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DE1089691B - Elektromotorisch aufziehbare Federuhr mit Motorkontakten - Google Patents

Elektromotorisch aufziehbare Federuhr mit Motorkontakten

Info

Publication number
DE1089691B
DE1089691B DEF17087A DEF0017087A DE1089691B DE 1089691 B DE1089691 B DE 1089691B DE F17087 A DEF17087 A DE F17087A DE F0017087 A DEF0017087 A DE F0017087A DE 1089691 B DE1089691 B DE 1089691B
Authority
DE
Germany
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spring
contact
pin
star wheel
contacts
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF17087A
Other languages
English (en)
Inventor
Biago Frantellizzi
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Publication of DE1089691B publication Critical patent/DE1089691B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04CELECTROMECHANICAL CLOCKS OR WATCHES
    • G04C1/00Winding mechanical clocks electrically
    • G04C1/04Winding mechanical clocks electrically by electric motors with rotating or with reciprocating movement
    • G04C1/06Winding mechanical clocks electrically by electric motors with rotating or with reciprocating movement winding-up springs
    • G04C1/065Winding mechanical clocks electrically by electric motors with rotating or with reciprocating movement winding-up springs by continuous rotating movement

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Rotary Switch, Piano Key Switch, And Lever Switch (AREA)

Description

  • Elektromotorisch aufziehbare Federuhr mit Motorkontakten Die Erfindung bezieht sich auf eine Federuhr, die von einem Elektromotor aus aufziehbar ist und Kontakte besitzt, die zum Ein- und Ausschalten des Motorstromkreises dienen. Solche Uhren werden nach dem Ablaufen der Feder um einen bestimmten Teil selbsttätig wieder aufgezogen, indem nach einem festgelegten Umlaufwinkel des Federhauses der den Motor einschaltende Kontakt geschlossen wird, so daß der Elektromotor die Feder aufzieht, und indem nach volllendetem Aufziehen der Feder der Motorkontakt geöffnet wird. Die Erfindung bezweckt nun in erster Linie, die Kontaktausbildung so zu treffen, daß sowohl beim Einschalten als auch beim Ausschalten des Elektromotors eine sichere Selbstreinigung der Kontakte erfolgt. Die Kontakt- bzw. Schalteinrichtung soll dabei verhältnismäßig gedrängt aufgebaut sein.
  • Bei elektrischen Uhren gilt es insbesondere, für gute Kontaktgabe zu sorgen. Deshalb soll die Entstehung einer Oxydschicht an den Kontaktstellen vermieden oder zumindest soll entstandenes Oxyd weitgehend wieder beseitigt werden. Die Oxydbeseitigung soll dabei selbsttätig erfolgen. Um dies zu erreichen, sind Kontakteinrichtungen entwickelt worden, bei welchen eine sogenannte »Selbstreinigung« der Kontakte erfolgt. Bei solchen Einrichtungen steht üblicherweise ein Kontaktglied fest, und das Gegenkontaktglied vermag bei Kontaktgabe die Berührungsstelle auf dem Kontaktglied zu verlegen. So ist es bekannt, zur Kontaktgabe eine Blattfeder heranzuziehen, die beim Einschalten an einem festgelegten Kontaktstück zur Anlage kommt und bis zur Beendigung des Einschaltvorganges an diesem entlanggleitet. Nachteilig ist bei dieser Ausbildung, daß das eine Kontaktglied von einer Blattfeder gebildet werden muß, so daßbei der Werkstoffwahl für dieses Kontaktglied in erster Linie auf die Federungseigenschaften und erst in zweiter Linie auf die elektrischen Eigenschaften, beispielsweise die elektrische Leitfähigkeit, Rücksicht genommen werden kann. Mißlich ist es auch, daß sofort mit dem Einleiten des Kontaktöffnungsvorganges der Kontaktdruck zwischen den Kontaktgliedern vermindert wird. Infolgedessen findet beim Abheben des Federkontaktes von dem festen Gegenkontakt praktisch eine die Entfernung des Oxydes bewirkende Reibung der Kontaktglieder nicht statt. Es hat also ein derartiger Kontakt allenfalls beim Einschalten, jedoch nicht beim Ausschalten eine selbstreinigende Wirkung. Daher kann es sich ereignen, daß beim erneuten Einschalten oxydierte Stellen der Kontaktglieder aufeinanderzuliegen kommen, was vermieden werden soll.
  • Es sind auch Schalteinrichtungen bekanntgeworden, bei welchen beide miteinander zusammenwirkende Kontaktglieder starr ausgebildet sind. Bei diesen wandert während des Schaltvorganges das eine Kontaktglied auf dem anderen, derart, daß die Berührungsstellen verlegt werden. Bei dieser Einrichtung ist nachteilig, daß der Einschalt- und der Ausschaltpunkt sich an der gleichen Kontaktstelle befinden. Ist der Ein- und Ausschaltpunkt durch den Unterbrechungsfunken oxydiert, so wird zwar ein nächstgelegener Punkt noch blank sein, das Oxyd wird aber in Richtung der Einschaltung übertragen.
  • Schließlich ist es bekannt, die Ausbildung der Kontakte so vorzusehen, daß eine räumliche Trennung zwischen Ausschalt- und Einschaltpunkt erreicht wird. Hierzu werden beide Kontaktteile beweglich gestaltet. Bei dieser Einrichtung ist eine Kontaktscheibe vorhanden, die einen Kontakstift und einen Auslösestift trägt. Mit dem Kontaktstift wirkt ein bogenförmiges Kontaktstück zusammen. Der Auslösestift dient zum Betätigen eines Sperrhebels. Das bogenförmige Kontaktstück ist an einem einarmigen, unter Wirkung einer Feder stehenden Hebel angebracht, der nach der Mantelseite der Kontaktscheibe zu gezogen wird. Der Kontaktstückhebel besitzt an seinem freien Ende einen Raststift, der sich in eine Mulde des Sperrhebels einsetzen kann. Befindet sich der Raststift in der Mulde, dann wird der Kontaktstückhebel und damit das bogenförmige Kontaktstück von der Kontaktscheibe bzw. dem Kontaktstift abgehoben. Beim Umlaufen der Kontaktscheibe gelangt der Auslösestift an ein in seinem Wanderbereich einragendes Ende des Sperrhebels und hebt diesen an, was das Ausklinken des Raststiftes aus der Mulde des Sperrhebels bewirkt. Infolgedessen kommt das bogenförmige Kontaktstück am Kontaktstift zur Anlage. Hierdurch erfolgt Kontaktgabe und Einschalten des Motors. Dies wiederum bewirkt, daß die Kontaktscheibe entgegen ihrem anfänglichen Drehsinn verstellt wird. Bei dem Zurückdrehen der Kontaktscheibe gleitet der Kontaktstift am Kontaktstück entlang. Der Kontakt ist so lange geschlossen, wie die gleitende Bewegung zwischen Kontaktstück und Kontaktstift aufrechterhalten wird. Es ist dafür gesorgt, daß nach Durchlaufen eines bestimmten Winkelweges die Kontaktberührung zwischen dem Kontaktstift und dem Kontaktstück unterbrochen wird.
  • Bei dieser Kontakteinrichtung ist nachteilig, daß zwar ein augenblickliches Schließen, aber kein momentanes Öffnen der Kontakte erfolgt, was bekanntlich wegen des Offnungsfunkens (Selbstinduktionsspannung) noch viel wichtiger ist. Außerdem ist diese Einrichtung nur dort verwendbar, wo Gleitkontakte benutzt werden können. Sie ist aber dann ungeeignet, wenn die Kontaktgabe durch Kontaktstücke erfolgen soll, die sich allenfalls für die Dauer des Ein- und Ausschaltvorganges relativ zueinander bewegen sollen, jedoch im Einschaltzustand ortsfest aufeinanderliegen sollen.
  • Hier greift nun die Erfindung ein. Sie ermöglicht es, daß sich sowohl beim Einschalten als auch beim Ausschalten eine Momentschaltung ergibt. Es erfolgt also die Kontaktberührung und die Kontakttrennung sprunghaft. Außerdem wird der Einschaltpunkt vom Ausschaltpunkt getrennt. Ferner wird für Selbstreinigung sowohl beim Ein- als auch beim Ausschalten gesorgt. Dabei wird eine Kontakteinrichtung verwendet, bei welcher die miteinander zusammenwirkenden Kontaktstücke im Einschaltzustand ihre relative Lage zueinander beibehalten.
  • Um das erstrebte Ziel zu erreichen, wird ausgegangen von einer elektromotorisch aufziehbaren Federuhr mit Motorkontakten, die durch ein schrittweise fortschaltbares Organ, beispielsweise ein Sternrad, betätigbar sind. Das Fortschalten des Sternrades erfolgt periodisch durch einen mit der ablaufenden bzw. aufgezogenen Zugfeder umlaufenden Mitnehmer. Die Steuerglieder der Kontakte, die als Sprungkontakte ausgebildet sind, können zumindest drei verschiedene Stellungen einnehmen. Solche Art der Kontaktsteuerung, auch mit Sprungkontakten, jedoch mit zwei parallel geschalteten, die je nach der Stellung der Steuerglieder abwechselnd geöffnet und geschlossen werden (Mittelstellung = Öffnung beider Kontakte) sind an sich bekannt, jedoch in sehr raumbeanspruchender und aufwendiger Bauweise und ohne ausreichende Lösung der Aufgabe der Selbstreinigung sowohl beim Einschalten als auch beim Ausschalten. Eine solche Federuhr wird erheblich verbessert erfindungsgemäß dadurch, daß bei Verwendung von nur einen einzigen Schalter bildenden zwei Kontaktgliedern diese unter der Wirkung von zwei vorzugsweise verschieden starken Federn stehen, daß ferner von dem Fortschaltorgan, z. B. dem Sternrad, ein derart ausgebildetes Steuerglied periodisch betätigbar ist, daß nach Alblauf eines ersten Teils des Federweges, vorzugsweise eines Federhausumganges, aus der Stellung des Vollaufzuges, vorzugsweise unter Vorspannung der auf das erste Kontaktglied wirkenden Feder, ein Zwischenglied vorbereitend in eine Wirkstellung gebracht wird und nach Ablauf eines zweiten Teils des Federweges, vorzugsweise eines zweiten Federhaüsumganges, dieses Zwischenglied das zweite Kontaktglied entgegen der nunmehr momentan die Schließ-Bewegung vollziehenden Bewegung des ersten Kontaktgliedes so bewegt, daß beim Kontaktschluß eine selbstreinigende Gleitbewegung des ersten Kontaktgliedes auf dem zweiten Kontaktglied stattfindet, während beim nunmehr einsetzenden Federaufzug die Schalt- und Steuerglieder in umgekehrter Richtung so bewegt werden, daß erst nach Vollaufzug die Kontakte momentan geöffnet werden.
  • Durch die Ausbildung der Kontaktvorrichtung in dieser Weise wird ein momentanes Einschalten und ein momentanes Ausschalten erreicht, so daß die Entstehung von Funken beim Schalten weitgehend unterbunden wird. Außerdem ergibt sich der Vorteil, daß sowohl beim Einschalten als auch beim Ausschalten beide Kontaktglieder an den Berührungsstellen sich verschiedenartig zueinander bewegen, was die erwünschte günstige Selbstreinigung an den Berührungsstellen zur Folge hat.
  • Die obengenannte bekannte Kontaktsteuerung mit einem von einem Federhausmitnehmer betätigten Sternrad hat, da hier die Sternräder, Kurvenscheiben usw. vom Federhaus völlig getrennte Einzelbauteile sind, auch den Nachteil neben dem Raumaufwand, daß sowohl die Montage als auch vor allem im Reparaturfall oder zum Ersatz der ja am stärksten beanspruchten Kontaktteile die Demontage sehr kompliziert ist.
  • Um die Kontakteinrichtung verhältnismäßig gedrängt halten und leicht auswechseln zu können, empfiehlt es sich daher, bei einer Federuhr mit den Motorkontakten, die einem Schalter angehören, der über Zwischenelemente vom Sternrad aus betätigbar ist, wobei dieses selbst von einem Mitnehmer an der Federkernwelle in beiden Drehrichtungen fortgesehaltet werden kann, vorzugsweise in Kombination mit der ersten erfindungsgemäßen Lösung, erfindungsgemäß den Schalter mitsamt dem Sternrad und den Zwischenelementen auf einer gemeinsamen Grundplatte zu montieren, so daß eine bauliche Einheit entsteht, die lösbar mit dem Federhaus verbunden werden kann und nach der Verbindung mit letzterem dessen Umlaufbewegung mit ausführt, nach dem Lösen der Verbindung jedoch vom Federhaus abgenommen und gegebenenfalls ausgewechselt werden kann.
  • Diese Vereinigung der Kontakte bzw. des Schalters mitsamt den Zwischenelementen und dem Sternrad zu einer baulichen Einheit ermöglicht es nicht nur, diese Einheit verhältnismäßig gedrängt zu halten, sie gestattet vielmehr auch, die Schalter-Baueinheit getrennt von dem eigentlichen Uhrwerk herstellen zu können. Infolgedessen können im einen Fall die beim Bau elektrischer Schalter wichtigen Gesichtspunkte und im anderen Fall die für den Uhrenbau wichtigen Gesichtspunkte bevorzugt berücksichtigt werden. Die gesamte Einheit läßt sich beispielsweise so klein halten, daß sie bei einem Durchmesser von 26 mm nur eine Höhe von 6 mm aufweist. Außerdem ergibt sich der Vorteil, daß zur Vereinigung der Schalteinheit mit dem Uhrwerk an dem Getriebe oder Aufbau desselben keinerlei Änderung vorgenommen werden muß.
  • Eine zweckmäßige Weiterbildung der Erfindung ergibt sich, wenn dem Sternrad eine Schaltgabel zugeordnet ist, die von einem Mitnehmerstift am Sternrad betätigbar ist und selbst einen Zapfen aufweist, der über eine bogenförmige Kurve an der einen Stirnseite des als Doppelhebel ausgebildeten einen Kontaktgliedes -zur Bildung eines die Schwingweite des Doppelhebels bestimmenden Anschlages zusammenwirkt.
  • Beim Aufziehen des Uhrwerkes vom Motor aus wird z. B. das Sternrad über den Mitnehmer auf der Federkernwelle bei jeweils einer vollen Umdrehung dieser Welle um einen Zahn fortgeschaltet. Wird die Uhrwerksfeder nicht aufgezogen, entspannt sich diese vielmehr, dann läuft das Federhaus um, wobei das Sternrad auf dem Federumlaufweg mitgenommen wird. Bei jeweils einer vollen Umdrehung des Federhauses wird das Sternrad infolge seiner Abwälzbewegung gegenüber dem dabei stillstehenden Mitnehmer auf der Federkernwelle um einen Schaltschritt zurückgedreht. Mit dem Fortschalten des Sternrades im Uhrzeigerdrehsinn oder im Uhrzeigergegendrehsinn wird die Schaltgabel im einen oder anderen Drehsinn verschwenkt. Sie kann drei verschiedene Stellungen einnehmen: die erste bei völlig aufgezogener Feder, die zweite etwa gegen Ende der ersten Umdrehung des Federhauses. während des Ablaufes der Feder und die dritte etwa gegen Ende der zweiten Umdrehung des Federhauses beim Federablauf. Nach dem ersten Schaltschritt wird das Sprungschaltwerk vorgespannt. Beim zweiten Schaltschritt erfolgt das Auslösen des Schaltwerkes. Es tritt also nach jeweils zwei Schaltschritten des Sternrades entweder Kontaktgabe oder Kontaktunterbrechung ein.
  • Gemäß einer anderen zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung ist es ferner vorgesehen, die Schaltgabel so zu lagern; daß im eingeschalteten Zustande der Motorkontakte das unbehinderte Fortschalten des Sternrades möglich ist, indem der Mitnehmerstift die Schaltgabel verlassen kann, und das Sternrad insgesamt um eine nahezu eine volle Umdrehung des Sternrades bewirkende Zahl von Schaltschritten verdrehbar ist, wobei der eine Schenkel der Schaltgabel einen Anschlag für den Mitnehmerstift bildet.
  • Durch diese Ausbildung kann das Federhaus beim Ablaufen der Uhrwerksfeder nach der zweiten Umdrehung des Federhauses, und zwar bei geschlossenen Kontakten, sich in der gleichen Richtung noch weiterdrehen, falls der Motor nicht wirksam wird, weil beispielsweise die Spannung ausbleibt. Dies ist deswegen möglich, weil beim Fortschalten des Sternrades während des Ablaufes der Feder der Mitnehmerstift die Schaltgabel verlassen kann. Kehrt vor der völligen Entspannung der Uhrwerksfeder die elektrische Spannung zurück, dann wird die Federkernwelle vom Motor aus im Sinne eines Aufziehens der Feder gedreht, wobei das Sternrad bei jeder vollen Umdrehung der Federkernwelle um einen Schaltschritt zurückgedreht wird, bis schließlich der Mitnehmerstift in die Gabel zurückkehrt und nach Vollaufzug der Uhrwerksfeder das Unterbrechen der Kontakte herbeiführt.
  • Eine andere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ist es, wenn das mit dem Doppelhebelkontaktglied zusammenwirkende Gegenkontaktglied als einarmiger Hebel ausgebildet wird, der am freien Ende gegenüber dem Kontakt des Doppelhebelgliedes den Gegenkontakt trägt. Dabei ist es ratsam, den Gegenkontakt näher zur Lagerstelle des einarmigen Hebels anzuordnen, als den Kontakt am Doppelhebel zu dessen Lagerstelle sowie den einarmigen Hebel federnd nachgiebig derart zu lagern, daß er beim Aufprall des Kontaktes um einen kleinen Winkel um seine Lagerstelle verschwenken und beim Ablösen des Kontaktes unter Wirkung seiner Feder in die Ausgangslage zurückschwenken kann.
  • Die durch die erwähnte Anordnung erzielten Vorteile sind aus der folgenden Beschreibung_ eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung offenbar ersichtlich, welche an Hand der Zeichnung erläutert ist, und zwar zeigt Fig. 1 einen Schnitt des Schalters nach der Linie 1-1 der Fig. 2 in Pfeilrichtung, wobei der. Schalter an dem Federhaus eines Uhrwerks angebracht ist, das Federhaus selbst aber nur teilweise und mit unterbrochener Aufziehwelle dargestellt ist, Fig. 2 den Schalter in Draufsicht in der Ausschaltstellung und bei vollzogenem Aufziehen, jedoch mit Weglassung der Aufziehwelle und des auf ihr angebrachten Betriebsfingers des Schalters, Fig. 3 eine der Fig.2 ähnliche Draufsicht in der Stellung, nachdem das Federhaus während des Ablaufes-der Feder eine Umdrehung ausgeführt hat, wobei eine Verstellung des einen der zwei Kontakte des offen gebliebenen Schalters verursacht worden ist, Fig.4 gleichfalls eine der Fig.2 ähnliche Draufsicht, aber nachdem das Federhaus eine weitere Ablaufumdrehung vollzogen hat und das Schließen des Schalters bewirkt wurde, Fig. 5 einen gesonderten Teil des Schalters, Fig. 6 den Schalter nach Entfernung des in Fig. 5 dargestellten Teils, wobei andere Teile weggelassen wurden, und Fig. 7 einen teilweisen Querschnitt des auf einem Federhausdeckel angebrachten Schalters. .
  • In den Figuren ist mit 11 der Federhausdeckel bezeichnet, auf dem unter Zwischenschaltung einer aus Isoliermaterial bestehenden Scheibe 12 der erfindungsgemäße Schalter so angebracht ist, daß er in drehender Bewegung mitgenommen werden kann. In der folgenden Beschreibung wird eine bevorzugte Befestigungsart des Schalters auf dem Federhausdeckel erläutert; in der Praxis wird jede gewünschte Art der Befestigung möglich sein, vorausgesetzt, daß zwischen Schalter und Federhaus eine elektrische Isolierung besteht.
  • Der Schalter enthält'eine metallische runde Grundplatte 13, die zum freien Durchtritt der Aufziehwelle in der Mitte durchbohrt ist und deren Umfang eine Rille 14 aufweist, wobei der Schalter außerdem einen metallischen, ebenfalls mit einer Randrille 16 versehenen Rundring 15 besitzt. Die beiden Teile 13 und 15 werden parallel und in Abstand von einem Isolierkörper 17 gehalten, welcher im wesentlichen ringförmig ausgebildet und auf beiden vorgenannten Teilen befestigt ist, so daß die erwähnten Rundteile zusammen mit den dazugehörigen Teilen eine selbständige Einheit bilden.
  • In der Rille 14 stützt sich eine Bürste 18 ab, die an einem Pol einer Stromquelle angeschlossen ist, während sich in der Rille 16 eine weitere Bürste 19 abstützt, die an einem Pol eines Elektromotors 20 angeschlossen wird, während der zweite Pol des Motors an dem zweiten Pol der Stromqelle angeschlossen ist.
  • Die Aufziehwelle ist mit 21 bezeichnet, und auf ihr ist eine Isolierhülse 22 aufgesetzt, von der ein Finger 23 radial hinausragt. Die Hülse 22 muß sich mit der Aufziehwelle 21 drehen und somit auf dieser Welle entsprechend befestigt sein. Eine bevorzugte Art, die Welle 21 und die Hülse 22 zur Umdrehung fest zusammenzuhalten, besteht darin, einige Rasten 24 auf dem Außenrand der Hülse 22 und komplementäre Vorsprünge 25 auf dem Innenrand der Nabe 26 des Zahnrades 27 vorzusehen, welch letzteres auf der Aufziehwelle 21 mittels eines durchgehenden Stiftes 28 befestigt ist. Die Hülse 22 und die Nabe 26 sind somit wie die zwei Teile einer Klauenkupplung ausgebildet. Das Zahnrad 27 ist mittels einer ins langsame übersetzenden Übertragung mit dem Elektromotor 20 verbunden; so daß die Umdrehung des Motors 20 die Umdrehung des Zahnrades 27 bewirkt, das sich dann - bei Betrachtung der Fig. 2 bis 6 - im Uhrzeigersinn bewegt.
  • Der von der Hülse 22 hinausragende Finger 23 arbeitet mit einem Sternrad 29 zusammen, das auf einem auf der Platte 13 befestigten Drehzapfen 30 angebracht ist. Wenn die Aufziehwelle 21 stehenbleibt und das Federhaus mit seinem Deckel 11 während des Ablaufes der Feder sich dreht, dreht sich dann ebenfalls das Sternrad im Uhrzeigersinn (s. Fig. 2 bis 6), und zwar um einen Schritt gleich demAbstand zwischen zwei Zähnen bei jeder Umdrehung des Federhauses um die Welle 21. Umgekehrt, wenn sich die Welle 21 während des Aufziehens dreht und das Federhaus praktisch stehenbleibt, dann dreht sich das Sternrad 29 entgegen dem Uhrzeigersinn, aber immer um einen Schritt bei jeder relativen Umdrehung der Welle 21 zum Federhaus.
  • Um die Stellungen des Sternrades 29 in den nachfolgenden Schritten (s. vorzugsweise Fig. 6) genau zu bestimmen, ist gegen die Zähne des Sternrades 29 das abgebogene Ende 31 einer um die auf der Platte 13 befestigte Schraube 33 nach Art einer Haarnadel abgebogenen Blattfeder 32 als Sperrklinke wirkend angeordnet, deren Schenkel 32a sich gegen die Oberfläche 34 des Isolierkörpers 17 stützt. Daraus ersieht man sofort, daß der Einbau der Feder 32 ganz einfach ist. Das abgebogene Ende 31 der Feder 32 ragt teilweise in den Abstand zwischen zwei Zähnen des Sternrades 29 hinein, und es ist einfach zu verstehen, daß, während der erste Teil jedes Schrittes des Sternrades 29 mit einer Geschwindigkeit erfolgt, welche von der Geschwindigkeit der relativen Bewegung zwischen dem Finger 23 und dem Federhaus abhängig ist, der zweite Teil des genannten Schrittes durch die Wirkung der Feder 31-32 sprungweise erfolgt.
  • Vom Sternrad 29 ragt rechtwinklig ein Stift 35 hinaus, der einen teilweise gabelförmig ausgebildeten Teil 36 steuert. Dieser Teil 36, im folgenden kurz »Gabel« genannt, ist um den von der Platte 13 getragenen Zapfen 37 schwenkbar. Der Gabel 36 soll keine stromleitende Funktion zukommen, und diese kann daher aus Isoliermaterial bestehen.
  • Es werden nun die von der Gabel 36 unter Steuerung des Stiftes 35 eingenommenen Stellungen betrachtet.
  • Wenn die Feder voll aufgezogen ist, befinden sich die Gabel 36 und der Stift 35 in der in Fig. 2 gezeigten Stellung, in welcher der Stift 35 von beiden Schenkeln der Gabel einen Abstand aufweist. Wenn das Sternrad 29 sich um einen Schritt im Uhrzeigersinn dreht, weil beim Ablauf der Feder das Federhaus fast eine Umdrehung um die Aufziehwelle 21 vollzogen hat, stößt der Stift 35 gegen den inneren Arm (in den Fig. 2 bis 6) und zwingt die Gabel, die in Fig.3 gezeigte Stellung einzunehmen, wobei die Gabel - wie nachstehend erläutert - einen der Kontakte des Schalters verstellt. Bei einem zweiten Schritt des Sternrades 29 stößt der Stift erneut gegen den inneren Arm der Gabel 36, diese dreht sich in die Stellung gemäß Fig. 4 und bewirkt daher das Schließen des Schalters. Folgender Stromkreis wird alsdann geschlossen: ein Stromquellenpol, Bürste 18, Ring 13, Träger 60, zweiarmige Hebel 52, abgewinkeltes Ende 51 des Hebels 52, Kontakt 50, abgewin-9celter Teil 40 des Armes 41, Arm 41, Ring 15, Bürste 19, -Motor 20, zweiter Stromquellenpol.
  • -_ Sobald der Strom fließt, wird die Aufziehwelle 21 angetrieben, was die schrittweise Umdrehung des Sternrades 29 entgegen dem Uhrzeigersinn mit dem Ergebnis zur Folge hat, das beim vorletzten Schritt des Sternrades in diese Richtung der Stift 35 die Gabel 36 überhaupt nicht oder nur sehr wenig bewegt, womit bei diesem Vorgang die Kontakte geschlossen bleiben, während beim letzten Schritt des Sternrades der Stift, indem er gegen den äußeren Arm der Gabel 36 stößt, diese dazu zwingt, in die Stellung gemäß Fig. 2 zurückzugehen, und somit den Schalter öffnet.
  • Wenn dagegen, z. B. infolge Stromausfall im Netz, kein Strom fließt, kann das Sternrad 29, wie aus Fig. 4 ersichtlich, seine schrittweise Bewegung im Uhrzeigersinn, ohne vom Stift 35 gehindert zu werden, weiter ausführen, während der Schalter geschlossen bleibt, um bei Rückkehr des Stromes das Aufziehen zu bewirken. Diese Bewegung des Sternrades im Uhrzeigersinn kann weitergehen, bis der Stift die mit einem punktierten Kreis gezeigte Stellung, d. h. die Ausgangsstellung, eingenommen hat.
  • Die Gabel 36. wirkt auf beide Kontakte des erfindungsgemäßen chalters, wobei der eine dieser Kontakte an die Platte 13, der andere an den Ring 15 elektrisch angeschlossen ist.
  • Dieser Ririg 15 ist auf dem Isolierkörper 17 mittels durch Bohrungen 39 des Ringes 15 gehende Schrauben 38 befestigt, welche in entsprechenden mit Gewinden versehenen Bohrungen des genannten Isolierkörpers 17 eingeschraubt sind. Der Kontakt, welcher sich mit dem Ring 15 in elektrischem Anschluß befindet und mit 40 bezeichnet ist, besteht - wie aus Fig. 5 besser ersichtlich - aus einem rechtwinklig abgebogenen Teil eines metallischen Armes 41, welcher um einen von dem Ring 15 getragenen Zapfen 42 schwenken kann; der metallische Arm 41 befindet sich in Kontakt mit dem metallischen Ring 15. Dieser Arm 41 trägt einen Stift 43, gegen welchen sich das eine Ende einer um den Zapfen 42 abgebogenen und an einem an den Ring 15 befestigten Stift 45 verankerten Blattfeder 44 stützt, wobei der Stift 45 durch eine in dem Arm 41 vorgesehene Bohrung 46 geht. Der Stift 45 begrenzt die Bewegungsfreiheit des Armes 41. Die Feder 44 ist also bestrebt, den Arm 41 in die vom Pfeil von Fig.5 gezeigte Richtung in Umdrehung zu setzen, aber die Endstellung des Armes in dieser Richtung ist von dem Anschlag des Stiftes 45 mit dem rechten Rand der Bohrung 46 (Fig. 2 und 5) bestimmt.
  • Wie aus Fig. 2 ersichtlich, geht der Stift 43 ebenfalls durch das in einer kleinen Isolierstange 47 vorgesehene Langloch 49, wobei die Isolierstange um den von der Gabel 36 getragenen Zapfen 48 schwenkbar angeordnet ist. In der Stellung des Schalters gemäß Fig. 2 befindet sich der Stift 43 etwa in der Mitte des Langloches 49. Wenn aber die Gabel von der Stellung gemäß Fig. 2 in die Stellung gemäß Fig. 3 übergeht, dann dreht sich der Zapfen 48 der kleinen Stange 47 zusammen mit der Gabel 36 um den Zapfen 37 dieser Gabel, d. h., er nähert sich der Linie, welche die Achsen der Zapfen 37 und 43 verbindet, und schiebt somit die kleine Stange 47 nach rechts. Bei der Bewegung der Stange 47 ist die erste Strecke auf den Stift 43 wirkungslos. Wenn aber das Ende des Langloches den Stift 43 berührt, dann -zwingt die Stange 47 den Arm 41, sich gegen die Wirkung seiner Feder 44 zu bewegen, und zwar im entgegengesetzten Sinn des Pfeiles in Fig. 5. Das ist deshalb sehr wichtig, weil es dazu dient, den Kontakt 40 gegen die Stellung zu führen, die er bei geschlossenem Schalter einnimmt (s. Fig. 4), wenn er vom anderen Kontakt 50 nach dorthin geschoben wird. Man muß dabei bedenken, daß, wenn der Kontakt 40 einen völlig festen Sitz hätte, der Kontakt 50, der bei der Einschaltbewegung gegen ihn stößt, aufprallen, Schwingungen ausführen und Funken verursachen könnte, was unbedingt zu vermeiden ist, besonders wenn man einen an den Netzstrom angeschlossenen Elektromotor ohne Spannungstransformator verwenden will.
  • Wenn der Kontakt 40 den Stoß des Kontaktes 50 in seiner in Fig. 2 gezeigten Stellung abwarten würde, dann würde dieser Stoß dann erfolgen, wenn der genannte Kontakt 50 sich noch mit geringer Geschwindigkeit bewegt, so daß es zu schlechten Kontakten und Funkenbildung kommen könnte.
  • Wenn der Arm 41 nur zur Schwenkung zwischen die Stellung von Fig. 4 und von Fig. 3 angebaut wäre, dann würde sich die Trennung der Kontakte 40 und 50 beim Öffnen des Schalters dann ergeben, sobald letzterer sich mit kleiner Geschwindigkeit bewegt, so daß die Ausschaltung nicht augenblicklich stattfinden würde, wie es notwendig ist, um die Funken zu vermeiden, welche auf den Öffnungsextrastrom zurückzuführen sind.
  • Wenn beim Aufziehen die Gabel 36 von der Stellung gemäß Fig. 4 gegen die Stellung gemäß Fig. 2 zurückkehrt, dann hat sie dank der vom Stift 43 und vom Langloch 49 mit Leergang versehenen Kupplung keine Wirkung auf den Arm 41, welcher trotz seiner Feder 44 deshalb stehenbleibt, weil der auf ihn drückende Kontakt 50 von einer Federsperre festgehalten wird, wie dies nachstehend näher erläutert sein soll.
  • Der erwähnte Kontakt 50 besteht aus einem Stück, welches an einen rechtwinklig abgebogenen Teil 51 des einen Arms eines zweiarmigen Hebels 52- befestigt ist, der bei 53 schwenkbar gelagert ist. Es sei erwähnt, daß der Zapfen 53 des Hebels 52 mit der Platte 13 in elektrischer Verbindung steht.
  • Das Ende 54 des zweiarmigen Hebels 52, das entgegengesetzt zu dem den Kontakt 50 tragenden Arm steht, ist derart mit einem kreisförmigen Rand ausgebildet, daß der Zapfen 37, auf dem die Gabel 36 gelagert ist, die Schwenkungsmöglichkeit des zweiarmigen Hebels 52 um seinen Zapfen 53 begrenzt.
  • Außerdem ist der zweiarmige Hebel 52 mit einer Bohrung 55 versehen, durch welche ein auf der Gabel 36 befestigter Stift 56 geht: Dies ist deshalb sehr wichtig, da in dem Fall, daß der Hebel 52 bei Schwenkung der Gabel 36 nicht unter der Wirkung anderer federnder Mittel, die nachstehend erläutert werden, schwenkt, derselbe Hebel durch den Stoß des Stiftes 56 gegen die eine oder die andere Seite (je nach der Schwenkungsrichtung der Gabel) des Bohrungsrandes 55 zum Schwenken gezwungen wird. Der zweiarmige Hebel 52 weist außerdem eine Bohrung 57 zur Aufnahme einer kleinen Kugel 58 auf, für welche zwei Sitze vorgesehen sind, von denen aber nur einer, -mit 59 bezeichnet, in Fig.6 ersichtlich ist; beide Sitze sind in dem metallischen Träger 60 des Zapfens 53 vorgesehen, wobei dieser mit der Platte 13 in elektrisch leitender Verbindung steht. Der andere Sitz für die Kugel 58 ist vom Hebel 52 verdeckt. Die Kugel 58 steht unter Wirkung einer Feder, welche bestrebt ist, sie in den einen oder in dem anderen Sitz zu drücken und sie dort zu halten.
  • Es ist-zu bemerken, daß zufolge .einer .entsprechenden Höhe des Trägers 60 der zweiarmige- Hebel 52 im wesentlichen in der Ebene des den.Kontakt 40 tragenden Armes 41 liegt: Der Hebel 52 weist einen anderen, rechtwinklig abgebogenen Teil 61 auf, in dem eine in Fig. 1 ersichtliche -Bohrung vorgesehen.ist, durch die -ein Stift 62 geht, um die, eine unter Druck.stehende -Schraubfeder 63 angeordnet ist. Das über den Teil 61 hinausragende gegenüberliegende Ende des Stiftes 62 ist an einer kleinen Platte 64 befestigt, deren eine Ausnehmung aufweisender Rand 65 sich gegen den auf der Gabel 36 befestigten Stift 56 abstützt.
  • Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist die Feder 63 fast in Kontakt mit der Kugel 58, wenn diese sich in einem ihrer Sitze befindet. Wenn die Kugel 58 aus ihrem Sitz herausgeht, verursacht sie eine Verformung der Feder 63, und diese drückt auf die Kugel 58, um sie gegen den Träger 60 hinzuschieben, damit sie im richtigen Augenblick in den anderen Sitz hineingeht. Dabei ist es erforderlich, daß der Innendurchmesser der Feder 63 zweckmäßigerweise größer als die Stärke des Stiftes 62 ist, damit der Austritt der Kugel 58 aus ihrem Sitz nicht verhindert wird. Versuche haben gezeigt, daß eine sichere Arbeitsweise dann erreicht wird, wenn die Tiefe der Ausnehmungen für die Kugel 58 maximal gleich dem Radius der Kugel ist.
  • Im folgenden wird erläutert; wie die Schwenkung der Gabel 36 die Bewegung des zweiarmigen Hebels 52 und somit des Kontaktes 50 bewirkt.
  • Sowohl in der Stellung gemäß Fig. 2 wie auch in der Stellung gemäß Fig. 3 befindet sich die Achse des Stiftes 56 rechts von der Linie, die die Achse der Zapfen 37 und 53 verbindet, so daß die Kraft der Feder 63 eine Komponente aufweist, die bestrebt ist, den Hebel 52 entgegen dem Uhrzeigersinn zu drehen (s. Fig. 2 bis 6). Der Hebel 52 kann sich nicht bewegen, weil er festgehalten wird durch den Zusammenstoß des Randes 54 mit dem Zapfen 37. Wenn aber die Gabel 36 sich aus der Stellung gemäß Fig. 3 nach der Stellung gemäß Fig. 4 bewegt, sobald der Stift 56 die Linie übergeht, welche die Achsen der Zapfen 37 und 53 verbindet, weist die Kraft der Feder 63 eine Komponente auf, die bestrebt ist, den zweiarmigen Hebel im Uhrzeigersinn zu schwenken; die Größe der Kraftkomponente erhöht sich dementsprechend, je mehr die Gabel sich der Stellung gemäß Fig. 4 nähert. Aber wegen der Sperrkugel 58 kann der Hebel 52 nur schwenken, wenn die Kraftkomponente eine höhere Größe erreicht hat, d. h. die Gabel 36 in der Nähe der Stellung gemäß Fig. 4 ist, oder wenn sie dieselbe er-. reicht hat. Deshalb erfolgt die Verschwenkung des Hebels 52 mittels einer erhöhten Kraft, also schlagartig. Die Verschwenkung ist durch das Einfallen der Kugel 58 in den anderen ihrer beiden Sitze begrenzt sowie auch durch den Zusammenstoß des Randes 54 des Hebels 52 mit dem Zapfen 37. Wenn die Größe der genannten Kraftkomponente in dem obengenannten-Vorgang nicht ausreicht, um die Sperrwirkung der' Kugel 58 zu überwinden., dann zwingt der Stift 56 beim Stoßen gegen den linken Rand der Bohrung 55 den Hebel 52, sich, wie oben gezeigt, zu bewegen.
  • Beim Aufziehen ist der Vorgang ähnlich. In der Stellung gemäß Fig. 4 weist die Kraft der Feder 63 eine Komponente auf, die bestrebt ist, den zweiarmigen Hebel im Uhrzeigersinn zu schwenken, aber der Hebel ist in ähnlicher Weise, wie vorher angegeben, festgehalten. Wenn die Gabel sich nach der Stellung gemäß Fig.2 bewegt, verringert sich die Größe der Kraftkomponente bis auf Null, wenn die Achsen des Stiftes 56 und der Zapfen 53 und 57 in gerader Linie sind. In der darauffolgenden Bewegung-der Gabel 36 weist die Kraft der Feder 63 eine Komponente auf; die bestrebt ist, den zweiarmigen Hebel 52 entgegen dem Uhrzeigersinn zu schwenken: Die Größe der Kraftkomponente erhöht sich dementsprechend, je mehr die Gabel sich der Stellung gemäß Fig. 2 nähert. Aber der Hebel 52 kann nur schwenken, wenn die Größe-der-Kraftkomponente die Sperrwirkung der Kugel 58 überwindet oder wenn der Stift 56 gegen den rechten Rand der Bohrung 55 stößt. Auch in diesem Falle erfolgt die Verschwenkung des Hebels 52 praktisch schlagartig. Wegen der Tatsache, daß die Kupplung zwischen der Stange 47 und dem Arm 41 von dem Stift 43 und dem Langloch 49 durchgeführt wird, bewegt der Arm 41 den zweiarmigen Hebel während eines Teils seiner Schwenkung mit, und die Kontakte öffnen sich nur, wenn der Hebel 52 eine erhöhte Geschwindigkeit hat. Der Schalter öffnet sich also momentan zwecks Vermeidung von Funkenbildung.
  • Der zweiarmige Hebel 52 steht mit dem Träger 60 nicht nur über den Zapfen 53 in elektrisch leitender Verbindung, sondern auch dadurch, daß seine untere Fläche auf dem Träger 60 liegt, der seinerseits mit der Platte 13 in elektrisch leitender Verbindung steht.
  • Aus den Fig. 3 und 4 ist unter Berücksichtigung der Tatsache, daß der Abstand des Kontaktes 50 zum Zapfen 53 wesentlich kürzer ist als der Abstand des Kontaktes 40 zum Zapfen 42, ersichtlich, daß die korrespondierenden Oberflächen der Kontakte 20 und 50 zwischen den Zeitpunkten der Berührung und geschlossenen Endstellung eine gegenseitige Gleitbewegung ausführen, um so die Oberflächen sauber zu halten. Eine gegenseitige Gleitbewegung der Oberflächen der Kontakte 40 und 50 tritt auch bei der Ausschaltung auf.
  • Fig.7 zeigt eine bevorzugte Befestigungsart des Schalters auf dem Deckel des Federgehäuses. Aus dieser Figur ist zu ersehen, daß auf beiden Seiten dieses Deckels ringförmige Ausnehmungen 71 und 72 vorgesehen sind, die zur Achse des Federgehäuses konzentrisch angeordnet sind und über Bohrungen 73 in Verbindung stehen. Auf dem Deckel wird ein geeigneter Isolierstoff aufgebracht, so daß die Ausnehmungen 71 und 72 sowie die Bohrungen 73 mit einem Teil der Isoliermasse 74 gefüllt werden und auf der Außenseite des Deckels 11 ein zylindrischer Vorsprung 75 ausgebildet wird. Dieser Vorsprung weist in seiner Mitte zum Durchtritt der Aufziehwelle eine Bohrung auf. Außerdem weist dieser Vorsprung ein Gewinde 76 auf. Die Zentralbohrung der Platte 13 ist mit einem entsprechenden Gewinde versehen, so daß die Befestigung des Schalters auf dem Deckel 11 durch Aufschrauben unter Zwischenschaltung der Isolierscheibe 12 bewirkt wird. Es ist dabei zweckmäßig, daß das Gewinde 76 einen der Drehbewegungsrichtung des Federgehäuses entgegengesetzten Sinn hat, stellt aber kein unbedingtes Erfordernis dar, da die einzige unbeabsichtigte Kraftwirkung, welche bestrebt sein könnte, den Schalter auszuschrauben, die des Fingers 23 gegen die Spitzen des Sternrades 29 ist, wobei das Ausmaß dieser Wirkung im Vergleich zu der Reibung der Isolierscheibe 12 gegen den Deckel 11 und gegen die Platte 13 vollkommen vernachlässigt werden kann.
  • Um das erste Aufziehen zu bewirken, wird der Schalter in die Schließstellung gebracht mit dem Stift 35 des Sternrades 29 in der vom punktierten Kreis in Fig. 4 gezeigten Lage, und- dann läßt man den Strom fließen.
  • Es ist empfehlenswert, die Drehzahl für das volle Aufziehen der Feder des Uhrwerkes mindestens gleich, vorzugsweise aber höher als die Zahl der Spitzen des Sternrades 29 zu wählen.

Claims (10)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Elektromotorisch aufziehbare Federuhr mit Motorkontakten, die durch ein schrittweise fort= schaltbares Organ, z. B. ein Sternrad, betätigbar sind, welches Organ seinerseits durch einen mit der ablaufenden bzw. aufgezogenen Zugfeder umlaufenden Mitnehmer periodisch fortschaltbar ist, wobei mindestens drei verschiedene Stellungen der Steuerglieder für die als Sprungkontakte ausgebildeten Kontakte möglich sind, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von nur einen einzigen Schalter bildenden zwei Kontaktgliedern diese unter der Wirkung von zwei, vorzugsweise verschieden starken Federn stehen, daß ferner von dem Fortschaltorgan, z. B. dem Sternrad, ein derart ausgebildetes Steuerglied periodisch betätigbar ist, daß nach Ablauf eines ersten Teils des Federweges, vorzugsweise eines Federhausumganges, aus der Stellung des Vollaufzuges, vorzugsweise unter Vorspannung der auf das erste Kontaktglied wirkenden Feder, ein Zwischenglied vorbereitend in eine Wirkstellung gebracht wird und nach Ablauf eines zweiten Teils des Federweges, vorzugsweise eines zweiten Federhausumganges, dieses Zwischenglied das zweite Kontaktglied entgegen der nunmehr momentan die Schließbewegung vollziehenden Bewegung des ersten Kontaktgliedes so bewegt, daß beim Kontaktschluß eine selbstreinigende Gleitbewegung des ersten Kontaktgliedes auf dem zweiten Kontaktglied stattfindet, während beim nunmehr einsetzenden Federaufzug die Schalt- und Steuerglieder in umgekehrter Richtung so bewegt werden, daß erst nach Vollaufzug die Kontakte momentan geöffnet werden.
  2. 2. Elektromotorisch aufziehbare Federuhr mit Motorkontakten, die einem Schalter angehören, der unter Heranziehung von Zwischenelementen und eines Sternrades betätigbar ist, wobei dieses von einem Mitnehmer an der Federkernwelle in beiden Drehrichtungen fortgeschaltet werden kann, insbesondere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter mitsamt dem Sternrad und den Zwischenelementen eine auf einer Grundplatte montierte bauliche Einheit bildet, die derart lösbar mit dem Federhaus verbindbar ist, daß sie nach der Verbindung mit letzterem dessen Umlaufbewegung mit ausführt und nach Lösen der Verbindung vom Federhaus abnehmbar und gegebenenfalls auswechselbar ist.
  3. 3. Federuhr nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem Sternrad (29) eine Schaltgabel (36) zugeordnet ist, die von einem Mitnehmerstift (35) am Sternrad betätigbar ist und selbst einen Zapfen (37) aufweist, der über eine bogenförmige Kurve (54) an der einen Stirnseite des als Doppelhebel (52) ausgebildeten einen Kontaktgliedes zur Bildung eines die Schwingweite des Doppelhebels (52) bestimmenden Anschlages zusammenwirkt.
  4. 4. Federuhr nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine derartige Lagerung der Schaltgabel (36), daß im eingeschalteten Zustand der Motorkontakte das unbehinderte Fortschalten des Sternrades (29) möglich ist, indem der Mitnehmerstift (35) die Schaltgabel (36) verläßt und insgesamt um eine nahezu eine volle Umdrehung des Sternrades (29) bewirkende Zahl von Schaltschritten verdrehbar ist, wobei der eine Schenkel der Schaltgabel (36) einen Anschlag für den Mitnehmerstift (35) bildet. .
  5. 5. Federuhr nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das mit dem Doppelhebel-Kontaktglied (52) zusammenwirkende Gegenkontaktglied als einarmiger, unter Wirkung einer Feder (44) stehender Hebel (41) ausgebildet ist, dessen Hub durch einen Anschlag (45,46) begrenzt wird und der am freien Ende gegenüber dem Kontakt (50) des Doppelhebel-Kontaktgliedes (52) den Gegenkontakt (40) trägt.
  6. 6. Federuhr nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Kontakt (50) am Doppelhebel (52) von dessen Lagerstelle (53) eine geringere Entfernung aufweist als der Gegenkontakt (40) von seiner Lagerstelle (42).
  7. 7. Federuhr nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Doppelhebel-Kontaktglied (52, 50) Teil eines Sprungwerkes mit Kippauslösung bildet, indem an dem der Kurve (54) abgekehrten Ende des Doppelhebels (52) ein Querteil (61) vorgesehen ist, der frei beweglich von einem Stift (62) an einer Platte (64) durchsetzt wird, die an der dem Stift abgekehrten Seite mit einem an der Schaltgabel angebrachten Mitnehmerstift (56) zusammenwirkt, der eine Bohrung (55) des Doppelhebels (52) frei durchsetzt, wobei eine vorgespannte Schraubenfeder (63) den Stift (62) zwischen Querteil (61) und Platte (64) umgibt und die Anordnung so getroffen ist, daß beim Fortschalten des Sternrades um einen Schaltschritt die Platte (64) mit dem Stift (62) in die Auslösestellung und beim Weiterschalten des Sternrades (29) zur Auslösung gebracht wird, bei welcher der Doppelhebel (52) jeweils aus seiner einen Endstellung in seine andere Endstellung springt. B.
  8. Federuhr nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß dem Doppelhebel (52) im Bereich seines Kontaktes (50) ein seine Endlagen bestimmendes Kugelrastgesperre zugeordnet ist.
  9. 9. Federuhr nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß am Federhausdeckel ein aus Isoliermaterial bestehender Zapfen (75) mit Außengewinde vorgesehen ist, auf welches die die Schalterteile tragende Grundplatte (13) aufschraubbar ist.
  10. 10. Federuhr nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Mitnehmer (23) für das Sternrad (29) unter Zwischenschaltung einer Isolierhülse (22) auf der Federkernwelle (21) angebracht ist, wobei die Isolierhülse (22) zugleich das eine Glied einer Klauenkupplung bildet, deren Gegenglied von der Nabe (26) eines auf der Federkernwelle (21) befestigten, vom Motor (20) aus antreibbaren Zahnrades (27) gebildet wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 422 304, 593 546, 557791.
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