DE1091803B - Geraet zur Bodenverwundung und Pflanzlochherstellung - Google Patents
Geraet zur Bodenverwundung und PflanzlochherstellungInfo
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-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01C—PLANTING; SOWING; FERTILISING
- A01C5/00—Making or covering furrows or holes for sowing, planting or manuring
- A01C5/02—Hand tools for making holes for sowing, planting or manuring
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
- Y02A—TECHNOLOGIES FOR ADAPTATION TO CLIMATE CHANGE
- Y02A40/00—Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production
- Y02A40/10—Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production in agriculture
- Y02A40/28—Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production in agriculture specially adapted for farming
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Soil Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Soil Working Implements (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Gerät zur Bodenverwundung und Pflanzlochherstellung, insbesondere
in der Forstwirtschaft. Vor allem in der Forstwirtschaft besteht das Bedürfnis, eine Bodenverwundung
z. B. durch Heidelbeeren, Erika u. dgl. verunkrautete Waldböden in möglichst rascher und durchgreifender
Weise durchzuführen. Alle bisherigen Handarbeiten mit Hauen und Spitzhacken sind erfahrungsgemäß
sehr anstrengend für den Arbeiter, unzureichend in der Größe des Pflanzloches und Bodenlockerung und
vor allem sehr kostspielig. Kann doch ein Arbeiter erfahrungsgemäß mit einem Handgerät nur 150
bis 200 Löcher oder Plätze in schwierigen Bodenverhältnissen herstellen.
Zur Herstellung von Pflanzlöchern sind bereits motorisch angetriebene Erdbohrer bekannt, die im
wesentlichen aus einer auf einem rotierenden Schaft angebrachten Förderschnecke bestehen. Mit diesen
Erdbohrern können aber nur etwa zylindrische Pflanzlöcher hergestellt werden. Die notwendige Lockerung
des Bodens in der Umgebung dieser Pflanzlöcher und die Beseitigung von Unkraut muß auch bei Verwendung
von motorisch angetriebenen Erdbohrern zur Pflanzlochherstellung durch Handarbeit erfolgen.
Das wesentliche Merkmal des Gerätes nach der Erfindung zur Bodenverwundung und Pflanzlochherstellung,
insbesondere in der Forstwirtschaft, bei welchem in bekannter Weise flügelartig an einer Spindel angeordnete
Schneidwerkzeuge angetrieben sind, liegt darin, daß die Schneidwerkzeuge als Scheiben ausgebildet
sind, die um zur Bewegungsbahn schrägstehende Achsen an Querholmen drehbar gelagert
sind. Das Gerät nach der Erfindung ist von einem tragbaren Leichtmotor mit untersetztem Getriebe angetrieben.
Es eignen sich dazu am besten die mit Getriebe kombinierbaren Motorsägenmotore mit 3 bis
10 PS. Zusätzlich muß auch der Antriebsmotor mit einer Fliehkraftkupplung ausgestattet sein, damit beim
Loslassen des Gasdrückers das Gerät sofort stillsteht, der Motor aber im Leerlauf weiterläuft. Auch schaltet
diese Kupplung bei Überbelastung des Motors selbsttätig aus. Durch die Kreisbewegung des Gerätes zerkleinern
die Scheiben das Oberflächenunkraut und dessen Wurzeln und befördern gleichzeitig, bedingt
durch die Stellung der Scheiben, dieses über den Rand des kreisrunden Loches hinaus. Beim Weiterbohren
wird die unter der verfilzten Decke liegende Erde gelockert und kann beliebig tief weitergebohrt werden.
Der Anwendungsbereich des Gerätes erstreckt sich in der Hauptsache auf Bodenverwundung vor Abfall der
Samen in einem Samenjahr, sowohl auf guten als auch auf stark durch Rohhumus bedeckten und verunkrauteten
Waldböden. Bei einer entsprechenden Verstellung der Scheiben beeinträchtigen starke Wurzeln von
Gerät zur Bodenverwundung
und Pflanzlochherstellung
und Pflanzlochherstellung
Anmelder:
Andreas Stihl,
Neustadt bei Waiblingen (Württ),
Badstr. 169
Badstr. 169
Beanspruchte Priorität:
Österreich vom 19. Mai 1958
Österreich vom 19. Mai 1958
Friedrich Singer, Brück (Österreich),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Bäumen die Bodenverwundungsarbeit nicht allzusehr, weil die Scheiben über diesen Widerstand darübergleiten.
Auch sind Steine für das Gerät kein Hindernis, wenn die Größe Faustgröße nicht übersteigt.
Lediglich die Schneide der Scheiben muß dann öfter nachgeschärft werden.
Nach einer vorzugsweisen Ausführungsform der Erfindung sind die .Scheiben an Querholmen in unterschiedlichen
Abständen von einem maschinell in Umdrehung versetzten und die Querholme tragenden Mittelholm
angeordnet. Die Querholme schließen hierbei mit dem Mittelholm einen Winkel ein, der kleiner ist
als 90°, so daß sie also bei lotrechtem Mittelholm nach außen hin ansteigen. Auf diese Weise kommen
die versetzten Schneidwerkzeuge nacheinander zur Wirkung, und die Belastung der Bedienungsperson
und des Motors ist damit weitgehend herabgesetzt. Außerdem entsteht ein leicht trichterförmiges Bohrloch
im Boden, in dem sich das Niederschlagswasser günstig sammeln kann.
Die Erfindung erstreckt sich ferner darauf, daß die Scheiben an dem einen Schenkel von abgewinkelten
Bolzen drehbar gelagert sind, die an den Querholmen mit ihrem anderen Schenkel verschwenk- und feststellbar
befestigt sind. Als vorzugsweiser Winkel für die Schrägstellung der Scheiben hat sich in der Praxis
ein Winkel von etwa 45° ergeben. Außerdem sieht die Erfindung vor, daß die Scheiben auf Lücke an den
Querholmen befestigt sind. Auf diese Weise wird eine gleichmäßige Bodenverwundung erreicht. Die Verschwenkbarkeit
der die Scheiben lagernden abgewinkelten Bolzen ergibt außerdem die Möglichkeit,
die Schrägstellung der Scheiben gegenüber ihrer
009 629/156
Umlaufbahn zu verändern und damit die Schneidwirkung
den Bodenverhältnissen anzupassen.
Gegenstand der Erfindung ist ferner die Anordnung eines propellerartigen Schneidwerkzeuges an dem
Mittelholm unterhalb der Querholme und innerhalb der den Mittelholm am nächsten liegenden Scheibe,
dessen Flügel zweckmäßig schräg nach aufwärts verlaufen. Der Mittelholm ist am Rahmen der Erfindung
schließlich konisch zugespitzt und bohrerartig ausgebildet. Dieser Teil dient zur Herstellung eines
Pflanzloches.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden an Hand der Zeichnung näher erläutert, welche eine
beispielsweise Ausführungsform eines Gerätes zur Bodenverwundung in Seitenansicht schematisch veranschaulicht.
Das Gerät nach der Erfindung zur Bodenverwundung besitzt einen Mittelholm 1, der durch
einen schematisch dargestellten und mit Handhaben 2 zur Führung des Gerätes versehenen Motor 3 in Umdrehung
versetzt wird. An dem Mittelholm 1 sind schräg nach aufwärts gerichtete Querholme 4 befestigt,
welche zur Befestigung von als Scheiben 5 ausgebildeten Schneidwerkzeugen dienen. Die Scheiben 5
sind an abgewinkelten Bolzen 6 drehbar gelagert, wobei der eine Schenkel zur Lagerung der Scheiben 5
und der andere Schenkel zur Herstellung einer Verbindung mit den Querholmen 4 dient. Zweckmäßig ist
durch entsprechende Rasten eine Verschwenkung der Scheibenbolzen verhindert, jedoch die Möglichkeit
gegeben, nach Lockerung der Befestigungsmittel, z. B. von Schrauben 7, die Bolzen zu verschwenken und
wieder zu fixieren. Damit kann den Scheiben 5 gegenüber ihrer kreisförmigen Umlaufbahn eine andere
Schrägstellung gegeben werden, wodurch die Schneidwirkung den Bodenverhältnissen angepaßt werden
kann. Die Scheiben 5 sind außerdem gegenüber der Vertikalen geneigt, und zwar zweckmäßig um etwa
45°, d. h., die beiden Schenkel der Bolzen 6 stehen in einem Winkel von 135° zueinander. Die Scheiben 5
sind ferner auf Lücke an den Querholmen angeordnet, so daß jede der Scheiben einen kreisringförmigen
Bodenstreifen bearbeitet. Der Abstand der Scheiben ist so gewählt, daß eine geschlossene Kreisfläche bestrichen
wird. Durch die Schrägstellung der Querholme 4 wird außerdem erreicht, daß die Scheiben
nacheinander zu Wirkung kommen und die gebildete Vertiefung schwach kegelförmig ist.
Um den zwischen der dem Mittelholm 1 am nächsten liegenden Scheibe 5 weiter innenliegenden Bodenteil
zu bearbeiten, ist an dem Mittelholm ein propellerartiges Schneidwerkzeug 8 angeordnet, wobei die
Flügel gegenüber den Querholmen um 90° versetzt sind und nach obenhin leicht ansteigen. In der Praxis
hat sich ein Neigungswinkel von etwa 40° als zweckmäßig erwiesen. Auch die Flügel des propellerartigen
Schneidwerkzeuges sind gegenüber der Vertikalen um etw 45° schräggestellt.
Der untere Teil 1' des Mittelholmes 1 ist schlank konisch ausgeführt und läuft dieser Teil in einen
Herzbohrer aus, welcher das Eindringen des Gerätes in den Boden erleichtert und gleichzeitig ein Pflanzloch
herstellt.
Claims (6)
1. Gerät zur Bodenverwundung und Pflanzlochherstellung, insbesondere in der Forstwirtschaft,
bei welchem flügelartig an einer Spindel angeordnete Schneidwerkzeuge angetrieben sind, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schneidwerkzeuge als Scheiben (5) ausgebildet sind, die um zur
Bewegungsbahn schrägstehenden Achsen an Querholmen (4) drehbar gelagert sind.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheiben (5) an den Querholmen (4)
in unterschiedlichen Abständen von dem Mittelholm (1) angeordnet sind.
3. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die auf dem einen Querholm (4)
mit Abstand voneinander angeordneten Scheiben (5) gegenüber den auf dem anderen Querholm (4)
angeordneten Scheiben (5) auf Lücke liegen.
4. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheiben (5) an
abgewinkelten, an den Querholmen (4) verschwenk- und feststellbar befestigten Bolzen (6)
drehbar gelagert sind.
5. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Querholme (4) mit
dem Mittelholm (1) einen Winkel einschließen, der kleiner ist als 90°.
6. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Mittelholm (1)
unterhalb der Querholme (4) und innerhalb der dem Mittelholm (1) am nächsten liegenden Scheibe
(5) ein propellerartiges Schneidwerkzeug (8) angeordnet ist, dessen Flügel zweckmäßig schräg nach
aufwärts verlaufen und im Grundriß gesehen zwischen den Querholmen (4) liegen.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 971 810.
Deutsche Patentschrift Nr. 971 810.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
1 009 629/156 10.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT1091803X | 1958-05-19 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1091803B true DE1091803B (de) | 1960-10-27 |
Family
ID=3685329
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEST15059A Pending DE1091803B (de) | 1958-05-19 | 1959-04-23 | Geraet zur Bodenverwundung und Pflanzlochherstellung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1091803B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4214617A (en) * | 1978-06-19 | 1980-07-29 | Kennametal Inc. | Stump cutter |
| FR2665607A1 (fr) * | 1990-08-07 | 1992-02-14 | Burette Jean | Tariere pour la plantation d'arbres ou arbustes. |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE971810C (de) * | 1953-03-22 | 1959-04-02 | Andreas Stihl | Erdbohrer |
-
1959
- 1959-04-23 DE DEST15059A patent/DE1091803B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE971810C (de) * | 1953-03-22 | 1959-04-02 | Andreas Stihl | Erdbohrer |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4214617A (en) * | 1978-06-19 | 1980-07-29 | Kennametal Inc. | Stump cutter |
| FR2665607A1 (fr) * | 1990-08-07 | 1992-02-14 | Burette Jean | Tariere pour la plantation d'arbres ou arbustes. |
| WO1993015597A1 (fr) * | 1990-08-07 | 1993-08-19 | Jean Burette | Tariere pour la plantation d'arbres ou d'arbustes |
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