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DE1094141B - Steuervorrichtung mit Reaktionswirkung - Google Patents

Steuervorrichtung mit Reaktionswirkung

Info

Publication number
DE1094141B
DE1094141B DEV15217A DEV0015217A DE1094141B DE 1094141 B DE1094141 B DE 1094141B DE V15217 A DEV15217 A DE V15217A DE V0015217 A DEV0015217 A DE V0015217A DE 1094141 B DE1094141 B DE 1094141B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
control
cylinder
pump
propeller
control device
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEV15217A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Fritz Gutsche
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Institut fuer Schiffbau
Original Assignee
Institut fuer Schiffbau
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Institut fuer Schiffbau filed Critical Institut fuer Schiffbau
Priority to DEV15217A priority Critical patent/DE1094141B/de
Publication of DE1094141B publication Critical patent/DE1094141B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63HMARINE PROPULSION OR STEERING
    • B63H25/00Steering; Slowing-down otherwise than by use of propulsive elements; Dynamic anchoring, i.e. positioning vessels by means of main or auxiliary propulsive elements
    • B63H25/46Steering or dynamic anchoring by jets or by rudders carrying jets

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Structures Of Non-Positive Displacement Pumps (AREA)
  • Electromagnetic Pumps, Or The Like (AREA)

Description

  • Steuervorrichtung mit Reaktionswirkung Die Erfindung betrifft eine Steuervorrichtung mit Reaktionswirkung für Schiffe, die die Manövrierfähigkeit, vor allem im Stand und bei geringer Fahrgeschwindigkeit, verbessern soll. Je nach den Anforderungen an die Güte der Manövrierfähigkeit läßt sich die Vorrichtung als ein in sich geschlossenes Aggregat am Heck oder Bug bzw. an beiden Schiffsenden einbauen.
  • Bekannt sind Strahlruder, deren Pumpenläufer in einem horizontalen Querkanal des Schiffes laufen. Diese Anordnungen verlangen für den wechselseitigen Betrieb des Strahlruders nach beiden Schiffsseiten entweder den Einbau eines Voith-Schneider-Propellers bzw. eines anderen Verstellpropellers oder den Einbau eines Normalpropellers mit umsteuerbarer und regelbarer Antriebsmaschine. Bei Einbau eines Verstellpropellers oder eines Normalpropellers in einen horizontalen Querkanal sind im allgemeinen Lagerböcke im Querkanal erforderlich, die bei quer in den Kanal eingeführter Antriebswelle auch noch das Gehäuse für das erforderliche Winkelgetriebe tragen müssen. Hierdurch sind Wellenbockarme und Getriebegehäuse bedingt, deren Größe den Querschnitt des Strömungskanals einengen und damit den Gesamtgütegrad der Strahlruderanlage beeinträchtigen.
  • Es ist weiter eine Vorrichtung bekannt, die mit einer vertikal fördernden Pumpe versehen ist, deren Fördermasse durch ein darüber angeordnetes drehbares Steuerorgan, dessen Durchlauf in der neutralen Stellung vollkommen gesperrt ist, in einen der beiden Austrittskanäle geleitet wird.
  • Wie bekannte Meßergebnisse zeigen, steigt die Leistungsaufnahme einer Propellerpumpe bei abgesperrtem Durchlauf beträchtlich an (bei gleicher Drehzahl i auf etwa 160 bis 170°/o der Nennleistung). Dieser Leistungsanstieg würde den Einbau einer entsprechend stärker dimensionierten Antriebsmaschine bedingen. Verzichtet man bei dem Steuermanöver auf die Regelung der Drehzahl am Pumpenpropeller, so muß bei dieser Bauart die Leistung der Antriebsmaschine auf den um 60 bis 70% höheren Wert der Leistung bei geschlossenem Steuerorgan ausgelegt werden.
  • Ein weiteres Problem bei derartigen Anlagen, die Vermeidung von Druckverlusten und Ablösungen, ist bisher unbefriedigend gelöst.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Steuerorgan zu schaffen, dessen Durchlauf in der neutralen Stellung nicht gesperrt ist und bei dessen Gestaltung und Anordnung der Vermeidung von Strömungsverlusten besondere Aufmerksamkeit geschenkt ist.
  • Diese Nachteile werden dadurch vermieden, daß bei einer Steuereinrichtung mit Reaktionswirkung für Schiffe, bestehend aus einem unter der Schwimmwasserlinie liegenden Einlaufkanal und aus einer mit ihrer Welle entweder vertikal oder horizontal in Schiffslängsrichtung angeordneten Propellerpumpe, die ihr Wasser durch ein koaxial um die Pumpenachse drehbares Steuerorgan in die auf beiden Bordseiten vorgesehenen Austrittsöffnungen fördert, erfindungsgemäß als Steuerorgan ein Steuerzylinder angeordnet ist, dessen in der Zylinderwandung befindliche Austrittsöffnung größenmäßig gleich der der Propellerpumpe ist, sich über die Hälfte des Zylinderumfanges erstreckt und zur besseren Umlenkung der Strömung und Vermeidung von Ablösung mit einem halbringförmigen Leitblech versehen ist und daß zur Drallvernichtung und Gleichrichtung des Strahlwassers der Steuerzylinder durch eine Wand in zwei Hälften geteilt und die Unterkante der Trennwand in Richtung des Schraubendralls an gebogen ist.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigt Fig. 1 in schematischer Darstellung die Anordnung des Pumpenkanals mit dem Propeller und die Lagen des Steuerzylinders; in Fig. 2 ist die Abhängigkeit der Querkraft von der Lage des Steuerzylinders dargestellt; Fig.3 zeigt die Anordnung des Strahlruders als Bugruder im Vorschiff.
  • Der im Spurlager 1 und im Halslager 2 gelagerte Propeller 3 saugt das Wasser durch die an den Kanten gut abgerundeten beiderseitigen Einlauföffnungen 4 und fördert es durch den um die Propellerwelle drehbaren zylindrischen Steuerschieber 5 je nach Lage des Schiebers voll in einen oder teilweise in beide Austrittskanäle 6. Zur besseren Umlenkung der Strömung und Vermeidung von Ablösung dienen das ringförmige Leitblech 9 im Einlauf sowie das halbringförmige Leitblech 8 in dem Steuerschieber. In die Austrittskanäle 6 sind außerdem stromlinienförmig profilierte Leitflossen 9 eingebaut.
  • Der Pumpenpropeller 3 wird über ein Kegelgetriebe 10 von einem nicht regelbaren und nicht umsteuerbaren Elektromotor 13 angetrieben. Für die Bewegung des Steuerschiebers 5 ist das Steuergetriebe 10 vorgesehen, dessen Antriebsritzel in eine im Steuerschieber eingebaute Triebstockverzahnung 11 eingreift. Der Pumpenschacht ist gegen das Schiffsinnere durch einen Deckel 12 abgeschlossen, nach dessen Demontage der Steuerschieber mitsamt dem Propeller nach oben ausgebaut werden kann.
  • Wird das Wasser nach einer der beiden Bordseiten gefördert, dann entsteht eine einseitige Querkraft, deren Größe durch den Austrittsimpuls des Wassers gegeben ist Q = Ov2F. Bei neutraler Stellung des Schiebers heben sich die beiden entgegengesetzten Querkräfte auf. In den Zwischenstellungen läßt sich eine Querkraft erzeugen, deren Größe im Bereich der Schieberwinkel von -30 bis -F-30° sich innerhalb der Werte von + 25 % des Maximalwertes und in den anschließenden Bereichen beider Bordseiten von 30 nach 90° um etwa 75°/o des Maximalwertes stetig ändert (s. Fig.2).
  • Zur Verstellung des zylindrischen Schiebers ist eine Rudermaschine vorgesehen, deren Leistung so bemessen werden muß, daß sie außer der Reibung des Steuerzylinders in seiner Lagerung zusätzlich ein einseitiges Drehmoment gleich dem Antriebsmoment des Pumpenpropellers übertragen kann. Bei Lagerung des Antriebsmotors auf dem Gehäuse des Steuerzvlinders läßt sich das zusätzliche Drehmoment vermeiden, so daß in diesem Fall der Steuerzylinder in allen Stellungen drehmomentenfrei ist.
  • Zur Drallvernichtung undGleichrichtung des Strahlwassers ist der Steuerzylinder durch eine Wand in zwei Hälften geteilt; die Unterkante der Trennwand ist in Richtung des Schraubendralls anzubiegen. Leitbleche 9 in den Austrittskanälen sorgen außerdem für Gleichrichtung des Strahles.
  • Zur Vermeidung von Druckverlusten sind die Kanten der Einlauföffnungen gut abzurunden, während die Kanten der Auslauföffnungen nur in der der Fahrtrichtung des Schiffes entgegengesetzten Richtung abzurunden sind. Als besonderer Vorzug der beschriebenen Anordnung gegenüber den üblichen Anordnungen mit Querkanal ist die tiefe Lage der Einlauföffnungen unter der Schwimmwasserlinie zu werten, die auch noch bei Leertiefgang des Schiffes ein Einsaugen von Luft oder schwimmenden Körpern verhindert. Aus diesem Grunde wird auch ein Schutzgatter in der Einlauföffnung für unnötig erachtet, wodurch eine weitere Verlustquelle der üblichen Querkanalanordnung entfällt.
  • Das in der vorliegenden Beschreibung mit senkrechter Pumpenwelle dargestellte Strahlruder läßt sich in besonderen Fällen, in denen die Vorzüge der tief unter der Schwimmwasserlinie liegenden Einlauföffnungen keine große Bedeutung haben, sinngemäß auch mit horizontaler Pumpenwelle anordnen, wobei die beiden unteren Einlauföffnungen in eine einzige Öffnung an den Schiffsenden zusammenschrumpfen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Steuereinrichtung mit Reaktionswirkung für Schiffe, bestehend aus einem unter der Schwimmwasserlinie liegenden Einlaufkanal und aus einer mit ihrer Welle vertikal oder horizontal in Schiffslängsrichtung angeordneten Propellerpumpe, die ihr Wasser durch ein koaxial um die Pumpenachse drehbares Steuerorgan in die auf beiden Bordseiten vorgesehene Austrittsöffnungen fördert, dadurch gekennzeichnet, daß als Steuerorgan ein Steuerzylinder (5) angeordnet ist, dessen in der Zylinderwand befindliche Austrittsöffnung größenmäßig gleich der der Propellerpumpe (3) sich über die Hälfte des Zylinderumfanges erstreckt und mit einem halbringförmigen Leitblech (8) versehen ist, und daß der Steuerzylinder (5) durch eine an der Unterkante in Richtung des Schraubendralls angebogene Trennwand geteilt ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Patentschrift Nr. 104 814 des Amtes für Erfindungs-und Patentwesen in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands.
DEV15217A 1958-10-14 1958-10-14 Steuervorrichtung mit Reaktionswirkung Pending DE1094141B (de)

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Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1136908B (de) * 1961-02-23 1962-09-20 H Conrad Lange Einrichtung zum Manoevrieren von Schiffen
DE1210352B (de) * 1963-06-11 1966-02-03 Kuckuck Fa Bugstrahl-Steuereinrichtung fuer Wasserfahrzeuge
DE1221869B (de) * 1963-03-11 1966-07-28 Maierform Holding Sa Leitklappe fuer eine Rohrverzweigung
DK155582B (da) * 1972-04-05 1989-04-24 Schottel Werft Vandstraaledrev til drift og styring af navnlig fartoejer med ringe dybgaaende
NL1030011C2 (nl) * 2005-09-22 2007-03-26 Kalkman Holding B V D Boegschroefinrichting met meerdere uitlaatkanalen.

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE104814C (de) *

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