DE1091356B - Steuervorrichtung fuer die Einsetzbewegung der Abtastnadel bei Plattenwechslern - Google Patents
Steuervorrichtung fuer die Einsetzbewegung der Abtastnadel bei PlattenwechslernInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Steuervorrichtung für die Einsetzbewegung der Abtastnadel bei Plattenwechslern
mit einem durch die Plattenstellerwelle hin- und herbewegbaren Steuerschieber und einem Einstellhebel,
der mit der lotrechten Drehachse des Tonarmes fest verbunden ist, und einem Unterbrechungsglied, das die gesteuerte Einschwenkbewegung des
Tonarmes über die Einlaufrille der Schallplatte unterbricht und den Tonarm nach Aufsetzen der Abtastnadel
in die Einlaufrille seine Einwärtsdrehung ungehindert fortsetzen läßt.
Ein Ziel der Erfindung besteht nunmehr darin, einen verbesserten Mechanismus für solche Abtasteinrichtungen
zu schaffen, der es ermöglicht, dem Tonabnehmerarm eine zwangläufige Bewegung sowohl in
der Einwärtsrichtung als auch in der Auswärtsrichtung zu erteilen, und ihm ermöglicht, nachdem er in
die richtige Lage oberhalb der Kante der abzuspielenden Schallplatte gebracht worden ist, von der Blockierung
durch das Fühlglied auf einfache und zuverlässige Weise zu befreien.
Erfindungsgemäß ist auf dem Steuerschieber ein Kupplungsglied angeordnet, das entgegen einer Hemmung
zwischen zwei Arbeitsstellungen verschwenkbar ist und einen Stift am Einstellhebel betätigt, um bei
der Bewegung des Steuerschiebers in einer Richtung den Tonarm nach außen und in der anderen Richtung
nach innen zu schwenken.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnungen an mehreren Ausführungsbeispielen erläutert.
Es bedeutet
Fig. 1 perspektivische Gesamtdarstellung,
Fig. 2 Steuereinrichtung für die Nadeleinsetzbewegung,
Fig. 3 bis 6 verschiedene Arbeitsstellungen des Steuerschiebers und der Kupplung zwischen dem Tonarm
und dem bewegbaren Steuerschieber,
Fig. 7 Stirnansicht der in Fig. 4 bis 6 dargestellten Bauteile,
Fig. 8 und 9 Abwandlung des Kupplungsgliedes.
Der in Fig. 1 dargestellte Plattenspieler ist bekannt. Er umfaßt eine Motortragplatte 1 als Unterstützung
für den Plattenteller 2, eine Stapelachse 3 für Schallplatten verschiedener Größen, einen Tonabnehmer
4 am freien Ende des Tonarmes 5 sowie ferner einen Stabilisierungsarm 6, der mit seinem freien
Ende auf dem in Fig. 1 angedeuteten Schallplattenvorratsstapel 7 ruht.
Bei dem Plattenspieler werden alle Bewegungen des Tonabnehmerarms 5 und auch das Abwerfen einer
Schallplatte aus dem Schallplattenstapel 7 durch einen Steuerschieber 8 (Fig. 2) bewirkt, der an der
Unterseite der Motortragplatte 1 angeordnet ist und Steuervorrichtung für die Einsetzbewegung
der Abtastnadel bei Plattenwechslern
Anmelder:
Birmingham Sound Reproducers Limited, Old Hill, Staffordshire (Großbritannien)
Vertreter: Dr.-Ing. F. Wuesthoff, Dipl.-Ing. G. Puls
und Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. E. Frhr. v. Pechmann, Patentanwälte, München 9, Schweigerstr. 2
Beanspruchte Priorität: Großbritannien vom 15. Mai und 25. Juni 1957
Lawrence Vincent Guest, Old Hill, Staffordshire
(Großbritannien), ist als Erfinder genannt worden
begrenzte Hin- und Herbewegungen um eine feste Drehachse 9 (Fig. 3) ausführen kann.
Der Steuerschieber 8 weist einen Führungsschlitz 10
auf, der um einen Führungsstift 11 herumgreift, welcher durch einen an der Unterseite der Motortragplatte
1 befestigten Säulenteil 12 untersützt wird.
Eine Winkelschwenkung des Steuerschiebers 8 um die Drehachse 9 wird durch einen Stift 13 herbeigeführt, der in eine Steuerkurve 14 eines Zahnrades 15
eingreift, das nach der Beendigung des Abspiels einer Schallplatte selbsttätig in bekannter Weise mit einem
durch einen Motor angetriebenen Bauteil des Plattenspielers gekuppelt wird, so daß es eine vollständige
Umdrehung ausführt und herbei dem Steuerschieber 8 eine vollständige Hin- und Herbewegung vermittelt.
Die Mittel zum Abfühlen des Durchmessers einer Schallplatte, die nicht Gegenstand der Erfindung sind,
umfassen gemäß Fig. 2 eine feststehende Säule 16, die sich von der Motortragplatte 1 aus nach oben erstreckt
und auf der ein Arretierglied in Gestalt einer Stange 17 drehbar gelagert ist; diese erstreckt sich
oberhalb und unterhalb der Motortragplatte 1 und ist um den Lagerbolzen 18 zwischen ihren Enden drehbar
gelagert. Ferner ist sie vorgespannt, so daß ihr oberes Ende bestrebt ist, sich dem Säulenteil zu nähern. Die
Stange 17 kann jeweils eine von drei verschiedenen Betriebsstellungen gegenüber ihrem Lagerbolzen 18
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einnehmen, wobei ihr unteres Ende 19 entweder die in Fig. 2 in Vollinien dargestellte Stellung oder eine der
beiden der 19' und 19" gestrichelt eingezeichneten Stellungen einnimmt.
Die von der Arretierstange 17 eingenommene Betriebsstellung wird durch ein drehbar gelagertes Rastglied
20 bestimmt, das nahe dem oberen Ende der Säule 16 so angeordnet ist, daß an ihm das obere Ende
der Stange 17 angreifen kann; ferner trägt das Rastglied 20 einen Fühlarm 21, der in Richtung der Stapelachse
3 zeigt und unter den Schallplattenvorratsstapel 7 greift. Wenn der Fühlarm 21 von einer Schallplatte
des geringsten Durchmessers bei Stapelabwurf auf dem in die Abspielstellung nicht getroffen wird, so
wird das Rastglied 20 nicht berührt, und das untere Ende der Stange 17 verbleibt in der in Fig. 2 bei 19
in Vollinien angedeuteten Stellung. Wenn eine Schallplatte der mittleren Größe fallen gelassen wird, stößt
sie an dem Fühlarm 21 an und bewegt hierdurch das Rastglied 20 in einem solchen Ausmaß, daß die Stange
17 eine mittlere Lage einnimmt, in der sich ihr unteres Ende bei 19' (Fig. 2) befindet; wird dagegen eine
Schallplatte des größten Durchmessers fallen gelassen, so befindet sich das untere Ende der Stange 17 bis 19'.
Der Tonabnehmerarm 5 kann begrenzte Aufwärts- und Abwärtsbewegungen um eine waagerechte Drehachse
22 am oberen Ende einer senkrechten Achse 23 ausführen, die in feststehenden Lagern drehbar ist; die
Aufwärts- und Abwärtsbewegungen werden dem Tonarm 5 durch einen senkrecht geführten Stift 24 mitgeteilt,
an dessen unterem Ende ein geneigter Abschnitt 25 des Steuerschiebers 8 angreifen kann, um
den Stift 24 zu heben und zu senken, wenn der Steuerschieber bewegt wird; das obere Ende des Stiftes 24
kann zum Heben und Senken an der Unterseite des Tonarms 5 an einem zwischen der waagerechten Drehachse
22 und dem Tonabnehmer 4 liegenden Punkt angreifen.
Das untere Ende der senkrechten Achse 23 ist mit einem Einstellhebel 26 verbunden, der einen Schlitz
aufweist, durch den hindurch sich der Stift 24 zum Heben und Senken des Tonarms erstreckt, und der
von der Achse 23 gleich weit entfernt ist; die in horizontaler Richtung erfolgenden Schwenkbewegungen
des Tonarms 5 um die Achse 23 werden dadurch hervorgerufen, daß auf den Einstellhebel 26 eine Antriebskraft
einwirkt.
Eine Kante des Einstellhebels 26 ist mit Stufen versehen, die drei Anschlagflächen 27, 28 und 29 bilden,
welche in zunehmenden radialen Abständen von der Achse 23 angeordnet sind und wahlweise an dem
unteren Ende der Stange 17 angreifen können, und zwar entsprechend den erwähnten drei verschiedenen
Stellungen.
Die Stange 17 läßt sich außerdem durch den Steuerschieber 8 in eine vierte wirkungslose Stellung bewegen.
In dieser vierten Stellung befindet sich das untere Ende 19 der Stange 17 außerhalb der Bahn aller
Teile des Einstellhebels 26; diese Stellung ist in Fig. 2 und 3 bei 19'" mit gestrichelten Linien angedeutet; in
dieser Stellung verbleibt die Stange 17 während des ganzen Vorgangs des Abspielens einer Schallplatte.
Der Einstellhebel 26 wird durch den hin- und herbewegbaren Steuerschieber 8 angetrieben. Da die Lage
der von dem Steuerschieber 8 bei jedem selbsttätigen Arbeitsspiel zurückgelegten Strecke stets die gleiche
ist, die Einwärtsschwenkbewegung des Einstellhebels 26 aber verschieden, ist es erforderlich, eine geeignete
Kupplung zwischen dem Steuerschieber 8 und dem Einstellhebel 26 vorzusehen, der es dem Steuerschieber
8 erlaubt, eine Bewegung fortzusetzen, nachdem der Einstellhebel 26 arretiert worden ist, und die es
ermöglicht, daß der Einstellhebel 26 nebst dem Tonarm 5 durch den Steuerschieber 8 in der Auswärtsrichtung
angetrieben wird, wenn dieser im Verlauf des nächsten selbsttätigen Arbeitsspiels erneut bewegt
wird.
Auf der Unterseite des Einstellhebels 26 ist ein feststehender Stift 30 befestigt, dessen freies Ende
ίο vorzugsweise gemäß Fig. 7 konisch ausgebildet ist.
Auf seiner Oberseite trägt der hin- und herbewegbare Steuerschieber 8 eine Gabel 31 mit zwei Armen 32
und 33.
Diese Gabel 31 ist an einem Bolzen 34 befestigt, der
in einer Bohrung des Steuerschiebers 8 drehbar und von unten her mittels einer steifen Federscheibe 35 so
befestigt ist, daß Drehbewegungen des Bolzens 34 und damit auch der Gabel 31 gegenüber dem Steuerschieber
8 durch Reibung eine starke Hemmung entgegen-
ao gesetzt wird.
Ein Anschlagstift 36 hat die Aufgabe, die Drehbewegung der Gabel 31 zu begrenzen, wenn die Fortsätze
37 und 38 (Fig.3) an dem Stift angreifen.
Die Arme 32 und 33 der Gabel 31 können jeweils mit ihren dem Stift 30 zugewandten Kanten an dem
Stift 30 angreifen, um den Einstellhebel 26 in der einen oder anderen Richtung um die Achse 23 zu
drehen, wobei sich die Drehrichtung jeweils nach der Bewegungsrichtung des Steuerschiebers 8 um dieDrehachse
9 richtet.
Im folgenden ist die Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung erläutert.
Wenn sich auf der Stapelachse 3 ein Schallplattenvorratsstapel 7 befindet und eine Schallplatte auf dem
Plattenteller abgespielt wird, befindet sich der hin- und herbewegbare Steuerschieber 8 gemäß Fig. 3 in
seiner Grenzstellung in Ruhe; hierbei liegt eine Kante des Steuerschiebers 8 am unteren Ende 19 der Stange
17 an, um sie in der wirkungslosen Stellung 19"' festzuhalten, in der sie keinen Teil der Lagebestimmungsplatte
26 berühren kann. Der Stift 24 zum Heben und Senken des Tonarms befindet sich in seiner unteren
Stellung, wobei sein unteres Ende auf dem unteren Ende des geneigten Abschnitts25 des Steuerschiebers 8
ruht, und der Stift 30 auf der Unterseite des Einstellhebels 26 bewegt sich längs einer Bahn, die im Abtand
von der auf dem Steuerschieber 8 angeordneten Gabel 31 verläuft.
Wenn das Abspielen der Schallplatte beendet ist, wird das Zahnrad 15 selbsttätig in bekannter Weise
mit einem angetriebenen Bauteil des Plattenspielers gekuppelt, und die Steuerkurve 14 legt eine Umdrehung
zurück, um eine vollständige Hin- und Herbewegung des Steuerschiebers 8 um seine Drehachse 9
hervorzurufen.
Der Steuerschieber 8 beginnt, sich gemäß Fig. 3 bis 5 entgegen dem Uhrzeigersinn zu bewegen, und
die Stange 17 wird freigegeben, so daß sie sich in Richtung auf ihre erste Betriebsstellung bewegen
kann, in der ihr unteres Ende die in Fig. 2 bei 19 in Vollinien angedeutete Stellung einnimmt; diese Stellung
entspricht derjenigen, die erforderlich ist, um den Tonarm im Falle einer Schallplatte des kleinsten
Durchmessers in die richtige Lage zu bringen.
Der geneigte Abschnitt 25 der Platte 8 bewegt sich unter den Stift 24, um ihn und damit auch den Tonarm
5 um die waagerechte Achse 22 nach oben zu schwenken; danach wird der Tonarm dadurch in seiner
oberen Stellung gehalten, daß sich der Stift 24 an der waagerechten Oberseite der Platte 8 abstützt.
Die Gabel 31 nähert sich dem Stift 30, doch nimmt sie entsprechend dem vorher abgelaufenen selbsttätigen
Arbeitsspiel eine solche Stellung ein, daß sich der nunmehr voreilende Arm 32 der Gabel 31 an dem Stift
30 vorbeibewegt, während der jetzt nacheilende Arm 33 an dem Stift angreift, (s. Fig. 4).
Eine weitere Bewegung des Steuerschiebers 8 entgegen dem Uhrzeigersinne bewirkt daher, daß der Einstellhebel
26 zusammen mit dem nunmehr angehobenen Tonabnehmerarm S um die Mittellinie der senkrechten
Achse 23 im Uhrzeigersinne gedreht wird (Fig. 3 bis 6), und zwar unter der Einwirkung des Arms 33
der Gabel 31, die durch die Reibung der Federscheibe 35 an einer Bewegung relativ zum Steuerschieber
8 gehindert wird. Diese Bewegung des Einstellhebels 26 und des Tonarms 5 setzt sich fort, bis
der Tonarm seine vollständig ausgeschwenkte Stellung erreicht hat, die dadurch bestimmt ist, daß eine
Kante des Einstellhebels gemäß Fig. 5 an dem feststehenden Säulenteil 12 angreift; sämtliche Stufen 27, ao
28 und 29 haben sich in der Zwischenzeit an dem unteren Ende der Stange 17 vorbeibewegt, das jetzt
seine bei 19 angedeutete erste Betriebsstellung einnimmt, aus der es jedoch sofort herausbewegt wird,
wenn eine Berührung mit derjenigen Kante des Einstellhebels 26 erfolgt, die der Stufe 29 benachbart ist,
welche sich im größten radialen Abstand von der Achse 23 befindet.
Da sich der Einstellhebel 26 an den Säulenteil 12 angelegt hat, bewirkt eine weitere Bewegung des
Steuerschiebers 8 in der gleichen Richtung eine Drehbewegung der Gabel 31 infolge des Anstoßens des
Arms 33 an den Stift 30, wodurch die durch die Federscheibe 35 aufgebrachte hemmende Reibung überwunden
wird und der andere Arm 32 der Gabel gemäß Fig. 5 so bewegt wird, daß er sich vor dem Stift 30
befindet.
Wenn sich der Tonarm 5 in seiner vollständig ausgeschwenkten Stellung befindet, fällt die nächste
Schallplatte vom unteren Ende des Stapels 7 aus in die Abspielstellung herunter. Wenn die Schallplatte herunterfällt,
verbleibt die Stange 17 entweder in der von ihr vorher eingenommenen ersten Betriebsstellung 19,
oder es wird je nach der Größe der heruntergefallenen Schallplatte bewirkt, daß sie die eine oder andere der
möglichen Betriebsstellungen 19' oder 19" einnimmt.
Nunmehr bewegt sich der Steuerschieber 8 um seine Drehachse 9 herum zurück, und der Einstellhebel 26
wird zusammen mit dem Tonarm 5 dadurch entgegen dem Uhrzeigersinne um die Mittellinie der Achse 23
geschwenkt, so daß der Arm 32 der Gabel 31 an dem Stift 30 angreift, und diese Schwenkbewegung setzt
sich fort, bis eine der Stufen 27, 28 und 29 der Lagebestimmungsplatte 26 an das untere Ende 19 der
Stange 17 anschlägt, je nachdem, welche der drei Betriebsstellungen 19, 19' und 19" vom unteren Ende
19 der Stange eingenommen wird, woraufhin die Bewegung des Einstellhebels 26 und des Tonarms 5
unterbrochen wird.
Bei dieser Stellung des festgehaltenen Tonarms 5 befindet sich der Taststift des Tonabnehmers 4 oberhalb
der Kante der abzuspielenden Schaltplatte. Fig. 6 läßt erkennen, daß sich die beiden Stufen 27 und 28
des Einstellhebels 26 am Ende der Stange 17 vorbeibewegt haben und daß die dritte Stufe 29, d. h. diejenige,
die radial am weitesten von der Achse 23 entfernt ist, am unteren Ende 19 der Stange anliegt;
diese Stellung entspricht einer maximalen Einwärtsschwenkbewegung, wie sie bei einer Schallplatte des
kleinsten Durchmessers erforderlich ist.
Wenn der Einstellhebel 26 arretiert ist, wird erneut bewirkt, daß sich die Gabel 31 gegenüber dem Steuerschieber
8 dreht; dies geschieht dadurch, daß der Arm 32 an dem Stift 30 angreift, wobei die Gabel 31 entgegen
der durch die Reibscheibe 35 aufgebrachten Hemmung bewegt wird; diese Drehbewegung des Bauteils
31 setzt sich fort, bis der Arm 32 an dem Stift 30 vorbeistreift, wenn der Steuerschiebers in seine Ruhestellung
nach Fig. 3 zurückkehrt. Das äußere Ende 39 des Arms 32 besitzt eine Abschrägung, die als Nocken
wirkt und gewährleistet, daß sich der Arm 32 an dem Stift 30 vorbeibewegt, wenn an ihm der Arm 33 der
Gabel 31 angreifen soll, während sich der Sreuerschie*-
ber 8 im Verlauf des nächstfolgenden selbsttätigen Arbeitsspiels entgegen dem Uhrzeigersinne bewegt.
Wenn sich der Steuerschieber 8 in Richtung der Ruhestellung nähert, bewegt sich der geneigte Abschnit
25 von dem unteren Ende des Stiftes 24 weg, so daß sich dieser nach unten bewegen kann, um den
Tonarm 5 zu senken, damit gelangt der Abtaststift in die Anfangsrille der sich in der Abspielstellung befindenden
Schallplatte, und im wesentlichen gleichzeitig greift hiermit die Kante des Steuerschiebers 8 am
unteren Ende 19 der Stange an, um diese in ihre wirkungsose Stellung 19'" zu bringen und sie danach in
dieser Stellung zu halten, so daß der Einstellhebel 26 zusammen mit dem Tonarm 5 freigegeben ist und sich
während des Abspielens der Schallplatte zusammen mit der senkrechten Achse 23 drehen kann.
Fig. 8 und 9 zeigen ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel zum Aufbringen einer Hemmung auf die
Gabel 31.
In diesem Falle ist eine mit Kniehebelwirkung arbeitende Feder zwischen der Gabel 31 und einer
festen Verankerung auf dem Steuerschieber 8 vorgesehen.
Diese Feder gewährleistet, daß die Stellung der Gabel 31 gegenüber dem Steuerschieber 8 erhalten
bleibt, während der Stift 30 des Einstellhebels betätigt wird.
Die Unterbrechung der Bewegung des Einstellhebels 26 in beiden Richtungen bewirkt, daß sich die Gabel
31 entgegen der durch die Feder aufgebrachten Hemmung um ihre Drehachse auf dem Steuerschieber 8
dreht, bis die Feder den Umsprungpunkt passiert, worauf eine Schnappbewegung der Gabel 31 in der
entgegengesetzten Richtung erfolgt
Claims (5)
1. Steuervorrichtung für die Einsetzbewegung der Abtastnadel bei Plattenwechslern mit einem
durch die Plattentellerwelle hin- und herbewegbaren Steuerschieber und einem Einstellhebel, der
mit der lotrechten Drehachse des Tonarms fest verbunden ist, und einem Unterbrechungsglied,
das die gesteuerte Einschwenkbewegung des Tonarmes über der Einlaufrille der Schallplatte unterbricht
und dem Tonarm nach Aufsetzen der Abtastnadel in die Einlaufrille seine Einwärtsbewegung
ungehindert fortsetzen läßt, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Steuerschieber (8) ein Kupplungsglied
(31) angeordnet ist, das entgegen einer Hemmung zwischen zwei Arbeitsstellungen schwenkbar ist und einen Stift (30) am Einstellhebel
(26) betätigt, um bei der Bewegung des Steuerschiebers (8) in einer Richtung den Tonarm
nach außen und in der anderen Richtung nach innen zu schwenken.
2. Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kupplungsglied (31) als
zweiarmige Gabel ausgebildet ist, deren Arme (32, 33) bei der Bewegung des hin- und herbewegbaren
Steuerschiebers (8) abwechselnd mit ihren einander zugewandten Innenkanten an den entgegengesetzten
Seiten eines Stiftes (30) des Einstellhel)els
angreifen.
3. Steuervorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Einschwenkbewegung
des Tonarms der Arm (32) an dem Stift (30) zur Anlage gebracht wird und nach Unterbrechung
der Drehbewegung des Einstellhebels (26) durch das Unterbrechungsglied (17) an dem
Stift (30) entlanggleitet und damit eine Bewegung der Gabel (31) um ihre Drehachse (34) bewirkt,
wodurch der Arm (32) außerhalb der Bewegungsbahn des Stiftes (3Oj zu liegen kommt und der
Arm (33) gleichzeitig in eine Stellung gebracht wird, in der er bei der Ausschwenkbewegung des
Tonarms an der anderen Seite des Stiftes (30) angreifen kann.
4. Steuervorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das freie Ende des
Armes (32) als Nocken (39) ausgebildet ist, der bei der Ausschwenkbewegung des Tonarmes an
dem Stift (30) vorbeigleitet.
5. Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hemmung der Bewegung
des Kupplungsgliedes der zweiarmigen Gabel (31) um ihre Drehachse (34) auf dem Steuerschieber
(8) durch eine nach Art eines Kniehebels wirkende Feder bewirkt wird, welche diese aus jeder ihrer
beiden Arbeitslagen in die andere mit einer Schnappbewegung umspringen läßt, sobald die Bewegung
des den Stift (30) tragenden Einstellhebels unterbrochen wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Britische Patentschriften Nr. 719 643, 693 594,
490.
Britische Patentschriften Nr. 719 643, 693 594,
490.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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| GB719643A (en) * | 1952-01-28 | 1954-12-08 | Birmingham Sound Reproducers | Improvements in and relating to sound reproducing apparatus |
| GB764490A (en) * | 1954-04-06 | 1956-12-28 | Collaro Ltd | Improvements in automatic or magazine gramophone apparatus |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US2939464A (en) | 1960-06-07 |
| GB823749A (en) | 1959-11-18 |
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