet und auf einen festen Zapfen aufgeschoben
bzw. darauf drehbar gelagert, an dein eine Haltevorrichtung für den im Mittelfeld
oder Schaufenster sichtbaren Körper befestigt ist. Dieser Körper kann auch ein von
einem Umrollwerk bewegtes Band mit beliebigen bildlichen Darstellungen sein und
an seiner Stelle ließe sich ein Kalenderwerk mit einem Schaufenster anordnen. Nachteilig
ist bei dieser bekannten Anordnung, daß das Uhrwerk mit einem besonderen, den übrigen
Aufbau störenden festen Mittelzapfen versehen sein muß, und daß dieser Zapfen den
zusätzlichen Körper, der insbesondere in Verbindung mit einem Umrollwerk großes
Gewicht haben kann, allein tragen muß.
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Die Erfindung besteht demgegenüber darin, daß die Uhrzeiger auf die
Triebwellen des Uhrwerks auf seiner vom Zifferblatt abgewandten Seite aufgesetzt
und auch über das Uhrwerk hinweg gekröpft sind.
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Die Vorteile dieser Maßnahme bestehen darin, daß einerseits die Vorderfläche
des Uhrwerks in ihrer ganzen Ausdehnung für das Anbringen der Tragteile des an die
Uhr anzubauenden Kalenderwerks frei wird, und daß andererseits ein normales Uhrwerk
ohne zusätzlichen festen Zapfen verwendet werden kann und die Uhrzeiger weniger
oft und insbesondere nicht eng um das Zifferblatt herum gekröpft zu sein brauchen,
was ihre Herstellung erheblich erleichtert.
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Bei der praktischen Ausführung der Erfindung kann man die von vorn
sichtbaren Teile der Uhrzeiger von dem das Kalenderschaufenster umgebenden Umlaufkreis
aus, der auch eine Kulisse im Zifferblatt oder dessen Außenrand sein kann, wahlweise
nach außen und/oder innen über den Zifferkranz hinwegiagen lassen. Eine das Zifferblatt
unterteilende Kulisse kann zur Abdeckung des Innenraums der Uhr kegelmantelförmig
gestaltet sein.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der zugleich zur weiteren
Erläuterung .der Erfindung dienenden Zeichnung in mehreren Figuren dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Aufsicht; Fig. 2 und 3 je eine der beiden Seitenansichten; Fig.
4 eine Ansicht von hinten.
In dem Zwischenraum zwischen einer teilweise
durchsichtigen runden Scheibe 1, die z. B. aus Glas, vorzugsweise jedoch aus Kunststoff
besteht, und dem von vorn gesehen hinter ihr und konzentrisch zu ihr angeordneten
Zifferblatt 2 ragen von außen her die in einem nahezu rechten Winkel abgebogenen
Enden der beiden Uhrzeiger 3 (ein Stunden- und ein Minutenzeiger) hinein. Unmittelbar
hinter dem Zifferblatt 2 sitzt das Kalenderwerk 4 und in einigem Abstand davon das
Uhrwerk 5. Aus dem Uhrwerk 5 treten in bekannter Weise die Triebwellen 5' der Uhrzeiger
heraus, jedoch nicht nach vorn, sondern nach hinten. Zur Vereinfachung der Zeichnung
ist nur eine Triebwelle 5' gezeichnet. Auf den Triebwellen sitzen wie üblich die
beiden Uhrzeiger 3, die jedoch, statt wie bei anderen Uhren in Höhe des Zifferkranzes
auf dem Zifferblatt zu enden, soweit verlängert sind, .daß sie sich - zunächst etwa
in Höhe des Zifferkranzes nach vorn in einem etwas größeren als einem rechten Winkel
abgebogen - bis vor das Zifferblatt 2 erstrecken und dort wie schon beschrieben
abermals abgebogen auf dem Zifferblatt 2 enden. Die beiden Abbiegewinkel ergänzen
sich zu 180° und können auch je 90° betragen. Zur besseren Übersichtlichkeit sind
die Uhrzeiger in Fig. 1 um 90° gegenüber ihrer Stellung in den Fig. 2 bis 4 gedreht.
Die Zeigerenden sind in ihrem sichtbaren Teil in der für den Stunden-und den Minutenzeiger
üblichen Weise ausgebildet. Sie enden hinter einer durch Mattierung, Metallisierang
oder in anderer Weise undurchsichtig gemachten ,zentral-en Kreisfläche 1' der Scheibe
1. In der undurchsichtigen Abdeckung der Kreisfläche 1' ist ein z. B. quadratisches
Schaufenster 1" für die Kalenderanzeige ausgespart. Ferner ist auch der Rand der
Scheibe 1 in Form eines Kreisrings 1"' undurchsichtig abgedeckt.