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DE1096265B - Verfahren zum Einbringen von Sprengladungen in Bohrloecher u. dgl. - Google Patents

Verfahren zum Einbringen von Sprengladungen in Bohrloecher u. dgl.

Info

Publication number
DE1096265B
DE1096265B DEN15867A DEN0015867A DE1096265B DE 1096265 B DE1096265 B DE 1096265B DE N15867 A DEN15867 A DE N15867A DE N0015867 A DEN0015867 A DE N0015867A DE 1096265 B DE1096265 B DE 1096265B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
explosive
boreholes
explosives
pump
borehole
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEN15867A
Other languages
English (en)
Inventor
Sven Erik Rosell
Dr Gustav Allan Wetterholm
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Nitroglycerin AB
Original Assignee
Nitroglycerin AB
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from CH6624058A external-priority patent/CH376042A/de
Application filed by Nitroglycerin AB filed Critical Nitroglycerin AB
Priority to DEN15867A priority Critical patent/DE1096265B/de
Publication of DE1096265B publication Critical patent/DE1096265B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B47/00Compositions in which the components are separately stored until the moment of burning or explosion, e.g. "Sprengel"-type explosives; Suspensions of solid component in a normally non-explosive liquid phase, including a thickened aqueous phase
    • C06B47/14Compositions in which the components are separately stored until the moment of burning or explosion, e.g. "Sprengel"-type explosives; Suspensions of solid component in a normally non-explosive liquid phase, including a thickened aqueous phase comprising a solid component and an aqueous phase
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B21/00Apparatus or methods for working-up explosives, e.g. forming, cutting, drying
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42DBLASTING
    • F42D1/00Blasting methods or apparatus, e.g. loading or tamping
    • F42D1/08Tamping methods; Methods for loading boreholes with explosives; Apparatus therefor
    • F42D1/10Feeding explosives in granular or slurry form; Feeding explosives by pneumatic or hydraulic pressure

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Geophysics And Detection Of Objects (AREA)

Description

DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf das Einbringen von Sprengladungen in Löcher, die in dem zu sprengenden Objekt gebohrt oder in anderer Weise vorgesehen sind.
Das in der Praxis üblichste Verfahren, um eine Sprengladung in ein Bohrloch od. dgl. einzubringen, beruht auf der Verwendung eines »portionenverpackten« Sprengstoffes, d. h. eines Sprengstoffs in sogenannter Patronenform, wobei jede Patrone mit einer Schutzhülse, für gewöhnlich aus Papier, versehen ist. Beim Laden wird jeweils eine oder mehrere solcher Patronen ins Bohrloch eingeführt und mit einem Ladestock zugedrückt, um tunlichst den ganzen Querschnitt des Bohrloches auszufüllen. Besonders wenn die in ein Loch einzuführende Sprengstoffmenge groß ist, wird die Ladearbeit gemäß dieser Methode sowohl zeitraubend als auch mühsam.
Um die Ladearbeit zu rationalisieren, besonders wenn es sich um ausgedehntere Sprengarbeiten handelt, hat man schon die Verwendung von Sprengstoffen »ausgewogen«, d. h. in unpatronierter Form, und die Einführung jener Sprengstoffe ins Bohrloch mit mechanischen Hilfsmitteln vorgeschlagen. Man war aber früher aus Sicherheitsgründen genötigt, an diese Hilfsmittel ganz besondere Anforderungen zu stellen, unter anderem durfte die betreffende Vorrichtung keine aneinander reibenden Teile in Berührung mit dem Sprengstoff aufweisen, auch keine Stöße oder Schläge in irgendwelcher Form ausüben, sondern nur einen gleichen, mäßigen und elastischen Druck auf den Sprengstoff, andernfalls war nämlich die Gefahr der unkontrollierten Initiierung vorhanden. Die mechanischen Hilfsmittel erhielten daher grundsätzlich die Form von Spritzen, die in gleichmäßigen Zeitabständen mit neuem Sprengstoff gefüllt werden mußten, weshalb ihre Handhabung ziemlich lästig war, außerdem kam noch hinzu, daß sie weniger wirksam waren, besonders wenn es sich um die Einführung von Sprengstoff in tiefe Bohrlöcher handelte, weil der für die Einspritzung erforderliche Druck in der Spritze selbst dabei sehr hoch wurde. Ferner waren die betreffenden Hilfsmittel nicht für alle Typen von Sprengstoffen verwendbar, besonders nicht für die pulverförmigen.
Es ist bereits ein Verfahren zum Einbringen von Sprengstoffladungen in Bohrlöcher bekannt, bei welchem im wesentlichen senkrechte Bohrlöcher geladen und die Komponenten der Sprengstoffladungen mittels zweier Förderschnecken gesondert einem Rohr mit Anschlagsplatten zugeführt werden. Durch dieses Rohr fallen die Sprengstoffkomponenten unter dem Einfluß der Schwerkraft und unter Vermischung in das Bohrloch hinunter.
Dabei kann eine Komponente der Sprengstoffladung Verfahren zum Einbringen
von Sprengladungen
in Bohrlöcher u. dgl.
Anmelder:
Nitroglycerin Aktiebolaget,
Gyttorp (Schweden)
Vertreter: Dipl.-Ing. W. Paap
und Dipl.-Ing. H. Mitscherlich, Patentanwälte,
München 22, Mariannenplatz 4
Dr. Gustav Allan Wetterholm und Sven Erik Rosell,
Gyttorp (Schweden),
sind als Erfinder genannt worden
manuell zugeführt werden. Auf diese Weise ist es aber nicht möglich, eine innige und homogene Mischung zu erhalten, und zwar auch dann nicht, wenn die Vermischung mit Hilfe eines manuell zu handhabenden Rührers unterstützt ist. Außerdem kann auf diese bekannte Weise nur eine Ladung des Bohrloches mit geringer Dichte erreicht werden.
Demgegenüber hat sich die Erfindung zur Aufgabe gestellt, eine Ladung des Bohrloches mit hoher Dichte zu erreichen, und zwar auch bei liegenden, z. B. horizontal verlaufenden Bohrlöchern.
Gemäß der Erfindung werden die geschilderten Nachteile vermieden, während gleichzeitig die Sicherheit erhöht wird und die Anbringung der Sprengladung rationell und unabhängig vom Sprengstofftyp vor sich gehen kann.
Auch die Erfindung geht aus von einem Verfahren zum Einbringen von Sprengladungen in Bohrlöcher u. dgl., bei dem mit mechanischen Hilfsmitteln von einem Behälter aus unpatronierter, unempfindlicher Sprengstoff in dasselbe eingeführt wird. Die Verwendung eines plastischen unempfindlichen Sicherheitssprengstoffs mit ausgeglichener Sauerstoffbilanz durch einen Wassergehalt von 3 bis 25% ist an sich bekannt.
Das Neue beim Verfahren nach der Erfindung besteht darin, daß ein Sprengstoff, der durch mindestens etwa 5 Gewichtsprozent betragenden Wasserzusatz gegen Schlag und Reibung unempfindlich gemacht worden ist, mit Hilfe einer kontinuierlich oder dis-
009 680/134
kontinuierlich arbeitenden Pumpe vom Typ Zahnradpumpe, Schraubenpumpe, Membranpumpe od. dgl. unter Durchgang durch die genannte Pumpe vom Behälter aus ins Bohrloch eingeführt wird.
Bei diesem Verfahren ist es möglich, den Spreng- S stoff kontinuierlich von einem großen offenen Behälter ohne Unterbrechung für die Neufüllung des Behälters und mit einem genügenden hohen Druck zuzuführen, auch wenn es sich um die Einführung des Sprengstoffs in tiefe Bohrlöcher handelt, und es kann deshalb auf xo diese Weise eine große Anzahl Bohrlöcher in möglichst kurzer Zeit geladen werden.
Die Menge des Wassers, die erforderlich ist, um den Sprengstoff unempfindlich gegen Schläge und Reibung zu machen, richtet sich selbstverständlich nach der Natur des Sprengstoffs und kann z. B. 5 bis 10 oder 15% betragen. Unter allen Umständen soll das Wasser im Sprengstoff in feinverteiltem Zustand anwesend sein, und zwar mit den übrigen Bestandteilen innig gemischt oder darin absorbiert. ao
Wenn der Sprengstoff leichtflüssig ist, ist ein thixotroper Charakter vorteilhaft, denn dadurch wird das Abfließen des Sprengstoffs aus einem liegenden Bohrloch verhindert, und zwar deshalb, weil die Masse sich verdickt, sobald sie nicht mehr bearbeitet wird.
Die Pumpen können gegebenenfalls aus Hartkunststoff hergestellt und durch Luftmotor angetrieben werden. Sie können mit Vorteil umkehrbar gemacht werden, um die Sprengstoffspillage herabzusetzen.
Beispiel 1
Durch Aufbewahrung in feuchter Luft wurden einem Sprengstoff, bestehend aus 30% Nitroglyzeringel und 70% Ammoniumnitrat, 5,5% Wasser zugeführt. Das Stauchvermögen an Bleizylinder gemäß Hess sank dadurch von 22,5 mm auf 19,5 mm, die Empfindlichkeit sowohl gegen Schlag als auch gegen Reibung wurde aber auf ungefährliche Werte herabgesetzt, so daß der Sprengstoff mittels einer Zahnradpumpe aus Kunststoff in Bohrlöchern geladen werden konnte.
Beispiel 2
Ein pulverförmiger Sprengstoff mit der Zusammensetzung 80% Ammoniumnitrat, 7% feinverteiltes Wasser und 7% Aluminiumpulver sowie 4% Nitroglyzerin und 2% Nitrotoluol ist gegen Schläge, Stöße, Reibung vollständig unempfindlich und kann von einem stetig angeschlossenen Zuführungsmagazin aus mittels einer Schraubenpumpe ins Bohrloch eingeschraubt werden. Es kann durch Sprengkapsel und einen 10 g Trotylprimer initiiert werden.
Beispiel 3
Ein halbflüssiger Sprengstoff wurde aus 36,0% Ditrinitroäthylharnstoff, 18% Ammoniumnitrat, 23% Kalziumnitrat, 7,4% Glykol, 13,5% Wasser und 2,1% Stärke hergestellt. Er ist gegen Schläge und Reibung unempfindlich, läßt sich aber mit einer Sprengkapsel Nr. 8 initiieren. Er kann mittels einer Zahnradpumpe vom Speisebehälter durch einen Schlauch hindurch dem Bohrloch zugeführt und darin geladen werden.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zum Einbringen von Sprengladungen in Bohrlöcher, bei dem mit mechanischen Hilfsmitteln von einem Behälter aus unpatronierter, durch einen mindestens 5 Gewichtsprozent betragenden Wasserzusatz gegen Schlag und Reibung unempfindlich gemachter Sprengstoff in dasselbe eingeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Sprengstoff mit Hilfe einer kontinuierlich oder diskontinuierlich arbeitenden Pumpe vom Typ Zahnradpumpe, Schraubenpumpe, Membranpumpe od. dgl. unter Durchgang durch die genannte Pumpe vom Behälter aus ins Bohrloch eingeführt wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschrift Nr. 1 009 990;
    britische Patentschrift Nr. 785 140.
    © 009 680/194 12.60
DEN15867A 1958-11-17 1958-11-18 Verfahren zum Einbringen von Sprengladungen in Bohrloecher u. dgl. Pending DE1096265B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEN15867A DE1096265B (de) 1958-11-17 1958-11-18 Verfahren zum Einbringen von Sprengladungen in Bohrloecher u. dgl.

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH6624058A CH376042A (de) 1958-11-17 1958-11-17 Verfahren zur Anbringung von Sprengladungen in Löchern, die im zu sprengenden Objekt vorgesehen sind
DEN15867A DE1096265B (de) 1958-11-17 1958-11-18 Verfahren zum Einbringen von Sprengladungen in Bohrloecher u. dgl.

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1096265B true DE1096265B (de) 1960-12-29

Family

ID=25737866

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEN15867A Pending DE1096265B (de) 1958-11-17 1958-11-18 Verfahren zum Einbringen von Sprengladungen in Bohrloecher u. dgl.

Country Status (1)

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DE (1) DE1096265B (de)

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1009990B (de) 1955-02-11 1957-06-06 Nitroglycerin Ab Plastischer Sicherheitssprengstoff mit ausgeglichener Sauerstoffbilanz
GB785140A (en) * 1955-07-27 1957-10-23 Ici Ltd Improvements in or relating to blasting methods and materials

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1009990B (de) 1955-02-11 1957-06-06 Nitroglycerin Ab Plastischer Sicherheitssprengstoff mit ausgeglichener Sauerstoffbilanz
GB785140A (en) * 1955-07-27 1957-10-23 Ici Ltd Improvements in or relating to blasting methods and materials

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