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DE1095288B - Verfahren zur Herstellung von in 10-Stellung substituierten 1-, 2-, 3- und 4-Azaphenthiazinen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von in 10-Stellung substituierten 1-, 2-, 3- und 4-Azaphenthiazinen

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Publication number
DE1095288B
DE1095288B DES49322A DES0049322A DE1095288B DE 1095288 B DE1095288 B DE 1095288B DE S49322 A DES49322 A DE S49322A DE S0049322 A DES0049322 A DE S0049322A DE 1095288 B DE1095288 B DE 1095288B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
azaphenthiazine
radical
substituted
dimethylamino
xylene
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES49322A
Other languages
English (en)
Inventor
Paul Jean Clement Buisson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rhone Poulenc SA
Original Assignee
Rhone Poulenc SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Rhone Poulenc SA filed Critical Rhone Poulenc SA
Publication of DE1095288B publication Critical patent/DE1095288B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D513/00Heterocyclic compounds containing in the condensed system at least one hetero ring having nitrogen and sulfur atoms as the only ring hetero atoms, not provided for in groups C07D463/00, C07D477/00 or C07D499/00 - C07D507/00
    • C07D513/02Heterocyclic compounds containing in the condensed system at least one hetero ring having nitrogen and sulfur atoms as the only ring hetero atoms, not provided for in groups C07D463/00, C07D477/00 or C07D499/00 - C07D507/00 in which the condensed system contains two hetero rings
    • C07D513/04Ortho-condensed systems

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von in 10-Stellung substituierten 1-, 2-, 3- und 4 -Azaphenthiazinen Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von in 10-Stellung substituierten 1-, 2-, 3-und 4-Azaphenthiazinen der allgemeinen Formel wobei der Benzol- oder Pyridinkern substituiert sein kann und Q einen basischen Rest - AZ oder darstellt, worin Z einen Dimethyl- oder Diäthylamino-, Pyrrolidino-, Piperidino-, Piperazino-, N-Alkylpiperazino-oder Morpholinorest, A einen zweiwertigen, gesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit gerader oder verzweigter Kette und 2 bis 6 Kohlenstoffatomen, von denen zwei oder drei in gerader Kette zwischen den beiden Stickstoffatomen stehen, und A' den Rest bedeutet, wobei n für 0, 1, 2 oder 3 steht, sowie von ihren Salzen.
  • Als Substituent im Benzol- oder Pyridinkern der Azaphenthiazine kommt beispielsweise ein Halogenatom in Frage.
  • Die genannten Verbindungen werden dadurch hergestellt, daß man entweder a) ein in 10-Stellung unsubstituiertes Azaphenthiazin mit einer Verbindung der Formel Hai - Q reagieren läßt, wobei die Umsetzung von 4-Azaphenthiazinen mit einer Verbindung Hal - AZ ausgenommen ist, sofern Z einen Dimethyl- oder Diäthylamino-, Pyrrolidino-, Piperidino-, Piperazino- oder Morpholinorest bedeutet, oder b) ein in 10-Stellung durch einen Rest - AX substituiertes Azaphenthiazin, worin X eine reaktionsfähig veresterte OH-Gruppe, wie ein Halogenatom, oder den Rest eines Schwefelsäure- oder Sulfonsäureesters darstellt, mit einem Amin der Formel HZ umsetzt.
  • Die Reaktion wird vorzugsweise in einem Lösungsmittel mit erhöhtem Siedepunkt, wie einem Kohlenwasserstoff, beispielsweise Xylol, bei der Siedetemperatur des Lösungsmittels ausgeführt. Man kann in Gegenwart eines Kondensationsmittels aus der Gruppe der Alkalimetalle und ihrer Derivate, beispielsweise eines Alkalicarbonats, -hydrids, -amids- oder -hydroxyds, arbeiten.
  • Die als Ausgangsprodukte verwendeten 1-, 3- und 4-Azaphenthiazine können durch Cyclisieren (Halogenwasserstoffabspaltung) von Verbindungen der allgemeinen Formel hergestellt werden. In dieser Formel bedeutet das schematische Symbol einen Pyridylrest, wobei das Stickstoffatom eine der Stellungen (a), (b) oder (c) der Formel II einnimmt; einer der Reste Y' oder Y bedeutet ein Halogenatom und der andere den Rest N H2; der Benzolring kann gegebenenfalls substituiert sein, beispielsweise durch ein Halogenatom.
  • Das als Ausgangsstoff benötigte 2-Azaphenthiazin kann entsprechend der von V. A. Petrow (Journ. Chem. Soc., 1945, S. 591) für die Herstellung des 4-Nitro-2-azaphenthiazins beschriebenen Arbeitsweise hergestellt werden.
  • Die als Ausgangssubstanzen bei der Verfahrensweise b) verwendeten Verbindungen der Formel können durch Anwendung des von Gilman in Journ.
  • Amer. Chem. Soc., 66, S. 890 (1944), beschriebenen Verfahrens auf die Azaphenthiazine oder durch Einwirkung eines a-Chlor-w-bromalkans auf das Natriumderivat eines Azaphenthiazins hergestellt werden.
  • Die neuen Azaphenthiazinderivate besitzen wertvolle pharmakodynamische Eigenschaften, die ihre Ver-Verwendung in der Human- und Veterinärmedizin ermöglichen. Sie können Antihistaminica, Mittel gegen Parkinsonismus, Ganglienblocker, Spasmolytica, Antiemetica, Lokalanästhetica oder Antischockmittel sein; sie können auch als Wirkungssteigerer von Anästhetika und Analgetika gebraucht werden.
  • Die erfindungsgemäß erhältlichen Verbindungen sind den bekannten, ähnlich gebauten Verbindungen überlegen. So sind beispielsweise 10-(2'-Dimethylamino-propyl)-2-azaphenthiazin, 10-(3'-Dimethylamino-propyl) -3-azaphenthiazin, 1 0-(2'-Dimethylamino-propyl) -3 -azaphenthiazin, 1 0-(3'-Dimethylamino-2'-methyl-propyl) -3-azaphenthiazin, 1 0-(3'-Pyrolidino-propyl) -3-azaphenthiazin, 1 0-(3'-[4"-Methylpiperazino-propyl)-3-azaphenthiazin, 10- (2',3'-Bis-[dimethylamino] -propyl) -3-azaphenthiazin, 10-(2',3 '-Bispiperidino-propyl)-3-azaphenthiazin, 10-(2',3'-Bis-[dimethylamino]-propyl)-4-azaphenthiazin und 10-(2'-Methyl-3'-dimethylamino-propyl)-1 -azaphenthiazin dembekanntenl 0- (3'-Dimethylamino-propyl)-phenthiazin hinsichtlich der Antihistaminwirksamkeit, der spasmolytischen Wirkung, der antiemetischen Wirkung oder der Antischockwirkung deutlich überlegen.
  • Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung, ohne sie zu beschränken.
  • Beispiel 1 Man setzt bei 1200 C unter Rühren 1,35 g Natriumamid (Gehalt 92°/o) zu einer teilweisen Lösung von 6 g l-Azaphenthiazin in 140 ccm Xylol zu und gibt zu dieser Mischung dann tropfenweise innerhalb von etwa 1 Stunde eine Lösung von 4,8 g Diäthylaminochloräthan in 20 ccm Xylol zu. Die Mischung wird 1 Stunde unter Rückfluß erhitzt. Nach dem Abkühlen setzt man 150 ccm Wasser zu, säuert mit konzentrierter Salzsäure (bis zum Umschlag von Kongorot) an, dekantiert die Xylolschicht ab, extrahiert dann die wäßrige Phase mit 100 ccm Benzol, macht hierauf die wäßrige Phase mit Natronlauge (36° Be) alkalisch und extrahiert die freigesetzte Base mit Äther. Nach dem Abdestillieren des Äthers wird der Rückstand destilliert, und man erhält 4,8 g 10-[2'-Diäthylamino-äthyl-(l ')l-l-azaphenthiazin in Form eines viskosen, strohgelben Öls; Kp.0,3hj,0,4 196 bis 197"C.
  • Diese Base liefert ein saures Oxalat, F. 154" C, und ein Pikrat, F. 124 bis 125° C.
  • Das als Ausgangsstoff benötigte l-Azaphenthiazin, F. 248° C, kann nach folgendem Reaktionsschema hergestellt werden: Beispiel 2 Durch gleiche Arbeitsweise, wie im Beispiel 1 beschrieben, wobei jedoch das Diäthylaminochloräthan durch 4 g 1-Dimethylamino-3-chlorpropan ersetzt wird und die Reaktionsmischung nach beendeter Zugabe des 1 -Dimethylamino-3-chlorpropans 4 Stunden erhitzt wird, erhält man 4,13 g 10-[3'-Dimethylamino-propyl-(l')] l-azaphenthiazin in Form eines bernsteinfarbenen, sehr viskosen Öls, das größtenteils zwischen 210 und 2120 C bei einem Druck von 0,5 mm Hg-Säule destilliert.
  • Diese Base liefert ein Oxalat, das bei 2120 C schmilzt.
  • Beispiel 3 Man erhitzt eine Mischung aus 3,7 g 2-Azaphenthiazin, 1 g Natriumamid und 370 ccm wasserfreiem Xylol 1112 Stunden unter Rückfluß. In die siedende Xylol- suspension des so erhaltenen Natriumderivats des 2-Azaphenthiazins läßt man innerhalb 112 Stunde 17 ccm einer 180/0gen Xylollösung von l-Dimethylamino-2-chlorpropan einfließen und setzt das Erhitzen unter Rückfluß dann 5 Stunden fort. Nach dem Abkühlen wird die Xylollösung mit Wasser gewaschen und dann mit 300 ccm, anschließend mit 200 ccm 0,1 n-Salzsäure ausgezogen.
  • Die vereinigten Salzsäureextrakte werden mit 10 ccm Natronlauge (d = 1,33) alkalisch gemacht. Das sich abscheidende Ö1 wird zweimal mit je 250 ccm Äther extrahiert. Die Ätherextrakte werden nach dem Trocknen über Natriumsulfat auf dem Wasserbad destilliert und der ölige Rückstand im Vakuum rektifiziert. Man erhält so 3,5 g 10-[2'-Dimethylamino-propyl-(1')]-2-azaphenthiazin, das bei einem Druck von 0,5 mm Hg-Säule zwischen 185 und 195° C siedet. Das in Äthanol durch Zugabe von alkoholischer Salzsäure hergestellte Chlorhydrat schmilzt bei 222 bis 2230 C.
  • Das als Ausgangssubstanz verwendete 2-Azaphenthiazin kann nach folgendem Reaktionsschema hergestellt werden: Beispiel 4 Man verfährt, wie im Beispiel 1 beschrieben, verwendet jedoch 7,1 g 3-Azaphenthiazin, 1,6 g Natriumamid, 5,7 g 1-Diäthylamino-2-chloräthan und 120 ccm Xylol. Durch Rektifizierung erhält man 7,8 g 10- (2'-Diäthylaminoäthyl) -3-azaphenthiazin in Form eines viskosen, strohgelben Öls; Kp.0,2 bi 0.4 197 bis 1990C. Diese Base liefert ein in Prismen kristallisierendes Monohydrochiorid, F. 195 bis 196"C, und ein Dipikrat, F. 200° C.
  • Das 3-Azaphenthiazin, F. 165"C, wird wie das t-Azaphenthiazin unter Verwendung von 3-Nitro-4-chlorpyridin an Stelle von 2-Chlor-3-nitropyridin hergestellt.
  • Beispiel 5 Wenn man, wie im Beispiel 4 beschrieben, arbeitet aber das Diäthylaminochloräthan durch 4,5 g l-Dimethylamino-3-chlorpropan ersetzt, erhält man 7,3 g 10-[3'-Dimethylamino-propyl-(1')]-3-azaphenthiazin in Form eines viskosen, strohgelben Öls; Kp.o,s 193 bis 1950C. Diese Base liefert ein Oxalat in weißen Kristallen, F. 158 bis 1590 C, ein Monopikrat in orangen Kristallen, F. 1660 C, und ein Dipikrat in gelben Kristallen, F. 238 bis 2390 C.
  • Beispiel 6 Man verfährt, wie im Beispiel 5 beschrieben, ersetzt jedoch das t-Dimethylamino-3-chlorpropan durch die gleiche Menge 1 -Dimethylamino-2-chlorpropan und erhält so 6,05 g 10-[2'-Dimethylamino-propyl-(1 )-3-azaphen thiazin in Form eines viskosen, hellgelben Öls; Kp.0,5 192 bis 193"C.
  • Diese Base liefert ein Monohydrochlorid in hellgelben Kristallen vom F. 178 bis 181"C, ein Monopikrat in gelben Kristallen, F. 1750 C, und ein Dipikrat in hellgelben Kristallen, F. 224 bis 2260 C.
  • Beispiel 7 Man setzt unter Rühren 1,4 g Natriumamid zu einer teilweisen Lösung von 6 g 3-Azaphenthiazin in 100 ccm Xylol, fügt dann tropfenweise eine Lösung von 5,3 g 1 ,3-Bis-(dimethylamino)-2-chlorpropan in 98 ccm Xylol zu und erhitzt die Mischung 1 l/2 Stunden unter Rückfluß.
  • Durch Behandlung der Reaktionsmischung, wie im Beispiel 1 beschrieben, erhält man 6 g 10-[2',3'-Bis- (dimethylamino)-propyl-(1')]-3-azaphenthiazin in Form eines sehr viskosen Öls, das größtenteils bei einem Druck von 0,5 mm Hg-Säule zwischen 204 und 207°C destilliert.
  • Beispiel 8 Man erhitzt unter Rühren 3 Stunden 12 g 3-Azaphenthiazin mit 3 g Natriumamid in 100 ccm Xylol in einem Stickstoffstrom unter Rückfluß. Dann fügt man in 20 Minuten eine Lösung von 16 g 1 ,3-Bispiperidino-2-chlorpropan in 40ccm Xylol zu, erhitzt 8 Stunden unter Rückfluß und versetzt mit 50 ccm Wasser und 50 ccm Äther. Man dekantiert die wäßrige Schicht ab und verrührt die organische Schicht mit 150 ccm 40/,Der Salzsäure. Nach Dekantieren versetzt man die wäßrige, saure Schicht mit 50ccm Natronlauge (d = 1,33), extrahiert die Base mit 100 ccm Äther, trocknet die ätherische Lösung über Kaliumcarbonat und engt ein. Das Rohprodukt wird aus 35 ccm Aceton unter Behandlung mit Aktivkohle umkristallisiert. Man erhält so 13,3 g 10 - [2',3' - Bispiperidino - propyl - (1')1-3- azaphenthiazin; F. 116°C.
  • Beispiel 9 Man verfährt wie im Beispiel 4, ersetzt jedoch das 3-Azaphenthiazin durch 6-Chlor-3-azaphenthiazin und erhält so 1 0-[2'-Diäthvlaminoäthyl-(1 )]6-chlor-3-aza phenthiazin; F. 1250 C. Letzteres liefert ein Oxalat, das nach dem Umkristallisieren aus Äthanol bei 1940 C schmilzt.
  • Beispiel 10 Man erhitzt eine Mischung aus 10 g 3-Azaphenthiazin, 2,3 g 950/0igem Natriumami.l und 120 ccm wasserfreiem Xylol unter Stickstoff 1/2 Stunde unter Rühren unter Rückfluß. In die siedende Suspension des so erhaltenen Natriumderivats des 3-Azaphenthiazins läßt man in einer halben Stunde 75 ccm einer 0,75normalen Lösung von 3-Dimethylamino-2-methyl-1 -chlorpropan in Xylol einfließen. Man setzt das Erhitzen unter Rückfluß unter Stickstoff 2 Stunden fort und läßt über Nacht unter Stickstoff bei gewöhnlicher Temperatur stehen. Am nächsten Tag setzt man der Reaktionsmischung 50 ccm Wasser zu, dekantiert die Xylolschicht ab, wäscht sie mit 50 ccm Wasser und zieht sie zweimal mit je 50 ccm und dann zweimal mit je 25 ccm n-Salzsäure aus. Die Salzsäureschicht wird mit 50 ccm Äther gewaschen und dann mit 16 ccm 10 n-Natronlauge alkalisch gemacht.
  • Die sich abscheidende ölige Base wird zweimal mit je 100 ccm und anschließend zweimal mit je 50 ccm Äther extrahiert. Die vereinigten ätherischen Extrakte werden mit 50 ccm Wasser gewaschen. Man trocknet über Natriumsulfat, destilliert den Äther auf dem Wasserbad ab und rektifiziert den Rückstand im Vakuum. Man erhält so 11,5 g 10-[3'-Dimethylamino-2'-methylpropyl-(1')]-3-azaphenthiazin, das bei einem Druck von 0,5 mm Hg-Säule bei 176 bis 1830 C siedet und nach dem Umkristallisieren aus Hexan bei 92 bis 93° C schmilzt.
  • Beispiel 11 Man erhitzt unter Rühren eine Mischung aus 8 g 3-Azaphenthiazin, 1,8 g 950/,igem Natriumamid und 120 ccm wasserfreiem Xylol 1 l/2 Stunden unter Stickstoff unter Rückfluß. In die siedende Suspension des so erhaltenen Natriumderivats des 3-Azaphenthiazins läßt man in 45 Minuten eine Lösung von 6,65 g l-Pyrrolidino-3-chlorpropan in 50 ccm wasserfreiem Xylol einfließen.
  • Man setzt das Erhitzen unter Rückfluß 3 Stunden unter Stickstoff fort und läßt über Nacht unter Stickstoff bei gewöhnlicher Temperatur stehen. Am nächsten Tag setzt man der Reaktionsmischung 30 ccm Wasser zu, dekantiert die Xylolschicht ab, zieht sie mit 40 ccm und dann dreimal mit je 20 ccm n-Salzsäure aus. Die Salzsäureschicht wird mit 30 ccm Äther gewaschen und dann mit 12 ccm 10 n-Natronlauge alkalisch gemacht. Die sich abtrennende ölige Base wird dreimal mit je 50 ccm Äther extrahiert. Man wäscht die Ätherextrakte mit 30 ccm Wasser, trocknet sie über Natriumsulfat, destilliert den Äther auf dem Wasserbad ab und rektifiziert den Rückstand im Vakuum. Man erhält so 10 g 10-[3'-Pyrrolidino-propyl-(l )j-3-azaphenthiazin; Ko,65 205 bis210" C.
  • Das durch Zugabe von alkoholischer Salzsäure zu einer Lösung der Base in Aceton erhaltene Dihydrochlorid schmilzt bei 207 bis 208"C.
  • Beispiel 12 Man erhitzt unter Rühren eine Mischung aus 8 g 3-Azaphenthiazin, 120 ccm wasserfreiem Xylol und 1,8 g Natriumamid 1 Stunde unter Stickstoff unter Rückfluß.
  • In die Xylolsuspension des so erhaltenen Natriumderivats des 3-Azaphenthiazins läßt man tropfenweise in 1 Stunde unter ständigem Sieden des Xylols 73 com einer 0,62normalen Lösung von 1-(4'-Methylpiperazino)-3-chlorpropan Xylol einfließen. Man setzt das Erhitzen 3 Stunden fort, kühlt auf gewöhnliche Temperatur ab und versetzt die Reaktionsmischung tropfenweise mit 30 ccm Wasser. Man dekantiert die Xylolschicht ab und zieht sie nacheinander mit 80 ccm, 40 ccm und 20 ccm n-Salzsäure aus. Die Salzsäurelösung wird mit 30 ccm Äther gewaschen und dann mit 16 ccm Natronlauge (d = 1,33) alkalisch gemacht. Die auffallende ölige Base wird mit 50 ccm und dann zweimal mit je 20 ccm Benzol extrahiert. Die vereinigten Benzolextrakte werden mit 30 ccm Wasser gewaschen und dann über Natriumsulfat getrocknet. Man destilliert das Benzol bei einem Druck von 20 mm Hg-Säule ab und rektifiziert den Rückstand (16 g) im Vakuum. Auf diese Weise erhält man 11,2 g 10 - [3' - (4" - Methylpiperazino) - propyl - (1 )J -3- azaphenthiazin; Kp.0,15 205 bis 2120C.
  • Das durch Zugabe von äthanolischer Salzsäure zu einer äthanolischen Lösung der Base hergestellte Trihydrochlorid schmilzt bei 260 bis 2620 C (Chromblock nach Maquenne).
  • Beispiel 13 Man arbeitet unter den gleichen Bedingungen wie im Beispiel 7, ersetzt jedoch das 3-Azaphenthiazin durch die gleiche Menge 4-Azaphenthiazin.
  • Man erhält so 7,15 g 10-[2',3'-Bis-(dimethylamino)-propyl-(t )J4-azaphenthiazin als gelbliches, sehr viskoses Ö1, das größtenteils bei einem Druck von 0,5 mm Hg-Säule zwischen 196 und 199"C destilliert.
  • Beispiel 14 In ein druckfestes Rohr gibt man 8 g 10-(3'-Chlorpropyl-l ')3-azaphenthiazin und dann 30 ccm einer 336/0igen benzolischen Lösung von Dimethylamin. Das Rohr wird geschlossen und 7 Stunden auf 1000 C erhitzt.
  • Nach dem Abkühlen öffnet man das Rohr, verjagt durch Erhitzen auf dem Wasserbad das Lösungsmittel und das überschüssige Amin, löst den Rückstand durch Zugabe von 20 ccm 100/ger Salzsäure und 30 ccm Wasser und extrahiert dann zweimal mit je 25 ccm Äther. Der wäßrige Anteil wird dann mit Aktivkohle behandelt und mit 10 ccm Natronlauge (36"Be) versetzt. Die freigesetzte, organische Base wird dann viermal mit je 25 ccm Äther extrahiert. Die Ätherlösung wird zweimal mit 20 ccm Wasser gewaschen und über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet. Dann verjagt man das Lösungsmittel und erhält 4,6 g 820/0ges 10-[3'-Dimethylamino-propyl-(1')]-3-azaphenthiazin. Diese Base gibt ein Monopikrat, F. 1680C, ein Dipikrat, F. 2360C, und ein Oxalat, F. 160 bis 162"C. Der Mischschmelzpunkt mit den Salzen gemäß Beispiel 5 gibt keine Schmelzpunktserniedrigung.
  • Das als Ausgangsmaterial verwendete 10-(3'-Chlorpropyl-l ')3-azaphenthiazin wird dvrch Einwirkung von 9 g 3-Chlor-l-brompropan auf das Natriumderivat von 8,7 g 3-Azaphenthiazin, hergestellt mittels Natriumamid, erhalten. Auf diese Weise erhält man 10,5 g 10-(3'-Chlorpropyl)-3-azaphenthiazin in Form eines berusteinfarbenen, viskosen Öls.
  • Beispiel 15 Man gibt in einen Kolben 150 ccm Toluol, 8 g l-Azaphenthiazin und Natriumamid, das aus 1,1 g Natrium und 200 ccm wasserfreiem Ammoiak hergestellt wurde, und erhitzt bis zum Aufhören der Ammoniakentwicklung unter Rückfluß. Dann gibt man fortlaufend innerhalb von 30 Minuten unter Rühren und Rückfluß 6,5 g l-Chlor-2-methyl-3-dimethylamino-propan in Form einer 2,1 normalen Toluollösung zu. Man hält noch 1 Stunde unter Sieden zum Rückfluß und gibt nach dem Abkühlen nacheinander und portionsweise 200 ccm destilliertes Wasser und 25 ccm 200/0ige Salzsäure zu. Man filtriert über Kieselgur, das vorher mit Kochsalz behandelt und wiederholt geglüht war, trennt die Toluolphase ab und behandelt die wäßrige Phase mit 200 ccm Äther. Die wäßrige Phase wird dann mit Natronlauge alkalisch gemacht und anschließend das freigesetzte Phenthiazinderivat einmal mit 200 ccm und viermal mit je 150 ccm Äther extrahiert. Die Ätherextrakte werden mit Aktivkohle behandelt, über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und dann destilliert. Man erhält so 8 g eines Rückstandes, der nach dem Rektifizieren 5,4 g 10-[2'-Methyl-3'-dimethylamino-propyl-(l ')1-1 -azaphenthiazin ergibt, Kp.0,2 183 bis 187"C.
  • Diese Base wird dann durch Zugabe von 2,3 g feinzermahlener Oxalsäure zu ihrer heißen, äthanolischen Lösung (5,4g Base in 200 ml Alkohol) in das Oxalat übergeführt. Man kühlt ab, läßt 48 Stunden im Eisschrank stehen, filtriert die gebildeten Kristalle ab, wäscht mit 15 ccm Alkohol und trocknet. Man erhält so 4,5 g Oxalat; F. 2040 C.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von in 10-Stellung substituierten 1-, 2-, 3- und 4-Azaphenthiazinen der allgemeinen Formel wobei der Benzol- oder Py-ridinkern substituiert sein kann und Q einen basischen Rest - AZ oder darstellt, worin Z einen Dimethyl- oder Diäthylamino-, Pyrrolidino-, Piperidino-, Piperazino-, N-Alkylpiperazino - oder Morpholinorest, A einen zweiwertigen, gesättigten, aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit gerader oder verzweigter Kette und 2 bis 6 Kohlenstoffatomen, von denen zwei oder drei in gerader Kette zwischen den beiden Stickstoffatomen stehen, und A' den Rest bedeutet, wobei dz für 0, 1, 2 oder 3 steht, sowie von ihren Salzen, dadurch gekennteichnet, daß man entweder a) ein in 10-Stellung unsubstituiertes Azaphenthiazin mit einer Verbindung der Formel HalQ reagieren läßt, wobei die Umsetzung von 4-Azaphenthiazinen mit einer Verbindung Hal - AZ ausgenommen ist, sofern Z einen Dimethyl- oder Diäthylamino-, Pyrrolidino-, Piperidino-, Piperazino- oder Morpholinorest bedeutet, oder b) ein in 10-Stellung durch einen Rest - AX substituiertes Azaphenthiazin, worin X eine reaktionsfähig veresterte OH-Gruppe darstellt, mit einem Amin der Formel HZ umsetzt.
    In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1 001 684.
DES49322A 1955-07-04 1956-07-03 Verfahren zur Herstellung von in 10-Stellung substituierten 1-, 2-, 3- und 4-Azaphenthiazinen Pending DE1095288B (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1001684B (de) 1954-10-02 1957-01-31 Degussa Verfahren zur Herstellung von Thiophenylpyridylaminen

Patent Citations (1)

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DE1001684B (de) 1954-10-02 1957-01-31 Degussa Verfahren zur Herstellung von Thiophenylpyridylaminen

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