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DE1090342B - Vorrichtung zum Messen der Radioaktivitaet von Fluessigkeiten - Google Patents

Vorrichtung zum Messen der Radioaktivitaet von Fluessigkeiten

Info

Publication number
DE1090342B
DE1090342B DEB48597A DEB0048597A DE1090342B DE 1090342 B DE1090342 B DE 1090342B DE B48597 A DEB48597 A DE B48597A DE B0048597 A DEB0048597 A DE B0048597A DE 1090342 B DE1090342 B DE 1090342B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
detectors
measuring
gas
radioactivity
spray chamber
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB48597A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Bengt Allan Bergstedt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BENGT ALLAN BERGSTEDT DIPL ING
Original Assignee
BENGT ALLAN BERGSTEDT DIPL ING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BENGT ALLAN BERGSTEDT DIPL ING filed Critical BENGT ALLAN BERGSTEDT DIPL ING
Publication of DE1090342B publication Critical patent/DE1090342B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01TMEASUREMENT OF NUCLEAR OR X-RADIATION
    • G01T7/00Details of radiation-measuring instruments
    • G01T7/02Collecting means for receiving or storing samples to be investigated and possibly directly transporting the samples to the measuring arrangement; particularly for investigating radioactive fluids
    • G01T7/04Collecting means for receiving or storing samples to be investigated and possibly directly transporting the samples to the measuring arrangement; particularly for investigating radioactive fluids by filtration

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • High Energy & Nuclear Physics (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
  • Measurement Of Radiation (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Messen der Radioaktivität von Flüssigkeiten Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Messen der Alpha-, Beta- und Gammastrahlenaktivität von Flüssigkeiten sowie der Radioaktivität von in Flüssigkeiten gelösten Gasen. Mit radioaktiven Flüssigkeiten werden hier flüssige Lösungen von radioaktiven Stoffen mit einer Verdampfungstemperatur gemeint, die höher als diejenige des Lösungsmittels ist. Das Lösungsmittel wird üblicherweise aus leichtem oder schwerem Wasser gebildet, kann aber auch aus anderen Stoffen bestehen, z. B. einer Metallschmelze. Das Lösungsmittel kann in vielen Fällen selbst in hohem Maße radioaktiv sein, beispielsweise bei flüssigkeitsgefüllten Reaktoren. Unter gewissen Umständen können auch kolloidale Lösungen als radioaktive Flüssigkeiten bezeichnet werden, wenn nämlich die Teilchengröße derart klein ist, daß ein Ausspritzen der Lösung durch sehr feine Düsen stattfinden kann.
  • Die radioaktiven Lösungen können auch radioaktive Gase enthalten.
  • Mit der industriellen Gewinnung von Atomenergie ist ein starkes Bedürfnis nach zuverlässigen, selbsttätigen Meßmöglichkeiten für radioaktive Flüssigkeiten entstanden. Dies gilt insbesondere für die Regelung und Steuerung von Extraktionsanlagen, z. B. in Plutoniumfabriken, weiter für die Überwachung von Korrosionsangriffen und Leckagen des Brennstoffelementes in flüssigkeitsgefüllten Reaktoren und ebenfalls für die Kontrolle von homogenen Reaktoren. Die erhaltenen Meßangaben beziehen sich überwiegend auf in hohem Mlaße radioaktive Flüssigkeiten.
  • Dabei ist hohe Betriebs- und Leckagesicherheit der Meßvorrichtung erforderlich. In einigen Fällen will man, abgesehen von der gegebenenfalls vorhandenen Strahlungsgefahr, aus ökonomischen Gründen die jenige Menge von Lösungsmittel zurückgewinnen, welche für die Messung benutzt wurde. Dies gilt beispielsweise für die Messung der Radioaktivität von schwerem Wasser. Die radioaktiven Flüssigkeiten, die in den obenerwähnten Anlagen vorkommen, enthalten meistens auch radioaktive Gase, welche mit der früheren Technik aus der Lösung ausgewaschen und in besonderen Vorrichtungen gemessen werden mußten.
  • Bei den bisher benutzten Vorrichtungen zur Durchführung von derartigen Messungen können zwei Arten unterschieden werden.
  • Bei der einen Art wird der strahlungsempfindliche Detektor in direkten Kontakt mit Behältern oder Rohrleitungen gebracht, welche {die radioaktive Flüssigkeit enthalten, oder er wird in diese eingeführt.
  • Diese Vorrichtung wurde sowohl für die Messung von Alpha- als auch Beta- und Gammastrahlung benutzt Sie gibt nur sehr begrenzte Möglichkeit, selektiv die Radioaktivität der in der Flüssigkeit gelösten Stoffe zu messen, weil das Lösungsmittel oft selbst aktiv ist.
  • Maßnahmen zu ihrer Beseitigung können wegen der Selbstabsorption der Strahlung in der Flüssigkeit nur mit großen Schwierigkeiten vorgesehen werden.
  • Bei der anderen Art der bekannten Meßvorrichtungen wird eine Probe der radioaktiven Flüssigkeit in einem Teller eingedunstet und danach die Aktivität der Trockensubzstanz mit einem Detektor gemessen.
  • Diese Anordnung wird in erster Linie zur Bestimmung der Alpha- und der Betaaktivität benutzt, weil sie dünne Probeschichten gibt, die mit Rücksicht insbesondere auf die kurze Reichweite der Alphastrahlung erwünscht sind. Üblicherweise fand die Probenahme und die Eindunstung von Hand statt. Außer der Schwierigkeit, die aktive Trockensubstanz über die Probefläche gleichmäßig zu verteilen, leidet diese Meßvorrichtung an dem überstand, daß der Zeitverlust zwischen der Probenahme und der Messung zu groß wird. Aus physikalischen Gründen kann die Verdampfung des Lösungsmittels in einem Teller nicht so schnell erfolgen, daß leder große Zeitverlust verhindert werden könnte.
  • Bei beiden bekannten Vorrichtungen sind also erhebliche Nachteile vorhanden. Hinzu kommt, daß sie nicht die eingangs gestellten Bedingungen erfüllen können.
  • Es ist als nicht zum Stande der Technik gehörend vorgeschlagen worden, die Radioaktivität von Flüssigkeiten mittels einer Vorrichtung zu messen, bei der die in der Flüssigkeit vorhandenen radioaktiven Bestandteile in einem Filter filtriert werden, das auf ein bewegliches bandförmiges Material wirkt, auf das die radioaktiven Bestandteile in der Form von Stoffpartikelchen niedergeschlagen werden. Das bandförmige Material wird anschließend einem oder mehreren Detektoren zwecks Messung der Strahlungsintensität des Niederschlages zugeführt. Ein Gebläse und ein Heizelement für die Zufuhr eines heißen Gasstromes in eine Sprühkammer sind dabei angeordnet, in die durch Düsen die zu untersuchende Flüssigkeit eingesprüht und unter Bildung eines Aerosols verdunstet wird, dessen feste Bestandteile in dem Filter ausfiltriert werden, an welches die Ausgangsseite der Sprühkammer angeschlossen ist. Das bandförmige Filtermaterial bewegt sich dabei kontinuierlich. Das Filter besteht aus einem üblichen Papierfilter.
  • Papierfilter haben den Nachteil, daß die Messungen ungenau werden. Theoretisch sollten viel genauere Messungen mit elektrostatischen Filtern erhalten werden können. Elektrostatische Filter geben aber andererseits einen viel geringeren radioaktiven Niederschlag auf dem Band, wodurch bei Benutzung von elektrostatischen Filtern auch eine Ungenauigkeit vorhanden ist. Zwar könnte man diese dadurch vermeiden, daß man das bandförmige Material außerordentlich langsam bewegt. Dies verursacht aber einen anderen Nachteil, da immer ein gegebener Abstand zwischen dem Filter und dem ersten Detektor vorhanden sein muß und die Zeit für die Bewegung des Filterbandes von dem Filter zu dem ersten Detektor derart lang wird, daß die Geschwindigkeit zur Anzeige eines plötzlichen Anstiegs - der Radioaktivität nicht ausreicht.
  • Bei flüssigkeitsgekühlten Reaktoren ist es nämlich immer sehr wichtig, die aus den Brennstoffelementen gegebenenfalls austretenden radioaktiven Edelgase schnell messen zu können, weil eine größere Menge von solchen in der Kühlflüssigkeit einen Bruch oder eine größere Leckage in den Schutzhüllen eines Brennstoffelementes andeutet.
  • Hierzu und zu den weiter unten angegebenen Zwecken ist die Vorrichtung zum Messen der Radioaktivität von Flüssigkeiten, bei der ein in einer Heizvorrichtung erhitzter Gasstrom in eine Sprühkammer geleitet wird, in die durch Düsen die zu untersuchende Flüssigkeit eingesprüht und unter Aerosolbildung verdunstet wird, bei der ferner durch den heißen Gasstrom die gebildeten festen Bestandteile zu einem elektrostatischen Filter geleitet und durch dieses auf ein Band niedergeschlagen werden, welches an einem oder mehreren Detektoren zum Messen der Radioaktivität vorbeigeführt wird, gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem elektrostatischen Filter und der Zuführung des Gas stromes zur Heizvorrichtung eine Rückführungsleitung vorhanden ist, in die eine Kühlvorrichtung zum Kondensieren und Abführen der vorher in der Sprühkammer verdunsteten Flüssigkeit eingeschaltet ist.
  • Beim Gegenstand der Erfindung wird wie bei der bereits vorgeschlagenen Vorrichtung eine starke Vergrößerung der Verdampfungsfläche des Lösungsmittels und damit ebenfalls der Verdampfungsgeschwindigkeit dadurch erreicht, daß die radioaktive Flüssigkeit in feinzerteilter Form oder als Nebel in innigen Kontakt gebracht wird mit einem die Verdampfung bewirkenden Gas hoher Temperatur. Nachdem das Lösungsmittel verdampft isf, erhält man nämlich eine Trockensubstanz in Form von kleinen Partikelchen die in der radioaktiven Flüssigkeit enthalten waren, welche sich schwebend in dem Gemisch von Gas und Dampf halten und ein radioaktives Aerosol bilden.
  • Diese Partikelchen werden danach in einem elektrostatischen Filter auf ein Band abgesetzt, worauf die Radioaktivität gemessen wird.
  • Das bandförmige Material wird dann stufenweise von dem elektrostatischen Filter zu in Reihe nacheinanderfolgenden Detektoren für Alpha- und/oder Beta- und/oder Gammastrahlungsmessung übergeführt, die mit an sich bekannten Indikatorvornehtungen und Zählgeräten, vorzugsweise nach E ccl es - Jordan, verbunden sind.
  • Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel erläutert. Es zeigt Fig. 1 ein Schema aus dem der gegenseitige Zusammenhang zwischen den verschiedenen Teilen, welche radioaktive Stoffe tragen, ersichtlich ist, Fig. 2 die schematische Darstellung einer Vorrichtung für die Verschiebung der bandförmigen Unterlage für die Ausfällung des radioaktiven Aerosols.
  • In Fig. 1 wird die mit radioaktiven Bestandteilen versetzte Flüssigkeit in eineRohrleitung 10 eingeführt.
  • Zur Regelung des Flüssigkeitszulaufes zu einem Satz Sprühdüsen 11 ist eine Einspritzpumpe 12 angeordnet, die in Reihe mit einem ersten magnetgesteuerten Ventil 13 und parallel mit einem zweiten Ventil 14 geschaltet ist.
  • Die für das Eindunsten der Flüssigkeit erforderlichen heißen Gase werden in einer getrennten Leitung zugeführt: Das Gas wird anfangs mit beliebiger Temperatur durch ein Rohr 15 einem sogenannten Absolutfilter 16 zuge führt, um feste Verunreinigungen zurückzuhalten. GegebenenfaIls kann eine Ionisationskammer oder ein anderer Strahlungsdetektor in die Leitung eingeschaltet sein. Die Ionisationskammer 17 hat den Zweck gegebenenfalls vorhandene Radioaktivität des zugeführten Gases zu registrieren.
  • Von der Ionisationskammer 17 strömt das Gas weiter zu einem Gebläse 18, von da durch eine gegebenenfalls einstellbare Abzweigstelle 19, wo ein Teil des Gases aus der Anlage durch die Leitung 20 ausströmen kann, während ein anderer Teil durch die Leitung 21 zu einer zweiten Abzweigstelle22 gelangt. Hier wird das Gas in zwei parallelen Strömen23 und 24 zur Sprühkammer 25 geleitet, in welche die Sprühdüsen 11 münden. Der Zweig23 führt unmittelbar in die Kammer25, während wider Zweig 24 über eine Heizvorrichtung 26 führt, wo das Gas so hoch erhitzt wird, daß eine Verdunstung der eingesprühten Flüssigkeit erfolgt. In der Sprühkammer 25 wird ein Aerosol aus dem zugeführten Gas, aus Dämpfen des Lösungsmittels der zugeführten Flüssigkeit und aus den festen Mikropartikelchen des radioaktiven Stoffes gebildet.
  • In einem Sprühgerät kann ohne Schwierigkeit eine Flüssigkeit in Tropfen von 0,01 bis 0,1 mm Durchmesser übergeführt werden. Mit normaler Konzentration des in der Flüssigkeit gelösten radioaktiven Stoffes kann man dann mit einem Partikeldurchmesser von 0,1 bis 1 ffi rechnen. Partikeln dieser Größen ordnung folgen ohne wesentlichen Niederschlag dem Strom des heißen Gemisches aus Gas und Lösungsmittel dampf durch die Leitung 27 zu dem elektrostatischen Filter 28.
  • In dem elektrostatischen Filter 28 wird dem Aerosol aus Gas, Dampf aus dem Lösungsmittel und festen Partikeln ein elektrisches Potential erteilt, während ein Band 29, z. B. aus Metall, das entgegengesetzte elektrische Potential erhält. Das Band 29 bewegt sich stufenweise durch das elektrostatische Filter 28 in Richtung des Pfeiles 30. Auf Grund des Potentialunterschiedes werden die festen Partikelchen in einer sehr gleichmäßig verteilten Form als Belag 31 niedergeschlagen.
  • Das jetzt völlig oder teilweise von den festen Partikeln befreite Gemisch aus Gas und Dampf des Lösungsmittels wird von dem elektrostatischen Filter 28 durch die Leitung 32 herausgeführt. Oft ist aber das Lösungsmittel oder das Gas derart wertvoll, daß eine Zurückgewinnung erwünscht ist. In solchen Fällen wird das Gemisch aus Gas und Lösungsmitteldampf durch die Rückführungsleitung zum Absolutfilter 16 geleitet, wo es mit dem gegebenenfalls zugeführten Frischgas aus der Leitung 15 vereinigt wird. Von dem Absolutfilter 16 wird das dabei entstandene Gemisch zu einem Kühler 33 geleitet, in welchem eine Kondensation des Lösungsmitteldampfes erfolgt, gegebenenfalls im Zusammenhang mit teilweiser oder vollkommener Herabfrierung des Lösungsmittels zu feinen Kristallen. Das dabei abgetrennte Lösungsmittel wird durch die Leitung 34 abgeleitet und gegebenenfalls zurückgeführt. Diese Abtrennung ist erwünscht, wenn das Lösungsmittel aus schwerem Wasser besteht. Falls das Gas des Systems Luft ist, werden im Zusammenhang mit der Koronaentladung in dem elektrostatischen Filter nitrose Gase gebildet, die das zurückgewonnene Wasser schwach sauer machen können. Das kann verhindert werden, wenn als Gas reiner Sauerstoff verwendet wird. In einem solchen Fall ist es aber erwünscht, diesen Sauerstoff zurückzugewinnen, was ebenfalls mit der Vorrichtung nach der Erfindung erfolgt.
  • Nun kann es vorkommen, daß in dem zum Kühler 33 gelangenden Lösungsmittel, z. B. schwerem Wasser, radioaktive Gase gelöst sind, die nicht in dem elektrostatischen Filter abgetrennt werden können, da sie nicht fest sind. Sie bleiben daher auch im weiteren Weg des Lösungsmittels. Die daraus hergeleitete Aktivität wird in der Ionisationskammer 17 registriert. Diese Registrierung ist an sich von untergeordneter Bedeutung für den hauptsächlichen Zweck der Vorrichtung; sie ist aber aus einem anderen Grund von außerordentlich großer Bedeutung. Falls beispielsweise ein Elementbruch in einem Reaktor erfolgt ist oder ein anderer Fehler eingetreten ist, wodurch die im Reaktor vorhandenen besonders teuren Edelgase ausströmen, wird ein Teil dieser Gase mit Sicherheit in dem Lösungsmittel gelöst, und es erfolgt dann eine sehr schnelle Anzeige in der Ionisationskammer 17, welche zu diesem Zweck über eine Leitung 35 mit einer Alarmvorrichtung verbunden ist.
  • In der angegebenen Weise wird somit teils das Lösungsmittel, z. B. von einem Reaktor stammend, durch den Einlaß 10, die Einspritzpumpe 12, das elektrostatische Filter 28, durch die Rückführungsleitung, das Absolutfilter 16 und den Kühler 33 strömen und danach zum Reaktor zurückgeführt, teils wird das zur Herstellung des Aerosols benutzte Gas in einem geschlossenen Kreislauf geführt, nämlich durch das Absolutfilterl6, den Kühler 33, die Ioni sationskammer 17, ein Gebläse 18, die Heizvorrichtung 26 bzw. die Leitung 23, idie Sprühkammer 25 und das elektrostatische Filter 28, gegebenenfalls unter Zufuhr von Frischgas durch die Leitung 15 oder unter Abgabe von benutztem Gas durch die Leitung 20.
  • Während des Kreislaufes des Gases kann es vorkommen, daß dem Gas in unerwünscht hohem Maße radioaktive Bestandteile zugeführt werden, so daß die Ionisationskammer 17 oder der entsprechende Detektor Alarm gibt. Um diese Anreicherung zu verhindern, muß in abgemessenen Zeiträumen die ganze Anlage durchgespült werden, was durch Einführung von Frischgas durch den Einlaß 15 erfolgt, während gleichzeitig verbrauchtes Gas bei 20 ausströmt.
  • Im gegebenen Takt wird der radioaktive Stoff 31 auf dem Band 29 niedergeschlagen und in der aus Fig. 2 ersichtlichen Weise gemessen.
  • Das Band 29 wird von einer Ausgangsspule 36 über eine Leitrolle 37 in die in Fig. 1 gezeigte Bahn geführt, wo es in stufenweisem Betrieb vor dem elektrostatischen Filter 28 vorbeigeführt und mit einem radioaktiven Belag 31 versehen wird. In gleichmäßig verteilten Abständen folgen nach dem elektrostatischen Filter 28 die Detektoren für Radioaktivität 36, 37 und 38, welche in an sich bekannter Weise angeordnet sind, um die von dem radioaktiven Niederschlag ausgehende radioaktive Strahlung zu messen, beispielsweise mit einem Zähler nach Eccles-Jordan. Der Detektor 36 ist für die Aufnahme der Alphastrahlung, der Detektor 37 für die der Betastrahlung und der Detektor 38 für die der Gammastrahlung vorgesehen. Die drei Detektoren sind in an sich bekannter Weise, welche nicht Gegenstand der Erfindung ist, mit einer Registriertafel zur Angabe der Meßwerte verbunden, die teils als Augenblickswerte, teils auch als zeitsummierte Werte registriert werden.
  • Das Band passiert danach eine Zeitverzögerungsschleife über die Leitrollen 39 und gelangt zu einer weiteren Reihe Detektoren 40, 41 und 42 für eine erneute Messung der Strahlung aus Alpha-, Beta- und Gammateilchen, worauf es über eine Leitrolle 43 von der Spule 44 aufgenommen wird. Es kann vorkommen, daß die Strahlungsintensität während der Bewegung des Bandes von den drei ersterwähnten Detektoren 36, 37, 38 bis zu den drei letzterwähnten Detektoren 40, 41, 42 stark abgenommen hat, und Ida diese erneute Messung vorgesehen ist, um festzustellen, wie stark die Strahlungsintensität abnimmt, kann es vorteilhaft sein, im Zusammenhang mit aden drei letzterwähnten Detektoren oder wenigstens im Zusammenhang mit dem Beta- und Gammastrahlendetektor 41 bzw. 42 einen Bleischirm 45 zur Abschirmung anzuordnen.
  • Mit der beschriebenen Vorrichtung kann die Messung der Radioaktivität von in Flüssigkeiten gelösten Stoffen auch mittels eines einzigen Satzes von Strahlungsdetektoren, Verstärkern und Impulszählern stattfinden, wobei das Meßergebnis als Ziffernsumme, am einfachsten in binären Zahlen, angegeben wird. In Kombination mit bei vorausgegangenen Messungen erhaltenen Zahlenwerten können die Meßwerte zur Steuerung und Regelung von Anlagen zur Plutoniumgewinnung und anderen Extraktionsanlagen benutzt werden oder für die Überwachung von flüssigkeitsgekühlten Reaktoren.

Claims (10)

  1. PATENTANsPRÜcHE: 1. Vorrichtung zum Messen der Radioaktivität von Flüssigkeiten, bei der ein in einer Heizvorrichtung erhitzter Gasstrom in eine Sprühkammer geleitet wird, in die durch Düsen die zu untersuchende Flüssigkeit eingesprüht und unter Aerosolbildung verdunstet wird, bei oder ferner durch den heißen Gasstrom die gebildeten festen Bestandteile zu einem elektrostatischen Filter geleitet und durch dieses auf ein Band niedergeschlagen werden, welches an einem oder mehreren Detektoren zum Messen der Radioaktivität vorbeigeführt wird, dadurch gekennzeichwt, daß zwischen dem elektrostatischen Filter und der Zuführung des Gasstromes zur Heizvorrichtung eine Rückführungsleitung vorhanden ist, in die eine Kühlvorrichtung zum Kondensieren und Abführen der vorher in der Sprühkammer verdunsteten Flüssigkeit eingeschaltet ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Zwecke des Reinspülens die Rückführungsleitung mit einem Einlaßstutzen für Frischgas und mit einem Auslaßstutzen für benutztes Gas versehen ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Wege der Rückführungsleitung eine Ionisationskammer mit angeschlossener Alarmvorrichtung vorgesehen ist.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß für die Zuführung des Gasstromes zur Sprühkammer zwei parallele, gegebenenfalls in ihrer Durchlaßfähigkeit einstellbare Kanäle vorgesehen sind, von denen der eine unmittelbar zur Sprühkammer und der andere über die Heizvorrichtung führt.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Sauerstoff als das zur Sprühkammer geführte Gas benutzt ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung, die das mit den radioaktiven Stoffpartikelchen zu beaufschlagende Band schrittweise derart weiterführt, daß die schrittweisen Bewegungen dem Abstand zwischen dem elektrostatischen Filter und dem ersten Detektor bzw. dem Abstand zwischen diesem und dem nachfolgenden Detektor entsprechen.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß von den Detektoren einer zur Messung der Alphastrahlung, der andere zur Messung der Betastrahlung und ein weiterer zur Messung der Gammastrahlung dient, wobei die Detektoren vorzugsweise so angeordnet sind, daß die Messung zeitlich in der genannten Reihenfolge erfolgt.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Band nach Vorbeiführung an den Detektoren eine bestimmte Strecke zur Zeitverzögerung durchläuft und anschließend einen zweiten derartigen Satz von Detektoren passiert.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch eine Meßeinrichtung, welche die von den Detektoren abgegebenen Impulse während der Meßzeit zählt und die Summe dieser Impulse durch einen Impulszähler vorzugsweise in binären Zahlen angibt.
  10. 10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie zur Bestimmung der Radioaktivität von schwerem Wasser dient.
    In Betracht gezogene Druckschriften: »Nucleonics«, Bd. 10, 1952, Nr. 6, S. 36 bis 39; Bd. 13, 1955, Nr. 6, S. 98 bis 103; »Journal of Scientific Instruments«, Bd.33, 19569 Nr. 4, 5. 142.
    In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1 028 248.
DEB48597A 1957-04-23 1958-04-17 Vorrichtung zum Messen der Radioaktivitaet von Fluessigkeiten Pending DE1090342B (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1028248B (de) 1956-10-18 1958-04-17 Frieseke & Hoepfner Gmbh Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Messung der Radioaktivitaet von Wasser und anderen Fluessigkeiten

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1028248B (de) 1956-10-18 1958-04-17 Frieseke & Hoepfner Gmbh Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Messung der Radioaktivitaet von Wasser und anderen Fluessigkeiten

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