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DE1094572B - Einrichtung zur Herstellung von Schichtaufnahmen von Objekten mittels Wellen- und Korpuskularstrahlen, insbesondere Roentgenstrahlen, nach dem Schnittbildverfahren und dafuer vorgesehene Roentgenroehre - Google Patents

Einrichtung zur Herstellung von Schichtaufnahmen von Objekten mittels Wellen- und Korpuskularstrahlen, insbesondere Roentgenstrahlen, nach dem Schnittbildverfahren und dafuer vorgesehene Roentgenroehre

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Publication number
DE1094572B
DE1094572B DEK31419A DEK0031419A DE1094572B DE 1094572 B DE1094572 B DE 1094572B DE K31419 A DEK31419 A DE K31419A DE K0031419 A DEK0031419 A DE K0031419A DE 1094572 B DE1094572 B DE 1094572B
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DE
Germany
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rays
ray
anode
edge
electrode
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEK31419A
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English (en)
Inventor
Dr Med Walter Koss
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Individual
Original Assignee
Individual
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Publication date
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J35/00X-ray tubes
    • H01J35/02Details
    • H01J35/04Electrodes ; Mutual position thereof; Constructional adaptations therefor
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B6/00Apparatus or devices for radiation diagnosis; Apparatus or devices for radiation diagnosis combined with radiation therapy equipment
    • A61B6/02Arrangements for diagnosis sequentially in different planes; Stereoscopic radiation diagnosis
    • A61B6/025Tomosynthesis
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J35/00X-ray tubes
    • H01J35/24Tubes wherein the point of impact of the cathode ray on the anode or anticathode is movable relative to the surface thereof
    • H01J35/30Tubes wherein the point of impact of the cathode ray on the anode or anticathode is movable relative to the surface thereof by deflection of the cathode ray

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Description

  • Einrichtung zur Herstellung von Schichtaufnahmen von Objekten mittels Wellen- und Korpuskularstrahlen, insbesondere Röntgenstrahlen, nach dem Schnittbildverfahren und dafür vorgesehene Röntgenröhre Die Erfindung betrifft eine Einrichtung, um Feinstrukturen innerhalb von körperlichen Gebilden, insbesondere von organischen Körpern, nach dem Schnittbildverfahren sichtbar zu machen, vorzugsweise zur Anwendung für die ärztliche Diagnose. Für die Durchstrahlung kommt dabei neben der elektromagnetischen Wellenstrahlung, und hier insbesondere der Röntgenstrahlung, auch noch die Korpuskularstrahlung in Betracht.
  • Die Einrichtung nach der vorliegenden Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß sie besteht aus einer Vorrichtung an sich bekannter Art zur Bildung von zu faden- oder strichförmigen Strahlenbündeln scharf ausgeblendeten Strahlen, z. B. Röntgenoptiken oder Blenden, mit einer Anordnungserzeugung zweier sich unter einem Winkel im Objekt schneidender Strahlen zur Abbildung einer vorbestimmten Schicht im Objekt und ferner aus einer Vorrichtung, die eine gegenläufige Bewegung der Strahlenquelle einerseits und von Filmen andererseits herbeiführt und die außerdem eine intermittierende fortschreitende Bewegung des Drehpunktes in der Schnittebene derart bewirkt, daß die Abbilder der jeweils durchstrahlten Flächendifterentiale mosaikartig aneinandergereiht werden. Die gegenläufige Bewegung von Strahlenquelle und Film zur Herstellung der Differentialaufnahmen kann dabei durch gleichsinniges Kreisen von Röhren und Filmen bewirkt werden, während das intermittierende Fortschreiten des Drehpunktes zum Aneinanderreihen der Differentialaufnahmen entweder durch eine intermittierende Verlagerung des Objektes nach jeder Differentialaufnahme oder durch eine entsprechende Relativbewegung von Röhren und Film zum Objekt erfolgen kann.
  • Zweckmäßigerweise werden bei einer Einrichtung nach der Erfindung Röntgenröhren verwendet, wie sie in den Ansprüchen 3 und 4 niedergelegt sind. Die Anwendung konvergierender Strahlen bei sogenannten Schnittbildzeichnungen ist an sich bekannt. Bei diesen wird jedoch lediglich eine der ausnutzbaren Verwischungsmöglichkeiten des tomographischen Verfahrens dargestellt, indem statt der linearen Verwischung mit ihren Nachteilen eine kreisförmige gewählt wird. Die Überschneidung der Strahlen im Sinne eines Doppelkegels wird dabei von einer einzigen Strahlenquelle bewirkt, die sich zeitlich und räumlich nacheinander auf einem Kreis bewegt, während sich mit Hilfe einer verhältnismäßig komplizierten mechanischen Anordnung eine entsprechende Gegenbewegung des Filmes vollzieht. Auch andere Einrichtungen bekannter Art, die mit konvergierenden Strahlen arbeiten, bedienen sich einer kreisförmig bewegten Strahlenquelle mit Strahlendoppelkegel und unterscheiden sich von der vorgenannten lediglich durch eine vereinfachtere mechanische Ausbildung, befassen sich jedoch ebenfalls nicht mit der besonderen Aufgabe einer Aufklärung von Feinstrukturen, worin das Ziel der vorliegenden Erfindung liegt, sondern nur mit der bisher gebräuchlichen Darstellung tomographischer Grobstrukturen in etwas größerer Genauigkeit.
  • Auch die fernerhin bekannte Anordnung mehrerer Röntgenröhren derart, daß ihre Strahlungen in einem Punkt konvergieren, betrifft nicht die besondere Aufgabe gemäß vorliegender Erfindung, sondern ausschließlich Einrichtungen zur reinen Behandlung nach erfolgter Lokalisierung mit dem Zweck, das Feuer auf tiefergelegene Körperherde unter Schonung der Haut mittels eines Kreuzfeuers zu konzentrieren. Dabei wird der sich zwangläufig bildende Zweistrahlenkegel nicht ausgenutzt.
  • Die Arbeitsweise der gewöhnlichen Tomographie, gleichgültig, ob mit linearer, kreisförmiger, ellipsenförmiger oder sonstiger Verschiebung dabei gearbeitet wird, benutzt nur eine Strahlenquelle und nur einen Film oder allenfalls mehrere übereinanderliegende (Simultankassette) mit dem Ergebnis einer Grobstrukturdarstellung im Sinne des Summationseffektes einer unausgeblendeten Strahlenquelle mit allen Unzulänglichkeiten, die oft nur durch Änderung der Verwischungsrichtung zu korrigieren ist.
  • Durch Verwendung einer Einrichtung nach der vorliegenden Erfindung dagegen wird nicht durch gegenläufige Verschiebung von Röhre und Film durch die Grölle des Pendelwinkels und durch eben diese Verschiebung die Schnittebene im Körper gewonnen, sondern sie ist bereits von vornherein bei Stillstand der Apparatur durch die zwei sich überschneidenden Strahlenbündel praktisch vorhanden. Die fein ausgeblendeten Strahlenbündel legen durch ihre Uberschneidung von vornherein eine feinstmögliche Schnittebene fest, worauf bei linearer Verschiebung oder durch Rotation sich Bildreihe an Bildreihe legt auf den beiden in einer Ebene aber räumlich auseinanderliegenden Filmen. Dadurch entstehen unterschiedliche Bilder, die zumindest einen pseudostereoskopischen Effekt ergeben.
  • Mit Hilfe einer Einrichtung gemäß der Erfindung gelingt es, praktisch messerscharf in die Feinststruktur von Körpern einzudringen bei gleichzeitiger Verwischung aller außerhalb der Schnittebene liegenden Ohjektelemente, so daß hinsichtlich der Ätiologie der verschiedenen Erscheinungsformen von krankhaften Veränderungen und Gebilden Erkenntnisse im Sinne einer Röntgenhistologie gewonnen werden können, die nicht vergleichbar sind mit den nach den hauptsächlich angewendeten Verfahren der Röntgenologie gewonneuen homogenen bzw. grobstruktuierten Schattenbildern.
  • Das bisherige Röntgenbild ist eine mehr oder weniger differenzierte Schwarzweißzeichnunb eines dreidimensionalen Körpers auf eine zweidimensionale Eben, in diesem Fall den Film hzw. Fluoreszenzschirm. Ursache dafür ist die unterschiedliche Ahsorption von Röntgenstrahlen, die nach einem physikalischen Gesetz vonstatten geht. Gleichgültig. oh man Röntaenbilder als reale Ahbildung des durchstrahlten Objektes ansieht oder als einen Ausdruck von Summations-, Subtraktions-, Tangential-, Machscher- oder Überdeckungs- und Projektionseffekte; in jedem Fall ist das Röntgenbild ein objektives Dokument, bestehend aus dem Wechsel von dunklen und hellen Flächen, ein Nebeneinander von Kontrasten, aus deren Form, Art, Begrenzung und Verlauf gegeneinander sich scheinbar ein sicherer Rückschluß auf Dicke, Dichte, Größe, Lage und Form sowie Struktur der einzelnen schattengebenden Objektelemente ziehen läßt.
  • Leider gibt es wenig objektive Bildeindrücke, die bei den Röntgenstrahlen als medizinische Methode eine sogenannte Röntgendiagnose erlauben, so z. B. die U lkusnische, Frakturspalten, typische Konkremente bei Gallensteinen, das unverkennbare Bild des Pneumo-oder Fluidothorax, verkalkte Primärkomplexe und Lymphknoten, Wurzelgranulome, spondilitische oder arthrotische Knochenzacken und -wülste. Meist handelt es sich um primär unklare mehrdeutige Symptome, die klinisch und röntgenologisch noch weiter hearbeitet werden müssen, es sei durch Tomo-, Kymo-, gegebenenfalls Stereo- und Endoradiographie sowie Serienkontrolle, weil das Röntgenbild in den meisten Fällen keine ätiologische Diagnose gestattet.
  • Eine Bildauswertung im histologischen Sinne, um eine ätiologische Diagnose zu ermöglichen, möglichst objektiv und unabhängig vom Subjektiven, ermöglicht die bisherige Röntgenologie nicht.
  • Eine wertvolle Bereicherung für die Röntgendiagnostik brachte neben der Kymographie zweifellos die Tomographie bzw. Schichtbildaufnahme für die Sichtbarmachung von Befunden innerhalb und unter relativ strahlenundurchlässiger Umgebung für den Nachweis und die Lokalisation von Zerfallshöhlen, für Veränderungen bzw. Stenosen am Bronchialbaum usw. Die Mängel des Verfahrens beruhen aber auf der verhältnismäßig großen Schichtdicke von etwa 2 bis 5 mm lrei der praktischen Anwendung. In der Literatur finden sich sehr widersprechende Angaben über die reale Schichtdicke. Wenngleich Pöschl mathematisch für die am Tomographen üblichen Abstandswerte und 500 Pendelwinkel eine Schichtdicke von 0,72 mm errechnete, hat man praktisch mit einer Schichtdicke von 2 bis 5 mm zu rechnen, wol)ei nach Hausser längliche Ohjektteile, die parallel zur Verwischungsebene liegen, sogar noch scharf dargestellt erscheinen, selbst wenn sie sich außerhalb der eingestellten Schicht befinden. Dadurch werden bei linearer Verwischung Bildelemente in die Schichtebene hineingeholt, die außerhalb der eingestellten Schicht liegen.
  • Eine genaue Lokalisation ist dann nur durch Änderung der Verwischungsebene zu ermöglichen. So bringt selbst die Tomographie manchmal nicht die gewünschte Klarheit, sondern schafft unter Umständen sogar noch Unsicherheit und Verwirrung (z. B. beim Kavernennachweis). Somit stellt auch das tomographische Verfahren nur ein verhältnismäßig grobes Verfahren dar.
  • RiIan muß sich eben darüber klar sein, daß es eine Schicht mit einer Tiefenausdehnung in dem Sinnt nicht gibt, daß diese einen hestimmten Raum einnehmende Schicht nun völlig »scharf« wäre, während sich das darunter und darüber Gelegene verwischt ab bildete. Es ist hier vielmehr ähnlich wie bei der Tiefen schärfe in der Fotografie; die ahsolut scharfe Schicht hat theoretisch absolut keine Tiefenausdehnung d. h. sie ist eine zweidimensionale Ebene.
  • Nach dem Vorstehenden beruht die Einrichtung gemäß der Erfindung auf der Zielsetzung, unter An wendung der Verwischung bei der Tomographie Verhältnisse zu schaffen, bei denen man es nicht mehr mit einer Schicht, sondern mit dem theoretischen Ideal der zweidimensionalen Ebene möglichst angenäherter äußerst dünner Schicht zu tun hat, aus welcher die Abbildungen erfolgen sollen; was erreicht ist durch die gekreuzten, scharf ausgeblendeten Strahlenbündel, sei es in Form eines Bandes oder eines sogar mikroskopisch feinen Fadens. Zur Abbildung einer Ebene an vorbestimmter Stelle des Objektes wird die Kante des beim Durchkreuzen bandförmiger Strahlenbündel gebildeten Keiles längs dieser Ebene verschoben, indem man die fest miteinander verbundenen Strahlenquellen während der Aufnahme zweckmäßig kreisbogenförmig um das aufzunehmende Objekt herumführt und die Filme mit gleicher Geschwindigkeit gegenläufig zur Bewegungsrichtung der Strahlenquelle bewegt werden. Der pseudostereoskopische Effekt bietet die Niöglichkeit, eine Kontrastwirkung dadurch zu erhalten, daß man mit unterschiedlicher Strahlung hei den einzelnen Strahlenbündeln arbeitet, d. h. von der einen Strahlenquelle eine härtere und von der anderen eine weichere Strahlung liefern läßt. Es empfiehlt sich auch eine entsprechende Filterung eines Strahlenhündels zur Ahschwächung nach dem Strahlenaustritt aus dem Objekt.
  • Die Verwendung einer Einrichtung gemäß der Erfindung ermöglicht die Ermittlung von Feinststrukturen und damit nunmehr die Erkennung der histologischen Struktur normaler wie pathologischer Gebilde, z. B. in der Differentialdiagnostik von Lungenrundherden wie Chondromen, Zysten, Abszessen u. dgl. zu unterscheiden. Auch paramediastinale Verschattungen, wie z. B. Lymphogranulome, leukämische, sarkomatöse, tuherkulöse, krebsige Lymphknotelltumoren dürften sich differenzieren lassen, ebenso kleinherdige, multiple Lungenverschattungen, wie miliare Tbc oder Carcinose, Pneumokoniosen, Amyloidose usw. Der besondere Vorteil liegt dabei darin, daß eine solche Aufklärung auf unblutigem Wege erhalten werden kann.
  • Das Verfahren ermöglicht es gegebenenfalls sogar, schon im Frühstadium einen Befund zu fällen, denn die da noch sehr geringfügigen Veränderungen betreffen äußerst feine Strukturen, zu deren Erkennen gerade die Erfindung die geeigneten Mittel mit ihrem Verfahren und Vorrichtungen liefert.
  • Nur mag es manchmal angezeigt sein, in den Fällen, wo man entweder Frühstadien fassen oder eine besondere Feinstrukturauflösung treiben will, noch suhtilere Mittel anzuwenden, als sie mit dem gekreuzten faden-oder bandförmigen Strahlenbündel zur Verfügung stehen.
  • Nu an verwendet dann an Stelle fadenförmiger Strahlenbündel solche in Punktform nach Art der Vallebonaschen Röntgen-Mikroskopie. Mit ihnen erhält man dann Doppelbilder, in denen eine große Anzahl von Punkten wie in einem Rastersystem abgebildet sind.
  • Für solche Fälle, in denen die mikroskopische Schichtehene nicht nur in einer Bewegungsrichtung vom Strahlenkeil durchwandert werden soll, sondern in beliebigen verschiedenen Bewegungsrichtungen, z. B. von rechts nach links oder diagonal, kommt die Einrichtung in Betracht bei der die Strahlung von einem Kreis ausgeht, welcher die Basis eines Kegelstumpfes darstellt, mit der Maßgabe, daß die punl;tförmige Strahlenquelle fortschreitend gleichsinnig diesen Kreis umläuft. Zwei von derartigen auf dem Kreis einander gegenüber befindlichen Strahleaquellen ausgehende Strahlenbündel bilden in ihrem Kreuzpunkt die Kante eines Keiles, die bei dem gleichzeitigen Umlaufen der beiden Strahlenquellen die Decl;fläche eines Kegelstumpfes bildet. Der Durchmesser der Kegelstumpfdeckfläche befindet sich dann, wie der genannte Keil, der durch das Durchkreuzen zweier Strahlenbündel entsteht, gerade in der Ebene, welche innerhalb des Objektes zur Aufnahme gewünscht wird. Die Strahlen setzen sich selbstverständlich über die Kegelstumpfdeckßäche hinaus fort und bilden somit zwangläufig Kreisringe auf einem Film ab. Durch eine mikrometerschraubenartige Verschiebung der rotierenden Keilspitze in Richtung der Strahlen gelingt es, gewissermaßen wie mit einem Bohrer, die betreffende Gewebescllicht zu erschließen und schichtweise aufzulösen. In der praktischen Durchführung wendet man indessen nicht etwa eine kreisringförmige Strahlenquelle an, sondern eine Einrichtung, in der zwei Strahlenquellen in Gestalt zweier Röntgenröhren miteinander gekoppelt sind und die zur Erzeugung eines Strahlenganges analog dem Vorhergesagten rotieren. Diese beschreiben in Abhällgigkeit von der Kreisbahn, welche die Strahlenquellen ausführen, auf dem Film Kreishewegungen wobei korrespondierende Bilder entstehen, die sich in Form kreisförmiger Abbildungen innerhalb eines Kreisringes gegenüberliegen. Zur Auswertung dieser Aufnahmen wird man bei stereoskopischer Betrachtung die Bilder in einem Bildgerät drehen, so daß jeweils die korrespondierenden, im Kreisring einander gegenüberliegenden Abbildungen gleichzeitig betrachtet werden können.
  • Zur weiteren Erläuterung wird auf die Zeichnung verwiesen.
  • In dieser Zeichnung zeigt in schematischer Darstellung Fig. 1 die erfindungsgemäße Vorrichtung im Querschnitt, Fig. 2 eine Ansicht der Anode von unten, Fig. 3 den von der Anode ausgehenden kegelförmigen Strahlengang, Fig. 4 das sich in Kreisringform ergebende Bild auf dem Film bei Verwendung der in Fig. 1 und 2 gezeigten Vorrichtung, Fig. 5 zwei in der Schnittkante sich treffende Strahlenbündel in zwei beliebigen Stadien der Rotation.
  • Im einzelnen wird in Fig. 1 die Anode mit 1 bezeichnet, die die Gestalt eines Tellers mit sehr steilem Rand aufweist. Der innere Rand 2 der tellerförmigen Anode hat eine gewisse Winkelneigung, damit die durch den Elektronenstrom erzeugte Röntgenstrahlung in bestimmter Richtung von der Anode ausgesendet wird. Die Glühkathode 3 befindet sich im Zentrum der Anode, so angeordnet, daß die von ihr ausgesendeten Elektronen auf dem Innenrand der Anode auftreffen.
  • Mit 4 sind die Zuleitungen zur Kathode, welche von einer isolierenden Schicht 5 umgeben wird, bezeichnet.
  • Zur Durchführung der vorgenannten Teile befindet sich zentral in der Anode eine hoffnung.
  • Ein drehbarer Mantel 6, der mit zwei Schlitzen 7 versehen ist, umgibt die Glühkathode. Hierdurch wird verhindert, daß der Gesamtumfang des Innenrandes der Anode ein Elektronenbombardement erfährt. Lediglich aus den beiden Schlitzen des Mantels, die zweckmäßig auf dem Umfang des Mantels sich in Richtung des Durchmessers gegenüberliegen, treten Elektronenströme aus. Diese sind stark schematisiert mit 8 hezeichnet. Der Innenrand der Anode ist mit einem Stoff belegt, welcher die Röntgenstrahlen zu erzeugen gestattet. Hierfür kommt in erster Linie Wolfram in Frage. Da dieses Metall verhältnismäßig teuer ist, empfiehlt es sich unter Umständen nicht, den ganzen Rand zu belegen, sondern nur bestimmte Stellen. Es ergibt sich dann, wie es in Fig. 2 gezeigt wird, ein Bild, das dem Zifferblatt einer Uhr ähnelt. Bei der Drehung des Mantels streichen also die Elektronenstrahlen über den Innenrand und treffen auf die in Ahständen angeordneten kleinen Wolframauflagen auf.
  • Die von der Anode ausgesandten Röntgenstrahlenbündel sind in Form eines Strahles in der Fig. 1 dargestellt und mit 9 bezeichnet. 10 sind Blenden, die es gestatten, die Strahlenbündel besonders fein auszublenden. Sie befinden sich zweckmäßig innerhalb der Röhre 11, können aber auch in passender Weise für sich außerhalb der Röhre angeordnet werden, eventuell in Mehrzahl, eventuell sogar hinter dem Objekt zum Ausblenden von einer bestimmten Höhe und Breite des Röntgenstrahlenhündels, um damit bestimmte vergrößerte Bildformate zu erhalten.
  • In Fig. 3 bedeuten die beiden äußersten Geraden die jeweils zu gleicher Zeit von gegenüberliegenden Stellen der Anode ausgesendeten Röntgenstrahlenbündel. Die dazwischenliegenden, nicht durchgezogenen Geraden sollen zum Ausdruck bringen, daß sich das in der Fig. 3 gezeigte Bild ergibt, wenn man sich die in den einzelnen Umlaufphasen des Mantels ergebenden Lagen der Strahlenbündel in die Zeichenebene projiziert. Es ergibt sich bei einem Strahlengang, wie vorstehend an Hand der Fig. 3 erläutert wird, auf dem Film 15 eine kreisförmige B ilddarstellung, welcher durch geeignete Blenden auch eine eventuell andere, z. B. rechteckige Gestaltung gegeben werden kann, in welcher mit 16 das Einzelbild bezeichnet wird, dem ein korrespondierendes Bild 16 cd entspricht. Nach röntgenoptischen Gesetzen müssen diese korrespondierenden Einzelbilder gleichzeitig eine Vergrößerung der in der Mikroschnittehene erfaßten Bildelemente sein.
  • Im Schnittpunkt der Strahlenbündel wird, soweit die Strahlenbündel bandförmig ausgeblendet sind, gewissermaßen die Kante eines Keiles gebildet. Umlaufen nun die beiden Strahlenbündel am Ort ihrer Entstehung eine Kreisbahn, wie z. B. gemäß den Fig. 1 und 3 schematisch dargestellt, so dreht sich bestimmungsgemäß die Keilkante in der abzubildenden Ebene, wobei eine Kreisfläche von der Kante bestrichen wird.
  • Sie wird schematisch in einer perspektivischen Darstellung in Fig. 5 gezeigt.
  • An Stelle einer einzigen mit einem drehbaren Mantel umgebenen Elektronenquelle, wie in Fig. 1 gezeigt, kann man zur Erzeugung von zwei gleichzeitig ausgesendeten Röntgenstrahlenbündeln zwei Elektronenquellen anordnen mit der Maßgabe, daß sie auf einem rotierenden Teil einander gegenüberliegend angeordnet sind. Zweckmäßig befinden sie sich in einem Winkel von 1800 zueinander, so daß bei der Rotation dieser Drehkathode jeweils zwei Stellen des Wolframbelages auf der umgebenden Anode gleichzeitig getroffen werden.
  • PATENTANSPROCHE 1. Einrichtung zur Herstellung von Schichtaufnahmen von Objekten mittels Wellen- und Korpuskularstrahlen, insbesondere Röntgenstrahlen, nach dem Schnittbildverfahren, dadurch gekennzeichnet, daß sie besteht aus einer Vorrichtung an sich bekannter Art zur Bildung von zu faden-oder strichförmigen Strahlenbündeln scharf ausgeblendeten Strahlen, z. B. Röntgenoptiken oder Blenden mit einer Anordnung zur Erzeugung zweier sich unter einem Winkel im Objekt schneidenden Strahlen zur Abbildung einer vorbestimmten Schicht im Objekt, und ferner aus einer Vorrichtung, die eine gegenläufige Bewegung der Strahlenquelle einerseits und von Filmen andererseits herbeiführt und die außerdem eine intermittierende fortschreitende Bewegung des Drehpunktes in der Schnittebene derart bewirkt, daß die Abbilder der jeweils durchstrahlten Flächendifferentiale mosaikartig aneinandergereiht werden.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gegenläufige Bewegung zur Herstellung der Differentialaufnahmen durch gleichsinniges Kreisen von Röhren und Filmen bewirkt wird und daß das intermittierende Fortschreiten des Drehpunktes entweder durch eine intermittierende Verlagerung des Objektes nach jeder Differentialaufnahme oder durch eine entsprechende Relativbewegung von Röhren und Film zum Objekt erfolgt.
    3. Röntgenröhre für eine Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb der Elektrode (Anode 1) von tellerförmiger Gestalt sich zentral die Gegenelektrode (Glühkathode3) befindet, die als Drehkörper mit zwei auf dessen Umfang entgegengesetzt angeordneten Elektrodenquellen ausgebildet ist oder als feststehende Elektrode eine Elektronenquelle besitzt und von einem rotierenden Mantel (6) umgeben wird, der mit zwei entgegengesetzt angeordneten Schlitzen zum Durchtritt der Elektronen versehen ist, so daß in beiden Fällen die zwei Elektronenstrahlen den inneren, mit einem die Röntgenstrahlung emittierenden Stoff belegten kreisrunden Rand beim Bestreichen während der gleichsinnigen Umlaufbewegung fortschreitend jeweils an korrespondierenden Stellen treffen.
    4. Röntgenröhre nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der auf dem Innen rand der Anode aufgebrachte Belag des Röntgenstrahlen emittierenden Stoffes und auf Umfangsteilen des Randes derart angeordnet ist, daß die beiden unabhängigen Elektronenstrahlenbündel jeweils zur gleichen Zeit auf die verschiedenen, auf dem kreisförmigen Randumfang befindlichen Auflagestücke auftreffen.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschriften Nr. 1118 076, 994 576, 541 914; USA.-Patentschrift Nr. 2 139966.
DEK31419A 1957-03-16 1957-03-16 Einrichtung zur Herstellung von Schichtaufnahmen von Objekten mittels Wellen- und Korpuskularstrahlen, insbesondere Roentgenstrahlen, nach dem Schnittbildverfahren und dafuer vorgesehene Roentgenroehre Pending DE1094572B (de)

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