DE1092125B - Einrichtung zur Pruefung von Fehlerstrom- und Fehlerspannungs-Schutzschaltungen - Google Patents
Einrichtung zur Pruefung von Fehlerstrom- und Fehlerspannungs-SchutzschaltungenInfo
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- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H3/00—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
- H02H3/02—Details
- H02H3/04—Details with warning or supervision in addition to disconnection, e.g. for indicating that protective apparatus has functioned
- H02H3/044—Checking correct functioning of protective arrangements, e.g. by simulating a fault
Landscapes
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Description
Zum Schütze gegen das Auftreten von gefährlichen Berührungsspannungen an den betriebsmäßig nicht
unter Spannung stehenden und dem menschlichen Zugriff ausgesetzten metallischen Teilen von elektrischen
Anlagen bedient man sich unter anderem der Fehlerstrom- bzw. Fehlerspannungs-Schutzschaltung. Die
Aufgabe dieser Schaltungen ist es, die Stromzufuhr zu unterbrechen, wenn zwischen den geschützten Anlagenteilen
und der Erde die höchstzulässige Berührungsspannung überschritten wird. Die zuverlässige Funktion
dieser Schaltungen setzt die Erfüllung mehrerer Bedingungen voraus. Da diese Bedingungen in der
Praxis oft nicht erfüllt sind, ist eine Prüfung dieser Schutzschaltungen auf ihre Funktionssicherheit eine
dringende Notwendigkeit.
Es ist eine Prüfmethode bekannt, bei der der zu schützende Anlagenteil (z. B. Motorgehäuse) über
einen mit der Hand verstellbaren Regelwiderstand mit einem spannungsführenden Leiter des Netzes verbunden
wird und dieser Regelwiderstand so weit verkleinert wird, bis der Fehlerstrom- bzw. Fehlerspannungs-Schutzschalter
abschaltet. An dem parallel zu diesem Regelwiderstand liegenden Spannungsmesser wird im Augenblick der Abschaltung die Spannung
abgelesen. Die maximal aufgetretene Berührungsspannung ergibt sich dann aus der Differenz zwischen
Netzspannung und der abgelesenen Spannung.
Erfahrungsgemäß ist die Regelung dieses Widerstandes, insbesondere bei kleinen Handgeräten, sehr
umständlich; außerdem ist der Platzbedarf dieses Regelwiderstandes relativ groß.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Prüfung von Fehlerstrom- und Fehlerspannungs-Schutzschaltungen
mittels eines zwischen dem vom Schutzschalter geschützten Metallgehäuse des Verbrauchers
und einem spannungsführenden Netzleiter geschalteten, veränderbaren Widerstandes und einem
dazu parallel geschalteten Spannungsmesser, der zur Anzeige der im Augenblick der Abschaltung anstehenden
Restspannung dient. Erfindungsgemäß wird als Widerstand mindestens ein an sich bekannter Heißleiter
verwendet. Der Widerstand eines Heißleiters wird bekanntlich mit zunehmender Temperatur selbsttätig
kleiner. Die Temperaturzunahme wird hier durch den hindurchfließenden Strom verursacht.
Zur Erzielung einer geringeren Wärmeträgheit und damit einer schnelleren Widerstandsabnahme (beim
Aufheizen) bzw. Widerstandszunahme (beim Abkühlen) werden zwei Heißleiter parallel geschaltet.
Um zu verhindern, daß ein Heißleiter auf Kosten des anderen überlastet wird, ist in Serie zu jedem Heißleiter
je ein Gleichrichter so geschaltet, daß der eine Heißleiter nur vom positiven und der andere nur vom
negativen Strom des Wechselstromes durchflossen wird.
Einrichtung zur Prüfung von Fehlerstrom- und Fehlerspannungs-Schutzschaltungen
Anmelder:
Dipl.-Ing. Friedrich Lauerer,
Elektrotechnische Revisionsstelle,
Elektrotechnische Revisionsstelle,
München und Passau,
München 23, Ohmstr. 11
München 23, Ohmstr. 11
Dipl.-Ing. Friedrich Lauerer, München,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Zum Schütze gegen Überlastung des bzw. der Heißleiter
wird in Serie dazu ein Widerstand geschaltet. Damit eine schnellere Auf heizung des Heißleiters erfolgen
kann, wird als Schutzwiderstand ein Kaltleiter verwendet.
Bei der Prüfung von elektrischen Installationsanlagen müssen neben der Fehllerstrom- bzw. Fehlerspannungs-Schutzschaltungsprüfung
auch noch andere Prüfungen durchgeführt werden, insbesondere Widerstandsmessungen.
Zur Durchführung dieser Widerstandsmessungen ist eine im Prüfgerät eingebaute Stromquelle erforderlich. Diese im Prüfgerät eingebaute
Stromquelle kann durch den bei jeder Prüfung dem Netz entnommenen Strom geladen werden, wobei
zur Stabilisierung der Ladespannung eine Zenerdiode parallel zur Stromquelle geschaltet ist.
Zum Zwecke der Handlichkeit und der leichteren Bedienungsweise werden die Teile der Prüfeinrichtung
in bekannter Weise in einem oder zwei mit Prüfspitzen versehenen Handgeräten untergebracht, welche
durch eine biegsame Leitung miteinander verbunden sind.
Als Ausführungsbeispiel der Erfindung soll die Funktion einer Fehlerstrom-Schutzschaltung überprüft
werden. Die Wirkungsweise des Erfindungsgegenstandes ergibt sich gemäß der Schaltung in der Abbildung
wie folgt:
Der Motor M soll durch den Fehlerstrom-Schutzschalter
FJ geschützt sein. Es wird gefordert, daß am Motorgehäuse keine höhere Berührungsspannung als
65 Volt gegen Erde auftreten kann. Zur Prüfung der Fehlerstrom-Schutzschaltung wird die eine Prüfspitze
Fl mit einem nach dem Fehlerstrom-Schutzschalter
009 630/195
befindlichen spannungsführenden Leiter .S* und die andere
Prüfspitze P2 mit dem Gehäuse des Motors M verbunden. Der durch die Heißleiter Hl und H2 fließende
Strom heizt dieselben auf und bewirkt damit eine ständige Temperaturerhöhung·; die dadurch bedingte
standige Widerstandsabnahme hat eine ständige Zunahme der Stromstärke zur Folge.
Das Anlegen der beiden Prüfspitzen bewirkt also eine selbsttätige und ständige Zunahme des durch die
Prüfeinrichtung und damit durch den Feblerstrom-Schutzschalter fließenden Stromes.
Entsprechend der Größe des Erdungswiderstandes Re wird damit die am Prüfgerät verbleibende Restspannung
Ur immer kleiner. Diese Restspannung Ur wird während des Prüf Vorganges am Spannungsmesser
V verfolgt und im Augenblick des Abschalten« des Fehlerstrom-Schutzschalters abgelesen.
Wenn hier im Beispiel die Netzspannung U = 220 Volt beträgt und im Augenblick des Abschaltens
eine Restspannung von Ur= 190 Volt abgelesen wird, dann hat der Fehlerstrom-Schutzschalter erwartungsgemäß
abgeschaltet. Die maximal aufgetretene Berührungsspannung betrug Ub = U— Ur=220—190
=30 Volt und liegt damit unter der maximal zulässigen Berührungsspannung von 65 Volt. Hat der Fehlerstrom-Schutzschalter
z. B. eine Auslösestromstärke von 0,3 Ampere (was am Gerät stets angegeben ist),
dann beträgt unter normalen Umständen der Erdungswiderstand Re des Motors M gleich 100 Ohm.
Der durch die Prüfeinrichtung hindurchfließende Wechselstrom wird durch die beiden Gleichrichter Gl
und G 2 in zwei zueinander gegensinnig gerichtete Ströme aufgeteilt. Der eine Teil fließt dabei ganz oder
teilweise durch die Stromquelle B und bewirkt eine Aufladung derselben. Parallel zur Stromquelle B liegt
zur Stabilisierung in an sich bekannter Weise eine Zenerdiode Z.
Zum Schutz der Heißleiter gegen Überlastung ist in Serie dazu ein an sich bekannter Kaltleiter K geschaltet.
Dieser Schutz ist insbesondere dann notwendig, wenn der Schultzschalter nicht abschaltet und
der durch die Prüfeinrichtung fließende Strom immer größer wird. Durch die dadurch erfolgende Aufheizung
des Kaltleiters und der damit verbundenen Widerstandserhöhung wird die Stromstärke auf das
zulässige Maß begrenzt.
Claims (5)
1. Einrichtung zur Prüfung von Fehlerstrom- und Fehlerspannungs-Schutzschaltungen mittels
eines zwischen dem vom Schutzschalter geschützten Metallgehäuse des Verbrauchers und einem spannungsführenden
Netzleiter geschalteten, veränderbaren Widerstandes und einem dazu parallel geschalteten Spannungsmesser, der zur Anzeige
der im Augenblick der Abschaltung anstehenden Restspannung dient, dadurch gekennzeichnet, daß
als Widerstand mindestens ein an sich bekannter Heißleiter verwendet ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Heißleiter parallel geschaltet
sind und in Serie zu jedem Heißleiter je ein Gleichrichter so geschaltet ist, daß der eine
Heißleiter nur von positiven und der andere nur von negativen Halbwellen des Wechselstromes
durchflossen wird.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in Serie zum Heißleiter als
Schutzwiderstand ein Kaltleiter liegt.
4. Einrichtung nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der durch den Heißleiter
fließende Netzstrom zur Aufladung einer Stromquelle und zur Spannungsstabilisierung eine
parallel zur Stromquelle liegende Zenerdiode dient.
5. Einrichtung nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter
Weise die Teile der Prüfeinrichtung in einem oder zwei mit Prüfspitzen versehenen Handgeräten
untergebracht sind, welche durch eine biegsame Leitung miteinander verbunden sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
»Der Elektromeister«, 12. Jahrgang (5. März 1959),
»Der Elektromeister«, 12. Jahrgang (5. März 1959),
H. 5, S. 209 und 210;
»Archiv für technisches Messen«, ATM-Blatt
Z 119—6 vom Dezember 1956;
»Elektro-Technik«, Nr. 17 vom 27. April 1957,
S. 137 und 138.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
009 630/195 10.60
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEE18345A DE1092125B (de) | 1959-10-09 | 1959-10-09 | Einrichtung zur Pruefung von Fehlerstrom- und Fehlerspannungs-Schutzschaltungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEE18345A DE1092125B (de) | 1959-10-09 | 1959-10-09 | Einrichtung zur Pruefung von Fehlerstrom- und Fehlerspannungs-Schutzschaltungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1092125B true DE1092125B (de) | 1960-11-03 |
Family
ID=7069745
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEE18345A Pending DE1092125B (de) | 1959-10-09 | 1959-10-09 | Einrichtung zur Pruefung von Fehlerstrom- und Fehlerspannungs-Schutzschaltungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1092125B (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2500210A1 (fr) * | 1981-02-18 | 1982-08-20 | Osmond Max | Alimentation electrique secteur de securite perfectionnee a relais |
| WO1984001033A1 (en) * | 1982-08-31 | 1984-03-15 | Finn Hedegaard Olsen | Test circuit for fault current protection circuits |
| DE2829407C2 (de) * | 1978-07-05 | 1985-01-24 | Gossen Gmbh, 8520 Erlangen | Prüfverfahren für Fehlerstrom- bzw. Fehlerspannungsschutzschalter in einer elektrischen Anlage und Schaltungsanordnung zur Durchführung des Prüfverfahrens |
-
1959
- 1959-10-09 DE DEE18345A patent/DE1092125B/de active Pending
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2829407C2 (de) * | 1978-07-05 | 1985-01-24 | Gossen Gmbh, 8520 Erlangen | Prüfverfahren für Fehlerstrom- bzw. Fehlerspannungsschutzschalter in einer elektrischen Anlage und Schaltungsanordnung zur Durchführung des Prüfverfahrens |
| FR2500210A1 (fr) * | 1981-02-18 | 1982-08-20 | Osmond Max | Alimentation electrique secteur de securite perfectionnee a relais |
| WO1984001033A1 (en) * | 1982-08-31 | 1984-03-15 | Finn Hedegaard Olsen | Test circuit for fault current protection circuits |
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