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DE1090094B - Presse - Google Patents

Presse

Info

Publication number
DE1090094B
DE1090094B DEB21939A DEB0021939A DE1090094B DE 1090094 B DE1090094 B DE 1090094B DE B21939 A DEB21939 A DE B21939A DE B0021939 A DEB0021939 A DE B0021939A DE 1090094 B DE1090094 B DE 1090094B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
column
press
stand
annular
columns
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB21939A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Hans Fried Heintzmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bochumer Eisenhuette Heintzmann GmbH and Co KG
Original Assignee
Bochumer Eisenhuette Heintzmann GmbH and Co KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bochumer Eisenhuette Heintzmann GmbH and Co KG filed Critical Bochumer Eisenhuette Heintzmann GmbH and Co KG
Priority to DEB21939A priority Critical patent/DE1090094B/de
Publication of DE1090094B publication Critical patent/DE1090094B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B15/00Details of, or accessories for, presses; Auxiliary measures in connection with pressing
    • B30B15/04Frames; Guides
    • B30B15/045Mountings of press columns

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Presses And Accessory Devices Thereof (AREA)

Description

  • Presse Die Erfindung betrifft eine Presse, deren oberer und unterer Ständerteil durch der Führung der Traverse des Pressenstempels dienende Säulen verbunden sind, deren Enden in Bohrungen der Ständerteile geführt und durch je einen Säulenbund sowie eine auf der Säule gelagerte Gewindemutter mit den Ständerteilen verspannbar sind.
  • Bei für hohe Beanspruchungen bestimmten hydraulischen Pressen ist es bekannt, die oberen und unteren Ständerteile der Presse zwischen an den Säulen angearbeiteten Ringbunden und auf Gewindeabschnitten der Säulen gelagerten Schraubenmuttern zu verspannen. Die Ständerteile stützen sich hierbei mit der Säulenmitte zugekehrten Lagerflächen gegen die mit den Säulen einstöckig ausgebildeten Ringbunde ab, während die Schraubenmuttern auf an den Enden der Säule vorgesehenen Gewindeabschnitten gelagert und gegen den Säulenenden zugekehrte Lagerflächen der Ständerteile verspannbar sind.
  • Diese bekannte Ausbildung- der Säulen und der Verbindungsmittel mit den Ständerteilen besitzt den Nachteil, daß die bei der Belastung der Presse auftretenden Kräfte von den Gewindegängen der Säulen und der Spannmüttern aufgenommen werden müssen. Abgesehen davon, daß die Herstellung ausreichend präziser Gewinde bei hochbeanspruchten Pressen und entsprechend stark dimensionierten Ankersäulen technisch schwierig und kostspielig ist, läßt sich selbst bei sehr sorgfältig gearbeiteten Gewinden praktisch nicht vermeiden, daß mehr als die Hälfte der gesamten Zug-Belastung der Säulen von dem untersten Gewindegang der auf Druck beanspruchten Muttern aufgenommen werden muß. Hierdurch ergeben sich im untersten Gewindegang der Schraubenmuttern außerordentlich große, in axialer Richtung des Gewindes wirksame Schubspannungen, die eine erhebliche Scherbeanspruchung dieses Gewindeganges zur Folge haben, sowie große, in radialer Richtung wirkende Druckspannungen, die eine Sprengung der Schraubenmuttern herbeizuführen versuchen. Eine gleich große Scherbeanspruchung erfährt der entsprechende, am stärksten belastete Gewindegang des Säulengewindes. Infolge dieser starken Beanspruchungen eines einzigen Gewindeganges ist es bei hochbelasteten Pressen erforderlich, Gewinde mit erheblicher Einstechtiefe und Muttern mit erheblichen radialen Abmessungen zu verwenden, ohne daß sich ein Bruch der Schraubenmuttern bzw..eine Zerstörung der Säulengewinde mit Sicherheit vermeiden lassen. Besonders nachteilig ist hierbei, daß die Spannmuttern mit den Säulenenden praktisch starr gekuppelt sind, so daß sich sämtliche Belastungsstöße der Presse ohne nennenswerte Dämpfung auf die am stärksten beanspruchten Gewindegänge der Spannmuttern und der Säulenenden auswirken. Infolgedessen führen vor allem stoß- oder schlagartige Beanspruchungen leicht zu einer Zerstörung der Säulengewinde bzw. der auf diesen geführten Muttern.
  • Der Abstand zwischen dem Ständerunter- und -oberteil ist bei dieser vorbekannten Presse durch die mit den Säulen einstöckig ausgebildeten Ringbunde festgelegt. Eine Justierung der Ständerteile erfordert somit eine sehr umständliche Nachbearbeitung der Ringbunde. Außerdem ist die Montage dieser bekannten Presse verhältnismäßig umständlich, da die Ständerteile über die Säulenenden angehoben und auf diese aufgeschoben werden müssen. Eine Vorspannung der Säulenenden zwischen den festen Säulenbunden und den Schraubenmuttern läßt sich hierbei nur dadurch herbeiführen, daß die Schraubenmuttern nach einer durch Erhitzung bewirkten Längsdehnung der Säulenenden gegen die äußeren Lagerflächen der Ständerteile verspannt werden und die Vorspannung durch die nachfolgende Schrumpfung der Säulenenden erzielt wird. Abgesehen davon, daß dieses Verfahren zeitraubend und umständlich ist, besitzt es den weiteren Nachteil, daß sich eine genau vorbestimmte und bei sämtlichen Säulenenden der Presse gleichmäßige Vorspannung nicht erreichen läßt. Außerdem ist hierzu jeweils eine Stillsetzung der Presse erforderlich. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß sich eine während des Betriebes eingetretene Lockerung der Spannmuttern bei belasteter Presse nicht beseitigen läßt. -Bei einer anderen zum Stande der Technik gehörenden hydraulischen Presse sind die Nachteile dieser vorbekannten Bauart teilweise dadurch beseitigt, daß die Säulenenden durch je einen mit der Säule lösbar verbundenen, quergeteilten Bund und eine auf der Säule gelagerte Gewindemutter, mit den Stäuderteilen verspannbar sind. Die Säulenbunde werden hierbei durch ringkragenartige Ansätze von quergeteilten Hülsen gebildet; die zwischexi dem Außenumfang der-Säulenenden und den- Bohrungen der Ständerteile genau eingepaßt sind und sich mit ihren Stirnseiten gegen an den Säulenenden vorgesehene, angestauchte Köpfe .abstützen. Durch. gegen der .Säulenmitte zugekehrte Lagerflächen der Ständerteile verspannbare Schraubenmuttern sind die Ringkragen dieser quergeteilten Hülsen gegen dem Säulenende zugekehrte Lagerflächen der Ständerteile verspannbar.
  • Der als Säulenbund dienende Ringkragen verhält sich mechanisch wie eine an ihrem Innenrand an der quergeteilten Hülse biegungssteif eingespannte Ringplatte, so daß die auf den Ringkragen einwirkenden Kräfte fast ausschließlich durch innere Biegespannungen aufgenommen werden. Die hierbei eintretende Biegeverformung des Ringkragens ist infolge seiner einseitig festen Einspannung und des geringen Hebelarmes des den Ringkragen belastenden Kräftepaares außerordentlich gering. Infolge seiner einseitig festen Einspannung kann ferner keine nennenswerte Torsionsverformung oder Ausstülpung des Ringkragens eintreten, so daß nur ein sehr geringer Teil der auf den Ringkragen einwirkenden Normalkräfte durch innere Schubspannungen aufgenommen wird. Die somit im wesentlichen auf Biegung beruhende Verformung des Ringkragens wird durch die Querteilung der Hülse praktisch nicht beeinflußt, da diese zwischen den Säulen und den Bohrungen der Ständerteile genau eingepaßt ist.
  • Da die als Säulenbunde dienenden Ringkragen auch bei stärkerer Belastung der Presse keine nennenswerte Verformung erfahren, stellen sie eine praktisch starre Verbindung zwischen den Ankersäulen und den Ständerteilen dar, die ebenso wie die eingangs behandelte Bauart gegen stoß- und schlagartige Beanspruchungen verhältnismäßig empfindlich ist. Im Gegensatz zu dieser Bauart lassen sich zwar die sich gegen die inneren Lagerflächen der Ständerteile abstützenden Spannmuttern bei belasteter Presse nachziehen, jedoch führt infolge der äußerst geringen Verformbarkeit der Ringkragen schon eine geringe Drehung der Muttern zu einer erheblichen Veränderung der Vorspannung, so daß es nicht möglich ist, an sämtlichen Säulenenden eine einigermaßen gleiche Vorspannung einzustellen. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß die inneren Spannungen der Ringkragen infolge ihrer äußerst geringen Verformbarkeit proportional zur Belastung der Presse zunehmen, so daß bei hohen Belastungsstößen die Gefahr eines Abscherens der Ringkragen besteht, was zu folgenschweren Betriebsstörungen und Unfällen führen kann.
  • Durch Anstauchen der am Ende der Säulen vorgesehenen Köpfe läßt sich ohne umständliche Nachbearbeitung und Justierung niemals ein derart genauer Abstand der sich gegen die äußeren Lagerflächen der Ständerteile abstützenden Säulenbunde erreichen, wie er zur Gewährleistung einer gleichmäßigen Lastverteilung auf sämtliche Ankersäulen erforderlich ist. Außerdem besitzen angestauchte Säulenköpfe eine wesentlich geringere Festigkeit als aus dem vollen Material der Säulen herausgearbeitete Lagerflächen. Da derartige angestauchte Säulenköpfe einen größeren Querschnitt als der restliche Teil der Ankersäulen aufweisen, muß der Querschnitt der in den Ständerteilen vorgesehenen Bohrungen nach dem wesentlich "größeren Querschnitt der Säulenköpfe bemessen werden, was wiederum eine erheblich stabilere Aus-Bildung der Ständerober- und -unterteile erforderlich macht.
  • Die Nachteile dieser bekannten hydraulischen Presse, deren quergeteilte Säulenbunde gegen dem Säulenende zugekehrte und deren Gewindemuttern gegen der Säulenmitte zugekehrte Lagerflächen der Ständerteile abgestützt sind, werden erfindungsgemäß dadurch beseitigt, daß die Säulenbunde als quergeteilte Ringscheiben ausgebildet sind, die in an den Säulenenden vorgesehenenRingnuten frei torsionsverformbar gelagert sind. Während bei den an den quergeteilten Hülsen der vorbekannten Presse einseitig fest eingespannten Ringkragen keinerlei nennenswerte Torsionsverformungen eintreten, werden bei den frei torsionsverformbar gelagerten Ringscheiben der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Presse die gesamten auf die Ringscheiben einwirkenden Kräfte durch innere Schubspannungen aufgenommen. Infolgedessen erfahren diese Ringscheiben eine reine Torsionsverformung bzw. Ausstülpung, die bei Verwendung von quergeteilten Ringscheiben - gleiche Abmessungen, gleiches Material, gleiche Kräfte und gleiche Hebelarme vorausgesetzt - mindestens 50- bis 60mal so groß ist wie die Verformung der quergeteilten, einseitig fest eingespannten Ringkragen der vorbekannten Bauart. Gegenüber dieser praktisch starren Verbindung zwischen den Ankersäulen und den Ständerober- und -unterteilen besitzt die erfindungsgemäß vorgeschlagene Ankersäulenbefestigung - gleiche Verhältnisse vorausgesetzt - eine mindestens 50- bis 60mal stärkere Federwirkung, so daß die in den Ringnuten der Säulen gelagerten Ringscheiben nach Art von Tellerfedern eine federnde Verbindung zwischen den Ankersäulen und den Ständerteilen- bilden. Bei stoß- oder schlagartigen Beanspruchungen kann diese Verbindung federnd nachgeben und Belastungsstöße weich auffangen, so daß sich eine absolut stoßsichere Befestigung der Ankersäulen an den Ständerteilen erreichen läßt.
  • Die federndeVerbindung zwischen denAnkersäulen und den Ständerteilen bietet darüber hinaus die Möglichkeit, die jeweils gewünschte Vorspannung an den Säulenenden in einfacher Weise bei belasteter Presse durch Anziehen der den Ringscheiben zugeordneten Schraubenmuttern herbeizuführen. Infolge der großen Federwirkung ist es ohne weiteres möglich, durch unterschiedlich starke Belastung bzw. mehr oder weniger starke elastische Verformung der Ringscheiben die Vorspannung in der jeweils gewünschten Höhe mit großer Genauigkeit einzustellen.
  • Ein weiterer .Vorteil der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Presse besteht darin, daß mit zunehmender Belastung lediglich die in den Ringnuten der Ankersäulen gelagerten Ringscheiben eine zunehmende Torsionsverformung erfahren, daß jedoch die den Ringscheiben zugeordneten Gewindemuttern in gleichem Maße entlastet werden. Diese Entlastung kann bei einer geringen Vorspannung der Säulenenden so weit gehen, daß die Schraubenmuttern bei Höchstbelastung der Presse völlig entlastet sind. Plötzliche Belastungsstöße führen daher bei der Erfindung zu keiner Belastung, sondern einer Entlastung der Gewindemuttern, so daß die Gefahr einer Gewindezerstörung durch stoß- oder schlagartige Beanspruchungen völlig ausgeschlossen ist.
  • Da die in den Ringnuten der Ankersäule frei torsionsv erformbar gelagerten, quergeteilten Ringscheiben mit größer werdender Belastung eine zunehmende Ausstülpung erfahren, verkürzt sich der Hebelarm des auf die Ringscheibe einwirkenden Kräftepaares, sö daß das auf die Ringscheibe einwirkende Torsionsinoment nicht proportional,' sondern in geringerem Maße als die Belastung der Ankersäulen zunimmt. Hierbei hat man es durch entsprechende Ausbildung und. Bemessung der Ringscheiben in der Hand, die Veränderung des. auf diese -einwirkenden Torsionsmomentes in Ahängigkeit von der Belastung der Arikersäülen so zu gestalten, daß sich bei einer bestimmten, oberhalb der im praktischen Betriebe auftretenden Belastung liegenden Höchstlast ein Gleichgewichtszustand einstellt, derart, daß.bei weiterer Zunahme der Belastung keine 'weifere Vergrößerung des auf die Ringscheibe einwirkenden Torsionsmomentes erfolgt: Dies bedeutet, daß- nach Erreichen einer bestimmten Höchstlast -die in der Ringscheibe vorhandenen inneren Schubspannungen nicht weiter zunehmen, so daß kein Bruch der Ringscheibe eintreten kann. Hierdurch erreicht man, daß bei unzulässig höhen Belastungen lediglich plastische Verformungen an den Lagerflächen der Ständerteile bzw. Ankersäule eintreten, während eine Zerstörung der Ringscheiben mit Sicherheit vermieden wird.
  • Die zur Verlagerung der quergeteilten Ringscheiben dienenden Ringnuten lassen sich mit großer Genauigkeit in die Ankersäulen einarbeiten, so daß sich jegliches Nachjustieren der Verbindungen zwischen den Ankersäulen und den Ständerteilen erfibrigt. Da die Ankersäulen beiderseits der Ringnuten einen im wesentlichen gleichen Querschnitt besitzen können, genügt für die in den Ständerteilen vorgesehenen Bohrungen ein erheblich geringerer Querschnitt als bei der vorbekannten Bauart mit angestauchten Säulenköpfen. Während bei dieser infolge der großen axialen Länge der die Ringkragen tragenden,- quergeteilten Hülsen die Ständerteile bei der Montage um ein großes Maß gegeneinander bewegt werden müssen, ist zum Einlegen der quergeteilten Ringscheiben der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Presse nur eine geringe Abstandsverringerung des Ständerober- und -unterteils erforderlich.
  • Die Verwendung von quergeteilten Ringscheiben für die Verbindung von Ankersäulen mit Pressenständern ist an sich bekannt. So hat man bereits vor mehreren Jahrzehnten vorgeschlagen, die nur geringen Beanspruchungen ausgesetzten Säulen einer handbetätigten Kelterpresse an einem Ende durch eine in einer Ringnut der Säule gelagerte Ringscheibe gegen eine dem Säulenende zugekehrte Lagerfläche abzustützen.- Abgesehen davon, daß bei dieser vorbekannten Kelterpresse die Säulen nicht zur Führung der Traverse des Pressenstempels dienen, ist irgendeine der Ringscheibe zugeordnete Gewindemutter nicht vorhanden, so daß die Säulenenden im Gegensatz zu der erfindungsgemäß vorgeschlagenenPresse nicht mit den Ständerteilen verspannbar sind. Die Wirkungen und Vorteile der Erfindung treten somit nicht ein.
  • Bei einer anderen, ebenfalls seit langem zum Stande der Technikgehörenden Presse sind die Ständerteile zwischen auf den Säulen lösbar gelagerten, ungeteilten Ringbunden und diesen zugeordneten Gewindemuttern verspannbar. Die .Gewindemuttern sind hierbei auf am äußeren Ende der Säulen vorgesehenen Gewindeabschnitten gelagert und stützen sich gegen die dem Säulenende zugekehrten Lagerflächen der Ständerteile ab. -Die sich gegen die der Säulenmitte zugekehrten Lagerflächen der Ständerteile abstützenden, ungeteilten Ringbunde sind mit den Säulen durch quergeteilte Ringe verbunden, die in Ringnuten der Säulen bzw. der ungeteilten Säulenbunde gelagert sind. Da bei dieser bekannten Bauart die dem Säulenende -zugekehrten Lagerflächen der Ständerteile sich wie bei der eingangs behandelten, zum Stande der Technik gehörenden Presse gegen Gewindemuttern abstützen, treten hierbei im wesentlichen die gleichen Nachteile und Schwierigkeiten auf. Diese bestehen vor allem in der Gefahr einer Zerstörung des Gewindes bzw. eines Bruchs der Schraubenmuttern, die darauf zurückzuführen ist, daß auch bei. sorgfältig bearbeiteten Gewinden der unterste Gewindegang der Schraubenmutter den bei weitem überwiegenden Teil der Säulenbelastung aufzunehmen hat. Da die quergeteilten Ringe lediglich zur Verbindung der sich gegen die inneren Lagerflächen der Ständerteile abstützenden, ungeteilten Säulenbunde dienen, ist die Ankersäulenbefestigung dieser bekannten Presse ebenso starr wie die der eingangs behandelten Bauart, so daß sie trotz Verwendung eines quergeteilten Halteringes gegen stoß- und schlagartige Beanspruchungen verhältnismäßig empfindlich ist. Auch die weiteren Vorteile der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Presse, wie z. B. die feinfühlige Einstellbarkeit der Vorspannung und der durch die Ausstülpung der Ringscheiben bewirkte Überlastungsschutz, sind bei dieser bekannten Bauart nicht vorhanden.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist unterhalb der am unteren Säulenende gelagerten Ringscheibe auf einem das Kopfende der Säule bildenden Gewindezapfen eine kappenartige Stützmutter gelagert, die gegen eine das Kopfende der Säule untergreifende Lagerfläche des unteren Ständerteils verspannbar und gemeinsam mit dem Säulenende durch die Bohrung des unteren Ständerteils einsetzbar ist. Hierdurch wird die Montage der Presse wesentlich vereinfacht, da die kappenartige Stützmutter gemeinsam mit dem Säulenende in die Bohrung des unteren Ständerteils bis zur Anlage an der das Kopfende der Säule untergreifenden Lagerfläche eingeführt werden kann, worauf anschließend die quergeteilte Ringscheibe in die untere Ringnut der Ankersäule eingesetzt wird. Durch Anziehen der kappenartigen Stützmutter kann dann die in der Ringnut der Säule frei torsionsverformbar gelagerte Ringscheibe gegen die dem Säulenende zugekehrte Lagerfläche des unteren Ständerteils verspannt werden. In ähnlicher Weise wird durch diese Ausgestaltung das Ausbauen der Ankersäulen wesentlich erleichtert.
  • Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß der zur Verlagerung der Gewindemutter dienende Gewindeteil der Säule außerhalb des auf Zug beanspruchten Teils der Ankersäule angeordnet ist, so daß eine zusätzliche Beanspruchung durch an den Gewindegängen auftretende Kerbspannungen vermieden wird. Da die kappenartige Stützmutter und die zur Verlagerung der quergeteilten Ringscheibe dienende Ringnut in verhältnismäßig geringem Abstand zueinander angeordnet werden können, kann die Bauhöhe des unteren Ständerteils gering gehalten werden.
  • Bei einer zweckmäßigen Ausführungsform sind die Ringscheiben in ringkammerartigen Ausschnitten der dem Säulenende zugekehrten Lagerflächen des oberen und unteren Ständerteils gelagert. Hierdurch werden die Ringscheiben ohne Beeinträchtigung ihrer hohen auf Torsion beruhenden Federwirkung zuverlässig in ihrer Lage gesichert, so daß selbst bei völlig entlasteter Presse und einer etwaigen Lockerung der Gewindemuttern kein unbeabsichtigtes Lösen der Ringscheiben eintreten kann.
  • In der Zeichnung ist die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht. Es zeigt Fig. 1 eine Presse in der Seitenansicht, Fig.2 die Befestigung der Säulenenden an den Ständerteilen im Längsschnitt.
  • ,Die Presse besitzt einen oberen Ständerteil l und einen unteren Ständerteil 2, die zu beiden Seiten des (nicht dargestellten) Pressenstempels durch Säulen 3 miteinander verbunden sind. Die Säulen 3 dienen gleichzeitig zur Geradeführung der an dem beispielsweise hydraulisch angetriebenen Pressenstempel befestigten Pressenplätte 4.
  • Die oberen Enden 5 der Säulen 3 sind durch eine dem Säulenquerschnitt entsprechende Bohrung oder Öffnung 6 des Ständeroberteils 1 hindurchgeführt. Nahe dem Säulenende ist eine Ringnut 7 vorgesehen, in der eine quergeteilte Ringscheibe 8 frei torsionsverformbar gelagert ist. Die Ringscheibe 8 greift in eine ringförmige Ausnehmung 9 der Außenseite des Ständerteils 1 ein und stützt sich somit gegen die dem Säulenende zugekehrte äußere Lagerfläche des oberen Ständerteils 1 ab. Gegen die in Richtungx der Säulenmitte zugekehrte Lagerfläche 10 des Ständeroberteils 1 ist eine Gewindemutter 11 verspannbar, die auf einem mit Gewinde versehenen Längenabschnitt 12 der Säule 3 geführt ist. Mit 13 ist eine Sicherung bezeichnet, die ein selbsttätiges Lösen der Gewindemutter 11 verhindert: Das untere Ende 5 rz der Säule 3 ist durch eine Öffnung 6 a des unteren Ständerteils 2 hindurchgeführt und an seinem Kopfende mit einem Gewindezapfen 12a versehen, auf dem eine kappenartige Stützmutter 11 ca gelagert ist. Oberhalb des Gewindezapfens 12 a ist die Säule 3 mit einer Ringnut 7a versehen, in der eine quergeteilte Ringscheibe 8 a frei torsionsverformbar gelagert ist. Die Ringscheibe 8 ca greift ferner in einen ringkammerartigen Ausschnitt 9 a des unteren Ständerteils ein und stützt sich somit gegen die dem Säulenende zugekehrte Lagerfläche dieses Ständerteils ab.
  • Die kappenartige Stützmutter 11 ca ist gegen die der Säulenmitte zugekehrte, d. h. in Richtung x' weisende Lagerfläche 10 ca v erspannbar, die an einem das S äulenende und die Stützmutter 11a untergreifenden Teil 2 ca des Ständerteils 2 vorgesehen ist. Durch Anziehen der Stützmutter 11 a -kann die quergeteilte Ringscheibe 8a gegen die dem Säulenende zugekehrte Lagerfläche des unteren Ständerteils 2 verspannt werden.
  • Bei Belastung der Presse werden die Ständerteilel und 2 nach auswärts in entgegengesetzter Richtung gedrückt, so daß die Säulen 3 auf Zug beansprucht werden. Die hierbei auftretenden Zugkräfte werden durch die quergeteilten Ringscheiben 8, 8 a auf die den Säulenenden zugekehrten Lagerflächen der Ständerteile 1 und 2 übertragen. Die Gewindemuttern 11 und 11a werden bei Belastung der Presse entlastet, so daß sie entsprechend der Torsionsverformung der Ringscheiben 8, 8d nachgestellt werden können. Die erfindungsgemäß vorgeschlagene Verbindung zwischen den Säulen und den Ständerteilen kann außer bei stehenden auch bei liegenden Säulen vorgesehen werden. Hierbei können beide Säulenenden in gleicher Weise mit den Ständerteilen verbunden werden; es können jedoch auch. entsprechend dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel am oberen und unteren Säulenende unterschiedliche Befestigungsarten angewendet werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPROCHE: 1. Presse, deren oberer und unterer Ständerteil durch der Führung der Traverse des Pressenstempels dienende Säulen verbunden sind, deren Enden in Bohrungen der Ständerteile geführt und durch je einen mit der Säule lösbar verbundenen, quergeteilten Bund und eine auf der Säule gelagerte Gewindemutter mit den Ständerteilen verspannbar sind, wobei die Säulenbunde gegen dem Säulenende zugekehrte und die Gewindemuttern gegen der Säulenmitte- zugekehrte Lagerflächen der Ständerteile abgestützt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Säulenbunde als quergeteilte Ringscheiben (8, 8a) ausgebildet sind, die in an den Säulenenden vorgesehenen Ringnuten (7, 7a) frei torsionsverformbar gelagert sind.
  2. 2. Presse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der am unteren Säulenende gelagerten Ringscheibe (8a) auf einem das Kopfende der Säule (3) bildenden Gewindezapfen (12a) eine kappenartige Stützmutter (11a) gelagert ist, die gegen eine das Kopfende der Säule (3) untergreifende Lagerfläche (10a) des unteren Ständerteils- (2) verspannbar und gemeinsam mit dem Säulenende durch die Bohrung (6a) des unteren Ständerteils (2) einsetzbar ist.
  3. 3. Presse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringscheiben (8, 8a) in ringkammerartigen Ausschnitten (9, 9a) der dem Säulenende zugekehrten Lagerflächen des oberen und unteren Ständerteils (1, 2) gelagert sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 104 057; deutsche Patentanmeldungen N43377Ib/58a (bekanntgemacht am -9.10.1941), D 5396Ib/49g (bekanntgemacht am 6.9.1951); USA.-Patentschriften Nr. 1580 894, 1677 168, 2 298 337; britische Patentschrift Nr. 623 257; Müller: »Hydraulische Schmiedepressen und Kraftwasseranlagen« Springer-Verlag, 2. Auflage, S. 22, 23 und 26 bis 29.
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