DE1088216B - Schallabsorbierender, vorzugsweise plattenfoermiger Koerper - Google Patents
Schallabsorbierender, vorzugsweise plattenfoermiger KoerperInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen vorzugsweise plattenförmigen Körper zum Absorbieren akustischer Energie,
insbesondere einen solchen, der zugleich lichtdurchlässig ist.
Es sind schon viele Versuche gemacht worden, eine Fläche, etwa eine Zimmerdecke, so zu gestalten, daß
sie Schallenergie absorbiert und doch lichtdurchlässig ist. Jedoch sind die zugleich schallabsorbierenden und
lichtdurchlässigen Stoffe verhältnismäßig biegsam, in der Struktur nicht starr genug oder aus anderen
Gründen für Bauzwecke nicht geeignet. Es ist jedoch sehr erwünscht, ein Zimmer oder einen anderen Raum
mit einer untergehängten Lichtdecke zu beleuchten und doch eine Möglichkeit zum Absorbieren von nach
oben gerichtetem Raumschall zu haben.
So ist beispielsweise vorgeschlagen worden, die Beleuchtungskörper
mit Schallschluckplatten zu verbinden. Deckenbeleuchtungskörper enthalten häufig eine
in einem Reflektor liegende, mit einem durchscheinenden Glas oder anderem lichtstreuendem Material
abgedeckte Leuchtstoffröhre. Zwischen den Reflektoren nebeneinanderliegender derartiger Beleuchtungskörper
wurden beispielsweise bekannte schallschluckende Stoffe angebracht und bildeten so eine
Unterdecke. Diese Anordnung hat den großen Nachteil, daß die zwischen den Beleuchtungskörpern liegenden
Felder mit dem schallabsorbierenden Material den Durchtritt des Lichtes nicht gestatten, so daß große
Bereiche der Unterdecke unbeleuchtet bleiben. Wenn eine starke Schallabsorption erreicht werden soll, ist
deshalb die von den Deckeiibeleüchtungskörpern zur
Verfügung gestellte Lichtmenge sehr begrenzt. Außerdem
reflektieren die verhältnismäßig großen flachigen Abdeckungen der Beleuchtungskörper aus durchscheinendem
Glas oder anderem Material den darauf gerichteten Schall erheblich.
Eine andere bekannte Technik zur Lösung dieses Problems besteht darin, Beleuchtungskörper unter
einer festen Decke aufzuhängen, die Beleuchtungskörper mit einem durchscheinenden Schirm aus Glas
oder Kunststoff abzudecken und schallabsorbierende Platten aus starrem, absorbierendem Material am
Schirm aufzuhängen. Die Platten können auch durch schallabsorbierendes, in durchbrochenen Behältern befindliches
Fäserm&terial ersetzt werden. Wenn eine
stärkere Schallabsorption erforderlich ist, so müssen
jedoch die von der durchscheinenden, die Beleuchtungskörper abdeckenden Unterdecke herabhängenden
schallabsorbierenden Platten eine beträchtliche Tiefe haben, und der Abstand zwischen ihnen muß klein
sein, wodurch aber die Beleuchtung stark beeinträchtigt wird. Außerdem haben solche herabhängenden
Platten ein unschönes Aussehen und stören die gewünschte Wirkung einer glatten· Decke.
Schallabsorbier ender,
vorzugsweise plattenförmiger Körper
vorzugsweise plattenförmiger Körper
Anmelder:
Bolt Beranek and Newman Inc.,
Cambridge, Mass. (V. St. A.)
Cambridge, Mass. (V. St. A.)
Vertreter: Dipl.-Ing. R. Müller-BÖrner,
Berlin-Dahlem, Podbielskiallee 68,
und Dipl.-Ing. H.-H. Wey, München 22, Patentanwälte
und Dipl.-Ing. H.-H. Wey, München 22, Patentanwälte
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 19. September 1955
V. St. v. Amerika vom 19. September 1955
Bill G. Watters, Nahant, Mass.,
und Jordan J. Baruch, Newton, Mass. (V. St. A.),
sind als Erfinder genannt worden
Zur Lösung dieses Problems sind noch weitere Vorschläge gemacht worden, zu denen die Verwendung
schallabsorbierender Jalousien gehört, die von der Decke herabhängen und zwischen denen die Beleuchtungskörper
des Raumes angebracht werden können. Diese Vorschläge haben ebenfalls die erwähnten und
weitere Nachteile.
Eine befriedigende Losung dieses Problems ist an und für sich durch Verwendung eines lichtdurchlässigen
Körpers möglich, der verhältnismäßig starr, beispielsweise aus Kunststoff ist und Öffnungen aufweist,
die durch einen Widerstand bildendes schallabsorbierertdes Material, wie Faserschichten od. dgl., abgedeckt
sind. Manchmal ist es aber erwünscht, den starren lichtdurchlässigen Körper aus Kunststoff oder
sonstigem Material selbst 2ur Schallabsorption zu verwenden.
Dies war bisher, wie erwähnt, nicht durchführbar, weil das Material, wenn es starr genug ist,
um als Platte sein Eigengewicht frei zu tragen, stark schallreflektierend wirkt, Obwohl es bekannt ist, daß
Öffnungen in einem solchen plattenförmigen Körper für durch sie hindurchgehende Schallwellen verschiedener
Frequenzen eine Impedanz bilden, wurde es bisher als undurchführbar angesehen, eine akustische Impedanz,
also einen SchallwellenwiderStand, mit einer
Bauweise zu erzielen, die den Körper selbst zu einer wirksamen schallabsorbierenden Vorrichtung macht.
009 589/27
Bisher wurde im Gegenteil hinter der gelochten Platte
üblicherweise ein Luftraum vorgesehen, der von einer mit schallabsorbierendem Material versehenen Wandung
begrenzt ist.
Es wurde jedoch erfindungsgemäß festgestellt, daß allein durch geeignete Wahl der Größe und der Anzahl
der öffnungen je Flächeneinheit eines Körpers bestimmter Dicke diese Öffnungen selbst eine wesentliche
akustische Impedanz, also einen Schallwellenwiderstand, erzeugen, die dem Körper die Fähigkeit
der Schallabsorption auf einem breiten Frequenzband verleiht. Der Körper kann somit zugleich als lichtdurchlässige
Abdeckung und als Mittel zur Raumschalldämpfung dienen, ohne daß zusätzliche Schichten
aus schallabsorbierendem Material oder auf Wand-, Decken- oder ähnlichen Flächen angebrachte schallabsorbierende
Verkleidungen notwendig wären.
Gemäß der Erfindung ist der schallabsorbierende, vorzugsweise plattenförmige Körper so ausgebildet,
daß zur Schallabsorption Löcher dienen und daß zwischen der Anzahl η der Löcher je Quadratzentimeter
seiner Oberfläche, dem Halbmesser r der einzelnen Löcher in Millimetern und der Dicke d des
Körpers in Millimetern folgende Beziehung besteht:
ag 4 log r = k — log nid,
wobei k eine Konstante mit einem Wert von ungefähr — 6,20 bis —4,20 ist.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden an Hand der Zeichnung beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer zweckmäßigen, als Unterdecke geeigneten Ausführungsform
der Erfindung mit Teilschnitt,
Fig. 2 einen vergrößerten Teilschnitt, etwa nach der Linie 2-2 in Fig. 1 in Richtung der Pfeile gesehen,
Fig. 3 ein Diagramm zur Veranschaulichung des der Erfindung zugrunde liegenden Prinzips, das den
Lochdurchmesser über dem Quotienten aus der Anzahl η der Löcher je Flächeneinheit in Quadratzentimetern
und der Plattendicke in Zentimetern darstellt, und
Fig. 4 ein Diagramm zur Veranschaulichung der Schallschluckwirkung einer erfindungsgemäß ausgebildeten
Platte, das in der ausgezogenen Kurve den gemessenen, in der gestrichelt gezeichneten Kurve den
berechneten Wert des Schallabsorptionskoeffizienten in Abhängigkeit von der Frequenz in Hz darstellt.
In Fig. 1 sind bei 3 an einer festen Decke 5 Leuchtröhren 1 aufgehängt. Von der festen Decke 5 hängen
bis unterhalb der Beleuchtungskörper mehrere Hängeglieder 7 herab, die mit Ansätzen 11 an den Stegen 12
horizontal verlaufende Träger 9 T-förmigen Querschnitts befestigt sind. Auf den Flanschen 13 benachbarter
Träger 9 liegen aus lichtdurchlässigem Material bestehende, erfindungsgemäß ausgebildete Platten 15.
Die Platten 15 sind verhältnismäßig starr, weisen zahlreiche Löcher 17 auf und können durchscheinend
oder durchsichtig sein. Verschiedenartige ästhetische Wirkungen können je nach Wunsch durch Wellung,
durch Prägung oder durch andersartige Dekoration der Platten 15 erzielt werden.
Zu den für einen lichtdurchlässigen, schallabsorbierenden Körper nach der Erfindung geeigneten Stoffen
gehören, um nur wenige zu nennen, Kunststoffe, wie beispielsweise Styrol, Polystyrol, Polyester-Kunstharze,
und verhältnismäßig starre Polyvinylkunststoffe, wie Polyvinylchlorid und -azetat. Selbstverständlich
ist es an sich bekannt, diese und andere Kunststoffe in jedem gewünschten Grade lichtstreuend,
durchscheinend oder durchsichtig herzustellen. Außerdem ist es an sich bekannt, diese Materialien mit
Löchern und mit jeder gewünschten Wellung, Prägung oder anderen dekorativen oder ornamentalen
Oberfläche herzustellen. Ein ungelochter oder ungeeignet gelochter dichter und starrer Körper würde jedoch
breite Frequenzbereiche auftreffender akustischer Energie stark reflektieren.
Die überraschende Schallschluckwirkung der gemäß der Erfindung bemessenen Lochung könnte folgenden
Grund haben: Die Löcher stellen im allgemeinen den Hauptweg für die akustische Energie von der Unterseite
zu der Oberseite des Körpers dar. Wenn die Löcher in geeigneter Weise bemessen und angeordnet
sind, wird die akustische Energie, wenn sie durch die Löcher hindurchgehen muß, infolge der viskosen
Reibung und durch andere Widerstandswirkungen der Löcher aufgezehrt. Wenn die Löcher jedoch die
meistens in den bekannten schallabsorbierenden Decken verwendete Größe haben und verhältnismäßig dicht
nebeneinanderliegen, so ist der der einfallenden Schallenergie im hörbaren Frequenzbereich entgegenstehende
Schallwellenwiderstand zu niedrig, um eine Vernichtung der Schallenergie allein durch die Wirkung der
Löcher hervorrufen zu können. Solange nicht die erfindungsgemäße Beziehung zwischen der Größe und
der Zahl der Öffnungen je Flächeneinheit bei einem Körper bestimmter Dicke erfüllt ist, kann dieser nicht
als in einem breiten Frequenzband wirksamer Schallschlucker arbeiten.
Die allgemeine Beziehung zwischen dem spezifischen Schallwellenwiderstand R des Körpers, dem Halbmesser
r der der Einfachheit halber etwa kreisförmig angenommenen Löcher, der Dicke d des Körpers und
der Anzahl η der je Quadratzentimeter der Fläche des
Körpers vorhandenen Löcher wird durch folgende Gleichung wiedergegeben:
4 log10 r = -3,33 — log10 nid — log1022. (1)
Die Größen r und d in der Gleichung (1) sind in Millimetern ausgedrückt. Es hat sich gezeigt, daß
eine annähernd optimale Schallabsorption entsteht, wenn der Schallwellenwiderstand des Körpers ein
Faktor 0 ist, der ungefähr gleich dem l,8fachen des spezifischen Schallwellenwiderstandes ist, den Luft
einer ebenen Schallwelle entgegengesetzt, es ist also R = 1,8 · ρζ/ = 76 [dyn · sec · cm.—3], wo ρ die Luftdichte
und ν die Geschwindigkeit der Schallwellen ist. Die entsprechende optimale Beziehung zwischen den
untereinander abhängigen Veränderlichen r, η und d
stellt sich dann folgendermaßen dar:
4 log10r = -5,20 — log10 nid. (2)
Die durch die Gleichung (2) dargestellte Optimumkurve ist die in Fig. 3 wiedergegebene Kurve A für
0 = 1,8. Die Kurve C gilt für 0 = 18, die Kurve B
für 0 = 0,18. Links von der Kurve C liegt das Gebiet der praktisch ungelochten Platten, rechts von der
Kurve B das der in der bisher üblichen Weise gelochten. Für einen Körper, bei dem das Verhältnis aus der
Anzahl der Löcher je Quadratzentimeter und der Dicke
des Körpers nfd = 611 ist, müßte der optimale Lochdurchmesser
2r rund 0,20 mm sein. Ein größeres Verhältnis
nid = 6110 würde Löcher mit einem kleineren Durchmesser von rund 0,114 mm erforderlich machen,
während ein kleines Verhältnis nid = 61,1 viel größere Löcher mit einem Durchmesser von rund 0,62 mm
notwendig macht.
Während theoretisch die Gleichung (2) für jede Lochgröße Gültigkeit hat, hat sich in der Praxis ergeben,
daß es obere-und untere wirtschaftlich zweck-
5 3
mäßige Grenzen gibt. Die untere Grenze für den Loch- Durchmesser und einem Mittenabstand derselben von
durchmesser wird nicht nur durch Schwierigkeiten der 6 mm) unter den gleichen zur Bestimmung der
Ausführung kleinster Löcher bestimmt, sondern auch Kurven I und IV angewandten Meßbedingungen. Aus
noch dadurch, daß feine Löcher durch Staub, Schmutz den Kurven ist zu ersehen, daß die nicht perforierte
oder andere Teilchen verstopft werden können. Die 5 Platte eine typische Resonatorwirkung ergibt, die weit
Beeinträchtigung durch Verstopfen kann allerdings unter der Schallschluckwirkung der erfindungsgemädadurch
abgeschwächt werden, daß Luft von dem ßen Platte bleibt, und daß bei einer normal perforier-Raum
hinter dem Körper aus durch die Löcher ge- ten Platte keine Absorption meßbar war.
blasen wird. In Fig. 3 sind die Kurven bis zu einer Eine gewisse Verbesserung des erfindungsgemäßen
unteren Grenze von annähernd 0,05 mm für den Loch- io Körpers hinsichtlich der Schallabsorption für niedrige
durchmesser eingezeichnet. Die obere Grenze ist durch Frequenzen entsteht jedoch infolge der Rückwirkung
den Eindruck einer unschönen Durchlöcherung be- auf die Luft in dem Raum hinter dem Körper, die
' stimmt, die auffällig wird, wenn die Löcher so groß durch Schwingungen des Körpers bei dem Auftreffen
sind, daß die Beleuchtungskörper durch sie zu sehen der Schallwellen niedriger Frequenz verursacht wird,
sind. Dazu kommt, daß Schallenergie hoher Frequen- 15 Diese Erscheinung tritt beispielsweise auf bei einer
zen nur ungenügend absorbiert wird, wenn die Löcher 0,5 mm dicken Vinylkunststoffplatte mit einem Schallzu
groß sind. In Fig. 3 ist daher eine obere Grenze wellenwiderstand von annähernd 3 öv, die etwa 6,4 cm
von etwa 1 mm für den Lochdurchmesser angenommen. unterhalb einer festen Decke an ihren Kanten mit
Die Erfindung bringt auch in den Bereichen beider- Band befestigt ist. Die Resonanzfrequenz des zwischen
seits der optimalen Werte der Gleichung (2) in der 20 der Platte und der Decke liegenden Luftraumes beKurve
A einen wesentlichen Forschritt. Die Erfindung trägt etwa 1400 Hz. Es wurde bei Frequenzen von
wird jedoch unwirksam, wenn man zu weit nach etwa 250 bis etwa 900 Hz eine verbesserte Absorption
rechts in den Bereich der in üblicher Weise gelochten erzielt. Es ist allerdings wichtig, daß die der Luft
Akustikplatten oder zu weit nach links in den Bereich durch den Körper entgegengesetzte mechanische Imder
schallundurchlässigen Materialien gelangt. Prak- 25 pedanz, die entweder von dem Biegewiderstand des
tische Grenzwerte für den Schallwellen widerstand sind Körpers oder von dem Widerstand herrührt, der
annähernd das 0,18- und das 18fache des spezifischen durch die Befestigung des Körpers an seinen Kanten
Schallwellenwiderstandes, den Luft einer ebenen entsteht, nicht zu klein ist, da sich sonst der Körper
Schallwelle entgegensetzt, wobei ungefähre Grenz- bei den tiefen Frequenzen ohne Energieaufnahme und
werte von R=T,β und 2?=760 [dyn · see · cm-3] er- 30 damit ohne Schallabsorption bewegt,
zielt werden. Die Grenzkurven für β = 0,18 und Im allgemeinen tritt maximale Absorption auf,
Θ =18 sind in Fig. 3 durch B und C dargestellt. Die wenn die akustische Massenreaktanz der Löcher klein
für diese Kurven geltenden Gleichungen lauten: ist, etwa bei verhältnismäßig kleinen oder bei sehr
zahlreichen Löchern oder bei Verwendung einer
41og10r=— 6,20 — log10 nid (3) 35 dünnen Platte, aber selbstverständlich immer inner-
und halb der durch die Gleichungen (1) bis (4) definierten
4 Iog10r=4,20 - log10 nid. (4) Grenzen.
Die stärkste Absorption tritt nach Fig. 4 im BeWenn in den Gleichungen (2), (3) und (4) die reich von etwa 500 Hz auf. Wenn die akustische
numerische Konstante durch den Buchstaben K aus- 40 Massenreaktanz des schallschluckenden Körpers
gedrückt wird, hat K in dem in Fig. 3 schraffierten klein gehalten wird, so gilt jedoch für die Frequenz f
Bereich Werte zwischen —6,20 und —4,20. mit der stärksten Absorption etwa die Beziehung:
Die gute Übereinstimmung zwischen der theoretischen Analyse und dem Versuchsergebnis ist in i?f)00
Fig. 4 an Hand der Absorptionskennlinie einer starren, 45 fmoa,- = Hz , (5)
gelochten und durchscheinenden Vinylkunststoffplatte L
mit den Werten d = 0,254 mm, r = 0,076 mm, η = 35
und R = 95 [dyn · see · cm-3], die etwa 20 cm unter wobei L die Tiefe des Luftraumes hinter dem Körper
einer festen Decke angebracht ist, veranschaulicht. in Zentimetern ist. Die Frequenz dieser Absorptions-Der
Schallabsorptionskoeffizient dieser Platte ist auf 50 spitze kann durch Erhöhung der akustischen Massender
Ordinate in Fig. 4 als Funktion der auf der Ab- reaktanz der Löcher nach unten verschoben werden,
szisse aufgetragenen Frequenz der Schallenergie in jedoch kann eine Verkleinerung der Spitzenfrequenz
Hz wiedergegeben. Die gestrichelte Kurve III stellt nur auf Kosten des Absorptionsgrades, besonders für
den theoretisch berechneten Absorptionskoeffizienten die von der Spitzenfrequenz entfernten Frequenzen,
und die ausgezogene Kurve IV die tatsächlichen 55 erzielt werden. Da außerdem die Massenreaktanz mit
Messungen der Schallabsorption dar. Es zeigt sich, wachsender Frequenz größer wird, kann eine Platte,
daß ein hoher Absorptionsgrad in dem wichtigsten die in Verbindung mit einem tiefen Luftraum für die
und verhältnismäßig breiten Bereich der niedrigen, Absorption tieferer Frequenzen geeignet ist, nicht in
mittleren und der höheren Schallfrequenzen, die im Verbindung mit einem flachen Luftraum als guter
allgemeinen in Räumen auftreten, erreicht wird. Der 60 Absorptionskörper für höhere Frequenzen arbeiten.
Absorptionskoeffizient liegt ungefähr zwischen 0,55 Die Erfindung ist nicht nur bei einer Unterdecke
und 0,85 für Frequenzen von etwa 200 bis 2000 Hz. für ein Zimmer oder einen anderen Raum anwendbar,
Für sehr hohe Frequenzen, sogar bis zu 9000 Hz, ist sondern kann selbstverständlich auch in jeder anderen
noch eine ziemlich starke Schallschluckwirkung vor- Weise verwendet werden, wo ihre akustische Abhanden,
während die Absorption für tiefe Frequenzen 65 Sorptionswirkung ausgenutzt werden soll, beispielsstark
abfällt und unterhalb von etwa 100 Hz nur noch weise bei Wänden, Fußböden oder beliebigen anderen
geringfügig ist. Flächen, sogar bei Lampenschirmen oder Beleuch-
Die Kurven I und II in Fig. 4 veranschaulichen das tungskörpern. Der absorbierende Körper gemäß der
Verhalten einer nicht perforierten und einer normal Erfindung muß auch nicht unbedingt Plattenform
perforierten Platte (mit Perforationen von 3 mm 70 haben. Er.kann in jeder gewünschten Gestalt her-
gestellt werden oder nach seiner Herstellung in eine
gewünschte Form gebracht werden. Die Löcher können schon bei der Herstellung des Körpers angebracht
oder später mit Nadeln od. dgl. gestanzt werden. Wenn es auch zweckmäßig ist, alle Löcher gleichartig
auszubilden und gleichmäßig über den Körper zu verteilen, können in der Praxis Abweichungen zugelassen
werden, wobei dann die Werte der verschiedenen Größen der Gleichungen (1) bis (4) Durchschnittswerte
sein können.
Da der schallschluckende Körper Löcher aufweist, ist die Erfindung dort besonders zweckmäßig, wo eine
Luftverteilung stattfinden soll, wie etwa in Heizungs-, Lüftungs- oder Klimaanlagen. Die Anwendung der
Erfindung in solchen Anlagen bringt neben der Lichtdurchlässigkeit und der Schallabsorption eine zugfreie
Ventilation, und zwar ohne unschöne Verteiler oder sonstige Apparate, die die Decke oder andere Flächen
verunstalten. Wenn der Raum, in dem die Erfindung zur Anwendung kommen soll, für Arbeiten benutzt
wird, bei denen Fremdteilchen erzeugt werden, die die Löcher verstopfen könnten, so kann zur Verhütung
dessen ein stetiger Luftstrom durch die Löcher geleitet werden.
Die Erfindung ist wegen ihrer Schallabsorptionswirkung
auch dann zweckmäßig, wenn Lichtdurchlässigkeit nicht erforderlich ist. Der schallabsorbierende
Körper kann also gegebenenfalls lichtundurchlässig sein. Er kann auch durch Verweben von Faden,
etwa aus Kunststoff, nach Art eines Textilstofres hergestellt
werden. Diese Fäden können je nach Wunsch durchscheinend oder nicht durchscheinend sein. Sie
können leicht durch Tränken von Glasfasern mit Kunststoff, beispielsweise mit Polyesterkunstharz,
hergestellt werden. Die Löcher im Schallschluckkörper würden in diesem Falle durch die Zwischenräume zwischen
den Fäden gebildet werden.
Claims (7)
1. Schallabsorbierender, vorzugsweise plattenförmiger
Körper, dadurch gekennzeichnet, daß zur Schallabsorption Löcher dienen und daß zwischen
der Anzahl η der Löcher je Quadratzentimeter seiner Oberfläche, dem Halbmesser r der einzelnen
Löcher in Millimetern und der Dicke d des Körpers in Millimetern folgende Beziehung besteht:
4 log r = k — log nid,
wobei k eine Konstante mit einem Wert von ungefähr
-6,20 bis —4,20 ist.
2. Schallabsorbierender Körper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß k ungefähr
— 5,20 ist.
3. Schallabsorbierender Körper nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Löcher etwa kreisförmig sind.
4. Schallabsorbierender Körper nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Durchmesser der Löcher zwischen 0,05 und 1 mm liegt.
5. Schallabsorbierende Platte nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
sie einen so großen mechanischen Widerstand hat, daß sie, mit Abstand von einer Decke, einer Wand
od. dgl. angebracht, bei Auftreffen bestimmter akustischer Frequenzen schwingt.
6. Schallabsorbierender Körper nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß er
aus lichtdurchlässigem Material besteht.
7. Schallabsorbierender Körper nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß er aus
Kunststoff, beispielsweise Styrol, Polystyrol, Polyester-Kunstharz oder Polyvinylkunststoff, besteht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 009 589/27 8.60
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