DE1090431B - Verfahren zur Herstellung polyaethylenhaltiger Mischpolymerisate - Google Patents
Verfahren zur Herstellung polyaethylenhaltiger MischpolymerisateInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft dft Verfahren1
stilt Herstellung vöfi normalerweise festen Mischpolymerisaten
aus Äthylen und einem α-ungesättigten Olefin.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, Äthylen iii Mischung mit Verbindungen, die eine oder mehrere
Doppelbindungen enthalten, zu polymerisieren. Die erhaltenen Produkte bestanden jedoch gewöhnlich aus
niedrigöiolekülären Wachsen oder Ölen, die zur Herstellung
von" zäheti, sich Selbst tragenden Filmen oder stößfesten geformten Gegenständen, z. B. Flaschen,
Kolben usw.* ungeeignet sind.
Gemäß der votliegenden Erfindung können zähe, normalerweise feste Mischpolymerisate aus Äthylen1
und einem d-uögesättigten Olefin1 hergestellt werden,
indem Äthylen iü Mischung mit 0,2 bis 3,0 Volumprozent eines a-utigesättigteil Olefins mit 3 odeir mehr
Kohlenistoffätomeri bei einem Druck von 1400 bis1
2800 kg/cm2 und einer Temperatur Von 160 big 350° C
in Gegenwart von Sauerstoff oder organischen Pefoxydeii
als Katalysator polymerisiert wird. Die zur Polymerisation erforderliche Zeit beträgt 20 bis
60 Sekunden, falls als R'eaktionsgefäß dft langes Röhr
verwendet wird, öder mindestens 3 bis 5 Minuten, falls ein Autoklav als Reaktionsgefäß verwendet wird.
Die erfindungsgemäß hergestellten Mischpolymerisate aus Äthylen und einem a-ühgesättigten Olefin mit
einem Schmelzindexwert bis zu 40 besitzen eine für praktisch alle Spritz- und Preßverfahren ausreichende
Steifheit und Zähigkeit. Geformte, aus den erfindungS'·
gemäßen Mischpolymerisaten hergestellte Gegenstände spalten sich praktisch nicht auf üiid blättern ebensowenig
ab, was bei durch Spritzgußverfahren aus PoIyäthylehhomopolymelrisaten
bei einer Spritztemperätür unterhalb der optimalen Temperatur von etwa 210° C,
z. B. bei 150 bis 175° C, hergestellten Gegenständen
häufig beobachtet wird.
Die erfihdurigsgemäß hergestellten Mischpolymerisate
aus Äthylen Und einem «-ungesättigten Olefin mit einem Schmelzihdexwert bis zu IS können zu Filmen
stranggepreßt werden. Mischpolymerisate fiiit einem
Schmelzindexwert voh etwa 15 aufwärts (die ein kleineres Molekulargewicht besitzen als Mischpolymerisate
mit niedrigerem Schmelzindex) sind nicht stark genug, üin zur Filmbildung geriügend geblasen
oder gestreckt werden zu können..
Einige der erfindungsgemäßen Mischpolymerisate, nämlich diej eiligen, welche nicht mehr als 2,0 Volumprozent
eines α-ungesättigten Olefins enthaltet! und bei einer Reaktiönstetiiperatür unter 220° C hergestellt
sind; Sind, wenn sie zu einem Film ausgesogen werden,
relativ sehr klar, besonders im Vergleich mit Filmen aus Polyäthylenhöhiopolymefisaten, die durch
Pölymerisaton von Äthylen bei hohem Druck her-Verfahren zur Herstellung
pölyäthylenhaltiger Mischpolymerisate
pölyäthylenhaltiger Mischpolymerisate
Anmelder:
Union Carbide Corporation,
New York, N. Y. (V. St. A.)
New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dr. W. Schalk, Dipl.-Ing. P. Wirth,
Dipl.-Ing. G. E. M. Dannenberg
und Dr. V. Schmied-Kowarzik, Patentanwälte,
Frankfurt/M., Große Eschenheimer Str. 39
Beanspruchte Priorität:
V. St v. Amerika vom 17. Oktober 1955
V. St v. Amerika vom 17. Oktober 1955
James Morgan Davison, South Charleston, W. Va.,
Und Jöhn Fritz Erdmänn, St. Albäns, W. Va. (V. St. A.), sind als Erfinder genannt worden
Und Jöhn Fritz Erdmänn, St. Albäns, W. Va. (V. St. A.), sind als Erfinder genannt worden
9
gestellt wurden. Wenn auch Pölyäthylenhomöpolymerisäte
als dünne Filme (0,013 bis 0,05 mm dick) viel für Paekmäterialieh verwendet wurden, so neigen
sie doch zu einem unerwünschten wolkigen und matten Aussehen und besitzen daher nicht die erwünschte
Durchsichtigkeit anderer Packmaterialien, wie z. B. diejenige von regenerierter Cellulose.
Die Elastizität des geschmolzenen Mischpolymerisates würde mittels eines Resonanzelastometers, ähnlich
dem von E. A. W. Hoff in »Journal of Polymer Science«, 9, S. 41 bis 52 (1952), beschriebenen, gemessen.
Im wesentlichen besteht das Elastometer aus einem beheizten zylindrischen Topf von 1,6 mm
Durchmesser, in welchem ein koaxialer Kolben aufgehängt ist. Der Kolben ist frei von jeder Rückstellung
aufgehängt. Ist das Gefäß mit geschmolzenem Polymerisat (140° C) gefüllt, wird es durch einen Winkel
voh 3° mit steigender Frequenz hin- und hergeschwungen, während die maximale Durchbiegung des Kolbens
gemessen wird. Es kartn eine Resonanzfrequenz gefunden werden, bei welcher die Durchbiegung ein
Maximum erreicht. Es wurde gefunden, daß für Polymerisate, die durch das gleiche Verfahren hergestellt
009 610/445
wurden, sich jedoch im Molekulargewicht unterscheiden, das Verhältnis der Resonanzdurchbiegung zur
Resonanzfrequenz konstant ist. Diese Durchbiegungsfrequenzkurve hat sich als gutes Maß für die Elastizität
der Schmelze herausgestellt. Je größer die Neigung der Durchbiegungfrequenzkurve ist, um so elastischer
ist die Schmelze und um so stärker ist die Trübung des gespritzten dünnen Filmes.
Die folgende Tabelle zeigt die Wirkung, wenn Propylen oder Buten-1 mit Äthylen mischpolymerisiert
werden im Vergleich mit einem Polyäthylenhomopolymerisat, das unter gleichen Reaktionsbedingungen hergestellt
wurde.
| Zusatz | Konzen tration |
Reaktions gefäß |
Neigung der Durch- biegung- frequenz- kurve |
| Keiner (100% Äthylen) Propylen Keiner Propylen .. Buten-1 Buten-1 |
1,0 1,11 0,32 0,60 |
groß groß klein klein klein klein |
0,135 0,080 0,164 0,113 0,148 0,097 |
Im großen Reaktionsgefäß verminderte die Zugabe von 1 % Propylen die Neigung um 0,055 und im kleinen
Reaktionsgefäß um 0,051. Durch Zugabe von 0,32 und 0,60·% Buten-1 wurde die Neigung von 0,164
auf 0,148 bzw. 0,097 vermindert.
Das in Tabelle 1 erwähnte kleine Reaktionsgefäß war ein Stahlrohr mit einem inneren Durchmesser
von 4,75 mm und einer Länge von 18,3 m, das mit einem Mantel versehen war, durch welchen das
Wärmemittel zirkulierte. Das größere Reaktionsgefäß war ein Stahlrohr mit einem inneren Durchmesser
von 12,7 mm und einer Länge von 140 m, das in gleicher Weise mit einem Wärmemantel versehen war.
Zur Mischpolymerisation mit Äthylen wird wegen seiner leichten Zugänglichkeit und der relativ geringen
Kosten a-Propylen bevorzugt. Es können jedoch auch
andere α-ungesättigte Olefine verwendet werden. Beispiele für solche α-ungesättigte Olefine sind Buten-1,
3 - Methyl -1 - buten, 1 - Penten, 4 - Methyl -1 - penten,
3-Äthyl-l-buten, 1-Octen und 1-Octadecen.
Die α-ungesättigten Olefine sollen zweckmäßigerweise möglichst rein sein; sie können jedoch bis zu
insgesamt 10 Volumprozent Gase, z. B. Methan, Äthan, Stickstoff und Kohlendioxyd, enthalten, die für
die Mischpolymerisationsreaktion inert sind. Die Anwesenheit anderer ungesättigter Verunreinigungen,
z. B. Diolefine, im α-ungesättigten Olefin ist unerwünscht und sollte im aligemeinen 2 Volumprozent
nicht überschreiten. Noch wesentlicher als die Anwesenheit von Diolefinen ist ein etwaiger Gehalt an
acetylenischen Verbindungen, und ihr Gehalt in dem α-ungesättigten Olefin sollte weniger als 100 Teile pro
Million Volumteile des ungesättigten Olefins betragen.
Die Reinheit des Äthylens sollte der normalerweise bei der Herstellung von Polyäthylenhomopolymerisaten
durch Sauerstoffkatalysatierte Hochdruckverfahren verwendeten entsprechen. Im allgemeinen
kann das Äthylen aus einer beliebigen Quelle stammen und soll frei von Verunreinigungen sein; es kann jedoch
geringe Mengen an Verunreinigungen, z. B. Stickstoff, Äthan und Kohlendioxyd enthalten, die in
einer Gesamtmenge von nicht mehr als 10 Volumprozent offensichtlich für die Mischpolymerisationsreaktion
inert sind. Es ist jedoch wesentlich, daß die etwaige Konzentration an Acetylen weniger als 100,
vorzugsweise weniger als 50 Teile pro Million Volumteile beträgt.
Wenn die Reaktion auch vorzugsweise kontinuier-Hch in einem rohrförmigen Reaktionsgefäß durchgeführt
wird, so kann das erfindungsgemäße Verfahren auch halbkontinuierlich oder diskontinuierlich
durchgeführt werden. Auf jeden Fall ist heftiges Rühren und gutes Kühlen erforderlich, um die PoIy-
merisationswärme zu entfernen.
Das Molekulargewicht der Mischpolymerisate nimmt in dem Maße ab, wie der Druck erniedrigt
wird, die Konzentration des α-ungesättigten Olefins erhöht wird und die Konzentration des Katalysators
ao zunimmt. Um ein Mischpolymerisat herzustellen, das nach dem Spritzen einen zähen. Film ergibt, ist es daher
notwendig, die Reaktionsbedingungen so einzustellen, daß der Schmelzindex des Mischpolymerisates
unter 15, vorzugsweise unter 10, gehalten wird.
Die Festigkeit der heißen Schmelze eines Mischpolymerisates mit einem Schmelzindex über 15 ist so
gering, daß beim Spritzverfahren oft Bruchstellen auftreten. Der Reaktionsdruck sollte daher zwischen
1414 und 2828 kg/cm2, vorzugsweise zwischen 1770 und 2470 kg/cm2 liegen. Die obere Grenze des Reaktionsdruckes
wird durch die mechanische Festigkeit des Reaktionsgefäßes und der Pumpen bestimmt. Der
höchste, praktisch anwendbare Druck wird bevorzugt, da so die höchsten Molekulargewichte erreicht werden
und höhere Umwandlungen von Äthylen in das Mischpolymerisat möglich sind.
Die Erhöhung der Reaktionstemperatur bewirkt, daß das Molekulargewicht des Mischpolymerisates
erniedrigt wird. Wenn auch die Mischpolymerisation bei der niedrigsten Aktivierungstemperatur des entsprechenden
Katalysators, z. B. 160° C im Fall der Verwendung von molekularem Sauerstoff als Katalysator,
bis zu 350° C, erfolgt, so werden doch Mischpolymerisate
mit einem Schmelzindex von weniger
als 15, die für filmbildende Verwendungszwecke geeignet
sind, im allgemeinen hergestellt, indem die Reaktionstemperatur unter 250° C gehalten wird. Mit
molekularem Sauerstoff als Katalysator beträgt der bevorzugte Reaktionstemperaturbereich 160 bis
220° C, um Mischpolymerisate zu erhalten, die einen Schmelzindex von weniger als 15 und eine wirkliche
Klarheit in Filmform besitzen.
Die Konzentration des Katalysators in der Reaktionsmischung besitzt eine wesentliche Wirkung auf
das Molekulargewicht des erhaltenen Mischpolymerisates. So kann Sauerstoff in Mengen von 20 bis
zu 200 Volumteilen pro Million Teile Äthylen bei niedriger Reaktionstemperatur zwischen 160 und
220° C verwendet werden, um ein Mischpolymerisat mit einem Schmelzindexwert zwischen 0,5 und 15 zu
erhalten. Bei höheren Reaktionstemperaturen jedoch genügt Sauerstoff in Mengen zwischen 20 und
50 Teilen pro Million.
Obgleich die Umsetzung bevorzugt in Abwesenheit von Wasser oder inerten Lösungsmitteln durchgeführt
wird, können Wasser oder inerte Lösungsmittel zur Erleichterung der Wärmeübertragung zugefügt
werden.
Das Eindringen von Propylen oder anderen ungesättigten a-Olefinen in das Molekül des Polymeri-
sates wird durch ein Ansteigen des Vinylgruppengehaltes
durch Analyse des Infrarotspektrums bewiesen. Das durch das bekannte Hochdruckverfahren
hergestellte Polyäthylenhomopolymerisat zeigt etwa 0,02 bis etwa 0,06 Äthylendoppelbindungen pro
1000 Kohlenstoffatome, während die erfindungsgemäß hergestellten Mischpolymerisate wenigstens etwa 0,1
bis etwa 0,6 Äthylendoppelbindungen pro 100O1 Kohlenstoffatome
aufweisen.
Im bevorzugten Verfahren zur Herstellung der Mischpolymerisate wird Äthylen in Mischung mit der
gewünschten Menge an α-ungesättigtem Olefin zuerst auf den entsprechenden Reaktionsdruck komprimiert
und dann kontinuierlich in ein ummanteltes Reaktionsrohr geführt, wo es auf der gewünschten Reaktionstemperatur
und auf den gewünschten Reaktionsdruck
so lange gehalten wird, bis die Mischpolymerisation eingetreten ist. Im allgemeinen wird die Reaktionsmischung kontinuierlich aus dem Reaktionsrohr durch
ein Ventil in ein Trenngefäß abgeführt, wo das Mischpolymerisat und das nicht umgesetzte Gas getrennt
werden. -Das sich ansammelnde Mischpolymerisat wird in Abständen aus dem Trenngefäß entfernt.
- In den folgenden Beispielen 1 bis 6 wurden von 0,2 bis 1,5 Volumprozent Propylen und der Rest
Äthylen verwendet. Im Beispiel 7 ist nur Äthylen anwesend. Das Verfahren wurde in allen Beispielen in
einem rohrförmigen Reaktionsgefäß mit einem inneren Durchmesser von 17,5 mm und einer Länge von 234 m
durchgeführt Die Reaktionsbedingungen und Eigenschaften der erhaltenen Polymerisate der Beispiele
werden in der folgenden Tabelle 2 dargestellt:
| Beispiel | Zusammensetzung der Beschickung |
Sauerstoff | Reai Reak- tions— |
;tionsbedingui Reak- tions- |
igen Kontakt |
Umwand lung |
Schmelz- | Diente | Vinylgehalt (C = C/ |
Eigenschaften des Polymerisates: % Trübung eines |
| Propylen | TpM* | druck | tempe- | zeit | index | 1000 C) | gespritzten Films | |||
| Volum | Volumen | ratur | »/0 | von etwa | ||||||
| prozent | 50 | kg/cm2 | 0C | Sekunden | 15,9 | g/cm3 | 0,04 mm Dicke | |||
| 1 | 0,2 | 50 | 2310 | 195 + 10 | 30 | 17,2 | 2,2 | 0,9187 | 0,213 | 13,5 |
| 2 | 0,3 | 50 | 2310 | 195 + 10 | 30 | 14,5 | 2,9 | 0,9179 | 0,213 | 12,2 |
| 3 | 0,4 | 49 bis 56 | 2310 | 195 +10 | 30 | 15,4 | 2,2 | 0,9185 | 0,239 | 9,8 |
| 4 | 0,5 | 37 bis 42 | 2310 | 195 + 10 | 30 | 9,4 | 2,7 | 0,9159 | 0,254 | 9,5 |
| 5 | 1,0 | 30 bis 37 | 2310 | 195 ±10 | 30 | 6,1 | 2,4 | 0,9175 | 0,292 | 7,2 |
| 6 | 1,5 | 49 | 2310 | 195 ±10 | 30 | 15,6 | 5,0 | 0,9180 | 0,318 | 9,1 |
| 7 | kein | 2310 | 195 ±10 | 30 | 2,3 | 0,9161 | 0,056 | 14,1 |
TpM = Teile Sauerstoff pro Million Teile Äthylen.
Zur Auswertung der Polymerisate und der durch Spritzen gebildeten Filme wurden folgende Methoden
verwendet:
Schmelzindex: Es wurde das Verfahren gemäß ASTM D-1238-52T angewendet. Es ist definiert als
Fließgeschwindigkeit des geschmolzenen Kunststoffes in Gramm pro 10 Minuten durch eine Öffnung von
2,1mm Durchmesser und 8,0 mm Länge bei einer Temperatur von 190° C und einem Druck von
3,04 kg/cm2.
Dichte: Die Dichte wurde an einer Platte von 1,77 mm Dicke gemessen, die bei 170° C gepreßt und
in der Presse unter Druck mittels durch die Preßwalzen fließenden kalten Wassers abgekühlt worden
war. Die Probe wurde dann 48 Stunden bei 60° C in einem Ofen getempert. Die Dichte wurde durch eine
Schwimmethode in einer Flüssigkeit bei 25° C gemessen (vgl. E. Hunter und W. G. Oakes, Trans.
Faraday Soc, 41 [1945]).
Trübung: Die Trübung wurde gemäß ASTM D-1003-52 gemessen, wonach als »Trübung« einer
Probe der Prozentsatz an durchgelassenem Licht anzusehen ist, welcher beim Hindurchgehen durch die
Probe von dem einfallenden Strahl durch Streuung abweicht. In diesem Verfahren wird nur ein Lichtstrom,
der mehr als 2,5° vom Durchschnitt abweicht, als Trübung angesehen.
Filmspritzen: Das Polymerisat wurde nach dem »Rohrverfahren« der USA.-Patentschrift 2 461 975 zu
einem Film gespritzt, wobei eine Spritzform mit einer ringförmigen öffnung von 24,5 mm Länge; und
einer Weite von 0,304 mm verwendet wurde. Die Spritzbedingungen in den Versuchen waren wie
folgt:
Spritzmaschine Royle Nr. 1 (hergestellt
von der Fa. John Royle & Sons, Paterson,
V. St. A.)
V. St. A.)
Schnecke 3,8 cm Durchmesser
(abnehmende Steigung) Geschwindigkeit der
Schnecke 20Umdr./Min.
Temperatur, ° C
hinterer Zylinder 170
vorderer Zylinder 180'
Spritzform 210
Siebpackung 0,417 mm öffnung
0,175 mm Öffnung
0,147 mm Öffnung
0,147 mm Öffnung
Es wurde ein Luftkühlring verwendet, um eine Erstarrungszone von etwa 25,4 bis 38,2 cm von der
Spritzform aufrechtzuerhalten. Der Luftdruck im Rohr und die Aufnahmegeschwindigkeit wurden so
eingestellt, daß der Film eine Dicke von 0,0382 mm erhielt.
Wie die im Beispiel 1 bis 7 angegebenen Daten zeigen, bewirkt die Erhöhung der Propylenkonzentration
eine deutliches Ansteigen des Schmelzindex der Mischpolymerisate und eine Erhöhung des Gehaltes
an C = C-Gruppen und vermindert die Trübung des aus dem Kunstharz gespritzten Filmes.
An Stelle des in defl vorhergehenden Beispielen" als
Katalysator verwendeten molekularen Sauerstoffs können geringe Mengen für die Hötnopolymerisatiort
von Äthylen bekannten Peroxydkatalysatoren verwendet
werden, z. B. Acylperoxyde, Alkylhydroperoxyde
und Dialkylpefoxyde. Die für eine katalytische Wirkung erforderliche Menge eines solchen Peröxydkatalysators
Hegt etwa im gleichen Bereich, wie sie für molekularen Sauerstoff erforderlich ist; gewisse
Peroxyde können jedoch für die beste Wirkung eine größere oder kleinere Menge erfordern. So genügen
z. B. im Falle von terb-Butylperoxyd zwischen 5 und 50 Mol pro 1 Million Mol Äthylen, um eine kontrollier^
bare Reaktionsgeschwindigkeit hervorzurufen, wohingegen Läuröylperöxyd oder Benzoylperoxyd im allge^
meinen in Mengen zwischen 60 und 300 Mol pro Million
Äthylen verwendet werden.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von Mischpolymerisaten aus Äthylen und a-Olefinen mit wenigstens
3 Kohlenstoffatomen' Bei einem Druek von
etwa 1400 bis 2800 kg/cm2 und einer Temperatur von 160 bis 350° C in Gegenwart von Sauerstoff
oder organischen Pefoxyden als Katalysator, dadurch
gekennzeichnet, daß Äthylen und etwa 0,2 bis 3 Volumprozent eines α-ungesättigten Olefins mit
Wenigstens 3 Kohlenstoffatomen polymerisiert werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in der Reaktionsmischüiig als Katalysator molekularer Sauerstoff in einer Menge von
20 bis 200 Volumteiien pro Million Teile Äthylen anwesend ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Katalysator tert.-Butylperoxyd
in einer Menge von etwa 5 bis 5Ö Mol bzw. Lauroylperoxyd oder Benzoylperoxyd in einer
Menge von jeweils etwa 60 bis 300 Mol pro Million Äthylen verwendet wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nf, 912 267, 836 711,
214;
Deutsche Patentschriften Nf, 912 267, 836 711,
214;
Chemical Abstracts, 1953; S, 5715.
©009 610/445 9.60
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