DE1096265B - Verfahren zum Einbringen von Sprengladungen in Bohrloecher u. dgl. - Google Patents
Verfahren zum Einbringen von Sprengladungen in Bohrloecher u. dgl.Info
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C06—EXPLOSIVES; MATCHES
- C06B—EXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
- C06B47/00—Compositions in which the components are separately stored until the moment of burning or explosion, e.g. "Sprengel"-type explosives; Suspensions of solid component in a normally non-explosive liquid phase, including a thickened aqueous phase
- C06B47/14—Compositions in which the components are separately stored until the moment of burning or explosion, e.g. "Sprengel"-type explosives; Suspensions of solid component in a normally non-explosive liquid phase, including a thickened aqueous phase comprising a solid component and an aqueous phase
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C06—EXPLOSIVES; MATCHES
- C06B—EXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
- C06B21/00—Apparatus or methods for working-up explosives, e.g. forming, cutting, drying
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42D—BLASTING
- F42D1/00—Blasting methods or apparatus, e.g. loading or tamping
- F42D1/08—Tamping methods; Methods for loading boreholes with explosives; Apparatus therefor
- F42D1/10—Feeding explosives in granular or slurry form; Feeding explosives by pneumatic or hydraulic pressure
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- Geophysics And Detection Of Objects (AREA)
Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf das Einbringen von Sprengladungen in Löcher, die in dem zu sprengenden
Objekt gebohrt oder in anderer Weise vorgesehen sind.
Das in der Praxis üblichste Verfahren, um eine Sprengladung in ein Bohrloch od. dgl. einzubringen,
beruht auf der Verwendung eines »portionenverpackten« Sprengstoffes, d. h. eines Sprengstoffs in sogenannter
Patronenform, wobei jede Patrone mit einer Schutzhülse, für gewöhnlich aus Papier, versehen ist.
Beim Laden wird jeweils eine oder mehrere solcher Patronen ins Bohrloch eingeführt und mit einem
Ladestock zugedrückt, um tunlichst den ganzen Querschnitt des Bohrloches auszufüllen. Besonders wenn
die in ein Loch einzuführende Sprengstoffmenge groß ist, wird die Ladearbeit gemäß dieser Methode sowohl
zeitraubend als auch mühsam.
Um die Ladearbeit zu rationalisieren, besonders wenn es sich um ausgedehntere Sprengarbeiten handelt,
hat man schon die Verwendung von Sprengstoffen »ausgewogen«, d. h. in unpatronierter Form,
und die Einführung jener Sprengstoffe ins Bohrloch mit mechanischen Hilfsmitteln vorgeschlagen. Man
war aber früher aus Sicherheitsgründen genötigt, an diese Hilfsmittel ganz besondere Anforderungen zu
stellen, unter anderem durfte die betreffende Vorrichtung keine aneinander reibenden Teile in Berührung
mit dem Sprengstoff aufweisen, auch keine Stöße oder Schläge in irgendwelcher Form ausüben, sondern nur
einen gleichen, mäßigen und elastischen Druck auf den Sprengstoff, andernfalls war nämlich die Gefahr
der unkontrollierten Initiierung vorhanden. Die mechanischen Hilfsmittel erhielten daher grundsätzlich
die Form von Spritzen, die in gleichmäßigen Zeitabständen mit neuem Sprengstoff gefüllt werden
mußten, weshalb ihre Handhabung ziemlich lästig war, außerdem kam noch hinzu, daß sie weniger wirksam
waren, besonders wenn es sich um die Einführung von Sprengstoff in tiefe Bohrlöcher handelte,
weil der für die Einspritzung erforderliche Druck in der Spritze selbst dabei sehr hoch wurde. Ferner
waren die betreffenden Hilfsmittel nicht für alle Typen von Sprengstoffen verwendbar, besonders nicht
für die pulverförmigen.
Es ist bereits ein Verfahren zum Einbringen von Sprengstoffladungen in Bohrlöcher bekannt, bei
welchem im wesentlichen senkrechte Bohrlöcher geladen und die Komponenten der Sprengstoffladungen
mittels zweier Förderschnecken gesondert einem Rohr mit Anschlagsplatten zugeführt werden. Durch dieses
Rohr fallen die Sprengstoffkomponenten unter dem Einfluß der Schwerkraft und unter Vermischung in
das Bohrloch hinunter.
Dabei kann eine Komponente der Sprengstoffladung Verfahren zum Einbringen
von Sprengladungen
in Bohrlöcher u. dgl.
von Sprengladungen
in Bohrlöcher u. dgl.
Anmelder:
Nitroglycerin Aktiebolaget,
Gyttorp (Schweden)
Gyttorp (Schweden)
Vertreter: Dipl.-Ing. W. Paap
und Dipl.-Ing. H. Mitscherlich, Patentanwälte,
München 22, Mariannenplatz 4
Dr. Gustav Allan Wetterholm und Sven Erik Rosell,
Gyttorp (Schweden),
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
manuell zugeführt werden. Auf diese Weise ist es aber nicht möglich, eine innige und homogene Mischung zu
erhalten, und zwar auch dann nicht, wenn die Vermischung mit Hilfe eines manuell zu handhabenden
Rührers unterstützt ist. Außerdem kann auf diese bekannte Weise nur eine Ladung des Bohrloches mit
geringer Dichte erreicht werden.
Demgegenüber hat sich die Erfindung zur Aufgabe gestellt, eine Ladung des Bohrloches mit hoher Dichte
zu erreichen, und zwar auch bei liegenden, z. B. horizontal verlaufenden Bohrlöchern.
Gemäß der Erfindung werden die geschilderten Nachteile vermieden, während gleichzeitig die Sicherheit
erhöht wird und die Anbringung der Sprengladung rationell und unabhängig vom Sprengstofftyp
vor sich gehen kann.
Auch die Erfindung geht aus von einem Verfahren zum Einbringen von Sprengladungen in Bohrlöcher
u. dgl., bei dem mit mechanischen Hilfsmitteln von einem Behälter aus unpatronierter, unempfindlicher
Sprengstoff in dasselbe eingeführt wird. Die Verwendung eines plastischen unempfindlichen Sicherheitssprengstoffs mit ausgeglichener Sauerstoffbilanz durch
einen Wassergehalt von 3 bis 25% ist an sich bekannt.
Das Neue beim Verfahren nach der Erfindung besteht darin, daß ein Sprengstoff, der durch mindestens
etwa 5 Gewichtsprozent betragenden Wasserzusatz gegen Schlag und Reibung unempfindlich gemacht
worden ist, mit Hilfe einer kontinuierlich oder dis-
009 680/134
kontinuierlich arbeitenden Pumpe vom Typ Zahnradpumpe, Schraubenpumpe, Membranpumpe od. dgl.
unter Durchgang durch die genannte Pumpe vom Behälter aus ins Bohrloch eingeführt wird.
Bei diesem Verfahren ist es möglich, den Spreng- S stoff kontinuierlich von einem großen offenen Behälter
ohne Unterbrechung für die Neufüllung des Behälters und mit einem genügenden hohen Druck zuzuführen,
auch wenn es sich um die Einführung des Sprengstoffs in tiefe Bohrlöcher handelt, und es kann deshalb auf xo
diese Weise eine große Anzahl Bohrlöcher in möglichst kurzer Zeit geladen werden.
Die Menge des Wassers, die erforderlich ist, um den Sprengstoff unempfindlich gegen Schläge und Reibung
zu machen, richtet sich selbstverständlich nach der Natur des Sprengstoffs und kann z. B. 5 bis 10
oder 15% betragen. Unter allen Umständen soll das Wasser im Sprengstoff in feinverteiltem Zustand anwesend
sein, und zwar mit den übrigen Bestandteilen innig gemischt oder darin absorbiert. ao
Wenn der Sprengstoff leichtflüssig ist, ist ein thixotroper Charakter vorteilhaft, denn dadurch wird das
Abfließen des Sprengstoffs aus einem liegenden Bohrloch verhindert, und zwar deshalb, weil die Masse
sich verdickt, sobald sie nicht mehr bearbeitet wird.
Die Pumpen können gegebenenfalls aus Hartkunststoff hergestellt und durch Luftmotor angetrieben
werden. Sie können mit Vorteil umkehrbar gemacht werden, um die Sprengstoffspillage herabzusetzen.
Durch Aufbewahrung in feuchter Luft wurden einem Sprengstoff, bestehend aus 30% Nitroglyzeringel
und 70% Ammoniumnitrat, 5,5% Wasser zugeführt. Das Stauchvermögen an Bleizylinder gemäß
Hess sank dadurch von 22,5 mm auf 19,5 mm, die
Empfindlichkeit sowohl gegen Schlag als auch gegen Reibung wurde aber auf ungefährliche Werte herabgesetzt,
so daß der Sprengstoff mittels einer Zahnradpumpe aus Kunststoff in Bohrlöchern geladen werden
konnte.
Ein pulverförmiger Sprengstoff mit der Zusammensetzung 80% Ammoniumnitrat, 7% feinverteiltes
Wasser und 7% Aluminiumpulver sowie 4% Nitroglyzerin und 2% Nitrotoluol ist gegen Schläge, Stöße,
Reibung vollständig unempfindlich und kann von einem stetig angeschlossenen Zuführungsmagazin aus
mittels einer Schraubenpumpe ins Bohrloch eingeschraubt werden. Es kann durch Sprengkapsel und
einen 10 g Trotylprimer initiiert werden.
Ein halbflüssiger Sprengstoff wurde aus 36,0% Ditrinitroäthylharnstoff, 18% Ammoniumnitrat, 23%
Kalziumnitrat, 7,4% Glykol, 13,5% Wasser und 2,1% Stärke hergestellt. Er ist gegen Schläge und
Reibung unempfindlich, läßt sich aber mit einer Sprengkapsel Nr. 8 initiieren. Er kann mittels einer
Zahnradpumpe vom Speisebehälter durch einen Schlauch hindurch dem Bohrloch zugeführt und darin
geladen werden.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zum Einbringen von Sprengladungen in Bohrlöcher, bei dem mit mechanischen Hilfsmitteln von einem Behälter aus unpatronierter, durch einen mindestens 5 Gewichtsprozent betragenden Wasserzusatz gegen Schlag und Reibung unempfindlich gemachter Sprengstoff in dasselbe eingeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Sprengstoff mit Hilfe einer kontinuierlich oder diskontinuierlich arbeitenden Pumpe vom Typ Zahnradpumpe, Schraubenpumpe, Membranpumpe od. dgl. unter Durchgang durch die genannte Pumpe vom Behälter aus ins Bohrloch eingeführt wird.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 1 009 990;
britische Patentschrift Nr. 785 140.© 009 680/194 12.60
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN15867A DE1096265B (de) | 1958-11-17 | 1958-11-18 | Verfahren zum Einbringen von Sprengladungen in Bohrloecher u. dgl. |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH6624058A CH376042A (de) | 1958-11-17 | 1958-11-17 | Verfahren zur Anbringung von Sprengladungen in Löchern, die im zu sprengenden Objekt vorgesehen sind |
| DEN15867A DE1096265B (de) | 1958-11-17 | 1958-11-18 | Verfahren zum Einbringen von Sprengladungen in Bohrloecher u. dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1096265B true DE1096265B (de) | 1960-12-29 |
Family
ID=25737866
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN15867A Pending DE1096265B (de) | 1958-11-17 | 1958-11-18 | Verfahren zum Einbringen von Sprengladungen in Bohrloecher u. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1096265B (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1009990B (de) | 1955-02-11 | 1957-06-06 | Nitroglycerin Ab | Plastischer Sicherheitssprengstoff mit ausgeglichener Sauerstoffbilanz |
| GB785140A (en) * | 1955-07-27 | 1957-10-23 | Ici Ltd | Improvements in or relating to blasting methods and materials |
-
1958
- 1958-11-18 DE DEN15867A patent/DE1096265B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1009990B (de) | 1955-02-11 | 1957-06-06 | Nitroglycerin Ab | Plastischer Sicherheitssprengstoff mit ausgeglichener Sauerstoffbilanz |
| GB785140A (en) * | 1955-07-27 | 1957-10-23 | Ici Ltd | Improvements in or relating to blasting methods and materials |
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