DE1094009B - Vorrichtung zur Pruefung von Magnettonschichttraegern - Google Patents
Vorrichtung zur Pruefung von MagnettonschichttraegernInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Prüfung von Magnettonschichtträgern, insbesondere aufgegossener
magnetisierbarer Spuren, bei der ein Signal aufgezeichnet und anschließend abgetastet
wird und die der Aufzeichnung entsprechenden Werte durch einen Kathodenstrahloszillographen angezeigt
werden.
Es soll mit der Erfindung die Aufgabe gelöst werden, Magnettonschichten zu prüfen, beispielsweise
während ihrer Herstellung. Diese Aufgabe tritt gerade dann besonders in den Vordergrund, wenn es
sich darum handelt, Magnettonspuren auf Filmen zu prüfen, die neben dem Bildstreifen nachträglich noch
mit einer oder mehreren Magnetspuren beschichtet werden.
Zur Prüfung von Magnettonträgern ist es bekannt, während oder nach der Herstellung ein Prüfsignal
mit konstanter Amplitude aufzuzeichnen und die Wiedergabespannung fortlaufend zu messen und z. B.
auf dem Bildschirm einer Kathodenstrahlröhre wiederzugeben.
Es ist ferner bekannt, bei breiten Magnettonschichtträgern zwei Gruppen von Aufzeichnungs- und
Wiedergabeköpfen für das Prüfsignal nebeneinander vorzusehen, die von der der Schicht gegenüberliegenden
Seite des Bandes her wirken. Dadurch lassen sich Unregelmäßigkeiten der Schicht besser erkennen. Die
bekannte Einrichtung ermöglicht jedoch nicht, die gleichmäßige Beschichtung bei mehreren schmalen
Aufzeichnungsspuren zu prüfen.
Die Erfindung besteht darin, daß bei laufendem Magnettonschichtträger quer zu seiner Laufrichtung
ein oder mehrere Magnetköpfe, deren Breite kleiner als die Breite des Trägers bzw. der Spur ist, durch
einen Exzenterantrieb od. dgl. hin- und herbewegbar sind und daß aus Änderungen des im Kathodenstrahloszillographen
sichtbar gemachten Signals der Verlauf der Schichtdicke, Schichtzusammensetzung usw.
erkennbar ist.
In Ausgestaltung der Erfindung ist die Abtastung während des Hin- oder Rücklaufes durch Kontaktsegmente
und Kontakte ein- bzw. ausschaltbar.
Zur Synchronisierung der Zeitablenkung des Kathodenstrahloszillographen
sind Mittel zur Schaltung eines Synchronisierungsimpulses vorgesehen.
Die Synchronisierung kann aber auch anders, beispielsweise dadurch erfolgen, daß an den Zeitplatten
des Kathodenstrahloszillographen eine Gleichspannung liegt, die einem Potentiometer entnommen wird,
das von der Bewegungsvorrichtung stetig geregelt wird.
In Weiterbildung der Erfindung ist eine der Anzahl der zu prüfenden Magnettonspuren entsprechende
Anzahl von Prüfmagnetköpfen vorgesehen. Dabei Vorrichtung zur Prüfung
von Magnettonschichtträgern
von Magnettonschichtträgern
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Witteisbacherplatz 2
München 2, Witteisbacherplatz 2
Dr. Helmut Neumann, Karlsruhe,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
können die Prüfmagnetköpfe starr miteinander verbunden sein, indem sie auf einer gemeinsamen Achse
oder auch auf verschiedenen Achsen angeordnet sind.
Die Magnetköpfe werden zweckmäßig zur Abtastung der einzelnen Magnettonspuren nacheinander
eingeschaltet. Mit dieser Einschaltung der einzelnen Köpfe kann gleichzeitig eine Anzeige erfolgen, aus
der ersichtlich ist, welche Magnettonspur gerade geprüft wird. Es ist zweckmäßig, den Magnetkopf oder
die Magnetköpfe mit Führungsstücken zu versehen, damit infolge der Bewegungen senkrecht zur Filmbewegungsrichtung
ein Abgleiten des Kopfes vom Filmband vermieden wird.
Es ist auch zweckmäßig, zwischen den Prüfköpfen und dem Film eine nichtmagnetische Zwischenlage,
beispielsweise ein Quarzblättchen, vorzusehen.
Die Vorrichtung gemäß der Erfindung wirkt so, daß auf dem Oszillographenbildschirm ein Linienzug
sichtbar wird, dessen Gestalt und Lage Rückschlüsse auf Spurbreite, Spurlage und Schichtdicke ermöglicht.
Die Vorrichtung nach der Erfindung kann mit jeder Magnettonbeschichtungsmaschine kombiniert werden.
Dabei erfolgt die Kontrolle der Magnettonspuren unmittelbar nach ihrem Auftragen auf ein Band oder
einen Film. Das hat den Vorteil, daß auftretende Fehlbeschichtungen, beispielsweise durch Verstopfung
oder falsche Einstellung der Beschichtungsdüsen, sofort angezeigt und damit auch beseitigt werden
können. Weiterhin werden etwa auftretende Mängel der Schichtdicke sowie der Schichtbreite laufend registriert.
Auch Schichtmängel, die dadurch entstehen, daß die Filmfiihrung nicht exakt arbeitet, daß
also beispielsweise die Magnettonschicht in einer Schlangenlinie verläuft, werden durch die erfindungsgemäße
Anordnung angezeigt. Damit wird erreicht, daß Fehler und Fehlstellen direkt bei ihrer Entstehung
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beseitigt werden können, so daß sie nicht über längere Schichtabschnitte auftreten können, ohne erkannt zu
werden. Durch die Verbindung einer Beschichtungsmaschine und einer erfindungsgemäßen Prüfvorrichtung
wird auch eine nachträgliche Kontrolle der Magnettonschichten überflüssig, was den Aufwand an
Geräten und Zeit vermindert, da die Beschichtung und Kontrolle während des gleichen Filmdurchlaufs erfolgen.
Die Erfindung wird an Hand der schematischen to Figuren beispielsweise beschrieben, und zwar zeigt
Fig. 1 eine Be wegungs vor richtung für einen oder mehrere Prüfmagnetköpfe,
Fig. 2 die Reihenfolge von Aufnahmekopf, Prüfkopf und Löschkopf in bezug auf die Filmlaufrichtung,
Fig. 3 den Anschluß der Anzeigevorrichtung.
In der Fig. 1 wird eine Bewegungsvorrichtung durch den Motor 1 angetrieben, der über die Welle 2
mit dem Getriebe 3 und einer Exzenterscheibe 4 sowie mit einer Kontaktscheibe 5 verbunden ist. Die Ex- ao
zenterscheibe 4 bewegt eine Schubstange 6 in Richtung des Doppelpfeiles 7 senkrecht zur Bewegung des Filmes
8, dessen Bewegungsrichtung durch den Pfeil 9 dargestellt ist. Die Schubstange 6 ist in den schematisch
angedeuteten Lagern 10 und 11 in ihrer Achsrichtung verschiebbar gelagert. Sie ist ferner durch
die Schraubenfeder 12 mit einer festen Wand 13 verbunden. An der Schubstange 6 ist der Prüfkopf PK
befestigt, der ein Führungsstück 14 aufweist, das verhindern soll, daß der Kopf vom Film abgeleitet,
wenn die Magnettonspur 15 beispielsweise nahe am Filmrand angebracht ist. Die Kontaktscheibe 5 weist
auf ihrem halben Umfang zwei halbkreisförmige Kontaktsegmente 16 und 17 auf, die mit Schrauben 34
mechanisch nud elektrisch verbunden sind. Die Kontakte 18 und 19 schleifen auf den Kontaktsegmenten
16 und 17, die den Kurzschluß der oder des Prüfkopfes während des Hin- oder Rücklaufes bewirken.
Am Umfang der Kontaktscheibe 5 ist ferner ein Kontaktstück 20 vorgesehen, das die Kontakte 21 und 22
kurzschließt. Damit wird über die Stromquelle 23 ein Stromstoß zur Synchronisierung der Zeitablenkung
des Kathodenstrahloszillographen erzeugt.
In Fig. 2 ist angedeutet, in welcher Reihenfolge der Aufnahmekopf AK und der Prüfkopf PK bzw. die
Prüfköpfe sowie der Löschkopf LK in bezug auf die Filmbewegungsrichtung 9 angeordnet sind.
In Fig. 3 sind die elektrischen Anschlüsse für den Kathodenstrahloszillograph dargestellt, und zwar
werden die Klemmen 24 an die entsprechenden Klemmen der Fig. 1 angeschlossen. Damit wird der Strom
für die Zeitablenkspulen 29 und 30 der Bildröhre 27 gesteuert. Die Eingangsklemmen 25 eines Verstärkers
33 sind an die entsprechenden Klemmen des oder der Prüfköpfe der Fig. 1 angeschlossen. Am Ausgang des
Verstärkers 33 sind nach Gleichrichtung und Siebung die Ablenkspulen 31 und 32 angeschlossen. Auf dem
Bildschirm 26 der Bildröhre 27 ist beispielsweise die Spurbreite 28 dargestellt.
Die Antriebsvorrichtung kann auch in anderer Weise ausgebildet sein. Zum Beispiel können die einzelnen
Prüfköpfe auf verschiedenen Schubstangen angeordnet sein. Auch können noch Zusatzeinrichtungen
vorgesehen sein, beispielsweise eine Untersetzung mittels eines weiteren Getriebes für die Untersetzung der
Schaltung der einzelnen Köpfe bei Verwendung mehrerer Prüfköpfe.
Claims (8)
1. Vorrichtung zur Prüfung von Magnettonschichtträgern, insbesondere aufgegossener magnetisierbarer
Spuren, bei der ein Signal aufgezeichnet und anschließend abgetastet wird und die der
Aufzeichnung entsprechenden Werte durch einen Kathodenstrahloszillographen angezeigt werden,
dadurch gekennzeichnet, daß bei laufendem Magnettonschichtträger quer zu seiner Laufrichtung ein
oder mehrere Magnetköpfe, deren Breite kleiner als die Breite des Trägers bzw. der Spur ist, durch
einen Exzenterantrieb od. dgl. hin- und herbewegbar sind und daß aus Änderungen des im Kathodenstrahloszillographen
sichtbar gemachten Signals der Verlauf der Schichtdicke, Schichtzusammensetzung usw. erkennbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch Kontaktsegmente (16,
17) und Kontakte (18, 19) die Abtastung während des Hin- oder Rücklaufes ein- bzw. ausschaltbar
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel (20, 21, 22) zur
Schaltung eines Synchronisierungsimpulses für die Zeitablenkung des Kathodenstrahloszillographen
vorgesehen sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Synchronisierung
der Zeitablenkung durch eine an den Zeitplatten liegende Gleichspannung erfolgt, die einem
Potentiometer entnommen wird, das von der Bewegungsvorrichtung stetig geregelt wird.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Anzahl
der zu prüfenden Magnettonspuren entsprechende Anzahl von P ruf magnetkopf en vorgesehen
ist, die starr miteinander verbunden sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel vorgesehen sind, die zur
Abtastung der einzelnen Spuren die Magnetköpfe nacheinander einschalten.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Magnetkopf
bzw. an den Magnetköpfen ein oder mehrere Führungsstücke (14) zur Führung auf dem
Magnettonband vorgesehen sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem
bzw. den Magnetköpfen und dem Magnettonband eine nichtmagnetische Zwischenlage, beispielsweise
ein Quarzblättchen, vorgesehen ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 706 780, 853 213;
USA.-Patentschriften Nr. 2 528699, 2628286,
702 522;
702 522;
schweizerische Patentschriften Nr. 274288,
290642;
290642;
Technische Hausmitteilungen NWDR (1950),
S. 91, 99;
S. 91, 99;
Kr on es: »Magnetische Schallaufspeicherung«
(1952), S. 134ff.
(1952), S. 134ff.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 009 650/216 11.60
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES42873A DE1094009B (de) | 1955-03-01 | 1955-03-01 | Vorrichtung zur Pruefung von Magnettonschichttraegern |
Applications Claiming Priority (1)
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| DES42873A DE1094009B (de) | 1955-03-01 | 1955-03-01 | Vorrichtung zur Pruefung von Magnettonschichttraegern |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1094009B true DE1094009B (de) | 1960-12-01 |
| DE1094009C2 DE1094009C2 (de) | 1961-05-31 |
Family
ID=7484511
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES42873A Granted DE1094009B (de) | 1955-03-01 | 1955-03-01 | Vorrichtung zur Pruefung von Magnettonschichttraegern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1094009B (de) |
Citations (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE706780C (de) * | 1937-03-31 | 1941-06-05 | Int Standard Electric Corp | Einrichtung zum Abtasten von Magnetogrammen |
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| DE853213C (de) * | 1950-11-17 | 1952-10-23 | Schaub Appbau Ges M B H G | Verfahren und Schaltungsanordnung zur Untersuchung und Pruefung, ins-besondere fabrikationsmaessigen Pruefung von magnetischen Schallspeichern |
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-
1955
- 1955-03-01 DE DES42873A patent/DE1094009B/de active Granted
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1094009C2 (de) | 1961-05-31 |
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